Die Verschlechterung des Zustands von Natur und Landschaft sowie der Verlust der biologischen Vielfalt werden maßgeblich durch menschliche Nutzungen und gesellschaftliche Lebensweisen verursacht. Um Landschaft und Natur langfristig zu schützen, ist daher eine sozial-ökologische Transformation notwendig, die tiefgreifende Veränderungen der Lebens- und Wirtschaftsweisen einschließt. Eine zentrale Rolle spielt dabei Suffizienz, eine Strategie zur absoluten Reduzierung des Verbrauchs natürlicher Ressourcen, um innerhalb der planetaren Grenzen zu bleiben und gleichzeitig allen Menschen den Zugang zu den für ihr Leben notwendigen Ressourcen zu ermöglichen. Die Notwendigkeit von Suffizienz wird anhand der Energiewende und der Flächennutzung verdeutlicht: Auch die Energiewende, verstanden als Umstieg auf erneuerbare Energien, kann - ohne ihre zwingende Notwendigkeit bestreiten zu wollen - mit erheblichen negativen Umwelt- und sozialen Folgen verbunden sein, sei es durch den Bau und Betrieb von Anlagen oder die erforderliche Rohstoffgewinnung. Suffizienz, d. h. die Reduzierung des Energieverbrauchs, muss daher neben Energieeffizienz und Umstieg auf erneuerbare Energien zu einem weiteren zentralen Element der Energiewende werden. In Bezug auf Flächennutzung ist Suffizienz erforderlich, da nur so Flächenkonkurrenzen vermindert und zugleich ausreichend Flächen zur Erhaltung biologischer Vielfalt gesichert werden können. Trotz der dargelegten Relevanz wird Suffizienz im Naturschutz bislang wenig beachtet. Als mögliche Ansatzpunkte für die Integration von Suffizienz in den Naturschutz werden die Planungsinstrumente der Raumordnung und Umweltprüfungen sowie die Entwicklung von "Suffizienzkorridoren" diskutiert. Da Suffizienz und eine sozial-ökologische Transformation mit weitreichenden Veränderungen unserer Lebensweise verbunden sind, treffen sie auf erhebliche Widerstände und stellen eine kulturelle Herausforderung dar, die nur im Rahmen einer umfassenden gesellschaftlichen Diskussion bewältigt werden kann.
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Das Bauwesen und die damit verbundenen Berufe stehen vor bedeutenden Herausforderungen, die durch die Verknappung fossiler Energieträger, Umweltkatastrophen und die begrenzte Verfügbarkeit mineralischer Baustoffe verursacht werden. Die zunehmende Komplexität im Bauwesen sowie Nachhaltigkeitskriterien auf dem Immobilienmarkt verschärfen diese Probleme. Prognosen zufolge wird der Anteil an Neubauten am gesamten Gebäudebestand bis 2035 weniger als 10 % betragen. Der bestehende Gebäudebestand, einschließlich erhaltenswerter Gebäude, spielt daher eine wesentliche Rolle, insbesondere im Hinblick auf die in den Materialien enthaltene graue Energie und das Konzept des ‚Urban Mining‘. Derzeit berücksichtigen gesetzliche Vorschriften und Förderungen weder die Ressourceneffizienz noch die Ressourcenschonung im Bestand oder bei Denkmälern. Es ist notwendig, die Gebäudebewertung anzupassen, da der aktuelle Energieausweis lediglich die Betriebseffizienz für Heizwärme und Warmwasser erfasst und für Denkmäler nicht verpflichtend ist. Um die Dekarbonisierung des Bauwesens voranzutreiben, muss eine Grundlage geschaffen werden, die es ermöglicht, diese Potenziale einzubeziehen. Die Metastudie untersucht, wie ökologische Aspekte in denkmalgeschützten Beständen berücksichtigt werden können und welche Potenziale durch Bewertungen einfließen sollten, einschließlich einer Analyse möglicher Bewertungsverfahren unter Berücksichtigung der Ökobilanzierung. Das Ziel der Studie besteht darin, einen umfassenden Überblick über die Einbindung der ökologischen Aspekte von Baustoffen in denkmalgeschützten Beständen zu geben. Referenzprojekte mit Ökobilanzierung werden identifiziert und analysiert, um darauf basierende Handlungsempfehlungen abzuleiten. Es soll eine Überarbeitung der Systematik für Baudenkmale mit einer Lebensdauer von mehr als 50 Jahren vorgeschlagen werden, wobei die Priorisierung von Bauteilen und die Bewertung der Betriebseffizienz im Vergleich zu Suffizienzstrategien berücksichtigt werden sollen. Es wird angestrebt, Hinweise für zukünftige Maßnahmen zur Bewältigung des Klimawandels, einschließlich des Einsatzes erneuerbarer Energien, zu geben. Die Studie bietet Empfehlungen zur Verbesserung der Beurteilungskriterien in Denkmälern und zeigt Potenziale zur Implementierung in Bewertungssystemen auf, einschließlich der Berücksichtigung von Ausnahmeregelungen für Kulturdenkmäler. Es soll erfasst und analysiert werden, wie Ökobilanzen in verschiedenen Bewertungsmethoden für historische Gebäude verwendet wurden. Eine Übersicht über Denkmalprojekte, die erneuerbare Energien nutzen, sowie deren Effizienz- und Ökobilanzbewertung wird erstellt. Die Unterschiede und Auswirkungen von Lebenszyklusanalysen werden untersucht, um Handlungsempfehlungen für zukünftige Systemmodifikationen und Nachhaltigkeitsbewertungen bereitzustellen.
Die Bundesregierung macht seit vielen Jahren Nachhaltigkeit zu einem Grundprinzip ihrer Politik und möchte im Bereich des nachhaltigen Bauens eine Vorbildrolle einnehmen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie das BNB weiterentwickelt werden kann, um die von der Bundesregierung beschlossenen Klimaschutzziele stärker zu adressieren. In diesem Forschungsvorhaben sollen neue Aspekte und Schwerpunkte im Rahmen der Nachhaltigkeitsbewertung im Bauwesen identifiziert, bewertet und hinsichtlich der Berücksichtigung in der Bewertungssystematik des BNB betrachtet werden. Ausgangslage: Maßnahmen des Klimaschutzes im Bauwesen orientieren in der Regel auf die Emissionsreduzierung klimaschädlicher Gase, die zum einen durch die Herstellung von Bauprodukten und zum anderen durch die Energieerzeugung für die Konditionierung der Gebäude entstehen. Diese Emissionen werden im BNB mit Hilfe einer Ökobilanz ermittelt und durch Flächenbezug vergleichbar gemacht und bewertet. Damit werden optimierende Maßnahmen durch die Wahl der Bauweise, der Bauprodukte, des Energieeffizienz- und Komfortniveaus in der Bewertung berücksichtigt. Darüber hinaus gibt es ungenutzte Potenziale wie z. B. die Reduzierung des absoluten Flächenverbrauchs und des Kühlbedarfs durch Dach- und Fassadenbegrünung sowie die Einbeziehung der technischen Ausstattung des Nutzers und der Nutzung von Ökostrom in eine Gesamtbetrachtung. Neben der Erweiterung des Betrachtungshorizonts soll auch die Effektivität von Planungsentscheidungen für einen erhöhten Klimaschutz verbessert werden. Dazu bedarf es mehr Transparenz bei der Darstellung der Wirkungszusammenhänge und der Auswirkungen von Bauherren-Entscheidungen vor allem in frühen Planungsphasen. Ziel: Die BNB-Anforderungen zur Erreichung eines höheren Klimaschutz-Standards sollen wirkungsbezogen geschärft und erweitert werden. Zusätzlich zur Ökobilanzierung des Gebäudes sollen Anforderungen zu den Themen 'Suffizienz', 'Ressourcenschonung', 'Recycling', 'Innovationen' und weiteren Aspekten ergänzt werden. Die Auswirkungen von Planungslösungen auf den Klimaschutz sollen transparenter gemacht werden. Die Bauherren und Planer müssen die Klimaauswirkungen ihrer Vorschläge und Entscheidungen erkennen und steuern können.
Das Vorhaben ProSuffizienz führt wissenschaftlich fundierte Verbrauchsverhaltensanalysen bei Eigenheimbesitzenden durch, die sich eine PV-Anlage, zum Teil in Kombination mit Batteriespeicher, E-Auto und/oder elektrischer Wärmepumpe angeschafft haben. Darauf aufbauend werden Strategien, Informationen und ein neues Narrativ für einen effizienten und suffizienten Umgang mit Energie in privaten Prosumer-Haushalten neu bzw. weiterentwickelt und in der Verbraucher*innenkommunikation umgesetzt. Die Ergebnisse des Projekts werden akteursgruppenspezifisch aufbereitet, sodass eine schnelle Dissemination an Energieberater*innen, Anlagenplaner*innen, Unternehmen und nicht zuletzt Prosumer und Solaranlageninteressierte gewährleistet ist. Als Produkte stehen hierfür neben einem Prosumer-Spiegel ein detailliertes Stromerfassungs- und -visualisierungstool und mit den Praxispartnern gemeinsam entwickelte Beratungsunterlagen zur Verfügung.
Das Vorhaben ProSuffizienz führt wissenschaftlich fundierte Verbrauchsverhaltensanalysen bei Eigenheimbesitzenden durch, die sich eine PV-Anlage, zum Teil in Kombination mit Batteriespeicher, E-Auto und/oder elektrischer Wärmepumpe angeschafft haben. Darauf aufbauend werden Strategien, Informationen und ein neues Narrativ für einen effizienten und suffizienten Umgang mit Energie in privaten Prosumer-Haushalten neu bzw. weiterentwickelt und in der Verbraucher*innenkommunikation umgesetzt. Die Ergebnisse des Projekts werden akteursgruppenspezifisch aufbereitet, sodass eine schnelle Dissemination an Energieberater*innen, Anlagenplaner*innen, Unternehmen und nicht zuletzt Prosumer und Solaranlageninteressierte gewährleistet ist. Als Produkte stehen hierfür neben einem Prosumer-Spiegel ein detailliertes Stromerfassungs- und -visualisierungstool und mit den Praxispartnern gemeinsam entwickelte Beratungsunterlagen zur Verfügung.
Das Vorhaben ProSuffizienz führt wissenschaftlich fundierte Verbrauchsverhaltensanalysen bei Eigenheimbesitzenden durch, die sich eine PV-Anlage, zum Teil in Kombination mit Batteriespeicher, E-Auto und/oder elektrischer Wärmepumpe angeschafft haben. Darauf aufbauend werden Strategien, Informationen und ein neues Narrativ für einen effizienten und suffizienten Umgang mit Energie in privaten Prosumer-Haushalten neu bzw. weiterentwickelt und in der Verbraucher*innenkommunikation umgesetzt. Die Ergebnisse des Projekts werden akteursgruppenspezifisch aufbereitet, sodass eine schnelle Dissemination an Energieberater*innen, Anlagenplaner*innen, Unternehmen und nicht zuletzt Prosumer und Solaranlageninteressierte gewährleistet ist. Als Produkte stehen hierfür neben einem Prosumer-Spiegel ein detailliertes Stromerfassungs- und -visualisierungstool und mit den Praxispartnern gemeinsam entwickelte Beratungsunterlagen zur Verfügung.
Das Vorhaben ProSuffizienz führt wissenschaftlich fundierte Verbrauchsverhaltensanalysen bei Eigenheimbesitzenden durch, die sich eine PV-Anlage, zum Teil in Kombination mit Batteriespeicher, E-Auto und/oder elektrischer Wärmepumpe angeschafft haben. Darauf aufbauend werden Strategien, Informationen und ein neues Narrativ für einen effizienten und suffizienten Umgang mit Energie in privaten Prosumer-Haushalten neu bzw. weiterentwickelt und in der Verbraucher*innenkommunikation umgesetzt. Die Ergebnisse des Projekts werden akteursgruppenspezifisch aufbereitet, sodass eine schnelle Dissemination an Energieberater, Anlagenplaner, Unternehmen und nicht zuletzt Prosumer und Solaranlageninteressierte gewährleistet ist. Als Produkte stehen hierfür neben einem Prosumer-Spiegel ein detailliertes Stromerfassungs- und -visualisierungstool und mit den Praxispartnern gemeinsam entwickelte Beratungsunterlagen zur Verfügung.
Zufußgehen ist eine gesunde, kostengünstige und umweltfreundliche Art der Fortbewegung, die von allen Personen ohne körperliche Einschränkungen ausgeübt werden kann. Trotz seiner hohen Bedeutung für die Alltagsmobilität wird der Fußverkehr in Erhebungen systematisch untererfasst und findet in der Verkehrsplanung daher oft nur unzureichend Berücksichtigung. Die vorliegende Studie widmet sich dem Zufußgehen und betrachtet drei Aspekte: (1) die Untererfassung des Zufußgehens in Mobilitätsbefragungen, (2) die Bemessung fußläufiger Erreichbarkeit und (3) das Zufußgehen aus dem Blickwinkel der Suffizienz. Veröffentlicht in Texte | 11/2026.
| Origin | Count |
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| Bund | 139 |
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| Type | Count |
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| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 63 |
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| unbekannt | 34 |
| License | Count |
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