Die Göppinger Hütte liegt auf 2245 m.ü.NN. in Österreich, Vorarlberg, im Karstgebiet. Das Trinkwasser für den Hüttenbetrieb wird aus einem Schneefeld bezogen, bzw. gegen Ende der Saison wird Regenwasser genutzt. Durch die Installation einer neuen UV-Anlage wird die Hütte mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser versorgt werden. Bisher traten in warmen Perioden Engpässe in der Wasserversorgung auf. Daraufhin stand zur Diskussion, ob der Speicherbehälter erweitert werden soll. Unter ökologischen Gesichtspunkten sollte allerdings zuerst der Hüttenbetrieb auf Einsparungsmaßnahmen untersucht werden. Im Küchenbereich wurde bereits bei den zurückliegenden Anschaffungen auf wassersparende Geräte Wert gelegt. Als größter Wasserverbraucher wurde die Toilettenanlagen mit 9 l Spülkästen festgestellt. Hier besteht das größte Einsparpotential. Durch die Installation von urinseparierenden Komposttoiletten und wasserlosen Urinalen soll dieses Potential voll ausgeschöpft werden. Der anfallende Urin wird als Teilstrom separat gesammelt und mittels Materialseilbahn zur unterhalb gelegenen Alpe transportiert und dort in eine Güllegrube gegeben. Dadurch wird eine einfachere Abwasserreinigung möglich und das Hüttenumfeld vor dem Eintrag von Nährstoffen geschützt. Das Abwasser wird derzeit in eine 2 Kammer-Grube geleitet und bei Vollfüllung ausgepumpt und der Schlamm im Hüttenumfeld verbracht. Durch die Änderungen im Sanitärbereich, verändert sich auch die Zusammensetzung des verbleibenden Abwassers. Bei Installation einer Komposttoilette muss lediglich der sogenannte Teilstrom Grauwasser gereinigt werden (26). Nach einem Variantenvergleich, der die speziellen Randbedingungen der Göppinger Hütte berücksichtigt hat, wurde als Vorzugsvariante eine mechanische Vorreinigung über eine Filtersackanlage mit einer anschließenden biologischen Reinigung in einem bewachsenen Bodenfilter gewählt. Das Küchenabwasser wird zusätzlich an einen Fettfang angeschlossen. Die Abwasserreinigungsanlage benötigt sehr wenig Energie (26) und ist gut in die Landschaft einzugliedern. Es werden durch diese Anlage mindestens die Grenzwerte für den biologischen Abbau der Extremlagen-Verordnung eingehalten. Durch diese Reinigung wird das ökologische Gleichgewicht der Umgebung der Hütte weitgehend entlastet . Durch einem gestiegenen Bedarf an Energie der Göppinger Hütte sowie durch die geplanten Anlagen (UV-Entkeimung und Abwasserreinigung) wird die Energieversorgung neu überplant. Derzeit existiert eine Photovoltaikanlage, über die auch die Materialseilbahn betrieben wird. Als Notstromversorgung dient ein Dieselaggregat. Der Gastraum wird über einen Kachelofen beheizt. Das erstellte Energiekonzept sieht in einem ersten Schritt eine verbesserte Wärmedämmung der Gaststube vor, ein wärmegedämmtes Warmwasserverteilnetz sowie den Ersatz einzelner Verbraucher durch energiesparende Einheiten. (Text gekürzt)
Der Rhein entspringt in den Schweizer Alpen und mündet im Rheindelta (Hauptarme Waal, Nederrijn und Ijssel) in den Niederlanden in die Nordsee. Seine Gesamtlänge beträgt 1232,7 km ( KHR 2015 ), davon befinden sich rund 870 km in Deutschland. Die für die Schifffahrt verwendete Rheinstrom-Kilometrierung beginnt an der Rheinbrücke in Konstanz (0,0) und endet bei Hoek van Holland (1032,8). Die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen und Nordrhein-Westfalen liegen vollständig (Rheinland-Pfalz, Saarland) bzw. teilweise im Einzugsgebiet des Rheins. Sehr kleine Gebietsanteile befinden sich auch in Thüringen und Niedersachsen. Die internationale Flussgebietseinheit Rhein hat eine Größe von ca. 200000 km² (Deutschland 54 %, Niederlande 17 %, Schweiz 14 %, Frankreich 12 %, Luxemburg 1 %, Österreich 1 %, Belgien, Liechtenstein und Italien je < 1 %). Die wichtigsten Nebenflüsse des Rheins sind die Aare, der Neckar, der Main und die Mosel. Weitere bedeutende Nebenflüsse sind Ill, Nahe, Lahn, Sieg, Ruhr und Lippe. [1] Für den Gewässer- und Hochwasserschutz am Rhein und seinen Nebenflüssen setzen sich folgende internationale und nationale Kommissionen / Arbeitsgemeinschaften ein: IKSR - Internationale Kommission zum Schutz des Rheins IKSMS - Internationale Kommissionen zum Schutz der Mosel und der Saar IGKB - Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee KHR - Internationale Kommission für die Hydrologie des Rheingebietes FGG Rhein - Flussgebietsgemeinschaft Rhein AWBR - Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein ARW - Arbeitsgemeinschaft Rhein-Wasserwerke e.V. IAWR - Internationale Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke im Rheineinzugsgebiet agw - Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände in Nordrhein-Westfalen Überblick Rheineinzugsgebiet FGG Rhein: Der Rhein Koordinierungskomitee Rhein / IKSR (2005): Internationale Flussgebietseinheit Rhein - Merkmale, Überprüfung der Umweltauswirkungen menschlicher Tätigkeiten und wirtschaftliche Analyse der Wassernutzung. - Bericht an die Europäische Kommission [gemäß Art. 15, Abs. 2, 1. Anstrich der Richtlinie 2000/60/EG (A-Bericht)] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.) (2000 - 2003): Hydrologischer Atlas von Deutschland (HAD) Wasserbeschaffenheit / Gewässergüte [1] Koordinierungskomitee Rhein / IKSR (2009 / 2015 / 2021): International koordinierter Bewirtschaftungsplan für die internationale Flussgebietseinheit Rhein IKSR: Sedimentmanagementplan Rhein Koordinierungskomitee Rhein / IKSR (2007): Bericht über die Koordinierung der Überwachungsprogramme gem. Artikel 8 und Artikel 15 Abs. 2 WRRL in der internationalen Flussgebietseinheit (IFGE) Rhein (Teil A – Bericht) IKSR (Hrsg.): IKSR-Zahlentafeln (Datenbank) IKSMS: Wasserqualität der Gewässer Mosel und Saar FGG Rhein (Hrsg.): Zahlentafeln der chemisch-physikalischen Untersuchungen (Datenbank) Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen: Wasserinformationssystem ELWAS Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK): Hochwasserportal.NRW - Hydrologische Daten Online (aktuelle Daten der Messstationen) Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz: Wasserportal (aktuelle Daten der Messstationen) Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie: Messdatenportal (Daten der Messstationen und Messstellen) Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg: Güteparameter der Online-Messstationen | Daten- und Kartendienst der LUBW (Langzeitdaten) Umweltbundesamt (Hrsg.) (2017a): Gewässer in Deutschland: Zustand und Bewertung Umweltbundesamt (Hrsg.) (2017b): Wasserwirtschaft in Deutschland - Grundlagen, Belastungen, Maßnahmen Umweltbundesamt (Hrsg.) (2022): Die Wasserrahmenrichtlinie - Gewässer in Deutschland 2021 Umweltbundesamt (Hrsg.): Geographisches Informationssystem Umwelt Bundesamt für Umwelt (CH): Hydrologische Daten und Vorhersagen (auch Wassertemperatur und aktuelle Wasserbeschaffenheitsdaten von NADUF-Stationen ) Agence de l'eau Rhin - Meuse (F): Système d'Information sur l'Eau Rhin-Meuse European Environment Agency: Water quality monitoring stations (Karte der Messstellen der Wasserbeschaffenheit (Flüsse [und Kanäle], Seen [und Talsperren], Grundwasser, Übergangs-, Küsten- und Meeresgewässer) für die EU-Berichterstattung) European Environment Agency: Waterbase - Water Quality (Daten zur Wasserbeschaffenheit der Gewässer in Europa) Unfallbedingte Gewässerbelastungen, Warn- und Alarmplan IKSR: Warn- und Alarmplan Rhein IKSMS: Internationaler Warn- und Alarmplan Mosel-Saar Rijkswaterstaat (NL): Aqualarm Lobith Der Rhein in Nachbarländern Österreich Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft: eHYD - Informationssystem zur Hydrographie Land Vorarlberg: Aktuelle Niederschläge, Wasserstände, Durchflüsse Schweiz Bundesamt für Umwelt: Hydrologische Grundlagen und Daten Frankreich Ministère de la Transition écologique et solidaire: Hydrologische Übersichten, Statistiken, Publikationen | Hochwassergefährdungskarte, aktuelle Wasserführung, Pegelstammdaten Luxemburg Administration de la gestion de l'eau: Hochwasserinformationssystem Belgien Service Public de Wallonie: Direction générale opérationnelle de la Mobilité et des Voies hydrauliques: Hochwassergefährdungskarte, aktuelle Wasserführung, Pegelstammdaten Service Public de Wallonie: Direction générale opérationnelle Agriculture, Ressources naturelles et Environnement: aqualim: hydrometrische Messungen Niederlande Rijkswaterstaat: Hydrologische Informationen und Daten Rijkswaterstaat (Fairway Information Services): aktuelle Wasserstände, Hochwasser-, Niedrigwasser- und Eismeldedienst, Schifffahrtsnachrichten RIWA RIJN (Vereinigung von Flusswasser-Unternehmen): Berichte mit Analysendaten zur Wasserqualität Hochwasser / Niedrigwasser Koordinierungskomitee Rhein / IKSR (2015 / 2021): International koordinierter Hochwasserrisikomanagementplan für die Internationale Flussgebietseinheit Rhein, Teil A IKSR (2015): Rheinatlas 2015 (Hochwassergefahren- und -risikokarten der Internationalen Flussgebietseinheit Rhein) IKSR: Thema Niedrigwasser IKSMS: Thema Niedrigwasser IKSMS (2019): Niedrigwasserproblematik im Einzugsgebiet von Mosel und Saar – Aktualisierung der Bestandsaufnahme (Februar 2019) Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie: Hochwasser / Überschwemmungsgebiete Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen: Hochwasserschutz Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz: Hochwassermanagement Rheinland-Pfalz Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg: Hochwasserschutz und -vorsorge Baden-Württemberg Hochwassernotgemeinschaft Rhein e.V.: Solidargemeinschaft von Kommunen und Bürgerinitiativen Hochwasser Kompetenz Centrum e.V.: Hochwasserschutz-Netzwerk Bundesanstalt für Gewässerkunde: Hochwassergefahren- und -risikokarten (für alle Bundesländer) Forschungsprojekte / -programme Pilot project on non-target screening: Koordination: IKSR; Förderung: EU-Life-Programm, Laufzeit 2021 - 2024 KAHR: Klima-Anpassung, Hochwasser und Resilienz für Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen; Verbundprojekt: 13 nationale Verbundpartner; Förderung BMBF FONA, Laufzeit 2021 - 2024 DRIeR: Drought impacts, processes and resilience: making the invisible visible; Projektpartner: Universität Freiburg, Universität Heidelberg, Universität Tübingen; Förderung: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Laufzeit 2016 - 2020 Transnationales Hochwasserrisikomanagement im Rheineinzugsgebiet. Ein historisch-progressiver Ansatz: Antragsteller: Prof. Glaser, Universität Freiburg; Förderung: DFG, Laufzeit 2014 - 2017 ERMES Rhein: Entwicklung der Ressource und Überwachung des Grundwassers im Oberrhein; Projektträger: Association pour la Protection de la Nappe Phréatique de la Plaine d'Alsace; Förderung: Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (INTERREG V), Laufzeit 2016 - 2018 KLIWAS: Auswirkungen des Klimawandels auf Wasserstraßen und Schifffahrt in Deutschland; Programmkoordinierung: BfG, Programmpartner DWD, BSH, BAW, BfG; Träger: BMVBS, Laufzeit 2009-2013 RIMAX: Risikomanagement extremer Hochwasserereignisse; Koordinierung: GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ), Förderung: BMBF, Laufzeit 2005 - 2010 Rhein 2040: Programm zur nachhaltigen Entwicklung des Rheins; Koordinierung: IKSR, Laufzeit 2021-2040 KLIWA: Klimaveränderungen und Wasserwirtschaft; Koordinierung: Steuerungsgruppe KLIWA (DWD, Bundesländer: BW, RP, BY), Laufzeit seit 1999
Durch den überdurchschnittlich hohen Flächenverbrauch in Österreich und den starken Bevölkerungsdruck vor allem in städtischen Regionen ergibt sich gerade dort die Notwendigkeit zur Entwicklung innovativer, zukunftsfähiger Lösungen zur Deckung des Wohnraumbedarfs bei gleichzeitiger Steigerung der Energieeffizienz. Besonders Ein- und Zweifamilienhäuser, die einen hohen Anteil an allen städtischen Wohngebäuden einnehmen (ca. 70%), weisen große Verdichtungspotenziale und zugleich hohe Sanierungsrückstände auf. Ähnliches gilt auch für Kleinwohnhäuser. Zur effektiven Mobilisierung dieser Flächen müssen die überwiegend privaten Eigentümer angesprochen und von Maßnahmen überzeugt werden. Im Themenkomplex Nachverdichtung, Ressourceneffizienz und Energieversorgung gibt es zahlreiche Projekte, die sich aber oftmals auf eine einzelne Komponente fokussieren und/oder Verbesserungsmaßnahmen in einer konkreten Siedlung anstreben. Es fehlt oftmals die integrative Betrachtung des Zusammenspiels aller Faktoren und das Anstreben einer räumlich übertragbaren, systematischen Lösung. Das Projekt BONSEI! hingegen wählt eben diesen systemübergreifenden Ansatz und zielt auf eine energetisch effiziente und zugleich sozial verträgliche Nachverdichtung ab, welche die Resilienz von Städten fördert und die Lebensqualität gleichbleibend hoch hält. Dazu wird zunächst eine Methodik entwickelt, die potenzielle Nachverdichtungsflächen automatisiert identifiziert. Anschließend wird ein Kriterienkatalog erstellt, der umfassende Empfehlungen für energieeffiziente Verdichtungskonzepte sowohl auf Parzellenebene als auch im Siedlungskontext liefert (z.B. geeignete Bauweise und -materialien, verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien, Erhalt der Freiraumqualität etc.). Durch laufende Abstimmung mit den LoI-Partnern in Salzburg, Vorarlberg und Wien wird die räumliche Übertragbarkeit sichergestellt. Darauf aufbauend findet eine Priorisierung der ermittelten Flächen unter Berücksichtigung der Durchführbarkeit und Dringlichkeit von Maßnahmen an konkreten Standorten statt. Dabei sollen in standardisierter Form die Kriterien des entwickelten Katalogs und deren Wechselwirkungen sowie weitere lokale Charakteristika (Wohnraumnachfrage, Sanierungsstau, rechtliche Beschränkungen, Akzeptanz, Förderinitiativen etc.) Eingang finden. Darauf aufbauend erfolgt die Konzeption eines innovativen Dienstleistungsangebots, das den Behörden den akuten Bedarf und die Möglichkeiten an Verdichtungsmaßnahmen aufzeigt und interessierten Bürgern als erste Anlaufstelle für eine sachliche Beratung bei Verdichtungsvorhaben dienen kann. Die Stadt Salzburg als Projektpartner und die weiteren LoI-Partner sehen in dem Vorhaben ein wichtiges Zukunftsthema und sind daran interessiert, die Projektergebnisse langfristig in eine urbane Dienstleistung zu integrieren. (Text gekürzt)
Landslides occur in many hilly and mountainous regions all over the world. These potentially damaging phenomena are caused by multiple interacting natural and anthropogenic factors. Human induced land cover changes (e.g. deforestation) are known to have a large influence on landslide activity. In contrast to climatic, geological and topographical factors, forest stands can be managed directly by humans. Therefore we suggest that in order to draw up appropriate avoidance strategies, it is crucial to investigate the interdependent processes that define stability under forested and nonforested conditions. Newly developed physically based modelling methods exist to simulate such effects. However, the reliability of the modelling results is usually hampered by the availability of reliable input data. This project strives to counter this much discussed weakness of physically based modelling approaches. The main objective of this research is to simulate and quantify the effects of forest related biomass and biomass changes on slope stability at regional scale ( 15km2). The innovative approach will be developed and tested for a study area located in the federal state of Vorarlberg, where landsliding represents a prevalent geomorphic phenomenon and high resolution multi temporal ALS (airborne laser scanning) data exist. Based on 3D ALS point cloud data from the years 2004, 2011 and 2015 multiple biomass parameters (e.g. biomass, vertical layer structure, crown volume) will be derived. An in-situ assessment of vegetation related information (e.g. root distribution) will be conducted in order to enable an empirical linking between the ALS derived information and additional relevant parameters (e.g. tree allometry). The effect of biomass- and climatic changes on slope stability will be simulated using a sophisticated physically based hydro-mechanical model, which enables to implement geomechanical (e.g. root cohesion, bulk unit weight) and hydrological (e.g. interception, evapotranspiration) effects to simulate slope stability in time. The proposed innovative combination of vegetational parameters derived from ALS data with a physically based slope stability model is expected to allow a better understanding of geomorphic interdependencies at this scale. Furthermore, this interdisciplinary approach is expected to generate synergies between scientific fields, which will lead to an improved spatio-temporal prediction of the effects of human activity and environmental changes on landslide activity.
Das Projekt 'Erhaltung alter Kernobstsorten im Bodenseeraum' ist ein Interreg III A-Projekt der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Vorarlberg, Liechtenstein und der Schweiz (assoziiert). Streuobstbestände sind ein im Programmgebiet beheimatetes gemeinsames Kulturgut und ein charakteristisches Landschaftselement der touristisch attraktiven Region mit hoher ökologischer Wertigkeit. Über Jahrhunderte hinweg hat sich eine große Sortenvielfalt entwickelt. Aufgrund der Siedlungsentwicklung, mangelnder Wirtschaftlichkeit, Intensivierung der Landwirtschaft sowie durch Feuerbrandbefall wurden die Bestände in vielen Bereichen stark zurückgedrängt. Mit dem Rückgang des Streuobstbaus geht ein Verlust an alten Sorten einher. Oberstes Ziel ist die Erarbeitung von gemeinsamen Strategien und Maßnahmen zur Sicherung eines breiten Kernobstsortenspektrums (Genpool) in den Streuobstbeständen des Projektgebietes Alpenrhein/Bodensee, um einem weiteren Verlust an Biodiversität entgegenzusteuern sowie Pflege, Erhalt und Potenzial des Streuobstbaus zu unterstützen und weiterzuentwickeln. Neben der Inventarisierung und Vernetzung regional gewonnener Erkenntnisse zählen hierzu Maßnahmen auf internationaler und regionaler Ebene zur Sortensicherung, in der Vermittlung von Kenntnissen in der Kernobstpflege sowie zur Verwertung und Vermarktung regionaler Sorten, unterstützt durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit.
Da Karstgrundwasser an der Trinkwasserversorgung im Alpenraum einen bedeutenden Anteil hat und gleichzeitig sehr verletzbar gegenueber Schadstoffeintraegen ist, benoetigen die Karstlandschaften der Alpen einen besonderen Schutz. Im Rahmen dieses Projektes sollen daher die unterschiedlichen Auswirkungen punktfoermiger und flaechenhafter Kontaminationen und die Mechanismen des Schadstofftransportes in alpinen Karstaquiferen untersucht und bewertet werden. Es wurden zwei Testgebiete in den Nordalpen ausgewaehlt: das Gottesackerplateau in den Allgaeuer Alpen und das Alpsitzgebiet im Bayerischen Wettersteingebirge. Durch insgesamt 18 Markierungsversuche konnten dort die hydraulischen Verhaeltnisse der Karstentwaesserung weitgehend geklaert werden. An konkreten Beispielen wurde das Gefaehrdungspotential von Abwasserversickerungen und organischen Altablagerungen im alpinen Karst ermittelt. Die Beschaffenheit der alpinen Karstwaesser, ihre Eignung als aktuelle oder zukuenftige Trinkwasserressource und ihre potentielle Bedrohung durch moegliche Schadstoffeintraege konnte durch umfangreiche hydrochemische Untersuchungen erfasst und bewertet werden. Im Rahmen des Projektes wurde ua.a fuer das Landeswasserbauamt Bregenz ein Schutzkonzept fuer die Karstquellen des Gottesackergebietes entwickelt.
Voruntersuchungen im Bereich Geologie, Hydrologie und Geotechnik an einem Rutschungshang um die Eignung als Modellierung zur Festlegung von geologischen und hydrologischen Versagensrisiken bei Grosshangrutschungen zu ermitteln. Ziel ist die Eignungspruefung sowie die Planung zukuenftiger Messnetze, Trassen und Pfeiler fuer geodaetische und geophysikalische Untersuchungen. Es wurde ein Modellhang in Vorarlberg, Oesterreich, gefunden, der allen Modellparametern entspricht. Als Ergebnis laesst sich neben den bodenmechanischen Pruefungen vor allem erste Bewegungsmessungen mittels GPS angeben. Es finden Kriechbewegungen statt. Terrestrische und GPS-Geodaesie, Piezometer- und Inklinometermessungen, Konvergenzmessungen, geologische und geotechnische Kartierung. Quellkartierung und Quellschuettungsmessungen. Erstellen eines numerischen Modells mittels neuronaler Netze.
Forschung unterstuetzt vom Umweltverbund Dornbirn, Vorarlberger Gemeindehaus. Geplant ist eine Fragebogenauswertung zur Beschaffungssituation Vorarlberger Gemeinden in Kombination mit einer Literaturauswertung. 1. Problemstellung: Fuer die Behandlung verkehrlicher Ansprueche auf Gemeindeebene sind zwar ausreichend technische Richtlinien (RVS, OeNORM etc.), aber kaum Empfehlungen fuer die Wahl umweltfreundlicher Materialien vorhanden. Hinzu kommt, dass beim (Strassen-)Verkehr die umweltrelevanten Auswirkungen nicht so sehr von eingesetzten Stoffen und den verwendeten Baumaterialien ausgehen, sondern in hohem Masse auch vom Betrieb der Anlagen (= Verkehrsablauf, Verkehrsmengen, Betreuung der Anlagen etc.) abhaengig sind. Planerische Ueberlegungen, wie die Wahl geeigneter Rahmenbedingungen fuer die Foerderung umweltfreundlicher Verkehrsarten (Fussgaenger-, Radverkehr und oeffentlicher Verkehr) und die Gestaltung von Verkehrsflaechen haben einen wesentlichen Einfluss auf die Umweltbelastungen. 2. Zielsetzung und Aufgabenstellung: Das Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, den Teil 'Verkehr' im Modul 'Tiefbau' fuer den Leitfaden 'Oekologisierung des Beschaffungswesens' zu erstellen. Dabei sollen in uebersichtlicher Form Hinweise zur Wahl geeigneter, d.h. umweltschonender Stoffe und Materialien gegeben werden und auch Planungshilfen zusammengestellt werden, welche Loesungsansaetze fuer die Bewaeltigung von 'Verkehrsproblemen' in einer Form bieten, dass die oekologischen Belange moeglichst stark beruecksichtigt werden. Zielgruppe sind Entscheidungstraeger auf Gemeindeebene, technische Details sind daher zweitrangig.
Das Projekt dient der Forcierung des Biomasseeinsatzes im Rahmen von Kleinfeuerungsanlagen. Dazu werden: die Foerderungen in den Bundeslaendern Burgenland, Kaernten, Oberoesterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg vergleichend dargestellt, die Wirksamkeit unterschiedlicher Foerderungen abgeschaetzt und ein Vorschlag fuer eine effiziente Foerderstrategie erarbeitet.
Ammoniak ist nicht nur eine essentielle Basischemikalie sondern auch ein interessanter Energieträger und kohlenstofffreier, kovalenter Wasserstoffspeicher. Die Herstellung von Ammoniak, geschieht heute kommerziell ausschließlich basierend auf fossilen Rohstoffen und ist für 1% der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Die Entwicklung von alternativen Verfahren zur nachhaltigen Produktion von Ammoniak in geschlossenen Stoffkreisläufen ist eine zentrale technologische Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Ammoniak ist aufgrund seiner hohen Energiedichte, seinem hohen Wasserstoffgehalt und der bestehenden sicheren großtechnischen Infrastruktur ein idealer chemischer Energieträger. Im Gegensatz zu anderen Wasserstoffträgern enthält Ammoniak keinen Kohlenstoff. Stattdessen erfüllt Stickstoff die Rolle des zentralen Trägerelements. Aufgrund seiner hohen Konzentration kann Stickstoff aus der Atmosphäre mit weit geringerem energetischem Aufwand gewonnen werden als Kohlenstoff (via Kohlendioxid). Stickstoff eignet sich folglich besonders gut als Basis eines nachhaltigen Treibstoffsystems mit geschlossenen Stoffkreisläufen. Im vorliegenden Sondierungsprojekt bündeln die Forschungszentren Mikrotechnik (FZMT) und Energie (FBE) der FH Vorarlberg ihre Ressourcen um die Machbarkeit der Produktion von Ammoniak mittels elektrochemischer Mikroreaktoren als nachhaltige und skalierbare Alternative zu den heute eingesetzten fossil basierten Verfahren zu untersuchen. Die Ziele des Sondierungsprojekts sind: 1) Der Aufbau eines Prüfstands für die Entwicklung und Untersuchung elektrochemischer Mikroreaktoren zur Herstellung von Ammoniak und Wasserstoff, 2) der Bau und die Demonstration eines Reaktorprototypen, 3) die Demonstration der Herstellung mikro- und nanostrukturierter Zellmembranen, 4) die Durchführung einer wirtschaftlichen Analyse der vorgeschlagenen Technologien und 5) die Vorbereitung eines größeren Forschungs- und Innovationsprojekts und die Gründung eines entsprechenden Konsortiums. Der vorgeschlagene Ansatz ist ausgesprochen innovativ da er im Gegensatz zu den heute eingesetzten industriellen Prozessen 1) völlig CO2 neutral ist, 2) die Möglichkeit bietet fluktuierenden Strom aus erneuerbaren Quellen chemisch bei hohen Energiedichten zu speichern, 3) Verfahren basierend auf elektrochemischen Mikroreaktoren durch Parallelisierung beliebig skalierbar sind und dadurch für Nischen- oder Inselanwendungen den Einsatz von NH3 als chemischen Energiespeicher auf kleiner Skala überhaupt erst möglich machen, 4) Mikroreaktoren aufgrund der geringen Stoffmengen sicher und gut kontrollierbar sind, 5) etablierte mikrotechnologischen Verfahren zur Massenproduktion genutzt werden können und somit eine schnelle Kommerzialisierung ermöglichen. (Text gekürzt)
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 101 |
| Europa | 6 |
| Land | 2 |
| Weitere | 1 |
| Wissenschaft | 12 |
| Zivilgesellschaft | 3 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 97 |
| Taxon | 2 |
| Text | 4 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 6 |
| Offen | 97 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 101 |
| Englisch | 22 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 1 |
| Dokument | 2 |
| Keine | 77 |
| Webseite | 24 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 76 |
| Lebewesen und Lebensräume | 103 |
| Luft | 43 |
| Mensch und Umwelt | 103 |
| Wasser | 58 |
| Weitere | 99 |