This dataset reports physiological measurements of two bivalve species, Mytilus edulis (blue mussel) and Magallana gigas (Pacific oyster), obtained during a three-month mesocosm experiment conducted in Sylt, Germany, in 2023. Physiological data were collected between 27 April 2023 and 25 June 2023.Twelve mesocosms were used to investigate the effects of temperature on individual-level physiological traits, with treatments including ambient temperature and ambient +3°C. Parameters measured include clearance rate, ingestion rate, and respiration rate. Environmental variables such as water temperature, depth, and sampling time were recorded for each measurement. Individual bivalves were labeled for tracking, and species identification followed WoRMS taxonomy. Measurements were performed using handheld multiparameter instruments and laboratory analyses. The dataset provides high-resolution, individual-based physiological responses of bivalves to moderate warming, supporting research on temperature-dependent feeding, metabolic processes, and energy flux in coastal ecosystems.
Gemeldete Standorte für den Eichenprozessionsspinner-Befall im Sommerjahr 2025 Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, der von Ende Juli bis Anfang September fliegt und seine Eier bevorzugt auf freistehenden Eichen ablegt. Ab dem dritten Raupenstadium bilden die Raupen giftige Brennhaare aus, die für Menschen und andere Tiere gefährlich sind. Seit Mai 2022 ist zum ersten Mal ein neues biologisches Mittel mit besonderem Wirkstoff im Einsatz: Nematoden – auch Fadenwürmer genannt –, die sich im Körper der Raupen entwickeln und diese dadurch abtöten. Da die winzigen Fadenwürmer lichtempfindlich sind, wird das Mittel erst nach Sonnenuntergang auf die befallenen Stellen in den Bäumen gesprüht. Für Menschen und Haustiere sind diese Würmer ungefährlich. Sie erzeugen keine Nebenwirkungen und fallen weder unter die Biozidverordnung, noch unter das Pflanzenschutzgesetz.
Benthic macrofauna were sampled on expedition HE625 of the R/V Heincke in July 2023 at 50 stations spread evenly over the muddy sediment region in southeast of the island of Helgoland (southeastern North Sea). At each station, two replicate samples were taken with a van Veen grab with a sampling area of 0.1 m² and a penetration depth of 10 cm. The first sample was sieved through a 1000 µm mesh to retain macrofauna, and species were determined to the lowest taxonomic level. The WoRMS LSIDs (AphiaID) was provided to identify the scientific name of the species. For each taxon, the total wet weight was measured with a precision of 0.001 g. The dataset comprises counted abundance and biomass records for 171 infaunal taxa.
<p> So gelingt die Ernte im Gemüsegarten <ul> <li>Wählen Sie widerstandsfähige und vielfältige Sorten bzw. Arten.</li> <li>Sorgen Sie für optimale Standortbedingungen und einen gesunden, lebendigen Boden.</li> <li>Bauen Sie verschiedene Gemüsearten im räumlichen und zeitlichen Wechsel an.</li> <li>Verwenden Sie ein engmaschiges Netz, um Gemüsepflanzen zu schützen.</li> <li>Ein Verzicht auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a> schont die Umwelt und Ihre Gartenmitbewohner.</li> </ul> Gewusst wie <p><strong>Schädlingsbefall vorbeugen:</strong> Käfer, Fliegen oder Blattläuse sind nicht in jedem Fall ein Problem. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Nahrungskette, erst in großer Zahl schaden sie. Diese grundlegenden Maßnahmen beugen einem massenhaften Befall vor:</p> <ul> <li>Vielfalt statt Einfalt: Eine vielfältige Fruchtfolge beugt dem Schädlingsbefall vor. Vermeiden Sie, dieselben Gemüsearten mehrere Jahre am gleichen Standort anzubauen. Legen Sie möglichst lange Anbaupausen ein, bevor dieselbe Pflanzenart wieder am alten Platz steht. Trennen Sie auch Pflanzen aus derselben Familie räumlich und zeitlich voneinander. Entsprechende Apps können Ihnen bei der Planung der Fruchtfolge helfen.</li> <li>Mischkultur: Kombinieren Sie verschiedene Pflanzenarten, die sich gegenseitig positiv beeinflussen. Zum Beispiel Stickstoffzehrer und Stickstoffsammler, Tiefwurzler und Flachwurzler. Mischen Sie Pflanzen mit hohem Gehalt an ätherischen Ölen (z.B. Thymian, Knoblauch) unter die Gemüsepflanzen, das hält viele Schädlinge fern. Auch einige Zierpflanzen leisten einen Beitrag zur Gesundheit Ihrer Gemüsepflanzen. Zum Beispiel Studentenblumen oder Sonnenhut vertreiben über ihre Wurzelausscheidungen schädliche Nematoden. Die wohl bekannteste Mischkultur ist die Kombination von Bohnen, Mais und Kürbissen, auch „Die drei Schwestern“ genannt. Dabei dient die Bohne als Stickstoffsammler für die Kürbisse und den Mais. Der Mais wiederum dient als Rankhilfe für die Bohnen. Und die Kürbisse dienen als Bodendecker, um den Boden vor Austrocknung und Unkrautbewuchs zu schützen. Entsprechende Apps können Sie bei der richtigen Zusammenstellung von Mischkulturen unterstützen.</li> <li>Gestalten Sie Ihren Garten vielfältig und möglichst naturnah, um Nützlinge anzulocken. Konkrete Tipps dazu finden Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/57308">HIER</a>. Ein Verzicht auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a> schont Nützlinge.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/psm_infografiken_fruchtfolge-mit-4-beeten.jpg"> </a> <strong> Fruchtfolge mit vier Beeten – ein Beispiel </strong> Quelle: CC BY-ND 4.0 Umweltbundesamt 2016 <p><strong>Netze schützen das Gemüse:</strong> Feinmaschige Netze sind effektiv, sie halten zum Beispiel Minierfliegen, Gemüsefliegen, Gallmücken, Kartoffelkäfer, Erdflöhe und Schad-Schmetterlinge fern.</p> <ul> <li>Wählen Sie möglichst feinmaschige Netze (Maschenweite kleiner als 1 Millimeter).</li> <li>Decken Sie damit das Beet sofort nach der Saat / Pflanzung bis zur Ernte ab.</li> <li>Achten Sie auf dichten Bodenabschluss. Beschweren Sie den Netzrand z.B. mit Sandsäcken. Steine sind nicht zu empfehlen, denn sie können das Netz schnell beschädigen.</li> <li>Kontrollieren Sie das Netz regelmäßig auf Löcher. Diese können durch Kleben oder Nähen repariert werden.</li> <li>Im Frühling und Herbst können Sie anstelle von Netzen auch Pflanzenschutzvlies verwenden. Unter dem Vlies erhöht sich die Temperatur und verlängert somit den Anbauzeitraum.</li> <li>Lüften Sie im Hochsommer das Netz, damit die Pflanzen nicht überhitzen oder sich wegen der hohen Luftfeuchtigkeit Pilzkrankheiten breitmachen.</li> <li>Für empfindliche Kulturen, wie Salat oder Lauch, eignen sich nur Netze aus leichtem Material. Für unempfindlichere Pflanzen, wie z.B. Kohl, können die Netze auch etwas schwerer sein. Sie können die Netze abstützen, z.B. mithilfe von Bambusstäben, auf die Sie leere Kunststoff-Flaschen stecken, damit das Netz nicht beschädigt wird.</li> <li>Die meisten Insektenschutznetze bestehen aus HD-Polyethylen. Wenn Sie die Netze pfleglich behandeln, sind sie viele Jahre haltbar. Schützen Sie die Netze vor Beschädigung, z.B. durch scharfkantige Oberflächen. Nehmen Sie die Netze gleich nach der Ernte ab und lagern Sie diese sauber, trocken und dunkel.</li> <li>Ist ein Netz unbrauchbar geworden, können Sie es über den Hausmüll oder die Gelbe Tonne entsorgen. Liegt eine Sammelstelle für Agrar-Kunststoffe in Ihrer Nähe, können Sie auch dort anfragen, ob eine Rückgabe möglich ist. Über solche Sammelstellen werden die Kunststoffe dem Recycling zugeführt.</li> <li>Eine Alternative zum Polyethylen sind Netze aus Polylactid, einem Bio-Kunststoff aus Mais. Diese Netze halten nur wenige Jahre, bauen sich danach aber biologisch ab.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/gemuesepflanzen_gemuesebeet-schutznetz.jpg"> </a> <strong> Kulturschutznetze halten zahlreiche Schädlinge von Ihrem Gemüsebeet fern. </strong> Quelle: doethion / Fotolia.com <p><strong>Beispiele für konkrete Maßnahmen gegen typische Gemüseschädlinge:</strong></p> <ul> <li>Möhrenfliegen: Ein sehr früher oder ein sehr später Anbau entschärft die Problematik, weil Möhren und Fliegenlarven dann nicht im kritischsten Stadium zusammentreffen. Wenn Sie Möhren in Dämmen anbauen ist es hilfreich, diese nach der Hauptwindrichtung auszurichten.</li> <li>Wurzelfliegen: Deren Larven fressen vor allem die Keimlinge. Deshalb ist es sinnvoll, betroffene Pflanzen, wie z.B. Bohnen, im geschützten Bereich vorzuziehen.</li> <li>Kohlfliegen: Ein <a href="https://www.youtube.com/watch?v=IJLhuyIhexA">Kohlkragen</a> hindert die Fliegen an der Eiablage am Wurzelhals. Somit entwickeln sich keine Larven, welche durch ihren Fraß an den Wurzeln die Pflanzen zum Absterben bringen.</li> <li>Schad-Schmetterlinge: Deren Raupen sind ein begehrtes Eiweiß-Futter zur Vogel-Brutzeit. Sie können abgesammelt und an eine andere passende Pflanze umgesiedelt werden. Geeignete Nahrungspflanzen für die Raupen sehr vieler Schmetterlingsarten sind z.B. Brennnesseln, Eichen, Weiden, Weißdorn und Schlehen. Doch Vorsicht, nicht jede Raupe ist ein Schädling! Am Kraut von Möhren, Pastinaken und Dill fressen auch die Raupen des besonders geschützten Schwalbenschwanzes gern.</li> <li>Wurzelnematoden: Mischkulturen mit <a href="https://www.julius-kuehn.de/media/Veroeffentlichungen/Flyer_EP/Tagetesanbau_zur_Bekaempfung_von_pflanzenparasitaeren_Nematoden_de.pdf">Studentenblumen</a> oder Ringelblumen schrecken pflanzenparasitäre Nematoden ab, da ihre Wurzeln Stoffe freisetzen, die für die winzigen Würmer giftig sind.</li> <li>Kartoffelkäfer: Ei-Gelege an den Blattunterseiten zerdrücken oder Käfer absammeln.</li> <li>Beachten Sie auch unsere Artikel zu <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/57291">Blattläusen</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/57307">Schnecken</a>.</li> </ul> <strong>Galerie: Schädlinge an Gemüsepflanzen – so sehen sie aus</strong> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/gemuesepflanzen_kartoffelkaefer.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/grosser_kohlweissling.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/erdfloehe-1-dlr-js.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/weisse_fliege_toamte_jki_hommes_k2_-_14.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/thrips09chrysanthemum.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/kohlrabi-kohlgallenruessler1-hoyer.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/wortelvlieg_amsterdamse_bak_1.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/lauch-lauchminierfliege-larve1-hoyer.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/gemuesepflanzen_maulwurfsgrille.jpg"> </a> Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> caption <p><strong>Tierische Helfer aus dem Handel:</strong> Im Gewächshaus ist es möglich, zum Schutz der Pflanzen gezielt Nützlinge aus dem Fachhandel auszubringen. Da die Tiere unter Umständen aus dem Gewächshaus entweichen können, sollten Sie jedoch nur einheimische Arten und Unterarten verwenden. Das ist wichtig, damit natürlich vorkommende Arten nicht beeinträchtigt oder verdrängt werden. Mehr dazu lesen Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/nuetzlinge-im-garten#kommerzieller-einsatz-von-nutzlingen-im-gewachshaus-und-garten">HIER</a>.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/bild2_0.png"> </a> <strong> Im Gewächshaus können zahlreiche Nützlinge eingesetzt werden. </strong> Quelle: Umweltbundesamt (2025 überarbeitet) <p><strong>Krankheiten vorbeugen:</strong> Neben den potentiellen Schädlingen stellen auch Krankheitserreger eine Gefahr für Gemüsepflanzen dar. Das können Pilze, Bakterien, Viren oder auch Einzeller sein. Für viele Krankheitserreger gibt es keine zugelassenen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a> für den Haus- und Kleingarten. Vorbeugende Maßnahmen sind demnach der effektivste Weg, Ihre Pflanzen gesund zu halten.</p> <ul> <li>Wählen Sie Sorten, die gegen problematische Krankheiten resistent bzw. generell robust und widerstandsfähig sind. Informieren Sie sich zu passenden Sorten in Fachmedien und lassen Sie sich im Fachhandel (z.B. Gärtnereien) dazu beraten.</li> <li>Verwenden Sie nur gesundes Saat- und Pflanzgut, auch bei eigenem Nachbau. Es lohnt sich, in extra dafür angebotene Steckzwiebeln oder Saatkartoffeln zu investieren, da diese auf Krankheiten überprüft werden.</li> <li>Auch die Veredlung von Tomaten zahlt sich aus. Diese wachsen auf einer robusten Unterlage, die widerstandsfähig gegen viele typische Tomatenkrankheiten ist. Veredelte Tomaten sind zudem kältetoleranter und können höhere Erträge erzielen, weil sie über ihre besonders gut ausgebildeten Wurzeln Wasser und Nährstoffe besser aufnehmen können.</li> <li>Gegen viele Krankheitserreger hilft eine weite Fruchtfolge. Beispielsweise sollten Kohlpflanzen erst nach frühestens fünf Jahren wieder am gleichen Standort stehen, weil der Erreger der Kohlhernie viele Jahre im Boden überdauern kann. In dieser Zeit sollten Sie auch keine anderen Wirtspflanzen (z.B. Erdbeeren) der Kohlhernie anbauen.</li> <li>Durch eine geschickt gestaltete Mischkultur können sich Pflanzen gegenseitig unterstützen. Beachten Sie aber, dass es auch Pflanzen gibt, die nicht gut zusammenpassen. Tomaten und Gurken sind beispielsweise keine guten Nachbarn.</li> <li>Sorgen Sie für optimale Standortbedingungen um den unterschiedlichen Ansprüchen der Pflanzen an z.B. Licht, Feuchtigkeit, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ph-wert">pH-Wert</a> und Bodenstruktur gerecht zu werden.</li> <li>Genügend Abstand zwischen den Pflanzen erschwert die Übertragung von Krankheitserregern und lässt feuchte Blätter schneller abtrocknen.</li> <li>Das Vorziehen der Pflanzen bzw. das Vorkeimen von Kartoffeln im geschützten Bereich hilft über ein empfindliches Stadium hinweg und gewährt einen Wachstumsvorsprung.</li> <li>Halten Sie oberirdische Pflanzenteile möglichst trocken. Wässern Sie nur direkt am Wurzelbereich, ohne die Blätter zu benetzen. Zusätzlich können Sie die untersten Blätter entfernen. Feuchte Oberflächen und Spritzwasser erleichtern es Krankheitserregern, sich auszubreiten.</li> <li>Insbesondere Tomatenpflanzen reagieren auf Feuchtigkeit schnell mit Pilzbefall. Damit sie auch bei Regen trocken bleiben, sollten Sie Ihre Tomaten unter einem lichtdurchlässigen Dach an einem sonnigen, gut durchlüfteten Standort anbauen.</li> <li>Vermeiden Sie Verletzungen der Pflanzen, z.B. bei der Bodenarbeit, denn sie erleichtern das Eindringen von Krankheitserregern. Das Ausgeizen von z.B. Tomaten-, Paprika- und Gurken-Pflanzen sollte erfolgen, wenn die Triebe in den Blattachseln noch klein sind, damit größere Wunden vermieden werden.</li> <li>Gesunder Boden – gesunde Pflanzen: Fördern Sie die Bodenlebewesen indem Sie dem Boden organisches Material zuführen und auf das Umgraben verzichten. Halten Sie den Boden stets bedeckt, z.B. mit einer Mulchschicht aus Rasenschnitt, Mist oder Laub. Mulch fördert zudem die Humusbildung und schützt vor Austrocknung.</li> <li>Achten Sie auf eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung. Verwenden Sie organische Düngemittel anstatt von chemisch-synthetischen Düngemitteln. Vor allem synthetischer Stickstoff macht das Gewebe weich und anfällig für Krankheitserreger, insbesondere für Pilzkrankheiten.</li> <li>Achten Sie auf hygienische Bedingungen damit sich Erreger gar nicht erst ausbreiten können. Desinfizieren Sie Schnittwerkzeuge mit 70-prozentigem Alkohol, wenn sie Kontakt mit kranken Pflanzen hatten.</li> <li>Entsorgen Sie befallene Pflanzen im Haus- oder Biomüll. Im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/15470">Kompost</a> können die erforderlichen Temperaturen, um die Erreger abzutöten, eventuell nicht erreicht werden.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/phytophthora_infestans_bij_parel.jpg"> </a> <strong> Krank durch Pilzbefall: Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans) an Kartoffelpflanzen </strong> Quelle: Rasbak | www.wikimedia.org | Phytophthora infestans bij Parel | https://en.wikipedia.org/wiki/en:GNU_Free_Documentation_License | https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/strunkfaeule-erwinia-12-slfa-js.jpg"> </a> <strong> Krank durch Bakterienbefall: Weichfäule (Erwinia carotovora) am Kohlrabi </strong> Quelle: Schlaghecken DLR RP | http://www.greencommons.de/Datei:Strunkf%C3%A4ule-Erwinia-12-SLFA-JS.JPG | Erwinia Weichfäule Erwinia carotovora | http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/ <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/kohlhernie_jki_gf_k2_-_39.jpg"> </a> <strong> Krank durch den Befall von Einzellern: Kohlhernie (Plasmodiophora brassicae) an Kohlrabi-Wurzel </strong> Quelle: Julius Kühn-Institut (JKI) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/gurkenmosaikvirus_a.jpg"> </a> <strong> Krank durch Virenbefall: Gurkenmosaikvirus (Cucumber mosaic virus, CMV) an einem Gurkenblatt </strong> Quelle: DieterO | www.wikimedia.org | Vom Gurkenmosaikvirus befallene Blätter einer Gurkenpflanze in verschiedenen Stadien | https://en.wikipedia.org/wiki/en:public_domain Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> <p><strong>Mehltau ist häufig anzutreffen und dennoch vermeidbar: </strong>Hinter dem Begriff Mehltau verbirgt sich eine Vielzahl von Pilzarten, die sich zwar in ihrer Lebensweise ähneln, sich aber jeweils auf bestimmte Pflanzenarten spezialisiert haben. Ein Mehltaupilz, der Zucchini befällt, kann also nicht den benachbarten Salat anstecken und umgekehrt. Praktischerweise muss man nicht jede einzelne Mehltauart kennen, denn die Maßnahmen zur Vorbeugung und Bekämpfung sind ähnlich. Unterscheiden muss man jedoch zwischen Echtem Mehltau und Falschem Mehltau. Echter Mehltau tritt bei Hitze und Trockenheit als mehlig-weißlicher, leicht abwischbarer Belag an den Blattoberseiten auf. Falscher Mehltau tritt bei feucht-kühler <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/witterung">Witterung</a> als weiß-grauer, nicht abwischbarer Belag an den Blattunterseiten auf. Falscher Mehltau tritt wegen der hohen Luftfeuchtigkeit auch häufig im Gewächshaus auf. Mehltaupilze entziehen der Pflanze Nährstoffe. In der Folge sterben Blätter ab, oder, bei starkem Befall, die ganze Pflanze. Vorbeugen können Sie durch die Wahl resistenter Sorten. <a href="https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/04_Pflanzenschutzmittel/01_Aufgaben/04_Pflanzenstaerkungsmittel/psm_Pflanzenstaerkungsmittel_node.html">Pflanzenstärkungsmittel</a> aus Ackerschachtelhalm unterstützen bei der Festigung des Pflanzengewebes und der Bildung von Abwehrstoffen. Meiden Sie synthetischen Stickstoffdünger, dieser macht das Pflanzengewebe weich und anfällig für Pilzkrankheiten. Halten Sie die oberirdischen Pflanzenteile trocken und sorgen Sie für gute Durchlüftung. Entfernen Sie befallene Pflanzenteile und entsorgen Sie diese. Beim Kompostieren sollten Sie die befallenen Teile gleich mit Erde oder anderem Pflanzenmaterial bedecken, damit die Sporen nicht vom Wind weitergetragen werden.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/powdery_mildew.jpg"> </a> <strong> Echter Mehltau (Podosphaera fusca) an einem Zucchiniblatt </strong> <br>Echter Mehltau tritt vor allem bei Hitze und Trockenheit auf. Quelle: Pollinator | www.wikimedia.org | Powdery mildew species Podosphaera fusca | http://commons.wikimedia.org/wiki/GNU_Free_Documentation_License | http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0 <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/falscher_mehltau_1.jpg"> </a> <strong> Falscher Mehltau (Pseudoporonospora cubensis) </strong> <br>Falscher Mehltau, hier auf einer Gurke, tritt bei feucht-kühler Witterung an den Blattunterseiten auf. Gurken zeigen ein besonders charakteristisches Schadbild: Die gelben Flecken auf der Blattoberseite sind eckig und scharf abgegrenzt. Der eigentliche Pilzrasen befindet sich jedoch auf der Blattunterseite – dieser ist auch das Unterscheidungsmerkmal zum ähnlich aussehenden Gurkenmosaikvirus. Quelle: Christian Hummert | www.wikimedia.org | Falscher Mehltau auf einer Gurke Typischer Mosaikmuster auf der Blattoberseite | http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html | http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0 Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> <p><strong>Was Sie noch tun können:</strong> Gönnen Sie Ihrem Boden eine Wellnesskur mit Gründüngungspflanzen. Das sind bestimmte Pflanzenarten, die in der Anbaupause zwischen zwei Hauptkulturen gesät werden und nach einer gewissen Kulturzeit zerkleinert und in den Boden eingearbeitet werden. Einige Arten können auch noch im Herbst gesät werden und frieren dann im Winter ab. Sie bedecken den Boden im Winter mit dem abgestorbenen Kraut und sind bis zum Frühjahr verrottet. Gründüngung reichert den Boden mit Humus an und ernährt die Bodenlebewesen. Sie unterdrückt Unkrautbewuchs und schützt den Boden vor Austrocknung und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/erosion">Erosion</a>. Einige Arten, die sogenannten <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/leguminosen">Leguminosen</a> (z.B. Klee, Luzerne, Lupinen), können zudem über ihre Wurzeln Stickstoff im Boden anreichern. Nach ihrer Verrottung stellen sie die wertvollen Nährstoffe der Folgekultur zur Verfügung. Tiefwurzelnde Arten (z.B. Bitter-Lupinen, Senf, Ölrettich) können außerdem verdichteten Boden auflockern. Über ein besonders tiefes Wurzelsystem verfügt auch die Luzerne, sie kann Wasser und Nährstoffe noch aus fünf Metern Bodentiefe holen. Andere zur Gründüngung geeigneten Pflanzenarten (z.B. Phacelia, Buchweizen, Wicken) sind wiederum aufgrund ihrer Blütenpracht ein Paradies für hungrige Insekten. Achten Sie jedoch bei der Auswahl der Gründüngungspflanzen auf deren Familienzugehörigkeit. Gehören sie zur selben Familie wie Ihre Gemüsepflanzen (z.B. Familie der Schmetterlingsblütler oder Kreuzblütler), dann sollten sie nicht direkt neben- oder nacheinander auf der gleichen Fläche wachsen.</p> <p><strong>Pflanzenschutzmittel nur im Notfall:</strong> Bevorzugen Sie grundsätzlich immer nicht-chemische Maßnahmen, bevor Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/pflanzenschutzmittel/wissenswertes-ueber-pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a> einsetzen. Verwenden Sie Pflanzenschutzmittel nur, wenn alle anderen Maßnahmen keinen Erfolg gebracht haben und wenn mit großen Ernteverlusten zu rechnen ist. Prüfen Sie, ob Ihr Ziel auch mit <a href="https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/04_Pflanzenschutzmittel/01_Aufgaben/04_Pflanzenstaerkungsmittel/psm_Pflanzenstaerkungsmittel_node.html">Pflanzenstärkungsmitteln</a> oder mit dem Einsatz von <a href="https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/04_Pflanzenschutzmittel/04_Anwender/02_AnwendungGrundstoffe/psm_AnwendungGrundstoffe_node.html;jsessionid=FDBEE81656F55AB03C484996E1D3360E.internet942#doc11030656bodyText2">Grundstoffen</a> erreicht werden kann. Wenn Sie sich doch für ein Pflanzenschutzmittel entscheiden, dann können Sie möglichst umweltverträgliche Wirkstoffe wählen. Vergleichsweise umweltverträgliche Wirkstoffe sind zum Beispiel:</p> <ul> <li>Rapsöl oder Kaliseife: gegen saugende Insekten wie Blattläuse und Spinnmilben</li> <li>Schwefel oder Kaliumhydrogencarbonat: gegen Echten Mehltau</li> <li><em>Bacillus thuringiensis</em>: gegen Schad-Schmetterlingsraupen.</li> </ul> <p>Verwenden Sie nur zugelassene Pflanzenschutzmittel und halten Sie sich genau an die Packungsbeilage. Weitere Tipps zum richtigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln finden Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/57293">HIER</a>.</p> <p> </p> </p><p> So gelingt die Ernte im Gemüsegarten <ul> <li>Wählen Sie widerstandsfähige und vielfältige Sorten bzw. Arten.</li> <li>Sorgen Sie für optimale Standortbedingungen und einen gesunden, lebendigen Boden.</li> <li>Bauen Sie verschiedene Gemüsearten im räumlichen und zeitlichen Wechsel an.</li> <li>Verwenden Sie ein engmaschiges Netz, um Gemüsepflanzen zu schützen.</li> <li>Ein Verzicht auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a> schont die Umwelt und Ihre Gartenmitbewohner.</li> </ul> </p><p> Gewusst wie <p><strong>Schädlingsbefall vorbeugen:</strong> Käfer, Fliegen oder Blattläuse sind nicht in jedem Fall ein Problem. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Nahrungskette, erst in großer Zahl schaden sie. Diese grundlegenden Maßnahmen beugen einem massenhaften Befall vor:</p> <ul> <li>Vielfalt statt Einfalt: Eine vielfältige Fruchtfolge beugt dem Schädlingsbefall vor. Vermeiden Sie, dieselben Gemüsearten mehrere Jahre am gleichen Standort anzubauen. Legen Sie möglichst lange Anbaupausen ein, bevor dieselbe Pflanzenart wieder am alten Platz steht. Trennen Sie auch Pflanzen aus derselben Familie räumlich und zeitlich voneinander. Entsprechende Apps können Ihnen bei der Planung der Fruchtfolge helfen.</li> <li>Mischkultur: Kombinieren Sie verschiedene Pflanzenarten, die sich gegenseitig positiv beeinflussen. Zum Beispiel Stickstoffzehrer und Stickstoffsammler, Tiefwurzler und Flachwurzler. Mischen Sie Pflanzen mit hohem Gehalt an ätherischen Ölen (z.B. Thymian, Knoblauch) unter die Gemüsepflanzen, das hält viele Schädlinge fern. Auch einige Zierpflanzen leisten einen Beitrag zur Gesundheit Ihrer Gemüsepflanzen. Zum Beispiel Studentenblumen oder Sonnenhut vertreiben über ihre Wurzelausscheidungen schädliche Nematoden. Die wohl bekannteste Mischkultur ist die Kombination von Bohnen, Mais und Kürbissen, auch „Die drei Schwestern“ genannt. Dabei dient die Bohne als Stickstoffsammler für die Kürbisse und den Mais. Der Mais wiederum dient als Rankhilfe für die Bohnen. Und die Kürbisse dienen als Bodendecker, um den Boden vor Austrocknung und Unkrautbewuchs zu schützen. Entsprechende Apps können Sie bei der richtigen Zusammenstellung von Mischkulturen unterstützen.</li> <li>Gestalten Sie Ihren Garten vielfältig und möglichst naturnah, um Nützlinge anzulocken. Konkrete Tipps dazu finden Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/57308">HIER</a>. Ein Verzicht auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a> schont Nützlinge.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/psm_infografiken_fruchtfolge-mit-4-beeten.jpg"> </a> <strong> Fruchtfolge mit vier Beeten – ein Beispiel </strong> Quelle: CC BY-ND 4.0 Umweltbundesamt 2016 </p><p> <p><strong>Netze schützen das Gemüse:</strong> Feinmaschige Netze sind effektiv, sie halten zum Beispiel Minierfliegen, Gemüsefliegen, Gallmücken, Kartoffelkäfer, Erdflöhe und Schad-Schmetterlinge fern.</p> <ul> <li>Wählen Sie möglichst feinmaschige Netze (Maschenweite kleiner als 1 Millimeter).</li> <li>Decken Sie damit das Beet sofort nach der Saat / Pflanzung bis zur Ernte ab.</li> <li>Achten Sie auf dichten Bodenabschluss. Beschweren Sie den Netzrand z.B. mit Sandsäcken. Steine sind nicht zu empfehlen, denn sie können das Netz schnell beschädigen.</li> <li>Kontrollieren Sie das Netz regelmäßig auf Löcher. Diese können durch Kleben oder Nähen repariert werden.</li> <li>Im Frühling und Herbst können Sie anstelle von Netzen auch Pflanzenschutzvlies verwenden. Unter dem Vlies erhöht sich die Temperatur und verlängert somit den Anbauzeitraum.</li> <li>Lüften Sie im Hochsommer das Netz, damit die Pflanzen nicht überhitzen oder sich wegen der hohen Luftfeuchtigkeit Pilzkrankheiten breitmachen.</li> <li>Für empfindliche Kulturen, wie Salat oder Lauch, eignen sich nur Netze aus leichtem Material. Für unempfindlichere Pflanzen, wie z.B. Kohl, können die Netze auch etwas schwerer sein. Sie können die Netze abstützen, z.B. mithilfe von Bambusstäben, auf die Sie leere Kunststoff-Flaschen stecken, damit das Netz nicht beschädigt wird.</li> <li>Die meisten Insektenschutznetze bestehen aus HD-Polyethylen. Wenn Sie die Netze pfleglich behandeln, sind sie viele Jahre haltbar. Schützen Sie die Netze vor Beschädigung, z.B. durch scharfkantige Oberflächen. Nehmen Sie die Netze gleich nach der Ernte ab und lagern Sie diese sauber, trocken und dunkel.</li> <li>Ist ein Netz unbrauchbar geworden, können Sie es über den Hausmüll oder die Gelbe Tonne entsorgen. Liegt eine Sammelstelle für Agrar-Kunststoffe in Ihrer Nähe, können Sie auch dort anfragen, ob eine Rückgabe möglich ist. Über solche Sammelstellen werden die Kunststoffe dem Recycling zugeführt.</li> <li>Eine Alternative zum Polyethylen sind Netze aus Polylactid, einem Bio-Kunststoff aus Mais. Diese Netze halten nur wenige Jahre, bauen sich danach aber biologisch ab.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/gemuesepflanzen_gemuesebeet-schutznetz.jpg"> </a> <strong> Kulturschutznetze halten zahlreiche Schädlinge von Ihrem Gemüsebeet fern. </strong> Quelle: doethion / Fotolia.com </p><p> <p><strong>Beispiele für konkrete Maßnahmen gegen typische Gemüseschädlinge:</strong></p> <ul> <li>Möhrenfliegen: Ein sehr früher oder ein sehr später Anbau entschärft die Problematik, weil Möhren und Fliegenlarven dann nicht im kritischsten Stadium zusammentreffen. Wenn Sie Möhren in Dämmen anbauen ist es hilfreich, diese nach der Hauptwindrichtung auszurichten.</li> <li>Wurzelfliegen: Deren Larven fressen vor allem die Keimlinge. Deshalb ist es sinnvoll, betroffene Pflanzen, wie z.B. Bohnen, im geschützten Bereich vorzuziehen.</li> <li>Kohlfliegen: Ein <a href="https://www.youtube.com/watch?v=IJLhuyIhexA">Kohlkragen</a> hindert die Fliegen an der Eiablage am Wurzelhals. Somit entwickeln sich keine Larven, welche durch ihren Fraß an den Wurzeln die Pflanzen zum Absterben bringen.</li> <li>Schad-Schmetterlinge: Deren Raupen sind ein begehrtes Eiweiß-Futter zur Vogel-Brutzeit. Sie können abgesammelt und an eine andere passende Pflanze umgesiedelt werden. Geeignete Nahrungspflanzen für die Raupen sehr vieler Schmetterlingsarten sind z.B. Brennnesseln, Eichen, Weiden, Weißdorn und Schlehen. Doch Vorsicht, nicht jede Raupe ist ein Schädling! Am Kraut von Möhren, Pastinaken und Dill fressen auch die Raupen des besonders geschützten Schwalbenschwanzes gern.</li> <li>Wurzelnematoden: Mischkulturen mit <a href="https://www.julius-kuehn.de/media/Veroeffentlichungen/Flyer_EP/Tagetesanbau_zur_Bekaempfung_von_pflanzenparasitaeren_Nematoden_de.pdf">Studentenblumen</a> oder Ringelblumen schrecken pflanzenparasitäre Nematoden ab, da ihre Wurzeln Stoffe freisetzen, die für die winzigen Würmer giftig sind.</li> <li>Kartoffelkäfer: Ei-Gelege an den Blattunterseiten zerdrücken oder Käfer absammeln.</li> <li>Beachten Sie auch unsere Artikel zu <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/57291">Blattläusen</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/57307">Schnecken</a>.</li> </ul> <strong>Galerie: Schädlinge an Gemüsepflanzen – so sehen sie aus</strong> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/gemuesepflanzen_kartoffelkaefer.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/grosser_kohlweissling.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/erdfloehe-1-dlr-js.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/weisse_fliege_toamte_jki_hommes_k2_-_14.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/thrips09chrysanthemum.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/kohlrabi-kohlgallenruessler1-hoyer.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/wortelvlieg_amsterdamse_bak_1.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/lauch-lauchminierfliege-larve1-hoyer.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/gemuesepflanzen_maulwurfsgrille.jpg"> </a> Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> caption </p><p> <p><strong>Tierische Helfer aus dem Handel:</strong> Im Gewächshaus ist es möglich, zum Schutz der Pflanzen gezielt Nützlinge aus dem Fachhandel auszubringen. Da die Tiere unter Umständen aus dem Gewächshaus entweichen können, sollten Sie jedoch nur einheimische Arten und Unterarten verwenden. Das ist wichtig, damit natürlich vorkommende Arten nicht beeinträchtigt oder verdrängt werden. Mehr dazu lesen Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/nuetzlinge-im-garten#kommerzieller-einsatz-von-nutzlingen-im-gewachshaus-und-garten">HIER</a>.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/bild2_0.png"> </a> <strong> Im Gewächshaus können zahlreiche Nützlinge eingesetzt werden. </strong> Quelle: Umweltbundesamt (2025 überarbeitet) </p><p> <p><strong>Krankheiten vorbeugen:</strong> Neben den potentiellen Schädlingen stellen auch Krankheitserreger eine Gefahr für Gemüsepflanzen dar. Das können Pilze, Bakterien, Viren oder auch Einzeller sein. Für viele Krankheitserreger gibt es keine zugelassenen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a> für den Haus- und Kleingarten. Vorbeugende Maßnahmen sind demnach der effektivste Weg, Ihre Pflanzen gesund zu halten.</p> <ul> <li>Wählen Sie Sorten, die gegen problematische Krankheiten resistent bzw. generell robust und widerstandsfähig sind. Informieren Sie sich zu passenden Sorten in Fachmedien und lassen Sie sich im Fachhandel (z.B. Gärtnereien) dazu beraten.</li> <li>Verwenden Sie nur gesundes Saat- und Pflanzgut, auch bei eigenem Nachbau. Es lohnt sich, in extra dafür angebotene Steckzwiebeln oder Saatkartoffeln zu investieren, da diese auf Krankheiten überprüft werden.</li> <li>Auch die Veredlung von Tomaten zahlt sich aus. Diese wachsen auf einer robusten Unterlage, die widerstandsfähig gegen viele typische Tomatenkrankheiten ist. Veredelte Tomaten sind zudem kältetoleranter und können höhere Erträge erzielen, weil sie über ihre besonders gut ausgebildeten Wurzeln Wasser und Nährstoffe besser aufnehmen können.</li> <li>Gegen viele Krankheitserreger hilft eine weite Fruchtfolge. Beispielsweise sollten Kohlpflanzen erst nach frühestens fünf Jahren wieder am gleichen Standort stehen, weil der Erreger der Kohlhernie viele Jahre im Boden überdauern kann. In dieser Zeit sollten Sie auch keine anderen Wirtspflanzen (z.B. Erdbeeren) der Kohlhernie anbauen.</li> <li>Durch eine geschickt gestaltete Mischkultur können sich Pflanzen gegenseitig unterstützen. Beachten Sie aber, dass es auch Pflanzen gibt, die nicht gut zusammenpassen. Tomaten und Gurken sind beispielsweise keine guten Nachbarn.</li> <li>Sorgen Sie für optimale Standortbedingungen um den unterschiedlichen Ansprüchen der Pflanzen an z.B. Licht, Feuchtigkeit, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ph-wert">pH-Wert</a> und Bodenstruktur gerecht zu werden.</li> <li>Genügend Abstand zwischen den Pflanzen erschwert die Übertragung von Krankheitserregern und lässt feuchte Blätter schneller abtrocknen.</li> <li>Das Vorziehen der Pflanzen bzw. das Vorkeimen von Kartoffeln im geschützten Bereich hilft über ein empfindliches Stadium hinweg und gewährt einen Wachstumsvorsprung.</li> <li>Halten Sie oberirdische Pflanzenteile möglichst trocken. Wässern Sie nur direkt am Wurzelbereich, ohne die Blätter zu benetzen. Zusätzlich können Sie die untersten Blätter entfernen. Feuchte Oberflächen und Spritzwasser erleichtern es Krankheitserregern, sich auszubreiten.</li> <li>Insbesondere Tomatenpflanzen reagieren auf Feuchtigkeit schnell mit Pilzbefall. Damit sie auch bei Regen trocken bleiben, sollten Sie Ihre Tomaten unter einem lichtdurchlässigen Dach an einem sonnigen, gut durchlüfteten Standort anbauen.</li> <li>Vermeiden Sie Verletzungen der Pflanzen, z.B. bei der Bodenarbeit, denn sie erleichtern das Eindringen von Krankheitserregern. Das Ausgeizen von z.B. Tomaten-, Paprika- und Gurken-Pflanzen sollte erfolgen, wenn die Triebe in den Blattachseln noch klein sind, damit größere Wunden vermieden werden.</li> <li>Gesunder Boden – gesunde Pflanzen: Fördern Sie die Bodenlebewesen indem Sie dem Boden organisches Material zuführen und auf das Umgraben verzichten. Halten Sie den Boden stets bedeckt, z.B. mit einer Mulchschicht aus Rasenschnitt, Mist oder Laub. Mulch fördert zudem die Humusbildung und schützt vor Austrocknung.</li> <li>Achten Sie auf eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung. Verwenden Sie organische Düngemittel anstatt von chemisch-synthetischen Düngemitteln. Vor allem synthetischer Stickstoff macht das Gewebe weich und anfällig für Krankheitserreger, insbesondere für Pilzkrankheiten.</li> <li>Achten Sie auf hygienische Bedingungen damit sich Erreger gar nicht erst ausbreiten können. Desinfizieren Sie Schnittwerkzeuge mit 70-prozentigem Alkohol, wenn sie Kontakt mit kranken Pflanzen hatten.</li> <li>Entsorgen Sie befallene Pflanzen im Haus- oder Biomüll. Im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/15470">Kompost</a> können die erforderlichen Temperaturen, um die Erreger abzutöten, eventuell nicht erreicht werden.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/phytophthora_infestans_bij_parel.jpg"> </a> <strong> Krank durch Pilzbefall: Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans) an Kartoffelpflanzen </strong> Quelle: Rasbak | www.wikimedia.org | Phytophthora infestans bij Parel | https://en.wikipedia.org/wiki/en:GNU_Free_Documentation_License | https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/strunkfaeule-erwinia-12-slfa-js.jpg"> </a> <strong> Krank durch Bakterienbefall: Weichfäule (Erwinia carotovora) am Kohlrabi </strong> Quelle: Schlaghecken DLR RP | http://www.greencommons.de/Datei:Strunkf%C3%A4ule-Erwinia-12-SLFA-JS.JPG | Erwinia Weichfäule Erwinia carotovora | http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/ <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/kohlhernie_jki_gf_k2_-_39.jpg"> </a> <strong> Krank durch den Befall von Einzellern: Kohlhernie (Plasmodiophora brassicae) an Kohlrabi-Wurzel </strong> Quelle: Julius Kühn-Institut (JKI) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2618/bilder/gurkenmosaikvirus_a.jpg"> </a> <strong> Krank durch Virenbefall: Gurkenmosaikvirus (Cucumber mosaic virus, CMV) an einem Gurkenblatt </strong> Quelle: DieterO | www.wikimedia.org | Vom Gurkenmosaikvirus befallene Blätter einer Gurkenpflanze in verschiedenen Stadien | https://en.wikipedia.org/wiki/en:public_domain Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> </p><p> <p><strong>Mehltau ist häufig anzutreffen und dennoch vermeidbar: </strong>Hinter dem Begriff Mehltau verbirgt sich eine Vielzahl von Pilzarten, die sich zwar in ihrer Lebensweise ähneln, sich aber jeweils auf bestimmte Pflanzenarten spezialisiert haben. Ein Mehltaupilz, der Zucchini befällt, kann also nicht den benachbarten Salat anstecken und umgekehrt. Praktischerweise muss man nicht jede einzelne Mehltauart kennen, denn die Maßnahmen zur Vorbeugung und Bekämpfung sind ähnlich. Unterscheiden muss man jedoch zwischen Echtem Mehltau und Falschem Mehltau. Echter Mehltau tritt bei Hitze und Trockenheit als mehlig-weißlicher, leicht abwischbarer Belag an den Blattoberseiten auf. Falscher Mehltau tritt bei feucht-kühler <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/witterung">Witterung</a> als weiß-grauer, nicht abwischbarer Belag an den Blattunterseiten auf. Falscher Mehltau tritt wegen der hohen Luftfeuchtigkeit auch häufig im Gewächshaus auf. Mehltaupilze entziehen der Pflanze Nährstoffe. In der Folge sterben Blätter ab, oder, bei starkem Befall, die ganze Pflanze. Vorbeugen können Sie durch die Wahl resistenter Sorten. <a href="https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/04_Pflanzenschutzmittel/01_Aufgaben/04_Pflanzenstaerkungsmittel/psm_Pflanzenstaerkungsmittel_node.html">Pflanzenstärkungsmittel</a> aus Ackerschachtelhalm unterstützen bei der Festigung des Pflanzengewebes und der Bildung von Abwehrstoffen. Meiden Sie synthetischen Stickstoffdünger, dieser macht das Pflanzengewebe weich und anfällig für Pilzkrankheiten. Halten Sie die oberirdischen Pflanzenteile trocken und sorgen Sie für gute Durchlüftung. Entfernen Sie befallene Pflanzenteile und entsorgen Sie diese. Beim Kompostieren sollten Sie die befallenen Teile gleich mit Erde oder anderem Pflanzenmaterial bedecken, damit die Sporen nicht vom Wind weitergetragen werden.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/powdery_mildew.jpg"> </a> <strong> Echter Mehltau (Podosphaera fusca) an einem Zucchiniblatt </strong> <br>Echter Mehltau tritt vor allem bei Hitze und Trockenheit auf. Quelle: Pollinator | www.wikimedia.org | Powdery mildew species Podosphaera fusca | http://commons.wikimedia.org/wiki/GNU_Free_Documentation_License | http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0 <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/falscher_mehltau_1.jpg"> </a> <strong> Falscher Mehltau (Pseudoporonospora cubensis) </strong> <br>Falscher Mehltau, hier auf einer Gurke, tritt bei feucht-kühler Witterung an den Blattunterseiten auf. Gurken zeigen ein besonders charakteristisches Schadbild: Die gelben Flecken auf der Blattoberseite sind eckig und scharf abgegrenzt. Der eigentliche Pilzrasen befindet sich jedoch auf der Blattunterseite – dieser ist auch das Unterscheidungsmerkmal zum ähnlich aussehenden Gurkenmosaikvirus. Quelle: Christian Hummert | www.wikimedia.org | Falscher Mehltau auf einer Gurke Typischer Mosaikmuster auf der Blattoberseite | http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html | http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0 Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> </p><p> <p><strong>Was Sie noch tun können:</strong> Gönnen Sie Ihrem Boden eine Wellnesskur mit Gründüngungspflanzen. Das sind bestimmte Pflanzenarten, die in der Anbaupause zwischen zwei Hauptkulturen gesät werden und nach einer gewissen Kulturzeit zerkleinert und in den Boden eingearbeitet werden. Einige Arten können auch noch im Herbst gesät werden und frieren dann im Winter ab. Sie bedecken den Boden im Winter mit dem abgestorbenen Kraut und sind bis zum Frühjahr verrottet. Gründüngung reichert den Boden mit Humus an und ernährt die Bodenlebewesen. Sie unterdrückt Unkrautbewuchs und schützt den Boden vor Austrocknung und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/erosion">Erosion</a>. Einige Arten, die sogenannten <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/leguminosen">Leguminosen</a> (z.B. Klee, Luzerne, Lupinen), können zudem über ihre Wurzeln Stickstoff im Boden anreichern. Nach ihrer Verrottung stellen sie die wertvollen Nährstoffe der Folgekultur zur Verfügung. Tiefwurzelnde Arten (z.B. Bitter-Lupinen, Senf, Ölrettich) können außerdem verdichteten Boden auflockern. Über ein besonders tiefes Wurzelsystem verfügt auch die Luzerne, sie kann Wasser und Nährstoffe noch aus fünf Metern Bodentiefe holen. Andere zur Gründüngung geeigneten Pflanzenarten (z.B. Phacelia, Buchweizen, Wicken) sind wiederum aufgrund ihrer Blütenpracht ein Paradies für hungrige Insekten. Achten Sie jedoch bei der Auswahl der Gründüngungspflanzen auf deren Familienzugehörigkeit. Gehören sie zur selben Familie wie Ihre Gemüsepflanzen (z.B. Familie der Schmetterlingsblütler oder Kreuzblütler), dann sollten sie nicht direkt neben- oder nacheinander auf der gleichen Fläche wachsen.</p> <p><strong>Pflanzenschutzmittel nur im Notfall:</strong> Bevorzugen Sie grundsätzlich immer nicht-chemische Maßnahmen, bevor Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/pflanzenschutzmittel/wissenswertes-ueber-pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a> einsetzen. Verwenden Sie Pflanzenschutzmittel nur, wenn alle anderen Maßnahmen keinen Erfolg gebracht haben und wenn mit großen Ernteverlusten zu rechnen ist. Prüfen Sie, ob Ihr Ziel auch mit <a href="https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/04_Pflanzenschutzmittel/01_Aufgaben/04_Pflanzenstaerkungsmittel/psm_Pflanzenstaerkungsmittel_node.html">Pflanzenstärkungsmitteln</a> oder mit dem Einsatz von <a href="https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/04_Pflanzenschutzmittel/04_Anwender/02_AnwendungGrundstoffe/psm_AnwendungGrundstoffe_node.html;jsessionid=FDBEE81656F55AB03C484996E1D3360E.internet942#doc11030656bodyText2">Grundstoffen</a> erreicht werden kann. Wenn Sie sich doch für ein Pflanzenschutzmittel entscheiden, dann können Sie möglichst umweltverträgliche Wirkstoffe wählen. Vergleichsweise umweltverträgliche Wirkstoffe sind zum Beispiel:</p> <ul> <li>Rapsöl oder Kaliseife: gegen saugende Insekten wie Blattläuse und Spinnmilben</li> <li>Schwefel oder Kaliumhydrogencarbonat: gegen Echten Mehltau</li> <li><em>Bacillus thuringiensis</em>: gegen Schad-Schmetterlingsraupen.</li> </ul> <p>Verwenden Sie nur zugelassene Pflanzenschutzmittel und halten Sie sich genau an die Packungsbeilage. Weitere Tipps zum richtigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln finden Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/57293">HIER</a>.</p> <p> </p> </p><p>Informationen für...</p>
In einem Gemeinschaftsprojekt biologischer und physikalisch-ozeanographischer Arbeitsgruppen sollen in einem scharf umrissenen Gebiet im Weseraestuar die hydrographischen Bedingungen und die Produktivitaet einer Tiergemeinschaft mit extrem hoher Biomasse erfasst werden. Diese Gemeinschaft wird von dem roehrenbauenden Borsten-Wurm Lanice conchilega gepraegt, der zahlen- und gewichtsmaessig dominiert. Die ueber zwei Jahrzehnte beobachtete hohe Bestaendigkeit und der Artenreichtum dieser Gemeinschaft stehen in einem scheinbaren Widerspruch zu der grossen Variabilitaet des tidenbeeinflussten, kuestennahen Lebensraumes. Um diesen scheinbaren Widerspruch zu erklaeren, sollen hydrographische Bedingungen, Nahrungsangebot (Truebstoffe) und -weitergabe unmittelbar ueber und am Meeresboden sowohl im Jahresgang als auch im Detail innerhalb kurzer Zeitspannen mit Hilfe einer neu entwickelten Feldstation zur ozeanographischen Messwerterfassung bestimmt werden. Die hohe Produktivitaet der Lanice-Gemeinschaft und ihr Stoffumsatz sollen quantifiziert und anhand der oekologisch bedeutsamen ozeanographischen Messwertergebnisse erklaert werden.
<p> Was Sie bei der Verwendung von Mist beachten sollten <ul> <li>Lieber "alter" Mist: Fragen Sie bei der Beschaffung nach dem am längsten gelagerten Mist.</li> <li>Achten Sie beim Umgang mit Mist auf strikte Hygiene.</li> <li>Kompostieren Sie den Mist vor dem Einsatz im Garten.</li> <li>Überlegen Sie, was Sie mit dem Mist bezwecken wollen. Daraus ergibt sich der richtige Zeitpunkt der Ausbringung (Frühling oder Herbst).</li> </ul> Gewusst wie <p>Organischer Dünger aus Mist von Nutztieren ist eine umweltfreundliche Alternative zu chemischen Düngemitteln in Privatgärten. Die langsame Freisetzung von Nährstoffen sowie die Förderung der Bodenstruktur und des Bodenlebens machen ihn besonders wertvoll.</p> <p><strong>Gelagerten Mist beim Kauf bevorzugen: </strong>Für die richtige Verwendung von Mist gilt: <a href="https://www.umweltbundesamt.de/TAM-behandlung-duenger#Landwirtschaft-1">Je länger gelagert, desto besser.</a> Dies ist eine einfache und wirksame Strategie, um potenziell schädliche Organismen (z. B. Bakterien) abzutöten und zu verringern. Denn häufig hat man keine oder nur wenig Informationen über den Gesundheitszustand der Tiere und deren medikamentöse Behandlungen. Dies gilt gerade auch bei <a href="https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/pferdemist-als-duenger-verwenden-31411">Pferdemist</a>, der besonders gern im Garten verwendet wird. Wer die Wahl hat, sollte den Pferdemist aus bekannten Pferdehaltungen oder von robusten Pferderassen beziehen, die wenig behandelt werden müssen. Das Problem bei der Beschaffung von Mist aus einem Pferdebetrieb ist aber, dass es überwiegend Pensionspferdebetriebe sind. Auf diesen Betrieben veräußern die Betriebsinhabenden den Mist und haben meist keinen Überblick darüber, welche Tierarzneimittel den Pferden verabreicht wurden. Wenn man sich Dung von Pferdebetrieben für die Verwendung im Garten abholt, sollte man daher nach Möglichkeit nach dem am längsten gelagerten Dung fragen.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/rich_organic_mulch_from_horse_manure_and_straw_c_sherez_-_fotolia_125209587_m.jpg"> </a> <strong> Am besten stammt Pferdemist aus bekannten Haltungen oder von robusten Pferderassen. </strong> Quelle: sherez / Fotolia.com <p><strong>Hygieneregeln beachten</strong>: Achten Sie beim Umgang mit Mist auf strikte Hygiene. An erster Stelle steht der Selbstschutz. Wir empfehlen das Tragen von Handschuhen bei der Verarbeitung von Mist. Sollte das einmal nicht möglich sein, ist es wichtig, nach der Verarbeitung die Hände gründlich zu waschen. Denken Sie auch daran, nach der Ernte die erzeugten Lebensmittel gründlich zu waschen.</p> <p><strong>Mist vor Verwendung kompostieren: </strong>Verwenden Sie den Mist nicht ohne vorherige <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/kompost-eigenkompostierung">Kompostierung</a>. So verringern Sie die Einschleppung von unerwünschtem Saatgut, ermöglichen die Abtötung von Krankheitserregern (z. B. Salmonellen) und den Abbau von Tierarzneimittelrückständen (z. B. von Antibiotika und Mitteln gegen Parasiten bei Tieren (Antiparasitika)) (<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0960852409014965?via%3Dihub">Ramaswamy et al.,2010</a>; <a href="https://cwmi.css.cornell.edu/ivermectin.pdf">Schwarz et al.;2016</a>). Das ist gut für den Gartenboden und auch die geernteten Lebensmittel sind dann weniger belastet.</p> <p>Eine optimale Hitzeentwicklung im Kompost liegt in einem Temperaturbereich von 60 bis 70°C. Kühlt der Kompost aus, kann ihm durch Umgraben Sauerstoff zugefügt und die Hitzeentwicklung erneut gefördert werden. So kann durch fünfmaliges Umgraben über einen Zeitraum von sechs Wochen eine nachweisbare Hygienisierung erreicht werden (<a href="https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/20436">Pospiech et al., 2014</a>). Aber auch bei der Kompostierung gilt: Eine längere Lagerung hilft und mindert den Aufwand. Der frische Mist kann z. B. mit Herbstlaub oder Häckselgut gemischt und danach gestapelt werden. Die Höhe sollte nicht über einem Meter liegen, da er sehr heiß wird. Man lässt den Stapel mindestens drei bis vier Monate, am besten aber ein Jahr durchrotten und spart sich das mehrmalige Umgraben.</p> <p><strong>Den richtigen Zeitpunkt zur Ausbringung finden:</strong> Zur Vorbereitung der Gemüsebeete verwenden Sie den kompostierten Dung im zeitigen Frühjahr. Der kompostierte Mist verbessert die Bodenstruktur, fördert das Bodenleben, ist sehr pflanzenverträglich, liefert langsam freigesetzte Nährstoffe und die Nährstoffe sind für die Pflanzen gut verfügbar. Kompostierter Mist kann auch im Herbst ausgebracht werden und so den Boden um Zierpflanzen und Gehölze über den Winter schützen. Die genauen Düngebedürfnisse können je nach Standort, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> und den angebauten Pflanzen variieren. Es ist daher ratsam, dies bei der Ausbringung des Düngers zu beachten und gegebenenfalls entsprechenden Rat einzuholen.</p> <p><strong>Was Sie noch tun können: </strong>Beachten Sie unsere weiteren <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Umwelttipps zu </p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/15470">Kompost</a>, </li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/12614">Bioabfällen</a> und </li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/12488">Blumenerde</a>.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/organischer_duenger_an_erdbeerpflanzen.jpg"> </a> <strong> Kompostierte Pferdeäpfel sind ein guter Dünger für den Obst- und Gemüsegarten. </strong> Quelle: Steinhoff-Wagner Hintergrund <p>Der organische Dünger verbraucht im Vergleich zu synthetischen Düngemitteln weniger Ressourcen und Energie bei der Gewinnung anorganischer Bestandteile wie Mineralien und Stickstoffverbindungen. Aus organischem Dünger werden die Nährstoffe langsam freigesetzt und verglichen mit synthetischem wirkt er sich positiver auf Bodenorganismen, Bodenbelüftung und Pufferkapazität aus (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/kompostfibel">Kompostfibel</a>).</p> <p>Frischer Mist, vor allem der von Pferden und Wiederkäuern, kann keimfähige Körner oder Unkrautsamen, Rückstände und Abbauprodukte von Tierarzneimitteln sowie Krankheitserreger (z. B. Salmonellen) enthalten. Insbesondere in Pferdemist können Wirkstoffe gegen Parasiten (Antiparasitika) vorkommen. Diese wirken auch auf bodenlebende Organismen wie Protozoen oder Invertebraten (z. B. Würmer und Käfer) und können dadurch die Bodenqualität bzw. das Bodenleben und damit die Bodenfruchtbarkeit (Humusbildung) beeinträchtigen.</p> <p>Auch wenn zunehmend eine selektive Entwurmung empfohlen wird, d. h. eine gezielte Behandlung von Einzeltieren nur bei begründetem Verdacht auf Parasitenbefall und nach einer entsprechenden parasitologischen Kotuntersuchung (<a href="https://vet.thieme.de/pferd-co/fachbeitraege/detail/die-selektive-entwurmung-beim-pferd-240">Keck, 2018</a>), ist es immer noch weit verbreitet, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/entwurmung">Pferdebestände bis zu viermal im Jahr zu behandeln</a>. Die Antiparasitika und deren Abbauprodukte werden überwiegend in der ersten Woche nach der Verabreichung ausgeschieden. Das trifft u. a. auf Wirkstoffe wie Fenbendazol, Oxfendazol und Albendazol aus der Gruppe der Benzimidazole zu. Von Wirkstoffen aus der Gruppe der makrozyklischen Lactone, wie Moxidectin und Ivermectin, wurden Rückstände auch noch bis zu 75 Tagen nach der Gabe in den Ausscheidungen der Tiere nachgewiesen (<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1090023305000602?via%3Dihub">Gokubulut et al.2005</a>; <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1090023300905215?via%3Dihub">Perez et al. 2001</a>). </p> </p><p> Was Sie bei der Verwendung von Mist beachten sollten <ul> <li>Lieber "alter" Mist: Fragen Sie bei der Beschaffung nach dem am längsten gelagerten Mist.</li> <li>Achten Sie beim Umgang mit Mist auf strikte Hygiene.</li> <li>Kompostieren Sie den Mist vor dem Einsatz im Garten.</li> <li>Überlegen Sie, was Sie mit dem Mist bezwecken wollen. Daraus ergibt sich der richtige Zeitpunkt der Ausbringung (Frühling oder Herbst).</li> </ul> </p><p> Gewusst wie <p>Organischer Dünger aus Mist von Nutztieren ist eine umweltfreundliche Alternative zu chemischen Düngemitteln in Privatgärten. Die langsame Freisetzung von Nährstoffen sowie die Förderung der Bodenstruktur und des Bodenlebens machen ihn besonders wertvoll.</p> <p><strong>Gelagerten Mist beim Kauf bevorzugen: </strong>Für die richtige Verwendung von Mist gilt: <a href="https://www.umweltbundesamt.de/TAM-behandlung-duenger#Landwirtschaft-1">Je länger gelagert, desto besser.</a> Dies ist eine einfache und wirksame Strategie, um potenziell schädliche Organismen (z. B. Bakterien) abzutöten und zu verringern. Denn häufig hat man keine oder nur wenig Informationen über den Gesundheitszustand der Tiere und deren medikamentöse Behandlungen. Dies gilt gerade auch bei <a href="https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/pferdemist-als-duenger-verwenden-31411">Pferdemist</a>, der besonders gern im Garten verwendet wird. Wer die Wahl hat, sollte den Pferdemist aus bekannten Pferdehaltungen oder von robusten Pferderassen beziehen, die wenig behandelt werden müssen. Das Problem bei der Beschaffung von Mist aus einem Pferdebetrieb ist aber, dass es überwiegend Pensionspferdebetriebe sind. Auf diesen Betrieben veräußern die Betriebsinhabenden den Mist und haben meist keinen Überblick darüber, welche Tierarzneimittel den Pferden verabreicht wurden. Wenn man sich Dung von Pferdebetrieben für die Verwendung im Garten abholt, sollte man daher nach Möglichkeit nach dem am längsten gelagerten Dung fragen.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/rich_organic_mulch_from_horse_manure_and_straw_c_sherez_-_fotolia_125209587_m.jpg"> </a> <strong> Am besten stammt Pferdemist aus bekannten Haltungen oder von robusten Pferderassen. </strong> Quelle: sherez / Fotolia.com </p><p> <p><strong>Hygieneregeln beachten</strong>: Achten Sie beim Umgang mit Mist auf strikte Hygiene. An erster Stelle steht der Selbstschutz. Wir empfehlen das Tragen von Handschuhen bei der Verarbeitung von Mist. Sollte das einmal nicht möglich sein, ist es wichtig, nach der Verarbeitung die Hände gründlich zu waschen. Denken Sie auch daran, nach der Ernte die erzeugten Lebensmittel gründlich zu waschen.</p> <p><strong>Mist vor Verwendung kompostieren: </strong>Verwenden Sie den Mist nicht ohne vorherige <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/kompost-eigenkompostierung">Kompostierung</a>. So verringern Sie die Einschleppung von unerwünschtem Saatgut, ermöglichen die Abtötung von Krankheitserregern (z. B. Salmonellen) und den Abbau von Tierarzneimittelrückständen (z. B. von Antibiotika und Mitteln gegen Parasiten bei Tieren (Antiparasitika)) (<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0960852409014965?via%3Dihub">Ramaswamy et al.,2010</a>; <a href="https://cwmi.css.cornell.edu/ivermectin.pdf">Schwarz et al.;2016</a>). Das ist gut für den Gartenboden und auch die geernteten Lebensmittel sind dann weniger belastet.</p> <p>Eine optimale Hitzeentwicklung im Kompost liegt in einem Temperaturbereich von 60 bis 70°C. Kühlt der Kompost aus, kann ihm durch Umgraben Sauerstoff zugefügt und die Hitzeentwicklung erneut gefördert werden. So kann durch fünfmaliges Umgraben über einen Zeitraum von sechs Wochen eine nachweisbare Hygienisierung erreicht werden (<a href="https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/20436">Pospiech et al., 2014</a>). Aber auch bei der Kompostierung gilt: Eine längere Lagerung hilft und mindert den Aufwand. Der frische Mist kann z. B. mit Herbstlaub oder Häckselgut gemischt und danach gestapelt werden. Die Höhe sollte nicht über einem Meter liegen, da er sehr heiß wird. Man lässt den Stapel mindestens drei bis vier Monate, am besten aber ein Jahr durchrotten und spart sich das mehrmalige Umgraben.</p> <p><strong>Den richtigen Zeitpunkt zur Ausbringung finden:</strong> Zur Vorbereitung der Gemüsebeete verwenden Sie den kompostierten Dung im zeitigen Frühjahr. Der kompostierte Mist verbessert die Bodenstruktur, fördert das Bodenleben, ist sehr pflanzenverträglich, liefert langsam freigesetzte Nährstoffe und die Nährstoffe sind für die Pflanzen gut verfügbar. Kompostierter Mist kann auch im Herbst ausgebracht werden und so den Boden um Zierpflanzen und Gehölze über den Winter schützen. Die genauen Düngebedürfnisse können je nach Standort, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> und den angebauten Pflanzen variieren. Es ist daher ratsam, dies bei der Ausbringung des Düngers zu beachten und gegebenenfalls entsprechenden Rat einzuholen.</p> <p><strong>Was Sie noch tun können: </strong>Beachten Sie unsere weiteren <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Umwelttipps zu </p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/15470">Kompost</a>, </li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/12614">Bioabfällen</a> und </li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/12488">Blumenerde</a>.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/organischer_duenger_an_erdbeerpflanzen.jpg"> </a> <strong> Kompostierte Pferdeäpfel sind ein guter Dünger für den Obst- und Gemüsegarten. </strong> Quelle: Steinhoff-Wagner </p><p> Hintergrund <p>Der organische Dünger verbraucht im Vergleich zu synthetischen Düngemitteln weniger Ressourcen und Energie bei der Gewinnung anorganischer Bestandteile wie Mineralien und Stickstoffverbindungen. Aus organischem Dünger werden die Nährstoffe langsam freigesetzt und verglichen mit synthetischem wirkt er sich positiver auf Bodenorganismen, Bodenbelüftung und Pufferkapazität aus (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/kompostfibel">Kompostfibel</a>).</p> <p>Frischer Mist, vor allem der von Pferden und Wiederkäuern, kann keimfähige Körner oder Unkrautsamen, Rückstände und Abbauprodukte von Tierarzneimitteln sowie Krankheitserreger (z. B. Salmonellen) enthalten. Insbesondere in Pferdemist können Wirkstoffe gegen Parasiten (Antiparasitika) vorkommen. Diese wirken auch auf bodenlebende Organismen wie Protozoen oder Invertebraten (z. B. Würmer und Käfer) und können dadurch die Bodenqualität bzw. das Bodenleben und damit die Bodenfruchtbarkeit (Humusbildung) beeinträchtigen.</p> <p>Auch wenn zunehmend eine selektive Entwurmung empfohlen wird, d. h. eine gezielte Behandlung von Einzeltieren nur bei begründetem Verdacht auf Parasitenbefall und nach einer entsprechenden parasitologischen Kotuntersuchung (<a href="https://vet.thieme.de/pferd-co/fachbeitraege/detail/die-selektive-entwurmung-beim-pferd-240">Keck, 2018</a>), ist es immer noch weit verbreitet, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/entwurmung">Pferdebestände bis zu viermal im Jahr zu behandeln</a>. Die Antiparasitika und deren Abbauprodukte werden überwiegend in der ersten Woche nach der Verabreichung ausgeschieden. Das trifft u. a. auf Wirkstoffe wie Fenbendazol, Oxfendazol und Albendazol aus der Gruppe der Benzimidazole zu. Von Wirkstoffen aus der Gruppe der makrozyklischen Lactone, wie Moxidectin und Ivermectin, wurden Rückstände auch noch bis zu 75 Tagen nach der Gabe in den Ausscheidungen der Tiere nachgewiesen (<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1090023305000602?via%3Dihub">Gokubulut et al.2005</a>; <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1090023300905215?via%3Dihub">Perez et al. 2001</a>). </p> </p><p>Informationen für...</p>
Der Kienbergpark versteht sich als neuartiger Parktypus, der Naherholung und Umweltbildung eng verzahnt. Er ist mit knapp 60 ha direkter Nachbar der Gärten der Welt und schließt an seiner östlichen Flanke an das Wuhletal an. Kernstück ist der Kienberg, eine natürliche Erhebung im Wuhletal, die durch große Schuttüberdeckungen weiter an Höhe gewonnen hat. Die Angebotspalette umfasst u.a. eine Vielzahl an Freitzeitangeboten, einen Naturerfahrungsraum und ein Umweltbildungszentrum (UZB), dessen Bildungsangebote auch überbezirklich Interesse finden. Neben waldähnlichen Gehölzbeständen ist das Gelände von zahlreichen offenen und besonnte Flächen geprägt. In besonderem Maße wird hier der Artenvielfalt Rechnung getragen. Es gibt beispielsweise Obstbaumwiesen mit historischen Sorten oder Wiesen aus gebietsheimischem Saatgut. Ein Pflege- und Entwicklungsplan sorgt dafür, dass der Kienbergpark unter den Folgen des Klimawandels ökologisch zukunftsfähig sein wird. Der folgende virtuelle Rundgang macht die vielfältigen Facetten der biologischen Vielfalt im Kienbergpark deutlich. Kienbergpark Bild: butterfly-photos.org / fotolia.com Tagfalter-Monitoring: Artenvielfalt und Verantwortung für besondere Arten Bereits seit 2015 haben Expertinnen und Experten die Lebensräume für Falter im Wuhletal erfasst. Dabei wurden insgesamt 128 Arten an Tag- und Nachtfaltern gefunden, aber die tatsächliche Anzahl ist sehr wahrscheinlich sogar noch deutlich höher. Tagfalter-Monitoring: Artenvielfalt und Verantwortung für besondere Arten Weitere Informationen Bild: Bernd Machatzi Grasnelken auf der Sandlinse Eine der Zielarten des Florenschutzes ist die Gemeine Grasnelke. Diese auch nach der Bundesartenschutzverordnung gesetzlich besonders geschützte Art wächst vor allem auf trockenen Standorten, wie sie auch auf der sogenannten "Sandlinse" nördlich des Wuhlesteges vorkommen. Grasnelken auf der Sandlinse Weitere Informationen Bild: M. Schuppich / fotolia.com Gebietsfremde Pflanzen Gebietsfremde Arten (Neobiota) kommen in Berlin häufig vor. Da es in der Natur kein "Gut" und "Böse" gibt, sind auch diese neu eingebürgerten Arten nicht per se schlecht. Je nachdem, wo sie vorkommen und wie sie sich ausbreiten, können einige Arten jedoch zu Problemen mit dem Naturschutz führen. Gebietsfremde Pflanzen Weitere Informationen Bild: Josef Vorholt Wechselfeuchte Zone am Wuhleteich: Naturnahe Gewässer Ein bisschen erinnert der Wuhleteich im Wuhletal an eine Miniversion von Berlin: Künstlich angelegt in prächtiger Naturkulisse und das Zuhause einer riesigen Anzahl unterschiedlichster Bewohner. Die alle natürlich eigene Bedürfnisse und Ansprüche haben. Wechselfeuchte Zone am Wuhleteich: Naturnahe Gewässer Weitere Informationen Bild: Jens Scharon Lebensraum für Zauneidechsen: Private Freiflächen Zauneidechsen sind sehr wärmebedürftig und bevorzugen offene oder halboffene, trockene Lebensräume mit viel Sonne, wie Trockenrasen, Waldsäume und -lichtungen, Brachflächen, Aufschüttungen, Dämme oder Böschungen. Lebensraum für Zauneidechsen: Private Freiflächen Weitere Informationen Bild: sid221 / fotolia.com Lebensraum Röhricht Viele Tierarten, darunter Vögel, Fische, Würmer, Krebse und Insekten sind für die neuen Wohnungen und Brutplätze, die sie im Röhricht finden, dankbar. Aufgrund der hohen Bedeutung für den Naturhaushalt sind Röhrichte in Berlin gesetzlich geschützt. Lebensraum Röhricht Weitere Informationen Bild: John Smith / fotolia.com Mischwald für Berlin Bereits seit 2015 haben Expertinnen und Experten die Lebensräume für Falter im Wuhletal erfasst. Dabei wurden insgesamt 128 Arten an Tag- und Nachtfaltern gefunden, aber die tatsächliche Anzahl ist sehr wahrscheinlich sogar noch deutlich höher. Mischwald für Berlin Weitere Informationen Bild: Andrea Wilhelm / fotolia.com Lebensraum Waldrand Berlin ist die waldreichste Metropole Deutschlands und bietet in typischen Mischwäldern zahlreichen Tier- und Pflanzenarten großzügigen Raum zum Leben. Waldränder sind ein wichtiger Bestandteil naturnaher Wälder, insbesondere wenn sie aus möglichst vielen standortgerechten Pflanzenarten bestehen. Lebensraum Waldrand Weitere Informationen Bild: Vladyslav Siaber / fotolia.com Alte Obstsorten Bereits seit 2015 haben Expertinnen und Experten die Lebensräume für Falter im Wuhletal erfasst. Dabei wurden insgesamt 128 Arten an Tag- und Nachtfaltern gefunden, aber die tatsächliche Anzahl ist sehr wahrscheinlich sogar noch deutlich höher. Alte Obstsorten Weitere Informationen Bild: manu / fotolia.com Landschaftspflege mit Weidetieren Berlin hat einen hohen Anteil an offenem und halboffenem Grünland: Dazu gehören traditionell Wiesen und Weiden aber auch Brachflächen, halboffene Waldweidelandschaften und Äcker. Sie alle weisen einen besonderen biologischen Reichtum auf. Berlin möchte diese Offenflächen langfristig sichern. Landschaftspflege mit Weidetieren Weitere Informationen Bild: fotoparus / fotolia.com Kunstnester für die Schwalben – Glücksbringer auf Wohnungssuche Schwalben galten schon immer als Glücksbringer und sind gesetzlich besonders geschützt. Auch wenn sie immer noch eine der häufigsten Vogelarten in Mitteleuropa ist, sinkt ihre Anzahl seit Jahren, auch in Deutschland. Dazu tragen unter anderem die Dachstuhl- und Fassadenmodernisierungen bei. Kunstnester für die Schwalben – Glücksbringer auf Wohnungssuche Weitere Informationen Bild: Friedberg / fotolia.com Bauen mit Glas Viele Vögel, die in der Stadt leben oder dort auf dem Durchzug oder im Winter vorkommen, haben allerdings zunehmend Probleme in diesem Lebensraum. Dazu trägt der Zuwachs an großflächigen Glasfassaden bei, denn Glas kann eine tödliche Falle für Vögel sein. Bauen mit Glas Weitere Informationen Bild: AF Lichtfänger Insektenfreundliche Beleuchtung In Berlin leben viele Arten, die für die grüne Metropole typisch sind. Aber viele dieser Arten nehmen im Bestand ab und ihr Vorkommen wird gefährdet. Ein Grund dafür ist auch die allgegenwärtige künstliche Beleuchtung, die insbesondere für Insekten zur tödlichen Falle werden kann. Insektenfreundliche Beleuchtung Weitere Informationen Bild: amenic181 / fotolia.com Nachhaltige Wälder Nur wenn wir das, was wir verbrauchen auch ohne Raubbau an der Natur erzeugen, können wir die Vielfalt des Lebens auf unserem Planeten erhalten. Dazu bedarf es aber der Zusammenarbeit der gesamten Gesellschaft, z. B. durch die Einführung sogenannter Öko-Siegel. Nachhaltige Wälder Weitere Informationen Bild: Lichtschwärmer Umweltbildungszentrum Kienbergpark Die Vermittlung eines Verantwortungsbewusstseins für unsere Umwelt an Groß und Klein liegt dem Team des Kienbergparks ganz besonders am Herzen. Der zentrale Anlaufpunkt für dieses "grüne Lernen" ist das Umweltbildungszentrum Kienbergpark. Umweltbildungszentrum Kienbergpark Weitere Informationen Bild: famveldman / fotolia.com Naturerfahrungsräume Städtische "Naturerfahrungsräume" sind i.d.R. mindestens einen Hektar große, "wilde" Freiräume, die Kinder und Jugendliche zum Spielen, Toben, Forschen und Erholen eigenständig aufsuchen können. Praktisch also, wenn sie im Wohnumfeld entstehen, so können sie fußläufig und schnell erreicht werden. Naturerfahrungsräume Weitere Informationen
This dataset contains species-resolved phytoplankton and microzooplankton abundance and biomass data from the KOSMOS 2023 Helgoland mesocosm experiment conducted in the coastal waters off Helgoland Island in the North Sea, Germany. The experiment investigated the effects of Ocean Alkalinity Enhancement (OAE) on plankton communities during the development of a natural spring bloom. Six mesocosms (~6 m³) were subjected to an immediate dilution OAE scenario, establishing an alkalinity enhancement gradient ranging from ΔTA 0 to 1250 µmol kg⁻¹ in increments of 250 µmol kg⁻¹ through calcium-based alkalinity addition. The dataset includes taxonomically resolved phytoplankton and microzooplankton abundance (cells mL⁻¹), carbon biomass (µg C L⁻¹), functional group classifications, and World Register of Marine Species (WoRMS) taxonomic identifiers. Associated carbonate chemistry measurements, including total alkalinity (TA), dissolved inorganic carbon (DIC), pH, fugacity of carbon dioxide (fCO₂), salinity, temperature, and calculated ΔTA values are provided for each sampling event.
The CRANIMPACT project investigated the effects of beam trawl shrimp fisheries on 2 habitat types in the sublittoral of the Wadden Sea National Parks of the northern German states. Two complementary approaches were used to investigate the short-term effects following an experimental fishing event and the chronic changes caused by sustained fishing pressure of varying intensity. In the experimental approach, the short-term, small-scale effects on endo- and epifauna after experimental fishing and their effect duration were investigated on a total of 4 study sites (A, B, B2 in the tidal flat system of the Sylt backshore tidal flat; C in the tidal flat system near Norderney). The experiments were conducted as before-after-control-impact studies (BACI) exclusively in habitat type fine and medium sands with ripple structure (a sufficiently large lanice field could not be sampled). The large-scale effects of fishing were determined along gradients of fishing intensity in the Wadden Sea of Lower Saxony, Schleswig-Holstein and Denmark. For this purpose, among other things, methods were developed to represent small-scale differences in fishing effort using satellite data in tidal flat systems. Gradient analysis (GA) was carried out on fine and medium sands with ripple structure as well as on fields with colonization of the tree tube worm Lanice conchilega for the endofauna alone. All surveys were conducted in the sublittoral. A total of 427 endofauna samples were examined from 2019, 2020, and 2021.
The CRANIMPACT project investigated the effects of beam trawl shrimp fisheries on 2 habitat types in the sublittoral of the Wadden Sea National Parks of the northern German states. Two complementary approaches were used to investigate the short-term effects following an experimental fishing event and the chronic changes caused by sustained fishing pressure of varying intensity. In the experimental approach, the short-term, small-scale effects on endo- and epifauna after experimental fishing and their effect duration were investigated on a total of 4 study sites (A, B, B2 in the tidal flat system of the Sylt backshore tidal flat; C in the tidal flat system near Norderney). The experiments were conducted as before-after-control-impact studies (BACI) exclusively in habitat type fine and medium sands with ripple structure (a sufficiently large lanice field could not be sampled). The large-scale effects of fishing were determined along gradients of fishing intensity in the Wadden Sea of Lower Saxony, Schleswig-Holstein and Denmark. For this purpose, among other things, methods were developed to represent small-scale differences in fishing effort using satellite data in tidal flat systems. Gradient analysis (GA) was carried out on fine and medium sands with ripple structure as well as on fields with colonization of the tree tube worm Lanice conchilega for the endofauna alone. All surveys were conducted in the sublittoral. A total of 427 endofauna samples were examined from 2019, 2020, and 2021.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 159 |
| Global | 1 |
| Kommune | 1 |
| Land | 61 |
| Weitere | 12 |
| Wirtschaft | 10 |
| Wissenschaft | 41 |
| Zivilgesellschaft | 9 |
| Type | Count |
|---|---|
| Chemische Verbindung | 2 |
| Daten und Messstellen | 28 |
| Ereignis | 3 |
| Förderprogramm | 61 |
| Infrastruktur | 6 |
| Taxon | 13 |
| Text | 68 |
| Umweltprüfung | 6 |
| WRRL-Maßnahme | 80 |
| unbekannt | 11 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 72 |
| Offen | 166 |
| Unbekannt | 13 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 225 |
| Englisch | 122 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 15 |
| Bild | 19 |
| Datei | 14 |
| Dokument | 61 |
| Keine | 145 |
| Webseite | 68 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 129 |
| Lebewesen und Lebensräume | 251 |
| Luft | 89 |
| Mensch und Umwelt | 204 |
| Wasser | 129 |
| Weitere | 238 |