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Vegetationsoekologische und populationsoekologische Untersuchungen an Flachmooren und Streuwiesen im Flachgau und ausgewaehlten Punkten im Tennengau

Ziel dieses Forschungsprojektes ist die Erfassung aller im Flachgau vorhandenen Falchmoore und Streuwiesen, sowie einiger ausgewaehlter Bestaende im Tennengau. Diese Flaechen werden in vegetationsoekologischer und populationsoekologischer Hinsicht untersucht. Inhalte: 1. Pflanzensoziologische Stellung und Floristik der untersuchten Bestaende unter besonderer Beruecksichtigung der Rote Liste Arten. 2. Aktuelle und historische Bewirtschaftung der Flaechen; Aspekte der Landschaftspflege. 3. Problematik der Verinselung und des Biotopverbundes; Erhebung von Mindestgroessen fuer die Erhaltung von Populationen. 4. Untersuchung der Diasporenbanken im Boden in Abhaengigkeit von Bewirtschaftung und Naehrstoffniveau. 5. Unterscuchung der Diasporenverbreitung ausgewaehlter Arten. 6. Problematik von Schutzgebieten anhand ausgewaehlter Beispiele. 7. Kartographische Dartellung der erfassten Flaechen mittels GIS.

Vegetationsdynamik in regelmäßig gemähten Dauerwiesen, Streuwiesen, Niedermooren und Grünlandbrachen (Vegdyn)

Die primären Ziele des geplanten Forschungsprojektes sind:- Einrichtung von vegetations- und bodenkundlichen Dauerbeobachtungsflächen in verschiedenen Graslandökosystemen am Talboden der Enns - Dokumentation der Ausgangssituation im Hinblick auf Boden, Vegetation, Pflanzenartenvielfalt, Ertrag und Futterqualität - Pflanzensoziologische und ökologische Charakterisierung der Vegetation sowie Analyse der Phänophasen, Lebensformen und Lebensstrategien der Flora - Erfassung, Dokumentation, Analyse und Bewertung der Pflanzenartenvielfalt - Beschreibung des Bodens und Analyse der ökologisch relevanten Bodeneigenschaften zur Beurteilung der Standortsansprüche der Vegetation - Erstellung eines Folders, worin die Bedeutung der Landwirtschaft für die Biodiversität, Vegetationstypenvielfalt und Landschaftsästhetik in der Kulturlandschaft dargestellt werden soll.

Hahausen 213: Streuwiese (Urschrift)

Die Daten enthalten alle Bebauungspläne der Stadt Langelsheim.

Auswirkungen von Landschaftspflegemassnahmen (Mulchen, Maehen, Brennen) auf Vegetation und Standort einer Streuwiese

In brachliegenden Streuwiesen (Molinietum) kommt es meist zu starken Bestandsveraenderungen. Es sollen einfache und billige Pflegemassnahmen ermittelt werden, die das typische Artenspektrum von Streuwiesen erhalten. Die Auswirkungen der Pflegemassnahmen auf Vegetation und Standort werden durch jaehrliche Vegetationsaufnahmen auf Dauerflaechen, Ertragsermittlungen, Streumengenmessungen und Bodenuntersuchungen erfasst.

Etablierung und Pflege artenreicher Pfeifengraswiesen mit regionalem Saatgut

Zielsetzung: Die Etablierung und Pflege von Streuwiesen auf unterschiedlichen Standorten werden untersucht. Neben dem Langzeitmonitoring von Empfängerflächen auf ehemaligen Intensivgrünlandflächen werden Methoden zur Erhöhung der Artenvielfalt auf bestehenden Streuwiesen, die ein Neophyten-Problem (Goldrute) aufweisen und zudem von Schilf überwuchert werden, erprobt. Dieses Problem und damit verbunden eine Verschlechterung des ökologischen Zustandes betrifft mittlerweile sehr viele Flächen, die unter Naturschutz stehen. Eine mechanische Bekämpfung zum Zeitpunkt der Sommersonnenwende ist durch das Vorhandensein von geschützten Bodenbrütern und das Unterbinden der natürliche Versamung (Veränderung des Vegetationstyps) nicht möglich. Die Methoden der Übertragung von frischem Mahdgut im Spätsommer bzw. der Übersaat mit regionalem Saatgut aus Wiesendrusch im Winter sollte ein Ausbreiten der unerwünschten Arten verhindern und zudem eine Erhöhung der Artenvielfalt gewährleisten. Damit verbunden bieten sich unterschiedliche Strategien und Techniken zur Etablierung der gewünschten Vegetation an, deren Vor- und Nachteile im Rahmen diese Projektes evaluiert werden sollen. Durchgeführt werden Langzeitstudien direkt im NATURA 2000 Gebiet Wörschacher Moor (Steiermark) und im Vogelschutzgebiet Weidmoos (Salzburg). Die im Projekt erfolgreich umgesetzten Methoden sollen mittels Vorträgen, Publikation und Broschüren für Praktiker, einem weiten Kreis interessierter Personen und Institutionen (Nationalparks, NGO's, Ingenieur- und Landschaftsplanungsbüros, Naturschutzbehörden, Schulen...) zur Verfügung gestellt werden. Bedeutung des Projekts für die Praxis: Allgemein gültige Vorgaben zur künftigen Anlage, Pflege und Entwicklung von Flächen im gesamten Bundesgebiet werden ermöglicht. Für die Problematik der Neophyten bzw. der Reduktion des Schilfs kann das Projekt hoffentlich Lösungsvorschläge bieten. Von Seiten der Naturschutzbehörden, Nationalparkbetreiber, NGO's, Planungsbüros, betroffene Bewirtschafter und Landwirte besteht sehr großes Interesse an diesem Vorhaben.

Optimierung des Zustandes von Streuwiesen i.e.S. (Molinion) im Reuss- und Glattal / Aufbau und Standort von Schwingrasen / Verpflanzungsversuche bedrohter Gesellschaften in Kloten

Eutrophierungssimulation als Beitrag zum Pufferzonenproblem; Regeneration gestoerter Streuwiesen, Ueberwachung von Schutzgebieten. Dauerflaechenbeobachtung nach Duengung und Schnitt: Vegetations- und Biomasseuntersuchungen, Naehrstoffanalysen. Struktur und Naehrstoffbilanz. Phosphat in mineralischen Nassboeden: Verteilung im Profil, Auswaschung, Methodenvergleich.

Boloria titania (Esper, 1781) Natterwurz-Perlmuttfalter Tagfalter und Widderchen Gefährdet

B. titania besiedelt in Deutschland die Alpen und deren Vorland sowie den südlichen Schwarzwald. Die Art ist durch den Verlust von Streuwiesen, Aufforstungen und eventuell auch klimatische Veränderungen gefährdet (Dolek 2020).

Coenonympha tullia (Müller, 1764) Großes Wiesenvögelchen Tagfalter und Widderchen Stark gefährdet

Stabile Teilbestände von C. tullia gibt es in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und im Süden Bayerns. In Bayern sind jedoch Individuenrückgänge zu verzeichnen. Je nach Region und Verfügbarkeit besiedelt die Art verschiedene Moortypen und Streuwiesen.

Muschampia floccifera (Zeller, 1847) Heilziest-Dickkopffalter Tagfalter und Widderchen Stark gefährdet

M. floccifera besiedelt drei voneinander getrennte Regionen im baden-württembergischen und bayerischen Alpenvorland (Albrecht & Kraus 2013). Zudem wurde die Art auf gemähten Wiesen im Lallinger Winkl in Ostbayern an zwei Stellen wiederentdeckt. Die Vorkommen im Ammer-Loisach-Hügelland sind stabil, während die Vorkommen im westlichen Allgäu rückläufig sind (Bamann 2017, Hely et al. 2018). Besiedelt werden sowohl in Bayern als auch in Baden-Württemberg meist einschürig genutzte Streuwiesen, welche durch Sukzession, Nutzungsaufgabe, Eutrophierung, zu frühe oder zu späte Mahdzeitpunkte oder zu starke Entwässerung gefährdet sind. Problematisch ist insbesondere eine Entwässerung in Verbund mit der Umwandlung in mehrschüriges Grünland.

Abflachung und Aufweitung eines Entwässerungsgrabens und Herstellung einer Feuchtmulde mit Anbindung an den Entwässerungsgraben als Ausgleich für die Erweiterung des Allgäu Skyline Park-Parkplatzes südlich der St 2518

Die Allgäu Skyline Park GmbH beantragte mit Schreiben des Ingenieurbüros LARS consult GmbH vom 25.07.2024 und Planunterlagen des Ingenieurbüros LARS consult GmbH vom 24.06.2024 die Erteilung einer Plangenehmigung für die Herstellung einer Feuchtmulde mit Anbindung an den benachbarten Entwässerungsgraben auf dem Grundstück Fl.Nr. 998 der Gemarkung Erisried (Gemeinde Stetten) als Ausgleichsfläche E4 für die Erweiterung des Parkplatzes des Freizeitparks „Allgäu Skyline Park“ südlich der Staatsstraße St 2518. Das Vorhaben umfasst die Uferabflachung am Entwässerungsgraben (Fl.Nr. 997 der Gemarkung Erisried), die Herstellung einer Feuchtmulde auf dem Grundstück Fl. Nr. 998 der Gemarkung Erisried, das Entnehmen und Wiedereinleiten von Wasser aus dem bzw. in den Entwässerungs-graben (Fl.Nr. 997 der Gemarkung Erisried) zur Speisung der Feuchtmulde sowie die Anpflanzung von heimischen Sträuchern und Bäumen bzw. die Entwicklung einer extensiven Streuwiese.

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