Schädlinge und die Möglichkeiten ihrer Bekämpfung sind für menschliche Gesellschaften von großer Bedeutung. Seit den Anfängen von Ackerbau und Viehzucht waren es neben den Krankheitserregern und Hausschädlingen vor allem die Ertragsverluste in Agrar- und Forstwirtschaft sowie der Verlust von Nutzvieh und Jagdwild, die eine Bekämpfung von schädlichen Tieren notwendig machten. Bis heute bestimmen Schädlinge große Bereiche des menschlichen Lebens und beeinträchtigen Gesundheit, Ernährung und Wohlbefinden. Über die Geschichte ihrer Bekämpfung und der damit verbundenen impliziten und expliziten Wert- und Unwertvorstellungen über Organismen liegen bisher nur geringe Kenntnisse vor. Seit dem 18. Jahrhundert finden sich in den deutschen Territorien zunehmend gedruckte Ratschläge und Verordnungen zur Schädlingsbekämpfung. Neben solchen Erfahrungsberichten finden sich auch theoretische Schriften über die Naturgeschichte der Schädlinge und ihre Stellung in der Schöpfung. Die Bekämpfung sogenannter 'culturschädlicher Thiere' spielt in dieser Zeit als Untertanenschutz und Vorsorge zur Verbesserung der Lebensbedingungen auch eine zentrale Rolle im staatlichen Handeln, wobei sie sich in den allgemeinen Forschungsgedanken integriert. Trotz vereinzelt auftretender religiöser Bedenken wird die Schädlingsbekämpfung aufgrund der menschlichen Lebensansprüche in öffentliches wie privates Handeln integriert. Ende des 18. Jahrhunderts sind zahlreiche schädliche bzw. als schädlich betrachtete Wirbeltiere aus der Kulturlandschaft verschwunden, sodass sich die vorher auf jene fixierte Schädlingsbekämpfung im 19. Jahrhundert überwiegend auf den Kampf gegen Wirbellose konzentriert. Nach den Ergebnissen der vorausgehenden Projekte des Graduiertenkollegs und der Begleitforschung ist eine weitere thematische Fokussierung auf den Vergleich der Schädlingsbekämpfung in der Land- und Forstwirtschaft lohnend. Diskurse zur Schädlingskunde und zur Schädlingsbekämpfung liefen in beiden Bereichen nicht synchron. Der Arbeit liegt die Beobachtung zugrunde, dass die Systematisierung und Verwissenschaftlichung der praktischen Agrarschädlingskunde in Deutschland mehrere Jahrzehnte später erfolgten als bei der Forstschädlingskunde. Dieser Umstand ist erstaunlich, da eine Schädlingskalamität in der Getreidewirtschaft eher noch zu einer existenziellen Bedrohung werden konnte als eine Forstkalamität und die wissenschaftlichen Voraussetzungen und Erkenntnismittel in beiden Wirtschaftsbereichen gleicher Art waren. Das Ziel der Arbeit ist eine Überprüfung und Analyse dieser Diskrepanz im 18. und 19. Jahrhundert und ihrer möglichen biologischen und gesellschaftlichen Ursachen. In die Analyse werden unterschiedliche Quellengattungen einbezogen. Neben der deutschen Hausväterliteratur des 17. und 18. Jahrhunderts, findet der Gelehrtendiskurs aus wissenschaftlichen Monographien und Artikeln aus Forst-, Agrar- und Jagdzeitschriften Verwendung. usw.
Aktuelle Stallpflichtzonen nach der Tierseuchenverfügung (Allgemeinverfügung) zur Anordnung der Aufstallung von Geflügel und Untersagung von Geflügelausstellungen o. ä. (jeweils mit Ausnahme von Tauben) zum Schutz gegen die Geflügelpest im Kreis Herford vom 04.03.2026. Die betroffenen Gebiete wurden aus Gemeinde- und Gemarkungsflächen zusammengelegt.
Der Datensatz enthält die aktuellen Restriktionszonen der Afrikanischen Schweinepest im Hoheitsgebiet des Freistaates Sachsen in Umsetzung der Verordung (EU) 2016/429 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. März 2016 zu Tierseuchen und zur Änderung und Aufhebung einiger Rechtsakte im Bereich der Tiergesundheit („Tiergesundheitsrecht“) und deren Folgeverordnungen.
Wie viel finanzielle Mittel des Landes Brandenburg sind von 2020 bis 2025 jährlich in die Bekämpfung und den Umgang mit Tierseuchen geflossen? Bitte dabei mindestens berücksichtigen: - Zuschüsse in die Tierseuchenkasse - ggf. direkte Zahlungen oder Entschädigungen für Tierhalter:innen - Ausgaben für Bekämpfungs- und Präventionsmaßnahmen wie z.B. Zäune, Zuschüsse für Hygienemaßnahmen o. ä., darunter auch Beihilfen an Kommunen bei aufwendigen Bekämpfungsmaßnahmen - Finanzierung oder Mitfinanzierung von Impfprogrammen - Beihilfen für Maßnahmen zur Tierseuchenverhütung und -bekämpfung sowie zur Verbesserung der Tiergesundheit, u. a. Probenentnahme und Laboruntersuchungen. Vielen Dank.
Wie viel finanzielle Mittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern sind von 2020 bis 2025 jährlich in die Bekämpfung und den Umgang mit Tierseuchen geflossen? Bitte dabei mindestens berücksichtigen: - Zuschüsse in die Tierseuchenkasse - direkte Zahlungen oder Entschädigungen für Tierhalter:innen - Ausgaben für Bekämpfungs- und Präventionsmaßnahmen wie z.B. Zäune, Zuschüsse für Hygienemaßnahmen o. ä., darunter auch Beihilfen an Kommunen bei aufwendigen Bekämpfungsmaßnahmen - Finanzierung oder Mitfinanzierung von Impfprogrammen - Beihilfen für Maßnahmen zur Tierseuchenverhütung und -bekämpfung sowie zur Verbesserung der Tiergesundheit, u. a. Probenentnahme und Laboruntersuchungen. Vielen Dank.
Wasserbauliche Maßnahmen stehen nicht nur für Veränderungen in der Gewässermorphologie und der Landnutzung, sondern auch für eine Umdeutung des Gewässers in seinen Aufgaben. Diese sind getragen, durch die Anforderungen an das Fließgewässer und sein Umfeld sowie durch die Vorstellungen der Akteure zum Zeitpunkt der Maßnahmen. Als Untersuchungsgebiet wurde die Schwarze Elster ausgewählt. Sie entspringt im heutigen Bundesland Sachsen, durchfließt Brandenburg und mündet dann, nach 179 km Lauflänge, in Sachsen-Anhalt in die Elbe. Die Schwarze Elster wurde sowohl durch den Technischen Hochwasserschutz als auch durch die Meliorationen und Vorflutmaßnahmen für die Braunkohleabwässer des Niederlausitzer Braunkohle-Reviers mehrfach geprägt und umgedeutet. Anhand archivalischer Quellen, Primärliteratur und einer GIS-gestützten Analyse werden die Veränderungen der Schwarzen Elster und der an sie grenzenden Niederungen untersucht. Damit soll ein wichtiger Beitrag zu der Erforschung des Landschaftswandels und den treibenden Faktoren im Ausbau und der Veränderung von Fließgewässern geleistet werden.
Jedes Jahr treten in Deutschland eine Vielzahl anzeigepflichtiger Tierseuchen und meldepflichtiger Tierkrankheiten auf. Um diese wissenschaftlich auswerten und effektiv bekämpfen zu können sowie den nationalen und internationalen Berichtspflichten nachzukommen, wurde am Institut für Epidemiologie (IfE) in Wusterhausen das Tierseuchen-Nachrichtensystem (TSN) entwickelt. Nutzer des TSN sind die für das Veterinärwesen zuständigen Behörden in den Kreisen, den Ländern und beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV).Seit 1995 wird das TSN als bundesweit einheitliches elektronisches System zur Erfassung aller anzeigepflichtigen Tierseuchen und seit 1997 auch für meldepflichtige Tierkrankheiten verwendet. Seitdem unterliegt das TSN einem dynamischen Entwicklungsprozess, wobei nicht zuletzt der kontinuierliche Dialog mit den Anwendern in den Veterinärämtern zu einer schrittweisen Optimierung der Datenqualität, des Funktionsumfangs und der Anwenderfreundlichkeit beigetragen hat. So geht das TSN bereits in seine dritte Generation.Während TSN 1.0 noch als reines Meldesystem konzipiert war, wurden bereits in seiner zweiten Generation moderne Internettechnologien, ein geographisches Informationssystem (GIS) sowie die ersten Werkzeuge für ein effektives Krisenmanagement integriert. Die aktuelle Version TSN 3.0 wurde nunmehr unter anderen in den folgenden Bereichen wesentlich erweitert: 1.In der Benutzerverwaltung: Für beide Komponenten von TSN (TSN-Online und TSNVeterinäramt) ist jetzt die Vergabe abgestufter Benutzerrechte durch die TSN-Beauftragtender Kreise bzw. Länder selbst möglich.2.In der Meldung von Tierseuchen: Die Meldung erfolgt jetzt ausschließlich Internet-basiert unter Verwendung eines sicheren Übertragungsprotokolls, wie es z.B. auch beim Internet-Banking verwendet wird.3.Im neu entwickelten Krisenmodul: Damit steht nun den Veterinärämtern eine Applikation zur Verfügung, die es im Seuchenfall ermöglicht, sämtliche seuchenrechtliche Maßnahmen zu planen und zu dokumentieren, die Gesamtzusammenhänge im Blick zu behalten und so eine effiziente Tierseuchenbekämpfung durchzuführen.4.Im Bereich der geografischen Informationssysteme: die diversen Funktionen des Karten-Explorers wurden erweitert und optimiert. Neu ist beispielsweise die Möglichkeit, das Seuchengeschehen auch über Google Maps und Google Earth darzustellen.
Die Rinder in Rheinland-Pfalz sind nicht ausreichend gegen das sich derzeit von Südwesten ausbreitende Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 geschützt (BTV8). Das zeigen aktuelle Zahlen des Landesuntersuchungsamtes (LUA). Eine Auswertung des dortigen Tiergesundheitsdienstes bei gut 273.000 gehaltenen Rindern im Land bis zum 7. März 2026 (10. KW) zeigt eine Impfquote von nur 18,8 Prozent. Bei den ebenfalls empfänglichen 75.000 gehaltenen kleinen Wiederkäuern liegt die Impfquote bei den Schafen bei 7 Prozent und bei den Ziegen bei nur 3 Prozent. Ein guter Immunschutz möglichst vieler empfänglicher Tiere ist aber erforderlich, um die Erkrankung und ihre Weiterverbreitung durch die Vektoren, die Gnitzen (Bartmücken), zu verhindern. Eine abgeschlossene Impfung ist derzeit der einzige zuverlässige Schutz gegen die Tierseuche. Damit Infektionsketten abbrechen können, sollte eine Impfquote von deutlich über 50 Prozent möglichst zeitnah (erfahrungsgemäß bis Mitte Juli) noch vor der mit steigenden Außentemperaturen zunehmenden Hauptgnitzenaktivität erreicht werden. Die Tierhalterinnen und Tierhalter sind deshalb aufgerufen, Rinder und andere empfängliche Tierarten wie Ziegen und Schafe gegen das Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV8) durch Impfung zu schützen. Das Land Rheinland-Pfalz und die rheinland-pfälzische Tierseuchenkasse unterstützen die freiwillige Impfung bei Rindern und kleinen Wiederkäuern gegen BTV in Form eines Zuschusses von 2,50 Euro pro Impfdosis für Rinder sowie 2,00 Euro pro Impfdosis für Schafe oder Ziegen ( https://tsk-rlp.de/leistungen/beihilfen ). Menschen können sich nicht mit dem Virus der Blauzungenkrankheit anstecken; Milch und Fleisch erkrankter Tiere können bedenkenlos verzehrt werden. Eine aktuelle BTV8-Infektion bei einem Ziegenbock in der Pfalz zeigt jedoch, dass die zuletzt in Frankreich häufiger aufgetretene Virusvariante auch die Nutztierbestände hierzulande bedroht. Bereits Ende November 2025 hatte das LUA das Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 bei einem Rind aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm nachgewiesen und das ganze Land zu einer Restriktionszone erklärt. Die Folge: Rinder und kleine Wiederkäuer dürfen nur dann aus Rheinland-Pfalz in BTV8-freie Gebiete verbracht werden, wenn durch eine Blutuntersuchung nachgewiesen wurde, dass sie frei von BTV8 sind. Zusätzlich müssen die Tiere mindestens 14 Tage vor der Blutentnahme mit Insekten abwehrenden Mitteln (Repellentien) behandelt worden sein, um die Tiere vor Mückenstichen und einer Übertragung des BTV-Virus durch die Gnitzen beim Blutsaugen zu schützen. Ausnahmen gibt es hingegen für Tiere, die gegen den jeweiligen Serotyp des Virus geimpft sind und sich innerhalb des garantierten Immunitätszeitraum des jeweiligen Impfstoffs befinden. Von der Blauzungenkrankheit betroffene Tiere zeigen Allgemeinstörungen mit Fieber, Aktivitätsminderung und Fressunlust. Weiter sind Lahmheiten mit Schwellungen der Gliedmaßen, deutlicher Milchrückgang und Fehlgeburten in allen Trächtigkeitsstadien feststellbar. Auch die langfristigen Auswirkungen können gravierend sein: Während der Trächtigkeit infizierte Kälber zeigen häufig schwerste Missbildungen des zentralen Nervensystems. Wenn bei der täglichen sorgfältigen Tierbeobachtung solche ungewöhnlichen Änderungen auffallen, sollten Tierhalter das örtlich zuständige Veterinäramt informieren, damit eine Infektion differentialdiagnostisch abgeklärt werden kann. In Absprache mit dem Tierarzt sind dann geeignete Proben zu nehmen und an das LUA zu schicken.
An der Spitze eines starken Teams: Dr. Irene Klingelhöfer ist die neue Leiterin des Instituts für Tierseuchendiagnostik im Landesuntersuchungsamt (LUA). Das ist kein Neuland für sie, denn die promovierte Tierärztin arbeitet schon seit 25 Jahren im Institut. Das Institut für Tierseuchendiagnostik (ITSD) ist die zentrale Einrichtung des Landes Rheinland-Pfalz für die Diagnostik von Seuchen sowie von Zoonosen und sonstigen Erkrankungen bei Tieren. Ungefähr 220.000 Proben untersuchen Dr. Klingelhöfer und ihr Team innerhalb eines Jahres. Das sind überwiegend Blut-, Milch- oder Gewebeproben, aber auch circa 1000 verendete Tierkörper, die seziert und auf Krankheits- und Todesursachen untersucht werden. Die Untersuchungen ermöglichen einen Überblick über den Gesundheitsstatus der Nutz- und Wildtierpopulation in Rheinland-Pfalz. Außerdem helfen sie dabei, Tierseuchen wie zum Beispiel die Geflügelpest frühzeitig erkennen und einzudämmen zu können. Dr. Irene Klingelhöfer hat an der Justus-Liebig-Universität in Gießen Tiermedizin studiert. Nach der Approbation als Tierärztin arbeitete sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medizinische Virologie der Uni, 1999 wurde sie dort promoviert. Nach Stationen in einer Kleintierpraxis und in einer Kleintierklinik fand Dr. Klingelhöfer 2001 den Weg zum LUA. Seit 2002 leitet Dr. Klingelhöfer den Arbeitsbereich Molekularbiologie und Diagnostik der Transmissiblen Spongiformen Enzephalopathien (TSE). Verdient gemacht hat sich die heute 55-Jährige vor allem um den Aufbau und die methodische Erweiterung der Molekularbiologie zu einer tragenden Säule der Tierseuchendiagnostik auf. Seit August 2016 war sie bereits stellvertretende Leiterin des ITSD.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 19 |
| Europa | 1 |
| Land | 31 |
| Weitere | 94 |
| Wissenschaft | 7 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 13 |
| Text | 108 |
| Umweltprüfung | 1 |
| unbekannt | 16 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 113 |
| Offen | 22 |
| Unbekannt | 3 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 137 |
| Englisch | 2 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 2 |
| Datei | 1 |
| Dokument | 52 |
| Keine | 37 |
| Unbekannt | 13 |
| Webdienst | 4 |
| Webseite | 61 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 45 |
| Lebewesen und Lebensräume | 135 |
| Luft | 48 |
| Mensch und Umwelt | 138 |
| Wasser | 40 |
| Weitere | 127 |