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REFOPLAN 2025 - Ressortforschungsplan 2025, Repräsentativumfrage zum Umweltbewusstsein und Umweltverhalten im Jahr 2026 einschließlich sozialwissenschaftlicher Analysen

Das Vorhaben verfolgt das Ziel der zuverlässigen und validen Erhebung von umweltbezogenen Einstellungs- und Verhaltensmustern in der Bevölkerung. Die Studie soll den aktuellen Stand des Umweltbewusstseins ermitteln und auf bedeutsame Entwicklungen hinweisen. Zudem sollen Verhaltens- und Engagementbereitschaften in verschiedenen Bedürfnisfeldern und gesellschaftlichen Bereichen aufgezeigt und die Akzeptanz von Umweltpolitik untersucht werden. Die Umweltbewusstseinsstudie (UBS) 2026 soll systematisch auf den vorherigen Studien aufbauen und bestehende Zeitreihen fortführen. Neben einer Basiserhebung für zentrale Zeitreihen- und Standardthemen sowie der Erfassung soziodemografischer und soziokultureller Merkmale sollen optionale Kapazitäten vorgehalten werden für ein Vertiefungsthema sowie ggf. für eine qualitative oder quantitative Zusatzerhebung zu aktuellen Fragestellungen und Entwicklungen. Mit der UBS 2026 wird mit Blick auf die methodischen Grundlagen angestrebt, ein Verfahren zur Stichprobenrekrutierung zu realisieren, das möglichen Verzerrungen optimal entgegengewirkt und zugleich forschungsökonomisch vorteilhaft ist. Ein weiterer Fokus liegt auf der kommunikativen und wissenschaftlichen Anschlussfähigkeit der Ergebnisse. Das in der laufenden UBS 2024 in Entwicklung befindliche Konzept für ein web-basiertes Datenportal zur Umweltbewusstseinsstudie soll weiterverfolgt und in die Umsetzung gebracht werden. Dieses zielt darauf ab, die Befragungsdaten leicht zugänglich zu machen und interaktive Ansichts- und Auswertungsmöglichkeiten zu bieten. In dem Zuge gilt es auch zu prüfen, ob es weiterhin einer 'klassischen' Basisdatenbroschüre bedarf oder inwiefern auch ein 'schlankeres' Veröffentlichungsformat in Frage käme. Ergänzend dazu soll auch eine öffentlichkeitswirksame Fachveranstaltung zur Diskussion und Verbreitung der Ergebnisse durchgeführt werden.

Robert-Jungk-Oberschule

Die integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe in Wilmersdorf ist nach dem Zukunftsforscher Robert Jungk benannt, welcher 1986 für seinen Einsatz für die Umwelt den alternativen Nobelpreis (Right Livelihood Award) erhielt. Durch ihr aktives Engagement im Klima- und Umweltschutz ehrt die Schule ihren Namensgeber im gesamten Schulalltag. Biodiversität auf dem Schulgelände Mit zahlreichen Maßnahmen auf dem Schulgelände leistet die Robert-Jungk-Oberschule einen dezidierten Beitrag zur Artenvielfalt im urbanen Raum Berlins. Der Schulgarten umfasst eine Ackerfläche, einen Teich, einen Bienengarten und eine Imkerei. Vögel und Insekten finden auf dem Gelände Schutzräume, Nahrung sowie Nisthilfen und -plätze. Die Schule verfügt zudem über ein autarkes Regenwasser-Versickerungssystem. So wird das kostbare Regenwasser nicht in die Kanalisation geleitet, sondern effektiv genutzt. Die Schülerinnen und Schüler bewirtschaften den Garten unter Anleitung in Eigenregie und betreiben ebenfalls die schuleigene Imkerei. Diese bietet nicht nur hochwertigen Honig an, sondern ebenfalls selbst hergestellte Seifen, Kerzen und Salben. Der Schulgarten wird permanent weiterentwickelt und erweitert. Wissen ist Macht! Dieser Grundsatz gilt insbesondere in der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Die Wilmersdorfer Schule führt regelmäßige Klimaschutz-Projektwochen durch. In den AGs Nachhaltigkeit, Schulimkerei und Schulgarten haben die Lernenden die Möglichkeit, sich intensiv mit dem Umweltschutz in der Praxis auseinandersetzen. Die Schule plant zudem die zukünftige Haltung von Schulhühnern, um dieses Angebot weiter zu vertiefen. Das Unterrichtskonzept „Natur und Draußen“ ermuntert Schülerinnen und Schüler, sich als Teil der Umwelt zu betrachten und diese zu schützen. Der geplante Bau eines offenen Klassenzimmers soll dies weiter unterstützen. Abfallvermeidung und -trennung ist einer der Hauptbestandteile nachhaltiger und umweltschonender Lebensweisen. In der Robert-Jungk-Oberschule liegt deshalb ein besonderes Augenmerk auf ein effektives und transparentes Abfallmanagement, welches die Schülerinnen und Schüler für die Thematik sensibilisiert. So führte die Schulmensa etwa ein Mehrwegsystem ein. Zudem können nachhaltige Trinkflaschen erworben werden. Klamotten-Tausch-Partys sowie eine Kunstkampagne zur Abschaffung von Einwegverpackungen schärft das Bewusstsein der Lernenden für das Thema der Abfallvermeidung. Die Einführung eines schulweiten stringenten Abfalltrennungssystems ist geplant. Ein Teil des Energiebedarfs der Schule wird von einer Solaranlage geliefert. Nach einem Energierundgang mit Experten arbeitet die UNESCO-Projektschule sukzessive daran, den Energiebedarf des Gebäudes im Sinne der Nachhaltigkeit mit diversen Maßnahmen zu reduzieren. So wurde bereits ein stromsparendes Beleuchtungssystem installiert. Die Flure des Gebäudes werden zudem mit Energiesparlampen beleuchtet. Geplant ist weiterhin die Optimierung des Heiz-Managements sowie der Austausch der Leuchtmittel in den Klassenräumen mit Energiesparlampen. Einsatz neuer Technik | Regenerative Energien | Abfallvermeidung | Abfalltrennung | Schulgarten | Heiz-Management | Stromsparendes Beleuchtungssystem | Energierundgang | Schulprogramm | Projekte Die integrierte Sekundarschule in Wilmersdorf zählt knappt 1000 Schülerinnen und Schüler sowie 115 Lehrkräfte und Erziehende. Als Staatliche Europaschule Berlin (Deutsch – Polnisch) bietet die Robert-Jungk-Oberschule zweisprachigen Unterricht und bilinguale Lerngruppen an. Neben dem doppelten Spracherwerb erlangen die Schülerinnen und Schüler ein europäisches Selbstverständnis und tief gehende Einblicke in die polnische Kultur. Im Sinne des Namensgebers Robert Jungk wird die Schule als gemeinsamer Gestaltungsraum von Schülerinnen und Mitarbeitern betrachtet. Intensive Kommunikation sowie transparente Entscheidungen ermutigen alle dazu, aus der Rolle des Betroffenen zu treten und zum Beteiligten zu werden. Darüber hinaus legt die Robert-Jungk-Oberschule einen besonderen Fokus auf die Entwicklung der Medienkompetenz und der Entfaltung der Persönlichkeit ihrer Schülerinnen und Schüler. Durch den europäischen Schwerpunkt des Lernortes wird die interkulturelle Kompetenz der Lernenden gefördert. UNESCO-Projektschule Gütesiegel Berliner Klimaschule 2013 und 2015 Bild: davit85 / Depositphotos.com Weitere engagierte Schulen in Charlottenburg-Wilmersdorf Übersicht: Diese Charlottenburger und Wilmersdorfer Schulen engagieren sich besonders im Klima- und Umweltschutz. Weitere Informationen Bild: halfpoint/Depositphotos.com Handlungsfelder im Klimaschutz Ressourcenschutz, Nachhaltigkeit, Klimabildung: In diesen Bereichen engagieren sich Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen um nachhaltige Verbesserungen im Klimaschutz. Weitere Informationen

WFS Angebote des freiwilligen Engagements Hamburg

Dieser WFS beschreibt Angebote, die Sie bei der Suche nach einem freiwilligen Engagement unterstützen. Zur genaueren Beschreibung der Daten und Datenverantwortung nutzen Sie bitte den Verweis zur Datensatzbeschreibung.

WMS Angebote des freiwilligen Engagements Hamburg

Dieser WMS beschreibt Angebote, die Sie bei der Suche nach einem freiwilligen Engagement unterstützen. Zur genaueren Beschreibung der Daten und Datenverantwortung nutzen Sie bitte den Verweis zur Datensatzbeschreibung.

Angebote des freiwilligen Engagements Hamburg

Hier finden Sie Angebote, die Sie bei der Suche nach einem freiwilligen Engagement unterstützen. Freiwilligenagenturen sind Angebote zur Förderung des freiwilligen Engagements. Sie bieten kostenlose Information und Beratung von Interessierten, Engagierten und Organisationen des freiwilligen Engagements. Als Vernetzungs- und Beratungsstellen unterstützen sie lokale Akteure zu festen Sprechzeiten, auf Anfrage und auch aufsuchend vor Ort. Mehrgenerationenhäuser sind Treffpunkte für Jung und Alt im Stadtteil. Sie bieten einen offenen Tagestreff mit Café oder Bistro sowie Kurs- und Dienstleistungen für Kinder und Jugendliche, Erwachsene, Familien und Seniorinnen und Senioren. Bei ihren Angeboten beziehen die Einrichtungen die Fähigkeiten aller Altersgruppen im Rahmen des freiwilligen Engagements ein.

Lokale Agenda 21 und das Problem der Partizipation der Buergergesellschaft

Die Vernachlaessigung von Aspekten des sozialen Lernens und der sozialen und kulturellen Kohaesion im Prozess der Lokalen Agenda 21. Die Behinderung des buergergesellschaftlichen Engagements durch: a) Vergabebedingungen bei der Mittelzuweisung von oberen Behoerden, b) gesetzliche und verordnungsrechtliche Regelungen der kommunalen Selbstverwaltung, c) administrative Strategien der Entpolitisierung, d)Strategien der instrumentellen Vernunft und administrative und/oder oekonomische Interessen des Auftraggebers. Moeglichkeiten und Probleme, buergergesellschaftliches Engagement auf Dauer zu stellen und zu institutionalisieren.

REFOPLAN 2022 - Ressortforschungsplan 2022, GreenCut-JUMP (Jugend-Umwelt-Medien-Projekt)

Droste-Hülshoff-Gymnasium

Die umtriebige Klimaretter AG des Droste-Hülshoff-Gymnasiums in Zehlendorf sorgt seit über zehn Jahren für ein aktives Engagement der Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte im Klima- und Umweltschutz. Klimaretter-Projekttag mit Workshops, Vorträgen und Aktionen Das Highlight des Klimaschutzjahres an dem Gymnasium ist zweifelsohne der Klimarettertag. Die engagierten Schülerinnen und Schüler organisieren den Tag mit seinen zahlreichen Aktionen selbstständig. Mit 35 Workshops, Informationsständen, Mitmachaktionen und einem Bühnenprogramm ist das Informationsangebot am Klimarettertag enorm. Lehrerinnen und Schüler konnten in der Vergangenheit bereits mit einem Smoothie-Fahrrad leckere Getränke erstrampeln, sich rund um das Thema Recycling und Upcycling informieren, das Schulgebäude mit Wärmebildkameras auf Energielecks durchsuchen, Umweltsünden im Schulalltag entlarven, Expertenvorträgen externer Referenten lauschen und zu mitreißenden Umwelt-Songs tanzen. Mit einem Erklärvideo zum Thema „Anleitung für einen Projekttag zum Klimaschutz“ informieren und unterstützen die Schülerinnen und Schüler der AG andere Jugendliche bei der Organisation eigener Klimatage an ihrer Schule. Der regelmäßig stattfindende Projekttag gewann im Schuljahr 2018/2019 den ersten Preis im Wettbewerb Berliner Klimaschulen. Gemeinsam mit Gymnasien aus Frankreich, Dänemark und Italien beschäftigten sich Jugendliche des Droste-Hülshoff-Gymnasiums in einem dreijährigen Projekt mit dem Schwerpunktthema der Energie- und Ressourcennutzung. Unter dem Titel „Green Energy Link For YOUrope“ entwickelten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler verschiedene Ansätze, welche gemeinsam in einer Ausstellung und einer Android-App im Jahr 2019 präsentiert wurden. Die Jugendlichen aus verschiedenen Jahrgängen des Droste-Hülshoff-Gymnasiums richteten ihren Fokus auf die Themenfelder der Windenergie und Biomasse. Intensive Recherchearbeiten, Gespräche mit Experten und Experimente mündeten nach drei Jahren in einem umfangreichen Wissensfundus. Zuvor nahm das Gymnasium bereits an dem Comenius-Projekt, dem Vorgänger von Erasmus+, teil. Im Zuge dessen befassten sich die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit weiteren Schulen mit dem Thema „Wasser“. In Anlehnung an das trimagische Turnier im Harry Potter-Universum richtete die Klimaretter AG ein klimatisches Turnier aus. Im Zuge dessen streiften Energiedetektive jeden Tag durch die Klassenräume und protokollierten Erfolge wie Verbesserungsmöglichkeiten. Alle Schülerinnen und Schüler erhielten währenddessen praktische Klimatipps für den Schulalltag zur effizienten Energienutzung. Der gepflasterte Pausenhof des Gymnasiums ist zwar praktisch, doch aus Umweltsicht problematisch. Geplant ist deshalb eine langfristige Entsiegelung des Geländes, welches anschließend zur Förderung der Biodiversität begrünt werden soll. Auch die Errichtung eines Grünen Klassenzimmers ist angedacht. Der Anfang ist bereits gemacht: Eine „Klimainsel“ mit Trinkbrunnen und Sitzgelegenheiten wurde auf dem Schulhof gebaut. Auch die Klimaretter AG brach bereits Pflastersteine aus dem Hofgelände, um Bäume zu pflanzen. Regenerative Energien | Heiz-Management | Energierundgang | Ökologisches Schulessen | Trinkwasserspender | Abfallvermeidung | Recycling | Upcycling | Biodiversität | Grünes Klassenzimmer | Schulprogramm | Projekte Am Zehlendorfer Gymnasium unterrichten und begleiten 88 Lehrkräfte rund 820 Schülerinnen und Schüler. Die Droste-Hülshoff-Schule zeichnet sich neben ihrem Engagement für die Umwelt durch ihren Musik- und Theaterfokus und ihre bilingualen Angebote deutsch/französisch aus. Das barrierefreie Gymnasium trägt die Bezeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und setzt sich aktiv für Toleranz und soziales Miteinander ein. 1. Preis im Wettbewerb Berliner Klimaschulen 2018/2019 Berliner Klimaschule seit 2011 Bild: halfpoint/Depositphotos.com Weitere engagierte Schulen in Steglitz-Zehlendorf Übersicht: Diese Schulen in Steglitz-Zehlendorf engagieren sich besonders im Klima- und Umweltschutz. Weitere Informationen Bild: Goodluz/Depositphotos.com Handlungsfelder Ressourcenschutz, Nachhaltigkeit, Klimabildung: In diesen Bereichen engagieren sich Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen für nachhaltige Verbesserungen im Klimaschutz. Weitere Informationen

Jugendengagement für Nachhaltigkeit stärken durch Dialog und transformatives Lernen

Das Vorhaben knüpft an Erkenntnissen aktueller Jugendstudien (u.a. des UBA/BMUV) an und untersucht, durch welche konkreten Ansprache-, Dialog-, Kooperations- und Beteiligungsmöglichkeiten vordergründig Jugendliche aus weniger nachhaltigkeitsaffinen Milieus für das Thema Klima- und Umweltschutz besser erreicht und für ein Nachhaltigkeitsengagement sensibilisiert werden können. Dafür werden im Projektverlauf verschiedene Dialogformate durchgeführt sowie unterschiedliche Lern- und Beteiligungsformen im peer-to-peer-Ansatz im Rahmen von Modellprojekten im Bereich der offenen Jugend- und zivilgesellschaftlichen Jugendverbandsarbeit erprobt, die zur Stärkung der Jugendengagementarbeit im Bereich Nachhaltigkeit beitragen sollen. Adressat*innen für die zu entwickelnden Ansprache- und Beteiligungsformate sind Jugendliche und Multiplikator*innen aus Einrichtungen offener Jugendarbeit sowie aus zivilgesellschaftlichen Jugendorganisationen. Hier sollen sowohl umweltpolitisch motivierte Jugendverbände, v.a. aber auch Jugendverbände aus gesellschaftspolitischen, kulturellen und caritativen Engagementfeldern (wie Soziales, Bildung, Katastrophenschutz, Kultur, Migration, Religion, Sport), eingebunden werden. Ziel des Vorhabens ist es, diese unterschiedlichen jugendspezifischen Perspektiven und Akteurinnen*Akteure in einen gemeinsamen Kooperations- und Lernprozess sowie in einen Dialog mit dem BMUV und UBA zu bringen.

Klimaschutzstaatssekretär Erwin Manz: „Partnerbetriebe Naturschutz stehen für die gelingende Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und landwirtschaftlicher Praxis“

Klimaschutzstaatssekretär Erwin Manz überreicht Urkunden an neue Partnerbetriebe Naturschutz / Netzwerk besteht aus über 300 landwirtschaftlichen Betrieben in ganz RLP, die individuelle Naturschutzmaßnahmen auf ihren Höfen umsetzen „Mehr Naturschutz in der Agrarlandschaft kommt nicht nur der Biodiversität zugute. Auch die Landwirtschaft profitiert durch vielfältige Agrarökosysteme, die wichtige Ökosystemdienstleistungen wie Bestäubung durch Insekten, Schutz des Bodens vor Erosion durch Wind und Wasser oder auch den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit durch ein vielfältiges Bodenleben bereitstellen. Unsere Partnerbetriebe Naturschutz stehen für die gelingende Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und landwirtschaftlicher Praxis“, so Klimaschutzstaatssekretär Erwin Manz anlässlich der Urkundenüberreichung von 27 weiteren „Partnerbetrieben Naturschutz“ am heutigen Montag in Bad Kreuznachnach. Damit ist das landesweite Netzwerk Partnerbetrieb Naturschutz auf nunmehr 329 Betriebe angewachsen. Die 27 neuen Betriebe haben sich Ende 2024 um die Teilnahme am Demonstrationsvorhaben Partnerbetrieb Naturschutz beworben und durchliefen seitdem eine Beratungsphase, in der ein naturschutzfachliches Leitbild für jeden einzelnen Betrieb erstellt und eine Zielvereinbarung über die Umsetzung konkreter Naturschutzleistungen durch die Betriebe getroffen wurden. Ziel dieses Beratungsangebotes ist es, gemeinsam mit der Landwirtschaft der Biodiversitätskrise zu begegnen, indem Lebensräume von Tieren und Pflanzen in der Kulturlandschaft geschaffen oder erhalten werden. Gesellschaftliche Anerkennung durch ökologisches Engagement, betriebliche Diversifizierung durch Dienstleistungsangebote im Naturschutz oder Zusatzeinkommen durch Vertragsnaturschutzmaßnahmen können wichtige Aspekte für eine nachhaltige Ausrichtung landwirtschaftlicher Betriebe sein. Beispiele für mögliche Maßnahmen sind unter anderem das Anlegen von Ackerwildkrautflächen, der Erhalt von Streuobstwiesen durch deren Bewirtschaftung sowie der Erhalt von artenreichem Grünland durch späte Mahd und den Verzicht auf Düngung. Die Betriebe schaffen verschiedene Lebensräume, etwa durch Hecken für eine Vielzahl von Tieren, etwa für das Rebhuhn oder den Neuntöter oder durch das Anlegen von Lerchenfenstern und Altgrasinseln für bodenbrütende Vögel. Lerchenfenster sind dabei abgesteckte Bereiche in einem Getreidefeld, die nicht bearbeitet werden, um die Nester der am Boden brütenden Lerchen nicht zu zerstören. Altgrasinseln sind Bereiche im Grünland, die nicht bearbeitet werden, um auch hier Nester zu erhalten. Als Partnerbetrieb Naturschutz können sich alle landwirtschaftlichen Betriebe, unabhängig ihrer Betriebsschwerpunkte und unabhängig davon, ob es sich um Bio- oder konventionell wirtschaftende Betriebe handelt, bewerben und Teil des Netzwerkes werden. Best-Practice-Beispiele und weitere Infos gibt es unter www.partnerbetrieb-naturschutz.rlp.de

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