API src

Found 39 results.

Related terms

Michael Hauer: „Energetische Sanierung der Kita in Ralingen ist Paradebeispiel für passgenaue Lösungen zur Wärmewende vor Ort“

Klimaschutz- und Energiestaatssekretär überreicht Förderbescheid über knapp 1,2 Millionen Euro für energetische Sanierung der Kita in Ralingen „Damit die dringend notwendige Energiewende gelingen kann, brauchen wir eine klimafreundliche Wärmewende. Bau und Nutzung im Gebäudesektor sind derzeit für rund 30 Prozent der gesamten CO 2 -Emissionen in Deutschland verantwortlich. Dieser Wert muss dringend reduziert werden. Gelingen kann die Wärmewende, wenn fossile Bestandsanlagen durch klimafreundliche Alternativen ausgetauscht werden. Die Landesregierung hat sich dabei insbesondere auf die Fahnen geschrieben sowohl die Sanierungsrate von Gebäuden zu erhöhen als auch die Umstellung auf klimafreundliche Wärmelösungen voranzutreiben. Beispielhaft hierfür ist die geplante umfangreiche energetische Sanierung der Kita hier in Ralingen, die sich durch hohe Endenergiebedarfseinsparungen bei gleichzeitig konkurrenzfähigen Kosten auszeichnet“, sagte Klimaschutzstaatssekretär Michael Hauer heute in der Gemeinde im Landkreis Trier Saarburg. Dort überreichte er Ortsbürgermeister Alfred Wirtz einen Bescheid über insgesamt bis zu 1,17 Millionen Euro. Die Fördergelder setzen sich zusammen aus 784.800 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und 392.400 Euro, die das rheinland-pfälzische Klimaschutzministerium zur Verfügung stellt. Mit den Geldern werden unter anderem die Fassade, das Dach und die Kellerdecke der Kindertagesstätte gedämmt. Außerdem werden Fenster und Außentüre ausgetauscht, Balkone und Vordächer erneuert sowie Arbeiten zum sommerlichen Wärmeschutz vorgenommen. Zudem werden gebäudeintegrierte Resilienzmaßnahmen gegen Hochwasser umgesetzt und die Wärmeverteilung durch den Heizkörpertausch auf Niedertemperatursysteme umgerüstet. "Wir in der Ortsgemeinde Ralingen freuen uns besonders über die Fördergelder, ohne die diese Sanierung nicht möglich wäre. In Zeiten, in denen wir immer wieder über die schlechte finanzielle Ausstattung der Gemeinden sprechen, zeigt sich hier wie die Landesregierung die Kommunen bei wichtigen zukunftsweisenden Projekten finanziell unterstützt", betonte Ortsbürgermeister Alfred Wirtz. Um genau solche vorbildlichen Maßnahmen wie hier in Ralingen zu unterstützen und weitere Impulse zur Erhöhung der energetischen Sanierungsrate in kommunalen Bestandsgebäuden zu setzen, habe das Klimaschutzministerium den EFRE-Förderschwerpunkt „Kommunale Gebäudeenergieeffizienz“ ins Leben gerufen. Allein im Rahmen des laufenden 5. EFRE-Fördercalls hätten sich kommunale Gebietskörperschaften mit 17 Objekten beworben, von denen nach Zuschlagserteilung nun 13 Objekte sukzessive in die energetische Sanierung gehen können, so Staatssekretär Michael Hauer. „Darauf ausgerichtet, Rheinland-Pfalz zielgerichtet und früher zur Klimaneutralität zu führen, verfolgen wir mit den EFRE-Fördercalls für kommunale Gebäudeenergieeffizienz wichtige Zielsetzungen: So soll die Sanierung kommunaler Gebäude, die eine wesentlich Vorbildfunktion einnehmen, den energetischen gesetzlichen Mindeststandard übertreffen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der energetischen Sanierung und Dämmung der Außenhülle sowie der Reduktion des Energiebezugs. So werden die Voraussetzungen geschaffen, dass Gebäudehülle und Wärmeversorgung fit für eine langjährige Weiternutzung gemacht werden und die kommunale Gebäudesubstanz erneuert und geschützt wird. Da der Klimawandel bereits jetzt erheblichen negativen Einfluss auf die Nutzung kommunaler Gebäude zeigt, setzen wir gezielt Anreize, um Resilienzmaßnahmen zur Abmilderung von schädlichen Umwelteinflüssen von Anfang an mitzudenken. Das Design der Fördercalls zielt darauf ab, auf kosteneffiziente Weise Endenergie und Energiebezugskosten drastisch zu senken und damit die kommunalen Haushalte nachhaltig zu entlasten. Die anstehende energetische Sanierung der Kita hier in Ralingen, die sich durch eine beachtliche Endenergiebedarfseinsparung von rund 88,8 Prozent auszeichnet, ist dabei ein Paradebeispiel für passgenaue Lösungen zur Wärmewende vor Ort“ so Michael Hauer.

Katrin Eder: „Gebäudesanierungen im Kreis Kusel weiterer wichtiger Schritt Richtung Klimaneutralität in Rheinland-Pfalz“

Klimaschutzministein übergibt Förderbescheide über rund 7,6 Millionen Euro für umfassende energetische Sanierung von Schulen in Lauterecken und Schönenberg-Kübelberg „Um die Energiewende erfolgreich zu gestalten, brauchen wir eine klimafreundliche Wärmewende. Diese kann gelingen, wenn fossile Bestandsanlagen durch klimafreundliche Alternativen ausgetauscht werden. Um verstärkt Impulse zur Erhöhung der energetischen Sanierungsrate im kommunalen Bereich zu setzen, hat das Klimaschutzministerium den EFRE-Förderschwerpunkt ‚Kommunale Gebäudeenergieeffizienz‘ ins Leben gerufen. Über die innovativen EFRE-Fördercalls können wir die kommunale Eigenverantwortung weiter stärken und helfen, passgenaue Lösungen zur Wärmewende vor Ort zu entwickeln. Mit der anstehenden umfassenden energetischen Sanierung des Veldenz-Gymnasiums in Lauterecken und der Integrierten Gesamtschule Schönenberg-Kübelberg / Waldmohr hat sich die Kreisverwaltung Kusel im 2. EFRE-Fördercall mit gleich zwei hervorragenden Projekten durchgesetzt“, sagte Klimaschutz- und Energieministerin Katrin Eder heute in Schönenberg-Kübelberg. Dort überreichte sie die beiden Förderbescheide über insgesamt rund 7,6 Millionen Euro an den Landrat des Kreises Kusel, Otto Rubly. „Wir freuen uns sehr über die positive Entscheidung des Fördermittelgebers, die zeigt, dass wir mit unseren Ideen und Anträgen auf dem richtigen Weg sind“, bedankte sich Landrat Otto Rubly nach dem Erhalt der Förderbescheide. „Dass wir gleich mit beiden Anträgen erfolgreich waren, spricht für die Qualität der eingereichten Anträge. Dafür ein großes Lob und einen großen Dank an alle Beteiligten. Damit können wir zwei unserer kreiseigenen Schulen energetisch sanieren – eine wichtige und weitreichende Investition in die Modernisierung und Zukunftssicherung unserer Bildungseinrichtungen“, so der Landrat weiter. In die umfassende energetische Sanierung des Veldenz Gymnasiums in Lauterecken fließen fast 3,6 Millionen Euro an Fördermitteln. Für entsprechende Maßnahmen an der Integrierten Gesamtschule Schönenberg-Kübelberg / Waldmohr werden rund vier Millionen Euro bereitgestellt. Mit den Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und denen des Landes Rheinland-Pfalz werden unter anderem die Fassaden gedämmt, Fenster und Außentüren ausgetauscht oder Maßnahmen zum sommerlichen Wärmeschutz vorgenommen. Investiert wird außerdem in die Steuerungs- und Regelungstechnik sowie in raumlufttechnische Anlagen. „Bei niedrigsten Kosten und höchster sanierter Quadratmeterzahl zeichnen sich beide Vorhaben durch beachtliche Endenergiebedarfseinsparungen aus. So betragen diese rund 86 Prozent für das Veldenz Gymnasium und zirka 91 Prozent für die Integrierte Gesamtschule Schönenberg-Kübelberg / Waldmohr. Beide Projekte leisten damit einen wichtigen Beitrag, Rheinland-Pfalz zielgerichtet und früher zur Klimaneutralität zu führen“, betonte die Ministerin. Mit den EFRE-Fördercalls verfolge das Klimaschutzministerium für kommunale Gebäudeenergieeffizienz gleich mehrere Ziele. So solle die Sanierung kommunaler Gebäude den energetischen gesetzlichen Mindeststandard deutlich übertreffen. Im Mittelpunkt stünde dabei die energetische Sanierung und Dämmung der Außenhülle sowie die Reduktion des Energiebezugs, da es gerade hier noch viel zu tun gäbe. Auf diese Weise würden die Voraussetzungen geschaffen, dass Gebäudehülle und Wärmeversorgung fit für eine langjährige Weiternutzung gemacht und damit kommunale Gebäudesubstanz erneuert und geschützt würde, erläuterte Katrin Eder. „Die Energiewende erfolgt dezentral. Die Förderung wird deshalb über innovative EFRE-Fördercalls ausgelobt: Damit entlasten wir nachhaltig die kommunalen Haushalte, stärken explizit die kommunale Eigenverantwortung und eröffnen gleichzeitig die Möglichkeit, passgenaue Lösungen zur Wärmewende vor Ort zu entwickeln. Der Klimawandel hat bereits jetzt erheblichen negativen Einfluss auf die Nutzung kommunaler Gebäude. Deshalb setzen wir gezielt Anreize, um Resilienzmaßnahmen zur Abmilderung der Klimawandelfolgen von Anfang an mitzudenken. Die Planungen für die beiden Schulen hier im Kreis Kusel zeigen, wie dies in vorbildlicher Weise geschehen kann“, so die Klimaschutzministerin abschließend.

Katrin Eder: „Machbarkeitsstudien zum Einsatz künstlicher Intelligenz an Kläranlagen liefern wichtige Erkenntnisse zur Energieoptimierung“

Klimaschutzministerin überreicht drei Förderbescheide – Zwei davon über insgesamt 272.500 Euro für KI-Machbarkeitsstudien an Zentralkläranlage Bernkastel-Kues und Kläranlage Riol (VG Schweich) – außerdem fast 2,5 Millionen Euro für energetische Sanierung einer Grundschule „Um unsere Emissionen zu reduzieren und so dem Klimawandel entgegenzuwirken ist es wichtig, dass wir möglichst schnell eine Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien schaffen. In unserem neuen Landesklimaschutzgesetz setzen wir uns deshalb ambitionierte Ziele: Neben dem Ziel der Klimaneutralität bis spätestens 2040 verfolgen wir das Vorhaben, bereits ab 2030 unseren gesamten Bruttostromverbrauch bilanziell durch Erneuerbare zu decken. Auch wenn der Klimawandel ein globales Problem ist, müssen wir lokal handeln“, betonte Klimaschutz- und Energieministerin Katrin Eder bei der Übergabe zweier Förderbescheide an Leo Wächter, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues und eines weiteren Förderbescheids an Christian Scholtes, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Schweich, in Vertretung von Bürgermeisterin Christiane Horsch. „Natürlich müssen unsere Förderungen dieses Ziel ebenfalls verfolgen und die Kommunen auf diesem Pfad unterstützen. Die beiden Verbandsgemeinden tragen mit ihren Projekten vorbildlich hierzu bei. Besonders hervorheben möchte ich die beiden Machbarkeitsstudien, die an je einer Kläranlage durchgeführt werden, denn Kläranlagen gehören zu Deutschlands größten Energieverbrauchern. In Rheinland-Pfalz verfolgen wir bereits seit vielen Jahren ambitioniert das Ziel, unsere Abwässer möglichst energieautark zu reinigen. Die Machbarkeitsstudien zum Einsatz Künstlicher Intelligenz sollen uns zur Optimierung in diesem Bereich weitere wichtige Erkenntnisse liefern“, führte Katrin Eder weiter aus. Zur Durchführung einer dieser Machbarkeitsstudien überreichte Klimaschutzministerin Eder einen Förderbescheid in Höhe von 122.500 Euro an Leo Wächter, Bürgermeister der VG Bernkastel-Kues. An der Zentralkläranlage Bernkastel-Kues werden im Rahmen der Studie Erkenntnisse über die Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz (KI) bei der Energieoptimierung von Kläranlagen gesammelt. Die Studie wird im Rahmen der Kooperationsvereinbarung Digitaler Zwilling Wasserwirtschaft gemeinsam mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und dem Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier durchgeführt. In Zusammenarbeit mit den kommunalen Werken sollen gemeinsame Referenzmodelle entwickelt werden, die als praxistauglicher Ansatzpunkt für die Entwicklung von Digitalisierungsmaßnahmen dienen und eine vollumfängliche Entscheidungsgrundlage zur Umsetzung wichtiger Klimaschutzbemühungen mit einem größtmöglichen Effekt zur Reduktion von Treibhausgasemissionen mit Unterstützung von KI liefern. Von den Verbandsgemeindewerken Bernkastel-Kues werden insgesamt 13 Kläranlagen betrieben, davon ist die Zentralkläranlage mit 33.360 Einwohnerwerten die Größte. Leo Wächter, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues, sagte: „Die Verbandsgemeinde und die Verbandsgemeindewerke Bernkastel-Kues beschäftigen sich bereits seit 13 Jahren erfolgreich damit, die Energieverbräuche in den kommunalen Einrichtungen zu reduzieren. Insbesondere bei den Verbandsgemeindewerken mit sehr hohen Energieverbräuchen trägt die Energieoptimierung wesentlich zum Klimaschutz bei. Zudem ergibt sich mittelfristig Entgelt- und Gebührenstabilität für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Die Verbandsgemeindewerke Bernkastel-Kues hoffen, dass mit den Ergebnissen der nunmehr geförderten Machbarkeitsstudie auch für andere kommunale Betriebe in Rheinland-Pfalz vergleichbare Fragestellungen beantwortet und weitere Projekte initiiert werden können.“ Eine weitere Machbarkeitsstudie wird in der Verbandsgemeinde Schweich durchgeführt. Hier geht es um eine automatische Datenvalidierung, um die Qualität der auf der Kläranlage Riol anfallenden Daten, als Grundlage für die Anwendung von KI-Methoden, dauerhaft zu verbessern. Grundbedingung für den Weg hin zu einer energieneutralen und reinigungseffizienten Kläranlage ist die Digitalisierung aller verfahrenstechnischen Prozesse. Nur mit brauchbaren Daten können Energieeffizienzpotenziale gehoben, die regenerative Energieerzeugung optimiert und im Lastmanagement Verbraucher und Erzeuger so aufeinander abgestimmt werden, dass die Bilanz der Treibhausgase dauerhaft neutral wird. Für die Durchführung des Projektes ist eine Beauftragung der Firmen BITControl, MOcons sowie des DFKI vorgesehen. Für das Projekt nahm Christian Scholtes, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Schweich, in Vertretung von Bürgermeisterin Christiane Horsch, einen Förderbescheid in Höhe von 150.000 Euro von Klimaschutzministerin Katrin Eder entgegen. Christian Scholtes sagte: „Wie an dem Beispiel der Nachbarverbandsgemeinde Bernkastel-Kues, ist die Optimierung der Kläranlagenprozesse eine stetige Aufgabe unseres Eigenbetriebes des Abwasserwerks der Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße. Mit dem Vorhaben soll dem Betrieb und insbesondere dem Betriebspersonal ein wirksames Werkzeug an die Hand gegeben werden, um die Vielzahl an Messpunkten – die an einer modernen Kläranlage verbaut sind – zu überwachen. Mit Hilfe des Einsatzes künstlicher Intelligenz sollen die auflaufenden Daten auf Plausibilität, Genauigkeit und Verwendbarkeit überprüft werden. Mit den Werkzeugen der KI werden die Daten validiert, fehlende Daten ersetzt, Driften bestimmt und der Unterhaltungsaufwand frühzeitig erkannt. In Kooperation mit dem DFKI ist vorgesehen, dass die Ergebnisse den kommunalen Abwasserbetrieben – zur weiteren Minimierung der Energiebedarfe – zur Verfügung gestellt werden.“ Darüber hinaus brachte Ministerin Katrin Eder noch einen weiteren Förderbescheid für die Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues über fast 2,5 Millionen Euro mit, mit dem die energetische Sanierung der Grundschule Kleinich aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung – kurz EFRE – bezuschusst wird. So sollen etwa Fassaden, das Dach sowie Bodenplatten gedämmt werden, Fenster und Außentüren ausgetauscht, raumlufttechnische Anlagen installiert und gebäudeintegrierte Maßnahmen zum Wärmeschutz im Sommer und zur Resilienz bei Starkregen durchgeführt werden. Auf diese Weise können an der Grundschule Kleinich künftig mehr als 86 Prozent Endenergie eingespart werden. „Damit uns die Energiewende gelingt, müssen wir auch die Wärmewende vorantreiben. Aus diesem Grund setzen wir auf klimafreundliche Wärmelösungen und erhöhen die Sanierungsrate von Gebäuden. Um auch künftig verstärkt Impulse in diesem Bereich zu setzen, haben wir den neuen EFRE-Förderschwerpunkt ‚Kommunale Gebäudeenergieeffizienz‘ ins Leben gerufen und bezuschussen darüber Projekte mit bis zu 90 Prozent“, sagte Katrin Eder.

Ressourcenschutz

Ressourcenschutz ist Klimaschutz. Ein rücksichtsvoller und sparsamer Gebrauch von natürlichen Ressourcen wie Wasser und aus natürlichen Ressourcen erzeugten Energien wie Wärme und Strom tragen zum Klimaschutz bei. In der Schule werden naturgemäß viel Strom, Wasser und Energie verbraucht. An vielen Stellen besteht ein, je nach Ausgangslage, hohes Einsparpotenzial. Sei es durch Maßnahmen am Gebäude selbst oder durch Verhaltensänderungen seitens der Schülerschaft und des Lehrpersonals. Wer den Stromverbrauch reduzieren möchte, muss sich erst einmal darüber im Klaren sein, welches die größten „Stromfresser“ sind. Schülerinnen und Schüler können zusammen mit Lehrerinnen und Lehrern eine Bestandsaufnahme der Stromverbraucher im Schulgebäude durchführen und anschließend geeignete Einsparungsmaßnahmen umsetzen. Schulgebäude sind je nach Entstehung und Zeitpunkt der letzten Sanierung unterschiedlich gut gegen Wärmeverluste gedämmt. Je nach Gebäudezustand gibt es Quellen für Wärmeverluste, sogenannte Kältebrücken. Wer Schwachpunkte eines Gebäudes finden möchte, kann diese mithilfe einer Wärmebildkamera ausfindig machen. Das Suchen und Identifizieren von Kältebrücken kann in den Unterricht eingebaut werden und von Schülerinnen und Schülern übernommen werden. Bei der nächsten Sanierung können die Ursachen der Kältebrücken gezielt beseitigt werden. Eine weitere Möglichkeit den Stromverbrauch einer Schule zu reduzieren ist das konsequente Trennen von Geräten vom Stromnetz, wenn sie nicht verwendet werden. Auch in Ferienzeiten und am Wochenende sollte Standby-Strom vermieden werden. Was kompliziert klingt, ist nichts anderes als richtiges und effizientes Lüften, sowie das Einstellen der passenden Temperatur in genutzten Räumen. Die modernste Heizungsanlage kann nicht klimaschonend arbeiten, wenn die Raumtemperatur nicht sachgerecht eingestellt wird. Die Raumtemperatur sollte an die aktuelle Nutzung anpasst werden. Aber nicht nur effizientes Heizen spielt eine große Rolle für eine positive Klimabilanz, auch durch richtiges Lüften kann viel Energie eingespart werden. So sollte zum Beispiel die Kippstellung von Fenstern während der Heizperiode vermieden werden. Stattdessen ist kurzes Stoßlüften bei heruntergedrehter Heizung effektiv und spart Energie. CO 2 -Messgeräte können dabei helfen zu erkennen, wann Lüften nötig ist. Häufig stellen sich alte Fenster als Verlustquelle für Wärme heraus. Ein Austausch alter gegen neue, wärmedämmende Fenster hilft, Heizenergie zu sparen. Der Einbau einer modernen Heizungsanlage hat ebenfalls einen positiven Effekt auf die Klimabilanz des Hauses. Heizungen sollten außerdem funktionierende Thermostate haben, an denen die Raumtemperatur geregelt werden kann, sodass Räume nicht überheizt werden. Zu den größten Stromverbrauchern an einer Schule gehört die Beleuchtung. Eine der einfachsten und schnellsten Maßnahmen, den Stromverbrauch in der Schule zu reduzieren, ist der Austausch konventioneller Glühlampen gegen Energiesparlampen wie LEDs. Außerdem sollte Licht nur da brennen, wo es auch gerade benötigt wird. Die Installation von Bewegungsmeldern in den Schultoiletten oder den Fluren verhindert, dass Licht angelassen wird, wo es nicht mehr gebraucht wird. In Klassenräumen können Schülerinnen und Schüler abwechselnd die Aufgabe übernehmen, auf das Ausschalten des Lichtes nach Verlassen des Raumes zu achten. Eine Solaranlage (Photovoltaikanlage) produziert umweltfreundlichen Strom und kann je nach Größe nicht nur für den eigenen Stromverbrauch genutzt werden, sondern wirft unter Umständen nach einigen Jahren sogar Gewinne ab. Neben der reinen Stromgewinnung aus Sonnenenergie bietet eine Installation einer Solaranlage auf dem Schuldach auch die Möglichkeit, Schülerinnen und Schülern den Nutzen erneuerbarer Energiequellen ganz praktisch zu demonstrieren – beispielsweise durch eine solarbetriebene Ladestation für Handys oder Elektroräder. Schulen, die nicht die Möglichkeit einer eigenen Solaranlage auf dem Dach haben, können alternativ Ökostrom statt konventionell erzeugtem Strom aus dem Stromnetz beziehen und so Strom aus regenerativen Energien bevorzugen. Das Wässern eines Schulgartens verbraucht gerade im Sommer große Wassermengen. Wer Regenwasser auffängt und damit den Schulgarten versorgt, wässert umweltschonend. Durch tropfende Wasserhähne können am Tag mehrere Liter Wasser ungenutzt verloren gehen. Hähne und Dichtungen sollten daher häufig und regelmäßig auf ihre Dichtheit überprüft werden und gegebenenfalls zügig repariert werden. In Schulgebäuden passiert es zudem häufig, dass versehentlich ein Wasserhahn nicht geschlossen wird. Der Einbau von automatischen Wasserhähnen mit Bewegungssensoren kann zum Wassersparen beitragen. Auch bei der Toilettenspülung ergeben sich Einsparpotentiale: Wassersparende Spülkästen helfen ebenso Ressourcen zu sparen, wie der Einbau von Spülkästen mit einer Zwei-Mengentechnik. Bild: Heinrich-Mann-Schule Heinrich-Mann-Schule Die Integrierte Sekundarschule Heinrich-Mann-Schule in Neukölln engagiert sich bereits seit 2008 aktiv im Klima- und Umweltschutz – sowohl mit baulichen Maßnahmen als auch mit zahlreichen (Weiter)Bildungsangeboten. Weitere Informationen Bild: wckiw/Depositphotos.com Carl-Friedrich-von-Siemens-Gymnasium In Sachen Umwelt- und Klimaschutz verfolgt das Carl-Friedrich-von-Siemens-Gymnasium in Spandau einen ganzheitlichen Ansatz. Weitere Informationen Bild: Robert-Havemann-Gymnasium Robert-Havemann-Gymnasium Das Robert-Havemann-Gymnasium engagiert sich auf vielfältige Weise im Umwelt- und Klimaschutz. Hierfür konnte das Gymnasium im Laufe der Jahre zahlreiche Wettbewerbe und Preise gewinnen. Weitere Informationen Bild: Peter-Lenné-Schule Peter-Lenné-Schule Die Peter-Lenné-Schule in Zehlendorf trägt seit 2014 den Zusatz „Oberstufenzentrum Natur und Umwelt“ und zeigt so ihr umfassendes Engagement für den Klimaschutz. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der gesamten Bandbreite der Klimaschutz-Maßnahmen auseinander. Weitere Informationen Bild: Goethe-Gymnasium Lichterfelde Goethe-Gymnasium Lichterfelde Das Gymnasium in Lichterfelde engagiert sich seit Jahren mit steigender Intensität im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Weitere Informationen

Landau erhält mehr als zwei Millionen Euro KIPKI-Förderung für Klimaschutzprojekte vor Ort

Katrin Eder: „Wer das Klima schützt, spart sowohl Bares als auch klimaschädliches CO2“ – Stadt realisiert mit KIPKI-Förderung unter anderem den Ausbau des Nahwärmenetzes West sowie Förderprogramme für Bürgerinnen und Bürger „Kommunen kommt beim Klimaschutz eine Schlüsselrolle zu. Hier wird geplant, genehmigt und umgesetzt. Hier finden Diskussionen mit den Bürgerinnen und Bürgern statt, was die Attraktivität eines Ortes erhöht. Dabei sind die Kommunen selbst die Experten und wissen, was bei ihnen umsetzbar ist und einen möglichst großen Nutzen sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für das Klima hat. Deshalb hat die Landesregierung das Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation, kurz KIPKI, mit insgesamt 250 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Hier kann jede Kommune selbst aus einem Maßnahmenkatalog auswählen, was für sie passend ist. Pro Einwohnerin und Einwohner gibt es rund 44 Euro, die sich Landkreis und Verbandsgemeinden aufteilen. Für die Stadt Landau bedeutet das eine Summe in Höhe von 2.056.605,59 Euro“, so Klimaschutzministerin Katrin Eder. Insgesamt möchte Landau neun Teilprojekte für mehr Klimaschutz umsetzen. Rund 740.000 Euro fließen dabei in vier unterschiedliche Förderprogramme für Bürgerinnen und Bürger. Für Balkon-PV-Anlagen soll etwa ein Pauschalbetrag von 200 Euro gewährt werden, auch beim Kauf eines Lastenfahrrads oder Fahrradanhängers gibt es eine Förderung. Ebenso soll die Anschaffung von Elektrorollern und S-Pedelecs mit einem Förderprogramm unterstützt werden. Außerdem wird die Anschaffung von Elektro-Wandladestationen und Elektroladesäulen mit einem Pauschalbetrag gefördert. Mit weiteren 250.000 Euro plant die Stadt Landau, ein Erdsondenfeld zur Versorgung der Berufsbildenden Schule (BBS), der BBS-Sporthalle und der Thomas-Nast-Schule mit Sole-Wasser-Wärmpumpen zu errichten. Das Verwaltungsgebäude der Berufsbildenden Schule in Landau soll zudem zur Steigerung der Energieeffizienz mit einer Wärmedämmung gedämmt sowie mit Wärmeschutzfenstern ausgestattet werden. Rund 300.000 Euro sollen aufgewendet werden, um in E-Fahrzeuge und in den Ausbau stationärer Car-Sharing-Standorte zu investieren. Der Ausbau des bestehenden Nahwärmenetzes im westlichen Stadtgebiet ist ebenfalls geplant. Das letzte Teilprojekt, das Landau umsetzen möchte, ist die Beschattung mit Sonnensegeln und Baumpflanzungen in den insgesamt 34 Kindertagesstätten. „Die Südpfalz ist als Toskana Deutschlands besonders von steigenden Temperaturen betroffen. Jede Anstrengung, jede Maßnahme gegen den Klimawandel hilft. Deswegen fördern wir neben Klimaschutz in unseren Schulen und Kitas jetzt das Engagement der Bürgerinnen und Bürger“, so Oberbürgermeister Dominik Geißler. Bürgermeister Lukas Hartmann fügte hinzu: „Wir möchten Landaus aktive Klimaschützerinnen und -schützer unterstützen und haben deswegen Wert auf Maßnahmen gelegt, bei denen viele mitmachen können. Neben einem Zuschuss für Balkonsolaranlagen gibt es deshalb auch 500 Euro für Lasten- und Therapieräder, 100 Euro für Fahrradanhänger, aber auch 400 Euro für Elektroroller. Ab dem 3. Juni können die Förderanträge gestellt werden.“ „Ich bin davon überzeugt: Investitionen in den Klimaschutz sind Investitionen in die Zukunft. Denn wer das Klima schützt, spart sowohl Bares als auch klimaschädliches CO 2 . Mit KIPKI, dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation entlasten wir das Klima und die Haushaltskassen der Kommunen. So können alle sehen: Klimaschutz lohnt sich. Zudem unterstützen wir die Kommunen auch fachlich und beraten sie gerne, wie CO 2 eingespart werden kann oder was man beispielsweise tun kann, damit sich Innenstädte nicht zu stark aufheizen oder Wasser gut abfließen kann. Rheinland-Pfalz ist von der Erderhitzung stärker betroffen als andere Regionen in unserem Land. Deshalb ist es so wichtig, gewappnet zu sein. Und deshalb steht das Klimaschutzministerium den Kommunen auch über KIPKI hinaus gerne zur Seite“, so Klimaschutzministerin Katrin Eder. Hintergrund Die Landesregierung unterstützt die Kommunen bei Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels mit dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI), das ein Gesamtvolumen von 250 Millionen Euro umfasst. Ganz ohne finanzielle Eigenbeteiligung können die Kommunen aus einem Maßnahmenkatalog auswählen, was sie vor Ort umsetzen möchten. Dazu erhalten die Kommunen einen Pauschalbetrag von rund 44 Euro pro Einwohnerin und Einwohner. Ergänzt wird die direkte Förderung der Kommunen durch ein wettbewerbliches Verfahren, mit dem besonders innovative Leuchtturmprojekte gefördert werden sollen, an dem sich auch Unternehmen beteiligen können. Hier finden Sie ein Video, in dem KIPKI, das Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation erklärt wird: https://www.youtube.com/watch?v=OaZ4bJ3PAhw Hier finden Sie weitere Informationen zu KIPKI: https://kipki.rlp.de

Design2PV - Entwicklung von industriell herstellbaren BIPV Modulen mit hoher Effizienz, innovativem Design und großem Gestaltungsspielraum, Teilvorhaben: Bauforschung und Architektenausbildung

Ziel des Projekts ist die Entwicklung von BIPV Modulen mit hoher Effizienz, innovativem Design und großem Gestaltungsspielraum auf der Basis einer neuen Grundidee. Die Module sollen als Glas-Glas-Module ausgeführt werden, wobei die Module die Anforderungen für Verbund-Sicherheitsglas erfüllen sollen. Dies erleichtert die Integration in den Bauprozess sehr stark und ermöglicht durch die transparente Optik eine sehr gute ästhetische Integration vor opaken Flächen oder in Wärme- oder Sonnenschutzverglasungen. Es wird erwartet, dass sich dadurch die Verwendbarkeit insbesondere bei Sanierungsprojekten deutlich verbessert.

Design2PV - Entwicklung von industriell herstellbaren BIPV Modulen mit hoher Effizienz, innovativem Design und großem Gestaltungsspielraum, Teilvorhaben: Anwendung der 'active wire Technologie' für neue, innovative BIPV-Produkte

Ziel des Projekts ist die Entwicklung von BIPV Modulen mit hoher Effizienz, innovativem Design und großem Gestaltungsspielraum auf der Basis einer neuen Grundidee. Die Module sollen als Glas-Glas-Module ausgeführt werden, wobei die Module die Anforderungen für Verbund-Sicherheitsglas erfüllen sollen. Dies erleichtert die Integration in den Bauprozess sehr stark und ermöglicht durch die transparente Optik eine sehr gute ästhetische Integration vor opaken Flächen oder in Wärme- oder Sonnenschutzverglasungen. Es wird erwartet, dass sich dadurch die Verwendbarkeit insbesondere bei Sanierungsprojekten deutlich verbessert.

Design2PV - Entwicklung von industriell herstellbaren BIPV Modulen mit hoher Effizienz, innovativem Design und großem Gestaltungsspielraum, Teilvorhaben: Konzeption und Realisierung von BIPV Systemen am Beispiel einer Pilotanlage

Ziel des Projekts ist die Entwicklung von BIPV Modulen mit hoher Effizienz, innovativem Design und großem Gestaltungsspielraum auf der Basis einer neuen Grundidee. Die Module sollen als Glas-Glas-Module ausgeführt werden, wobei die Module die Anforderungen für Verbund-Sicherheitsglas erfüllen sollen. Dies erleichtert die Integration in den Bauprozess sehr stark und ermöglicht durch die transparente Optik eine sehr gute ästhetische Integration vor opaken Flächen oder in Wärme- oder Sonnenschutzverglasungen. Es wird erwartet, dass sich dadurch die Verwendbarkeit insbesondere bei Sanierungsprojekten deutlich verbessert.

Design2PV - Entwicklung von industriell herstellbaren BIPV Modulen mit hoher Effizienz, innovativem Design und großem Gestaltungsspielraum, Teilvorhaben: Bauprozessintegration, wissenschaftliche Begleitforschung und IEA-Subtaskleitung

Ziel des Projekts ist die Entwicklung von BIPV Modulen mit hoher Effizienz, innovativem Design und großem Gestaltungsspielraum auf der Basis einer neuen Grundidee. Die Module sollen als Glas-Glas-Module ausgeführt werden, wobei die Module die Anforderungen für Verbund-Sicherheitsglas erfüllen sollen. Dies erleichtert die Integration in den Bauprozess sehr stark und ermöglicht durch die transparente Optik eine sehr gute ästhetische Integration vor opaken Flächen oder in Wärme- oder Sonnenschutzverglasungen. Es wird erwartet, dass sich dadurch die Verwendbarkeit insbesondere bei Sanierungsprojekten deutlich verbessert.

Umbau des Wasserturms in Radolfzell zu einem Nullenergie-Hochhaus

Der private Investor Jürgen Räffle hat einen leer stehenden Wasserturm zu einem Hotelgebäude nach Passivhaus-Standard umgebaut. Dabei sollte der Energieverbrauch soweit gesenkt werden, dass eine Photovoltaikanlage, eine solarthermische Anlage und eine kleine Windkraftanlage ausreichen, um den Energiebedarf für Lüftung, Heizung, Kühlung, Warmwasser, Hilfsenergie, Beleuchtung und einen Aufzug zu decken. Wärmeschutz an Außenwänden, Dachflächen und Fenstern sowie Sonnenschutz durch Mikrolamellen und Lichtlenkjalousien verringern den Energiebedarf für Heizung und Kühlung. Die Energie für Heizung und Warmwasser wird über Wärme-pumpen aus dem Grundwasser sowie über eine solarthermische Anlage an der Fassade und auf dem Dach gewonnen. Ein Solar-Schichtenspeichersystem und dezentrale Frischwasserstati- onen ermöglichen die Absenkung der Warmwasser-temperatur von 60°C auf 45°C. Flächenheizungen erlauben ein niedriges Temperaturniveau (30°C), das wichtig ist für einen effizienten Betrieb der Wärmepumpen. Außerdem wird in Lüftungsanlagen die Wärme aus der Abluft bis zu 95 Prozent zurück gewonnen. Insgesamt werden dadurch jährlich rund 30 Tonnen CO2 vermieden. Das Vorhaben kombiniert innovative mit bewährten Techniken des Passivhausbaus und zeigt damit neue Wege auf, wie im Gebäudebestand das vorhandene Potenzial zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Verminderung der CO2-Emissionen besser genutzt werden kann. Branche: Grundstücks- und Wohnungswesen und Sonstige Dienstleistungen Umweltbereich: Klimaschutz Fördernehmer: Jürgen Räffle Bundesland: Baden-Württemberg Laufzeit: 2008 - 2015 Status: Abgeschlossen

1 2 3 4