UV-Strahlung ist kanzerogen und Hauptursache für Hautkrebs. Hautkrebserkrankungen haben in der hellhäutigen Bevölkerung weltweit stärkere Zuwachsraten als alle anderen Krebserkrankungen. Im Hinblick auf den demographischen Wandel und die sich abzeichnende Zunahme der UV-Belastung als Folge des Klimawandels ist ein weiterer Anstieg der Erkrankungszahlen zu erwarten. Eine Dosis-Wirkungsbeziehung für die deutsche Bevölkerung zwischen natürlicher UV-Strahlung und dem Hautkrebsrisiko konnte aber bis dato nicht beschrieben werden. Diese ist jedoch für die Optimierung von Strahlenschutzmaßnahmen und für wirkungsvolle Strategien zur Hautkrebsprävention von großer Bedeutung. In einer vom BfS in Auftrag gegebenen Studie sollte exemplarisch die Machbarkeit einer epidemiologischen Studie zur Ermittlung einer Dosis-Wirkungsbeziehung zwischen natürlicher UV-Strahlung und dem Plattenepithelkarzinom in Deutschland untersucht werden. Die Machbarkeitsstudie kommt zu dem Schluss, dass eine solche Studie sowohl durchführbar, als auch aussagekräftig bezüglich der Fragestellung wäre und gibt eine Empfehlung für den Aufbau einer solchen Studie.
Viel Sonne, wenig Ozon: Hohe UV-Belastung in Deutschland In ganz Deutschland werden am Mittwoch, 24.6., und Donnerstag, 25.6., die höchsten UV -Index-Werte des Jahres erwartet. Darauf weist das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) hin. Die Werte erreichen zur Mittagszeit in Norddeutschland UV -Index bis zu 8 in Mitteldeutschland UV -Index bis zu 9 in Süddeutschland UV -Index 9, stellenweise auch 10 auch möglich im deutschen Hochgebirge bis zu 11 ("extrem") Die prognostizierten UV -Indexwerte geben an, welche Tagesspitzenwerte der sonnenbrandwirksamen UV -Strahlung am Boden erwartet werden. Die Werte hängen von Sonnenstand, Bewölkung, Höhenlage, aber auch vom Ozon in der Atmosphäre ab. Das Ozon dort kann UV -Strahlung absorbieren und die UV -Belastung auf der Erde reduzieren. Aktuell tragen mehrere Faktoren dazu bei, dass eine besonders hohe UV -Belastung prognostiziert wird. Zum einen sorgt der höchste Sonnenstand des Jahres (die Sommersonnenwende war am 21. Juni) für den kürzesten Weg der Sonnenstrahlen durch die Atmosphäre. Außerdem ist für beide Tage mit eher wenig Ozon in der Atmosphäre über Deutschland zu rechnen, es gelangt also mehr energiereiche UV -Strahlung auf die Erde. Fehlende Bewölkung verstärkt den Effekt. Das BfS empfiehlt daher, sich in den kommenden Tagen ausreichend vor UV -Strahlung zu schützen. Tipps zum Sonnenschutz Informieren Sie sich über den UV -Index in Ihrer Region . Auf den Seiten des BfS sind Prognosen für unterschiedliche Regionen in Deutschland und tagesaktuelle Verläufe abrufbar. Die Vorhersagen basieren auf den bisherigen Messdaten des UV -Messnetzes und aktuellen Wetterdaten. Auch gängige Wetter-Apps informieren über den UV -Index: Bereits ab einem UV -Index von 3 ist UV -Schutz angebracht. Während der Mittagsstunden – zwischen 11 bis 15 Uhr – sollten Sie Schatten aufsuchen. Freizeitaktivitäten sollten besser in die frühen oder späteren Tagesstunden verlagert werden. Tragen Sie schützende Kleidung sowie eine Kopfbedeckung . Tragen Sie eine große und gut sitzende Sonnenbrille . Achten Sie beim Kauf auf die Kennzeichnung " UV -400". Das bedeutet, dass die Brille die gesamte UV -Strahlung bis 400 Nanometer filtert und ausreichend schützt. Cremen Sie unbedeckte Körperstellen gut mit einer Sonnencreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor (ab LSF 30) ein. Schützen Sie besonders Kinder: Sonnenbrände im Kinder- und Jugendalter erhöhen das Risiko für UV -bedingte Erkrankungen von Haut und Augen im späteren Leben. Stand: 24.06.2026
UV Index (UVI) as derived from TROPOMI observations. The UVI describes the intensity of the solar ultraviolet radiation. Values around zero indicate low, values greater than 10 indicate very high UV exposure on the ground. The TROPOMI instrument onboard the Copernicus SENTINEL-5 Precursor satellite is a nadir-viewing, imaging spectrometer that provides global measurements of atmospheric properties and constituents on a daily basis. It is contributing to monitoring air quality and climate, providing critical information to services and decision makers. The instrument uses passive remote sensing techniques by measuring the top of atmosphere solar radiation reflected by and radiated from the earth and its atmosphere. The four spectrometers of TROPOMI cover the ultraviolet (UV), visible (VIS), Near Infra-Red (NIR) and Short Wavelength Infra-Red (SWIR) domains of the electromagnetic spectrum. The operational trace gas products generated at DLR on behave ESA are: Ozone (O3), Nitrogen Dioxide (NO2), Sulfur Dioxide (SO2), Formaldehyde (HCHO), Carbon Monoxide (CO) and Methane (CH4), together with clouds and aerosol properties. This product is created in the scope of the project INPULS. It develops (a) innovative retrieval algorithms and processors for the generation of value-added products from the atmospheric Copernicus missions Sentinel-5 Precursor, Sentinel-4, and Sentinel-5, (b) cloud-based (re)processing systems, (c) improved data discovery and access technologies as well as server-side analytics for the users, and (d) data visualization services.
Das Projekt untersucht die physiologische Funktion UV-absorbierender Mycosporin-ähnlicher Aminosäuren (MAAs) als Sekundärmetabolite in marinen Evertebraten. Die Tiere nehmen diese Verbindungen mit ihrer pflanzlichen Nahrung auf und lagern sie offenbar gezielt in UV-gefährdete Gewebe und in die Gonaden ein. Das Projekt gliedert sich in 2 Phasen: 1.) Im ersten Jahr soll das natürliche Vorkommen von MAAs in ausgewählten Gruppen mariner Evertebraten erstmalig aus der Arktis (Spitzbergen) als auch aus der Antarktis (Süd Shetland Inseln) quantitativ und qualitativ erfaßt werden. Die Beziehung zwischen MAA-Akkumulation einerseits und der UV-Exposition sowie der Nahrungsspezifikation der Tiere andererseits soll zeigen, ob MAAs von heterotrophen Organismen gezielt resorbiert und als UV-Schutz angereichert werden können. 2.) Im zweiten, experimentellen Teil sollen die physiologischen Funktionen der MAAs in tierischen Geweben untersucht werden. Dazu werden in Bestrahlungsexperimenten die UV-Schutzfunktionen in 'MAA-aufgeladenen' Geweben mit optischen Mikrosensoren untersucht. Die Bildung von reaktiven Sauerstoffkomponenten (ROS) in tierischen Geweben als Folge von UV-Strahlung soll in Abhängigkeit von UV-Dosis mit Fluoreszenztechniken (u.a. konfokale Lasermikroskopie) gemessen werden. Eine mögliche antioxidative Schutzwirkung der MAAs wird vergleichend mit den bekannten Antioxidantien (Vitamine c, e, Urat, Glutathion etc.) untersucht.
Was ist der UV -Index? Der UV-Index ist ein international einheitliches Maß für die sonnenbrandwirksame UV-Bestrahlungsstärke. Je höher der UV -Index ist, desto schneller kann bei ungeschützter Haut ein Sonnenbrand auftreten. Der UV -Index ist eine Orientierungshilfe zur Beantwortung der Frage, welche Sonnenschutzmaßnahmen wann ergriffen werden sollten. Der UV-Index Der UV-Index ist ein international einheitliches Maß für die sonnenbrandwirksame UV-Bestrahlungsstärke. Ähnlich wie die Richterskala bei Erdbeben ist der UV -Index als nach oben offene Skala zu verstehen, die Richtwerte für die UV -Bestrahlungsstärke angibt. Je höher der UV -Index ist, desto höher ist die UV -Bestrahlungsstärke, desto schneller kann bei ungeschützter Haut ein Sonnenbrand auftreten. Der UV -Index wurde von der WHO definiert und ist weltweit einheitlich. Daher bedeutet zum Beispiel ein UV -Index von 7 in Deutschland genau dasselbe wie der gleiche Wert in Kenia oder Kanada. Einflussfaktoren Der UV -Index hängt vor allem vom Sonnenstand ab; er ändert sich daher am stärksten mit der Jahreszeit, der Tageszeit und der geografischen Breite. Die Gesamtozonkonzentration in der Atmosphäre, die Bewölkung und die Höhenlage eines Ortes spielen ebenfalls eine Rolle. Leichte Bewölkung verringert den UV -Index kaum. Dagegen kann er sich bei besonderen Bewölkungssituationen durch zusätzliche Streustrahlung gegenüber dem UV -Index bei klarem Himmel sogar kurzfristig erhöhen. In Deutschland werden im Sommer Werte von 8 bis 9, in den Hochlagen der süddeutschen Gebirgsregionen sogar bis 11 erreicht. Am Äquator können Werte von 12 und höher auftreten. Der UV -Index: Orientierungshilfe für Sonnenschutzmaßnahmen Die UV -Index-Skala ist in verschiedene Bereiche unterteilt, für die unterschiedliche Schutzempfehlungen gelten. Der UV -Index ist somit nicht nur ein Maß für die zu erwartende UV -Belastung. Er dient darüber hinaus als Orientierungshilfe für Empfehlungen, welche Sonnenschutzmaßnahmen ergriffen werden sollten. UV -Index und empfohlene Schutzmaßnahmen UV -Index Belastung Schutzmaßnahmen 1 - 2 niedrig Normalerweise keine Schutzmaßnahmen erforderlich.* 3 - 5 mittel Schutz erforderlich: während der Mittagsstunden Schatten aufsuchen entsprechende Kleidung, Hut und Sonnenbrille tragen für unbedeckte Haut Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutzfaktor verwenden. 6 - 7 hoch 8 - 10 sehr hoch Schutz absolut notwendig: In der Mittagszeit möglichst nicht draußen aufhalten! Unbedingt Schatten aufsuchen! Entsprechende Kleidung, Hut, Sonnenbrille und Sonnencreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor sind dringend nötig. 11 und höher extrem * Im Sommer kann an bewölkten Tagen ein UV-Index 2 über mehrere Stunden bestehen. Dann sind bei langen Aufenthalten im Freien Sonnenbrände nicht ausgeschlossen und Sonnenschutzmaßnahmen sollten angewendet werden. Achtung: Schnee, Wasser und helle Oberflächen wie helle, blendende Hausfassaden, Asphalt oder helle Sandflächen reflektieren UV-Strahlung und verstärken sie dadurch. Die UV-Belastung kann dann höher als der angegebene UV-Index sein. In solchen Situationen ist ein ausreichender Sonnenschutz besonders wichtig. UV -Index – gemessen oder modelliert? Der UV -Index basiert entweder auf bodennah gemessenen oder auf aus Satellitendaten berechneten Werten der UV -Bestrahlungsstärke. Für Deutschland veröffentlicht das BfS Messwerte des UV-Messnetzes und UV-Index-Prognosen für 10 Prognosegebiete auf Basis der Messnetzdaten. Der Deutsche Wetterdienst ( DWD ) veröffentlicht auf Basis von Satellitendaten modellierte Prognosen des UV -Index . Der UV -Index im Tagesverlauf Der UV -Index kann auch als Tagesverlauf, also als eine über den Tag variierende Größe, dargestellt werden. In diesem Fall wird die tatsächlich gemessene, über den Tag ansteigende und fallende sonnenbrandwirksame UV -Bestrahlungsstärke in Form des UV -Index angezeigt. Die Tagesverläufe des UV -Index an den einzelnen Stationen des UV -Messnetzes werden unter UV-Index aktuell und im BfS-Geoportal veröffentlicht. Stand: 04.08.2026
Konsentierte Empfehlung zu UV-Strahlung und Vitamin D Das Bundesamt für Strahlenschutz initiierte zusammen mit dem UV -Schutz-Bündnis einen fachübergreifenden wissenschaftlichen Diskurs zur Harmonisierung der bis dato widersprüchlichen Empfehlungen bezüglich der UV -Exposition zur Bildung des körpereigenen Vitamin D. Die wissenschaftlichen Diskussionen führten zu folgender, gemeinsam getragener Empfehlung: Empfehlung zur "UV-Exposition zur Bildung des körpereigenen Vitamin D" Konsentierte Empfehlung der wissenschaftlichen Behörden, Fachgesellschaften und Fachverbände des Strahlenschutzes, der Gesundheit, der Risikobewertung, der Medizin und der Ernährungswissenschaften Einerseits wird beim Menschen durch UV - Strahlung die körpereigene Vitamin-D-Bildung angeregt. Andererseits kann UV - Strahlung gesundheitsschädigend auf Auge und Haut wirken. Ein bewusster Umgang mit natürlicher wie künstlicher UV - Strahlung ist darum unerlässlich. Entsprechend werden folgende Empfehlungen zur UV -Exposition (-Bestrahlung) für die körpereigene Vitamin-D-Bildung gegeben: Für eine ausreichende Vitamin-D-Synthese genügt es nach derzeitigen Erkenntnissen, Gesicht, Hände und Arme unbedeckt und ohne Sonnenschutz zwei- bis dreimal pro Woche der Hälfte der minimalen sonnenbrandwirksamen UV - Dosis (0,5 MED) auszusetzen, also der Hälfte der Zeit, in der man sonst ungeschützt einen Sonnenbrand bekommen würde. Beispielsweise bedeutet dies für Menschen mit Hauttyp II bei hohen sonnenbrandwirksamen UV - Bestrahlungsintensitäten ( UV-Index 7) rein rechnerisch eine Bestrahlungszeit von circa 12 Minuten. Ein Sonnenbrand ist grundsätzlich zu vermeiden. Bei längeren Aufenthalten in der Sonne sind UV -Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Als Orientierungshilfe über die herrschende sonnenbrandwirksame UV - Bestrahlungsstärke und ab wann welche UV -Schutzmaßnahmen zu ergreifen sind, wird der UV-Index 1 ( UVI ) empfohlen. Der UV-Index ist ein weltweit einheitliches Maß für die an einem Tag mögliche höchste sonnenbrandwirksame UV -Bestrahlungsstärke. Den einzelnen UVI -Werten sind Empfehlungen für die hellhäutige Bevölkerung bezüglich der zu ergreifenden UV -Schutzmaßnahmen zugeordnet. Bei Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen ist besonders darauf zu achten, hohe UV -Belastungen und Sonnenbrände zu vermeiden, denn besonders in der Kindheit und Jugendzeit erhöhen starke UV -Belastungen und Sonnenbrände das Risiko , später an Hautkrebs zu erkranken. Säuglinge sollen grundsätzlich nicht direkter Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden. Von starken, nicht ärztlich kontrollierten UV -Bestrahlungen (Sonne oder Solarium) zum Zweck der Vitamin-D-Bildung, der Selbsttherapie eines Vitamin-D-Mangels oder der Bräunung wird dringend abgeraten. Die erstmalige Nutzung eines Solariums in jungen Jahren (< 35 Jahre) verdoppelt annähernd das Risiko , an schwarzem Hautkrebs (malignes Melanom) zu erkranken 2 . In Deutschland ist für Minderjährige die Nutzung eines Solariums gesetzlich verboten. Ein Vitamin-D-Mangel kann nur von ärztlicher Seite diagnostiziert und behandelt werden. Eine Supplementierung beziehungsweise Medikation mit Vitamin-D-Präparaten sollte unter ärztlicher Überwachung erfolgen. Säuglinge und Kleinkinder bis zum zweiten erlebten Frühsommer sollen Vitamin-D-Präparate erhalten. 1) Den aktuellen UV-Index sowie UV -Prognosen finden Sie im Internet-Angebot des BfS sowie auf den Seiten des Deutschen Wetterdienstes . 2) Boniol, M., et al., Cutaneous melanoma attributable to sunbed use: systematic review and meta-analysis. BMJ, 2012. 345: p. e4757. Boniol, M., et al., Correction. BMJ, 2012. 345: p. e8503. Beteiligte Institutionen: (alphabetische Reihenfolge) Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO) Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e.V. Berufsverband der Deutschen Dermatologen e.V. Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Deutsche Dermatologische Gesellschaft Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ) Deutscher Hausärzteverband e.V. Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) Deutsche Krebshilfe European Skin Cancer Foundation European Society of Skin Cancer Prevention (EUROSKIN) Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (GEKID) Max Rubner-Institut (MRI), Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel Robert Koch-Institut (RKI) Verband deutscher Betriebs- und Werksärzte e. V. (VDBW) Stand: 04.08.2026
Langfristige Wirkungen UV - Strahlung kann Langzeitschäden, also später im Leben auftretende Schäden, an Augen und Haut hervorrufen. Langzeitschäden der Augen Bei den Augen ist in erster Linie die Augenlinse betroffen, die einen großen Anteil der in das Auge eindringenden UV - Strahlung aufnimmt. Übermäßige UV -Bestrahlung ist einer der auslösenden Faktoren für den "grauen Star" ( Katarakt ). Ein bis zwei Prozent der UV-A-Strahlung kann bis zur Netzhaut vordringen. Studien geben Hinweise, dass in jungen Jahren (von Geburt bis etwa zum 30. Lebensjahr) sogar bis zu 10 Prozent der UV-A-Strahlung die Netzhaut erreichen könnten. Es konnte wissenschaftlich bisher nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass der geringe Anteil an UV-Strahlung, der die Retina erreicht, zu degenerativen Netzhauterkrankungen wie der altersabhängigen Makuladegeneration (Makula = Gelber Fleck = Ort des schärfsten Sehens) beiträgt. Langzeitschäden der Haut Bei der Haut kann übermäßige UV -Bestrahlung vorzeitige Hautalterung und im schlimmsten Fall Hautkrebs zur Folge haben. Zur Vorbeugung sollte man eine übermäßige UV-Belastung vermeiden. Zusätzlich hilft eine regelmäßige Hautkrebs-Früherkennung beim Hautarzt oder der Hautärztin, bereits bestehende Erkrankungen in einem frühen Stadium zu entdecken, wenn die Heilungschancen noch besser sind. Vorzeitige Hautalterung UV -A- Strahlung dringt tief in die Haut ein und verursacht dort unter anderem die Bildung sogenannter "freier Radikale", die wiederum eine Schädigung des Kollagens im Bindegewebe bewirken können. Gleichzeitig wird die Neubildung von Kollagen verhindert. In der Folge nimmt die Straffheit der Haut ab und elastische Fasern quellen auf, was zu einem Verlust der Dehnbarkeit der Haut führt. Es kommt zu dauerhaften Bindegewebsschädigungen und Faltenbildung. Ein Risikofaktor für vorzeitige Hautalterung sind unter anderem Sonnenbäder und Solariennutzung. Hautkrebs UV-Strahlung ist durch die Internationale Agentur für Krebsforschung (International Agency for Research on Cancer, IARC) in die höchste Risikogruppe 1 "krebserregend für den Menschen" eingestuft. UV-Strahlung ist Hauptursache für Hautkrebs. Hautkrebserkrankungen haben in der hellhäutigen Bevölkerung weltweit stärkere Zuwachsraten als alle anderen Krebserkrankungen. In Deutschland erkrankt jeder siebte Mann und jede neunte Frau bis zum Alter von 75 Jahren an Hautkrebs – Tendenz steigend: Allein in Deutschland verdoppelt sich die Neuerkrankungsrate (Inzidenz) alle 10 bis 15 Jahre. In Deutschland sterben derzeit jährlich über 4000 Menschen an Hautkrebserkrankungen, die auf UV-Strahlung zurückzuführen sind. Risikofaktoren für Hautkrebs sind unter anderem der Hauttyp, große angeborene oder klinisch atypische Muttermale, die Anzahl der Muttermale, Hautkrebserkrankungen in der Familie sowie die individuelle Lebens-UV-Belastung (Lebenszeitdosis) und Sonnenbrände. Man unterscheidet zwischen dem "hellen" und dem "schwarzen" Hautkrebs. Heller Hautkrebs Helle Hautkrebsarten sind unter anderem das Basalzellkarzinom sowie das Plattenepithelkarzinom und dessen Vorstufen, die aktinischen Keratosen. Betroffen sind vor allem ältere Menschen. Basalzellkarzinom Beim Basalzellkarzinom handelt es sich um einen langsam wachsenden Tumor, der nur sehr selten Metastasen (Tochtergeschwülste) bildet. Er tritt vorwiegend an Hautpartien wie Gesicht, Ohren und Kopfhaut auf, die der direkten UV - Strahlung ausgesetzt sind. Die Sterblichkeit ist sehr niedrig. Da der Tumor aber lokal Gewebe zerstört, stellt die Therapie häufig ein großes kosmetisches Problem dar. Plattenepithelkarzinom Das Plattenepithelkarzinom ist ein in das umliegende Gewebe hineinwuchernder ("invasiver"), lokal zerstörender Tumor, der ab einer bestimmten Größe auch Metastasen bilden und zum Tode führen kann. Er tritt ebenfalls an Hautpartien wie Gesicht, Handrücken und Unterarmen auf, die der UV-Strahlung ausgesetzt sind. Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom) Der schwarze Hautkrebs (malignes Melanom) betrifft alle Altersstufen und ist für die meisten Todesfälle unter allen Hautkrebsarten verantwortlich. Das Melanom ist ein unterschiedlich wachsender, in der Regel braun gefärbter Tumor, der häufig und in einem ziemlich frühen Stadium Metastasen bildet und an beliebigen Hautpartien auftreten kann. Bei Früherkennung ist der Tumor überwiegend heilbar, bei verzögerter Therapie oft tödlich. Für den "schwarzen Hautkrebs" (malignes Melanom) nimmt die Inzidenz stärker zu als für alle anderen Krebsarten – und immer mehr jüngere Menschen, vor allem Frauen, erkranken daran. Stand: 04.08.2026
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 64 |
| Land | 3 |
| Weitere | 39 |
| Wissenschaft | 24 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 46 |
| Text | 16 |
| unbekannt | 40 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 47 |
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| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 67 |
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| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 1 |
| Datei | 2 |
| Dokument | 19 |
| Keine | 59 |
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| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 56 |
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