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Geologische Übersichtskarte der Bundesrepublik Deutschland 1:200.000 (GÜK200) - CC 7910 Freiburg - Nord

Blatt Freiburg-Nord zeigt den südlichen Oberrheingraben mit seinen beiden Flanken: den Vogesen im Westen und dem Schwarzwald im Osten. Der Schwarzwald, an der Ostflanke des Oberrheingrabens, wird von variszischen Graniten, Gneisen und Anatexiten aufgebaut. Bei der variszischen Faltung kam es zur Metamorphose präkambrischer Sedimentgesteine; zudem drangen im Oberkarbon granitische Tiefengesteinsplutone auf. Permische Rhyolithe (Quarzporphyre), die an mehreren Stellen des mittleren und nördlichen Schwarzwald zu finden sind, werden als Ignimbrite interpretiert. Nach Norden und Osten tauchen die Kristallingesteine des Schwarzwaldes unter das permo-mesozoische Deckgebirge. Am Westrand des Kartenblattes ist ein kleiner Teil der Nordvogesen angeschnitten. Der ebenfalls variszisch geprägte Gebirgszug ist von Struktur und Gesteinsaufbau dem Schwarzwald sehr ähnlich, jedoch sind größere Vorkommen paläozoischer Sedimente erhalten geblieben. So sind im Kartenausschnitt neben Graniten, Dioriten und Paragneisen auch kambrische bis silurische Schiefer sowie Schuttsedimente des Rotliegenden erfasst. Der Oberrheingraben durchzieht das Blatt von Südsüdwest nach Nordnordost. Die Grabenstruktur ist mit tertiären Sedimenten verfüllt. Das Tertiär tritt jedoch nur vereinzelt unter der quartären Deckschicht aus Löss- und Flugsanden, fluviatilen bzw. glazifluviatilen Ablagerungen, Verwitterungs- und Schwemmlehm zu Tage. Der Grabenrandbereich wird von den äußeren Randverwerfungen, an denen der vertikale Hauptversatz der Grabenstruktur stattfand, und Bruchfeldern mit Staffelbrüchen geringerer Verwurfshöhe gebildet. In den sogenannten Vorberg-Zonen sind Grundgebirge und permo-mesozoische Bedeckung staffelförmig gegen das Grabeninnere abgesunken und somit, vor Abtragung geschützt, erhalten geblieben. Am Westrand des Oberrheingrabens ist das Bruchfeld von Ribeauvillé, südlich der Vogesen, und das Bruchfeld von Zabern, in der Nordwest-Ecke des Kartenblattes, angeschnitten. Am Ostrand des Grabens sind die Vorbergzone von Emmendingen-Lahr und die Freiburger Bucht erfasst. Mit der Grabenbildung im Tertiär ging ein verstärkter Vulkanismus einher, der seinen Höhepunkt in der Förderung Olivin-nephelinitischer Schmelzen im Vulkangebiet des Kaiserstuhls fand. Die heute stark abgetragene Vulkanruine aus miozänen Vulkaniten und Tuffen ist von pleistozänem Löss ummantelt und teilweise überlagert. Neben der Legende, die über Alter, Genese und Petrographie der dargestellten Einheiten informiert, verdeutlicht eine tektonische Übersichtskarte die geologischen Großeinheiten im Kartenausschnitt. Ein geologischer Schnitt gewährt zusätzliche Einblick in den Aufbau des Untergrundes. Das West-Ost-Profil kreuzt den Oberrheingraben mit dem Kaiserstuhl und der Freiburger Bucht sowie die Kristallingesteine des Schwarzwaldes.

Geologische Übersichtskarte der Bundesrepublik Deutschland 1:200.000 (GÜK200) - CC 8710 Freiburg - Süd

Blatt Freiburg-Süd erfasst den südlichen Oberrheingraben mit dem Schwarzwald als seine östliche Begrenzung sowie Teile des Schweizer Faltenjuras, Tafeljuras und des subalpinen Molassebeckens. Im Nordwesten des Kartenausschnitts ist der südliche Oberrheingraben abgebildet, dessen Trog mit Lockersedimenten des Tertiärs verfüllt ist. Die tertiäre Grabenfüllung tritt nur sehr vereinzelt unter der quartären Deckschicht aus fluviatilen bzw. glazifluviatilen Ablagerungen sowie pleistozänem Löss zu Tage. Der Randbereich des Grabens wird von den Vorberg-Zonen und der äußeren Randverwerfung gebildet. Im Kartenausschnitt sind die Müllheim-Kanderner Vorbergzone sowie die Freiburger Bucht erfasst. In diesen Bruchfeldern ist das Grund- und Deckgebirge staffelförmig gegen das Grabeninnere abgesunken und die permo-mesozoischen Deckschichten sind, vor Abtragung geschützt, erhalten geblieben. Der Schwarzwald, im Osten des Oberrheingrabens, wird von variszischen Graniten, Gneisen und Anatexiten aufgebaut. Bei der variszischen Faltung kam es zur Metamorphose präkambrischer Sedimentgesteine. Zudem drangen im Oberkarbon verstärkt granitische Tiefengesteine auf. Am Nordrand des Kartenblattes ist die Zentralschwarzwälder Gneismasse aufgeschlossen, der sich südlich die Badenweiler-Lenzkirch-Zone (altpaläozoische Schiefer, Konglomerate und Vulkanite) sowie der Südschwarzwälder Granit- und Gneiskomplex anschließen. Nach Osten und Süden tauchen die Kristallingesteine des Schwarzwaldes unter das permo-mesozoische Deckgebirge. Die Südhälfte des Kartenblattes wird vom Tafeljura, Schweizer Faltenjura sowie den känozoischen Molassesedimenten des Alpenvorlandes dominiert. Neben der Legende, die über Alter, Genese und Petrographie der Einheiten informiert, stellt eine tektonische Übersichtskarte die geologischen Großeinheiten im Kartenausschnitt anschaulich dar. Ein geologisches Profil gewährt zusätzliche Einblicke in den Aufbau des Untergrundes. Der Nord-Süd-Schnittt kreuzt die Vorbergzone, den Schwarzwald, das Juragebirge (Tafeljura und Schweizer Faltenjura) sowie das subalpine Molassebecken.

Verminderung geruchsintensiver und alkoholhaltiger Abgasemissionen aus der Herstellung von Keramikformen einer Feingiesserei durch Biofilter

Bei der Herstellung keramischer Formen werden beim Tauchen der Modelle zur Aushaertung alkoholhaltige Bindemittel eingesetzt, die im Verlauf des Haerteprozesses verdampfen. Die dabei entstehende Abluft enthaelt Ethanolkonzentrationen. Weitere organische Abgasbestandteile fuehren zur Geruchsbelastung. In einem Biofilter, der als Etagenfilter in Modulbauweise 166 m3= 3000 m3 Luft/h dividiert durch 180 m3 Filtermaterial errichtet und fuer eine spezifische Belastung von m3 Abgas pro Stunde und m3 Filtervolumen ausgelegt wird, sollen 30.000 m3 Abluft pro Stunde gereinigt werden. Das Filtermaterial besteht aus einem biologisch aktivem Kompost-Gemisch.

Wissenschaft hautnah erleben – mit dem BfS bei den Science Days im Europa Park

Wissenschaft hautnah erleben – mit dem BfS bei den Science Days im Europa Park Anfang 22.10.2026 09:00 Uhr Ende 24.10.2026 16:00 Uhr Das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) ist vom 22. bis 24. Oktober 2026 jeweils von 09:00 bis 16:00 Uhr mit seiner mobilen Ausstellung bei den Science Days im Europa Park im Confertainment Center vertreten. Unter dem Motto „Mit uns MINT be-greifen“ laden wir alle Interessierten ein, Strahlenschutz interaktiv und hautnah zu erleben. Beispiel für ein Modul der mobilen Ausstellung: Das elektromagnetische Spektrum als magnetisches Puzzle. Entdecken, Ausprobieren, Verstehen: Unsere mobile Ausstellung Wo kommen wir elektromagnetischen Feldern im Alltag überall nahe und was bedeutet das für unsere Gesundheit? In unserer mobilen Ausstellung gehen Besucher*innen diesen Fragen interaktiv auf den Grund. An verschiedenen Stationen können Sie: mit Dreh- und Steckspielen erkunden, welche Alltagsgeräte welche Frequenzen nutzen, mithilfe von Holzfiguren typische Anwendungen wie Handy, WLAN oder Induktionsherd zuordnen, an Kippbildern beobachten, wie sich elektromagnetische Felder ausbreiten, auf einer Spielstraße das Zusammenspiel von „Gefahr“ und „Risiko“ testen, in einem Quiz für Kinder und Erwachsene prüfen, was Sie über Strahlenschutz schon wissen – und was Sie vielleicht überrascht. Ein besonderes Highlight: Mit unseren VR-Brillen tauchen Sie in virtuelle Strahlenschutz -Welten ein. Wissenschaftlich fundiert und interaktiv – mit den Expert*innen des BfS Unsere Fachleute aus dem Kompetenzzentrum Elektromagnetische Felder ( KEMF ) unterstützen vor Ort beim Erkunden und Ausprobieren der Ausstellung. Zudem ist die Abteilung Radiologischer Notfallschutz am BfS -Stand vertreten und informiert über Vorsorge und Maßnahmen bei radiologischen Notfällen. Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Fragen rund um Strahlung , Strahlenschutz und Forschung direkt mit unseren Wissenschaftler*innen zu besprechen. Adresse Europa Park – Confertainment Center Europa-Park-Straße  2 77977 Rust Stand: 29.07.2026

Geologische Übersichtskarte der Bundesrepublik Deutschland 1:200.000 (GÜK200) - CC 7918 Stuttgart - Süd

Auf Blatt Stuttgart-Süd dominieren die mesozoischen Sedimentgesteine der Süddeutschen Schichtstufenlandschaft. Der Jura der Schwäbische Alb quert das Kartenblatt von Südwest nach Nordost und nimmt die größte Fläche ein. Durch ihre blaue Farbgebung heben sich die Kalk-, Mergel- und Tonsteine deutlich von ihrer Umgebung ab. Nach Nordwesten, vom Albvorland über die Gäue bis zum Nordschwarzwald, setzen sich die Schichtstufen in den Ausbissen von Keuper, Muschelkalk und Buntsandstein fort. In den Niederungen und Senken ist das Mesozoikum der Schichtstufenlandschaft z. T. von känozoischen Sedimenten überlagert, wie pleistozänem Löss, Verwitterungslehm, Hangschutt oder pliozänen Schottern der Ur-Donau. Im Kartenblatt ist zudem das Urach-Kirchheimer Vulkanitgebiet mit seinen Vulkanschloten erfasst. Es stellt eine Besonderheit zwischen den umgebenden Sedimentgesteinen dar. Ein verstärkter Magmatismus bewirkte hier im Tertiär das Aufdringen von Basalten und Basalttuffen. Nach Südosten tauchen die mesozoischen Gesteine der Schichtstufenlandschaft unter die Molassesedimente des Alpenvorlandes. Das Molassebecken, der Schutttrog der Alpen, ist mit tertiären Ablagerungen der Süßwasser-, Brackwasser- und Meeresmolasse verfüllt. Diese werden weitflächig von pleistozänen Deckschichten überlagert, z. B. von Schottern der Schmelzwasserflüsse bzw. Löss und Lösslehm. Neben der Legende, die über Alter, Genese und Petrographie der dargestellten Einheiten informiert, gewährt ein geologischer Schnitt zusätzliche Einblicke in den Aufbau des Untergrundes. Das Nordwest-Südost-Profil beginnt im Nordschwarzwald und quert in seinem Verlauf die Oberen Gäue, Schönbuch, Albvorland, die Schwäbische Alb sowie das Molassebecken des Alpenvorlandes. Eine strukturgeologische Karte mit eingetragenen Störungslinien, Erdbebenzonen, Epizentren und dem tertiären Vulkanitgebiet zwischen Bad Urach und Kirchheim veranschaulicht die endogenen Aktivitäten im Untergrund.

Elektromagnetische Felder erleben – BfS bei der Nacht der kreativen Köpfe in Cottbus

Elektromagnetische Felder erleben – BfS bei der Nacht der kreativen Köpfe in Cottbus Anfang 10.10.2026 18:00 Uhr Ende 11.10.2026 00:01 Uhr „Klüger über Nacht“ – unter diesem Motto findet am 10. Oktober in Cottbus die Nacht der kreativen Köpfe statt. Das BfS ist mit seiner mobilen Ausstellung „Entdeckungstour Strahlenschutz bei elektromagnetischen Feldern“ zu Gast im Gründungszentrum Startblock B2 im "Gelben Salon". Entdecken, Ausprobieren, Verstehen: Unsere mobile Ausstellung Wo kommen wir elektromagnetischen Feldern im Alltag überall nahe und was bedeutet das für unsere Gesundheit? In unserer mobilen Ausstellung gehen Sie diesen Fragen interaktiv auf den Grund. An verschiedenen Stationen können Sie: mit Dreh- und Steckspielen erkunden, welche Alltagsgeräte welche Frequenzen nutzen, mithilfe von Holzfiguren typische Anwendungen wie Handy, WLAN oder Induktionsherd zuordnen, an Kippbildern beobachten, wie sich elektromagnetische Felder ausbreiten, auf einer Spielstraße das Zusammenspiel von „Gefahr“ und „Risiko“ testen, in einem Quiz für Kinder und Erwachsene prüfen, was Sie über Strahlenschutz schon wissen – und was Sie vielleicht überrascht. Ein besonderes Highlight: Mit unseren VR-Brillen tauchen Sie in virtuelle Strahlenschutz -Welten ein und in unserem Tiny House entdecken Sie, wo Ihnen im Alltag elektromagnetische Felder begegnen – kompakt und anschaulich. Die Ausstellung lädt alle ein, auszuprobieren, Fragen zu stellen und Strahlenschutz konkret erlebbar zu machen. Detailansicht des Moduls "Hochfrequenz im Alltag" Ihr direkter Draht zu Strahlenschutz -Fachleuten Fachleute des Kompetenzzentrums Elektromagnetische Felder ( KEMF ) im BfS begleiten Sie durch die Ausstellung. Sie erklären die wichtigsten Grundlagen zu elektromagnetischen Feldern, ordnen gesundheitliche Wirkungen ein und informieren zur Risikobewertung etwa bei Mobilfunk, WLAN oder Stromleitungen. Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre persönlichen Fragen direkt an Expert*innen des BfS zu richten und Hintergründe aus erster Hand zu erhalten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und Ihre Fragen zum Strahlenschutz . Adresse Gründungszentrum Startblock B2 Gelber Salon Siemens Halske-Ring  2 03046 Cottbus Stand: 29.07.2026

Moorexperten - Digitale Schnitzeljagd durch ein bedrohtes Ökosystem

Weltottertag 2026: Warum Rheinland-Pfalz wieder Otterland werden kann

Am 27. Mai ist Weltottertag. Weltweit machen Naturschutzorganisationen, Forschungseinrichtungen und Otterfreundinnen und -freunde auf den Schutz der Otter aufmerksam. Auch Rheinland-Pfalz ist Teil der internationalen Otterwelt. Am 27. Mai 2026 ist Weltottertag. Der internationale Aktionstag wird jedes Jahr am letzten Mittwoch im Mai begangen und wurde vom International Otter Survival Fund (IOSF) ins Leben gerufen, um weltweit Aufmerksamkeit für Otter und ihren Schutz zu schaffen. Otter faszinieren Menschen auf der ganzen Welt. Sie gelten als verspielt, geschickt und anpassungsfähig. Gleichzeitig sind sie anspruchsvolle Bewohner von Gewässerlandschaften – und damit wichtige Botschafter für den Zustand von Flüssen, Bächen, Seen, Feuchtgebieten und Küsten. Die IUCN SSC Otter Specialist Group bündelt internationales Fachwissen zum Schutz aller heute lebenden Otterarten und ist für die weltweite Bewertung der Otterarten im Rahmen der IUCN-Arbeit zuständig. Weltweit gibt es 14 heute lebende Otterarten . Sie gehören zur Familie der Marder und leben je nach Art an Flüssen, Seen, in Feuchtgebieten, Mangroven oder an Meeresküsten. Ihre Nahrung ist vielfältig: Fische, Krebse, Muscheln, Amphibien und andere Wassertiere stehen je nach Lebensraum auf dem Speiseplan. In Rheinland-Pfalz steht vor allem eine Art im Mittelpunkt: der Europäische Fischotter ( Lutra lutra ). Der Fischotter war einst ein typischer Bewohner unserer Gewässer. In vielen Regionen Deutschlands verschwand er jedoch durch Bejagung, Gewässerverschmutzung, Lebensraumverlust und die Zerschneidung von Fluss- und Bachlandschaften. Heute breitet sich die Art langsam wieder aus. Damit sie dauerhaft zurückkehren kann, braucht sie mehr als einzelne naturnahe Gewässerabschnitte: Entscheidend sind zusammenhängende, sichere und strukturreiche Gewässerlandschaften. Genau hier setzt das bundesweite Verbundprojekt „Deutschland wieder Otterland – Die bundesweite Vernetzung von Gewässerlandschaften für den Fischotter“ an. Das Projekt begleitet die Wiederausbreitung des Fischotters in südwestlicher Richtung und möchte durch die Wiedervernetzung von Gewässerlandschaften den Erhaltungszustand der Population verbessern. In neun Modellregionen werden Maßnahmen zur Verbesserung der Habitatqualität, der Vernetzung sowie zur Reduktion von Gefährdungen und Konflikten identifiziert und umgesetzt. Die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz betreut in diesem Rahmen das Projekt „Otterland Rheinland-Pfalz“ . Ziel ist es, die mögliche Rückkehr des Fischotters fachlich zu begleiten, Hinweise zu dokumentieren, Gefährdungen zu erkennen und gemeinsam mit Fachstellen, Behörden, Verbänden und weiteren Akteurinnen und Akteuren Lösungen zu entwickeln. Otter-Facts: Was den Fischotter besonders macht Der Fischotter ist hervorragend an das Leben im und am Wasser angepasst. Sein dichter Pelz schützt ihn vor Kälte, seine Schwimmhäute helfen beim Tauchen und Schwimmen, und sein langer, kräftiger Schwanz dient im Wasser als Steuer. Als dämmerungs- und nachtaktives Tier bleibt er meist unbemerkt. Häufig verraten eher Spuren seine Anwesenheit als direkte Sichtungen. Typische Hinweise sind zum Beispiel Trittsiegel , also Fußabdrücke im Schlamm oder Sand, und Losung , die der Fischotter oft an auffälligen Stellen absetzt. Diese Spuren sind für das Monitoring besonders wichtig. Sie helfen dabei, die Ausbreitung der Art nachzuvollziehen, ohne die Tiere zu stören. Fischotter sind außerdem echte Wanderer. Sie nutzen Gewässer nicht nur als Jagdrevier, sondern auch als Wege durch die Landschaft. Dabei bewegen sie sich entlang von Flüssen, Bächen, Gräben, Teichen und Auen. Problematisch wird es dort, wo Gewässer durch Straßen, verbaute Ufer, Wehre, fehlende Uferstreifen oder andere Hindernisse unterbrochen werden. Gerade Straßenquerungen können für Otter gefährlich werden, wenn sichere Durchlässe oder naturnahe Uferpassagen fehlen. Ein Fischotter braucht also nicht nur Wasser. Er braucht verbundene Gewässerräume . Warum Gewässerzusammenhänge so wichtig sind Gewässer sind keine isolierten Linien in der Landschaft. Ein Bach ist mit seinen Ufern verbunden, mit Auen, Feuchtwiesen, Seitenarmen, Gräben, Quellen und angrenzenden Lebensräumen. Für Arten wie den Fischotter zählt dieser Zusammenhang. Naturnahe Gewässerlandschaften bieten Nahrung, Deckung, Ruheplätze und sichere Wanderkorridore. Sie sind zugleich Lebensraum für Fische, Amphibien, Libellen, Muscheln, Wasserpflanzen, Vögel und viele weitere Arten. Wo Gewässer renaturiert, Ufer strukturreicher gestaltet und Auen wieder stärker angebunden werden, profitiert deshalb nicht nur der Fischotter. Auch für uns Menschen sind intakte Gewässerlandschaften wertvoll. Sie können Wasser in der Landschaft zurückhalten, Hochwasserspitzen abmildern, Grundwasserneubildung unterstützen, Hitzeeffekte reduzieren und zur Klimaanpassung beitragen. Gewässerschutz, Artenschutz und Klimaanpassung greifen hier direkt ineinander. Der Fischotter ist deshalb ein guter Botschafter für ein größeres Ziel: lebendige, durchgängige und widerstandsfähige Gewässerlandschaften. Ein Blick in die internationale Otterwelt Der Weltottertag macht deutlich, dass Otterschutz weltweit sehr unterschiedliche, aber oft miteinander verwandte Herausforderungen hat. In manchen Regionen stehen Lebensraumverlust, Wasserverschmutzung oder Konflikte mit Fischerei und Aquakultur im Vordergrund. In anderen Regionen spielen illegaler Handel, Störungen, Infrastruktur oder Klimawandelfolgen eine große Rolle. Die IUCN SSC Otter Specialist Group nennt Forschung, Bildung, Kommunikation und politische Arbeit als wichtige Bausteine, um Otter und ihre Lebensräume weltweit zu schützen. Ob Riesenotter in Südamerika, Seeotter an den Küsten des Pazifiks, Glattotter in Asien oder Fischotter in Europa: Otter zeigen, wie eng Artenvielfalt und Gewässerqualität miteinander verbunden sind. Ihr Schutz beginnt oft ganz konkret vor Ort – an einem Bachlauf, einer Brücke, einem Uferstreifen oder einer Aue. Auch Rheinland-Pfalz ist Teil dieser Otterwelt. Wenn Gewässer wieder durchgängiger, naturnäher und strukturreicher werden, entstehen Chancen für den Fischotter und viele andere Arten. Zum Weltottertag heißt das: Otterschutz ist Gewässerschutz. Und Gewässerschutz ist Zukunftsschutz. Wer Hinweise auf Fischotter oder mögliche Spuren entdeckt, kann helfen. Sichtungen und Spuren sollten möglichst mit Foto dokumentiert und gemeldet werden. So lässt sich die Ausbreitung der Art besser nachvollziehen und der Schutz gezielt weiterentwickeln. Weiterführende Links: Projekt Otterland Rheinland-Pfalz: https://snu.rlp.de/projekte/fischotter Deutschland wieder Otterland: https://www.otterland.info/ International Otter Survival Fund / World Otter Day: https://www.otter.org/world-otter-day IUCN SSC Otter Specialist Group: https://www.otterspecialistgroup.org/

Katrin Eder: „Nur was man kennt, das schützt man auch“

Klimaschutzministerin eröffnet neuen Rätselraum „Fest der Waldtiere“ der Katholischen Familienbildungsstätte in Koblenz „Der Klimawandel ist längst auch hier in Rheinland-Pfalz angekommen. Lange Hitzeperioden auf der einen und Starkregenereignisse auf der anderen Seite zeigen das ganz deutlich. Die stärksten Auswirkungen der Klimakrise zeigen sich in unseren Wäldern. Millionen Bäume sind durch den Borkenkäfer abgestorben oder einfach vertrocknet. Das beunruhigt nicht nur uns Erwachsene – auch Kinder und Jugendliche nehmen diese Bedrohungen in unserem Lebensumfeld immer mehr wahr. Die Katholische Familienbildungsstätte Koblenz gibt hier in der Region Familien und Kindern mit ihrem breitgefächerten Angebot wertvollen Halt und schafft zahlreiche Möglichkeiten, sich über solche Probleme auszutauschen. Die Rätselräume der Einrichtung sind dabei ein wichtiger Baustein, um gerade Kindern zu helfen, Zusammenhänge in ihrer Umwelt zu verstehen und aktiv etwas gegen die Folgen der Erderwärmung zu tun“, sagte Umweltministerin Katrin Eder heute in Koblenz. Dort eröffnete sie zusammen mit dem Baudezernenten der Stadt Koblenz Prof. Dr. Andreas Lukas und dem 1. Beigeordneten des Landkreises Mayen-Koblenz Pascal Badziong den neuen Rätselraum „Fest der Waldtiere“ und startete danach zu einem gemeinsamen Rundgang. Vergleichbar mit einem Escape Room lädt der Rätselraum kindgerecht dazu ein, gemeinsam spannende Rätsel zu lösen, unterschiedliche Geheimnisse zu lüften und als Team Spaß zu haben. Beim „Fest der Waldtiere“ sollen die großen und kleinen Besucherinnen und Besucher gemeinsam den Tieren helfen, den richtigen Weg zu finden und so symbolisch den Wald zu retten. „Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Rätselraum ‚Fest der Waldtiere‘ der Katholischen Familienbildungsstätte ein Angebot in Koblenz haben, das Umweltbildung auf so kreative und niedrigschwellige Weise vermittelt. Umweltschutz ist eine zentrale Zukunftsaufgabe – und es ist wichtig, dass wir schon früh Räume schaffen, in denen ein Bewusstsein für Natur, Nachhaltigkeit und Verantwortung entwickelt werden kann. Solche Projekte sind ein wertvoller Beitrag für die nachhaltige Entwicklung unserer Stadt,“ lobte Baudezernent Prof. Dr. Andreas Lukas das Angebot. Die geschäftsführende Leiterin der Familienbildungsstätte, Felicitas Flöthner, unterstrich die pädagogische Ausrichtung des Projekts: „Wir müssen Bildungsthemen heute anders verpacken, um Menschen wirklich zu erreichen. Mit unseren Rätselräumen gelingt uns das auf besondere Weise: Sie verbinden Wissen mit Spiel, Teamarbeit und Emotion. Darauf sind wir sehr stolz.“ Besonders freue sie sich über das Engagement ihres Teams: „Sie haben die Räume nicht nur konzipiert, sondern auch mit viel Kreativität selbst gestaltet.“ Neben dem neuen Angebot können Familien in der Familienbildungsstätte zwei weitere Rätselräume erleben: Eine spannende Zeitreise durch bedeutende Epochen sowie die „Insel der Stimmen“, in der Kinder Demokratie altersgerecht und interaktiv entdecken. Große Bedeutung der Umweltbildung in Rheinland-Pfalz Katrin Eder betonte bei ihrem Besuch den hohen Stellenwert, den die Umweltbildung auch in der Arbeit der Landesregierung einnehme. So habe es Rheinland-Pfalz als erstes Bundesland geschafft, die Waldpädagogik als Aufgabe des Landes im Landeswaldgesetz fest zu verankern. „Der notwendige Bewusstseinswandel für die Gestaltung einer Zukunft, die das Klima schützt, die biologische Vielfalt erhält, Ressourcen schont, Armut mindert und für Verteilungsgerechtigkeit sorgt, benötigt dabei ein integrales Bildungskonzept, das als Querschnittsaufgabe alle Gesellschaftsbereiche durchzieht.“ Die Bildung für nachhaltige Entwicklung, so die Umweltministerin weiter, ermögliche es Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, sich Kompetenzen und Werte anzueignen, die ihnen bei der Gestaltung ihres Lebens helfen, indem sie sie dabei unterstützen, den Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung gerecht zu werden. „Fachgebunden und fächerverbindend, in Projekten, am außerschulischen Lernort, in der Auseinandersetzung mit Schlüsselfragen einer zukunftsfähigen Lebens- und Wirtschaftsweise findet Lernen statt, um Beiträge zur notwendigen Transformation leisten zu können“, erläuterte Katrin Eder. Als waldreichstes Bundesland nehme dabei natürlich die waldbezogene Umweltbildung einen hohen Stellenwert ein. „Die landesweiten Wald-Jugendspiele fungieren hier als Türöffner und rund 12.000 Schülerinnen und Schüler lernen landesweit so jedes Jahr den Wald und seine Bewohner kennen. Und bei den Waldferien für Kids tauchen Kinder und Jugendliche noch tiefer in diese Materie ein.“ Abschließend wies Eder auf die Waldökostation Remstecken und das Forstamt Koblenz hin, die mit weiteren Partnern direkt vor der Haustür unterschiedliche Angebotsformate für Kinder und Jugendliche im Angebot hätten.

WIR! - rECOmine - ResuS, TP2: Entwicklung Probenahmenverfahren für subhydrische Sedimente und Langzeitmonitoring

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