Insekten und Grasländer sind wegen ihrer großen Vielfalt, ihrer Empfindlichkeit gegenüber Umwelteinflüssen und ihrer Bedeutung für zahlreiche Ökosystemfunktionen intensiv untersuchte ökologische Modelle. In den Biodiversitätsexploratorien und andernorts wurde ein erheblicher Rückgang der Insektenabundanz und -vielfalt dokumentiert und die Intensivierung der Landnutzung wurde als eine der wichtigsten Ursachen für den weltweiten Artenverlust ermittelt. Die Intensivierung der Grünlandbewirtschaftung führt nachweislich zu einer Verringerung der Abundanz und Vielfalt von Arthropoden, aber die Auswirkungen variieren je nach Landnutzungskomponente und untersuchter Arthropodengruppe. Ein mechanistisches Verständnis dieser Variabilität wird durch die fehlende räumliche und zeitliche Auflösung des Insektenmonitorings behindert, die aufgrund der Arbeitsintensität etablierter Monitoring-Methoden und durch die beschränkte Ressourcenverfügbarkeit bedingt ist. Daher sind neue Methoden für das Insektenmonitoring erforderlich, um die erforderlichen hochauflösenden Daten zu generieren und unser Verständnis der Auswirkungen der Landnutzung auf Insektengemeinschaften zu verbessern. Digitales Monitoring auf der Grundlage von Fotos und KI-gestützter Bilderkennung sind vielversprechende Techniken, die dies ermöglichen. Das vorliegende Projekt zielt darauf ab, fliegende Insekten in den Grünlandflächen der Biodiversitätsexploratorien mit sehr hoher zeitlicher Auflösung zu dokumentieren. Wir werden verfügbare RGB-Kamera-Fallensysteme verwenden und Deep-Learning-Algorithmen entwickeln, um die Abundanz der Insekten, die Diversität von Morphogruppen und die Verteilung der Körpergrößen zu quantifizieren. Wir werden auf den vorhandenen Insektendaten aus den Biodiversitätsexploratorien aufbauen, um Trainingsdaten zu erhalten und die Leistung der KI-Bilderkennung zu überprüfen. Durch den Einsatz eines eingebetteten Sensorsystems mit mobiler Konnektivität zum Monitoren von Insekten wollen wir kontinuierliche in-situ-Messungen in den Grünlandflächen der drei Regionen der Biodiversitätsexploratorien vor, während und nach verschiedenen Landmanagementaktivitäten durchführen. Aufgrund der hohen zeitlichen Auflösung unserer Daten können wir untersuchen, wie sich Landnutzungsaktivitäten auf die Dynamik und Stabilität der Insektengemeinschaften auswirken, indem wir den Referenzzustand, Störungseffekte und Erholungsphasen direkt quantifizieren. Wir werden zwischen demografischen Prozessen und (Wieder-)Besiedlungsprozessen als Reaktion auf Störungen durch die Landnutzung unterscheiden und dabei ausnutzen, dass demografische und verhaltensbasierten Prozesse auf unterschiedlichen Zeitskalen ablaufen; z. B. ist die Wiederbesiedlung viel schneller als die Reproduktion. Durch die hier vorgeschlagene Forschung wird dieses Projekt die verfügbare Technologie für das Insektenmonitoring und das mechanistische Verständnis der Auswirkungen der Landnutzung auf Insektengemeinschaften vorantreiben.
Verbreitung und die Bestandsentwicklung des Bibers im Land Brandenburg
Our research project aims to combat wind erosion and desertification on the Tibetan Plateau. A new approach is applied - using native plants and associated symbiotic fungi - to improve the natural environment and, concomitant, human health. The field work is carried out by Swiss researchers in Darchen in collaboration with the Tibetan Medical and Astro Institute Mt. Kailash and the Institute of Mountain Hazards and Environment (IMHE, CAS) in Chengdu. Experimental wind tunnel investigations are conducted in Davos (WSL/SLF).
Seed-based restoration is a promising approach to accelerate the slow natural recolonization of Zostera marina meadows. In this study, seed-based restoration was investigated through the injection of seeds into the sediment using syringes. Parallel laboratory and field experiments were conducted to examine the germination success over time under both simulated and natural field conditions. A laboratory experiment was conducted in the climate chambers of GEOMAR Helmholtz Centre for Ocean Research Kiel. Twelve replicate aquaria, each containing 6 boxes of 18 cm*13 cm*18 cm, were set up in a climate chamber. Each plastic box in the aquaria was filled with 6 cm of sandy sediment collected from sandbanks next to seagrass meadows in Falckenstein near Kiel (54°23'39.4N 10°11'23.6E). For sterilization, the sediment was autoclaved at 121°C for 20 minutes before use. Water was changed weekly, with approximately 30% replaced by filtered (50 μm and 5 μm filter cascade) Baltic Sea water with an ambient salinity ranging from 14-16 PSU. The chamber simulated field conditions typical for the season, with 12 hours of light per day and a temperature of 10°C. In each box, a seed amount equivalent to the weight of 100 Zostera marina seeds was sown, based on the average seed weight determined prior to the experiment. Seeds were collected at two sites in Laboe and Falckenstein (Kiel Fjord) in July 2023 by snorkelers and scientific divers (Laboe: 54° 24' 48.53 N, 10° 13' 29.91 E; Falckenstein: 54° 23' 31.36 N, 10° 11' 31.15 E). They were overwintered in climate cabinets in darkness at 4°C and a salinity of 32 PSU, where they rotated every 6 hours for 1 minute. Different treatment combinations were tested, involving the factors Sowing Method (syringe (100 ml) with agar medium or Hand-Sown), Sowing Depth (2 cm or 4 cm), Origin of Seeds (Falckenstein or Laboe), and Fertilization of the Sediment (from the beginning, after germination, or none at all). The Hand-Sown method served as a control. To this end, the box was filled with about 4cm autoclaved sandy sediment. Then the seeds were evenly distributed on the surface and covered with either 2 cm or 4 cm of sediment before being gently lowered into the aquarium. For the syringe treatment, seeds were injected into the sediment embedded in an agar medium prepared by cooking Baltic Sea water with 1.8% agar (Agar-Agar, BioScience Grade, pulv., Carl Roth). Each syringe contained 90 ml crumbly agar, 10 g autoclaved sediment, 100 seeds and depending on the treatment, either 1g charcoal powder, nutrients (P and N) or no further additions. For the nutrients, according to the Redfield ratio N:P = 16:1, 100 μL of nitrogen and 10 μL of phosphorus were used per 90 mL of agar. There were three timing treatments for "Timing of Nutrients in the Sediment". "Nutrients from Beginning", "Nutrients after Germination" and "no Nutrients". The treatment was the same for all boxes within one aquarium to avoid potential influence on the surrounding water. As fertilizer "osmocote Langzeitdünger 6 Monate" (N P 19+9) was used. In the boxes with "Nutrients from Beginning", two pellets were inserted with tweezers into the sediment directly after sowing. In the boxes with "Nutrients after Germination", the same treatment started on April 29, 2024, after many of the seedlings had already developed some green leaves. The seeds were sown on March 4, 2024, and from March 21 to May 25, 2024, emerging seedlings were counted three times per week. Seedlings with only cotyledons and seedlings with developed green leaves were counted together in the beginning and separately from April 24, 2024, onwards.
Der Lachs wird weiterhin als vom Aussterben bedroht eingestuft (vgl. Bless et al. 1998). Bei den in den deutschen Meeresgebieten gefangenen Lachsen handelt es sich überwiegend um Tiere aus den Besatzprogrammen. Es ist aber nicht auszuschließen, dass sich auch Gäste aus nordeuropäischen Wildpopulationen darunter befinden. Die Expertinnen und Experten aus Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Sachsen gehen davon aus, dass ihre Lachsbestände auch ohne Besatz wahrscheinlich nicht erlöschen würden. Die Wiederansiedlungen in der oberen Elbe und im Rhein könnten damit erfolgreich sein. Doch die Einschätzungen der Expertinnen und Experten sind mit vielen Fragezeichen behaftet und es wird nicht von der Existenz stabiler Bestände ausgegangen. Die Anstrengungen zur Verbesserung von Durchwanderbarkeit und Sedimentqualität müssen fortgesetzt werden, um noch mehr Möglichkeiten für erfolgreiche Wiederansiedlungen zu schaffen. Auch könnte es sich lohnen, neue Wiederansiedlungsgebiete zu entwickeln. Prädation, z.B. durch Kormorane oder Seehunde, und die Auswirkungen des Klimawandels, bleiben für den Lachs eine ernste Bedrohung. So musste z.B. in der Agger (Nordrhein-Westfalen) eine sich seit wenigen Jahren möglicherweise selbst tragende Population nach dem Dürresommer 2018 wieder durch Besatz gestützt werden.
Unterstützung der natürlichen Wiederansiedlung von Luchsen im Pfälzerwald, Aufbau eines Luchsberaternetzes, Information der Jägerschaft und der Bevölkerung, Entschädigungsregelung für Luchsrisse, Bestandserfassung
Wiederansiedlung des Luchses seit 2015, aktuelle Situation im Pfälzerwald, Größe der Population, Austausch der Teilpopulationen; Berichterstattung der Landesregierung im Ausschuss für Umwelt und Forsten
Ziel des Vorhabens ist die Wiederansiedlung von Makrophyten in hamburgischen Fließgewässern, um den ökologischen Zustand zu verbessern. Dem jetzt laufenden Projekt war eine Vorstudie vorgeschaltet, um die geeigneten Pflanzen und die in Betracht kommenden Bachabschnitte auszuwählen. Im Sommer 2011 wurden dann Wasserpflanzen aus 'Spender'- Gewässer übertragen. Mit einem Monitoring wird der Erfolg überprüft. Eine Fortsetzung des Projektes wird angestrebt. Es fehlt bisher an Erfahrungen.
Ziel: Wiederansiedlung verschollener Ackerbegleitflora. Hypothese: Naehrstoffauslagerung und verringerte Saatdichte der Kulturpflanzen ist die Voraussetzung fuer die Existenz vieler Ackerbegleitkraeuter. Initialeinsaat vorher vermehrter Ackerbegleitflora soll sich unter oben angegebenen Voraussetzungen ueber Samenbildung erhalten. Arbeitshypothese nur teilweise bestaetigt, da zu viel Samen mit Maehdruschernte als Potential verloren gehen.
Die Ausrottung invasiver Säugetiere ist ein Managementansatz, mit dem die negativen Auswirkungen invasiver Säugetierarten auf Inselökosysteme reduziert werden sollen. Die Veränderungen im Ökosystem und der Einsatz von Antikoagulanzien aus der Luft, die bei der Ausrottung eingesetzt werden, können jedoch unerwartete Auswirkungen haben, wie z. B. kaskadenartige Auswirkungen auf das Ökosystem und die Persistenz von Antikoagulanzien auf allen trophischen Ebenen, die noch nicht genau bekannt sind. Eine für 2023 geplante Ausrottungskampagne auf der Insel Floreana auf den Galapagos-Inseln und die Wiederansiedlung von 13 einheimischen Arten auf dieser Insel bieten die Gelegenheit, die Auswirkungen der Ausrottung von Arten und der Anwendung des Antikoagulans Brodifacoum auf das Ökosystem der Insel zu untersuchen. Mit Hilfe eines BACI-Design-Ansatzes sollen die möglichen negativen Auswirkungen einer subletalen Exposition dieses Giftstoffs auf eine bisher wenig untersuchte Gruppe, die Reptilien, untersucht werden. Lavaeidechsen sind in den Nahrungsnetzen der Galapagos-Inseln gut vernetzt und erfüllen mit der Verbreitung von Samen eine wichtige Funktion für das Ökosystem. Daher werden sie als Indikatorart verwendet, um die möglichen Auswirkungen auf die Reptilienpopulationen und die Auswirkungen auf das Ökosystem nach einer Ausrottung mit Brodifacoum zu untersuchen. Diese Forschung wird Erkenntnisse über die Auswirkungen dieses Giftstoffs auf Reptilienpopulationen und ihre jeweiligen Nahrungsnetze liefern. Die Forschungsarbeiten werden auch wertvolle Daten für die erfolgreiche Wiederansiedlung einiger einheimischer Arten nach der Ausrottung auf der Insel Floreana sowie für Ausrottungspläne und Wiederansiedlungen auf dem gesamten Archipel und weltweit liefern. Dies wird es uns ermöglichen, die Techniken zum Schutz der Inseln und unser Verständnis der Folgen von Ausrottungen für das Verständnis von Inselökosystemen zu verfeinern.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 360 |
| Europa | 7 |
| Kommune | 3 |
| Land | 123 |
| Weitere | 117 |
| Wirtschaft | 1 |
| Wissenschaft | 113 |
| Zivilgesellschaft | 26 |
| Type | Count |
|---|---|
| Bildmaterial | 2 |
| Daten und Messstellen | 8 |
| Ereignis | 7 |
| Förderprogramm | 297 |
| Taxon | 33 |
| Text | 208 |
| unbekannt | 23 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 256 |
| Offen | 313 |
| Unbekannt | 8 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 532 |
| Englisch | 106 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 3 |
| Bild | 22 |
| Datei | 10 |
| Dokument | 126 |
| Keine | 342 |
| Multimedia | 1 |
| Unbekannt | 5 |
| Webseite | 134 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 314 |
| Lebewesen und Lebensräume | 577 |
| Luft | 191 |
| Mensch und Umwelt | 577 |
| Wasser | 319 |
| Weitere | 511 |