Zur Druchsetzung des Standes der Technik im Rahmen des BImSchG ist es notwendig, Emissionsdaten von Anlagen zu erheben und Planern, Betreibern und Vollzugsbehoerden zur Verfuegung zu stellen. Im Vorhaben sollen die Emissionen (Schalleistungspegel) von Anlagen, die erfahrungsgemaess erhebliche schalltechnische Probleme hervorrufen, moeglichst repraesentativ bestimmt und der Stand der Laermminderungstechnik ermittelt werden. Kosten fuer den zusaetzlichen Schallschutz sind abzuschaetzen. Weiterhin sollen die Arbeiten zur Erstellung einer Emissionsdatensammlung gefoerdert werden, auf die in der neuen TA Laerm Bezug genommen werden soll. Aufbauend auf den Erfahrungen bei der Anwendung TA Laerm sowie neueren Entwicklungen in der Messtechnik und bei Prognoseverfahren muessen Grundlagen fuer Verwaltungshilfen zur einheitlichen Durchfuehrung der TA Laerm erarbeitet werden. Hierbei handelt es sich u.a. um folgende zu untersuchende Teilaspekte: Weiterentwicklung der Beurteilungsverfahren fuer auffaellige Geraeusche und Geraeusche von mehreren Laermquellen. Fuer Geraeuschdaten von Anlagen soll ein einheitliches Beschreibungsverfahren entwickkelt werden.
Im Rahmen des Vorhabens sind ueber eine klare Abgrenzung der Untersuchungsgebiete, durch die Verwendung der heute deutlich belastbareren Annahmen fuer ein Szenario des Grundwasserwiederanstieges (eingeschlossen aktuelle Ausarbeitungen zur Flutungs- und Grundwasserthematik), alle ALVF zu ermitteln, die im Wirkungsbereich der bergbaulichen Grundwasserabsenkung liegen. Dazu sind alle zur Verfuegung stehenden Datenquellen einzubeziehen. Die Informationen zu LMBV eigenen ALVF sind fuer das Projekt zu uebernehmen. Neben ueblich-beschreibenden Groesen zu einer ALVF sind insbesondere Schadstoffinventar und Ausbreitungsmoeglichkeiten zu recherchieren. Es soll erreicht werden, dass angesichts der unterschiedlichen Zustaendigkeiten keine Altlast 'vergessen' wird und dies moeglicherweise den ganzheitlichen Sanierungserfolg gefaehrdet. Im Rahmen des Vorhabens werden keine 'harten' Daten erhoben. Der Verlauf des zu erwartenden Grundwasserwiederanstieges ergibt eine erste zeitlich bestimmte Zielfunktion fuer die Priorisierung des Handlungsbedarfs der einzelnen ALVF. Daraus ergeben sich fuer die beiden Foerderreviere regionale Schwerpunktbereiche, fuer die Massnahmen zur Gefaehrdungsabschaetzung, zur weiteren Erkundung und Untersuchung betrieben werden muessen, um vorrangig Gefaehrdungen des Grundwasserpfades qualifizieren und durch zielorientiertes Handeln verhindern zu koennen.
Als Fallstudie fuer das Eutrophierungspotential durch trockene und nasse Deposition von Phosphaten am Beispiel oligotropher Maarseen in Reinluftgebieten geplant. Da der Gesamtphosphateintrag ueber den Luftweg bereits regional 6 - 10 v.H. betraegt (am Fallbeispiel ca. 50 v.H.), soll nach dem Vollenweider-Modell der Spielraum, innerhalb dessen ein Eintrag von Phosphor toleriert werden kann und eine Veraenderung des Trophiegrades nicht erfolgt, ermittelt werden. Durch Aufstellung einer Phosphorbilanz zwischen stattfindender und tolerierbarer Belastung sollen Aussagen ueber die erforderliche Reduktion von Eintraegen erfolgen. Ueber die Herkunft der Phosphoranteile soll eine Hochrechnung auf bundesdeutsche Vehaeltnisse erfolgen und eine Prognostizierung zukuenftiger Belastung moeglich sein.
Das Vorhaben soll vorhandene Literatur im Hinblick auf geeignete Parameter fuer die Beobachtung und Ueberwachung von Biozoenosen und Oekosystemen des Rheins und seiner Grenzbereiche auswerten sowie entsprechende Defizite identifizieren. Es erstreckt sich auf folgende Sachkomplexe: Aquatische Oekologie und Wechselwirkung mit dem terrestrischen Bereich; Nichtstofflicher Einwirkungsbereich (Wasserbaumassnahmen, Schiffahrt ua); Stofflicher Einwirkungsbereich (organische Substanzen, Sauerstoffbedarf, Naehrstoffe). - Dabei steht die biologisch/oekologische Komponente im Vordergrund. Das Vorhaben umfasst den Rhein und seine Grenzbereiche innerhalb der Bundesrepublik Deutschland sowie im Ausland, soweit hier signifikante Hinweise zu erwarten sind. Es schliesst zwecks Vergleichs von Zeitreihen einen moeglichst weitgehenden historischen Rueckblick und eventuell verwendbare Prognosen ein. Das Ergebnis soll der weiterfuehrenden Beratung einer Beobachtungskonzeption als Grundlage dienen.
Die durch die sektoralen Beobachtungsprogramme von Bund und Laendern erhobenen Datenbestaende sind vor dem Hintergrund einer medienuebergreifenden Betrachtung der Belastung unserer Umwelt mit Dioxinen/Furanen/PCB zu bewerten, um Ursache-Wirkungsbeziehungen, insbesondere sensibler Kompartimente und Zielorganismen zu untersuchen und auf ihre oekosystemaren Zusammenhaenge hin auszuwerten. Dabei stehen insbesondere Pfadbetrachtungen zur Verlagerung von Dioxinen und Furanen (Pfad: Luft - Staub - Mensch, insbesondere Muttermilch, Pfad: Luft - Futtermittel - Lebensmittel, Pfad: Luft - Lebensmittel, Pfad: Boden - Nahrungsmittel, Pfad: Boden- Futtermittel - Tier- Mensch) der verschiedenen Kompartimente im Vordergrund. Die Moeglichkeit der Ableitung von Transferfaktoren unter Beruecksichtigung des Mobilitaetsverhaltens der Stoffe in den verschiedenen Kompartimenten ist zu untersuchen. Fuer diese Arbeiten sind Auswertestrategien fuer die Daten zu entwerfen, die den zeitlichen, raeumlichen und fachlichen Bezug beruecksichtigen. Dazu sind Aggregationsalgorrithmen zu entwickeln, die wiederum Grundlage fuer die Abteilung von Richt- und Grenzwerten sind. Die Dokumentation der Auswertungsstrategien ist in einer Methodensammlung zusammenzufassen.
In einem Verbundprojekt mit dem Land Baden-Wuerttemberg, dieses vertreten durch das Ministerium fuer Umwelt und Verkehr, soll ein Softwarewerkzeugkasten entwickelt werden, mit dessen Hilfe Publikationen wie z.B. die Daten zur Umwelt des UBA oder der Umweltbericht der Landesanstalt fuer Umweltschutz Karlsruhe mit moeglichst wenig Aufwand in Papierform, auf CD-ROM und im Online-Zugriff verfuegbar gemacht werden koennen. Baden-Wuerttemberg bringt Eigenleistungen in der Hoehe von etwa 2 Mio. DM in das Projekt ein. Im Jahre 1996 wird eine Machbarkeitsstudie durchgefuehrt, die Aufschluss darueber geben soll, mit welchen Mitteln die von Baden-Wuerttemberg entwickelten Systeme auf die des UBA anwendbar sind. Umgekehrt sollen die Beitraege des UBA (GEIN, VKS) auf ihre Anwendbarkeit im Baden-Wuerttembergischen Umfeld hin ueberprueft werden. Die Studie wird am 30.11.1996 vorliegen.
Xenooestrogene sind Fremdstoffe mit oestrogenen Wirkungen, Phytooestrogene sind pflanzliche Nahrungsinhaltsstoffe mit oestrogenem Potential. Ein Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Xenooestrogenen und vielen Erkrankungen des Menschen wird diskutiert. Im Vorhaben sollen Daten zur Toxikokinetik sowie Affinitaeten fuer den Oestrogenrezeptor und dadurch ausgeloeste Anworten vergleichend fuer ein beispielhaft ausgewaehltes Xenooestrogen und ein Phytooestrogen im Menschen erarbeitet werden. Die noetigen Daten zur Toxikokinetik, Proteinbindung und Rezeptorbindung der ausgewaehlten Verbindungen und ihrer im Menschen gebildeten Metabolite werden experimentell bestimmt. Unter Einbeziehung von Daten zur Verteilung, Proteinbindung und Rezeptoraffinitaeten sollen die Ergebnisse in ein toxikokinetisches Modell integriert werden. Das zu erarbeitende Modell soll bei Beruecksichtigung stoffspezifischer Daten (Toxikokinetik, Rezeptorbindung von Ausgangsverbindung und Metaboliten, Verteilung) auch auf andere Stoffe und andere Belastungssituationen angewendet werden. Ebenso koennen unterschiedliche Stadien der Entwicklung des Menschen durch Beruecksichtigung von Koerpergewicht, Blutfluss zu Organen und metabolischer Kapazitaet integriert werden. Durch die erwarteten Ergebnisse ist ein Vergleich zwischen beiden Stoffgruppen und damit eine vergleichende Bewertung moeglicher Gesundheitsrisiken der Exposition des Menschen gegen Xeno- und Phytooestrogene moeglich.
Aus den Erfahrungen mit der Bewertung von Grundwasserbeschaffenheitsdaten sollen in Baden-Wuerttemberg neben den lokalen Ueberwachungsmessstellen langfristig zu betreibende Intensivuntersuchungsgebiete eingerichtet werden. Die Auswahl und der Betrieb eines solchen Testgebietes wurde in diesem Vorhaben beispielhaft erprobt. Das ausgewaehlte Gebiet bei Karlsruhe wurde ueber einen Zeitraum von ca 4 Jahren intensiv untersucht. Alle verfuegbaren Daten ueber die Beschaffenheit des Untergrundes und die verschiedenen Arten der Landnutzung (Landwirtschaft, Deponien, Strassen und Siedlungen usw) wurden zusammengestellt. Unter Verwendung einer verbesserten Probenahme- (multi-level) und Analysetechnik (ICP) wurden zahlreiche Grund- und Oberflaechenwasserproben untersucht. Der Einsatz eines neu entwickelten Stroemungsmessgeraetes ermoeglichte es, den Einfluss kleiner Vertikalstroemungen auf die Analysenergebnisse zu ermitteln. Durch entsprechende Gestaltung der Probenahme konnten diese Stoerungen weitgehend eliminiert werden. Mit Hilfe verschiedener Modellrechnungen war es moeglich, die Einzugsgebiete der einzelnen Messstellen abzugrenzen, um sinnvolle Beziehungen zwischen der Landnutzung und der Grundwasserbeschaffenheit ableiten zu koennen. Aus den Grundwasseranalysen wurden Werte fuer die Hintergrundbeschaffenheit und charakteristische Wertebereiche fuer vier Belastungstypen abgeleitet. Mit Hilfe einer Modellierung von Transport- und Reaktionsprozessen wurde der Anteil verschiedener Quellen an den Cl-, SO4- und NO3-Gehalten des Grundwassers bestimmt und der Abbau von Nitrat quantifiziert.
Der Interdisziplinaere Arbeitskreis fuer Laermwirkungsfragen wurde im Vollzug des Aktionsprogramms Laermbekaempfung des Bundesministers des Innern 1978 eingerichtet. Seine wichtigste Aufgabe besteht darin, interdisziplinaer getragene Aussagen ueber die Bedingungen zu machen, unter denen Gefahren, erhebliche Nachteile und erhebliche Belaestigungen durch Laerm zu befuerchten sind. In diesem Vorhaben wird eine Literatur-Studie ueber Gehoergefaehrdung bei Tieffluglaerm durchgefuehrt.
Dem Luftreinhalteplan nach Paragraph 47 BImSCHG kommt gegenwaertig keine Verbindlichkeit zu, so dass die Wirksamkeit dieses Instruments fuer Massnahmen in Belastungsgebieten nicht immer ausreicht. Unter diesem Gesichtspunkt werden die Erfahrungen mit bestehenden Luftreinhalteplaenen ausgewertet und Verbesserungsvorschlaege erarbeitet. Auch die Moeglichkeiten der Integration umweltrelevanter Planungen werden untersucht. Schliesslich wird ueberprueft, ob Luftreinhalteplaene auch ausserhalb von Belastungsgebieten eingesetzt werden koennen, wobei Anhaltspunkte fuer Luft- und Bodenqualitaetsziele, die im Rahmen der Vorsorge (Paragraph 5 Nr.2 BImSCHG) bei behoerdlichen Entscheidungen zu beruecksichtigen waeren, entwickelt werden. Hierbei wird auch auf eine weitere Konkretisierung der Kriterien fuer die Festsetzung von Belastungsgebieten eingegangen.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 737 |
| Europa | 4 |
| Kommune | 2 |
| Land | 7 |
| Wirtschaft | 1 |
| Wissenschaft | 137 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 737 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 737 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 737 |
| Englisch | 4 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 685 |
| Webseite | 52 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 448 |
| Lebewesen und Lebensräume | 579 |
| Luft | 440 |
| Mensch und Umwelt | 735 |
| Wasser | 447 |
| Weitere | 737 |