Aktuelle Informationen zur radiologischen Lage im Iran Quelle: Von Paolo Contri/IAEA Imagebank - Flickr: 04710033, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=33948426 (Symbolbild KKW Buschehr) Bei den Kampfhandlungen im Iran sind seit Beginn des Krieges am 28. Februar auch Nuklearanlagen in Mitleidenschaft gezogen worden. Das Radiologische Lagezentrum des Bundes ( RLZ -Bund) beobachtet die Lage im Iran und den umliegenden Staaten daher sehr aufmerksam. Es liegen keine Hinweise vor, dass Radioaktivität ausgetreten sein könnte, Messdaten aus der Region sind unauffällig. Selbst wenn im Nahen oder Mittleren Osten eine erhebliche Menge radioaktiver Stoffe freigesetzt würde, wäre nach Einschätzung des Bundesamtes für Strahlenschutz ( BfS ) nicht davon auszugehen, dass in Deutschland radiologische Maßnahmen notwendig werden. Spuren in der Luft könnten in Deutschland durch hochempfindliche Messgeräte dennoch messbar sein. Im RLZ -Bund wirken Expertinnen und Experten des Bundesumweltministeriums ( BMUKN ), des BfS und der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit ( GRS ) zusammen. Neuesten Meldungen zufolge hat sich Folgendes ereignet (für mehr Details Klick auf das Pluszeichen): Ort / Datum Lage Buschehr - 7.4.2026 Am Morgen des 4. April kam es nach Angaben der Internationalen Atomenergieorganisation IAEA ( International Atomic Energy Agency ) erneut zu einem Einschlag nahe des Kernkraftwerks Buschehr. Ein Angehöriger des Sicherheitspersonals wurde den Angaben zufolge durch Splitter getötet und ein Gebäude beschädigt. Die Behörde beruft sich auf die iranische Atomaufsichtsbehörde. Meldungen über Freisetzungen von Radioaktivität aus der Anlage gab es nicht. Es war das vierte Mal seit Mitte März, dass das Kernkraftwerk von einem Angriff betroffen war. Chondab - 27.3.2026 Am 27. März meldete die iranische Atomaufsichtsbehörde über die IAEA , dass die Schwerwasserproduktionsanlage in Arak/Khondab getroffen wurde. Satellitenanalysen, die der IAEA vorliegen, zeigen, dass die Anlage stark beschädigt und außer Betrieb ist. Es habe keine Verletzten gegeben und es sei keine Radioaktivität freigesetzt worden. Nach Informationen des Bundesumweltministeriums war der Reaktor nie in Betrieb und enthält kein Kernmaterial. Er wurde bereits im 12-Tage-Krieg im Sommer 2025 beschädigt. Erste Berichte ließen vermuten, dass der Angriff dem Schwerwasserreaktor Arak/Khondab am gleichen Standort gegolten habe, was sich den Angaben nach aber nicht bestätigt hat. Yazd - 27.3.2026 Die iranische Atomaufsichtsbehörde meldete am 27. März über die IAEA Angriffe auf die Anlage zur Aufbereitung von Uranerz zu Yellowcake Shahid Rezayee Nejad in der Provinz Yazd (auch bekannt als Ardakan). Ein Anstieg der Strahlungswerte außerhalb des Geländes sei nicht verzeichnet worden. Khuzestan - 27.3.2026 Am 27. März gab die iranische Atomaufsichtsbehörde über die IAEA bekannt, dass eine Stahlfabrik in Khuzestan angegriffen wurde, in der versiegelte radioaktive Quellen zur Messung verwendet werden. Den Angaben nach kam es zu keiner Freisetzung von Strahlung außerhalb des Geländes. Dimona - 21.3.2026 Am Abend des 21. März 2026 kam es nach Angaben der IAEA in der israelischen Stadt Dimona, in deren Nähe das Kernforschungszentrum Negev liegt, zu einem Raketeneinschlag. Hinweise auf Schäden am Kernforschungszentrum gab es nach Angaben der IAEA aber nicht. Erhöhte Strahlungswerte wurden in der Region nicht festgestellt. Natans - 21.3.2026 Am Morgen des 21. März teilte die iranische Aufsichtsbehörde über die IAEA mit, dass die Nuklearanlage im iranischen Natans erneut Luft- und Raketenangriffen durch Israel und die USA ausgesetzt war. Es wurde kein Anstieg der Radioaktivität außerhalb des Geländes gemeldet. Bereits Anfang März war die Anlage Ziel von Angriffen gewesen: Am 3. März bestätigte die IAEA -Angaben des Iran, wonach im Zuge der Angriffe an der Urananreicherungsanlage neue Schäden entstanden sind. Die Anlage in Natans wurde ebenso wie andere iranische Nuklearanlagen bereits bei den Angriffen im Sommer 2025 beschädigt. Anzeichen für eine Freisetzung radioaktiver Stoffe gab es nicht, alle verfügbaren Messwerte aus der Region waren unauffällig. Sollte es dennoch zu Freisetzungen aus der Anlage in Natans kommen, ist aus Sicht des RLZ -Bund nur mit lokal begrenzten Auswirkungen zu rechnen. Isfahan - 4.3.2026 Am 4. März berichtete die IAEA , dass nach Angaben der UN -Atomwächter zwei Gebäude des iranischen Atomtechnologiezentrums in Isfahan beschädigt wurden. Es seien jedoch keine Gebäude betroffen gewesen, in denen sich nukleares Material befinde. Teheran - 4.3.2026 Nach öffentlich zugängigen Informationen hatte Israel in der Nacht auf den 4. März eine geheime unterirdische Nuklearanlage am Stadtrand von Teheran angegriffen. Dem RLZ -Bund liegen keine Informationen über Art der Anlage und Ausmaß möglicher Schäden vor. Hinweise auf Freisetzungen von Radioaktivität aus der Anlage gab es nicht. Redaktioneller Hinweis Diese Meldung wird vom BfS als Teil des RLZ -Bund kontinuierlich aktualisiert. Der aktuelle Stand wird über Datum und Uhrzeit der letzten Aktualisierung ausgewiesen. Aktualisierungen erfolgen insbesondere dann, wenn eine neue Sachlage zur Einschätzung der radiologischen Situation in Nahost vorliegt. Geringfügigere Lageveränderungen, die nicht zu einer grundsätzlich neuen Bewertung der radiologischen Lage führen, werden nicht tagesaktuell eingepflegt, sondern in einer gesammelten Aktualisierung aufgenommen. Stand: 07.04.2026
Population growth and water scarcity threaten future drinking water supply of Iranians capital Teheran. German know-how and technology helps to face the challenge. Deep wells supplying approximately one third of Teheran population with water, require urgently modernization for robust water supply. The Iran-experienced inter 3 team, supports the 'Teheran Water Production Wells - Well Remediation & Rehabilitation Project' with inter 3 expertise in sustainable water supply and wastewater disposal as well as intelligent infrastructure planning.
Optimization of Teheran drinking water supply with innovative well technology and sound knowledge on water management: German well technology and groundwater management concepts for dry regions are adapted to local conditions and communicated in function and applicability to Iranian colleagues. For this task, the inter 3 team of engineers, led by Dr. Shahrooz Mohajeri, collaborates with the Berlin based well service enterprise pigadi GmbH. Based on its longtime experience in Iranian water sectors, inter 3 facilitates capacity building of Teheran water- and wastewater company staff, on the process of hydro-mechanical rehabilitation of deep wells. Successfully, inter 3 can draw up on past development and execution of training workshops and demand oriented praxis modules in Iran and other countries in the Middle East.
Optimization of Capacity Development though intercultural competency: Balancing local socio-economic and infrastructural conditions and expectations of Iranian partners with German technologies for rehabilitation and modernization of deep wells is a key task during inter 3 consultation. Pigadi GmbH as well as inter 3 are members of the German Water Partnership e.V. Aiming on making German expertise in the water sector accessible for other countries, the association has developed an intersectoral capacity development strategy grounded on various training modules.
'Young Cities - Developing Energy-Efficient Urban Fabric in the Tehran-Karaj Region' is a five-year German-Iranian research project under the auspices of the German Federal Ministry for Education and Research. It is directed by Prof. Dr. Rudolf Schäfer of Technische Universität Berlin and Dr. Tayebeh Parhizkar of the Building and Housing Research Center, Tehran. The Young Cities project investigates the possibilities of mitigating climate change through intelligent urban spatial structures, efficient urban infrastructure systems, sensitive architecture, and conducive socio-cultural environments. We invite you to browse this website for information about our research objectives, main research activities and preliminary results. For more information please don't hesitate to contact the project management center at TU Berlin (see address below).
Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen den Teheraner Wasserbetrieben (Tehran Province Water and Wastewater Company, TPWWC) und den Unternehmen der Berlinwasser Gruppe sollen Schulungsprogramme für das Betriebspersonal der Anlagen der Trinkwasser-Aufbereitung, Wasserverteilung, Abwasserableitung und Abwasserreinigung organisiert werden. Insgesamt sollen bis zu 20 Personen entsprechend geschult werden. Die Zusammensetzung der Gruppe wird auf der iranischen Seite festgelegt. Diese setzt sich voraussichtlich zusammen aus Mitarbeitern der TPWWC sowie weiterer kommunaler Betriebe. Das Aus- und Fortbildungsprogramm ist ausgerichtet auf eine Zielgruppe aus dem Bereich des mittleren Managements bzw. des Betriebsführungspersonals mit der Eingangsqualifikation vergleichbar eines Ingenieurs. Die Ausbildung umfasst im theoretischen Teil die Vermittlung der allgemeinen, Verfahrens-, Prozess-, Auslegungs- und betrieblichen Grundlagen. Der praktische Teil wird an den Anlagen der Berliner Wasserbetriebe vermittelt. Es sollen die umfangreichen und langjährigen Praxiserfahrungen der Berlinwasser Gruppe und die technisch wissenschaftlichen Hintergründe vermittelt werden.
Wie managt man Wasser? Wasserversorgungsstrategien in Teheran.
Die Wasserversorgung der iranischen Hauptstadt Teheran stellt aufgrund der erschwerten klimatischen und geographischen Rahmenbedingungen schon seit der Entstehung der Stadt eine Herausforderung dar. Heute ist Teheran eine Metropole mit über 10 Millionen Einwohnern mit Wasserversorgungsproblemen, die eines übergreifenden Lösungskonzeptes bedürfen. Unter der Federführung von p2m berlin beschäftigt sich inter 3 mit dem Tarif- und Wasserverbrauchsmanagement.
Hauptproblemfelder der Teheraner Trinkwasserversorgung sind das geringe Wasserangebot und die mangelnde Wasserqualität. Die für die Lösung dieser Probleme notwendigen Infrastrukturmaßnahmen machen die Optimierung vorhandener Technologien sowie den Einsatz von neuen Technologien und innovativen Managementsystemen notwendig.
Ziel: Nachhaltiges Planungskonzept erstellen - Wasserverbrauch senken: Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsvorhaben setzt sich zum Ziel, die Übertragbarkeit von in Berlin und in anderen Großstädten erfolgreich angewendeten Lösungsmaßnahmen auf die Wasserversorgung in Teheran zu untersuchen. Durch den Vergleich dieser Ansätze mit den vorhandenen wasserwirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden gezielt angepasste Lösungsstrategien entwickelt. Hauptziel ist, den derzeitigen Wasserverbrauch von hohen 375 Litern pro Einwohner und Tag auf normale Verhältnisse zu reduzieren.
Vorgehen: Ganzheitlich vorgehen - nachhaltig verändern: Im Projekt wird eine ganzheitliche Herangehensweise gewählt. Neben den natürlichen und technischen Voraussetzungen werden auch die besonderen kulturellen, sozioökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen in der Islamischen Republik berücksichtigt. Ausgangspunkt des Forschungsvorhabens sind die beiden Hauptproblemfelder Wasserqualität und Wasserbedarf. Zunächst werden die grundlegenden Rahmenbedingungen und dazugehörige Probleme der Wasserversorgung Teherans analysiert. Im Anschluss werden die identifizierten wasserwirtschaftlichen Probleme in Zusammenarbeit mit den iranischen Partnern nach Prioritäten geordnet und bearbeitet.