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Hälterung von Großmuscheln und Identifizierung geeigneter Habitate speziell für die Flussperlmuschel

Am Beispiel der bundesweit vom Aussterben bedrohten bzw. gefährdeten Großmuschelarten (GMA), Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera, FPM) und Malermuschel (Unio pictorum, MM), sollen Managementmaßnahmen zur nachhaltigen Etablierung und Wiederansiedlung umgesetzt werden. Zur Analyse, Bewertung und Lösung der sehr komplexen Gefährdungsursachen der GMA wird eine GMA-Datenbank entwickelt, welche das dezentrale Expertenwissen zusammenfasst und validiert. Ein auf der GMA-Datenbank aufbauendes Entscheidungshilfewerkzeug (EHW) wird zur Identifikation von Habitatdefiziten bzw. von geeigneten Pilothabitaten zur Wiederansiedlung der GMA entwickelt. Bei der Habitatauswahl werden zusätzlich die Auswirkungen des Klimawandels berücksichtigt. Notwendige Maßnahmen zur Optimierung identifizierter Habitate werden mit Hilfe eines Decision Support Systems (DSS) definiert und priorisiert. Diese Maßnahmen werden in enger Kooperation von Umsetzungs- und Wissenschaftspartnern als Best Practice-Beispiele für die Bestandssicherung der GMA-Populationen in Niederbayern und im sächsischen Vogtland erarbeitet, die dann Vorbildfunktion für Maßnahmen in anderen aktuellen oder potentiellen GMA-Lebensräumen haben (z.B. Hotspot OHT).

Erwin Manz: „Mit der Renaturierung des Mühlgrabens entsteht ein wichtiger Lebensraum für bedrohte Bachmuscheln“

Vorzeigeprojekt in Flögert an der Nister – Förderung durch Aktion Blau Plus Mit der Renaturierung des Mühlgrabens im Nistertal wird ein weiterer wichtiger Baustein für den Schutz bedrohter Süßwassermuscheln in Rheinland-Pfalz aktuell umgesetzt. Der neu gestaltete Gewässerabschnitt stellt dann einen besonders geeigneten Lebensraum für die Wiederansiedlung der stark gefährdeten Bachmuschel dar. „95 Prozent aller Süßwassermuscheln und Süßwasserschnecken in Europa sind bedroht. Umso wichtiger ist es, dass wir im Nistertal im Kreis Altenkirchen einen Hotspot der Biodiversität schaffen und erhalten. Mit der Renaturierung des Mühlgrabens leisten wir einen Beitrag zur Artenvielfalt“, erklärte Umweltstaatssekretär Dr. Erwin Manz bei der offiziellen Vorstellung des Projekts. Die Nister gilt als bedeutendes Rückzugsgebiet für seltene Tierarten und ist in besonderer Weise für die Wiederansiedlung der Bachmuscheln geeignet. Mit dem Projekt wird die natürliche Entwicklung des Fließgewässers unterstützt. Zudem haben die Muscheln eine wichtige ökologische Funktion. Kleine Flussbewohner wie die Bachmuscheln filtern Wasser und lockern obere Bodenschichten auf. Das verbessert die Lebensbedingungen für alle Lebewesen in den betroffenen Gewässern. Erwin Manz erläuterte: „Wir nehmen unsere Verantwortung für bedrohte Arten sehr ernst. Mit der Aktion Blau Plus konnten wir dieses beispielhafte Projekt zu 95 Prozent fördern. Erfreulich ist, dass die tatsächlichen Kosten mit 258.000 Euro unter den veranschlagten Mitteln von 331.000 Euro geblieben sind.“ Hauptbedrohung für die Bachmuschel sind die Zerschneidung von Lebensräumen, Eutrophierung (Überdüngung) und Wasserverschmutzung, invasive Arten sowie die Folgen der Erderwärmung. Projekte wie die Renaturierung des Mühlgrabens im Nistertal tragen dazu bei, diesen Entwicklungen entgegenzuwirken. Staatsekretär Manz blickte auch auf künftige Maßnahmen: „Schon jetzt arbeiten wir an einem weiteren Projekt – der Renaturierung der Nisteraue unterhalb der Abtei Marienstatt. Dort wollen wir auf 21 Hektar naturnahe Auen entwickeln und zur Wiedervernässung der Auenwiesen beitragen.“ Hintergrund Die Reaktivierung des Mühlgrabens ist auf einer Länge von 900 Metern erfolgt. Der Mühlgraben in Flögert ist ein historisches Gewässer an der Nister im Westerwald. Er diente einst dazu, das Wasserrad der Helmerother Mühle anzutreiben. Inzwischen bildet er einen wichtigen ökologischen Lebensraum. Die Nister ist ein Gewässer zweiter Ordnung. Sie entspringt am Westfuß der Fuchskaute und mündet nach etwa 64 Kilometern in Wissen-Nisterbrück in die Sieg. Ihr Einzugsgebiet hat eine Fläche von rund 246 Quadratkilometern.

Realisierung von Aalmanagementplänen für die Aaleinzugsgebiete Mecklenburg-Vorpommerns - Teilprojekt: Altersbestimmungen bei Aalen aus Mecklenburg-Vorpommern und Weiterentwicklung des Aalbestandsmodells

Zielstellung: Im Zusammenhang mit der Entwicklung des Aalmanagementplanes für die Binnen- und Küstengewässer des Landes Mecklenburg-Vorpommern sollten Alters- und Wachstumsanalysen an Aalbeständen verschiedener Gewässer durchgeführt und das Aalbestandsmodell weiterentwickelt werden. Material und Methoden: Die Präparation der Otolithen für die Altersbestimmung wurde nach SIMON (2003) durchgeführt. Die Wachstumsrückberechnung erfolgte nach BERG (1988) und die Bestimmung der physiologisch maximal möglichen Endlänge (L Unendlichkeit) der Aale mittels Ford-Walford-Plot (WAL-FORD 1946). Die Wachstumskurve (Bertalanffy-Kurve) wurde nach BEVERTON und HOLT (1956) berechnet. Ergebnisse: Es wurden die Altersstruktur und das Wachstum von insgesamt 83 Aalen aus vier Gewässern und Gewässerbereichen Mecklenburg-Vorpommerns untersucht. In den Stichproben waren die Altersklassen ein bis 14 Jahre vertreten. Die Spannweite des jährlichen Längenwachstums der untersuchten Aale reichte von 0,1 - 13,2 cm und die ermittelte physiologische Maximallänge der Aale betrug 40 - 140 cm.

Katrin Eder: „Luchse haben im Pfälzerwald wieder eine Heimat gefunden“

Projekt war erfolgreich – Land fördert Auffangstation – Monitoring weiter nötig Das Land will die erfolgreiche Wiederansiedlung von Luchsen im Pfälzerwald weiter unterstützen. Hierzu wird das künftige Management der Luchspopulation von dem Koordinationszentrum Luchs und Wolf (KLuWo) übernommen. Auch das deutsch-französische Luchs-Parlament will weiter zusammenarbeiten. Umweltministerin Katrin Eder wagte nach dem Abschluss des EU-Projektes zur Wiederansiedlung der bedrohten Luchse im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen einen Ausblick. Die Entwicklung der Luchspopulation war Thema im Umweltausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags. „Das Aussterben von Tierarten gefährdet nicht nur die genetische Vielfalt, sondern beschädigt auch unser hochkomplexes Ökosystem. Bedrohte Wildtiere wie der Eurasische Luchs besiedelten ursprünglich gigantische Gebiete vom den Pyrenäen bis zum Pazifik im Osten, aber inzwischen sind sie selten geworden. Daher freut es mich sehr, dass sich inzwischen ein Populationskern im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen gebildet hat. Von 2016 bis 2020 wurden erfolgreich 20 Luchse - 12 Weibchen, acht Männchen - aus der Slowakei und der Schweiz freigelassen. Mindestens 18 Jungtiere aus 9 Würfen wurden inzwischen dokumentiert. Im vergangenen Jahr konnten wir sogar den erfolgreichen Wurf eines Weibchens mit drei Jungen in den Nordvogesen registrieren. Nun geht es darum, den Bestand zu stabilisieren und weiter wachsen zu lassen. Davon wird der Erfolg der Wiederansiedlung abhängen. Da die Population noch klein ist, ist ein umfassendes Monitoring weiterhin geboten und auch begleitende Maßnahmen. Das Land fördert beispielsweise eine Luchsauffangstation zur Pflege verletzter oder verwaister Luchse“, erklärte Umweltministerin Katrin Eder. Die Umweltministerin betonte, dass Luchse eine wichtige Funktion in den Wäldern erfüllten: „Sie jagen Rehwild und Rotwild, verringern somit den Verbiss und erleichtern die Naturverjüngung im Wald. Das ist in Zeiten des Klimawandels, der dem Wald besonders schadet, von großer Bedeutung.“ Das EU-Projekt „LIFE Luchs Pfälzerwald“ begann 2016 und endete Ende September 2021. Luchse waren einst in dieser Region heimisch, wurden dann aber ausgerottet. Über das LIFE-Programm der EU erfolgte eine Co-Finanzierung von 50 Prozent der Projektkosten von insgesamt zirka 2,75 Millionen Euro. Über den Beitrag der genannten Projektpartner hinaus wurden zusätzliche Mittel von Seiten des Landes, der Deutschen Wildtier Stiftung, der Landesverbände von NABU und BUND, der HIT-Umweltstiftung sowie weiterer Förderer bereitgestellt. Das Umweltministerium hat die Wiederansiedlung des Luchses mit 400.000 Euro unterstützt und weitere Mittel für den Entschädigungsfonds bei Nutztier-Rissen sowie Präventionsmaßnahmen bereitgestellt. Aufgrund der großen Reviere, die Luchse haben, und ihren weiträumigen Exkursionen, war zu erwarten, dass sich die Tiere nicht an Ländergrenzen halten würden. Und schon recht schnell streiften die Pinselohren durch die Nordvogesen und schafften es sogar über die Zabener Steige in die Südvogesen zu den dortigen Luchsen. Ein echter Verbund der Populationen wurde hergestellt. Ein Luchs durchquerte sogar den Rhein bis in den Schwarzwald. Ministerin Eder hob die länderübergreifende Bedeutung des Luchs-Projektes hervor: „Der regionale Naturpark Nordvogesen hat sich dankenswerterweise von Anfang an bereit erklärt, die Wiederansiedlung im Pfälzerwald mit Maßnahmen zur Akzeptanz, Öffentlichkeits- und Umweltbildungsarbeit auf französischer Seite zu unterstützen. So konnte das gemeinsame Luchs-Parlament mit Kammern auf der deutschen und der französischen Seite entstehen. Dies ist ein ganz besonderes Beispiel der gelebten deutsch-französischen Freundschaft.“ Katrin Eder zog ein positives Fazit: „Ich bin davon überzeugt, dass das Luchs-LIFE-Projekt eine Blaupause für weitere Projekte im Artenschutz sein kann.“

Kegelrobben der Deutschen Ostsee - Habitatnutzung, Entwicklung der Liegeplätze, Standorttreue und Analyse potentieller Störungen

Das hier vorgelegte Projekt untersucht die Habitatselektion bei der Wiederbesiedlung der deutschen Ostseeküste durch Kegelrobben. Die Kegelrobbe wurde zu Beginn des 20 Jh. systematisch an der deutschen Küste ausgerottet. Durch Schutzmaßnahmen erholt sich der Bestand der Ostseekegelrobbe auch an der deustchen Küste. Mit Hilfe von Photo-ID und Ausbringung von Wildtierkameras werden einzelne Robben identifiziert, um Wiedersichtungsraten zu ermitteln. Im Speziellen sollen so die Qualitäten der derzeit etablierten Liegeplätze untersucht und weitere potentielle Liegeplätze ermittelt werden. Aber auch Störungen durch Touristen, Bootsverkehr sowie durch Lärm unter Wasser werden beleuchtet. Die Forschungsergebnisse fließen in nationale und internationale Gremien ein und unterstützen so eine naturverträgliche Rückkehr der Kegelrobben in Mecklenburg-Vorpommern.

Manaka Edelkrebs: Maßnahmenkatalog für erfolgreiche, nachhaltige Besatzmaßnahmen autochthoner Edelkrebspopulationen

Ziel des Projektes ist die Ausarbeitung eines detaillierten Maßnahmenkatalogs zum erfolgreichen und einheitlichen Besatz autochthoner Edelkrebsstämme in heimischen Gewässern, um grundlegend die Art und dessen Bestände und insbesondere die Biodiversität noch vorhandener Populationen langfristig zu erhalten und zu erhöhen. In diesem Katalog sollen konkrete Aussagen über Besatzkriterien (u.a. Herkunft, Alter und Geschlecht der Besatztiere, Besatzdichte, Gewässerart und -parameter, Populationsentwicklung, begleitende Maßnahmen wie Sensibilisierung und Monitoring) und deren Erfolgschancen getroffen werden. Die Universität Koblenz-Landau ist im Projekt MaNaKa zuständig für Recherchearbeiten im Vorfeld der weiteren Maßnahmen. Die Literaturrecherche umfasst die Informationssammlung von Methoden bisheriger Besatzprojekte und deren Ergebnisse. Neben den ökologischen Grundlagen sollen hier auch Methoden zusammen mit Vor- und Nachteilen zum Thema Besatz und Monitoring erfasst werden. Die Recherche umfasst die Identifikation autochthoner und für Besatzprojekte geeigneter Stämme sowie eine erste Auflistung in Frage kommender Besatzgewässer in Deutschland. Des Weiteren ist die Uni KO-LD für die Probenahme und genetische Analytik zuständig. Autochthone Edelkrebsstämme müssen für die entsprechenden Regionen identifiziert werden. Die Uni KO-LD nimmt an den Workshops teil um den Wissenstransfer zu ermöglichen. Alle ausgewählten Gewässer werden beprobt und so Informationen über deren ökologische Bedingungen gesammelt. Die Besatzmaßnahmen finden unter Leitung der Uni KO-LD statt. Der Abschluss-Workshop wird von der Uni KO-LD organisiert. Des Weiteren ist die Uni KO-LD weiterhin Ansprechpartner im Anschluss an das Projekt.

Manaka Edelkrebs: Maßnahmenkatalog für erfolgreiche, nachhaltige Besatzmaßnahmen autochthoner Edelkrebspopulationen

Ziel des Projektes ist die Ausarbeitung eines detaillierten Maßnahmenkatalogs zum erfolgreichen und einheitlichen Besatz autochthoner Edelkrebsstämme in heimischen Gewässern, um grundlegend die Art und dessen Bestände und insbesondere die Biodiversität noch vorhandener Populationen langfristig zu erhalten und zu erhöhen. In diesem Katalog sollen konkrete Aussagen über abiotische, biotische und soziologische Besatzkriterien und deren Erfolgschancen getroffen werden. Das AWI übernimmt die Gesamt-Projektleitung und folgende Aufgaben: Theoretischer Hintergrund: das AWI führt eine umfangreiche Literaturrecherche zu dokumentierten Besatzmaßnahmen und strukturierte vor-Ort-Interviews mit den jeweiligen Projektträgern und Initiativen durch und fasst die Ergebnisse zusammen. Vom AWI koordiniert werden dann zusammen mit den Projekt- und Kooperationspartnern die zusammengetragenen Bewertungskriterien für einen erfolgreichen Besatz diskutiert und bestimmt. Probennahme und Analyse: das AWI beprobt ausgewählte Besatzgewässer über ein Jahr und bestimmt die Gewässerparameter. Die Beprobungen auf den Krebspesterreger erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Projektpartner. Maßnahmenkatalog: die Erkenntnisse aus der Literaturrecherche, den Interviews und der Beprobung der Gewässer werden anschließend vom AWI ausgewertet, in einen Maßnahmenkatalog überführt, auf einem Workshop vorgestellt und in einer öffentlich zugänglichen Datenbank publiziert. Risikoanalyse, Sensibilisierung & Besatzmaßnahme: ausgehend von den im Maßnahmenkatalog festgelegten Kriterien und Empfehlungen sollen unter Leitung des AWI mit Projekt- und Kooperationspartnern die Besatzgewässer ausgewählt und mit den regional typischen Genstämmen besetzt werden. Monitoring: Im Anschluss an die Besatzmaßnahmen bespricht das AWI die Durchführung des nachfolgenden Monitorings anhand des Maßnahmenkatalogs mit den Fischereiverbänden. Ebenso wird das AWI nach Projektende die Fischereiverbände bei dem Monitoring beratend begleiten.

50 Jahre Biber-Wiedereinbürgerung Fachsymposium unter besonderer Berücksichtigung von Naturschutzprojekten der DBU

RESTORE: Wiederherstellung der Bestände der Europäischen Auster (Ostrea edulis) in der deutschen Nordsee (Voruntersuchung): Entwicklung und praktische Erprobung von Methoden und Verfahren zum nachhaltigen Bestandsaufbau

Die Voruntersuchung wird wichtige theoretische Erkenntnisse der Machbarkeitsstudie 'Aktueller Status der Europäischen Auster (Ostrea edulis) und Möglichkeiten einer Wiederansiedlung in der deutschen Nordsee' (Gercken & Schmidt 2014) in der Praxis testen. Dies umfasst die Bestimmung geeigneter Wiederherstellungsflächen, die Identifikation von Bezugsquellen für geeignete Austern sowie Substrat und die Erhebung konkreter Wachstums- und Fitnessdaten der Europäischen Auster an den entsprechenden Standorten im Freiland. Vorhabenziel Die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen sollen zu allgemein verwertbaren Empfehlungen aufbereitet werden, um weitere Restaurationsmaßnahmen zu definieren und die Erstellung eines Restaurationsprogrammes für die deutsche Nordsee zu unterstützen. Wissenschaftliche und technische Arbeitsziele des Vorhabens - Aussagen zu Wachstum und Fitness (biologische Eignung) - Identifikation von Austernlieferanten - Empfehlung geeigneter Standorte - Empfehlung geeigneter Technologien Unter Berücksichtigung der Empfehlungen aus der vorliegenden Machbarkeitsstudie werden im Rahmen der Voruntersuchung die folgenden Teilbereiche bearbeitet: 1) Prüfung von rechtlichen Rahmenbedingungen und FFH Verträglichkeit 2) Bewertung und Berücksichtigung internationaler Austernrestaurationsvorhaben 3) Biologische Voruntersuchung und Standortauswahl 4) Auswahl von geeigneten Spenderpopulationen und Technologien 5) Ausbringen von Austern verschiedener Alters-/Größenklassen für Freilandversuche 6) Prüfung der perspektivischen Mitwirkungsbereitschaft von Fischerei/Aquakultur In alle Arbeitsbereiche fließen biologisch-ökologische Gesichtspunkte (aktuelle Erkenntnisse zu Erkrankungen/Parasiten, Erhalt der genetischen Vielfalt) sowie die Berücksichtigung der Leitlinien der verantwortungsvollen Wissenschaft mit ein.

Grundlagen für Managementkonzepte für die Rückkehr von Großraubtieren - Rahmenplan Wolf

Seit etwa einem Jahrzehnt ist in verstärktem Maße die Rückkehr der Großraubtiere Wolf (Canis lupus), Luchs (Lynx) und Braunbär (Ursus arctos) nach Deutschland aus benachbarten Staaten bzw. die inländische Ausbreitung dieser Arten zu beobachten. Im Rahmen der daraus resultierenden EU-rechtlichen Verpflichtungen für die drei durch die FFH-Richtlinie geschützten Arten ist Deutschland nun gehalten, Pläne zu konzipieren und Maßnahmen zu treffen, die einerseits die Rückkehr und Ausbreitung der 'Großen Drei' begleiten und befördern, andererseits aber auch Schritte zur Akzeptanzfindung in der betroffenen Bevölkerung und Regelungen zu Schadensprävention und -ausgleich vorsehen. Zu diesem Zweck haben insbesondere die Bundesländer Bayern, Sachsen und Brandenburg erste Managementpläne entwickelt und umgesetzt, die in wesentlichen Teilen auf den Ergebnissen von Forschungsvorhaben des Bundes zu Großraubtieren aufbauen. Vor allem die bisherigen intensiven Forschungsarbeiten am Wolf haben dabei gezeigt, dass die Etablierung von Großraubtieren in Mitteleuropa nicht unter regionalen Gesichtspunkten oder allein innerhalb der Grenzen der bislang betroffenen Bundesländer begleitet werden kann. Der enorme Platzbedarf der drei Arten und ihr Ausbreitungsverhalten machen es erforderlich, dass Managementpläne und -maßnahmen für vielfach grenzüberschreitende (Meta-) Populationen entwickelt und mit den darauf abzielenden und derzeit diskutierten Leitlinien der EU-Kommission abgestimmt werden. Mit dem vorliegenden Antrag greift die Albert-Ludwigs-Universität diese Überlegungen auf. Das zentrale Ziel des beantragten Vorhabens ist die Entwicklung eines Rahmenplans für ein Management von Wölfen in Deutschland als bundeseinheitliches Konzept. Auf dieser Grundlage sollen sowohl die Aktivitäten auf Ebene der Bundesländer koordiniert und harmonisiert, als auch die innerhalb der EU abzustimmenden Leitlinien für ein populationsbezogenes Management integriert werden. Sofern möglich und sinnvoll s

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