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Cera-Week in Texas: Was hat Katherina Reiche in den USA mit Öl- und Gasbossen besprochen?

<p><p>Das Wirtschaftsministerium weigert sich, wichtige Informationen zum Besuch von Katherina Reiche bei der weltweit wichtigsten Energiekonferenz in den USA herauszugeben. Gemeinsam mit Umweltorganisationen gehen wir dagegen vor.</p></p><p><p>Es ist eine Art Jahrestreffen der Öl- und Gasindustrie. Jedes Jahr kommen mehr als 10.000 Menschen aus rund 90 Ländern bei der <a href="https://www.ceraweek.com/en">Cera-Week</a> in Houston in den USA zusammen, darunter CEOs globaler Konzerne und Regierungsvertreter*innen. Das Thema: Energiepolitik. An der Konferenz im März 2026 nahm auch Wirtschaftsministerin Katherina Reiche teil – laut eigenen Angaben mindestens zum achten Mal. Früher als Beraterin und Managerin, heute als Bundeswirtschaftsministerin. „Ich habe mich von ganz hinten nach vorne vorgearbeitet,“ sagte sie <a href="https://www.ceraweek.com/en/program/leadership-dialogue-with-hon-katherina-reiche-1068-54260">im Gespräch </a>auf einer der Konferenzbühnen stolz.</p><p>Die Reise der Ministerin schaffte es schnell in die Medien, <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/international/cera-week-reiche-stellt-klimaziele-fuer-2050-infrage/100209606.html">denn in Texas stellte Reiche das EU-Klimaziel in Frage, bis 2050 klimaneutral zu sein</a>. Nach ihrer Rückkehr kritisierte <a href="https://www.stern.de/news/gruene-kritisieren-reiche-vorstoss-zu-eu-methanverordnung-37271864.html">die Ministerin die EU-Methanverordnung</a>, die klimaschädliche Methanemissionen bei der Öl- und Gasförderung begrenzen soll, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Als Grundlage für diese Entscheidung nannte sie Gespräche auf der Cera-Week in Texas.</p><p>Wir wollten wissen: Was ist in Texas passiert, dass sich Reiche vor Ort und anschließend für die Interessen der Öl- und Gasindustrie einsetzte? Wen hat die Ministerin getroffen? Was hat sie mit Regierungsvertreter*innen und Konzernchef*innen besprochen?&nbsp;</p><p>Auf <a href="https://fragdenstaat.de/anfrage/usa-reise-der-ministerin/">unsere Anfrage nach dem Informationsfreiheitsrecht</a>&nbsp;hat uns das Ministerium nach mehr als drei Monaten ein Dokument mit 92 Seiten geschickt. Die Unterlagen zeigen: Es war Reiches Wunsch, persönlich nach Texas zu fliegen. Sie setzte sich über den Rat ihrer Fachabteilung hinweg, die einen Staatssekretär schicken wollte.</p>Teilnahme von Reiche „nicht zwingend“ Gesprächsvorbereitung für Ministerin Reiche vom 24.6.2025 <p>Doch diesmal flog Reiche nicht nur als Besucherin hin. Sie bat ihre Abteilung um „maximalen Spielraum für kurzfristige Begegnungen mit anderen hochrangigen Konferenzteilnehmern“ und einen „Schwerpunkt im Gasbereich.“</p>Reiche bat um „maximalen Spielraum“ Entscheidungsvorlage für Ministerin Reiche vom 3.2.2026 <p>Die Unterlagen zeichnen ein Bild, nach dem Reiche die Konferenz als Plattform für einen Kurswechsel in der Energiepolitik nutzen wollte – weg vom Fokus auf erneuerbare Energien hin zu mehr Gas und Atomkraft. Reiche nutzt dafür die Worte „Realismus“ und „Pragmatismus“. Man brauche alle Arten von Energie: Wind, Sonne, Gas, Atomkraft und Batteriespeicher. So ist es in den Unterlagen mehrfach zu lesen.</p><p>Mehr als ein Dutzend Gespräche und Diskussionsrunden hat das Team aus dem Ministerium für Reiche während ihres zweieinhalbtägigen Aufenthalts geplant. Reiche soll mit dem Innenminister der USA über Gaslieferungen sprechen und mit den Ölkonzernen BP und ExxonMobil über die Auswirkungen der Methanverordnung. Zudem soll sie an einer Gesprächsrunde zu neuartigen Atomkraftwerken teilnehmen. Europas Potential dieser SMRs (small modular reactors) sei riesig, steht in den Dokumenten.</p>Gas und Atomkraft Terminvorbereitung für Ministerin Reiche vom 16.03.2026 Die Dokumente: geschwärzt, unvollständig, überteuert<p>Zu wichtigen Fragen der High-Level-Treffen der Wirtschaftsministerin in Texas geben die Dokumente jedoch keine Antwort. Zahlreiche Passagen sind geschwärzt, andere Dokumente fehlen komplett. Die Sammlung besteht vor allem aus Vorbereitungsunterlagen: Terminabsprachen, das geplante Programm für die Ministerin, Briefings für bilaterale Treffen und Panels. Was fehlt: Notizen und Protokolle der Treffen. Solche Debriefs werden von Ministerien üblicherweise erstellt, um beteiligte Referate auf dem Laufenden zu halten.&nbsp;</p><p>Was hat die Ministerin mit CEOs und Regierungsvertreter*innen besprochen? Welche Versprechen hat sie der Industrie gegeben? Was in Texas besprochen wurde, darf nicht geheim bleiben, denn es hat unmittelbare Auswirkungen auf die deutsche Klima- und Energiepolitik.</p><p>Deshalb haben wir beim Ministerium <a href="http://fragdenstaat.de/dokumente/278172-2026-09-08_widerspruchsbegrundung/">Widerspruch gegen den Bescheid eingelegt</a> – genauso wie die Umweltorganisationen Greenpeace und die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Auch sie hatten nach dem Treffen in Texas ähnliche Anfragen gestellt. Da das Ministerium auf den ursprünglichen Antrag zunächst über Monate nicht geantwortet hatte, erhob<a href="https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/deutsche-umwelthilfe-klagt-auf-offenlegung-der-us-gaslobbykontakte-von-bundeswirtschaftsministerin-r/">&nbsp;die DUH eine Untätigkeitsklage</a>. Erst danach gab das Ministerium an alle Organisationen und <a href="https://fragdenstaat.de/anfrage/dokumente-und-unterlagen-zum-besuch-von-frau-reiche-bei-der-ceraweek-einem-wichtigen-branchentreffen-der-oel-und-gasindustrie/">zusätzlich an einen FragDenStaat-User</a> dasselbe 92-seitige Dokument heraus – und forderte von allen jeweils den Gebührenhöchstsatz von 500 Euro.</p><p><a href="https://fragdenstaat.de/anfrage/usa-reise-der-ministerin/">→&nbsp;zur Anfrage bei FragDenStaat</a></p><p><a href="https://fragdenstaat.de/dokumente/277372-dokumente-aus-dem-bmwe-ministerin-reiche-bei-der-cera-week/">→&nbsp;zu den Dokumenten</a></p><p><a href="https://fragdenstaat.de/dokumente/278172-2026-09-08_widerspruchsbegrundung/">→&nbsp;zum Widerspruch von FragDenStaat</a></p><i></i>/ 92<i></i>Dokumentendetails<i></i>Zeige/verstecke Text<a href="#"><i></i>PDF herunterladen</a><i></i><i></i><i></i><a href="#page-1"><p>1</p></a><a href="#page-2"><p>2</p></a><a href="#page-3"><p>3</p></a><a href="#page-4"><p>4</p></a><a href="#page-5"><p>5</p></a><a href="#page-6"><p>6</p></a><a href="#page-7"><p>7</p></a><a href="#page-8"><p>8</p></a><a href="#page-9"><p>9</p></a><a href="#page-10"><p>10</p></a>Ref. XY US Secretary of the Interior  Themen 1. Current geopolitical situation (impact on energy policy) 2. Energy Security 3. Energy and data centers 4. Bilateral energy cooperation Kernbotschaften 1. The U.S. and Germany share important approaches in the implementation of their energy policies 2. The German Government is placing increased emphasis on pragmatic and efficient solutions in the interest of business and citizens 3. Areas for bilateral cooperation: energy&amp;data centers, geothermal energy, CCS, SMR<p></p>- Seite 2 - Current geopolitical situation (Impact on Energy Policy) – VIIIB1 The Energy Information Administration (EIA) presented a forecast for energy prices last week, which assumes an oil price of 79 USD/barrel brent on average in 2026 and a gas export price that is only slightly higher compared to the previous year-. Also, Qatar has temporarily stopped its LNG exports to Europe (less than 4% of total European gas imports, less than 9% of LNG Imports). A recent ifo-forecast fears that the geopolitical development may harm German economic growth, especially if the situation continues. Some reports indicate that demand for heat pumps and solar PV in Germany has increased as a result of high oil prices. Iran co- manages South Pars, the world’s largest gas field, with Qatar. In response, Teheran has threatened retaliatory strikes against gas infrastructure and refineries in the UAE, Saudi Arabia, and Qatar. We are observing the current geopolitical escalation in the Middle East and the closure of the Strait of Hormuz with grave concern. While the physical security of supply in Germany remains stable due to our successful diversification, the massive price spikes—especially for middle distillates—are putting immense pressure on our citizens and fueling inflationary trends across the globe. Over the past week, prices have eased slightly from their recent highs of $120 per barrel for Brent crude and €60/MWh for gas on the TTF. At present, we are seeing a period of sideways movement:<p></p>- Seite 3 - Oil prices are currently stabilizing in a corridor around $105 per barrel. Gas prices are hovering in a corridor around €55/MWh. LNG imports via German terminals are currently unaffected, as there are no scheduled deliveries from the Middle East; our primary volumes continue to arrive from the US. We appreciate the reliability of our U.S. partners. Despite this relative stabilization, oil and gas markets remain highly volatile as there is no clear indication of how long the conflict and the blockade in the Persian Gulf will persist. While there is no physical shortage of fuels at this stage, we remain concerned about the impact of high prices on diesel and jet fuel. To mitigate these pressures, Germany is participating in a coordinated IEA collective action to release 400 million barrels of emergency oil reserves, with our contribution amounting to approximately 2.64 million tonnes. Furthermore, we are implementing a legislative amendment to the Act against Restraints of Competition on the German fuel market. How do you assess the mid-term impact of its maximum pressure policy on Iran for global oil markets and energy price stability? What levers do you see for stabilizing international energy markets?<p></p>- Seite 4 - Energy Security–VIIIB1 Germany bets on all sources of energy: wind, solar, gas, oil, storage interconnections, looking into nuclear – similar to the US’ “all of the above” approach. Diversification of partners a key component of ensuring security of supply. How is the National Energy Dominance Council approaching the topic of energy infrastructure, resilience and supply chain security?<p></p>- Seite 5 - Energy and data centers – ID1 In recent years, the US have seen a massive increase in data centers – mostly used for powering AI. The currently installed capacity of 57 GW is set to double by the end of the decade. However, data center deployment comes with a specific set of challenges, ranging from massively increased electricity demand and strain on the grid to environmental concerns over noise pollution and problems with social licensing and increasing energy bills for consumers. Energy infrastructure will be the backbone of the AI industry. America and Europe can reinforce each other: the U.S. leads in compute, Europe leads in system integration. AI requires the strengths of both. See room for cooperation.<p></p>- Seite 6 - Bilateral Energy Cooperation – IIB6 The bilateral Climate and Energy Partnership (CEP) was concluded following the end of the first Trump presidency. It was announced on 15 July 2021 by Chancellor Merkel and U.S. President Biden; the memorandum of intent was signed on 27 May 2022 by four co-chairs (Habeck/Baerbock/Kerry/Granholm). The focus was on the exchange of best practices and technology cooperation, strengthened transatlantic investment in clean technologies, and supply chains. The goal at the time: to advance transformation in line with Paris as global "leaders". To this end, four technical working groups were established: hydrogen, offshore wind, zero-emission vehicles, and cooperation with third countries. In addition, a B2B task force focusing on trade in hydrogen derivatives and a working group on CCUS. In the EU-US Joint Statement of August 21, 2025 (framework on an agreement on reciprocal, fair and balanced trade) energy cooperation is addressed with a focus on the elimination of non-tariff barriers, complemented by an EU commitment expressing its intention to purchase US LNG, oil, and nuclear energy products with an expected offtake valued at $750 bn through 2028. We share the approach to energy policy that focusses on affordability and resiliency, applying pragmatism and common sense. Areas I am particularly interested in include geothermal energy, small modular reactors, CCS, and of course AI and data centers but I am happy to hear about your priorities.<p></p>Vom Leitungsbereich auszufüllen. Eingangsdatum Leitung Tagebuchnummer eDW-Nummer 16.03.2026 Terminvorbereitung BM'in Reiche Betr.: Leadership Dialogue mit Ort: George R. Brown Convention Center, Raum: Bridge, 3. Etage (# 360) Für den Termin am: 25.03.2026, 15:15 - 15:55 Uhr BM z.K. z.K. PSt z.K. St Anlagen: Anlage 2: Gesprächsteilnehmende mit Foto und Kurzlebenslauf Anlage 3: Sprechpunkte Teilnehmer/innen: S&amp;P Global Kontaktpersonen vor Ort: IIB6 Aktenzeichen Bearb. RL Mitz. UAL AL<p></p>Ablauf:  Begrüßung durch den Host und Gespräch Anlass/Rahmen: Vorbereitung für den Leadership Dialogue mit im Rahmen der CERAWeek. Sprachregime: Englisch Folgende Themen wurden angemeldet / sind zu erwarten: 1. Energy Realism 2. Restoring competitiveness 3. The global race for AI Kernbotschaften 1. Energy realism : Europe needs to acknowledge that for the foreseeable future expanding intermittent renewables needs to be combined with flexible baseload capacity – including storage capacities – and intelligent grid and system integration to power its economy. 2. Europe has all it needs to restore its competitiveness – especially in the global AI race. The grid is the central economic asset of a modern industrial nation. Europe already runs the grid architecture the AI era requires: highly connected, balanced across borders, digitalised, and capable of integrating both renewables and hyperscale loads. 3. AI is only as powerful as the energy system beneath it. But it is not all about competition. Cooperation is not a zero-sum game but creates win-win opportunities. Therefore, we need a transatlantic energy - AI compact.<p></p>--- Anlage 2: Gesprächsteilnehmende mit Foto und Kurzlebenslauf --- S&amp;P Global <p></p>--- Anlage 3: Sprechpunkte --- Energy Realism Realism, pragmatism and geopolitical resilience are the three key elements of my energy policy. Europe needs to acknowledge that, for the foreseeable future, expanding intermittent renewables needs to be combined with flexible baseload capacity to power its economy. This includes storage capacities, intelligent grid and system integration. Imagine a modern industrial nation trying to run an AI economy as well as steel, chemicals, and transport on weather dependent supply, with insufficient backup, insufficient transmission, and insufficient planning. It cannot work. Europe operates the largest, most interconnected electricity grid in the world: with 400+ cross border interconnectors serving 600 million people, enabling real time balancing across an entire continent. This level of integration creates resilience, stabilizes prices, and allows Europe to move renewable energy and firm power efficiently across borders. Germany is moving to factual, engineering based energy policy. A clear- eyed view of reality is the only path to competitiveness, climate progress, and industrial strength. My policy stands for a pragmatic “and and” transition.<p></p><a href="./?page=11">Zur nächsten Seite</a></p>

Aktuelle Informationen zur radiologischen Lage im Iran

Aktuelle Informationen zur radiologischen Lage im Iran Quelle: Von Paolo Contri/IAEA Imagebank - Flickr: 04710033, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=33948426 (Symbolbild KKW Buschehr) Bei den Kampfhandlungen im Iran sind seit Beginn des Krieges am 28. Februar auch Nuklearanlagen in Mitleidenschaft gezogen worden. Das Radiologische Lagezentrum des Bundes ( RLZ -Bund) beobachtet die Lage im Iran und den umliegenden Staaten daher sehr aufmerksam. Es liegen keine Hinweise vor, dass Radioaktivität ausgetreten sein könnte, Messdaten aus der Region sind unauffällig. Selbst wenn im Nahen oder Mittleren Osten eine erhebliche Menge radioaktiver Stoffe freigesetzt würde, wäre nach Einschätzung des Bundesamtes für Strahlenschutz ( BfS ) nicht davon auszugehen, dass in Deutschland radiologische Maßnahmen notwendig werden. Spuren in der Luft könnten in Deutschland durch hochempfindliche Messgeräte dennoch messbar sein. Im RLZ -Bund wirken Expertinnen und Experten des Bundesumweltministeriums ( BMUKN ), des BfS und der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit ( GRS ) zusammen. Neuesten Meldungen zufolge hat sich Folgendes ereignet (für mehr Details Klick auf das Pluszeichen): Ort / Datum Lage Barakah (VAE) - 18.5.2026 Nach Angaben der Internationalen Atomenergieorganisation IAEA ( International Atomic Energy Agency ) ist das Kernkraftwerk Barakah in den Vereinigten Arabischen Emiraten am 17. Mai 2026 von einer Drohne getroffen worden. Dabei sei keiner der vier Reaktorblöcke am Standort beschädigt worden, aber ein Stromgenerator. Dadurch wurde ein Brand ausgelöst. Der Vorfall ereignete sich außerhalb des inneren Sicherheitsbereichs der Anlage. Nach Angaben der Atom-Aufsichtsbehörde der Emirate waren die Strahlungswerte nicht erhöht. Buschehr - 7.4.2026 Am Morgen des 4. April kam es nach Angaben der IAEA erneut zu einem Einschlag nahe des Kernkraftwerks Buschehr. Ein Angehöriger des Sicherheitspersonals wurde den Angaben zufolge durch Splitter getötet und ein Gebäude beschädigt. Die Behörde beruft sich auf die iranische Atomaufsichtsbehörde. Meldungen über Freisetzungen von Radioaktivität aus der Anlage gab es nicht. Es war das vierte Mal seit Mitte März, dass das Kernkraftwerk von einem Angriff betroffen war. Chondab - 27.3.2026 Am 27. März meldete die iranische Atomaufsichtsbehörde über die IAEA , dass die Schwerwasserproduktionsanlage in Arak/Chondab getroffen wurde. Satellitenanalysen, die der IAEA vorliegen, zeigen, dass die Anlage stark beschädigt und außer Betrieb ist. Es habe keine Verletzten gegeben und es sei keine Radioaktivität freigesetzt worden. Nach Informationen des Bundesumweltministeriums war der Reaktor nie in Betrieb und enthält kein Kernmaterial. Er wurde bereits im 12-Tage-Krieg im Sommer 2025 beschädigt. Erste Berichte ließen vermuten, dass der Angriff dem Schwerwasserreaktor Arak/Chondab am gleichen Standort gegolten habe, was sich den Angaben nach aber nicht bestätigt hat. Yazd - 27.3.2026 Die iranische Atomaufsichtsbehörde meldete am 27. März über die IAEA Angriffe auf die Anlage zur Aufbereitung von Uranerz zu Yellowcake Shahid Rezayee Nejad in der Provinz Yazd (auch bekannt als Ardakan). Ein Anstieg der Strahlungswerte außerhalb des Geländes sei nicht verzeichnet worden. Khuzestan - 27.3.2026 Am 27. März gab die iranische Atomaufsichtsbehörde über die IAEA bekannt, dass eine Stahlfabrik in Khuzestan angegriffen wurde, in der versiegelte radioaktive Quellen zur Messung verwendet werden. Den Angaben nach kam es zu keiner Freisetzung von Strahlung außerhalb des Geländes. Dimona (Israel) - 21.3.2026 Am Abend des 21. März 2026 kam es nach Angaben der IAEA in der israelischen Stadt Dimona, in deren Nähe das Kernforschungszentrum Negev liegt, zu einem Raketeneinschlag. Hinweise auf Schäden am Kernforschungszentrum gab es nach Angaben der IAEA aber nicht. Erhöhte Strahlungswerte wurden in der Region nicht festgestellt. Natans - 21.3.2026 Am Morgen des 21. März teilte die iranische Aufsichtsbehörde über die IAEA mit, dass die Nuklearanlage im iranischen Natans erneut Luft- und Raketenangriffen durch Israel und die USA ausgesetzt war. Es wurde kein Anstieg der Radioaktivität außerhalb des Geländes gemeldet. Bereits Anfang März war die Anlage Ziel von Angriffen gewesen: Am 3. März bestätigte die IAEA -Angaben des Iran, wonach im Zuge der Angriffe an der Urananreicherungsanlage neue Schäden entstanden sind. Die Anlage in Natans wurde ebenso wie andere iranische Nuklearanlagen bereits bei den Angriffen im Sommer 2025 beschädigt. Anzeichen für eine Freisetzung radioaktiver Stoffe gab es nicht, alle verfügbaren Messwerte aus der Region waren unauffällig. Sollte es dennoch zu Freisetzungen aus der Anlage in Natans kommen, ist aus Sicht des RLZ -Bund nur mit lokal begrenzten Auswirkungen zu rechnen. Isfahan - 4.3.2026 Am 4. März berichtete die IAEA , dass nach Angaben der UN -Atomwächter zwei Gebäude des iranischen Atomtechnologiezentrums in Isfahan beschädigt wurden. Es seien jedoch keine Gebäude betroffen gewesen, in denen sich nukleares Material befinde. Teheran - 4.3.2026 Nach öffentlich zugängigen Informationen hatte Israel in der Nacht auf den 4. März eine geheime unterirdische Nuklearanlage am Stadtrand von Teheran angegriffen. Dem RLZ -Bund liegen keine Informationen über Art der Anlage und Ausmaß möglicher Schäden vor. Hinweise auf Freisetzungen von Radioaktivität aus der Anlage gab es nicht. Redaktioneller Hinweis Diese Meldung wird vom BfS als Teil des RLZ -Bund kontinuierlich aktualisiert. Der aktuelle Stand wird über Datum und Uhrzeit der letzten Aktualisierung ausgewiesen. Aktualisierungen erfolgen insbesondere dann, wenn eine neue Sachlage zur Einschätzung der radiologischen Situation in Nahost vorliegt. Geringfügigere Lageveränderungen, die nicht zu einer grundsätzlich neuen Bewertung der radiologischen Lage führen, werden nicht tagesaktuell eingepflegt, sondern in einer gesammelten Aktualisierung aufgenommen. Stand: 18.05.2026

Mobilitätsmaßnahmen zur Fernerkundung von Grundwasserspeichern

Kooperation mit der Universität Teheran zur Anwendbarkeit, Ertüchtigung und Verbesserung von Teichsystemen zur Abwasserbehandlung m Iran einschließlich Abwasserrecycling

Nachhaltige Strategien und Technologien für das Hochwasserrisikomanagement in ariden und semiariden Gebieten, Teilvorhaben: Hochwasserrisikoanalyse in ariden und semi-ariden Gebieten als Teil des Hochwasserrisikomanagements

Teheran Water Production Wells - Well Remediation & Rehabilitation Project

Population growth and water scarcity threaten future drinking water supply of Iranians capital Teheran. German know-how and technology helps to face the challenge. Deep wells supplying approximately one third of Teheran population with water, require urgently modernization for robust water supply. The Iran-experienced inter 3 team, supports the 'Teheran Water Production Wells - Well Remediation & Rehabilitation Project' with inter 3 expertise in sustainable water supply and wastewater disposal as well as intelligent infrastructure planning. Optimization of Teheran drinking water supply with innovative well technology and sound knowledge on water management: German well technology and groundwater management concepts for dry regions are adapted to local conditions and communicated in function and applicability to Iranian colleagues. For this task, the inter 3 team of engineers, led by Dr. Shahrooz Mohajeri, collaborates with the Berlin based well service enterprise pigadi GmbH. Based on its longtime experience in Iranian water sectors, inter 3 facilitates capacity building of Teheran water- and wastewater company staff, on the process of hydro-mechanical rehabilitation of deep wells. Successfully, inter 3 can draw up on past development and execution of training workshops and demand oriented praxis modules in Iran and other countries in the Middle East. Optimization of Capacity Development though intercultural competency: Balancing local socio-economic and infrastructural conditions and expectations of Iranian partners with German technologies for rehabilitation and modernization of deep wells is a key task during inter 3 consultation. Pigadi GmbH as well as inter 3 are members of the German Water Partnership e.V. Aiming on making German expertise in the water sector accessible for other countries, the association has developed an intersectoral capacity development strategy grounded on various training modules.

'Young Cities' Developing Urban Energy Efficiency in Teheran-karaj region

'Young Cities - Developing Energy-Efficient Urban Fabric in the Tehran-Karaj Region' is a five-year German-Iranian research project under the auspices of the German Federal Ministry for Education and Research. It is directed by Prof. Dr. Rudolf Schäfer of Technische Universität Berlin and Dr. Tayebeh Parhizkar of the Building and Housing Research Center, Tehran. The Young Cities project investigates the possibilities of mitigating climate change through intelligent urban spatial structures, efficient urban infrastructure systems, sensitive architecture, and conducive socio-cultural environments. We invite you to browse this website for information about our research objectives, main research activities and preliminary results. For more information please don't hesitate to contact the project management center at TU Berlin (see address below).

Young City Climate

Aus- und Fortbildungsprogramm für Betriebspersonal der Teheraner Wasserbetriebe im Bereich der Wasser- und Abwasseraufbereitung, Iran

Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen den Teheraner Wasserbetrieben (Tehran Province Water and Wastewater Company, TPWWC) und den Unternehmen der Berlinwasser Gruppe sollen Schulungsprogramme für das Betriebspersonal der Anlagen der Trinkwasser-Aufbereitung, Wasserverteilung, Abwasserableitung und Abwasserreinigung organisiert werden. Insgesamt sollen bis zu 20 Personen entsprechend geschult werden. Die Zusammensetzung der Gruppe wird auf der iranischen Seite festgelegt. Diese setzt sich voraussichtlich zusammen aus Mitarbeitern der TPWWC sowie weiterer kommunaler Betriebe. Das Aus- und Fortbildungsprogramm ist ausgerichtet auf eine Zielgruppe aus dem Bereich des mittleren Managements bzw. des Betriebsführungspersonals mit der Eingangsqualifikation vergleichbar eines Ingenieurs. Die Ausbildung umfasst im theoretischen Teil die Vermittlung der allgemeinen, Verfahrens-, Prozess-, Auslegungs- und betrieblichen Grundlagen. Der praktische Teil wird an den Anlagen der Berliner Wasserbetriebe vermittelt. Es sollen die umfangreichen und langjährigen Praxiserfahrungen der Berlinwasser Gruppe und die technisch wissenschaftlichen Hintergründe vermittelt werden.

Entwicklung von Wassermanagementstrategien für aride und semiaride Regionen - am Beispiel Teheran

Wie managt man Wasser? Wasserversorgungsstrategien in Teheran. Die Wasserversorgung der iranischen Hauptstadt Teheran stellt aufgrund der erschwerten klimatischen und geographischen Rahmenbedingungen schon seit der Entstehung der Stadt eine Herausforderung dar. Heute ist Teheran eine Metropole mit über 10 Millionen Einwohnern mit Wasserversorgungsproblemen, die eines übergreifenden Lösungskonzeptes bedürfen. Unter der Federführung von p2m berlin beschäftigt sich inter 3 mit dem Tarif- und Wasserverbrauchsmanagement. Hauptproblemfelder der Teheraner Trinkwasserversorgung sind das geringe Wasserangebot und die mangelnde Wasserqualität. Die für die Lösung dieser Probleme notwendigen Infrastrukturmaßnahmen machen die Optimierung vorhandener Technologien sowie den Einsatz von neuen Technologien und innovativen Managementsystemen notwendig. Ziel: Nachhaltiges Planungskonzept erstellen - Wasserverbrauch senken: Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsvorhaben setzt sich zum Ziel, die Übertragbarkeit von in Berlin und in anderen Großstädten erfolgreich angewendeten Lösungsmaßnahmen auf die Wasserversorgung in Teheran zu untersuchen. Durch den Vergleich dieser Ansätze mit den vorhandenen wasserwirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden gezielt angepasste Lösungsstrategien entwickelt. Hauptziel ist, den derzeitigen Wasserverbrauch von hohen 375 Litern pro Einwohner und Tag auf normale Verhältnisse zu reduzieren. Vorgehen: Ganzheitlich vorgehen - nachhaltig verändern: Im Projekt wird eine ganzheitliche Herangehensweise gewählt. Neben den natürlichen und technischen Voraussetzungen werden auch die besonderen kulturellen, sozioökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen in der Islamischen Republik berücksichtigt. Ausgangspunkt des Forschungsvorhabens sind die beiden Hauptproblemfelder Wasserqualität und Wasserbedarf. Zunächst werden die grundlegenden Rahmenbedingungen und dazugehörige Probleme der Wasserversorgung Teherans analysiert. Im Anschluss werden die identifizierten wasserwirtschaftlichen Probleme in Zusammenarbeit mit den iranischen Partnern nach Prioritäten geordnet und bearbeitet.

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