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Arbeitsmedizinische und toxikologische Untersuchungen bei Beschaeftigten gegenueber Brandgasen und Brandrauchen

Dioxine und Furane, die bei Verbrennungsprozessen auftreten, gelten als toxische Arbeitsstoffe. Ueber Expositionen und deren Wirkungen bei Verbrennungsprodukten liegt erst wenig Wissen vor. Die Analyse der arbeitshygienischen Situation ergab fuer polychlorierte Dibenzodioxine und polychlorierte Dibenzofurane Werte, die zusaetzliche Arbeitsschutzmassnahmen notwendig machen. In Materialproben wurden hohe Konzentrationen an polybromierten Dibenzodioxinen und polybromierten Dibenzofuranen sowie gemischt halogenierten Dibenzofuranen gefunden. Erhoehte Belastungen entsprechender Stoffe im Blutfett der untersuchten Mitarbeiter waren nicht festzustellen. Eine zytogenetische Belastung wurde ebenfalls nicht festgestellt. Gesundheitliche Wirkungen waren mit arbeitsmedizinischen, internistischen und laborchemischen Methoden nicht nachweisbar. Ein gehaeuftes Auftreten von Beschwerden oder Effekte auf psychische Leistungen wurden expositionsbezogen nicht festgestellt.

Kombinationswirkungen von krebserzeugenden Metallverbindungen und Nitrosaminen

Dieses Vorhaben soll einen Beitrag zum Arbeitsschwerpunkt 'Krebsrisiken am Arbeitsplatz' im Rahmen des Programms 'Arbeit und Technik' leisten. Insbesondere sollen Kriterien zur Bewertung von Kombinationsbelastungen durch krebserzeugende Metallverbindungen und Nitrosamine in der metallbe- und verarbeitenden Industrie erarbeitet werden. Die Gruppe der krebserzeugenden Metallverbindungen hat grosse praktische Bedeutung, da sowohl Beschaeftigte bei der Metallherstellung als auch bei der Weiterbe- und verarbeitung (Schweissen, Schleifen, Loeten) Metallstaeuben ausgesetzt sind. Fast alle N-Nitrosoverbindungen haben sich im Tierversuch als starke Carcinogene erwiesen und wurden dementsprechend in die Gruppe IIIA2 der MAK-Wert-Liste und als sehr stark gefaehrdende krebserzeugende Stoffe lt. Gefahrstoffverordnung eingestuft. Obwohl diese Substanzen selbst nicht als Ausgangsstoffe in Arbeitsprozessen eingesetzt werden, ist das Auftreten einiger dieser Verbindungen in der Umwelt und am Arbeitsplatz unvermeidbar. Loesungsweg: Arbeitsplatzrelevante Kombinationen von krebserzeugenden Metallverbindungen und Nitrosaminen sollen auf ihr genotoxisches Potential in Saeugetierzellen untersucht werden. Geplant ist die Untersuchung der Wirkungen von Blei-, Cadmium-, Chrom-, Cobalt- und Nickelverbindungen auf die Induktion von genetischen Schaeden durch Nitrosamine und deren Reparatur. Die fuer dieses Vorhaben benoetigten Methoden sollen in Form einer zuverlaessig einsetzbaren Testbatterie entwickelt und zur Untersuchung der gestellten Fragen eingesetzt werden. Dazu gehoeren chromatographische Analysen der Basenveraenderungen in der DNA, Erfassung der induzierten Strangbrueche in DNA, Cytotoxizitaet, Induktion von Schwester-Chromatid-Austauschen und von Mutationen in Saeugetierzellkulturen. Die Ergebnisse sollen im Hinblick auf Krebsrisiken durch kombinierte Belastungen mit krebserzeugenden Metallen und Nitrosaminen am Arbeitsplatz bewertet werden.

Umweltchemikalien und Biomembranen: Beeinflussbarkeit von Carrier-Systemen unter Schadstoffeinwirkung

Stoerungen des Zellstoffwechsels und der Zellteilung setzen die Permeabilitaet von Zellmembranen gegen den jeweiligen Schadstoff voraus: Der Transport ueber Carrier-Systeme durch die Biomembranen ist ein moeglicher Weg. Eine Beurteilung dieser wesentlichen biologischen Prozesse kann eine fruehzeitige Erkennung umweltgefaehrdender Stoffe (hier: gegen Lebewesen) ermoeglichen. Entsprechende Untersuchungsverfahren sind zu standardisieren und mit ausgewaehlten Umweltchemikalien zu evaluieren. Das Vorhaben dient der Fortschreibung der Vorschriften ueber das Testen umweltgefaehrlicher Stoffe (Paragraph 10 Abs 1 ChemG).

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