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Wissenschaftliche Vorbereitung und Unterstuetzung der Erarbeitung der TA-Abfall

Paragr. 4 des Abfallbeseitungsgesetzes in der Fassung des Entwurfs der Bundesregierung zur 4. Novelle des Abfallbeseitigungsgesetzes sieht den Erlass von allgemeinen Verwaltungsvorschriften fuer die Abfallbeseitigung vor. Diese Verwaltungsvorschriften werden in Arbeitsgruppen erarbeitet. Das Vorhaben dient dazu, den Arbeitsgruppen die fuer die jeweilige Aufgabenstellung erforderlichen Materialien aufzubereiten und zur Verfuegung zu stellen. Hierzu sind insbesondere die Ergebnisse von F+E-Vorhaben im Hinblick auf die konkrete Aufgabenstellung heranzuziehen. BMI und UBA sind bei der Wahrnehmung der Arbeiten an der TA-Abfall fachlich zu unterstuetzen. Bei der Festlegung des Standes der Technik auftretende Erkenntnisluecken sind durch Forschungsarbeiten zu schliessen. Die Ergebnisse der Arbeit in den Arbeitsgruppen sind wissenschaftlich aufzuarbeiten, dabei auftretende Managementaufgaben sind wahrzunehmen.

Minderung der Laermemission von Eisenbahn-Gueterwagen durch Optimierung laermrelevanter Komponenten (insbesondere des Bremssystems)

Das zentrale Umweltproblem der Bahn ist die von ihr verursachte Laermbelastung. Die lautesten Fahrzeuge sind Gueterwagen. Sie bestimmen vor allem nachts den Laermpegel im Schienenverkehr. Eine entscheidende Verringerung der Geraeuschemissionen laesst sich vor allem durch Aenderung des herkoemmlichen Bremssystems (Graugussklotzbremsen) erreichen. Die damit verbundenen technischen Probleme sowie die Optimierung des Kosten-Nutzen Verhaeltnisses bei alternativen Bremssystemen sind zu untersuchen. Die im Rahmen anderer Projekte erprobten Bremssysteme (z.B. BMFT-Projekt 'Innovativer Gueterzug') sind akustisch zu bewerten. Das Vorhaben ist in enger Zusammenarbeit mit dem Vorhaben 'Ermittlung und Fortentwicklung des Laermminderungspotentials beim Schienenverkehr und seine Umsetzung in Geraeuschvorschriften' durchzufuehren.

Oekologische Auswirkungen der Grundwasseranreicherungsmassnahmen von Wasserwerken am Beispiel des Feuchtgebietes im Spandauer Forst

Die Berliner Wasserwerke planen im Bereich eines Wasserwerkes im Spandauer Forst die Versickerung von vorgereinigtem Oberflaechenwasser, um das Grundwasserdargebot zu erhoehen. Mit diesem Forschungsvorhaben soll diese wasserwirtschaftliche Massnahme wissenschaftlich begleitet werden, um die Beziehungen zwischen der Standortflora und den Bodenwasserverhaeltnissen zu untersuchen und Steuerungskriterien zu entwickeln, mit denen die Infiltration zur Vermeidung von Pflanzenschaeden bei Grundwasserentnahme bzw zur Erhaltung oder Wiederherstellung einer bestimmten Flora (im vorliegenden Fall zur moeglichen Renaturierung eines Moores) optimal betrieben werden kann.

Faunistische Erhebungen an der Rheinsohle zur Feststellung und Bewertung der Schaedigung der Benthosbiozoenose durch den Brand bei der Firma Sandoz in Basel

Durch giftige Chemikalien wurde die Gewaesserbiozoenose des Rheins erheblich geschaedigt. Es besteht ein wissenschaftliches Interesse, die Schaedigung und langfristige Erholung der Benthosorganismen des Rheins zu beobachten, um fuer vergleichbare Unfaelle Schadenabschaetzungen und Prognosen machen zu koennen. Dies hat auch konkrete Bedeutung fuer die Moeglichkeiten einer Wiederbesiedlung des Rhein mit Aalen und die Abschaetzung von Regressforderungen an den Verursacher. Dieses F+E-Vorhaben ist Teil eines von der Deutschen Rheinschutzkommission (DK) am 15/12/1986 verabschiedeten Messprogrammes im Zusammenhang mit dem Rheinchemieunfall 'SANDOZ', welches ganz ueberwiegend von den Laendern finanziert wird. Die erwarteten Ergebnisse sind auch von Bedeutung fuer Massnahmen des BMU im Zusammenhang mit den Paragraphen 7a und 36 WHG.

Ermittlung der Laermbelastung von militaerischen Tieffluegen

Der militaerische Tiefflugbetrieb ueber dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland wird von den Luftstreitkraeften der NATO-Mitgliedsstaaten durchgefuehrt. Im Jahr werden ca. 100.000 Tieffluege mit Kampfflugzeugen absolviert. Den Hauptanteil der Fluege bestreiten Flugzeuge der Bundeswehr. Infolge der hohen Laermemission der zum Einsatz kommenden Luftfahrzeuge und der geringen Flughoehe (75 - 450 Meter) ueber Grund, kann es in Tieffluggebieten mit hoher Flugkonzentration zu einer Laermbelaestigung fuer die Anwohner kommen. Um Aussagen ueber die tatsaechliche Laermbelastung zu erhalten, sollen in ausgewaehlten Tieffluggebieten statistisch relevante Messungen der Laermimmissionen durchgefuehrt werden. Die benoetigten Daten werden mit Hilfe einer mobilen Fluglaermmessanlage ermittelt.

Stand der Umsetzung der EG-Richtlinie zur Umweltvertraeglichkeitspruefung (UVP) im internationalen Vergleich

Nach der Verabschiedung der EG-Richtlinie zur UVP im Juni 1985 sind alle Mitgliedslaender der EG gehalten, diese Richtlinie innerhalb von drei Jahren in das nationale Recht umzusetzen. Das F+E-Vorhaben soll - ausgehend von einer Bestandsaufnahme der gegenwaertigen Umsetzungsbemuehungen - die rechtlichen und administrativen Schwierigkeiten bei der Einbindung der Richtlinie in die verschiedenen nationalen Rechtskodices sowie die unterschiedlichen Verfahren der Fachplanung usw. untersuchen und fuer die Bundesrepublik Deutschland Abhilfemassnahmen vorschlagen. Das Forschungsvorhaben steht im Zusammenhang mit dem fuer 1987 geplanten internationalen Symposium zur UVP.

Morphologische und physiologische Schaedigungen des Mykorrhiza-Wurzel-Systems bei der Buche, Fagus sylvatica, als Folge von Bodenbelastungen und Moeglichkeiten der Regeneration

Das Feinwurzelsystem von gesunden und geschaedigten Buchen soll vor allem im Mykorrhizabereich mit cytologischen und chemischen Methoden untersucht werden. Es ist geplant, Mykorrhizapilze verschiedener Standorte zu isolieren und schadstoffresistente Staemme zu selektionieren. Es stellt sich die Frage, inwieweit durch Beimpfung mit optimalen Mykorrhizastaemmen die Schadstoffresistenz der Baeume erhoeht, die Naehrstoffversorgung verbessert werden kann.

Massnahmen und Methoden zur oekologischen Selbstkontrolle fuer die Tourismusbranche (freiwilliges EG-Umwelt-Audit)

Der Tourismus stellt nicht zuletzt in Deutschland einen enormen Wirtschaftsfaktor dar und zaehlt zu den weltweit groessten Wachstumsbranchen. Diese bedeutende Wirtschaftskraft wird der Tourismus dauerhaft nicht bewahren koennen, wenn die Tourismusakteure weiterhin ihre eigene Existenzgrundlage, die Eigenart und Schoenheit von Natur und Landschaft, aufzehren. Viele Unternehmen der Tourismusbranche haben inzwischen erkannt, dass eine intakte Umwelt letztlich ihr Zukunftskapital ist und durch nachhaltige Wirtschaftsweisen erhalten werden muss. Vereinzelt ist bei den Tourismusanbietern ein aktives Interesse an einer 'Umwelteigenkontrolle' zu erkennen. Diese Tendenz muss unterstuetzt und strukturiert werden. Daher ist die Pruefung der EG-Umwelt-Audit Verordnung - insbesondere der UAG Erweiterungs-Verordnung (ErwV) - hinsichtlich ihrer Eignung als Instrument der freiwilligen oekologischen Selbstkontrolle fuer die Tourismusbranche das eigentliche Ziel des Vorhabens. Zur Umsetzung der ErwV sollen dabei branchenspezifische Interpretationshilfen (Leitfaeden) erstellt und modellhaft auf Praxistauglichkeit in Unternehmen und Fremdenverkehrsgemeinden getestet werden. Ein weiteres Ziel ist die Pruefung der Eignung und Umsetzbarkeit eines branchenuebergreifenden Guetesiegels fuer die Tourismuswirtschaft.

Erprobung der simultanen Multielementanalyse in biologischen Gewebeproben mit Hilfe der induktiv gekoppelten Plasmaemissionsanregung (ICP)

Die bisherigen Arbeiten an dem Vorhaben zeigen, dass zur Bestimmung refraktaerer Elemente (Elemente der 3. und 4. Uebergangsgruppe, der Nichtmetalle Jod, Schwefel und Bor, der Erdalkalien Strontium und Barium sowie Uran) die moderne ICP-Methode sehr gute Ergebnisse zeitig. Bisher konnte dies aber nur an wenigen Probenarten gezeigt werden, ja jede Probenart ihrer eigenen Aufarbeitungsmethode bedarf, um direkt bestimmbar zu sein. Die Arbeiten koennen ohne Neuinvestitionen erweitert werden, da der Geraetepark vohanden ist. Moeglichst fuer alle im Umweltprobenbankprojekt vorgesehenen Probenarten soll die ICP-Methode zur Charakterisierung der Proben herangezogen werden.

Entwicklung eines Reproduktionstests an Bodenorganismen - Enchytraeen

Neben den Collembolen stellen die Enchytraeen typische Vertreter der Bodenfauna mitteleuropaeischer Wald-Oekosysteme dar. Sie besiedeln die Spreu- und oberste Bodenschicht und bieten sich daher als Testobjekte fuer oekotoxikologische Untersuchungen der Stufe 2 ChemG an. Das Vorhaben soll die Entwicklung und Ueberpruefung eines standardisierten Reproduktionstests zum Ziel haben und die Aussagefaehigkeit des Testverfahrens mit ausgewaehlten Umweltchemikalien ueberpruefen. Durch Weiterfuehrung des laufenden Vorhabens soll der entwickelte Test weiter erprobt und durch Einbeziehung natuerlicher Substrate in seiner oekologischen Aussagekraft verbessert werden. Fortschreibung der Vorschriften ueber das Testen umweltgefaehrlicher Stoffe (Pruefung nach Stufe 2 ChemG); Ergebnis wird in internationale Harmonisierung in EG und OECD eingebracht.

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