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U-Pb age of zircon from Zimmerau Süd

In the project "Geochemistry and geochronology of the Heldburg dyke swarm, Central European Volcanic Province" we conducted geochemical and geochronological investigations on mafic dykes and former magma chambers of the Heldburg dyke swarm. The latter is part of the Central European Volcanic Province and positioned in the South of Thuringia and the North of Bavaria (Germany). It consists of several hundred mafic NNE-SSW striking dykes with an usual thickness of < 1m and few former magma chambers. All of these have an atypical position within the Central European Volcanic Province located away from Hercynian massifs and major rift axes and were hitherto poorly investigated. In general, 10 different locations of the Heldburg dyke swarm were sampled for whole-rock analyses and 4 different locations were chosen for determining their apatite and zircon ages. The fieldwork was conducted between March 2022 and December 2023. The analytical work was done between June 2022 and April 2024 at the Department of Geodynamics and Geomaterials Research, University of Würzburg (samples preparation, X-ray fluorescence), at the GeoZentrum Nordbayern, University of Erlangen (trace element contents, LA-ICP-MS) and at FIERCE (Frankfurt Isotope & Element Research Center), Goethe University Frankfurt (apatite and zircon ages, LA-ICP-MS). Here, we present the full set of U-Pb age data of zircon from the study site Zimmerau Süd.

Entsorgung von Uran aus der Wasserreinigung des Sanierungsbetriebes Königstein der Wismut AG

Durchführung einer Energie- und Stoffstromanalyse bei der Firma Gütermann AG in GutachBreisgau

REST - Resistenz gegen Nickel bei Streptomyceten

Im musterhaften Kontext der ehemaligen Uranmine Wismut SDAG in Ostthüringen soll das Projekt einen Beitrag zur Erfassung der Rolle von Bodenmikroben für Mobilisierung und Transfer von Schwermetallen unter Berücksichtigung von Radionukliden im aeroben Bereich leisten. Die Untersuchungen werden an den bodentypischen Leitorganismen Streptomyceten und Mykorrhizapilzen erfolgen. Dabei nimmt Nickel zunächst eine zentrale Stellung ein, da dieses Begleitelement des Urans für die Wismut-Region standorttypisch ist und für biologische Systeme als Schadstoff und gleichzeitig als Spurenelement von Bedeutung ist. An nickelresistenten Isolaten der Gattung Streptomyces aus dem Gelände soll insbesondere die intrazelluläre Nickelhomöostase durch Identifizierung hochaffiner Nickeltransportgene studiert sowie die Auswirkungen auf Regulationsprinzipien betrachtet werden. In Mykorrhiza, den symbiontischen Assoziationen von Pilzen mit Pflanzenwurzeln, kann der Pilzpartner als Biofilter wirken. Gleichzeitig mit der Charakterisierung und Identifizierung standorttypischer Pilzpartner werden daher der Transport und die Verteilungsmuster relevanter Schwermetalle in mykorrhizalen Pflanzen des Freilands sowie aus Gefäßversuchen analysiert.

Entwicklung strahlenschutzbezogener Untersuchungs- und Bewertungsmethoden für den Sickerwasserpfad bei Rückständen des Uranerz- und Altbergbaus in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Aktuelle Informationen zur radiologischen Lage im Iran

Aktuelle Informationen zur radiologischen Lage im Iran Quelle: Von Paolo Contri/IAEA Imagebank - Flickr: 04710033, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=33948426 (Symbolbild KKW Buschehr) Bei den Kampfhandlungen im Iran sind seit Beginn des Krieges am 28. Februar auch Nuklearanlagen in Mitleidenschaft gezogen worden. Das Radiologische Lagezentrum des Bundes ( RLZ -Bund) beobachtet die Lage im Iran und den umliegenden Staaten daher sehr aufmerksam. Es liegen keine Hinweise vor, dass Radioaktivität ausgetreten sein könnte, Messdaten aus der Region sind unauffällig. Selbst wenn im Nahen oder Mittleren Osten eine erhebliche Menge radioaktiver Stoffe freigesetzt würde, wäre nach Einschätzung des Bundesamtes für Strahlenschutz ( BfS ) nicht davon auszugehen, dass in Deutschland radiologische Maßnahmen notwendig werden. Spuren in der Luft Spuren in der Luft könnten in Deutschland durch hochempfindliche Messgeräte dennoch messbar sein. Im RLZ -Bund wirken Expertinnen und Experten des Bundesumweltministeriums ( BMUKN ), des BfS und der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit ( GRS ) zusammen. Neuesten Meldungen zufolge hat sich Folgendes ereignet (für mehr Details Klick auf das Pluszeichen): Ort / Datum Lage Buschehr - 28.3.2026 In der Nacht vom 27. auf den 28. März meldete die Internationale Atomenergieorganisation IAEA ( International Atomic Energy Agency ), dass erneut das Gelände des iranischen Kernkraftwerks Buschehr getroffen worden sei. Schäden an der Anlage oder Verletzungen von Personen wurden nicht gemeldet und der Zustand des Kraftwerks sei normal. Die Behörde beruft sich auf die iranische Atomaufsichtsbehörde. Es war das dritte Mal innerhalb von zehn Tagen, dass das Kernkraftwerk von einem Angriff betroffen war. Chondab - 27.3.2026 Am 27. März meldete die iranische Atomaufsichtsbehörde über die IAEA , dass die Schwerwasserproduktionsanlage in Arak/Khondab getroffen wurde. Satellitenanalysen, die der IAEA vorliegen, zeigen, dass die Anlage stark beschädigt und außer Betrieb ist. Es habe keine Verletzten gegeben und es sei keine Radioaktivität freigesetzt worden. Nach Informationen des Bundesumweltministeriums war der Reaktor nie in Betrieb und enthält kein Kernmaterial. Er wurde bereits im 12-Tage-Krieg im Sommer 2025 beschädigt. Erste Berichte ließen vermuten, dass der Angriff dem Schwerwasserreaktor Arak/Khondab am gleichen Standort gegolten habe, was sich den Angaben nach aber nicht bestätigt hat. Yazd - 27.3.2026 Die iranische Atomaufsichtsbehörde meldete am 27. März über die IAEA Angriffe auf die Anlage zur Aufbereitung von Uranerz zu Yellowcake Shahid Rezayee Nejad in der Provinz Yazd (auch bekannt als Ardakan). Ein Anstieg der Strahlungswerte außerhalb des Geländes sei nicht verzeichnet worden. Khuzestan - 27.3.2026 Am 27. März gab die iranische Atomaufsichtsbehörde über die IAEA bekannt, dass eine Stahlfabrik in Khuzestan angegriffen wurde, in der versiegelte radioaktive Quellen zur Messung verwendet werden. Den Angaben nach kam es zu keiner Freisetzung von Strahlung außerhalb des Geländes. Dimona - 21.3.2026 Am Abend des 21. März 2026 kam es nach Angaben der IAEA in der israelischen Stadt Dimona, in deren Nähe das Kernforschungszentrum Negev liegt, zu einem Raketeneinschlag. Hinweise auf Schäden am Kernforschungszentrum gab es nach Angaben der IAEA aber nicht. Erhöhte Strahlungswerte wurden in der Region nicht festgestellt. Natans - 21.3.2026 Am Morgen des 21. März teilte die iranische Aufsichtsbehörde über die IAEA mit, dass die Nuklearanlage im iranischen Natans erneut Luft- und Raketenangriffen durch Israel und die USA ausgesetzt war. Es wurde kein Anstieg der Radioaktivität außerhalb des Geländes gemeldet. Bereits Anfang März war die Anlage Ziel von Angriffen gewesen: Am 3. März bestätigte die IAEA -Angaben des Iran, wonach im Zuge der Angriffe an der Urananreicherungsanlage neue Schäden entstanden sind. Die Anlage in Natans wurde ebenso wie andere iranische Nuklearanlagen bereits bei den Angriffen im Sommer 2025 beschädigt. Anzeichen für eine Freisetzung radioaktiver Stoffe gab es nicht, alle verfügbaren Messwerte aus der Region waren unauffällig. Sollte es dennoch zu Freisetzungen aus der Anlage in Natans kommen, ist aus Sicht des RLZ -Bund nur mit lokal begrenzten Auswirkungen zu rechnen. Isfahan - 4.3.2026 Am 4. März berichtete die IAEA , dass nach Angaben der UN -Atomwächter zwei Gebäude des iranischen Atomtechnologiezentrums in Isfahan beschädigt wurden. Es seien jedoch keine Gebäude betroffen gewesen, in denen sich nukleares Material befinde. Teheran - 4.3.2026 Nach öffentlich zugängigen Informationen hatte Israel in der Nacht auf den 4. März eine geheime unterirdische Nuklearanlage am Stadtrand von Teheran angegriffen. Dem RLZ -Bund liegen keine Informationen über Art der Anlage und Ausmaß möglicher Schäden vor. Hinweise auf Freisetzungen von Radioaktivität aus der Anlage gab es nicht. Redaktioneller Hinweis Diese Meldung wird vom BfS als Teil des RLZ -Bund kontinuierlich aktualisiert. Der aktuelle Stand wird über Datum und Uhrzeit der letzten Aktualisierung ausgewiesen. Aktualisierungen erfolgen insbesondere dann, wenn eine neue Sachlage zur Einschätzung der radiologischen Situation in Nahost vorliegt. Geringfügigere Lageveränderungen, die nicht zu einer grundsätzlich neuen Bewertung der radiologischen Lage führen, werden nicht tagesaktuell eingepflegt, sondern in einer gesammelten Aktualisierung aufgenommen. Stand: 30.03.2026

Industrielle Hinterlassenschaften mit erhöhter natürlicher Radioaktivität

Industrielle Hinterlassenschaften mit erhöhter natürlicher Radioaktivität Bei der intensiven industriellen Entwicklung wurde in vielen Teilen Deutschlands auch eine Reihe von Rohstoffen verwendet, die erhöhte Urangehalte oder Thoriumgehalte aufwiesen. In der Vergangenheit wurde in vielen Industriezweigen die Ablagerung von Produktionsrückständen auf firmeneigenem Gelände als übliche Beseitigungsvariante angesehen. In die Umweltmedien freigesetzte Radionuklide können bei ungünstigen Standortbedingungen und Nutzungsbedingungen zu einer Strahlenexposition der Bevölkerung führen und nachträglich Strahlenschutzmaßnahmen erforderlich machen. Das gesamte Volumen der in Deutschland abgelagerten Rückstände, die aus Sicht des Strahlenschutzes relevant sein können, dürfte nach ersten Schätzungen den Wert von 100 Millionen Kubikmetern nicht wesentlich übersteigen. Bei der intensiven industriellen Entwicklung, die etwa seit Mitte des 19. Jahrhunderts in vielen Teilen Deutschlands geschah, wurde auch eine Reihe von Rohstoffen verwendet, die erhöhte Urangehalte oder Thoriumgehalte aufwiesen (zum Beispiel Bauxit, Phosphorit). Es entstand eine Vielzahl von Rückständen, die zum damaligen Zeitpunkt nicht weiter verwendet wurden. Der Einsatz von Chemikalien, aber auch die physikalisch-chemischen Bedingungen des Verarbeitungsprozesses führten unter bestimmten Umständen zur Anreicherung oder Abreicherung einzelner Radionuklide in verschiedenen Rückstandsarten. Begleitend treten in diesen Rückständen oft Schwermetalle oder schädliche organische Stoffe auf, so dass neben der Radioaktivität auch konventionelle Schadstoffe zu berücksichtigen sind. Beispiele Prominente Beispiele für industrielle Hinterlassenschaften mit erhöhter natürlicher Radioaktivität sind die ehemaligen Auerwerke in Oranienburg und die ehemaligen de Haën Werke in Hannover: Die Auerwerke stellten aus Monazitsanden neben thorierten Gasglühstrümpfen auch radiumhaltige Farben her. Die Firma de Haën arbeitete Uranerze und Thoriumerze zur Herstellung von Spezialchemikalien sowie zur Fertigung von thorierten Gasglühstrümpfen auf. An beiden Standorten verblieben die Produktionsrückstände auf dem damaligen Firmengelände und sind für die erhöhte natürliche Radioaktivität verantwortlich, die zu Sanierungsmaßnahmen geführt haben. Mögliche strahlenschutzrelevante Rückstände In der Vergangenheit wurde in vielen Industriezweigen die Ablagerung von Produktionsrückständen auf firmeneigenem Gelände als übliche Beseitigungsvariante angesehen. In Abhängigkeit von der Konsistenz von den Rückständen erfolgte eine Deponierung auf Halden oder in Rückstandsbecken. Da aus Unkenntnis die damit möglicherweise verbundenen Strahlenschutzprobleme nicht berücksichtigt wurden, können in die Umweltmedien freigesetzte Radionuklide bei ungünstigen Standortbedingungen und Nutzungsbedingungen zu einer Strahlenexposition der Bevölkerung führen und nachträglich Strahlenschutzmaßnahmen erforderlich machen. Abschätzung des Bundesamtes für Strahlenschutz Wie eine Abschätzung des Bundesamtes für Strahlenschutz ( BfS ) gezeigt hat, können im Hinblick auf die Menge der in Deutschland in der Vergangenheit abgelagerten Rückstände mit erhöhter natürlicher Radioaktivität die Rückstände aus folgenden Wirtschaftsbereichen von Bedeutung sein: Verarbeitung von Rohphosphat zur Herstellung von Phosphorsäure und Düngemitteln, Primärförderung von Erdöl und Erdgas, Aufbereitung von Bauxit zur Gewinnung von Aluminium (Bayerverfahren), Roheisenmetallurgie (Gichtgasreinigung) und Verbrennung von Steinkohle (Rauchgasreinigung). Abgesehen von diesen in großen Mengen angefallenen Rückständen dürfte es auch eine Reihe von strahlenschutzrelevanten Rückständen mit geringerem Volumen, aber höheren Gehalten an natürlichen Radionukliden geben, so zum Beispiel: Rückstände aus der Herstellung thorierter Schweißelektroden und von Gasglühstrümpfen, Rückstände aus der Katalysatorherstellung für das Fischer-Tropsch-Verfahren und Rückstände aus der Produktion von Radiumfarbe. Das gesamte Volumen der in Deutschland abgelagerten Rückstände, die aus Sicht des Strahlenschutzes relevant sein können, dürfte jedoch nach ersten Schätzungen den Wert von 100 Millionen Kubikmetern nicht wesentlich übersteigen. Wie bei den bergbaulichen Hinterlassenschaften, mit deren radiologischer Bewertung heute besonders in den Bundesländern Sachsen und Thüringen Erfahrungen vorliegen, werden auch bei den industriellen Hinterlassenschaften nicht in jedem Fall Sanierungsmaßnahmen aus Gründen des Strahlenschutzes erforderlich sein. Die Erfordernisse des konventionellen Bodenschutzes sind jedoch ebenfalls zu beachten. Stand: 05.01.2026

Radon in der Boden-Luft in Deutschland

Radon in der Boden-Luft in Deutschland Radon kommt in Deutschland im Boden regional in unterschiedlichen Konzentrationen vor. Prognose-Karten des BfS zeigen die regionale Verteilung von Radon im Boden in einem groben Raster. Aussagen zu Einzelgebäuden sind aus den Prognose-Karten niemals ableitbar. Sie können nur durch Messungen im jeweiligen Gebäude getroffen werden. Beim radioaktiven Zerfall von Uran und Radium in Böden und Gesteinen entsteht das Gas Radon . Gelangt es durch Undichtigkeiten von Gebäuden in Innenräume , kann es sich dort anreichern und Lungenkrebs verursachen . Karte "Radon-Konzentration im Boden" Regional unterscheiden sich sowohl das Vorkommen von Uran und Radium als auch die Gasdurchlässigkeit des Bodens - und damit die Konzentration von Radon in der Bodenluft. Diese hat das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) aus Messwerten von rund 6.000 Messpunkten sowie Informationen über Geologie, Bodeneigenschaften und Klima für ganz Deutschland prognostiziert und in einer Karte abgebildet. Karte: Schätzung der Radon-Aktivitätskonzentration in der Bodenluft für ein Raster von 1x1 Kilometer, in Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³) Bitte geben Sie den Ortsnamen oder die Postleitzahl ein * Radon im Boden (in Bq/m³) über 150.000 100.000 - 150.000 80.000 - 100.000 60.000 - 80.000 40.000 - 60.000 20.000 - 40.000 unter 20.000 Die Karten-Daten können auch in der Fachanwendung BfS -Geoportal abgerufen werden. Weitere Informationen zur Karte "Radon im Boden" Karte "Radon-Potenzial" Wie stark Radon aus dem Boden entweichen und potenziell in Innenräume von Häusern gelangen kann, wird als "Radon-Potenzial" bezeichnet. Die Höhe des Radon-Potenzials hängt davon ab, wie viel Radon im Boden konzentriert ist und wie (gas-)durchlässig der Boden ist. Karte: Radon-Potenzial (Prognose) Bitte geben Sie den Ortsnamen oder die Postleitzahl ein * Radon-Potenzial gering > >> >>> >>>> mittel > >> >>> >>>> hoch zu verifizieren Weitere Informationen zur Karte "Radon-Potenzial" Radon-Situation vor Ort kann nur durch Messungen geklärt werden Wie hoch das Radon -Vorkommen an einem bestimmten Standort tatsächlich ist, lässt sich nur durch Messungen der bodennahen Luft oder durch Messungen der Radon-Konzentration in der Raumluft eines Gebäudes konkret ermitteln. Medien zum Thema Broschüren und Video downloaden : zum Download: Radon - ein kaum wahrgenommenes Risiko (PDF, Datei ist barrierefrei⁄barrierearm) … PDF 3 MB Broschüre Radon - ein kaum wahrgenommenes Risiko downloaden : zum Download: Radon in Innenräumen (PDF, Datei ist barrierefrei⁄barrierearm) … PDF 853 KB Broschüre Radon in Innenräumen Video Radon Zu viel Radon im Haus kann Lungenkrebs verursachen. Aber woher weiß ich, ob ich betroffen bin? Wie kann ich es messen? Was kann ich gegen zu viel Radon tun? mehr anzeigen Stand: 13.10.2025 Ionisierende Strahlung Häufige Fragen Was ist Radon? Wie breitet sich Radon aus und wie gelangt es in Häuser? Welche Radon-Konzentrationen treten in Häusern auf? Alle Fragen

BfS erhält Klimakammer zur Messung von Thoron-Folgeprodukten

BfS erhält Klimakammer zur Messung von Thoron-Folgeprodukten Die neue Klimakammer des BfS Das radioaktive Gas Radon ist ein krebserregender Innenraumschadstoff – das ist wissenschaftlich gut belegt. In welchem Ausmaß das auch auf Thoron zutrifft, ist dagegen nicht ausreichend erforscht. Eine neue, in Deutschland einzigartige Klimakammer am Berliner Standort des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) soll nun die Möglichkeiten für detaillierte Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet wesentlich verbessern. Thoron ( Radon -220) ist ein Isotop des Elements Radon ( Radon-222 ). Beides sind radioaktive Gase, die Lungenkrebs auslösen können. Ihre gesundheitsschädliche Wirkung geht vor allem von ihren radioaktiven Zerfallsprodukten, den Folgeprodukten, aus. Blick in die geöffnete Kammer Weitere Ausstattung und Testphase Bei der Klimakammer handelt es sich um einen Metallschrank mit knapp 6 Kubikmetern Innenraum, in dem sich unterschiedliche klimatische Bedingungen erzeugen lassen – wie zum Beispiel Temperaturen zwischen minus 5 und plus 60 Grad. Bevor in der Kammer die ersten Untersuchungen starten können, wird sie in den kommenden Monaten als "Thoron-Kammer" eingerichtet: Sie wird mit Aerosol -Messtechnik, Thoron- und Radon -Quellen bestückt sowie umfassend getestet. Anschließend sind in der Kammer Messungen von Thoron und Radon sowie von deren Folgeprodukten möglich. Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck in der Kammer lassen sich exakt einstellen In der Kammer können Temperatur, Luftfeuchte sowie Thoron- und Radongehalt entsprechend dem Ziel der jeweiligen Untersuchung präzise eingestellt werden. So lässt sich unter anderem feststellen, wie Messgeräte auf Thoron und seine Folgeprodukte, auf Mischungen aus Radon und Thoron – oder deren Folgeprodukte – oder unter extremen Klimabedingungen reagieren. Ebenso soll weiter erforscht werden, wie sich Thoron- und Radon -Folgeprodukte in Innenräumen verhalten. Zum Beispiel in welchem Umfang sie sich aneinander, an Wassertropfen in der Luft oder an Staub anlagern und welche Partikelgrößen dadurch entstehen. Dieses Wissen ist wichtig für die gesundheitliche Bewertung: Je kleiner die Partikel sind, desto eher können sie in die Lunge gelangen und das Lungengewebe schädigen. Heiko Körner, Leiter des Referats VF III 2 im BBR, übergibt ein Modell und den Schlüssel der Klimakammer an BfS-Präsidentin Inge Paulini Deutschlandweit einzigartige Einrichtung "Mit seiner Thoron-Kammer wird das Bundesamt für Strahlenschutz über eine deutschlandweit einzigartige Einrichtung verfügen" , unterstrich BfS-Präsidentin Inge Paulini die Bedeutung des Projekts anlässlich der Übergabe der Kammer durch den Bauherren, das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung ( BBR ). "Das Bundesamt für Strahlenschutz schafft damit wesentliche Voraussetzungen für qualitätsgesicherte Thoron-Messungen und für die Forschung auf diesem Gebiet." Der Einbau einer neuen Klimakammer ist Teil der Maßnahmen, die das BBR derzeit auf der Berliner Liegenschaft des BfS im Stadtteil Karlshorst durchführt. Darüber hinaus entsteht mit dem Verwaltungsgebäude K 12 ein moderner Neubau mit Lagezentrum für den radiologischen Notfallschutz. Eigenschaften von Radon Radon entsteht beim Zerfall von Uran . Uran ist überall im Erdboden vorhanden, sodass auch alle Böden Radon enthalten. Radon hat eine Halbwertszeit von 3,8 Tagen. Das ist lange genug, damit Radon als Gas aus dem Erdboden durch undichte Stellen in Gebäude eindringen kann. Beim radioaktiven Zerfall von Radon entstehen als Folgeprodukte weitere radioaktive Partikel, die als Schwebstoffe in der Luft bleiben. Atmet man sie in größeren Mengen ein, steigt das Lungenkrebsrisiko. Knapp zwei Millionen Menschen in Deutschland sind in ihren Wohnungen Radon -Werten über dem Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter Raumluft ausgesetzt. Eigenschaften von Thoron Thoron entsteht beim Zerfall von Thorium, so wie Radon beim Zerfall von Uran entsteht. Uran und Thorium können in praktisch allen Böden vorkommen. Weil die Halbwertszeit von Thoron lediglich 56 Sekunden beträgt, zerfällt es großteils, bevor es als Gas aus dem Boden in Gebäude gelangen und sich ausbreiten kann. Dennoch können Thoron und seine Folgeprodukte in Gebäuden auftreten. Denn auch mineralische Baustoffe enthalten Thorium. Vor allem Lehm kann größere Mengen an Thoron abgeben. Fußböden und Wände können daher eine Quelle für Thoron in Innenräumen sein. Wie Radon zerfällt Thoron in radioaktive Folgeprodukte, die so lange in der Raumluft bleiben, dass man sie einatmen kann. Auch sie können Lungenkrebs auslösen. Wie viel Thoron und Thoron-Folgeprodukte in Gebäuden auftreten und ob diese Mengen ein relevantes Gesundheitsrisiko bedeuten, wurde bisher nicht umfassend untersucht. Stand: 02.10.2025

Menschlicher Einfluss kann natürliche Umweltradioaktivität erhöhen

Menschlicher Einfluss kann natürliche Umweltradioaktivität erhöhen Die wesentliche Quelle der natürlichen Strahlenexposition sind die in der Erdrinde enthaltenen Radionuklide der Zerfallsreihen des Uran -238, Uran -235 und des Thorium-232. Vor allem durch den Bergbau, aber auch bei der Verarbeitung von Rohstoffen können diese Radionuklide in erhöhten Konzentrationen in die Umwelt gelangen. Für den Bereich der radioaktiven Hinterlassenschaften gibt es im Strahlenschutzgesetz Festlegungen zu Verantwortlichkeiten und notwendigen Maßnahmen. Rekultivierte Bergehalde des Uranerzbergbaus In der Erdrinde sind Radionuklide der Zerfallsreihen des Uran -238, Uran -235 und des Thorium-232 enthalten. Sie sind die wesentliche Quelle der natürlichen Strahlenexposition und können vor allem durch den Bergbau, aber auch bei der Verarbeitung von Rohstoffen in erhöhten Konzentrationen in die Umwelt gelangen. Bei industriellen Rückständen wurde dem Strahlenschutz bereits seit 2001 auf der Grundlage der Strahlenschutzverordnung ( StrlSchV ) und seit 2017 aufgrund des Strahlenschutzgesetzes von vornherein Rechnung getragen. Für Altlasten können nur nachträglich Strahlenschutzmaßnahmen ergriffen werden. Vorkommen Erze weisen erhöhte Gehalte an Radionukliden auf - insbesondere das Uranerz. Zu nennen sind hier vor allem die Uranerzvorkommen in Sachsen und Thüringen, aber auch die Vorkommen von Silber, Kupfer, Zinn und anderen Wertstoffen in bestimmten Regionen Deutschlands, wie zum Beispiel dem Erzgebirge. Andere Rohstoffe mit erhöhten Gehalten an natürlichen Radionukliden , wie beispielsweise Bauxit und Phosphaterze, wurden in großen Mengen importiert. Anreicherung in Rückständen aus Aufbereitung und Verarbeitung Werden Rohstoffe mit erhöhten Gehalten an natürlichen Radionukliden aufbereitet und verarbeitet, können diese Radionuklide in den Rückständen angereichert werden - zum Beispiel in Schlämmen, Schlacken, Stäuben, Aschen, Inkrustationen. Sie können so Konzentrationen erreichen, die gegenüber dem geogenen Niveau erheblich erhöht sind und somit aus der Sicht des Strahlenschutzes nicht mehr außer Acht gelassen werden können. Radioaktive Hinterlassenschaften Blick von einer rekultivierten Hinterlassenschaft des Uranerzbergbaus. Diese Bergehalden können nah bis an Wohngebiete reichen. In der Vergangenheit wurden solche Rückstände in Unkenntnis, zum Teil auch unter Missachtung der darin enthaltenen erhöhten Radioaktivität , auf Halden und in Rückstandsbecken deponiert oder auch weiter verwertet. Durch Sickerwasser, aber auch durch Unfälle, wie zum Beispiel bei Dammbrüchen von Rückstandsbecken, können Radionuklide in gelöster Form oder feste Rückstände freigesetzt und im ungünstigsten Fall in Flusssedimenten oder Auenböden abgelagert worden sein. Teilweise wurden ehemalige Industriestandorte mit radioaktiven Hinterlassenschaften neu bebaut. In Abhängigkeit von den Standort- und Nutzungsbedingungen können als Folge solcher Hinterlassenschaften im Einzelfall Strahlenexpositionen entstehen, die nachträglich Schutzmaßnahmen erfordern. Für den Bereich der radioaktiven Hinterlassenschaften gibt es mit dem aktuellen Strahlenschutzgesetz erstmals Festlegungen zu radioaktiven Altlasten, die Verantwortlichkeiten und notwendige Maßnahmen regeln. Stand: 24.06.2025

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