Gemäß § 58 Brandenburger Naturschutzgesetz ist das Land Brandenburg gesetzlich zur Aufstellung von Pflege- und Entwicklungsplänen (PEP) in den Großschutzgebieten (GSG) verpflichtet. Die Pflege- und Entwicklungspläne werden als Handlungskonzepte für Schutz, Pflege und Entwicklung der Großschutzgebiete in Brandenburg erstellt. Bearbeitungsgebiet ist der Naturpark Niederlausitzer Landrücken einschließlich aller Biotope, die von der GSG-Grenze geschnitten werden. Der 586 Quadratkilometer große Naturpark liegt im Nordwesten der Niederlausitz. Der Naturpark besitzt eines der größten kaum zerschnittenen Waldgebiete im südlichen Brandenburg. Im Kontrast dazu stehen die Bergbaufolgelandschaften. Die imposanten Hinterlassenschaften des 1991 eingestellten Kohleabbaus sind längst keine "Mondlandschaft" mehr. Durch Flutung der Bergbaurestlöcher und Wiederanstieg des Grundwassers sind sechs größere Seen entstanden oder werden in den nächsten Jahren ihren endgültigen Wasserstand erreicht haben. Daneben bilden sich etwa 30 kleinere Seen. Wertvoll für Tiere und Pflanzen sind auch die Dünen, Trockenrasen und Sandheiden auf ehemaligen Kippen. Während am Hindenberger, Stoßdorfer und Schönfelder See Naherholungsgebiete entstehen, wird über die Hälfte der Bergbaufolgelandschaft im Sinne der Natur saniert. Ein besonders eindrucksvolles Erlebnis ist die Rast von bis zu 70.000 Wildgänsen und bis zu 4.500 Kranichen im Herbst zwischen Luckau und Calau. Wesentliche Inhalte bzw. Ziele des PEP Naturpark Niederlausitzer Landrücken sind unter anderem: - Erhalt des großen störungsarmen bewaldeten Endmoränenzuges des Landrückens - Umbau naturferner Forste in naturnahe strukturreiche Wälder mit standortgerechten heimischen Baumarten und Entwicklung von Innenstrukturen als Voraussetzung für das Vorkommen von z.B. Auerhuhn - Natürlich Entwicklung grundwasserbeeinflusster Waldgesellschaften, insbesondere der Fichte - Sicherung der linearen Strukturen (Alleen, Hecken und Baureihen) in den Becken - Erhalt gesunden Grundwassers durch grundwasserschonende landwirtschaftliche Nutzung - Nutzung traditioneller Grünlandstandorte durch Dauergrünland - Schutz und Entwicklung nährstoffarmer Heiden und Magerrasen - Bewahrung der Lebensräume atlantischer Florenelemente in nährstoffarmen Mooren in den Randlagen des Landrückens - Wiederherstellung und langfristige Sicherung eines ausgeglichenen Naturhaushalt für die Bergbaufolgelandschaft Darüber hinaus werden für die einzelnen Landschaftsräume Ziele und Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung gesondert konkretisiert.
Im Fachinformationssystem Waldökologie, Waldverjüngung und Waldpflege werden alle am SBS erfassten Daten und Informationen aus waldbaulichen Versuchsflächensystemen zusammengefasst. Dies betrifft mehrere Teilbereiche des waldbaulichen Versuchswesens, hierfür wurden jeweils spezielle Teilprojekte eines komplexen Datenbanksystems [DATAPOOL] entwickelt. Folgende DATAPOOL - Projekte sind bisher spezifiziert und werden verwendet: - Mikroklima / Waldklima - Waldertrag und Bestandesstruktur - Ökophysiologie Darüber hinaus werden Vegetationsdaten in einem gesonderten Access Datenbankprojekt [VEGETATI] gehalten und bereitgestellt. Insbesondere das komplexe DATAPOOL Projekt ermöglicht die Bereitstellung umfassender Informationen für weitere erforderliche Auswertungsschritte: So sind beispielsweise umfangreiche ertrags- und waldwachstumskundliche Auswertungen der erfassten Versuchsflächen [spez. ertragskundliches Auswerteprogramm] in Abhängigkeit von waldbaulichen Behandlungsvarianten, standörtlichen Unterschieden oder anderen Einflussfaktoren möglich. Darüber hinaus können über die räumliche Darstellung und Auswertung der Bodenvegetations- und Bestandesstrukturen in 2d- und 3d Varianten auf Basis eines CAD-Systems und eines speziellen 'Waldbau-Visualisierungstools auch quantifizierte Strukturanalysen erstellt, Wachstums- bzw. Vitalitätsabhängigkeiten hinsichtlich der Bodenvegetation (Kleinstandort) oder der Bestandesstruktur (Konkurrenz) hergestellt werden. Mit der Verfügbarkeit der digitalen Standortsinformationen wird auch eine Verschneidung mit allen räumlichen/ flächenhaften FGIS - Informationen für spezielle Auswertungszwecke möglich (Schnittstelle zum FGIS). Kombinationen aus ökophysiologischen und mikroklimatischen Daten werden i.d.R. benötigt, um für typische Standortsbedingungen artspezifische/ herkunftsspezifische Umweltabhängigkeiten der Assimilation und Transpiration zu ermitteln - gefundene funktionale Abhängigkeiten gehen in Simulationsmodelle zur umweltabhängigen Berechnung der ökophysiologischen Aktivität der relevanten Arten der Bodenvegetation sowie der Baumarten des Waldumbaus ein. Über die mikroklimatischen Daten der Waldklimastationen stehen i.d.R. auch standortsrepräsentative hochauflösende Jahresdynamiken der Umweltbedingungen (Meteorologie, Bodenfeuchte, Strahlung) aus differenzierten Varianten waldbaulicher Versuche und aus Freiflächenmessungen zur Verfügung. Diese werden eingesetzt, um abgelaufene Umweltbedingungen hinsichtlich relevanter Prozesse im Wald (Wachstum, Vitalität, Schaderreger, Vegetationsentwicklung etc.) beurteilen zu können. Sie sind essentielle Voraussetzung zum 'treiben' von Modellen der Waldentwicklung bzw. des Waldwachstums, des Wasserhaushaltes im Wald oder auch für Modelle hinsichtlich der Schaderregerentwicklung etc.
Berlin besitzt 29.000 Hektar Wald. Das ist knapp ein Fünftel der Landesfläche. Diese Gegenwelt zur hektischen Stadt trägt auf vielerlei Art zu Erholung, Wohlbefinden und Gesundheit der Stadtbevölkerung bei und bietet Tieren Schutz und Lebensraum. Beides hat in der Stadt Vorrang vor der Holznutzung. Seit 30 Jahren werden Berlins Wälder naturnah gepflegt und bewirtschaftet. Grundlage ist die Berliner Waldbaurichtlinie. Sie hat 1991 die Ansprüche von Forstwirtschaft, Naturschutz, Erholungssuchenden, Landschaftsästhetik und Klimaschutz in einem einheitlichen Handlungskonzept zusammengefasst. Ziel sind gesunde, stabile und strukturreiche Wälder. Verjüngen sollen sich die Wälder durch natürliche Aussaat. Nur wo das nicht möglich ist, werden heimische Jungpflanzen eingebracht. Pflegemaßnahmen des Waldes werden zum Schutz sensibler Tierarten nur außerhalb der Setz- und Brutzeiten durchgeführt. Zum Schutz der empfindlichen Waldböden sind Maschinen nur auf Waldwegen und Rückegassen erlaubt. Einzig Rückepferde dringen weiter vor. Kahlschläge sind generell verboten – genau wie Pestizide. Diese nachhaltige Bewirtschaftung ist seit 2002 offiziell zertifiziert: Forest Stewardship Council (FSC) und Naturland Verband kontrollieren regelmäßig, dass ihre Standards eingehalten werden. Eine Bedingung der FSC-Zertifizierung ist, dass zehn Prozent des Waldes sich selbst überlassen bleiben: Dort soll sich Naturwald entwickeln. Dass so große Flächen stillgelegt werden, ist in Deutschland noch eine Ausnahme – und ein klares Bekenntnis Berlins. Die Berliner Forsten fördern Biodiversität auch, indem sie gesunde alte und absterbende Bäume, liegendes und stehendes Totholz im Wald belassen. Solches Biotopholz fördert das Vorkommen gefährdeter Arten von Tieren, Pflanzen und Pilzen. Das Ziel, Biodiversität zu fördern, gilt auf der gesamten Waldfläche. Höchste Aufmerksamkeit genießen dabei FFH-Gebiete, Naturschutzgebiete und besonders geschützte und gefährdete Arten. Die Waldbestände und die Kleingewässer, Moore oder Trockenrasen, die sich in ihnen finden, werden gezielt erhalten und entwickelt. Die Wuhlheide ist ein Wald mitten in der Stadt, der ein Kleinod birgt: Die Pflanzengesellschaft Fingerkraut-Eichenwald gibt es in ganz Berlin nur hier. Das Vorkommen gehört sogar zu den größten in Nordostdeutschland. Berlin widmet diesem floristischen Schatz besondere Pflege. 2018 etwa wurden Bäume aufgelichtet, damit das seltene Weiße Fingerkraut, das der Pflanzengesellschaft den Namen gab, besser wachsen kann. Daran haben viele mitgewirkt: Die Naturschutzbehörde des Bezirks Treptow-Köpenick hat die Maßnahmen mit den Berliner Forsten und der Koordinierungsstelle Florenschutz umgesetzt und die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz hat sie im Rahmen der Strategie Stadtlandschaft und der Strategie zur Biologischen Vielfalt gefördert. Achten Sie beim Kauf von Holzprodukten auf das FSC-Siegel! So unterstützen Sie verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung und Biodiversität – nicht nur in Berlin. Naturnahe Waldwirtschaft
Natur hautnah erleben – für Besucherinnen und Besucher der Haynsburg im Burgenlandkreis wird das künftig noch attraktiver. Mit finanziellem Rückenwind durch das Umweltministerium kann der Landschaftspflegeverein „Mittleres Elstertal“ e. V. den bestehenden „Naturerfahrungsraum Haynsburg“ für Kinder zwischen 4 und 12 Jahren bis Mitte 2029 erweitern. Den Förderbescheid über rund 558.000 Euro aus EU- und Landesmitteln hat Staatssekretär Dr. Steffen Eichner heute offiziell an den Vereinsvorsitzenden Rainer Helms überreicht. Unterstützt werden zudem Maßnahmen zur Stärkung des Artenschutzes im Umfeld der Haynsburg und im Zeitzer Forst. Dank der Förderung kann der Verein den Naturerfahrungsraum Haynsburg deutlich aufwerten: Geplant sind die Pflege des Streuobstbestandes inklusive Neupflanzungen, die Herstellung eines temporären Kleingewässers, je 25 neue Fledermaus- und Vogelkästen, ein Informations- und Aussichtspunkt „Wald“ mit experimentellen Schau- und Lehrstationen, eine Naturklang-Kapelle sowie eine Apfelbaumliege. Im Umfeld der Haynsburg sollen zudem die Streuobstwiese bei Sautzschen und ein Trockenhang bei Katerdobersdorf gepflegt werden. Im Zeitzer Forst ist u. a. die Errichtung von mehreren Kleingewässern und Winterquartieren für die in Sachsen-Anhalt streng geschützte Kreuzotter vorgesehen. Einen Teil des Projektes setzt der Landschaftspflegeverein dabei auf einer kampfmittelberäumten Fläche des DBU-Naturerbes um, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Weitere Maßnahmen zum Kreuzotter-Schutz werden auf Flächen des Landesforstbetriebs umgesetzt. Im Zeitzer Forst sollen offene Lebensräume mit seltenen Tier- und Pflanzenarten durch Pflege bewahrt, Wälder möglichst ohne menschlichen Eingriff ihrer natürlichen Entwicklung überlassen und Feuchtgebiete sowie Gewässer ökologisch aufgewertet oder erhalten werden. Staatssekretär Eichner betonte: „Eine intakte Natur und lebendige Artenvielfalt sind extrem wichtig und können obendrein auch Spaß machen. Wer sich auf spannende Spurensuche begeben möchte, sollte unbedingt zur Haynsburg kommen. Der Naturerfahrungsraum mit toller Ausstellung und erlebnisreichem Rundweg wird sukzessive erweitert und für Besuchende damit noch attraktiver. Ich freue mich, dass wir den Landschaftspflegeverein Mittleres Elstertal bei seinem wertvollen Engagement für Natur und Menschen auch weiterhin unterstützen können.“ Der Vorsitzende des Landschaftspflegevereins „Mittleres Elstertal“ e. V., Rainer Helms, ergänzte: „Naturerfahrungsraum und die Haynsburg als Burg passen hervorragend zusammen. Das liegt auch an der sehr guten Zusammenarbeit des Vereins mit der Gemeinde Wetterzeube als Eigentümerin. Schritt für Schritt wurden seit 2020 unter dem Motto ‚Draußen I Spielen I Lernen‘ attraktive Angebote geschaffen, die das Thema Naturschutz und Naturerleben insbesondere für Kinder auf spannende und spielerische Art vermitteln. Besonders beliebt sind bisher die Ausstellung ‚Der Natur auf der Spur‘ und die Anfertigung von Nistkästen in der Fledermauswerkstatt. Kinder & Natur – es freut mich sehr, dass wir auch zu diesem wichtigen Thema 2026 einen weiteren Baustein auf der Haynsburg hinzufügen können“. Das Naturschutzprojekt des Landschaftspflegevereins „Mittleres Elstertal“ e. V. wird über das Förderprogramm „Biodiversität“ zum Schutzgebietssystem „Natura 2000“ zu 80 Prozent aus EU-Geldern (ELER) und zu 20 Prozent aus Landesmitteln unterstützt. Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Leipziger Str. 58 39112 Magdeburg Tel: +49 391 567-1950, E-Mail: PR@mwu.sachsen-anhalt.de , Facebook , Instagram , LinkedIn , Threads , Bluesky , Mastodon und X
Der Aufgabenschwerpunkt "Nachwachsende Rohstoffe" umfasst die Erarbeitung von Empfehlungen zur Rohstoffbereitstellung für die Energiegewinnung und technische Produktherstellung (z.B. Dämmstoffe, Biokraftstoff, Biogas) sowie die Umsetzung und Begleitung der Forschungsförderung. Zu den nachwachsenden Rohstoffe gehören z.B. schnellwachsende Hölzer, Chinaschilf, Getreide, Roggen, Hanf, Faserpflanzen, Energiepflanzen, Winterraps, halm- und holzartige Biomasse. Unter dem Begriff nachwachsende Rohstoffe werden Produkte pflanzlicher und tierischer Herkunft zusammengefasst, die im Nicht-Nahrungs- und Nicht-Futtermittelsektor verwertet werden. Nachwachsende Rohstoffe umfassen - Nebenprodukte der Land- und Forstwirtschaft (z. B. Stroh, Holz aus Waldpflege, Biomasse aus der Landschaftspflege), - Pflanzen aus dem landwirtschaftlichen Anbau (z. B. öl- und stärkehaltige Pflanzen, ein- und mehrjährige Gräser, Faserpflanzen, Heil-, Gewürz- und Aromapflanzen) sowie - unbehandelte Abfallstoffe der Biomasseverarbeitung (Bau- und Industrierestholz, Hobel- und Sägespäne etc.). Zunehmende Bedeutung erlangen sie vor allem vor dem Hintergrund des steigenden Energiebedarfs, der Endlichkeit fossiler Rohstoffe und der CO2-Anreicherung der Atmosphäre.
Die Forstverwaltung unterhält in einem landesweiten, stratifizierten Stichprobenetz seit 1986 59 Bodendauerbeobachtungsflächen (BDF-F) im Wald. Das Stichprobenetz dient der Erfassung des Zustandes und der langfristigen Entwicklung von Waldböden unter dem Einfluss der forstlichen Bewirtschaftung und von Stoffeinträgen aus der Atmosphäre. Darüber hinaus werden Erkenntnisse über die Wirkung unterschiedlicher Bodenzustände bzw. Bodenzustandsentwicklungen auf die Waldvitalität, den Ernährungszustand der Waldbäume und auf die Biodiversität der Waldpflanzen gewonnen. Das Untersuchungsprogramm der BDF-F umfasst folgende Erhebungen: - Periodische Erhebungen des Bodenzustandes (alle 10 Jahre), - Erhebung des Kronenzustandes (jährlich), - Blatt-/Nadelanalysen (alle 5 Jahre), - Bodenvegetation (alle 10 Jahre), Die Daten der BDF-F dienen dem vorsorgendem Bodenschutz und stellen eine wesentliche Entscheidungshilfe für Umwelt- und Bodenschutzmaßnahmen durch forstliche Maßnahmen und im politischen Raum dar. Ergebnisse von drei Aufnahmeperioden (1986-2000) sind in den Mitteilungen aus dem Forstlichen Versuchswesen Mecklenburg-Vorpommern, Heft 5 veröffentlicht.
Die Waldbiotopkartierung (WBK) in Baden-Württemberg erfasst als selektive Biotopkartierung die nach Naturschutzrecht und Waldrecht geschützten Biotope im Wald sowie besondere Waldstrukturen oder Vorkommen geschützter Arten. Darüber hinaus werden konkrete Maßnahmen zu deren Bewirtschaftung, Pflege und Entwicklung vorgeschlagen. Die WBK wird seit 1989 im Wald sämtlicher Besitzarten nach landesweit einheitlicher Methodik durchgeführt. Erfassungskriterien sind Seltenheit, Gefährdung und Naturnähe. Erfassungseinheit ist das definierte Einzelbiotop. Seit 2007 erfolgt zudem die Ermittlung und Bewertung von im Wald liegenden Lebensraumtypen nach der FFH-Richtlinie für die FFH-Managementplanung und -Berichtspflicht. Berücksichtigung bzw. Umsetzung der Waldbiotopkartierung in der forstlichen Praxis erfolgt in erster Linie durch ihre Integration in die Forstliche Betriebsplanung. Privatwaldbesitzende können sich anhand der Waldbiotopkartierung darüber informieren, welche Schutzgüter in ihren Wäldern vorkommen und wie sie diese gezielt erhalten und entwickeln können. Durch turnusmäßige Fortschreibung und fallweise Aktualisierung des Biotopbestandes sowie durch zusätzliche Spezialbearbeitungen wird die Verfügbarkeit neuester, den Planungserfordernissen angepasster Daten sichergestellt. Diese Daten sind daher eine wichtige Grundlage für weitere forst- und naturschutzfachliche Projekte.
bezugnehmend auf die oben genannte Waldfläche bitte ich auf Grundlage des Informationszugangsgesetzes Schleswig-Holstein (IZG-SH) um Auskunft zu den in den vergangenen fünf Jahren durchgeführten forstlichen Maßnahmen. Hiermit beantrage ich die Offenlegung sowie digitale Übermittlung folgender Unterlagen: • Einschlagsprotokolle • Dokumentation sämtlicher durchgeführter forstlicher Maßnahmen • Begründungen der jeweiligen Fällmaßnahmen • Wege- und Bewirtschaftungsplan Nach meiner Beobachtung verläuft durch das sehr schmale Waldstück ein zentraler Weg, dessen aktuelle Breite über sechs Meter beträgt. Darüber hinaus ist erkennbar, dass durch regelmäßiges Freischlagen der Randbereiche eine sukzessive Verbreiterung erfolgt. Vor dem Hintergrund der geringen Gesamtbreite des Waldstreifens führt eine solche Entwicklung zu einem erheblichen Verlust effektiver Waldfläche. Zudem besteht die Gefahr einer Beeinträchtigung des für schmale Waldstrukturen besonders sensiblen Binnenklimas. Ich bitte daher um Auskunft, ob diese Wegverbreiterung Bestandteil eines genehmigten Wege- oder Bewirtschaftungsplans ist und auf welcher rechtlichen Grundlage sie erfolgt. Des Weiteren befindet sich auf der Waldfläche ein Bolzplatz. Hierzu ersuche ich um Mitteilung, ob für diese forstfremde Nutzung eine formelle Waldumwandlungsgenehmigung vorliegt. Falls dies nicht der Fall ist, bitte ich um Darstellung, auf welcher Grundlage diese Nutzung erfolgt und wie die dauerhafte Sicherung der Waldeigenschaft gewährleistet wird. In der Gesamtschau – bestehend aus nach meinem Eindruck erheblichem jährlichem Einschlag (jährlich über 100 Bäume), kahle Flächen ohne Kronendach, der Ausweitung von Wegeflächen sowie bestehender Freizeitnutzung – entsteht der Eindruck einer schrittweisen funktionalen Entwidmung der Waldfunktion. Ich bitte daher um eine Stellungnahme, wie sicherstellt wird, dass die Waldeigenschaft gemäß Landeswaldgesetz Schleswig-Holstein uneingeschränkt erhalten bleibt und insbesondere die Schutz- und Klimafunktionen der Fläche gewahrt werden.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 92 |
| Europa | 3 |
| Kommune | 1 |
| Land | 108 |
| Weitere | 44 |
| Wirtschaft | 3 |
| Wissenschaft | 37 |
| Zivilgesellschaft | 5 |
| Type | Count |
|---|---|
| Agrarwirtschaft | 1 |
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 79 |
| Gesetzestext | 1 |
| Taxon | 5 |
| Text | 68 |
| Umweltprüfung | 5 |
| unbekannt | 46 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 96 |
| Offen | 94 |
| Unbekannt | 16 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 205 |
| Englisch | 22 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 5 |
| Datei | 1 |
| Dokument | 49 |
| Keine | 95 |
| Unbekannt | 4 |
| Webdienst | 2 |
| Webseite | 72 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 153 |
| Lebewesen und Lebensräume | 206 |
| Luft | 112 |
| Mensch und Umwelt | 206 |
| Wasser | 116 |
| Weitere | 198 |