Zielsetzung und Anlass des Vorhabens
Projektzielstellung ist die Entwicklung einer langzeitstabilen, wasser- und gasdichten Ummantelung für Gummigranulatpartikel aus recycelten Altgummireifen, wodurch umweltschädliche Schadstoffauswaschungen aus dem Gummigranulat vermieden werden sollen. Anlass: Rückführung eines Abfallproduktes (Altreifen) in den Stoffkreislauf durch Entwicklung eines neuen Produkts (beschichtetes Gummigranulat als Einstreugranulat für Kunstrasensysteme).
Fazit
Mit der Realisierung des Entwicklungsprojektes ist eine dauerelastische, langzeitstabile, wasser- und gasdichte Ummantelung für Gummipartikel aus recyceltem Altgummi geschaffen worden, wodurch umweltschädliche Zinkauswaschungen aus dem Gummigranulat vermieden werden. Es wurde ein kostengünstiges, umwelt- und geruchsneutrales Einstreugranulat für Kunstrasensysteme mit gleichzeitig schwingungsdämpfenden und stoßabsorbierenden Eigenschaften entwickelt, welches nach Beendigung der Nutzungsdauer wieder zu 100% recycelt werden kann.
In diesem Projekt wurde der Zusammenhang zwischen der ökologischen (bzw. auch sozialen) Nachhaltigkeit und dem Shareholder Value von Unternehmen betrachtet. Dabei wurde versucht, diesen Zusammenhang mit Hilfe neuerer finanzökonomischer Methoden zu quantifizieren. Das Projekt bestand aus zwei Teilen. Zum einen wurde im Rahmen einer ökonometrischen Analyse der Einfluss der Umwelt- und Sozialperformance europäischer Aktiengesellschaften auf deren Shareholder Value untersucht. Zum anderen wurde eine Analyse der Performance und der Eigenschaften von Umwelt- und Ethikfonds durchgeführt. Im ersten Teil des Projektes wurde der Shareholder Value mit der durchschnittlichen monatlichen Aktienrendite zwischen 1996 und 2001 operationalisiert. Die Analyse basierte auf zweistufigen ökonometrischen Verfahren, die neuere finanzökonomische Erkenntnisse (insbesondere auch das Multifaktormodell nach Fama und French, 1993) einbeziehen. Die Abbildung der Nachhaltigkeit erfolgte einerseits durch eine Bewertung der ökologischen und sozialen Risiken der Branche, in der das Unternehmen wirtschaftet, andererseits durch eine Beurteilung der ökologischen und sozialen Aktivitäten eines Unternehmens im Vergleich zu den anderen Unternehmen derselben Branche. Das wichtigste Ergebnis der Studie ist, dass eine hohe ökologische Nachhaltigkeit der Branche einen positiven Zusammenhang mit dem Shareholder Value besitzt. Zwischen einer hohen sozialen Nachhaltigkeit der Branche und der durchschnittlichen monatlichen Aktienrendite besteht eine negativer Zusammenhang, allerdings ist dieser Effekt weniger stark signifikant. Durch die offensichtliche Konkurrenz der positiven Effekte einer hohen Umweltperformance und der negativen Effekte einer hohen Sozialperformance der Branche, in der ein Unternehmen tätig ist, kann für Variablen der zusammengefassten Nachhaltigkeit der Branche oft kein signifikanter Einfluss auf den Shareholder Value abgeleitet werden. Für die Variablen der unternehmerischen ökologischen und sozialen Aktivitäten im Vergleich zu den anderen Unternehmen der Branche ergibt sich ausnahmslos kein signifikanter Zusammenhang mit der durchschnittlichen monatlichen Aktienrendite. Im zweiten Teil des Projektes wurden die Eigenschaften von Nachhaltigkeitsfonds und -indizes untersucht. Die Fonds stammen aus Deutschland, der Schweiz und den USA. Im Mittelpunkt stand die Analyse der finanziellen Performance der Aktienfonds relativ zur Entwicklung der weltweiten Aktienmärkte. Dabei zeigt sich, dass sich die durchschnittliche risikobereinigte Performance kaum von der konventioneller Aktienfonds unterscheidet. Das gleiche trifft auf die Performance von Nachhaltigkeitsindizes im Vergleich mit konventionellen Aktienindizes zu. Außerdem wurden die Sensitivitäten der Fonds und Indizes gegenüber makroökonomischen Faktoren quantifiziert sowie sowie eine Investment Style-Analyse durchgeführt.
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Solarfassaden mit richtungsselektiver Transmission (RST) fokussieren direktes Sonnenlicht auf horizontal verlaufende Brennlinien. Der Höhenwinkel der Sonne beeinflußt dabei die Lage der Brennlinie. Dadurch wird die Direktstrahlung der hochstehenden Sommersonne zurückreflektiert, während die Direktstrahlung der tief stehenden Wintersonne nahezu ungehindert transmittiert wird. Das System kommt ohne bewegte Teile aus und reduziert die Kühllast des Gebäudes ebenso wie die Beleuchtungsenergie. Ziel dieses Projektes war der Nachweis der glastechnischen Machbarkeit von RST, und zwar theoretisch durch Simulationsrechnungen und praktisch durch Produktionsversuche sowohl von Walzglas-Zylinderlinsen-Scheiben als auch von fertigen RST-Doppelscheibenelementen.Fazit: RST-Zylinderlinsenscheiben sind im Walzglasprozeß herstellbar und härtbar, weisen aber bisher noch herstellungsbedingte Form- und Oberflächenabweichungen auf. Die Randverbundprobleme sind gelöst; ein vereinfachtes Testverfahren steht zur Verfügung. Die relaxationsabhängigen Spannungen im Glas bei der Herstellung konnten bisher noch nicht realitätsnah numerisch simuliert werden. Weitere Projekte sollten die Qualitätsverbesserung der Gußglas-Linsenscheiben, geometrische und materialtechnische Eigenschaften der Streifenscheibe, Produkttests, die Automatisierung der Herstellung von RST-Doppelscheibenelementen sowie die Anwendung von RST an einem Prototyp-Gebäude zum Gegenstand haben.