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Wissenschaftliche Vorbereitung und Unterstuetzung der Erarbeitung der TA-Abfall

Paragr. 4 des Abfallbeseitungsgesetzes in der Fassung des Entwurfs der Bundesregierung zur 4. Novelle des Abfallbeseitigungsgesetzes sieht den Erlass von allgemeinen Verwaltungsvorschriften fuer die Abfallbeseitigung vor. Diese Verwaltungsvorschriften werden in Arbeitsgruppen erarbeitet. Das Vorhaben dient dazu, den Arbeitsgruppen die fuer die jeweilige Aufgabenstellung erforderlichen Materialien aufzubereiten und zur Verfuegung zu stellen. Hierzu sind insbesondere die Ergebnisse von F+E-Vorhaben im Hinblick auf die konkrete Aufgabenstellung heranzuziehen. BMI und UBA sind bei der Wahrnehmung der Arbeiten an der TA-Abfall fachlich zu unterstuetzen. Bei der Festlegung des Standes der Technik auftretende Erkenntnisluecken sind durch Forschungsarbeiten zu schliessen. Die Ergebnisse der Arbeit in den Arbeitsgruppen sind wissenschaftlich aufzuarbeiten, dabei auftretende Managementaufgaben sind wahrzunehmen.

Literaturdokumentation 'Auswertung der Bekaempfung von Oelunfaellen auf See und an der Kueste auf andere Stoffe als Oel'

Die Nordseeanliegerstaaten haben zur Regelung der gemeinsamen Bekaempfung von Oelunfaellen das sogenannte Bonnabkommen abgeschlossen. Dieses Abkommen wurde auf andere Stoffe als Oel ausgeweitet. Als Voraussetzung fuer die Umsetzung dieser Ausweitung auf nationaler Ebene ist die heranzuziehende Literatur zu erfassen und zu dokumentieren. Dieses Vorhaben stuetzt die Vorreiterrole der Bundesrepublik bei den internationalen Bemuehungen um den Schutz der Nordsee.

Wild als Indikatorspezies fuer die Umweltprobenbank

In Grossregionen unterschiedlicher forst- und landwirtschaftlicher Nutzung werden Rehwild als Proben fuer die Untersuchung auf Schwermetalle und chlorierte Kohlenwasserstoffe in Leber und Niere gewonnen. Das Probenmaterial wird nach einem genauen Stichprobenplan gezogen, um repraesentative Aussagen zu ermoeglichen. Damit kann die Streuung der Ergebnisse eingeengt und eine Zuordnung des Belastungsniveaus zu einem Raum ermoeglicht werden. Ziel ist es, durch detaillierte Datenauswertung langfristige Trends der Umweltbelastung unterschiedlicher Biotope festzustellen und die Eignung von Wildproben fuer eine Umweltprobenbank zu ermitteln.

Verminderung der Schwermetallkontamination aus Wasserversorgungsleitungen - Teilvorhaben II: Rechtliche Aspekte der Verhinderung oder Beseitigung gefaehrlicher Materialien insbesondere in der Hausinstallation

Sowohl die Trinkwasserverordnung (TVO) als auch das Bundesseuchengesetz bieten zur Zeit keine hinreichende Rechtsgrundlage fuer Anordnungen zum Auswechseln der Bleileitungen. Beide Rechtsgrundlagen eignen sich nicht zur Durchsetzung von 'reinen Vorsorgewerten'. Eine geeignete Rechtsgrundlage bietet allein Paragraph 9 Abs. 1 Ziff. 3 LMBG. Allerdings ist die Gesetzgebungskompetenz des Bundes im Hinblick auf Art. 74 Ziff. 19 und 20 GG zweifelhaft (gilt auch fuer die jetzige TVO). Zivilrechtlich stellt die Ueberschreitung des Grenzwerts der TVO allein noch keinen Mangel dar, den der Vermieter zu beseitigen haette. Ein Auswechseln der Rohre waere daher keine Erhaltungs-, sondern eine Verbesserungsmassnahme. Folge: Umlegung auf die Miete; Haftung des Vermieters nur, wenn im Einzelfall Fehler der Mietsache vorliegt oder Verletzung von Aufklaerungspflichten.

Literaturstudie ueber Herkunft, Wege und Verbleib von Stickstoff in Oberflaechengewaessern

In einer Literaturstudie soll der derzeitige Stand des Wissens ueber Herkunft, Wege und Verbleib des Stickstoffs und die Einflussfaktoren zusammengetragen und ausgewertet werden. Als Quellen sollen vor allem die punktfoermigen Abwassereinleitungen aus Haushalten, Industrie und Landwirtschaft, die punktfoermigen Niederschlagswassereinleitungen aus Siedlungen und die diffusen Naehrstoffquellen aus Grund- und Draenwasser, Erosion und Pflanzenstreu untersucht werden. Die anorganischen und organischen Bindungen des Stickstoffs in den Oberflaechengewaessern sind zu verfolgen. Hinsichtlich des Verbleibs ist herauszuarbeiten, inwieweit und in welchen Groessenordnungen mit Festlegungen am Boden und im Sediment, mit Uebergang in die Atmosphaere und Abtransport ueber die Grenzen der Bundesrepublik Deutschland bzw in die Meere zu rechnen ist.

Optimierung zum Biologischen Monitoring Ostsee auf der Hohen See unter Beachtung der internationalen Anforderungen im Rahmen der HELCOM

Mit der Revison der Methoden und der dritten periodischen Zustandseinschaetzung sind weitergehende Untersuchungen zur Aussagekraft von biologischen Variablen hinsichtlich des Baltic Monitoring Programme (BMP) der HELCOM durchzufuehren, insbesondere zur Primaerproduktion, zum Chlorophyll als Mass fuer die Phytoplanktonmasse und zum Makrozoobenthos. Darueber hinaus ist Ziel des Vorhabens die bessere raeumliche und zeitliche Abtastung sowie die Automatisierung der Messungen. Dabei werden neue Techniken erprobt und bewertet.

Faunistische Erhebungen an der Rheinsohle zur Feststellung und Bewertung der Schaedigung der Benthosbiozoenose durch den Brand bei der Firma Sandoz in Basel

Durch giftige Chemikalien wurde die Gewaesserbiozoenose des Rheins erheblich geschaedigt. Es besteht ein wissenschaftliches Interesse, die Schaedigung und langfristige Erholung der Benthosorganismen des Rheins zu beobachten, um fuer vergleichbare Unfaelle Schadenabschaetzungen und Prognosen machen zu koennen. Dies hat auch konkrete Bedeutung fuer die Moeglichkeiten einer Wiederbesiedlung des Rhein mit Aalen und die Abschaetzung von Regressforderungen an den Verursacher. Dieses F+E-Vorhaben ist Teil eines von der Deutschen Rheinschutzkommission (DK) am 15/12/1986 verabschiedeten Messprogrammes im Zusammenhang mit dem Rheinchemieunfall 'SANDOZ', welches ganz ueberwiegend von den Laendern finanziert wird. Die erwarteten Ergebnisse sind auch von Bedeutung fuer Massnahmen des BMU im Zusammenhang mit den Paragraphen 7a und 36 WHG.

Untersuchungen zur Vorbereitung und Umsetzung eines Protokolls zur Klimarahmenkonvention - Angemessene Verpflichtungen fuer ausgewaehlte Nicht-Annex-I/neue OECD-Mitgliedstaaten

Bei den neuen OECD-Mitgliedstaaten bzw. einigen Nicht-Annex-I-Laendern liegt zumeist eine dynamische wirtschaftliche Aufwaertsentwicklung vor. Eine vergleichbare Emissionsbeschraenkung wie bei den Industrielaendern mit reifer Wirtschaft ist allerdings nicht zumutbar, so dass angemessene Regelungen gefunden werden muessen. Die derzeitige Einteilung der Staaten in Industrie- und Entwicklungslaender ist oftmals nicht sachgerecht und bedarf der Modifikation. Das erarbeitete Material soll zur Untermauerung der deutschen Verhandlungsposition diesen Staaten gegenueber im Rahmen der Protokollverhandlungen dienen.

Ermittlung der Laermbelastung von militaerischen Tieffluegen

Der militaerische Tiefflugbetrieb ueber dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland wird von den Luftstreitkraeften der NATO-Mitgliedsstaaten durchgefuehrt. Im Jahr werden ca. 100.000 Tieffluege mit Kampfflugzeugen absolviert. Den Hauptanteil der Fluege bestreiten Flugzeuge der Bundeswehr. Infolge der hohen Laermemission der zum Einsatz kommenden Luftfahrzeuge und der geringen Flughoehe (75 - 450 Meter) ueber Grund, kann es in Tieffluggebieten mit hoher Flugkonzentration zu einer Laermbelaestigung fuer die Anwohner kommen. Um Aussagen ueber die tatsaechliche Laermbelastung zu erhalten, sollen in ausgewaehlten Tieffluggebieten statistisch relevante Messungen der Laermimmissionen durchgefuehrt werden. Die benoetigten Daten werden mit Hilfe einer mobilen Fluglaermmessanlage ermittelt.

Umweltprobleme kleiner und mittlerer Betriebe in Gemengelagen - eine empirische Untersuchung

Obwohl sich ihre Groessenordnung in der Nachkriegszeit deutlich vermindert hat, liegt der Anteil von Gemengelagen in den Gemeinden noch bei ca. 10-15 v.H. Wegen ihrer Bedeutung u.a. fuer den oertlichen Arbeitsmarkt ist es erforderlich, genauere Kenntnisse ueber die empirischen Gegebenheiten zu gewinnen. Hierzu gehoeren Informationen ueber die planungsrechtliche Situation, die Nutzungsarten, Art der Bauvorhaben, Umfang der Vorbelastung u.v.a.m. Ziel des Vorhabens ist es, diese Luecken - empirisch abgesichert - zu fuellen und darauf aufbauend geeignete Loesungsvorschlaege zur Verhinderung und/oder Verminderung der Stoerungen aufzuzeigen. Hierbei sollen schwerpunktmaessig oekonomische Instrumente, aber auch immissionsschutzrechtliche und planungsrechtliche Vorschlaege untersucht werden.

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