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s/vögelsberg/Vogelsberg/gi

Zoologische Langzeituntersuchungen zur Sukzession in Hessischen Naturwaldreservaten

Ziel des Forschungsprojektes ist es, die Hessischen Naturwaldreservate (NWR), jeweils bestehend aus einer voellig aus der Bewirtschaftung herausgenommenen Kernflaeche und einer weiterbewirtschafteten Vergleichsflaeche, sukzessive zu untersuchen. Dazu wurden in den Naturwaldreservaten 'Neuhof' und 'Schotten' im Vogelsberg zunaechst Untersuchungen zur Erstellung eines langfristigen Forschungs-Konzeptes zur Dokumentation der Sukzessionsablaeufe in Waeldern durchgefuehrt. Nach diesem Konzept werden zu Beginn der Untersuchungsphase ueber eine Kartierung zoologisch relevante Habitate und Requisiten erfasst und basierend darauf die Fallenstandorte festgelegt. Zur repraesentativen Erfassung des Arteninventars wird pro Gebiet zwei Jahre lang ein breites Fallenspektrum (ca. 140 Fallen) eingesetzt und von Maerz bis November monatlich geleert. Parallel werden gezielte Aufsammlungen, ornithologische Begehungen und lepidopterologische Licht- und Koederfaenge durchgefuehrt. In einer anschliessenden Synthesephase wird das Fallenmaterial auf Ordnungsniveau aussortiert, determiniert und diese Daten EDV-gespeichert. Hieran schliesst sich die Erstellung einer Gebietsmonographie an. Nachdem alle NWR inventarisiert wurden, erfolgt (bei der derzeitigen Anzahl und Groesse der Reservate) nach etwa 40 Jahren der naechste Untersuchungsdurchgang zur Ermittlung erster Veraenderungen im Laufe der Sukzession. Das Projekt ist zeitlich unbegrenzt. Die Sonderuntersuchung zur Beteiligung der Fauna an der Holzzersetzung werden auf einem flaechigen Windwurf des NWR 'Schluechtern' mit sechs Stammeklektoren an liegenden Baumstaemmen durchgefuehrt, die ebenfalls von Maerz bis November monatlich geleert werden. Auch in diesem Gebiet ergaenzen gezielte Aufsammlungen die Fallenfaenge. Diese Untersuchungen sollen bis zur voelligen Zersetzung der Staemme durchgefuehrt werden. Seit 1994 werden zwei weitere Naturwaldreservate ('Goldbach-Ziebachsrueck' bei Bebra und 'Hohestein' bei Eschwege) untersucht. Erste Ergebnisse: Zum NWR 'Schotten' wird derzeit ein Gebietsbericht erstellt. Im Rahmen dieser Grundinventarisierung wurden die Fallenfaenge von 19 Tiergruppen (Gastropoda, Bivalvia, Lumbricidae, Araneae, Opiliones, Isopoda, Psocoptera, Heteroptera, Auchenorrhyncha, Coleoptera, Megaloptera, Mecoptera, Trichoptera, Aculeata, Macro-Lepidoptera, Amphibia, Reptilia, Aves, Mammalia) vollstaendig im Naturwaldreservat bearbeitet, bei weiteren 11 Tiergruppen konnten groessere Stichproben determiniert werden. In intensiven Literaturrecherchen wurde die Biologie der Arten zusammengetragen und in einer Referenzdatei edv-gespeichert.

Biologie, Faunistik und Oekologie der Tierwelt des Naturparks Hoher Vogelsberg

Die zoologische Erforschung der Oekosysteme unserer Mittelgebirge erweist sich als hoechst unzulaenglich. Im Rahmen eines langfristig angelegten Arbeitsprogrammes ist daher vorgesehen, unter Nutzung der inmitten des Naturparks Hoher Vogelsberg gelegenen Aussenstelle 'Kuenanz-Haus', die Fauna dieses Gebirges in verschiedenen Aspekten eingehend zu untersuchen. Faunistische, eidonomische, oekologische und zoogeographische Probleme finden gleichermassen Beruecksichtigung.

Windkraft im Vogelsberg und Osthessen

Naturschutzgroßprojekt 'Vogelsberg' - Projekt II - Projektteil ab 01.01.2025

Spatially distributed evapotranspiration, rainfall and snowmelt in the Vögelsberg landslide catchment (Tyrol, Austria)

Published data contains daily rainfall, snowmelt and evapotranspiration grids in mm/day and a 20x20m resolution from 2006-10-01 to 2019-06-30 around the Vögelsberg landslide (Tyrol, Austria). Data was retrieved by applying the AMUNDSEN (Alpine MUltiscale Numerical Distributed Simulation ENgine) model in order to investigate the hydrological drivers of the Vögelsberg landslide. For details about the modelling setup the readers are referred to Pfeiffer et al 2021. Collected snow water equivalent measurements used for validation purpose and sampled at snow pits at 4 sampling points distributed within the larger landslide catchment are additionally provided with their respective coordinates and elevation.

SFB299 Landnutzungskonzepte für periphere Regionen - Teilprojekt B 3.1: Module für die Modellierung nutzungsabhängiger floristischer Diversität in Kulturlandschaften

(...) Die Analyse bezog sich in den zurückliegenden Projektphasen (1997 - 2005) auf die extensiv und kleinparzellig genutzte Landschaft Lahn-Dill-Bergland. Die Ergebnisse belegen für diese Landschaft die Bedeutung der räumlich und zeitlich variierenden Nutzungsmuster flächiger Einzelhabitate und linearer Kleinstrukturen (Hecken, Säume) als Steuergrößen der Phytodiversität auf Landschafts-Ebene. Die Ergebnisse zeigen auch, dass innerhalb der Gesamtregion Teilräume mit lokalen Artenpools zu unterscheiden sind. Diese Ergebnisse wurden zur Ableitung des probabilistischen Modells ProF zur Quantifizierung und Prognose der Phytodiversität unterschiedlich großer Raumbezüge genutzt. Patch-bezogene Daten zu Kenngrößen der Phytodiversität werden durch probabilistische Modellierung zur Ableitung Pattern-bezogener (landschaftsbezogener) Daten herangezogen. Die Verknüpfung zwischen Patch- und Pattern-Ebene wird durch GIS-gestützte Gliederung ermöglicht. Für den ca. 1.100 km2 großen Bezugsraum Lahn-Dill-Bergland wurde eine Habitattypenmusterkarte mit ca. 500 Habitattypen generiert, die allerdings bislang nicht die für die Phytodiversität bedeutsamen Kleinstrukturen berücksichtigt. Die Modellierung integriert somit Bottom-up und Top-down Arbeitsschritte. Für unterschiedliche Raumbezüge (22 ha große Landschaftsausschnitte bis 650 km2 große Teilregion) wurden quantitative und qualitative Aussagen zur Phytodiversität erarbeitet. Durch Abgleich von Modellaussagen zur aktuellen Phytodiversität mit Geländeda­ten erfolgten zufriedenstellende Prü­fungen der Aussageschärfe von Modellergebnissen für Bezugsräume bis zur Gemarkungs-Ebene (ca. 10 km2). Das Modell wurde im Modellverbund ITE2M des SFB 299 auf Nutzungsszenarien des Modells ProLand (Szenario Agenda 2000 und Szenario CAP-Reform) angewendet. Artenreichtum und Wahrscheinlichkeiten des Vorkommens von Arten wurden für die Artengruppe der Ackerwildkräuter vergleichend ermittelt. Für diese Arten­gruppe lassen die Modellergebnisse deutlich negative Effekte der CAP-Reform erwarten. Das Modell ProF soll in weiteren kleinparzellig genutzten Regionen erprobt und validiert werden. Hierzu sollen Modellanwendungen auf ca. 60 km2 große Teilräume des Lahn-Dill-Berglandes und des Nidda-Einzugsgebietes mit kleinparzelliger Nutzung (Bereiche von Hin­tertaunus und Vogelsberg) erfolgen. In die Modellanwendungen sollen die für das Lahn-Dill-Bergland vorliegende Habitattypenmusterkarte sowie vorliegende und zu erhebende Patch-bezogene floristische Daten einfließen. Die Erarbeitung entsprechender Daten zu kleinparzellig genutzten Bereichen des Nidda-Einzugsgebietes ist als Bestandteil der Modellanwendung auf diesen Raum vorgesehen. Als Modellergebnisse werden Aussagen zum aktuellen Gesamtartenreichtum, zum aktuellen Artenreichtum verschiedener Artengruppen, zu den Wahrscheinlichkeiten des Vorkommens von Einzelarten und ihrer räumlichen Verteilung erarbeitet. (...)

Bioenergie-Region Mittelhessen - BERM 2.0

In der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderten zweiten Programmperiode (2012-2015) wurden die Aktivitäten der Bioenergie-Regionen aus der ersten Periode weiterentwickelt und fokussiert. Praktische Erprobung und Umsetzung der Förderung der biomassebasierten Wärmeversorgung und der energetischen Nutzung von Landpflegematerial kristallisierten sich als zentrale Themen heraus. Abgestimmt auf die Besonderheiten der beiden Landkreise Gießen und Vogelsberg wurde das Projekt 'Erneuerbare Wärmeversorgung für den Landkreis Gießen' im serviceorientierten Landkreis Gießen durchgeführt. Im wesentlich agrarisch orientierten Vogelsberg-Kreis wurde ein sogenanntes Heckenmanagement initiiert. Beide Projekte sind wegweisend für eine zukünftige Entwicklung über die Bioenergieregion Mittelhessen hinaus. Gemeinsam mit der AC Consult & Engineering Ltd. war das IfLS für die Umsetzung einer Entwicklungsstrategie im Rahmen des Netzwerkmanagements der Bioenergieregion verantwortlich. Darüber hinaus hat das Institut insbesondere an einem Teilprojekt zur naturschutzorientierten Pflege und energetischen Nutzung von Freilandhecken mitgewirkt, das darauf abzielte, ein flächendeckendes Heckenmanagement aufzubauen. Darüber hinaus unterstützte das IfLS im Rahmen des Projekts die Gründung von Energiegenossenschaften und analysierte die Wertschöpfung.

Netzwerkmanagement Bioenergie-Region Mittelhessen

Das IfLS beteiligt sich gemeinsam mit der Klimaschutz- und Energieagentur Mittelhessen (KEM) und dem Amt für den ländlichen Raum (ALR) des Vogelsbergkreises ab Juni 2009 am Aufbau und der Etablierung funktionierender Netzwerke zur Inwertsetzung vorhandener Biomassepotenziale in der 'Bioenergie-Region Mittelhessen'. Die Bioenergie-Region Mittelhessen umfasst räumlich die beiden LEADER-Regionen Gießener Land und Vulkan Vogelsberg sowie die Stadt Gießen. Zuvor hatte das IfLS im Jahr 2008 die Teilnahme der Region am Wettbewerb 'Bioenergie-Regionen' des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) initiiert und begleitet. Nun werden über einen Zeitraum von drei Jahren Netzwerke und Wertschöpfungsketten aufgebaut, um die Entwicklungschancen der Bioenergie zu nutzen. Als Grundlage für die Umsetzungsmaßnahmen fungiert das Entwicklungskonzept 'Verbundcluster Bioenergie-Region Mittelhessen: Mit Partnern dauerhafte Potenziale erschließen - Natur- und Kulturlandschaft pflegen und erhalten', das unter Federführung von KEM und IfLS erstellt wurde. In drei Handlungsfeldern wurden hierin Maßnahmen zum Ausbau und zur Unterstützung einer regionalen Wertschöpfungspartnerschaft im Bereich der Bioenergie entwickelt (siehe Entwicklungskonzept 'Bioenergie-Region Mittelhessen'). Die Fördermittel des BMELV können für kommunikative Maßnahmen wie beispielsweise die Einrichtung von Netzwerkbüros, Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen oder auch ergänzende Studien eingesetzt werden. Durch die Förderung von Kommunikationsstrukturen sollen alle relevanten regionalen und überregionalen Partner in die Prozesse eingebunden werden. Ziel ist der Aufbau und die Weiterentwicklung regionaler Wertschöpfungsketten, um so eine nachhaltige Wertschöpfung in der Region zu generieren. Schwerpunktaufgabe des IFLS ist gemeinsam mit der KEM und dem ALR die Durchführung des regionalen Netzwerkmanagements. Dabei stehen im Mittelpunkt: - die Einrichtung und Organisation geeigneter Vernetzungsplattformen, - die Moderation entsprechender Veranstaltungen und Arbeitskreise sowie - die Beratung und strategische Unterstützung der regionalen Wertschöpfungspartner.

Entwicklungskonzept Bioenergie-Region Mittelhessen

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) fördert mit dem in 2008 ausgeschriebenen Wettbewerb 'Bioenergie-Regionen' Netzwerke mit innovativen Konzepten. Im Rahmen des zweistufigen Wettbewerbs initiierte und begleitete das IfLS erfolgreich die Erstellung eines Entwicklungskonzeptes für die 'Bioenergie-Region Mittelhessen', in der die beiden LEADER-Regionen GießenerLand und Vulkan Vogelsberg mit der Klimaschutz- und Energieagentur Mittelhessen (KEM) kooperieren. Das Entwicklungskonzept wurde gemeinsam mit der KEM als zentralem Netzwerkpartner erstellt. Unter dem Titel 'Verbundcluster Bioenergie-Region Mittelhessen: Mit Partnern dauerhafte Potenziale erschließen 'Natur- und Kulturlandschaft pflegen und erhalten' wurden konkrete Ziele und Maßnahmen zum Ausbau der Bioenergienutzung bis 2015 formuliert. Ziel des Entwicklungskonzeptes ist es, funktionierende Netzwerke und Umsetzungsprojekte zu etablieren, die zur Inwertsetzung der vorhandenen Biomassepotenziale beitragen. Vor allem die Nutzung von Holz und Grünschnitt soll durch den Ausbau der Wertschöpfungsketten langfristig gesteigert und etabliert werden. Die Umsetzung erfolgt in drei Handlungsfeldern: - Vernetzung und Akzeptanzsteigerung - FuE,Technologietransfer, Qualifikation und Wissenstransfer - Aus- und Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten. Konzept mit Modellcharakter: Das Konzept soll auch dazu dienen, den landwirtschaftlichen Strukturwandel und den damit einhergehenden Verlust von Grünland aufzuhalten: Zentrales Leitprojekt im Verbundcluster Bioenergieregion Mittelhessen ist die flächendeckende energetische Verwertung von Schnittgut aus der Landschaftspflege und Grünlandaufwüchsen durch die Erprobung und Etablierung geeigneter Verwertungsverfahren, wie beispielsweise die Pelletierung von Schnittgut. Das Projekt hat somit Modellcharakter für ähnlich strukturierte Regionen in der Bundesrepublik Deutschland. Nachhaltige Landnutzung soll die Natur- und Kulturlandschaft erhalten, Arbeitsplätze sichern und schaffen sowie die regionale Wertschöpfung erhöhen. Der Kooperationsverbund der beiden LEADER-Regionen mit der KEM unter Einbeziehung der Stadt Gießen, regionalen Unternehmen sowie einer vielfältige Forschungs- und Beratungslandschaft bündelt die Aktivitäten zur Erzeugung und Nutzung von Energie aus Biomasse. Er bietet optimale Voraussetzungen zur Schließung und Weiterentwicklung regionaler Wertschöpfungsketten im Bereich Bioenergie. Im März 2009 wurde die Bioenergie-Region Mittelhessen als eine von 25 Gewinner-Regionen des zweistufigen Auswahlverfahrens ausgewählt, an dem insgesamt 210 Bewerber-Regionen teilnahmen. Damit erhält sie ab Juni 2009 über drei Jahre bis zu 400.000 - Fördermittel des BMELV für die Realisierung des Konzeptes.

Langfristige Effekte von abgestufter N-, P-, K-Gaben bei Mähweiden verschiedener Standorte auf die Zusammensetzung der Pflanzenbestände unter den Aspekten Agronomie und floristische Diversität

Ziel dieser Untersuchung ist es, festzustellen, wie sich eine langjährig differenzierte N-, P-, K-Düngung auf die Biodiversität und Futterqualität von Mähweiden verschiedener Standorte auswirkt. Basis dafür stellen vier Versuchsflächen (Umgebung Gießen und Vogelsberg) in Lagen von 160 bis 700 m über NN dar, die über 17 Jahre unterschiedlich mit Stickstoff (0, 160, 320 kg-ha-1), Phosphat (0, 60, 120 kg-ha-1) und Kalium (0, 80, 160 kg-ha-1) versorgt worden sind.

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