Ziel der Forschungsaktivitäten ist es, biobasierte Harze, die aus einheimischen Pflanzenölen gewonnen werden, für die Herstellung von Schaltungsträgern zu optimieren. Im Vordergrund steht die Substitution von umweltbedenklichen Substanzen der bisher in der Leiterplattenfertigung verwendeter petrobasierter Epoxidharze, deren Produktion auf die Verwendung von Bisphenol A und dem Flammschutzmittel TBBA (Tetrabrombisphenol A) abstellt ist. In dieser auf zwei Jahre ausgelegten Projektstufe soll zunächst die prinzipielle Eignung der biobasierten Epoxidsubstitute als Basissubstrat für Schaltungsträger ermittelt werden. Dazu werden aus Prepregs (Klebefolien) und Laminaten zwei oder mehrlagige Leiterplatten hergestellt und qualifiziert.
Polybromierte Diphenylether (PBDE) und Tetrabrombisphenol A sind Flammschutzmittel, die in Kunststoffen, Gummi, Farben und anderen Materialien eingesetzt werden. Aufgrund ihrer Persistenz und ihrer Neigung zur Bioakkumulation sind sie in der Umwelt präsent und wurden bei Tier und Mensch nachgewiesen (z.B. in Muttermilch). Ziel dieses Forschungsprojektes war - die Untersuchung des Abbaupotentials dieser Verbindungen. - die Identifikation und der Nachweis von Verbindungen aus dem photolytischen, chemischen und biologischen Abbau. - die Bestimmung von PBDE, TBBPA und ihren möglicher Abbauprodukte in Nahrungsmitteln - die Untersuchung der Substanzen mit in-vitro-Testsystemen für eine Risikobeurteilung. Die Ergebnisse zeigen, dass die Verbindungen nasschemisch, thermisch und photolytisch abgebaut werden. Der Nachweis der Flammschutzmittel in Umweltkompartimenten, Hygieneartikeln, Zelluloseprodukten und Nahrungsmitteln belegt ihr ausgeprägtes Transportverhalten und ihr Akkumulationsvermögen. Toxikologische Untersuchungen zeigen, dass die polybromierten Flammschutzmittel die Proliferation bzw. Vitalität der untersuchten Zelllinien beeinflussen.
Geht von in Kunststoffen- bzw. elektronischen Bauteilen enthaltenen bromierten Flammschutzmitteln (und deren Reaktionsprodukten) ein potentielles Risiko aus? Zwischenergebnis: Tetrabrombisphenol A(TBBP A) ist in den angewendeten Testsystemen cytotoxisch. Daten weisen auf einen Angriffspunkt in der Sauerstoffverwertung der Zelle hin.
Polybromierte Diphenylether (PBDE) und Tetrabrombisphenol A (TBBPA) werden seit 1970 als Flammschutzmittel produziert. Verschiedene Studien belegen das rasche Ansteigen der Umweltkonzentrationen dieser vielfältig eingesetzten Verbindungen. Um Aussagen über den Verbleib der PBDE und von TBBPA in der Umwelt treffen zu können, wurden Proben von Fließgewässern, Sedimenten, Zu- und Abläufen und Schlämmen von verschiedenen Kläranlagen in Baden-Württemberg analysiert. In Wasserproben ober- und unterhalb der Kläranlagen konnte hauptsächlich 2,2',4,4'-Tetrabromdiphenylether (BDE-47) in Konzentrationen bis zu 0,7 ng/L gefunden werden. Die in den Abläufen gemessenen PBDE-Konzentrationen scheinen von der technischen Ausstattung der Kläranlagen abzuhängen. Hohe TBBPA-Werte in einigen wässrigen Proben werden wahrscheinlich durch lokale industrielle Quellen verursacht. Bei allen untersuchten Sedimenten waren die PBDE hauptsächlich durch BDE-47 und die Pentabromdiphenylether BDE-99, -100 repräsentiert. Im allgemeinen zeigten die Konzentrationen eine große Abhängigkeit von den Eigenschaften der Sedimenten und dem Vorhandensein von anthropogenen Substanzen wie Detergentien und Ölen. Ein ansteigender Trend konnte bei den Echaz-Sedimenten, die vergleichbare Eigenschaften hatten, beobachtet werden. Das Auftreten von TBBPA in den Sedimenten war mit gleichfalls erhöhten Konzentrationen in den dazugehörigen Schlamm- und Wasserproben verbunden. Die PBDE-Konzentrationen in den Klärschlämmen reichten von 77,7 myg/kg bis zu 338,4 myg/kg Trockengewicht. Die gemessenen Werte zeigten keine Abhängigkeit zur Kläranlagengröße oder zur Nachbarschaft industrieller Niederlassungen. In allen Schlammproben konnte TBBPA in variierenden Konzentrationen, die punktuelle industrielle Einleitungen indizieren, detektiert werden. Einhergehend mit ihren lipophilen Eigenschaften werden die PBDE mit einer Verschiebung zu höheren Bromierungsgraden bevorzugt an festen Phasen angereichert. Die phenolische Verbindung TBBPA ist überwiegend in den wässrigen Phasen gelöst; die Eliminierungsraten scheinen ebenfalls eine Funktion der technischen Ausstattung der Anlagen zu sein.
Im Rahmen der Auftragsanalytik werden 30 Klaerschlaemme, darunter 10 Fluessigschlaemme, mit HRGC/LRMS auf Xenoestrogene (Bisphenol A, 2-Hydroxy-biphenyl, 4-Hydroxy-biphenyl, Chlorkresole, Nonylphenole, Octylphenol usw.) und bromierte Flammschutzmittel (polybromierte Diphenylether, Tetrabrombisphenol A) untersucht. Parallel dazu wird ein biologischer Test (E-Screen-Assay) durchgefuehrt, der die estrogene Gesamtaktivitaet der Proben erfasst.
An der Messstelle Nahe, Grolsheim in Rheinland-Pfalz werden Zeitreihen abiotischer Parameter gemessen.
Die verlinkte Webseite enthält Informationen der Website chemikalieninfo.de des Umweltbundesamtes zur chemischen Verbindung Tetrabrombisphenol A. Stoffart: Einzelinhaltsstoff. Aggregatzustand: fest. Stoffbeschaffenheit: Pulver. Farbe: weiß. Inhalt des Regelwerks: Die REACH-Verordnung (zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe) sieht einen umfassenden Rechtsrahmen für die Herstellung und Verwendung chemischer Stoffe in Europa vor.. Der Name nach Regelwerk ist: 2,2',6,6'-Tetrabrom-4,4'-isopropylidendiphenol. Es gelten folgende Umweltgefahren: Verhalten / Gefahr Wasser: Meeresschadstoff
Die verlinkte Webseite enthält Informationen der Website "ETOX: Informationssystem Ökotoxikologie und Umweltqualitätsziele" des Umweltbundesamtes zur ökotoxikologischen Verbindung Tetrabrombisphenol A. Stoffart: Einzelinhaltsstoff. Aggregatzustand: fest. Der Name nach Regelwerk ist: 2,2',6,6'-Tetrabrom-4,4'-isopropylidendiphenol.
Die verlinkte Webseite enthält Informationen der Website chemikalieninfo.de des Umweltbundesamtes zur chemischen Verbindung 4,4'-Bis(2-hydroxyäthyl)tetrabrombisphenol A. Stoffart: Einzelinhaltsstoff.
Die verlinkte Webseite enthält Informationen der Website chemikalieninfo.de des Umweltbundesamtes zur chemischen Verbindung Tetrabrombisphenol A. Stoffart: Stoffklasse.
| Origin | Count |
|---|---|
| Bund | 9 |
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| Type | Count |
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| Chemische Verbindung | 4 |
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