API src

Found 121 results.

Oberirdische Einzugsgebiete des Landes Brandenburg

Der vorliegende Datenbestand (ezg25.shp,Version 4.4) beinhaltet die Geometrien der Einzugsgebiete Version 4.4. Als Grundlage für die Konstruktion der Einzugsgebietsgrenzen dienten die Höheninformationen der topografischen Karten im Maßstab 1:10.000 und die digitalen Geländemodelle mit Rasterweiten von 2m, 5m und 25m. Zusätzlich wurden für die Konstruktion der Wasserscheiden die Informationen zu Fließgewässern, Entwässerungsgräben und Drainagen aus dem digitalen Gewässernetz gewnet25 sowie den Katastern der Wasser- und Bodenverbände verwendet. Zur Herstellung eines hydrologisch und wasserwirtschaftlich vollständigen Datenbestandes reichen die Einzugsgebiete teilweise über die Landesgrenze hinaus. Der Datenbestand enthält zumindest die Einzugsgebiete aller Fließgewässer, die gemäß Wasserrahmenrichtlinie berichtsrelevant sind (Einzugsgebiet > 10 km²). Die Dokumentation beinhaltet eine detailierte Änderungsliste in Bezug auf die Vorgängerversion ezg Version V 4.3 Der vorliegende Datenbestand (ezg25.shp,Version 4.4) beinhaltet die Geometrien der Einzugsgebiete Version 4.4. Als Grundlage für die Konstruktion der Einzugsgebietsgrenzen dienten die Höheninformationen der topografischen Karten im Maßstab 1:10.000 und die digitalen Geländemodelle mit Rasterweiten von 2m, 5m und 25m. Zusätzlich wurden für die Konstruktion der Wasserscheiden die Informationen zu Fließgewässern, Entwässerungsgräben und Drainagen aus dem digitalen Gewässernetz gewnet25 sowie den Katastern der Wasser- und Bodenverbände verwendet. Zur Herstellung eines hydrologisch und wasserwirtschaftlich vollständigen Datenbestandes reichen die Einzugsgebiete teilweise über die Landesgrenze hinaus. Der Datenbestand enthält zumindest die Einzugsgebiete aller Fließgewässer, die gemäß Wasserrahmenrichtlinie berichtsrelevant sind (Einzugsgebiet > 10 km²). Die Dokumentation beinhaltet eine detailierte Änderungsliste in Bezug auf die Vorgängerversion ezg Version V 4.3

Watershed Boundaries of Global Runoff Data Centre Stations

The Watershed Boundaries of all GRDC Stations are generated on the basis of HydroSHEDS (Lehner et al., 2008) and the Multi-Error-Removed Improved-Terrain (MERIT) Hydro dataset (Yamazaki et al., 2019). It is updated as soon as changes in the metadata occur or new stations have to be implemented. The dataset is licensed under CC-BY-4.0. Source: Lehner, B., Verdin, K., and Jarvis, A.: New Global Hydrography Derived From Spaceborne Elevation Data, EOS, 89, 93-94, https://doi.org/10.1029/2008EO100001, 2008. Yamazaki, D., Ikeshima, D., Sosa, J., Bates, P. D., Allen, G. H., and Pavelsky, T. M.: MERIT Hydro: A High-Resolution Global Hydrography Map Based on Latest Topography Dataset, Water Resources Research, 55, 5053-5073, https://doi.org/10.1029/2019WR024873, 2019. The Watershed Boundaries of all GRDC Stations are generated on the basis of HydroSHEDS (Lehner et al., 2008) and the Multi-Error-Removed Improved-Terrain (MERIT) Hydro dataset (Yamazaki et al., 2019). It is updated as soon as changes in the metadata occur or new stations have to be implemented. The dataset is licensed under CC-BY-4.0. Source: Lehner, B., Verdin, K., and Jarvis, A.: New Global Hydrography Derived From Spaceborne Elevation Data, EOS, 89, 93-94, https://doi.org/10.1029/2008EO100001, 2008. Yamazaki, D., Ikeshima, D., Sosa, J., Bates, P. D., Allen, G. H., and Pavelsky, T. M.: MERIT Hydro: A High-Resolution Global Hydrography Map Based on Latest Topography Dataset, Water Resources Research, 55, 5053-5073, https://doi.org/10.1029/2019WR024873, 2019.

LSG Hohes Holz, Saures Holz mit östlichem Vorland Gebietsbeschreibung Landschafts- und Nutzungsgeschichte Geologische Entstehung, Boden, Hydrographie, Klima Pflanzen- und Tierwelt Entwicklungsziele Exkursionsvorschläge Verschiedenes

Das LSG liegt nördlich von Oschersleben in den Landschaftseinheiten Börde-Hügelland und Magdeburger Börde. Das überwiegend bewaldete Gebiet wird von einem breit gewölbten Höhenrücken gebildet, der sich zirka 60 bis 80 m über die umgebende waldfreie, ackerbaulich genutzte Bördelandschaft erhebt. Eigentliche Gipfel fehlen dem Gebiet, doch ragt südöstlich von Altbrandsleben der unbewaldete Kniel mit 206 m über NN deutlich hervor. Die höchste Erhebung mit 209 m über NN liegt westlich von Eggenstedt. Von den Höhen und Rändern des etwa 1 500 ha großen Waldgebietes des Hohen Holzes bieten sich weite Ausblicke. In Richtung Süden fällt das Gelände sanft zum Großen Bruch ab. Dahinter erhebt sich die deutlich sichtbare Hügelkette des Huy mit dem früheren Kloster Huysburg. Ganz in der Ferne wird bei klarem Wetter das mächtige Massiv des Brockens sichtbar. Im Nordwesten bildet der weniger reliefierte Rand der Magdeburger Börde die Nachbarschaft. Die Aussicht in diese Richtung zeigt dem Besucher die Helmstedter Braunkohlemulde mit Industrieanlagen. Vom Kniel sind bei klarem Wetter die Türme des Magdeburger Doms zu sehen. Das östliche Vorland erfaßt eine hügelige Landschaft bis Kleinwanzleben, in der Ackerflächen mit Wiesenhügeln und Streuobstflächen, Feldgehölzen und Restwaldflächen liegen, darunter das Saure Holz. Die Besiedlung war in der Jungsteinzeit am dichtesten und nahm in der Bronzezeit stark ab. Für die Jungsteinzeit lassen sich derzeit 53 Fundstellen nachweisen. Schwerpunkte liegen in den Gemarkungen Schermcke, Beckendorf und Neindorf. In der Bronzezeit und Eisenzeit dünnte die Besiedlung auf sieben und acht Fundstellen aus. Die römische Kaiserzeit und die Völkerwanderungszeit sind zusammen mit nur sechs Fundstellen belegt. In den Wäldern Hohes Holz und Saures Holz haben sich Grabhügel erhalten. Aus dem Hohen Holz sind zudem einzelne Fundstellen bekannt, die sich meist der Jungsteinzeit zuordnen lassen. Daß die Verteilung der Fundstellen hier nicht die tatsächliche Besiedlung nachzeichnet, bezeugen die Fundstellen, die sich unmittelbar um den Waldrand legen. Darüber hinaus bekunden die Siedlungsfunde, daß von einer damals bestehenden geschlossenen Bewaldung des Gebietes nicht ausgegangen werden kann. Bereits die Bauern der Linienbandkeramikkultur haben, wie Funde aus Ampfurth, Schermcke, Neindorf, Seehausen, Siegersleben und Wormsdorf belegen, die Böden im LSG unter Kultur genommen. Die bedeutendste Anlage dieser Zeit aber stellt die befestigte Siedlung von Eilsleben dar. Ob die Umwehrung mit wirtschaftlichen Faktoren zusammenhing, immerhin sind in der Niederung der Aller salzhaltige Quellen bekannt, ist derzeit noch unsicher. Eine ausgedehnte Befestigung befand sich bei Altbrandsleben, die den Kristallisationspunkt der Besiedlung der Trichterbecherkultur in diesem Gebiet bildete. Grabanlagen sind für diese Zeit aus Eggenstedt, Schermcke, und Beckendorf bekannt. Bei Beckendorf lag zudem eine Siedlung. Aus der Bronzezeit stammt der Bronzehortfund von Neubrandsleben, der bezeugt, daß das Gebiet nördlich von Oschersleben während der Bronzezeit wirtschaftliche Bedeutung erlangte. Auch die Grabhügel im Hohen und im Sauren Holz dürften in dieser Periode errichtet worden sein. Während der frühen Eisenzeit zählte das LSG zum Kerngebiet der Hausurnenkultur, wie Grabfunde aus Schermcke, Emmeringen und Eilsleben belegen, wobei in Eilsleben eine Hausurne als Beleg einer führenden Schicht zum Vorschein kam. Der jüngeren Eisenzeit könnte eine Befestigung bei Ampfurth angehören, die auf der östlichen Hochterrasse des Geesgrabens liegt. Während der römischen Kaiserzeit bestand bei Siegersleben eine befestigte Siedlung, die sich dadurch auszeichnete, daß der Umwehrung der Grundriß eines römischen Militärlagers zugrunde lag, das heißt die dort siedelnden Germanen standen im Kontakt mit der römischen Militärwelt. Für die Völkerwanderungszeit soll auf ein außerhalb des LSG bei Hornhausen gelegenes Gräberfeld aufmerksam gemacht werden, das dadurch Bedeutung erlangt hat, daß die Gräber von adligen Personen mit steinernen Stelen markiert waren, die neben bandartig verschlungenen Ornamenten unter anderem den berittenen Krieger auf seiner Reise in die Anderswelt zeigen. Für Seehausen ist eine Burganlage am westlichen Hochufer des Sees belegt. Sie stammt nachgewiesenermaßen aus dem 10. Jahrhundert. Das Hohe und das Saure Holz hatten vor Jahrhunderten noch eine weitere Ausdehnung, sie wurden schrittweise auf die heutige Waldfläche zurückgedrängt. Im Mittelalter gab es keine geregelte Waldwirtschaft. Der Wald war Gemeineigentum. Einige alte Flurbezeichnungen weisen auf das Vorhandensein von bäuerlichen Markgenossenschaften hin. Der Bauer trieb im Sommer sein Vieh auf die Waldweide und nutzte das aufwachsende Holz auf vielfältige Weise. So kam es zur Ausbildung des Hude- und Niederwaldes, in dem die Bäume oft nur Stockausschläge bilden können. Die Forstbezeichnung ”Kuhtal” weist heute noch auf diese Art der Nutzung. Erst vor 150 Jahren wurde im Hohen und im Sauren Holz der Hude- und Niederwald durch Saaten und Pflanzungen, aus denen Kernwüchse hervorgehen und eine obere Baumschicht bilden konnten, in einen Mittelwald überführt. Durch forstliche Pflege ging aus diesen Mittelwäldern der heutige Altholzbestand hervor. Diese Entwicklung führte zu sehr naturnahen Wäldern, die bis heute die Vegetation prägen und einer reichen Pflanzen- und Tierwelt Lebensraum bieten. Die moderne Forstwirtschaft hat die ursprüngliche Baumartenzusammensetzung insbesondere aus Trauben-Eiche, Rot-Buche und Hainbuche dahingehend verändert, daß vermehrt Lärche und seltener auch Fichte aufgeforstet wurden. In der Umgebung von Jakobsberg und Hornhausen unmittelbar am Rand des LSG, wurde bis 1924 zunächst im Tagebau, dann auch im Tiefbau Braunkohle abgebaut. Die Bezeichnung Kohlenstraße weist heute noch darauf hin. Im Gebiet wurden verschiedentlich Steine gebrochen. Bemerkenswert sind die Königsbrüche bei Wormsdorf, aus denen der Sandstein für den Bau des Schlosses Sanssouci gewonnen wurde. Der obere Bereich oder Böwerster Bruch ist seit 1969 als Flächennaturdenkmal geschützt. Regionalgeologisch gehören die Höhenrücken des Sauren und des Hohen Holzes zur Oschersleben-Bernburger Scholle, dem nördlich der Halberstädter Störung gelegenen Teil der Subherzynen Senke. Intensive Schollentektonik kennzeichnet dieses regionalgeologische Element, die germanotype Gebirgsbildung. Der Höhepunkt der tektonischen Bewegung lag an der Grenze Trias/Jura in der kimmerischen Phase der alpidischen Gebirgsbildung. Das LSG nimmt den östlichen Teil der Lappwaldmulde ein, die von Gesteinen der Trias (Keuper) und des Jura (Lias) aufgebaut wird (Sandsteine und Mergelsteine). Das Festgestein tritt großflächig zu Tage. Nördlich Altbrandsleben bedeckt saalekaltzeitlicher Geschiebelehm/-mergel das Festgestein. Im Verlauf der Stauchendmoräne treten auch tertiäre Sedimente an die Oberfläche. Der Endmoränenzug verläuft nördlich Altbrandsleben in Nord-Süd-Richtung (Hunnenberg-Kniel) und biegt südlich von Altbrandsleben in Nord-Süd-Richtung um. Äolische Sedimente der Weichselkaltzeit (Löß) bedecken das Gebiet großflächig. Im Allertal finden sich Anmorgleye aus sandigem bis sandiglehmigem Material, Böden, die grundwasserbeherrscht sind. Außerhalb des Allertales sind Böden aus Löß entsprechend ihrer Lage ausgebildet: Tschernosem auf den Plateauflächen unter Ackernutzung, Rendzinen und Pararendzinen an den Hängen, Tschernosem-Kolluvisole in Senken und Nebentälern und Parabraunerden und Fahlerden aus Löss vor allem unter Wald. Über tonigem Untergrund sind in Mulden Pseudogley-Braunerden bis Pseudogley-Fahlerden bis hin zu stärker bemäßten Pseudogleyen ausgebildet. Der Wechsel von durchlässigen Sandsteinen und stauenden Tonen bedingt die Ausbildung von Grundwasserhorizonten, die in verschiedenen Quellen im Gebiet an die Oberfläche treten. Aus den Quellen fließt das Wasser in den gut ausgebildeten Talsystemen ab. Die Entwässerung des zertalten Südwestteils des Gebietes führt über den Goldbach zur Bode. Der Südosten entwässert über den Geesgraben ebenfalls zur Bode. Damit gehören diese Gebiete zum Einzugsgebiet der Elbe. Im Nordwesten gibt es eine Wasserscheide. Nördlich von Eggenstedt entspringt die Aller, die bereits zum Einzugsgebiet der Weser gehört. Das Gebiet gehört innerhalb des mitteldeutschen Binnenlandklimas zum trocken-warmen Klimabezirk Börde. Die mittlere jährliche Niederschlagssumme liegt bei ungefähr 550 mm und kennzeichnet die Randlage zum hercynischen Trockengebiet. Die höchsten Niederschläge fallen im Juli meist als Starkregen. Das Jahresmittel der Lufttemperatur liegt bei 8,5°C. Dabei beträgt das Januarmittel 0°C bis -0,5oC und das Julimittel 18°C. Entsprechend ihrer klimatischen Lage im Übergangsbereich vom niederschlagsarmen subkontinentalen zum niederschlagsreicheren subozeanischen Klima ist die Pflanzenwelt zusammengesetzt. Die natürliche Waldvegetation des Gebietes bilden Hainsimsen-Waldmeister-Buchenwald und Flattergras-Buchenwald. Durch die historischen Nutzung wurde die Trauben-Eiche wesentlich begünstigt, so daß sich lichtliebende Baumarten stärker durchsetzen konnten. Es entstanden auf diese Weise die Eichen-Hainbuchen-Wälder, die heute im Hohen und im Sauren Holz die größten Flächen einnehmen. Besonders schön ist der Frühlingsaspekt in den Eichen- und Buchenwäldern. Weißes und Gelbes Buschwindröschen, Leberblümchen, Waldmeister, Schlüsselblume und Maiglöckchen entwickeln einen bunten Blütenteppich. Die Türkenbund-Lilie erscheint im Frühsommer an lichten Stellen. Großes Hexenkraut, Wald-Flattergras, Fuchs-Greiskraut, Wald-Ziest und Wald-Bingelkraut sind typische Vertreter der Waldflora. In den Mulden und Tälern deutet sich stellenweise der Ahorn-Eschenwald an, in dem Frauenfarn, Eichenfarn, Schattenblümchen und Zittergras-Segge vorkommen. Auch Orchideen siedeln im Hohen Holz. Relativ häufig ist das Großes Zweiblatt. Vereinzelt kommen Geflecktes Knabenkraut, Vogel-Nestwurz und Purpur-Knabenkraut vor. Bleiches Waldvöglein und Zweiblättrige Waldhyazinthe wurden früher nachgewiesen. Eine Besonderheit ist der Diptam. Er kennzeichnet wärmebegünstigte Standorte. Im südexponierten Übergang zu den offenen Bereichen bilden sich Gebüschgesellschaften mit Schlehe, Hunds-Rose, Kreuzdorn, Rotem Hartriegel, Hasel und Weißdorn sowie Staudenfluren aus, die zu kleinflächigen Magerrasen überleiten. In letzteren finden sich Fransen-Enzian und Frühlings-Adonisröschen. Auch die Tierwelt ist artenreich und interessant. Neben einer Vielzahl an Kleinvögeln sind vor allem die Greifvögel bemerkenswert. Besonders bedeutsam ist die hohe Dichte des Rotmilans, der seinen Arealschwerpunkt in den Waldgebieten des nördlichen Harzvorlandes hat. Auch der Mäusebussard ist häufig. Weniger zahlreich treten Schwarzer Milan und Wespenbussard auf. Daneben horsten in wenigen Brutpaaren Habicht und Sperber im Gebiet. Wie in anderen Waldgebieten auch, hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten der Kolkrabe erneut eingestellt. Neben Schwarz-, Reh- und Damwild kann der Besucher des Gebiets auch auf Muffelwild stoßen. Diese jagdbare Tierart wurde erst im Jahre 1968 angesiedelt. Die Tiere kommen inzwischen in stattlichen Rudeln vor. Die Hauptziele der Entwicklung des Landschaftsschutzgebietes bestehen in der Erhaltung der Laubwälder und der Sicherung ihrer naturnahen Entwicklung. Dabei soll erreicht werden, daß die standortsfremden, nicht einheimischen Baumartenbestände zugunsten der Eichen- und Buchenwälder zurückgedrängt werden. Einen besonderen Schwerpunkt stellt die nachhaltige Bewahrung der südexponierten Waldbestände mit ihren Gebüschmänteln und den vorgelagerten Magerrasen dar. Ihre Bedeutung inmitten der intensiv genutzten Ackerlandschaft ist sehr hoch, da hier eine Anzahl von Tier- und Pflanzenarten ihre einzigen Rückzugsgebiete in der weiteren Umgebung hat. In der Offenlandschaft ist das Gefüge von Acker, Flurgehölzen, Restwäldern und Grünland zu bewahren und durch Entwicklung von Gehölzstrukturen weiter auszubauen. Für die Entwicklung eines Biotopverbundes mit dem Großen Bruch spielen die Niederungen des Geesgrabens und des Goldbaches eine besondere Rolle. Auch die Allerniederung im Nordwesten übernimmt wesentliche Funktionen innerhalb eines Biotopverbundes. Als Erholungsgebiet ist das Hohe Holz von besonderer Bedeutung. Es wird von der Bevölkerung der umliegenden Orte, insbesondere der Städte Oschersleben und Wanzleben, sowie von der Magdeburger Bevölkerung genutzt. Aufgrund der geringen Größe des Gebietes darf die Erholungsinfrastruktur nicht überproportional entwickelt werden, um eine Übernutzung zu verhindern. Die vorhandenen Erholungseinrichtungen wie beispielsweise die Waldgaststätte ”Hubertushöhe” sollten aber erhalten werden. Wanderungen durch das Hohe und durch das Saure Holz Die Waldgebiete werden von markierten Wanderwegen durchzogen, für die mehrere Wanderrouten und -ziele empfohlen werden. Schöne Wege führen beispielsweise von Neindorf nach Eggenstedt, von Neubrandsleben/Altbrandsleben über den Kniel zur Hubertushöhe und von Oschersleben zur Hubertushöhe. Der Naturlehrpfad „Hohes Holz“ beginnt an der Gaststätte „Hohes Holz“ in Eggenstedt und führt als Rundweg über 3,5 km durch das Waldgebiet. Auf etwa 30 Schautafeln werden Themen der Flora und Fauna, der Geologie, der Geschichte und der Jagd- und Forstwirtschaft behandelt. Geotope Im LSG befinden sich einige sehr stark bewachsene Aufschlüsse des Rätsandsteins: - ehemaliger Steinbruch im Hohen Holz, zirka 1,6 km westlich Altbrandsleben, - ehemaliger Steinbruch ”Grüne Erdkuhle” im Hohen Holz, zirka 1,7 km nordöstlich Neindorf, am Westhang des Königsberges, - alte Abbaupinge, zirka 500 m nördlich Neindorf, am Hohlweg. Oschersleben Die Siedlungsgeschichte der umliegenden Orte reicht weit in das Mittelalter zurück. Oschersleben wurde im 10. Jahrhundert gegründet und erhielt Anfang des 13. Jahrhunderts Stadtrecht. Hier finden sich Überreste der Stadtmauer, ein Wehrtum und das Rathaus (1691) mit Stilelementen aus Renaissance und Barock. Der Bahnhof mit seinen wichtigen Einrichtungen, wie Schalterhalle, Wartesaal und Flaggenturm existieren zweifach, weil auf der einstigen Grenzstation sowohl die Preußische als auch die Braunschweigische Eisenbahn Hoheitsrechte ausübten. Kapelle am Schloß Neindorf Die Kapelle wurde 1582 auf Veranlassung von August von der Asseburg erbaut. Ihren zweijochigen Bau mit 5/8-Schluß zeichnet eine Mischung von spätgotischen mit Renaissanceformen aus. Im Norden befindet sich ein schönes Renaissanceportal und ein weiteres am polygonalen Treppenturm, durch dessen Inneres man über eine gewundene Spindel gelangt. Die Kapelle birgt eine reizvolle Ausstattung mit wappengeschmückter, steinerner Westempore, dem Herrschaftsstuhl und der noch spätgotisch geprägten, aber mit Renaissancemotiven verzierten Kanzel. Als Familienepitaph entstand 1679 der Altaraufsatz, der Orgelprospekt stammt von 1700. Bemerkenswert sind die teils üppig dekorierten Grabdenkmäler der Familie von Asseburg. Das Schloß Neindorf ist ein klassizistischer Bau. Es wurde in den Jahren 1818 bis 1826 nach dem Entwurf des preußischen Baumeisters Carl Friedrich von Schinkel errichtet. Besonders bemerkenswert sind die strenge Schönheit des Westgiebels und der Südfassade. Nach Süden schließt sich der zeitgleich erbaute Küchenflügel an. Im Ort befindet sich weiterhin eine ehemalige Hufschmiede, die ebenfalls nach Plänen von Carl Friedrich von Schinkel erbaut wurde. veröffentlicht in: Die Landschaftsschutzgebiete Sachsen-Anhalts © 2000, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, ISSN 3-00-006057-X Die Natur- und Landschaftsschutzgebiete Sachsen-Anhalts - Ergänzungsband © 2003, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, ISBN 3-00-012241-9 Letzte Aktualisierung: 18.11.2025

LSG Möckern-Magdeburgerforth Gebietsbeschreibung Landschafts- und Nutzungsgeschichte Geologische Entstehung, Boden, Hydrographie, Klima Pflanzen- und Tierwelt Entwicklungsziele Exkursionsvorschläge Verschiedenes

Das LSG erfaßt einen Ausschnitt des Südlichen Landrückens im westlichen Fläming zwischen Burg und Loburg. Es erstreckt sich größtenteils im Landkreis Jerichower Land, ragt aber im Süden in den Landkreis Anhalt-Zerbst hinein. Das LSG repräsentiert die Landschaftseinheit Burger Vorfläming, kleine Teile gehören zu den Landschaftseinheiten Hochflämig und Zerbster Ackerland. Das Gebiet ist eine hügelige Landschaft. Die höchste Erhebung ist der Thümerberg bei Lübars mit 107 m über NN. An der Nordgrenze im Übergang zum Fiener Bruch fällt es bis auf 40 m über NN ab. Das Gebiet ist mit zahlreichen Mulden, Muldentälchen, Quellmulden und Talniederungen ausgestattet. Es weist mit etwa 50% eine hohe Waldbestockung auf. Dabei überwiegen wenig strukturierte Kiefernforste, in die bei Räckendorf, Lübars, Wüstenjerichow, Magdeburgerforth und Loburg Laub- und Mischwaldbestände aus Stiel-Eiche, Hänge-Birke und teils auch Rot-Buche eingestreut sind. In den feuchten Quellmulden stocken Erlen-Bruchwälder, teilweise auch Birken-Bruchwälder mit Moor-Birken sowie Erlen- und Kiefernanteilen. In den Bachauen befinden sich ausgedehnte Grünländer, die meistens intensiv, auch durch Beweidung, genutzt werden. In den Niederungen von Ihle, Ehle, Gloine und Dreibach sind Restvorkommen von Erlenbruchwäldern anzutreffen. Das LSG schließt aber auch große Ackerflächen ein, auf denen vorwiegend Getreide und Kartoffeln sowie Mais und Raps angebaut werden. Stellenweise werden die durch die Feldflur führenden Wege durch verwilderte Obstbaumbestände, vorwiegend Pflaumen, gesäumt. Während der mittleren Steinzeit gelangten die Sammler, Jäger und Fischer auf der Suche nach Nahrung am Fiener Bruch entlang nach Osten, wo sie die Talsandinseln aufsuchten. Funde der mesolithischen Bevölkerung ließen sich nicht weit vom LSG entfernt bei Fienerode nachweisen, doch sind aus dieser Zeit auch Funde aus Klein Lübars bekannt. Die frühesten Bauern der Linienbandkeramikkultur bewirtschafteten die Schwarzerdeböden und waren auf dem Gebiet des LSG nicht anzutreffen. Dies gilt auch für die jüngeren Perioden der Jungsteinzeit, wobei die Vertreter der Trichterbecherkultur während der mittleren Jungsteinzeit bis nahe an Möckern heranrückten. Sie errichteten aus riesigen eiszeitlichen Geschieben ihren Toten Großsteingräber, von denen um 1800 östlich der Elbe noch insgesamt 37 Anlagen vorhanden waren. Davon ist nur noch das Grab von Gehrden erhalten. Großsteingräber standen aber einstmals auch am westlichen Rand des LSG bei Tryppehna, Wallwitz, Vehlitz und Ziepel. Wie die einzelnen im LSG gefundenen Steingeräte zu beurteilen sind, entzieht sich noch der Kenntnis. Vermutlich nutzten die Siedler damals die Waldgebiete als Wirtschaftsraum. Während der Bronzezeit zeichneten sich Besiedlungsschwerpunkte um Grabow und Tuchheim ab. In Tuchheim ist aus der Bronzezeit eine Befestigung belegt, die einen Kristallisationspunkt der Besiedlung bildete. Von dort aus drangen Siedler flußaufwärts vor. Die Siedlungsdichte war aber vergleichsweise gering. Dies trifft auch für die frühe Eisenzeit zu. Die Besiedlung verlagerte sich von Tuchheim westwärts nach Gladau und Hohenseeden, wo sich eine Befestigung der frühen Eisenzeit befand. Während der jüngeren Eisenzeit nahm die Siedlungsdichte vor allem im Raum um Grabow zu. Aus der römischen Kaiserzeit sind Siedlungen aus der Umgebung von Grabow und Möckern bekannt; östlich dieser Linie sind Spuren der Besiedlung selten. Aus der Völkerwanderungszeit gibt es keine Funde. Für das Frühmittelalter führt der Mitteldeutsche Heimatatlas eine geschlossene Walddecke an, die nur wenige Lücken für eine Besiedlung bei Möckern und am Oberlauf der Ihle bei Lübars freiläßt, von wo slawische Funde bekannt sind. Das Gebiet zählte zum Siedlungsgebiet der Liutizen, an die noch die slawischen Ortsnamen erinnern. Für die Orte Gladau, Grabow, Möckern, Lüttgenziatz und Tuchheim sind für das 10. Jahrhundert Burgwarde urkundlich bezeugt. Zu diesen gehörten die zu Diensten verpflichteten Bewohner der umliegenden slawischen Dörfer. Im 12. Jahrhundert wurden verstärkt deutsche Bauern ins Land geholt, um durch Rodungen neue Äcker zu gewinnen. Unter Erzbischof Wichmann wurden zudem Flamen in das Fiener Bruch gebracht, um nach Holländer Sitte das Land zu entwässern und urbar zu machen. Wie im gesamten Fläming wechselten im Verlauf der Besiedlung auch im Gebiet des LSG Perioden der Waldentwicklung mit denen der Waldrodung und nachfolgender landwirtschaftlichen Nutzung. Mehrere Wüstungen künden vom wechselvollen Verlauf der Besiedlung des Gebietes. Charakteristisch für das Gebiet sind die zahlreichen Gutsparke aus dem 19. Jahrhundert, von denen zum Beispiel die Parke Möckern und Brandenstein zu nennen sind. In der heutigen Zeit stehen die land- und die forstwirtschaftliche Nutzung im Vordergrund, die vor allem in der zurückliegenden Zeit intensiv betrieben wurden. Im Gebiet befinden sich vorwiegend kleinere ländliche Siedlungen mit bis zu 800 Einwohnern, lediglich Möckern und Loburg sind Kleinstädte mit 6 000 bis 7 000 Einwohnern. Die Wälder werden zunehmend von Erholungsuchenden auf Wochenendausflügen beziehungsweise von Pilzsammlern aufgesucht. Einige Fischteiche bei Lochow, Wüstenjerichow und Hohenziatz wurden zumindest in der Vergangenheit für die Fischproduktion genutzt. Das Gewässer bei Bomsdorf wurde als Kleinspeicher künstlich angelegt und zeichnet sich heute durch eine reiche Vogelwelt aus. Das LSG reicht von den lehmigen und sandigen Platten des nördlichen Vorfläming über die sandigen Endmoränen der Fläminghochfläche bis in die Ehle-Niederung im Süden, die bereits Teil des Leitzkauer Hügellandes ist. Der nördliche Vorfläming beinhaltet die Burger Geschiebelehm-Platten im Norden, an die sich die sandige Endmoräne der Schermen-Buckauer Eisrandlage und die Reesdorfer Niederung nach Süden anschließen. An die Reesdorfer Niederung grenzt die sandige Endmoränenlandschaft der Fläminghochfläche mit deutlichem Anstieg. Diese beinhaltet die Ihle-Niederung, auf die nach Süden die Hohenlobbeser Endmoräne folgt. Die südliche Grenze wird durch die Ehle-Niederung gebildet. Die Endmoränenzüge wurden während der Wartheeiszeit gebildet. Die Schermen-Buckauer Randlage verläuft von Schermen über den Galgenberg bei Grabow, den Kellerberg bei Ziegelsdorf, den Galgen- und Weinberg bei Krüssau und die Eichberge bei Magdeburgerforth bis Dreetzen und Buckau; die Hohenlobbeser Endmoräne von Möser über Stegelitz und Lübars bis Belzig. Sie bildet die Wasserscheide. Damit zeigt das LSG einen reichgegliederten Querschnitt durch eine Region pleistozäner Landschaften. Weiterhin befinden sich hier zwei erwähnenswerte geologische Naturdenkmale: die Findlinge „Wetterstein“ bei Waldrogäsen in der Nähe der Autobahn und die „Heimchensteine“ bei Klein-Lübars am Weg Hohenziatz-Glinike. Die Schichtenfolge besteht aus 30 bis 90 m, in Rinnen bis über 150 m mächtigen, quartären Sedimenten über tertiären Quarz-, Glaukonit- und Glimmersanden. In einer tiefen Erosionsrinne zwischen Theeßen und Wendgräben bei Loburg lagern die quartären Sedimente über Rupelton. Entsprechend der Verbreitung der warthezeitlichen bis holozänen Sedimente finden sich die folgenden Böden im LSG: Braunerde-Fahlerden, erodierte oder podsolige Braunerde-Fahlerden, lokal und insgesamt gering verbreitet pseudovergleyte Braunerde-Fahlerden bis Pseudogley-Braunerden aus lehmigem Geschiebedecksand über Geschiebelehm; Pseudogley-Tschernoseme bis Humuspseudogleye aus Geschiebedecksand bis Decklehm über Geschiebemergel in der Ehle-Niederung; Braunerden aus lehmigem Geschiebedecksand bis Lößsand über Bändersand in den Randlagen der Geschiebelehmplatten; Acker- und Sauerbraunerden, podsolige Braunerden bis Braunerde-Podsole aus Geschiebedecksand über Schmelzwassersand; Regosole bis Podsole aus Dünensand. Gley-Braunerden, Gleye, Anmoorgleye und Moorböden sind in den Niederungen ausgebildet. In der Reesdorfer Niederung haben sich durch die Grundwasserabsenkung verbreitet eisenreiche Gleye und Anmoorgleye entwickelt. Das Grundwasser steht teilweise oberflächennah an und ist infolge der sandigen Deckschichten gegenüber Kontaminationen gefährdet, teilweise stehen Grundwasserleiter mit reicher Wasserführung in größerer Tiefe an. Einige Talniederungen des Gebietes werden von Niederungsbächen wie Ihle, Abschnitten der Ehle, Gloine, Großem Mühlenbach und Ringelsdorfer Bach durchflossen. Außer der Ehle, die direkt zur Elbe fließt, entwässern die anderen Bäche nach Norden über den Elbe-Havel-Kanal in die Elbe. An den Grenzen zwischen der Grundmoräne und den ihr auflagernden Endmoränen sind Quellaustritte zu finden, die entsprechend des Standortes auch Quellmoore bilden. Stehende Gewässer sind im Gebiet nur in geringer Zahl und geringer Größe anzutreffen, sie sind überwiegend durch Anstau von Wasserläufen künstlich entstanden. Das Klima des Vorflämings ist mit 480-560 mm Jahresniederschlag recht trocken und mit 8,2°C mittlerer Jahrestemperatur und einem Julimittel von 17,5°C gegenüber dem übrigen Fläming geringfügig thermisch begünstigt. Mit mittleren Januartemperaturen von 0°C bis -1°C wird es durch mäßig kalte Winter charakterisiert. Die potentiell natürliche Vegetation des Gebietes wird geprägt durch die feuchten Pfeifengras-Birken-Eichenwälder und Geißblatt-Stieleichen-Hainbuchenwälder sowie durch die grundwasserferneren Straußgras-Eichenwälder und ärmere lindenreiche Traubeneichen-Hainbuchenwälder. Im Bereich des Flämings sind Schattenblümchen-Buchenwälder vorherrschend. Gegenwärtig werden die trockenen Standorte überwiegend von artenarmen Kiefernforsten eingenommen, deren Krautschicht weitestgehend vom Land-Reitgras gebildet wird. Wenige offene Stellen sind von kleinflächigen Magerrasen mit Gemeiner Grasnelke, Kleinem Sauerampfer, Zypressen-Wolfsmilch, Berg-Jasione und Silber-Fingerkraut bestanden. Auf feuchteren Standorten stocken bodensaure Buchenwälder aus Rot-Buchen mit Stiel-Eichen und Hänge-Birken, an lichteren Stellen mit Wald-Wachtelweizen sowie auch mesophile Eichenwälder aus Stiel-Eichen. Teilweise stark entwässerte Birken-Bruchwälder aus Moor-Birke mit Faulbaum, Heidelbeere, Kleinblütigem Springkraut, Gemeinem Frauenfarn und Wald-Sauerklee zeigen inmitten umgebender Kiefernforste nasse Standorte an. In den feuchten Bachauen finden sich Erlen-Bruchwälder aus Schwarz-Erle mit Winkel-Segge und Pfeifengras oder bachbegleitende Erlenbestände sowie Feuchtwiesen mit Sumpf-Kratzdistel, Flatter-Binse, Scharfem Hahnenfuß, Bertram-Schafgarbe, Schlank-Segge, Echtem Mädesüß, Wald-Simse und Sumpf-Storchschnabel. Kleine Stillgewässer weisen geringmächtige Röhrichte aus Schilf und Breitblättrigem Rohrkolben mit Ufer-Wolfstrapp, Schwarzfrüchtigem Zweizahn, Gemeinem Blutweiderich und Sumpf-Hornklee auf. An besonderen Arten werden Maiglöckchen bei Räckendorf und bei Schopsdorf, Gemeiner Wacholder bei Pabsdorf und bei Räckendorf, Königsfarn bei Pabsdorf, Märzenbecher und Sumpf-Porst in der Kienlake bei Brandenstein, Sumpf-Calla und Sprossender Bärlapp genannt, die teilweise aktueller Bestätigung bedürfen. In den Waldgebieten leben Rothirsch, Reh, Wildschwein, Rotfuchs und Dachs. Das Artenspektrum der Kleinsäuger und Fledermäuse ist nur teilweise bekannt. Von den Vogelarten sind Mäusebussard, Habicht, Sperber, Rotmilan, Schwarzmilan, Baumfalke, Waldohreule, Schwarz- und Buntspecht, Ringeltaube, Amsel, Singdrossel, Kohl-, Blau- sowie Haubenmeise, Kleiber, Buchfink, Fitis und Star als typische Vertreter zu nennen. Die Hohltaube kommt vereinzelt in den Buchenwäldern vor. Auch Einzelvorkommen vom Schwarzstorch sind bekannt. Der Fischadler ist seit 1992 Brutvogel. Auf den Feuchtwiesen kommen selten Bekassine und Wiesenpieper vor, in den lichteren Bruchwäldern wurde der Kranich festgestellt. In der Feldflur sind Feldlerche und Goldammer, in Gebieten mit Gebüschen und Hecken auch Neuntöter vertreten. Im nördlichen Bereich westlich von Tuchheim halten die Großtrappen aus dem Fiener Bruch regelmäßig ihren Wintereinstand. Es ist das derzeit stabilste Großtrappeneinstandsgebiet Sachsen-Anhalts. In den recht naturnah erhaltenen Fließgewässern Ihle, Ehle, Gloine und Ringelsdorfer Bach lebt eine typische Fischfauna mit Bachforelle, Schmerle und Dreistachligem Stichling, hier wird auch vereinzelt der Eisvogel angetroffen, an der Ihle auch die Gebirgsstelze. Eine Graureiherkolonie befindet sich bei Wüstenjerichow. In den feuchten Erlenbeständen der Bachtäler kommt der Moorfrosch vor. Die unterschiedlichen Lebensräume werden von einer artenreichen Wirbellosenfauna bewohnt. Insbesondere auf den Wiesen leben zahlreiche Tagfalterarten wie Schwalbenschwanz, Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Damebrett, Großes Ochsenauge und diverse Weißlinge und Bläulinge sowie Heuschreckenarten, auf den Magerrasen auch die Blauflügelige Ödlandschrecke. Auf einigen Feuchtwiesen lebt die markante Wespenspinne und in den trockenen Landreitgras-Beständen wurde die einzige Giftspinne Mitteleuropas, die Dornfingerspinne, gefunden. Das Entwicklungsziel für dieses LSG besteht in der Erhaltung einer harmonischen, ländlich geprägten Kulturlandschaft mit einem vielseitigen Landschaftsmosaik aus Wald, Grünland, Acker und Fließgewässern. Die Wälder werden nachhaltig genutzt, ihre ökologische Funktion ist zu erhalten und zu verbessern. Dazu könnten entsprechend der differenzierten Standortverhältnisse vorhandene Kiefern- und Laubwaldforste in naturnahe Laubwaldbestände, insbesondere in Traubeneichen- und Stieleichen-Hainbuchen-Wälder, Rotbuchen-Wälder, Erlen-Eschen-Wälder, Erlen- und Birken-Bruchwälder, schrittweise umgewandelt werden. Die Quellmoor- und Bruchwaldbereiche wären dadurch zu sichern, daß jegliche weitere Entwässerungen verhindert und ehemals durchgeführte Entwässerungsmaßnahmen wieder rückgängig gemacht werden. Der Grünlandanteil ist zu erhalten und nach Möglichkeit zu vergrößern. Hierbei sind besonders die feuchten Wiesen, das heißt Sumpfdotterblumen- und Pfeifengraswiesen, sowie die nährstoffarmen, trockenen Wiesen, die Magerrasen, zu bevorzugen. Die Grünlandbewirtschaftung sollte schrittweise extensiviert werden. Auch die Ackerwirtschaft sollte den ökologischen Belangen Rechnung tragen. Die offenen Feldfluren könnten durch Anlegen von flächen- und linienhaften Flurgehölzen strukturiert und ökologisch aufgewertet werden, ohne den erhaltungswürdigen Offenlandcharakter mit seinen Sichtbeziehungen zu zerstören. Die naturnahen Oberläufe der Fließgewässer sind unbedingt zu erhalten. Durch Renaturierungen der Unterläufe und Aufhebung bestehender Querverbauungen sollte möglichst die ökologische Durchgängigkeit dieser Bäche für alle aquatisch lebenden Organismen hergestellt werden. Zur weiteren Erschließung für die naturbezogene Erholung ist das vorhandene Wanderwegenetz weiter auszubauen, ebenso die Beschilderung von Wanderwegen. Insbesondere die Waldgebiete bieten sich für ausgedehnte Wanderungen an. Auf derartigen Wanderungen können die unterschiedlichen Waldgesellschaften und -strukturen wie Eichen-Mischwälder, Rotbuchenwälder, Erlen-Bruchwälder, Birken-Bruchwälder, aber auch monotone Kiefernforste kennengelernt und verglichen werden. Aber auch die im LSG gelegenen Dörfer lohnen eine nähere Betrachtung, wie beispielsweise Ringelsdorf, Theesen oder Hohenziatz mit spätromanischen Feldstein-Dorfkirchen aus dem 13. Jahrhundert mit massiven Türmen. In der angrenzenden Kleinstadt Möckern ist die Pfarrkirche St. Laurentius mit dem spätromanischen Westturm und seinem hölzernem Tonnengewölbe eine Besichtigung ebenso wert wie das neugotische Schloß auf dem Gelände der mittelalterlichen Burg, von der nur noch der Bergfried erhalten ist. Schließlich kann eine Wanderung im LSG auch mit dem Besuch von Loburg verbunden werden, einer Stadt, die durch Fachwerkbauten, die Kirche St. Laurentius, die Ruine der Kirche Unserer Lieben Frauen, den Turm des Mönchentores und auch den Storchenhof interessant ist. Von hier aus bietet sich auch ein Besuch des Schlosses Wendgräben mit seiner ausgedehnten englischen Parklandschaft an. Das 1912 errichtete ehemalige Herrenhaus derer von Wulfen/Anhalt, am Dreiecksgiebel befindet sich die Abbildung des Wolfes als Wappentier dieser Familie, wird nach einer wechselvollen Nutzung jetzt als Bildungs- und Tagungszentrum mit attraktiver Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeit genutzt. Ökologische Durchgängigkeit der Fließgewässer Im LSG befinden sich mit Ihle, Ehle, Gloine und Ringelsdorfer Bach kleine Fließgewässer, die in ihren Oberläufen eine naturnahe Gewässermorphologie und eine natürliche Fischfauna aufweisen. So kommen im Oberlauf der Gloine bis zum Zusammenfluß mit dem Ringelsdorfer Bach Bachforelle, Schmerle, Gründling und Dreistachliger Stichling vor, während weiter abwärts im Großen Mühlenbach Gründling, Schleie, Flußbarsch, Drei- und Neunstachliger Stichling nachgewiesen wurden. Noch weiter unterhalb, außerhalb des LSG im Tuchheim-Parchener Bach, sind nur noch wenige ubiquitäre Arten wie Hecht, Schleie und Flußbarsch anzutreffen. Auch in der Ihle kommen im Ober- beziehunggsweise Mittellauf etwa bis Grabow mit Bachforelle, Schmerle, Gründling, Hasel und Döbel typische Fließgewässerarten mit rheophilen Ansprüchen vor, während der Unterlauf bis zur Mündung mit Gründling und Hasel stark artenverarmt ist. Fische und zum Teil auch benthale Organismen benötigen während ihrer einzelnen Lebensphasen unterschiedliche Lebensraumstrukturen, die sie mittels ihrer Mobilität auch erreichen können. So müssen im Fließgewässer Terrainverluste durch strömungsbedingte Verdriftungen wieder ausgeglichen werden. Andererseits führen Fische jahres- und tagesperiodische Wechsel zwischen Ruhe- und Nahrungshabitaten durch oder verbringen verschiedene Entwicklungsphasen in unterschiedlichen Lebensräumen. Dazu gehören auch Laichwanderungen, da die Eiablage einiger Fischarten vorwiegend in den sauerstoffreichen Kiesbetten der Oberläufe erfolgt. Eine extreme Ausbildung dieses Verhaltens findet sich bei den sogenannten diadromen Wanderfischarten (zum Beispiel Lachs, Meerforelle, Stör und andere), die bei diesen Laichwanderungen einen Wechsel zwischen marinen und limnischen Lebensräumen durchführen. Schließlich müssen auch Wanderungen zum Ausgleich unterschiedlicher Besiedlungsdichten (genetischer Austausch) durchgeführt werden. Wichtig sind diese Wanderungen beispielsweise auch für die Verbreitung einiger Süßwassermuschelarten, deren Larven in den Kiemen oder Flossensäumen bestimmter Fischarten parasitieren und von Wirtstieren über weite Strecken im Gewässer mitgeführt werden, bevor sie sich fallenlassen und seßhaft werden. Diese Verhaltensweisen bedingen, daß Fließgewässer durchgängig sein müssen, damit solche Wanderungen erfolgen können. Querverbauungen bis zu einer bestimmten Höhe können nur von leistungsfähigen Fischarten (Salmoniden) überwunden werden, während Kleinfische und alle Benthosorganismen bereits durch Sohlabstürze über 10 cm Höhe an einer stromaufwärts gerichteten Wanderung gehindert werden. Daher ist die ökologische Durchgängigkeit der Fließgewässer durch den Rückbau derartiger Staueinrichtungen oder durch die Errichtung von Passiermöglichkeiten (Umgehungsgerinne, Sohlenrampen und -gleiten oder Fischrampen oder technische Fischaufstiegsanlagen) wieder herzustellen und weitere Verbauungen sind zu vermeiden (gesetzliche Forderung durch das Landesfischereigesetz und das Wassergesetz des Landes Sachsen-Anhalt). Im Fließgewässerprogramm Sachsen-Anhalt finden sich Schritte zur Umsetzung dieser Forderung. veröffentlicht in: Die Landschaftsschutzgebiete Sachsen-Anhalts © 2000, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, ISSN 3-00-006057-X Die Natur- und Landschaftsschutzgebiete Sachsen-Anhalts - Ergänzungsband © 2003, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, ISBN 3-00-012241-9 Letzte Aktualisierung: 18.11.2025

Kulminationslinien BB

Der Datensatz beinhaltet Daten des LBGR über die Kulminationslinien Brandenburgs und wird über je einen Darstellungs- und Downloaddienst bereitgestellt. Die Kulminationslinien bilden praktisch das Gegenstück zu den Tiefenlinien und stellen die Scheitelbereiche der lokalen Erhebungen dar. Bei Niederschlagsereignissen wirken sie als Wasserscheiden im Abflussgeschehen.

Hydrogeologische Übersichtskarte von Niedersachsen 1 : 500 000 - Grundwasserkörper

Die Karte zeigt die Grundwasserkörper in Niedersachsen im Maßstab 1:500 000. Gemäß der EG-WRRL ist ein Grundwasserkörper ein abgegrenztes Grundwasservolumen innerhalb eines oder mehrerer Grundwasserleiter. Die Grundwasserkörper wurden im LBEG nach hydraulischen Grenzen und hydrogeologischen Kriterien abgegrenzt. Als hydraulische Grenzen wurden die oberirdischen Wasserscheiden als oberstromige und die relevanten Vorfluter als unterstromige Begrenzung herangezogen. Dabei wurde vorausgesetzt, dass die Wasserscheiden der oberirdischen Gewässer großräumig auch die unterirdischen Wasserscheiden widerspiegeln. Örtlich kann es aber aufgrund der hydrogeologischen Verhältnisse zu Abweichungen kommen. Eine Abgrenzung von Wasserkörpern in vertikaler Richtung wurde nicht vorgenommen, da eine Untergliederung aufgrund des teilweise komplexen geologischen Baus als nicht sinnvoll und für den Zweck als nicht erforderlich angesehen wurde. Im zweiten Schritt wurden diese hydraulisch abgegrenzten Grundwasserkörper nach den überwiegenden hydrogeologischen Baueinheiten Lockergestein, mesozoisches Festgestein und paläozoisches Festgestein weiter unterteilt. Kleinere Abweichungen zwischen oberirdischem und unterirdischem Einzugsgebiet können im Bereich der Wasserscheiden auftreten. Die Darstellung der hydrogeologischen Verhältnisse ist der Beschreibung der hydrogeologischen Teilräume zu entnehmen (siehe Erläuterungen zu Räume und Teilräume), aus denen die Grundwasserkörper aufgebaut sind. Um die Konsistenz der in Niedersachsen verwendeten GIS-Datensätze sicherzustellen, sind die GIS-Geometrien der Grundwasserkörper im Arbeitsmaßstab 1 : 25 000 vom NLWKN aktualisiert worden. Dabei hat keine grundsätzliche Neuabgrenzung anhand fachlicher Kriterien stattgefunden, sondern es wurden die vorhandenen Grenzverläufe geprüft und gegebenenfalls angepasst. Der Datensatz enthält alle vollständig bzw. teilweise in Niedersachsen gelegenen Grundwasserkörper (Arbeitsstand Februar 2013). Der Datensatz ist nicht grenzbeschnitten. Abgrenzungen der Grundwasserkörper außerhalb Niedersachsens wurden 1:1 aus den Datensätzen der Nachbarländer übernommen. Vereinzelte Abstimmungen mit Institutionen außerhalb des NLWKN sind noch erforderlich (z.B. Harmonisierung der Benennungen oder Abgrenzungen im Bereich der Landesgrenzen).

Hydrogeologische Übersichtskarte von Niedersachsen 1 : 500 000 - Grundwasserkörper (WMS Dienst)

Die Karte zeigt die Grundwasserkörper in Niedersachsen im Maßstab 1:500 000. Gemäß der EG-WRRL ist ein Grundwasserkörper ein abgegrenztes Grundwasservolumen innerhalb eines oder mehrerer Grundwasserleiter. Die Grundwasserkörper wurden im LBEG nach hydraulischen Grenzen und hydrogeologischen Kriterien abgegrenzt. Als hydraulische Grenzen wurden die oberirdischen Wasserscheiden als oberstromige und die relevanten Vorfluter als unterstromige Begrenzung herangezogen. Dabei wurde vorausgesetzt, dass die Wasserscheiden der oberirdischen Gewässer großräumig auch die unterirdischen Wasserscheiden widerspiegeln. Örtlich kann es aber aufgrund der hydrogeologischen Verhältnisse zu Abweichungen kommen. Eine Abgrenzung von Wasserkörpern in vertikaler Richtung wurde nicht vorgenommen, da eine Untergliederung aufgrund des teilweise komplexen geologischen Baus als nicht sinnvoll und für den Zweck als nicht erforderlich angesehen wurde. Im zweiten Schritt wurden diese hydraulisch abgegrenzten Grundwasserkörper nach den überwiegenden hydrogeologischen Baueinheiten Lockergestein, mesozoisches Festgestein und paläozoisches Festgestein weiter unterteilt. Kleinere Abweichungen zwischen oberirdischem und unterirdischem Einzugsgebiet können im Bereich der Wasserscheiden auftreten. Die Darstellung der hydrogeologischen Verhältnisse ist der Beschreibung der hydrogeologischen Teilräume zu entnehmen (siehe Erläuterungen zu Räume und Teilräume), aus denen die Grundwasserkörper aufgebaut sind. Um die Konsistenz der in Niedersachsen verwendeten GIS-Datensätze sicherzustellen, sind die GIS-Geometrien der Grundwasserkörper im Arbeitsmaßstab 1 : 25 000 vom NLWKN aktualisiert worden. Dabei hat keine grundsätzliche Neuabgrenzung anhand fachlicher Kriterien stattgefunden, sondern es wurden die vorhandenen Grenzverläufe geprüft und gegebenenfalls angepasst. Der Datensatz enthält alle vollständig bzw. teilweise in Niedersachsen gelegenen Grundwasserkörper (Arbeitsstand Februar 2013). Der Datensatz ist nicht grenzbeschnitten. Abgrenzungen der Grundwasserkörper außerhalb Niedersachsens wurden 1:1 aus den Datensätzen der Nachbarländer übernommen. Vereinzelte Abstimmungen mit Institutionen außerhalb des NLWKN sind noch erforderlich (z.B. Harmonisierung der Benennungen oder Abgrenzungen im Bereich der Landesgrenzen).

Oberirdische Einzugsgebiete im Land Brandenburg -WMS

Als Grundlage für die Konstruktion der Einzugsgebietsgrenzen dienten die Höheninformationen der topografischen Karten im Maßstab 1:10.000 und die digitalen Geländemodelle mit Rasterweiten von 2m, 5m und 25m. Zusätzlich wurden für die Konstruktion der Wasserscheiden die Informationen zu Fließgewässern, Entwässerungsgräben und Drainagen aus dem digitalen Gewässernetz gewnet25 sowie den Katastern der Wasser- und Bodenverbände verwendet. Zur Herstellung eines hydrologisch und wasserwirtschaftlich vollständigen Datenbestandes reichen die Einzugsgebiete teilweise über die Landesgrenze hinaus. Der Datenbestand enthält zumindest die Einzugsgebiete aller Fließgewässer, die gemäß Wasserrahmenrichtlinie berichtsrelevant sind (Einzugsgebiet > 10 km²).

CO2 degassing from karstic springs in Southern Germany

This study examines characteristics of dissolved inorganic carbon (DIC) and partial pressures of CO2 characteristics (pCO2) in the source springs and headwaters of four karstic watersheds, via dissolved inorganic carbon concentration and stable carbon isotope measurements. All four spring sources are located in Southern Germany and were measured for water chemistry and stable isotopes with nearby headwater stream points, which were located up to 100 m downstream of the discharge points. Seasonal sampling covered winter, spring, summer, and autumn in 2018.

HÜK200: Grundwasserkoerper

Die Grundwasserkörper wurden vom Landesamt für Wasserwirtschaft Rheinland-Pfalz auf der Grundlage des Artikels 3 (1) der EU-WRRL und der LAWA-Arbeitshilfe (1.2.1.1.) streng nach oberirdischen Wasserscheiden und möglichst unter Berücksichtigung der hydrogeologischen Teilräume abgegrenzt. Es wurden Einzugsgebietsflächen von 50 bis 500 km² Größe aggregiert.

1 2 3 4 511 12 13