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Klärung technischer und rechtlicher Fragestellungen bei der Beseitigung radioaktiv kontaminierter Abfälle landwirtschaftlicher Produkte nach Ereignissen mit nicht unerheblich radiologischen Konsequenzen

Schwere Unfälle in Kernkraftwerken können zu einer großflächigen Kontamination der Umgebung mit radioaktiven Stoffen und dazu führen, dass große Mengen an kontaminierten landwirtschaftlichen Produkten für den Markt unbrauchbar werden. Es ist dann die Behandlung und Entsorgung großer Mengen kontaminierter landwirtschaftlicher Produkte erforderlich. Mögliche Entsorgungswege sind: - Verbrennung von pflanzlichen und tierischen Produkten, - Deponierung, - Ausbringung von kontaminierten organischen Materialien, - Beseitigung in Tierkörperbeseitigungsanstalten, - Verklappen von kontaminierten Flüssigkeiten, - Kompostierung, - Unterpflügen, - Vergraben von Tierkörpern und - Biologische Behandlung. Die technischen und rechtlichen Fragen für eine Beseitigung der möglichen Mengen bei Eintreten eines solchen Falles sind derzeit nicht vollständig geklärt. Im Rahmen des Vorhabens sollen technische Fragen geklärt und darauf aufbauend ein erster Entwurf für eine Notverordnung formuliert werden. Eine solche Notverordnung würde dann im Ereignisfall in Kraft gesetzt, um eine rechtliche Grundlage für die notwendigen Entsorgungsmaßnahmen zu haben. In die Bearbeitung ist vor allem der Bereich UR&G mit einbezogen, außerdem für Fragestellungen aus der Landwirtschaft die HGN Hydrogeologie GmbH als Unterauftragnehmer.

Stressproteine als Indikatoren des Einflusses von Schwermetallen auf Bodenorganismen

Induktion und Charakterisierung von Stressproteinen der hsp 70-Gruppe mittels Fluorographie in Asseln, Tausendfuessern und Landlungenschnecken nach unterschiedlichen Stressfaktoren (Hitze, Schwermetalle, Pestizide). Untersuchungen ueber die Persistenz dieser Proteine im Tierkoerper nach unterschiedlicher Vorbelastung und Stressentzug mit proteinchemischen und immunologischen Methoden. Quantifizierung der Schwermetallkonzentration als Stressfaktor. Nachweis von hsp 70 in schwermetallkontaminierten Gebieten unter Freilandbedingungen. Ermittlung geeigneter Indikatoren. Immunhistochemische Untersuchungen zur Lokalisation der Proteine im Gewebe.

Untersuchung der Kontamination des Wildbrets an Blei und anderen Spurenelementen durch Schrot und absplitternde und dadurch weit im Tierkoerper streuende Blei- bzw. Metallpartikel der modernen Hochleistungsgeschosse

Biopolymere als industrielle Rohstoffe bzw. Produkte - Spezifikation und Qualitätssicherung via Spektroskopie und Chemometrie, FH-Kooperativ 2-2023:Biopolymere als industrielle Rohstoffe bzw. Produkte - Spezifikation und Qualitätssicherung via Spektroskopie und Chemometrie (PolySpeC)

REFOPLAN 2022 - Ressortforschungsplan 2022, Belassen von Wildtierkadavern in der Landschaft - Erprobung am Beispiel der Nationalparke - Hauptvorhaben

Umweltbeeinflusste Hartkoerpermerkmale - Schalenmorphologie von Ostracoden, Polychaeten, Copepoden, Isopoden und Cladoceren

Die Hartkoerper wirbelloser Tiere - etwa die Schalen von Ostracoden - werden von verschiedenen Milieufaktoren morphologisch veraendert. So ruft z.B. ein geringerer CaCO3-Gehalt des Wohngewaessers, eine staerkere Skulptur, aber geringere Schalendicke hervor. Damit korreliert wirken Salzgehalt und Temperatur ein. Die kausale Erfassung der Veraenderung fuehrt zu Erkenntnissen ueber eine Veraenderung des Wohngewaessers in der Zeit: Oekoindikatoren: aber auch Palaeooekoindikatoren.

Der Einfluss von Schwermetallkontaminationen auf die Dekomposition im Waldboden

Faunistische Untersuchungen in zwei unterschiedlich belasteten Gebieten, Bestimmung von Individuendichte und Artenspektrum, quantitative Charakterisierung der Verteilung von Blei, Zink und Cadmium mittels AAS, Dokumentation der Dekomposition und Laboruntersuchungen zur Quantifizierung mikrobieller Aktivitaet und deren Beeinflussung durch Schwermetalle mittels Mikrokalorimetrie und Sapromatmessungen. Ultrastrukturelle Untersuchungen von Zielzellen in Bodentieren, Lokalisation und Quantifizierung der Schwermetalle im Tierkoerper, Untersuchungen zu Nahrungswahl, Konsumption, Assimilation und energetischer Nahrungsverwertung, Kultur von Biotopausschnitten und Erfassung der Dekomposition im Labor, mathematische Simulation des Einflusses von Einzelparametern.

Hochfrequente Filmanalysen schneller Beutefangmechanismen bei Kurzflügelkäfern (Coleoptera, Staphylinidae)

Bei den umgebildeten Vorderextremitäten des Kurzflügelkäfers Philonthus marginatus handelt es sich um das bislang wohl einzige bekannte Vorkommen echter Raubbeine innerhalb der Ordnung der Käfer. Mit Hilfe dieser Raubbeine sind die Tiere in der Lage, selbst schnell reagierende Beutetiere wie Collembolen im Stil einer Fangschrecke (Mantodea) durch einen blitzartigen Fangschlag zu ergreifen. Die Larven der Kurzflügelkäfergattung Stenus hingegen fangen solche Beutetiere sehr schnell und präzise mit den Mandibeln, wobei die Fangreaktion vermutlich erst nach einer Berührung durch das Beutetier ausgelöst wird. Neben dem blitzschnellen Zugriff mit den Mandiblen scheint hier zusätzlich ein Klebmechanismus eine Rolle zu spielen, wobei nicht nur die Mundteile, sondern auch die Antennen, Laufbeine sowie die gesamte Körperoberfläche eine gewisse Klebrigkeit aufzuweisen scheinen. Im Rahmen funktionsmorphologischer Untersuchungen der Fangmechanismen beider Taxa soll die Anfertigung hochfrequenter Filmaufnahmen dazu dienen, die Bewegungsabläufe beider Vorgänge aufzulösen, um jeweils die Erstellung eines Funktionsmodells dieser Mechanismen zu ermöglichen. Die geplanten Untersuchungen dienen der Erweiterung unserer Kenntnis der Speziellen Zoologie und ökologischen Morphologie räuberischer Bodentiere, welche schwerpunktmäßig innerhalb unserer Arbeitsgruppe untersucht werden.

Messung der langlebigen Beta-Aktivitaet der Luft im Hochgebirge, Messung von Radionukliden im Fleisch

Die Radioaktivitaetsmessungen sollen ueber die Menge, Verteilung und Zusammensetzung der in die Biosphaere gelangenden langlebigen Zerfallsprodukte aufschluss geben. Vorgangsweise: 1. Taegliche Sammlung von Aerosolproben in Luftfiltern am Weissee und in der Schneiderau (Salzburg), 2. Bestimmung der Beta-Aktivitaet des langlebigen Anteils des radioaktiven Aerosols mittels Geiger-Mueller-Zaehler, 3. Untersuchung der Verteilung der Radioaktivitaet auf Einzelteilchen durch Autoradiographie, 4. Feststellung der radioaktiven Isotope durch Gamma-Spektrometrie.

Fohlen im Landkreis Mansfeld-Südharz und Kalb im Burgenlandkreis

Nr.: 06/2018 Halle (Saale), 17.05.2018 Fohlen im Landkreis Mansfeld-Südharz und Kalb im Burgenlandkreis wurden nicht durch Wölfe gerissen Das am 23.04.2018 in der Region Arnstein (Landkreis Mansfeld-Südharz) gemeldete Kalb sowie das am 26.04.2018 bekannt gegebene Fohlen aus der Region Naumburg (Burgenlandkreis) wurden nicht von Wölfen getötet. Dies ergaben die durch das Wolfskompetenzzentrum Iden (WZI) durchgeführten Nutztierrissbegutachtungen. Das Kalb wurde am 23.04.2018 durch eine Mitarbeiterin des WZI und einen Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung Harz vor Ort beurteilt, um eine mögliche Wolfs- oder Luchsbeteiligung zu untersuchen. Da dort die Ursache für den Tod des Tieres nicht zu klären war, wurde der Kadaver zum Zweck einer eingehenden Untersuchung zum Fachbereich Veterinärmedizin des Landesamtes für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt (LAV) in Stendal transportiert. Die dort durch Mitarbeiter des WZI durchgeführte Untersuchung erbrachte keine Anzeichen für einen gewaltsamen Tod des Tieres. So wies der Kadaver keine Bissverletzungen auf. Äußerlich am Tierkörper sowie an inneren Organen wurden Hinweise gefunden, die auf eine Totgeburt schließen lassen. Die am Kadaver gefundenen Fraßspuren wurden durch Nachnutzer nach dem Tod des Kalbes verursacht. Am 26.04.2018 wurde ein tot gemeldetes Fohlen ebenfalls vor Ort durch einen Mitarbeiter des WZI begutachtet. Da auch in diesem Fall eine zweifelsfreie Beurteilung lokal nicht möglich war, wurde es für eine Untersuchung in das LAV in Stendal transportiert. Die Rissbegutachtung durch Mitarbeiter des WZI erbrachte keine Hinweise auf Wölfe als Verursacher. Da die die Todesursache jedoch nicht feststellbar war, wurde das Landesamt für Verbraucherschutz gebeten, eine pathologische Untersuchung durchzuführen. Die Untersuchungen der fachkundigen Tierärzte des LAV ergaben eine Sepsis als Todesursache des Fohlens. Somit konnte auch hier eine Wolfsbeteiligung ausgeschlossen werden. PRESSEMITTEILUNG Die Präsidentin E-Mail: Praesidentin@ lau.mlu.sachsen-anhalt.de Landesamt für Umweltschutz Reideburger Straße 47 06116 Halle(Saale) Tel.: 0345 5704-101 Fax: 0345 5704-190 Internet: www.lau.sachsen-anhalt.de 1/1

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