API src

Found 61 results.

Related terms

Entwicklung eines Verfahrens zur nicht-invasiven repräsentativen Gewinnung von Gewebeproben zur Bestandesschätzung von Rothirschen und Wildschweinen

Viele Populationen großer Huftiere sind in Mitteleuropa managementrelevant. Im in Südwest-Deutschland gelegenen Pfälzerwald kommen sowohl Wildschweine (Sus scrofa) als auch Rothirsche (Cervus elaphus) in mutmaßlich großen, aber letztendlich unbekannten Dichten vor. Für ein nachhaltiges Management beider Arten sind verlässliche und akkurate Populationsschätzungen nötig. Nicht-invasive genetik-basierte Methoden repräsentieren in diesem Zusammenhang ein nützliches Instrument für das Wildtiermanagement, da sie es erlauben, Tiere zu erfassen, ohne sie zu fangen oder anderweitig zu beeinflussen. Nicht-invasive Methoden arbeiten meist mit Haar- oder Kotproben, die genotypisiert werden und so eine Unterscheidung zwischen Individuen ermöglichen. Eine der Anwendungen nicht-invasiver Methoden ist die Populationsschätzung. Im Rahmen eines Promotions-Projekts wurde ein nicht-invasiver genetik-basierter Ansatz für die Populationsschätzung bei Wildschweinen und Rothirschen entwickelt, im Freiland getestet und anschließend evaluiert. In ersten Versuchen am Wildschwein wurde die Haarbeprobung mittels beköderter 'Haarfänger' getestet. Dabei zeigte sich, dass die Methode für diese Tierart für den Zweck der Populationsschätzung nicht geeignet ist. Grund hierfür waren signifikante alters- und gruppenstatusabhängige Verhaltensunterschiede bei der Beprobung. Im Folgenden wurde sowohl für Wildschweine als auch für Rothirsche die Kotbeprobung entlang von Transektlinien getestet und angewandt; die so gewonnenen Proben wurden genotypisiert und zum Berechnen von Populationsschätzungen verwendet. Für beide Tierarten sind die geschätzten Populationszahlen erheblich höher als zuvor angenommen, da bislang lediglich die Jagdstreckenstatistik und - im Fall des Rothirsches - Scheinwerferzählungen als Anhaltspunkt genommen werden konnten. Die hier vorgestellte Methode stellt eine viel versprechende Alternative zu den traditionell angewandten Methoden wie z.B. Jagstreckenstatistiken oder Losungszählverfahren dar, da sie absolute Populationszahlen ergibt und damit eine quantitative Bewertung des Erfolgs von Managementmaßnahmen ermöglicht. Die Methode könnte auch auf andere Huftierarten übertragen angewandt werden. Mittlerweile ist eine nicht-invasive genetik-basierte Bestandesschätzung auch für Rehe (Capreolus capreolus) entwickelt und getestet worden.

Wildtiererfassung Niedersachsen

Die kontinuierliche Erfassung von Wildtierbeständen und deren Lebensraumbedingungen ist notwendige Grundlage für wissenschaftlich fundierte Aussagen zu Wildvorkommen und Bestandsentwicklungen. In Zusammenhang mit bestandsbeeinflussenden Umweltfaktoren sind populationsdynamische Abläufe und ökologische Zusammenhänge für das Ökosystem Kulturlandschaft' darzustellen. Die langjährigen Arbeiten des IWFo auf diesem Gebiet schaffen eine solide Daten- und Kenntnislage für ein Wildtiermanagement ('www.wildtiermanagement.com'), in dem u.a. Handlungsempfehlungen für die jagdliche Praxis gegeben werden und eine nachhaltige Nutzung der Wildtierpopulationen überprüft und dokumentiert wird. Die flächendeckende WTE mit Aussagen zu Vorkommen und Populationsgröße mehrerer einheimischer Wildtierarten (Hase, Rebhuhn, Fuchs, Rabenvögel u.a.) wird seit 1991 auf der Grundlage von jährlichen Bestandsschätzungen auf über 80 Prozent der Landesfläche realisiert. Mittels probater wildbiologischer Zählmethoden werden die Bestandseinschätzungen aus der WTE überprüft. Weiterführende populationsökologische Untersuchungen vertiefen die Kenntnisse über die verschiedenen Wildarten und deren umweltbedingte Einflussfaktoren.

Möglichkeiten für ein ökologisch nachhaltiges Landschafts- und Wildtiermanagement auf der Grundlage eines regionalen Arten- und Biotopschutzprogramms in der Türkei

Die Türkei verfügt bis heute über kein abgestimmtes und wirkungsvolles naturschutzfachliches Instrumentarium zu Schutz und Erhalt der hohen landeseigenen Biodiversität. Weder gibt es ein verbindliches Naturschutzgesetz, aus dem sich zielführende Planungs- und Managementgrundlagen für Natur- und Landschaftsschutz ableiten und begründen lassen, noch sind dafür die erforderlichen systematischen und flächendeckenden Inventuren vorhanden. Auch ein landesweites Landschaftsprogramm, das die Rahmenziele des Naturschutzes absteckt, oder gar ein konsistentes Arten- und Biotopschutzprogramm fehlen. Das Dissertationsprojekt soll beispielhaft für die Region Ostantalya (Südtürkei) ein solches Arten- und Biotopschutzprogramm erarbeiten sowie die dafür erforderlichen Inventuren und die Verarbeitung vorhandener Daten konzipieren und durchführen. Ziel des Projektes ist es, damit die konzeptionellen und methodischen Grundlagen für eine landesweite Naturschutzstrategie und -politik der Regionen zu legen und diese durch das konkrete Beispiel anschaulich und umsetzungsorientiert zu illustrieren. Basierend auf dem Konzept der differenzierten Bodennutzung wird dabei einer flächendeckenden Naturschutzstrategie mit abgestuften Schutz- und Nutzungsintensitäten gefolgt.

Forschungscluster Wildtierökologie

ForWild ist ein Zusammenschluss mehrerer Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Das Forschungscluster bündelt die starken regionalen Kompetenzen in der Wildtierforschung, um aktuelle Aufgaben und zukünftige Herausforderungen im Bereich Jagd- und Wildtiermanagement fundiert, effizient und gesellschaftsverträglich zu lösen. Die Arbeit von ForWild beruht auf 3 Säulen: die gemeinsame wildtierökologische Forschung, stärkere Vernetzung und Austausch sowie die Ausschreibung eines Forschungspreises für Nachwuchswissenschaftler.

BiodivProtect: Transformatives Wildtiermanagement in gemeinsam genutzten und geschützten Mehrnutzungs-Landschaften in Europa (TransWILD)

Stellenausschreibung_Forst_LG.2.2__2026_m._Datenschutz_u._Anlagen.pdf

• Sie haben Lust auf einen sicheren und abwechslungsreichen Job in der Forstverwaltung Sachsen-Anhalt • Sie wollen eine individuelle praktische Ausbildung und • Sie möchten die Wälder in Sachsen-Anhalt schützen, pflegen sowie das arten- und strukturreiche Ökosystem Wald erhalten? Dann sind Sie bei uns genau richtig. Wir suchen zum 01.06.2026 Forstreferendarinnen/ Forstreferendare (m/w/d) Wir bieten Ihnen: • Eine Einstellung in den zweijährigen Vorbereitungsdienst unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf als Forstreferendar/ Forstreferendarin (m/w/d), vorbehaltlich des Vorliegens der haushaltsrechtlichen Voraussetzungen, • Den Erwerb der Laufbahnbefähigung für den Forstdienst, Laufbahngruppe 2, 2. Einstiegsamt, • Ausbildung im Landesforstbetrieb und Landeszentrum Wald, • Lehrgänge in Verwaltungs- und Umweltrecht, Forstfachliche Lehrgänge, • Anwärterbezüge der Besoldungsgruppe A 13 Landesbesoldungsgesetz gemäß der Anlage 7 zu § 51 Landesbesoldungsgesetz und • Gemäß § 51a Landesbesoldungsgesetz einen Sonderzuschlag in Höhe von 30 Prozent des Anwärtergrundbetrages. Eine Übernahme nach erfolgreicher Beendigung des Vorbereitungsdienstes in den Dienst des Landes Sachsen-Anhalt ist beabsichtigt, sofern die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen dafür im entsprechenden Haushaltsjahr gegeben sind. Mögliche Einsatzbereiche bestehen in den Betriebsleitungen oder als Referentin/ Referent in der Forstverwaltung. Sie erfüllen folgende zwingende Voraussetzungen: Zum Vorbereitungsdienst kann zugelassen werden, wer • die persönlichen Voraussetzungen für die Einstellung ins Beamtenverhältnis auf Widerruf im Sinne des § 7 Beamtenstatusgesetz erfüllt, • einen Master- oder einen Diplomabschluss einer wissenschaftlichen Hochschule oder einen akkreditierten Master-Abschluss einer Fachhochschule jeweils in einer forstwissenschaftlichen oder forstwirtschaftlichen Fachrichtung mit folgenden Studieninhalten nachweist: Botanik, Zoologie, Bodenkunde oder Standortlehre, Waldbau oder Waldökologie, • • • • Forstnutzung und -technik, forstlicher Arbeitslehre, forstlicher Betriebswirtschaftslehre, Wildtiermanagement und Jagd, Waldschutz, Forsteinrichtung, Naturschutz und Forstrecht (Nachweis durch Abschlusszeugniskopie), bei Master-Abschlüssen muss auch das grundständige Studium in einem Studiengang einer forstwissenschaftlichen oder forstwirtschaftlichen Fachrichtung abgeschlossen worden sein, einen gültigen Jahresjagdschein nach § 15 Abs. 2 des Bundesjagdgesetzes und eine Fahrerlaubnis der Führerscheinklasse B besitzt und den besonderen körperlichen und gesundheitlichen Anforderungen des Forstdienstes gem. Anlage 1 der Durchführungshinweise Forstdiensttauglichkeit entspricht und diese Eignung in der beigefügten Erklärung (siehe Anlagen der Ausschreibung) bekundet und bereit ist, das Referendariat an wechselnden Dienstorten durchzuführen. Für jene Bewerbenden, die nach dem Abschluss des Auswahlverfahrens für eine Einstellung in Betracht kommen, wird gemäß § 8b LBG LSA eine Regelanfrage beim Verfassungsschutz zur Prüfung der Verfassungstreue gestellt. Außerdem werden erwartet: • Sie haben Interesse am Umgang mit Rechtsvorschriften, an gesellschaftlichen und politischen Zusammenhängen und daran, für das Gemeinwohl zu arbeiten, • Sie besitzen soziale Kompetenz, Teamfähigkeit sowie Zielstrebigkeit und • Sie besitzen die Flexibilität und das Interesse, die vielfältigen Einsatzbereiche der Landesverwaltung kennenzulernen. • Sie verfügen über gute Kenntnisse in Englisch in Wort und Schrift (wünschenswert). Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann bewerben Sie sich bitte bis zum 09.02.2026 über das Online-Bewerbungssystem Interamt unter der Stellenangebots-ID: 1399932 Dem Ministerium liegt der nachhaltige Umgang mit Ressourcen besonders am Herzen. Bewerben Sie sich deshalb bitte ausschließlich online über das Stellenportal für den öffentlichen Dienst - Interamt.de - über den Button „Online bewerben“. Über den Komfort und die Vorteile einer Online-Bewerbung erhalten Sie hier genauere Informationen. Nähere Informationen zur Registrierung entnehmen Sie bitte dem dort eingestellten Hinweis-Text. Füllen Sie bitte dort den Bewerbungsbogen vollständig aus und laden folgende Anlagen als pdf-Dokument hoch: • Zeugniskopien der Studienabschlüsse (einschließlich Fächer- und Notenübersicht) oder letzter Notenspiegel, wenn das Zeugnis noch nicht vorliegt, • bei einem ausländischen Hochschulabschluss ist eine Zeugnisbewertung durch die ZAB vorzulegen • Tabellarischer Lebenslauf, • Kopie des gültigen Jahresjagdscheins, • Kopie der Fahrerlaubnis der Führerscheinklasse B, • persönliche Erklärung (Selbstauskunft) über die Ausbildungstauglichkeit gemäß § 26 Abs. 1 Nr. 4 Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Laufbahn Forstdienst der Laufbahngruppe 2 des Landes Sachsen-Anhalt (siehe Anlagen) und • ggf. Nachweis der Schwerbehinderung oder Gleichstellung. Nach der entsprechenden Vorauswahl finden die Auswahlgespräche voraussichtlich in der 10. KW 2026 statt. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Frau Warnke (Tel: 0391/567 4373) oder an Frau Mietko (Tel: 0391/567 4375). Es wird darauf hingewiesen, dass Kosten, die in Verbindung mit der Bewerbung entstehen, nicht erstattet werden. Das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten strebt eine weitere Erhöhung des Frauenanteils an und ist an Bewerbungen von Frauen besonders interessiert. Schwerbehinderte und diesen Gleichgestellte werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt. Ein Nachweis ist beizufügen. Bitte beachten Sie folgende Hinweise: Datenschutzhinweise zur Datenverarbeitung im Bewerbungsauswahlverfahren Sie sind Bewerber (m/w/d) in einem Auswahlverfahren des Ministeriums für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt (MWL), in dessen Rahmen das MWL Ihre personenbezogenen Daten verarbeitet. Das MWL informiert Sie mit diesen Hinweisen darüber, welche personenbezogenen Daten erhoben werden, bei wem sie erhoben werden und wofür diese Daten verwendet werden. Zudem werden Sie über Ihre Rechte in Datenschutzfragen in Kenntnis gesetzt und darüber informiert, an wen Sie Anfragen und Beschwerden richten können. 1. Verantwortlicher, Datenschutzbeauftragte und Aufsichtsbehörde a) Verantwortlicher im Sinne von Art. 4 Nr. 7 Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) ist das MWL: Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt Hasselbachstraße 4 39104 Magdeburg Tel.: (0391) 567 – 01 E-Mail: poststelle@mw.sachsen-anhalt.de Innerorganisatorisch verantwortlich für die Datenverarbeitung im Bewerbungsauswahlverfahren ist die Abteilung 1, Referat 12.

Katrin Eder: „Weil nicht alle Wälder gleich sind, aber jeder Hektar Wald zählt, brauchen wir für jeden Standort die bestmöglichen Maßnahmen, um unsere Wälder zu erhalten und an den Klimawandel anzupassen“

Klimaschutzministerin Katrin Eder stellt gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) Ergebnisse aus dem umfangreichen Forschungsprogramm Klimawald 2100 vor – Wasserrückhalt, Umgang mit Buchen, Artenvielfalt auf Störungsflächen sowie Kommunikation und Partizipation als zentrale Themen „Mit 43 Prozent Waldanteil ist Rheinland-Pfalz das waldreichste Bundesland. Doch Wald ist nicht gleich Wald. Während die Wälder in der Pfalz auf Buntsandsteinböden wachsen, die zwar viel Wasser aufnehmen aber nur begrenzt Wasser halten können, sind die Böden im Hunsrück lehmig und Wasser kann nur langsam versickern, wir haben Wälder in tieferen und oft flachen Gebieten und solche in höheren Lagen mit steilen Hängen. Daran erkennt man: Man kann nicht jeden Wald gleich bewirtschaften. Weil aber jeder Hektar Wald zählt, müssen wir alles daransetzen, diesen zu erhalten – und damit für jeden Standort die bestmöglichen Maßnahmen finden. Dies gelingt nur mit umfangreicher wissenschaftlicher Forschung“, so Klimaschutzministerin Katrin Eder am heutigen Montag bei der Vorstellung der Ergebnisse des Forschungsprogramms Klimawald 2100. Dieses gab die Landesregierung im Jahr 2022 angesichts der vorausgehenden Dürrejahre und des fortschreitenden Klimawandels bei der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) zeitlich befristet bis 2025 in Auftrag. Die Forschenden untersuchten dabei vier Themenschwerpunkte: Den Wasserrückhalt, den Umgang mit Buchen, die Artenvielfalt auf Störungsflächen sowie die Kommunikation über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald. Da sich die Verfügbarkeit und der Abfluss von Wasser im Wald auch auf die Artenvielfalt und die Vitalität unserer Hauptbaumart, der Buche, auswirkt, ist das Thema Wasser zentral. Maßnahmen sollen zu mehr Grundwasserneubildung und mehr Hochwasserschutz beitragen Anhand von Modellrechnungen mit regionalisierten Klimaprojektionen bis ins Jahr 2100 wird etwa in der Modellregion Soonwald deutlich: Extreme nehmen zu. Bezogen auf die Grundwasserneubildung zeigen die Untersuchungen einen oberflächennahen Grundwasserleiter mit rascher Umsatzzeit und einen tieferen Grundwasserleiter, in dem aber nur relativ wenig Sickerwasser ankommt, da beide Stockwerke durch einen Stauhorizont mit geringer Wasserleitfähigkeit getrennt sind. Hinzukommt, dass der Boden schwer ist und Wasser nur langsam versickern kann. Außerdem werden unsere Sommer trockener und es gibt insgesamt mehr Starkregenereignisse. Für den Wald, aber auch für die umgebenden Ortschaften bedeutet das: Die Menge an Bodenwasser geht zurück und Bäume geraten zunehmend unter Trockenstress, weil viel Wasser bei starken Niederschlägen, genauso wie bei ausgetrocknetem und damit kaum mehr aufnahmefähigem Boden oberflächig abfließt. Viel Oberflächenabfluss bedeutet, dass das Niederschlagswasser direkt in die Bäche und Flüsse fließt. Dies kann zu mehr Hochwasser und zu weniger Trinkwassergewinnung führen. Für den Wald bedeutet es mehr Trockenstress und damit mehr Anfälligkeit für Baumkrankheiten und Schädlinge sowie verlangsamtes Wachstum. „Wir alle brauchen sauberes Trinkwasser und müssen uns vor Hochwasser schützen. Deshalb ist es überall im Wald wichtig, das Wasser im Wald flächig zu verteilen, damit möglichst viel versickert und möglichst wenig Wasser oberflächig abfließt. Dort, wo das Wasser aber aufgrund der Bodenverhältnisse, von Hanglagen oder oberflächennahen Grundwasserleitern von Natur aus weniger und weniger tief versickern kann, brauchen wir zusätzliche Maßnahmen. Die Untersuchungen zeigen, dass hier eine Kombination aus vorzugsweise natürlichen, aber auch baulichen Maßnahmen sinnvoll ist“, so Katrin Eder. Natürliche Maßnahmen sind beispielsweise die Renaturierung von Gewässern und die Schaffung sowie der Erhalt von Auenlandschaften; bauliche Instrumente sind unter anderem etwa Rigolen, also befahrbare, aber wasserdurchlässige Wege, das Anlegen von Mulden, der Verschluss alter Entwässerungsgräben und das Ziehen von Gräben, die parallel zum Hang verlaufen, um die Fließgeschwindigkeit des Wassers bei Starkregen zu brechen. 75 Prozent der Fichten stehen im Vergleich zu den Vordürrejahren (2018) noch in Rheinland-Pfalz – Umgang mit Störflächen auch in Zukunft aktuell Seit den Dürrejahren ab 2018 sind aufgrund von Borkenkäferbefall und Sturmwürfen 35.000 Hektar Fichtenflächen ausgefallen. Rheinland-Pfalz weit leben noch rund 75 Prozent der Fichten im Vergleich zu den Vordürrejahren (2018). Aufgrund des fortschreitenden Klimawandels werden sogenannte „Störflächen“ und der Umgang mit ihnen weiterhin ein Thema bleiben. Sie wirken sich sowohl auf den Wasserrückhalt im Wald als auch auf die Artenvielfalt aus. Untersuchungen haben ergeben, dass dort 30 Prozent mehr Wasser oberflächig abfließt und freigesetzte Nähr- und Schadstoffe in Bäche und Flüsse oder ins Grundwasser transportiert werden. Tonige Standorte können das überschüssige Wasser nicht aufnehmen, auf sandigen Böden kommt es zu einer raschen Drainage in tiefere Schichten, wobei das Sickerwasser ebenfalls gelöste Nähr- und Schadstoffe mit sich führt. Insgesamt wirken Schadflächen als „Abflusstrigger“ – mit steigenden Flächenanteilen im Klimawandel werden Erosions- und Sturzflutrisiken zunehmen, ergaben die Untersuchungen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der FAWF. „Unsere Untersuchungen zeigen positive Effekte des teilweisen Belassens von Totholzstrukturen sowohl auf die Biodiversität als auch auf die natürliche Wiederbewaldung. Zur Humusanreicherung und als Lebensraum für viele Arten wird im Staatswald ohnehin Totholz im Rahmen der planmäßigen Bewirtschaftung im Wald belassen, hier geht es konkret um durch Störungen wie Windwurf und Schaderreger geschaffene Flächen, bei denen viel Totholz anfällt“, so Dr. Ulrich Matthes, Leiter der FAWF. „Hier entsteht ein Spannungsfeld zwischen Holznutzung, Waldschutz, Arbeitsschutz, Verkehrssicherung, Biodiversität und einer natürlichen Wiederbewaldung, das gut ausbalanciert werden muss. Auch hier kommt es vor allem auf den Standort und auf das Ausmaß anfallenden Totholzes an. Liegendes Totholz kann als Barriere wirken, um den Wasserabfluss zu bremsen, auch gibt es hier weniger Wildverbiss. Ist die Wilddichte aber hoch, ist hier auch das Wildtiermanagement schwieriger. Auf Freiflächen entsteht die natürliche Wiederbewaldung eher durch Pionierbaumarten, deren Samen vor allem mit dem Wind verbreitet werden, dazu zählt etwa die Birke. Auf Flächen mit stehendem Totholz, haben neben diesen Baumarten zusätzlich solche größere Chancen, deren Samen über Vögel verbreitet werden, etwa Ebereschen. Aufgrund unterschiedlicher Keimungsbedingungen und Eintragswege von Samen können sich Freiflächen und Totholz hinsichtlich der Gehölzartenvielfalt ergänzen. Sind in der näheren Umgebung aber keine geeigneten Mutterbäume, deren Samen so verbreitet werden können, werden dort, wo einst Fichten waren, auch vorerst vorrangig nur wieder Fichten und Bäume mit leichten Samen wachsen. Auf solchen Flächen ist es notwendig, kleinflächig und punktwirksam standortangepasste, klimaresiliente und überwiegend heimische Baumarten zu ergänzen; daneben kommen in bemessenem Umfang auch Baumarten zum Einsatz, die zwar nicht standortheimisch sind, von denen aber eine gute Anpassungsfähigkeit an die sich im Zuge des Klimawandels ändernden Standortbedingungen und eine gute Integrationsfähigkeit in das heimische Ökosystem erwartet werden kann“, so Matthes weiter. Daneben wurde auch untersucht, welche Tiere und Pilze jeweils vorkommen. Über verschiedene Organismengruppen zeigt sich, dass ein Nebeneinander von Freifläche und Totholz die Gesamtartenvielfalt stärkt. Neben klassischen Kartierungen kamen dort Verfahren mit künstlicher Intelligenz zum Einsatz. Buche bis Mitte des Jahrhunderts klimatisch gut geeignet – danach hängt es von der Klimaentwicklung ab Das Wissenschaftsteam hat zudem mithilfe von Modellrechnungen analysiert, wie es weiterhin um die Buche stehen wird, mit rund 23 Prozent ist sie gegenwärtig die am häufigsten vorkommende Baumart in Rheinland-Pfalz. Bis Mitte des Jahrhunderts bleibt die Buche in Rheinland-Pfalz überwiegend klimatisch sehr gut geeignet, erste Einschränkungen zeigen sich nur in den warmen Regionen wie im Mainzer Becken und im Oberrheingraben. Ab diesem Zeitpunkt hängt es stark davon ab, wie die Erderwärmung voranschreitet. Im pessimistischsten Szenario RCP 8.5, das einen starken Klimawandel ohne ambitionierten Klimaschutz abbildet, wären Ende des Jahrhunderts nur noch etwa ein Viertel der Landesfläche für die Buche gut bis sehr gut geeignet, auch in den Mittelgebirgen werden teilweise deutliche Einschränkungen modelliert. Junge Buchen können von Durchforstungen profitieren Auch der Einfluss von Durchforstungen wurde ökophysiologisch und mittels Jahrringanalysen untersucht. „Junge Buchen profitieren, wenn sie ausreichend mit Wasser versorgt sind und genügend Licht haben. Sie fallen aber bei Trockenstress in ihrer Leistungsfähigkeit zurück“, erläuterte Ulrich Matthes. Fortbildungen und Kommunikationshilfen für Forstleute erstellt Das vierte Kapitel zur Kommunikation und Partizipation beschäftigt sich unter anderem mit Fragen, wie die Auswirkungen des Klimawandels im Wald von der Öffentlichkeit und unter Forstleuten wahrgenommen werden. Die Ergebnisse deuten an, dass Forstleute damit konfrontiert sind, dass ihr Erfahrungswissen und die Wahrnehmung als Waldexperte von Teilen der interessierten Öffentlichkeit in Frage gestellt wird. Neben den trockenheitsbedingten Kalamitäten spielt dabei auch die von Forstleuten wahrgenommene prononcierte Kritik an der Forstwirtschaft durch in die mediale Öffentlichkeit drängende Personen sowie das Empfinden einer gesellschaftlichen Geringschätzung forstlicher Arbeit eine große Rolle. „Insgesamt wird deutlich, dass klimabedingte Waldveränderungen nicht als isoliertes Phänomen betrachtet werden und werden können. Die Veränderungen, die wir zurzeit im Wald beobachten, haben Ursachen, Auswirkungen und Zusammenhänge jenseits des Waldrandes, wie unsere Beziehung zur Natur, den Umgang mit Ressourcen, das Wirtschaftssystem und vieles mehr. Auch deshalb sind Gespräche über Wald-Klima-Krisen so emotional“, so Matthes. „Damit der Forstsektor sich den komplexen Herausforderungen der Wald-Klima-Krise angemessen stellen kann, ist es unverzichtbar, die damit verbundenen Unsicherheiten offen zu thematisieren. Nur so können im Austausch gemeinsame Lösungen identifiziert und auch die individuelle Belastung für Waldverantwortliche abgemildert werden. Zur besseren Kommunikation wurden daher verschiedene Fortbildungen, Handreichungen und Dialogformate konzipiert und durchgeführt“, so Matthes weiter. Zu den vorgestellten Ergebnissen werden nach Abschluss zusätzlicher Untersuchungen weitere kommen, etwa kleinräumige Modellrechnungen zu den naturwissenschaftlichen Fragestellungen. Auch der Einsatz quantitativer Methoden der Sozialforschung zur vertiefenden Untersuchung der aufgeworfenen Forschungsfragen im Bereich der öffentlichen Kommunikation und Partizipation werden erwogen. Nach Abschluss der relevanten Forschungsarbeiten wird ein Gesamtbericht veröffentlicht.

Berlin startet zentrales Netzwerk für Wildtiere

Berlin ist eine grüne Stadt, die zahlreichen Wildtieren ein Zuhause bietet. Viele Vereine, Pflegestellen und Privatpersonen engagieren sich ehrenamtlich für die Wildtiere. Heute startet Andreas Kraus, Staatssekretär für Klimaschutz und Umwelt, das Netzwerk „Wildtiernah Berlin“, das künftig zentraler Ansprechpartner für alle Berlinerinnen und Berliner sein wird. Andreas Kraus : „Mit dem Wildtier-Netzwerk wird Berlin erstmals eine zentrale Anlaufstelle für Berlinerinnen und Berliner, Verbände, Vereine und Verwaltungen bei Fragen, Problemen oder Sorgen im Umgang mit Wildtieren anbieten. Das ist ein großer Meilenstein im Hinblick auf die Vielzahl der in Berlin mit großem Engagement ehrenamtlich Tätigen und auch ein Vorzeigeprojekt für andere Städte und Gemeinden.“ Gefördert von der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt unterstützt künftig das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) den Einsatz der Aktiven mit Telefon-, Online- und Vorort-Beratungen. Darüber hinaus bietet das IZW auch Informations- und Qualifizierungsangebote an und berät bezirkliche Einrichtungen im Umgang mit Wildtieren. Mit einem mobilen Fahrzeug (Wildtiermobil) werden außerdem vor Ort verletzte oder in Not geratene Wildtiere versorgt. Die Gründung des Netzwerkes geht auf eine Initiative mehrerer Abgeordneter unterschiedlicher Fraktionen zurück. Ziel ist es, die engagierte Arbeit aller Berlinerinnen und Berliner, die sich für Wildtiere einsetzten, zu unterstützen und Berlin zu einer Modellstadt für ein urbanes Wildtiermanagement unter der Bewahrung und Sicherung der biologischen Vielfalt zu machen. Dieser Auftrag der Politik wird in enger Kooperation zwischen der SenMVKU und dem IZW umgesetzt. Das IZW in Berlin-Friedrichsfelde ist ein renommiertes Forschungsinstitut, das Forschung für den Artenschutz durchführt – weltweit, aber auch vor der eigenen Haustür. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen, wie Wildtiere mit verändernden Umweltbedingungen umgehen, sich anpassen und wie sie langfristig überleben können. Auch in Berlin ist das Institut mit Forschungsprojekten zu Berliner Füchsen, Eichhörnchen, Wildschweinen, Igeln, Bussarden oder Fledermäusen aktiv, wobei auch Mensch-Wildtier-Konflikte im Fokus stehen. Ziel ist es, tragfähige forschungsbasierte Lösungsansätze zu finden und Konflikte mit Wildtieren in gelebte Ko-Existenz zu überführen. Die neue Initiative wird in mehreren Bereichen bestehende Strukturen ergänzen: In Abstimmung mit dem NABU Landesverband Berlin wird deren telefonische Beratung für Berlinerinnen und Berliner durch das Team von Wildtiernah ausgeweitet: Das neue Beratungstelefon ist künftig auch frühmorgens und abends erreichbar. Auch die Telefon- Online- und Vorortberatungen, die die Senatsverwaltung oder die Berliner Forsten anbieten, werden künftig vom IZW komplettiert.

Wolfsmonitoringbericht für Sachsen-Anhalt 2024/25 Literaturverzeichnis Interessante und weiterführende Links

Begon, M., Mortimer, M. & Thompson D.J. (1997): Populationsökologie. Spektrum Akademischer Verlag GmbH Heidelberg, Berlin, Oxford. 1997. 380 S. Bundesamt für Naturschutz, DBBW (2019): Empfehlungen zum Schutz von Weidetieren und Gehegewild vor dem Wolf - Konkrete Anforderungen an die empfohlenen Präventionsmaßnahmen. 14 S. http://www.bfn.de/skripten.html. DOI 10.19217/skr530 Černe R., Krofel M., Jonozovič M., Sila A., Potočnik H., Marenče M., Molinari P., Kusak J., Berce T., Bartol M. (2019):  Handbuch zur Untersuchung von Raubtierrissen: Braunbär, Wolf, Goldschakal, Rotfuchs, Eurasischer Luchs. Slovenia Forest Service - LIFE DINALP BEAR project, Ljubljana, Slovenia, 84 S. Faß, F. (2018): Wildlebende Wölfe – Schutz von Nutztieren – Möglichkeiten und Grenzen. 1. Auflage 2018. Müller-Rüschikon-Verlag. 384 S. Galaverni, M., Caniglia, R., Fabri, E, Milanesi, P. & Randi, E (2015): One, no one, or one hundred thousand: how many wolves are there currently in Italy? Mamm. Res. DOI 10.1007/s13364-015-0247-8. 15 S. Harmoinen, J., Thaden, A. v., Aspi, J., Kvist, L., Cocchiararo, B., Jarausch, A., Gazzola, A., Sin, T., Lohi, H., Hytönen, M. K., Kojola, I., Stronen, A.V., Caniglia, R., Mattucci, F., Galaverni, M., Godhino, R., Ruiz-Gonzales, R., Randi, E., Munoz-Fuentes, V. & Nowak, C. (2021): Reliable wolf-dog hybrid detection in Europe using a reduced SNP Panel developed for non-invasively collected samples. BMC Genomics (2021): 22:473. Open Access Research Article. 15 S. Hartleb, K.U. (2016): Evaluation der Präventionsmaßnahmen in den Belziger Landschaftswiesen, Brandenburg, zur Verhütung von Wolfsübergriffen auf Rinder. Im Auftrag der IFAW Internationaler Tierschutz-Fonds gGmbH. Unveröffentlicht. 36 S. Heurich, M. (Hrsg. 2019): Wolf, Luchs und Bär in der Kulturlandschaft – Konflikte, Chancen, Lösungen im Umgang mit großen Beutegreifern. 287 S. Eugen Ulmer KG. Stuttgart. ISBN 978-3-8186-0505-6. Hindrikson, M., Remm, J., Pilot, M., Godinho, R., Stronen, V. A., Baltrunait´e, L, Czarnomska, S. D., Leonard, J. A., Randi E., Nowak, C., Akesson, M., Lo´pez-Bao, J.V., Alvares, F., Llaneza, L., Echegaray, J., Vila` C., Ozolins, J., Rungis, D., Aspi, J. , Paule L., Skrbinsek, T. &  Saarma, U. (2016): Wolf population genetics in Europe: a systematic review, meta-analysis and suggestions for conservation and management. Biol. Rev. (2016), pp. 001–029. 1doi: 10.1111/brv.12298. Hulva, P., Collet, S., Barankova, L., Valentova, K., Strutova, J., Bauer, H., Gahbauer, M., Mokry, J., Romportl, D., Smith, A. F., Vorel, A., Zyka, V., Nowak, C., Bolfikova, B. C. & Heurich, M (2025): Genetic admixture between Central European and Alpine wolf populations. Short Communications. Wildlife Biology. 2024: e01281. doi: 10.1002/wlb3.01281 Janeiro-Otero, A., Newsome, T. M., Eeden van, L.M., Ripple, E.J., Dormann, C. F. (2020): Grey wolf ( Canis lupus ) predation on livestock in relation to prey availability. Biological Conservation, Volume 243, March 2020, 108433. https://doi.org/10.1016/j.biocon.2020.108433Get rights and content Jarausch, A., Harms, V., Kluth, G., Reinhardt, I. & Nowak, C. (2021): How the west was won: genetic reconstruction of rapid wolf recolonization into Germany´s anthropogenic landscapes. Heredity. The Genetics society. Open Access article. DOI: 10.1038/s41437-021-00429-6. 15 S. Kaczensky, P.; Kluth, G.; Knauer, F.; Rauer, G.; Reinhardt, I. & Wotschikowsky, U. (2009): Monitoring von Großraubtieren in Deutschland. - BfN-Skripten 251: 1-86. Kaczensky, P., Ranc, N., Hatlauf, J., Payne, J.C. et al. (2024): Large carnivore distribution maps and population updates 2017 – 2022/23. Report to the European Comission under contract N° 09.0201/2023/907799/SER/ENV.D.3 “Support for Coexistence with Large Carnivores”, “B.4 Update of the distribution maps”. IUCN/SSC Large Carnivore Initiative for Europe (LCIE) and Istituto di Ecologia Applicata (IEA). Kazimirov, P.A. & Politov, D.V. (2022): Intraspecific Genetic Structure of the Gray Wolf, Canis lupus, Linnaeus, 1758—Current State of Knowledge. Biology Bulletin Reviews, 2022, Vol. 12, Suppl. 1, pp. S23–S33. DOI: 10.1134/S2079086422070064. Kehder, C. (2025): Raumnutzungsanalyse freilebender Wölfe in Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Masterarbeit. Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Fachbereich Landschaftsnutzung und Naturschutz. Nachhaltige Regionalentwicklung: Bildung-Management-Naturschutz. 95 S. Kumar, S. E. (2025): Saisonale, circadiane und lunare Rhythmen: Analyse von Aktivitätsmustern, Wiederholbarkeit und phänotypischer Plastizität bei Wölfen ( Canis lupus ). Bachelorthesis. Hochschule Bremen, City University of Applied Sciences. Fakultät 5: Natur und Technik. Internationaler Studiengang Technische und Angewandte Biologie (ISTAB). Wintersemester 2024/2025. 71 S. Köck, W. & Kuchta, L. (2017): Wolfsmanagement in Deutschland. Recht und Praxis. NuR (2017) 39: 509–517. Springerverlag. DOI: 10.1007/s10357-017-3208-y. Lippitsch, P. & Ansorge, H. (2020): Analyse der Nahrungszusammensetzung von Wölfen in Sachsen-Anhalt anhand von Losungsauswertungen. Unveröffentl. Gutachten. 12 S. Mech, L. D. & Boitani, L. (2003): Wolf social ecology. - in: Mech, L. D. & Boitani, L.: Wolves. Behavior, ecology, and conservation. – University of Chicago Press: 1-34. Mergeay, J., Smet, S., Collett, S., Nowak, S., Reinhardt, I., Kluth, G., Szewczyk, M., Godinho, R., Nowak, C., Myslayek, R.W. & Rolshausen, G. (2024): Estimating the effective size of European Wolf Populations. Evolutionary Applications. 2024: 17:e70021. https://dot.org/10.1111/eva.70021. Meuret, M., Verte, P. & Garde, L. (2019): Wolves and livestock in France: situation after 25 years and possible solutions. Beiträge zur Jagd- und Wildforschung Bd. 44 (2019): 231-235. Michler, B.A., Dati, F. & Michler, F.U. (2023): Der nordamerikanische Waschbär in Deutschland – Hintergrund, Konfliktfelder & Managementmaßnahmen. In: VOIGT, C.C. (Hrsg): Evidenzbasiertes Wildtiermanagement. Springer Spektrum, Springer Verlag GmbH, Berlin. https://doi.org/10.1007/978-3-662-65745-4. S. 59-102. Musiani, M. & Randi, E. (2024): Conservation genomics of wolves: The global impact of RK Wayne´s research. Journal of Heredity, 2024, XX, 1–12. https://doi.org/10.1093/jhered/esae007 Nowak, C., Jarausch, A., Cocchiararo, B., Thaden v., A. (2018): Wie viel Hund steckt in unseren wilden Wölfen? Senckenberg Natur, Forschung, Museum (148). 07–09. 2018. 138-145. O´Connell, A.F., Nichols, J.D. & Karanth, K.U. (2011): Camera Traps in Animal Ecology – Methods and Analyses. 271 S. Springer Tokyo Dordrecht Heidelberg London New York. DOI 10.1007/978-4-431-99-495-4. Pellegrini, V. de & Krummheuer, Y. (2016): Etablierung von Spürhunden als effizientes Instrument des Wolfsmonitorings in Deutschland. Gutachten im Auftrag des WWF. Reinhardt, I. & Kluth, G. (2007): Leben mit Wölfen. – BfN-Skripten 201, 180 S. Reinhardt, I.; Kaczensky, P.; Frank, J., Knauer, F.; Kluth, G. (2018): Umgang mit auffälligen Wölfen - Empfehlungen der DBBW - BfN-Skripten 476. 53 S. Reinhardt, I.; Kaczensky, P.; Knauer, F.; Rauer, G.; Kluth, G.; Wölfl, S.; Huckschlag, D. & Wotschikowsky, U. (2015): Monitoring von Wolf, Luchs und Bär in Deutschland. - BfN-Skript 413: 1-94. Reinhard, I., Kluth, G., Collet, S. & Szentiks, C. A. (2018): Wölfe in Deutschland, Statusbericht 2017/18; https://www.dbb-wolf.de/mehr/literatur-download/statusberichte Reinhard, I., Kluth, G., Collet, S. & Szentiks, C. A. (2019): Wölfe in Deutschland, Statusbericht 2018/19; https://www.dbb-wolf.de/mehr/literatur-download/statusberichte Reinhardt, I., Kluth, G., Nowak, C., Szentiks, C.A., Krone, O., Ansorge, H. & Mueller, T. (2018): Military training areas faciliate the recolonization of wolves in Germany. Wiley Conservation Letters. Open access article. DOI: 10.1111/conl. 12635. 7 S. Reinhardt, I., Knauer, F., Herdtfelder, M., Kluth, G. & Kaczensky, P. (2023): Wie lassen sich Nutztierübergriffe durch Wölfe nachhaltig minimieren? – Eine Literaturübersicht mit Empfehlungen für Deutschland. In: VOIGT, C.C. (Hrsg): Evidenzbasiertes Wildtiermanagement. Springer Spektrum, Springer Verlag GmbH, Berlin. https://doi.org/10.1007/978-3-662-65745-4. S. 231-256. Schneider, M. (2019): Wölfe in Schweden – Status, Management und offene Fragen. Beiträge zur Jagd- und Wildforschung Bd. 44 (2019): 213-229. Schweizer Tierschutz – STS, Fachstelle Wildtiere (2019): Sichere Zäune für Nutz- und Wildtier. STS-Merkblatt Wildtiere. Basel. www.tierschutz.com Stubbe, M. (1977): Der Wolf – Canis lupus L. In: Für die Jagdpraxis: Raubwild, Raubzeug, Krähenvögel. Grundlagen der Bewirtschaftung. VEB Landwirtschaftverlag Berlin. S. 80-81. Szweckyk, M., Nowak, C., Hulva, P., Mergeay, J., Stronen, A. V., Bolfikova, B.C., Czarnomska, S.D., Diserens, T.A., Fenchuk, V., Figura, M., Groot, A. de, Haidt, A., Hansen, M.M., Jansmann, H., Kluth, G., Kwiatkowska, I., Lubinska, K., Michaux, J.R., Niedzwiecka, N., Nowak, S., Olsen, K., Reinhardt, I., Romanski, M., Schley, L., Smith, S., Spinkyte-Backaitiene, R., Stachyra, P., Stepniak, K.M., Sunde, P., Thomsen, P. F., Zwijacz-Kozica, T. & Myslajek, R.W. (2021): Genetic support for the current discrete conservation unit of the Central European wolf population. Wildlife Biology 2021: wlb.00809. Open Access article. doi: 10.2981. 7 S. Thaden, A., Cocchiararo, B., Munoz-Fuentes, V. & Nowak, C. (2018): Wildlife Conservation genomics: applying SNP genotyping using microfluidic arrays to noninvasively collected and museum samples. Abstracts. 3 rd . annual meeting in conservation genetics at the natural history museum Vienna. 80 S. Trost, M. (2016): Bestandsentwicklung des Wolfs in Sachsen-Anhalt von 2008 bis 2015 – eine Zwischenbilanz. – Beiträge zur Jagd- und Wildforschung, Bd. 41. Wehrspohn, U., Schäfer, S. & Borell v. E. (2014): Schutz von weidenden Rindern und Pferden vor großen Beutegreifern (Literaturstudie). Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/2014. 2. 43 S. Wielgus, R.B. & Peebles, K.A. (2014): Effects of Wolf Mortality on Livestock Depredations. PLOS ONE | DOI:10.1371/journal.pone.0113505 December 3, 2014. Eigene Landes-Monitoringberichte: LAU – Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (2013): Wolfsmonitoring Sachsen- Anhalt. Bericht zum Monitoringjahr 2012/2013. LAU – Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (2014): Wolfsmonitoring Sachsen- Anhalt. Bericht zum Monitoringjahr 2013/2014. LAU – Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (2015): Wolfsmonitoring Sachsen- Anhalt. Bericht zum Monitoringjahr 2014/2015. LAU – Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (2016): Wolfsmonitoring Sachsen- Anhalt. Bericht zum Monitoringjahr 2015/2016. LAU/WZI – Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (2017): Wolfsmonitoring Sachsen-Anhalt. Bericht zum Monitoringjahr 2016/2017. LAU/WZI – Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (2018): Wolfsmonitoring Sachsen-Anhalt. Bericht zum Monitoringjahr 2017/2018. LAU/WZI – Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (2019): Wolfsmonitoring Sachsen-Anhalt. Bericht zum Monitoringjahr 2018/2019. LAU/WZI – Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (2020): Wolfsmonitoring Sachsen-Anhalt. Bericht zum Monitoringjahr 2019/2020. LAU/WZI – Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (2021): Wolfsmonitoring Sachsen-Anhalt. Bericht zum Monitoringjahr 2020/2021. LAU/WZI – Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (2022): Wolfsmonitoring Sachsen-Anhalt. Bericht zum Monitoringjahr 2021/2022. LAU/WZI – Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (2023): Wolfsmonitoring Sachsen-Anhalt. Bericht zum Monitoringjahr 2022/2023. LAU/WZI – Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (2024): Wolfsmonitoring Sachsen-Anhalt. Bericht zum Monitoringjahr 2023/2024. https://www.dbb-wolf.de/ https://lau.sachsen-anhalt.de/naturschutz/wolfsmanagement http://www.senckenberg.de/ http://www.izw-berlin.de/de/ https://www.hnee.de/de/Fachbereiche/Wald-und-Umwelt/Fachgebiete/Wildbiologie-Wildtiermanagement-Jagdbetriebskunde/Fachgebiet-fr-Wildbiologie-Wildtiermanagement-Jagdbetriebskunde-FWWJ-K5932.htm https://www.iucnredlist.org http://www.protectiondestroupeaux.ch/cdpnews/

Strategien zur Entwicklung von pyrophoben und klimawandelresilienten Wäldern auf Waldbrandflächen, Teilvorhaben 7: Waldstruktur, Wildtiere und Brutvögel

Das Verbundvorhaben untersucht die Auswirkungen verschiedener Managementvarianten auf die ökosystemare Entwicklung von Waldbrandflächen. Anhand von Dauerbeobachtungsflächen werden Gebiete mit Brandgeschichte analysiert und das Potenzial und die Effektivität natürlicher Regenerationsprozesse im Ökosystem erfasst, um Handlungsempfehlungen für den Umgang mit brandgeschädigten Flächen zu formulieren. Damit wird außerdem ein Grundstein für langfristige Erforschung sowie Lehre und Bildung zum Thema gelegt. Als mittelfristiges Ergebnis der Wiederbewaldung soll dabei die Entwicklung von möglichst klimawandelresilienten sowie pyrophoben Wäldern erreicht werden. Das Teilvorhaben 7 analysiert dabei mittels terrestrischem Laserscanning die Waldstrukturen lebender und stehender toter Biomasse. Durch wiederholende Aufnahmen kann die Entwicklung eines Bestandes genau dokumentiert werden. Weiterhin wird ein flächendeckendes Wildtiermonitoring mittels unbemannten Fluggeräten (UAV's) durchgeführt. Dies erlaubt eine präzise Erfassung der Wildtierbestände und ist somit von entscheidender Bedeutung für das Wildtiermanagement, die Waldneubildung und die Wildschadensprävention. Für eine umfassende Biotopkartierung ist das Brutvogelmonitoring ein bedeutender Baustein. Hierbei soll die Entwicklung und das Verhalten von Brutvögeln nach den Störereignissen analysiert werden.

1 2 3 4 5 6 7