Veränderungen des individuellen Mobilitätsverhaltens haben Einfluss auf neue Mobilitätsformen wie z.B. Carsharing, öffentliche Fahrradverleihsysteme und Fernbusse. Mobilitätsstationen können eine örtliche Verknüpfung für die verschiedenen Verkehrsmittel bieten. Dabei stellt sich die Frage, welche Auswirkungen auf die Stadtgestalt und das Stadtbild durch neue Mobilitätsformen entstehen. In der Studie werden Praxisbeispiele analysiert und evaluiert, um Handlungsempfehlungen für beteiligte Akteure zu formulieren. Ziele: Die Klimaschutz- und Energieeinsparziele der Bundesregierung sind nur zu erreichen, wenn in allen relevanten Handlungsfeldern die Möglichkeiten zur Kohlendioxid-Einsparung genutzt werden. Jeder - zeitweilige oder dauerhafte - Verzicht auf die Nutzung eines eigenen PKW liefert einen Beitrag zum Klimaschutz. Neue Mobilitätsformen stellen einen wichtigen Beitrag zur Substitution privater PKW dar. Sie können aber nur dann ihre Wirksamkeit entfalten, wenn sie niedrige Zugangsbarrieren und eine hohe Akzeptanz in der Nutzung aufweisen. In der Studie sollen die bislang weitgehend getrennt voneinander diskutierten Themen 'Neue Mobilitätsformen', 'Mobilitätsstationen' und 'Einfluss neuer Verkehrsinfrastruktur auf die Stadtgestaltung' im Zusammenhang betrachtet und die wechselseitigen Abhängigkeiten untersucht werden. Im Ergebnis sollen Handlungsempfehlungen für künftige Anforderungen an Verkehrsinfrastrukturen sowie potenzielle Kooperationsformen und -möglichkeiten verschiedener Akteure abgeleitet werden, die sich an Kommunen und andere Partner neuer Mobilitätsformen richten. Durch das Aufzeigen guter Beispiele sollen u. a. Ressentiments abgebaut und die Akzeptanz, insbesondere in stadtgestalterischer Hinsicht, erhöht werden.
Tropische Korallenriffe bieten sowohl auf lokaler wie auf globale Ebene eine Vielzahl von Ökosystem-Dienstleistungen. Sie sind das Habitat unzähliger Fischarten, schützen Küstenlinien, sind touristischer Erholungsraum und beherbergen eine große Artenvielfalt. Tropische Riffe sind jedoch in großem Umfang auch schädigenden Faktoren ausgesetzt, die von unterschiedlichen Akteuren herrühren, so zum Beispiel Versauerung der Ozeane, Temperaturanstieg, Eutrophierung oder Überfischung. Aus ökonomischer Perspektive stellen Korallenriffe ein Gemeinschaftsgut dar. Von einer Stressreduzierung würden alle Beteiligte profitieren. Das Streben nach individuellen Vorteilen schafft jedoch Anreize, die Zerstörung fortzusetzen. Dieses Projekt leistet durch den Einsatz verschiedener Methoden aus Wirtschaftswissenschaft, Ethnographie und Ökologie einen Beitrag zur Lösung der Krise der tropischen Korallenriffe. Ziel ist zu untersuchen, unter welchen Bedingungen die Menschen bereit sind, zu einer solchen Lösung beizutragen. Die Ergebnisse werden in Managementansätze zur Bewältigung der Krise einfließen. Das Projekt ist insofern innovativ, als es sich auf eine ökologische Ressource konzentriert, aber den Schwerpunkt auf die Rolle des Menschen als primärem Einflussfaktor legt. Auch wird erstmalig durch die Kombination verschiedener Methoden die Wechselwirkung zwischen globalen und lokalen kollektiven Handlungsmustern untersucht. Im Rahme des Projekts beteiligt sich das ZEW mit Labor- und Feldexperimenten, die gezielt im interkulturellen Kontext durchgeführt werden. Ziel ist es interkulturelle Unterschiede im Umgang mit sozialen Dilemmata zu untersuchen und mehr über adäquate Rahmenbedingung zu erfahren, die helfen können solche Dilemmata zu überwinden.
Mit dem Internationalen Jahr des Bodens gelang es, in 2015 die mediale Aufmerksamkeit auf die zentrale Bedeutung des Bodens für unser Leben zu lenken. Durch Fachveranstaltungen, Foto- und Kunstausstellungen, Fortbildungsangebote, Broschüren u.v.m. konnten die Öffentlichkeit und die Politik für den Boden sensibilisiert werden. Dabei ging primär um die Vermittlung von Botschaften über die Bedeutung des Bodens, seine Schönheit und sein Gefährdung. In diesem Projekt rücken erstmals die Handlungsmöglichkeiten jedes Einzelnen zum Bodenschutz im Alltag in den Fokus der Betrachtung. Die Bereitschaft jedes Einzelnen einen Beitrag zum Bodenschutz zu leisten, setzt jedoch die Befähigung zum Handeln voraus. Die Komplexität des Bodens erschwert es, Bodenschutzthemen eingängig zu kommunizieren. Das vorliegende Projekt liefert dafür wichtige methodische Grundlagen. Das UBA hat Ende 2016 in Abstimmung mit DBG (Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft), BVB (Bundesverband Boden), ITVA (Ingenieurtechnischer Verband Altlasten), KBU (Kommission Bodenschutz beim UBA) und ELSA (Europäisches Bodenbündnis) einen ersten Textentwurf für Handlungsempfehlungen zum Bodenschutz im Alltag erarbeitet. Mit diesen Empfehlungen sollen insbesondere die Verbraucher und Konsumenten angesprochen werden. Themen wie der Kauf torffreier Blumenerde, die Verringerung des Fleischkonsums, der bewusste Umgang mit Lebensmitteln sowie die sachgerechte Nutzung der Biotonne sind nur eine kleine Auswahl der betrachteten Handlungsfelder. Projektziele: 1. Veröffentlichung von Handlungsempfehlungen zum Bodenschutz im Alltag (Papierprint und Webseite) 2. Leitfaden für die Kommunikation von Bodenthemen
Die Befragung gibt Aufschluss darüber, wie Klimaveränderungen sowie deren soziale und politische Folgen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Freistaat Sachsen gesehen und empfunden werden. Desweiteren werden das Medien- und Informationsverhalten der Befragten untersucht und Ihre Bereitschaft für das Klima zu handeln. Damit werden Ansatzpunkte für Persuasionstrategien und Informationskampagnen erarbeitet.
Deutscher Teil des ISSP-2000 Modules zu Umweltfragen. Erhebung in 35 Laendern parallel. Ziel: international vergleichende Erhebung der wesentlichen topoi der Umweltforschung: u.a. Weltsicht und Umwelt, Wissen und Umwelt, Risikoabschaetzung, Einstellungen zu Policyfragen und Verhaltensberichte. Teilweise werden Fragen aus 1993 repliziert, um einen Zeitvergleich zu ermoeglichen. Die Ergebnisse der Studie aus 1993 ergab u.a. fuer Europa: es erscheint nicht angezeigt ueber die unterschiedlichen europaeischen Kulturzonen und Klimazonen hinweg strikte Harmonisierungen und einheitliche Technologien zu implementieren. Dies beruht auf den damals noch drastischen Unterschieden zwischen den beobachteten Laendern auf wichtigen Sektoren wie Messung des Wasser- und Energieverbrauches, der Muellsortierung und der Umweltkenntnisse. Ein weiteres Ergebnis war die Ablehnung von drastischen staatlichen Massnahmen und die Befuerwortung von Anreizsystemen. Die neue Studie wird wichtige Aufschluesse ueber mittelfristige Veraenderungen, auch hinsichtlich der Policyfragen in Deutschland und auf fuenf Kontinenten geben.
Ziel des Forschungsvorhabens ist die umfassende Analyse der Einflussfaktoren fuer die Verkehrsmittelwahl im Personenverkehr. Die Einflussgroessen werden in bezug auf die verschiedenen Fahrtzwecke vergleichend untersucht. Neben den klassischen Entscheidungsgroessen 'Kosten', 'Zeit' und ,Komfort' soll ein besonderer Schwerpunkt auf der Einflussgroesse 'Umweltbewusstsein' liegen. Das Umweltbewusstsein bezieht sich auf die subjektiv angenommene Umweltvertraeglichkeit der einzelnen Verkehrsmittel. Bisher regelt der Markt die Verkehrsmittelwahl umweltpolitisch nicht befriedigend; daher sind Massnahmen zu identifizieren, um die Wahlentscheidung zu beeinflussen. Hier werden insbesondere die externen Kosten des Verkehrs zur Festlegung geeigneter oekonomischer Massnahmen einbezogen. Um den fairen Wettbewerb zwischen den einzelnen Verkehrsmittelalternativen zu gewaehrleisten und gleichzeitig einen oekonomischen Anreiz fuer umweltgerechtes Verhalten zu setzen, muessen die externen Kosten der Benutzung der Verkehrsmittel in den Preisen beruecksichtigt werden. Hierzu werden beispielhaft die externen Kosten in der Region Rhein-Neckar abgeschaetzt.
Fragestellungen: 1. Welche Rechenschaftsstrategien (Rechtfertigungen und Entschuldigungen) werden im Kontext umweltschaedigenden Verhaltens eingesetzt? 2. Wirkt sich die Verfuegbarkeit von Rechtfertigungen und Entschuldigungen auf anschliessendes (Fehl-)Verhalten foerdernd aus? 3. Ist es moeglich, durch vorherige Widerlegung verfuegbarer Rechtfertigungen und Entschuldigungen, anschliessendes (Fehl-)Verhalten zu hemmen? Das Forschungsvorhaben hinterfragt eine potentielle Anwendungsmoeglichkeit der Neutralisationstheorie delinquenten Verhaltens (Sykes u. Matza, 1957), die von psychologischen AutorInnen in den letzten Jahren auch auf Normverstoesse im Kontext oekologischen Verhaltens uebertragen wurde. Die Theorie nimmt an, dass Menschen, die gegen eine gesellschaftliche Norm verstossen, dies nicht unbedingt deshalb tun, weil sie sich einem abweichenden Normsystem verpflichtet fuehlen. Stattdessen wird beschrieben, dass fuer jedes normwidrige Verhalten Umstaende gelten, unter denen ein solches Verhalten legitimiert werden kann. Diese 'Ausnahmeregeln' oder Rechtfertigungen werden als Neutralisationen bezeichnet, die NormbrecherInnen ihr Verhalten ermoeglichen. Mit Blick auf Moeglichkeiten, unoekologisches Verhalten zu verhindern, wurde von psychologischer Seite die Widerlegung entsprechender Rechtfertigungsrepertoires vorgeschlagen (z.B. Schahn, Dinger u. Bohner, 1995). Dieser Ansatz soll nun empirisch geprueft werden. Vorgehensweise: Neutralisationstheorie abweichenden Verhaltens (Sykes u. Matza, 1957); Account Episodes (Schoenbach, 1990); experimentelles Design. Die Untersuchung besteht aus einem materialgewinnenden Teil, in dem - bezogen auf ein konkretes umweltschaedigendes Verhalten (Nutzung von Getraenkedosen, statt Mehrwegflaschen) - sozial repraesentierte und individuell geteilte Rechtfertigungen sowie deren Widerlegungen erhoben und kategorisiert werden (erste Daten liegen vor). Der zweite Teil wird gegenwaertig durchgefuehrt und besteht aus der laborexperimentellen Widerlegung von Neutralisationen und der Beobachtung anschliessenden Verhaltens. Bei diesem in Vorbereitung befindlichen Experiment wird es darueber hinaus erstmalig moeglich sein, die Wirkung von Neutralisationen auf tatsaechliches umweltschaedigendes Verhalten in natuerlicher Reihenfolge abzuschaetzen. Untersuchungsdesign: Panel; Querschnitt.
Bei dem MV geht es im wesentlichen um die Entwicklung einer oekologisch orientierten Schulphilosophie, die in enger Kooperation mit einer oekologisch orientierten Unternehmensphilosophie einen wirksamen Beitrag zu einer oekologisch ausgerichteten Ausbildungsgestaltung leisten koennte. Neben dieser Kernproblematik stellen der umfassendere methodische Ansatz oekologisch ausgerichteter Unterrichtsgestaltung und die Untersuchung, Konzipierung und Erprobung von Fortbildungsmoeglichkeiten fuer Schul- und Ausbildungsleiter sowie Berufsschullehrer und Ausbilder weitere originaere Leistungen des Projekts dar. Fuer die Durchfuehrung der MV sind die Standorte Bitterfeld, Bernburg und Dessau vorgesehen.
In einer Vielzahl eigener Studien zeigte sich, dass Leugnung persoenlicher Verantwortung, Zweifel an der Effizienz von Massnahmen, Zweifel an der Gerechtigkeit von Politiken, konfligierende Wertorientierungen (insbesondere Freiheit des Konsums, Freiheit wirtschaftlichen Handelns, Gewaehrleistung oekonomischer Sicherheit, insbesondere der Arbeitsplatzsicherheit) und die Antizipation persoenlicher Einschraenkungen einflussreiche Barrieren von Engagements und Handlungsentscheidungen zum Schutz der natuerlichen Umwelt sind. Die Ergebnisse dieser Studien wurden in einem individualpsychologischen Modell zur Erklaerung umweltbezogenen Handelns integriert. Dieses Modell wird fuer verschiedene Akteurgruppen im Trierer Raum spezifiziert (Verkehrsbereich, Handwerk/Industrie, Bauen/Wohnen), wobei mit Akteurgruppen im Verkehrsbereich begonnen wird. Die Modellspezifikation baut auf einer gruendlichen Analyse der regionalen Ausgangssituation - zunaechst bezogen auf den Verkehrssektor - auf. Es folgt sodann eine empirische Ueberpruefung des Modells, um auf dieser Basis Interventionsstrategien zur Foerderung umweltgerechten Entscheidens und Handelns abzuleiten. Vorgehensweise: Untersuchungsdesign: Querschnitt.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 34 |
| Land | 3 |
| Wissenschaft | 13 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 34 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 34 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 34 |
| Englisch | 3 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 22 |
| Webseite | 12 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 24 |
| Lebewesen und Lebensräume | 26 |
| Luft | 17 |
| Mensch und Umwelt | 34 |
| Wasser | 8 |
| Weitere | 34 |