Die angepasste Bewirtschaftung auf Grünland in der AUKM-Förderkulisse „Naturschutzorientierte Grünlandbewirtschaftung mit Verzicht auf jegliche Düngung (Beweidung erlaubt) oder Nutzungspause“ (NatGDue) zielt auf den Schutz folgender Gebiete: FFH-und Naturschutzgebiete, wertvolle Grünlandbiotope wie Moorbiotope, Feuchtwiesen, Feuchtweiden, wechselfeuchtes Auengrünland, Binnensalzstellen, artenreiche Frischwiesen, Trockenrasen, feuchte Grünlandbrachen, artenreiche frische Grünlandbrachen, trockene Grünlandbrachen mit FFH-relevanten Trockenrasenarten, wiedervernässte Grünlandbrachen sowie FFH-Lebensraumtypen (LRT) 1340, 5130, 6120, 6210 (6212, 6214), 6230, 6240, 6410, 6440, 6510, 7140, 7150, 7210 und 7230 und deren Entwicklungsflächen, Flächen zum Wiesenbrüter, Insekten- und Amphibienschutz
Die angepasste Bewirtschaftung auf Grünland in der AUKM-Förderkulisse „Naturschutzorientierte Grünlandbewirtschaftung durch spezielle Mahdverfahren oder Beweidung mit Schafen/ Ziegen“ (NatGlMad) zielt auf den Schutz folgender Gebiete: FFH-, SPA- und Naturschutzgebiete, wertvolle Grünlandbiotope wie Moorbiotope, Feuchtwiesen, Feuchtweiden, wechselfeuchtes Auengrünland, Binnensalzstellen, artenreiche Frischwiesen, Trockenrasen, feuchte Grünlandbrachen, artenreiche frische Grünlandbrachen, trockene Grünlandbrachen mit FFH-relevanten Trockenrasenarten, wiedervernässte Grünlandbrachen sowie FFH-Lebensraumtypen (LRT) 1340, 5130, 6120, 6210 (6212, 6214), 6230, 6240, 6410, 6440, 6510, 7140, 7150, 7210 und 7230 und deren Entwicklungsflächen, Flächen zum Wiesenbrüter, Insekten- und Amphibienschutz
Nachhaltige Moorentwicklung ist das Ziel des Projekts „RePeat“, hierfür sollen drei Moore in der Region Hannover bis 2035 wiedervernässt werden. Konkret geht es um das Altwarmbüchener Moor, das Rehburger Moor und das Trunnenmoor mit insgesamt 1840 Hektar. Das Ziel ist die Wiederherstellung naturnaher Wasserstände in den drei Mooren in Neustadt am Rübenberge, Burgdorf, Burgwedel, Lehrte, Sehnde, Hannover und Isernhagen. Aufgrund ihrer starken Gefährdung und der großen ökologischen Bedeutung stehen Moore unter dem Schutz der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU und sind Bestandteile des europäischen Netzwerkes „Natura 2000“. Sie haben das Potenzial, sich wieder zu lebenden Mooren mit wachsenden Torfmoosen zu entwickeln. Wachsende, intakte Moore tragen als natürlicher CO2-Speicher ganz erheblich zum Klimaschutz bei. Zum Auftakt luden die Projektpartner, das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz (MU), der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und die Region Hannover zu einer Auftaktveranstaltung ins Haus der Region ein. Nachhaltige Moorentwicklung ist das Ziel des Projekts „RePeat“, hierfür sollen drei Moore in der Region Hannover bis 2035 wiedervernässt werden. Konkret geht es um das Altwarmbüchener Moor, das Rehburger Moor und das Trunnenmoor mit insgesamt 1840 Hektar. Das Ziel ist die Wiederherstellung naturnaher Wasserstände in den drei Mooren in Neustadt am Rübenberge, Burgdorf, Burgwedel, Lehrte, Sehnde, Hannover und Isernhagen. Aufgrund ihrer starken Gefährdung und der großen ökologischen Bedeutung stehen Moore unter dem Schutz der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU und sind Bestandteile des europäischen Netzwerkes „Natura 2000“. Sie haben das Potenzial, sich wieder zu lebenden Mooren mit wachsenden Torfmoosen zu entwickeln. Wachsende, intakte Moore tragen als natürlicher CO2-Speicher ganz erheblich zum Klimaschutz bei. Zum Auftakt luden die Projektpartner, das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz (MU), der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und die Region Hannover zu einer Auftaktveranstaltung ins Haus der Region ein. Umweltminister Christian Meyer: „Intakte Moore sind Superhelden. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zum Naturschutz, zum Wasserrückhalt und sind die natürlichen Klimaschützer Nr. 1, da sie enorme Mengen Kohlenstoff speichern können“, betont der Umweltminister. „Als moorreichstes Bundesland sehen wir unsere Aufgabe darin, unsere verbliebenen Moore zu schützen und in Teilen wiederherzustellen. Mit 34 Millionen Euro haben wir die Möglichkeit, uns aktiv für die Erhaltung und Entwicklung dreier der bedeutendsten verbliebenen Moorflächen in Niedersachsen einzusetzen und die Natur ein Stück weit wiederherzustellen. Auch zum Erreichen der Klimaziele trägt das Großprojekt bei“, führt Minister Meyer aus. Der aktuelle Zustand der genannten Moore ist unzureichend und soll daher durch ein nachhaltiges Wassermanagement und Flächenkonzept verbessert werden. Möglich macht das eine EU-Umweltförderung aus dem Förderprogramm LIFE in Höhe von zehn Millionen Euro sowie die umfangreiche finanzielle Beteiligung der Projektträger selbst. Jeweils zwölf Millionen Euro steuern das Land Niedersachsen und die Region Hannover zu dem Projekt bei. Jens Palandt, Umwelt- und Klimadezernent der Region Hannover: „Als Region Hannover haben wir uns ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Wir wollen möglichst bis 2035 klimaneutral werden. Dafür müssen wir nicht nur die Energiewende hinbekommen, sondern auch die massiven Treibhausgas-Emissionen aus den Mooren reduzieren. Gleichzeitig leisten wir mit dem Renaturierungsprojekt einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer natürlichen Lebensräume. Projekt RePeat ist ein Meilenstein für den Klima- und Artenschutz in der Region.“ Der Name des Projekts „RePeat“ steht für „Restauration of Peatlands in the Hannover Region“ und verweist zudem auf das erfolgreiche Vorgängerprojekt zur Moorrenaturierung LIFE+ „Hannoversche Moorgeest“. Anknüpfend an die langjährigen Erfahrungen ist das Hauptziel, auch im neuen Projekt die Wiederherstellung naturnaher Moorwasserstände in den FFH-Gebieten Altwarmbüchener Moor, Rehburger Moor und Trunnenmoor. Ziel ist es, die selten gewordenen Moorlebensräume sowie Arten zu erhalten und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Moorentwicklung zu schaffen. Um das Wasser in den Moorflächen zurück zu halten, sind Gehölzarbeiten und Erdbau erforderlich. Außerhalb der FFH-Gebiete werden Maßnahmen zum Schutz gefährdeter Amphibien umgesetzt. „Die Kolleginnen und Kollegen aus den Geschäftsbereichen Naturschutz und Planung und Bau des NLWKN arbeiten seit vielen Jahren Hand in Hand. Insbesondere vor dem Hintergrund der Wiedervernässung von Mooren wird deutlich, dass Naturschutz und Wasserbau eng ineinandergreifen“, stellt Anne Rickmeyer, Direktorin des NLWKN, klar. Zunächst allerdings steht für die Projektpartner und insbesondere für den NLWKN die umfassende Grundlagenermittlung an. Erst dann können tiefgreifende Ingenieurplanungen und anschließend die Umsetzung vorgenommen werden. Eine Botschaft ist den Projektplanern bei Land und Region bei der Auftaktveranstaltung im Haus der Region besonders wichtig: Bewirtschaftern und privaten Anliegern sollen durch die Wiedervernässung keine Nachteile entstehen. Den Projektpartnern ist die Beteiligung der Öffentlichkeit ein besonderes Anliegen. Bereits vor dem offiziellen Projektstart habe man deshalb den engen Austausch zu Eigentümern, Bewirtschaftern und lokalen Akteuren gesucht. In verschiedenen Gremien besteht die Möglichkeit, örtliche Belange aller Art einzubringen. Im Rahmen der geplanten Flurbereinigungsverfahren werden alle Flächeneigentümerinnen und -eigentümer individuell kontaktiert und beteiligt. Ziel ist es, für möglichst viele Flächen Kauf-, Tausch- oder Gestattungsverträge abzuschließen, um anschließend möglichst große, zusammenhängende Gebiete renaturieren zu können. „Die Wiederherstellung der drei Moore im LIFE-Projekt "RePeat" stellt eine anspruchsvolle Aufgabe dar, die nur gemeinsam mit allen Beteiligten und bei ausreichender Flächenverfügbarkeit gelingen kann. Unser Amt hat dabei die Federführung für die Flurbereinigungsverfahren in diesen sensiblen Landschaften übernommen. Flurbereinigung heute bedeutet für uns, dass Transparenz, Beteiligung und Akzeptanz hierbei einen hohen Stellenwert erhalten. Mit dem LIFE-Projekt "RePeat" setzen wir uns gezielt dafür ein, den Moorschutz und die regionale Entwicklung in Einklang zu bringen – stets im engen Dialog mit den Menschen vor Ort“, erklärt Ottmar von Holtz, Landesbeauftragter für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, bei der Auftaktveranstaltung am 14. Januar im Haus der Regionen. Rund 400.000 ha der niedersächsischen Landesfläche sind von Moorböden geprägt. Niedersachsen beheimatet damit rund 38 Prozent der bundesweiten Moorflächen und ist das moorreichste Bundesland Deutschlands (MoorIs). Sie haben jedoch fast alle durch Entwässerung, Abtorfung und Kultivierung ihren ursprünglichen Charakter verloren. Das Projektgebiet umfasst das Altwarmbüchener Moor, das Rehburger Moor und das Trunnenmoor mit insgesamt 1.840 ha. Das Ziel ist die Wiederherstellung naturnaher Wasserstände in den drei Mooren. Aufgrund ihrer starken Gefährdung und der großen ökologischen Bedeutung stehen sie unter dem Schutz der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU und sind Bestandteile des europäischen Netzwerkes „Natura 2000“. Sie haben das Potenzial, sich wieder zu lebenden Mooren mit wachsenden Torfmoosen zu entwickeln. Das Naturschutzprojekt dient aber auch dem Klimaschutz. Für die drei FFH-Gebiete liegen bereits Managementpläne aus dem Jahr 2021 vor (siehe Altwarmbüchener Moor, Rehburger Moor, Trunnenmoor). Darin sind nicht nur verbindliche Erhaltungs- und Entwicklungsziele für jedes Gebiet formuliert, sondern auch erste Maßnahmenvorschläge zur Erreichung der Ziele. Für die konkrete Planung der Moorrenaturierung bedürfen die Managementpläne allerdings einer Verfeinerung und vor allem einer Abstimmung auf lokale Interessen und Zwangspunkte. Offizieller Projektstart war der 01.01.2026. Weitere Informationen zum LIFE-Projekt „RePeat“ liefert die Projektwebsite des NLWKN LIFE-Projekt „RePeat“ | Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz Begleitende Bilder und Bilder der Veranstaltung sind hier zu finden: Öffentliche Freigabe - Nextcloud - hannIT Share - Region Hannover
Klimaschutzministerin Katrin Eder informiert sich über Umsetzungsstand von Amphibienschutzprojekt in Worms – Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz unterstützt Projekt mit rund 500.000 Euro aus Ersatzzahlungen. „Amphibien sind faszinierende Lebewesen und besonders bedroht. Allein bei der jährlichen Wanderung zu ihren Laichgebieten sterben tausende der streng geschützten Tiere. Des Weiteren verschwinden viele Kleingewässer durch Trockenlegung, zunehmende Trockenphasen durch den Klimawandel oder Asphaltierung. Aber Amphibien sind wichtig für das Ökosystem. Mithilfe der SNU wurden acht neue Tümpel geschaffen. Projekte wie dieses der Stadt Worms sorgen dafür, dass Amphibien wieder mehr Lebensraum zur Verfügung steht“, sagte Umwelt- und Klimaschutzministerin Katrin Eder in Worms, wo sie sich gemeinsam mit der Wormser Bürgermeisterin Stefanie Lohr über den Umsetzungsstand des Amphibienschutzprojektes in Worms informierte. Mit ihrem Schutzkonzept will die Stadt den Bestand vom Aussterben bedrohter, streng geschützter Arten wie Moorfrosch, Laubfrosch, Kammmolch, Knoblauch-, Kreuz- und Wechselkröte sowie Erdkröte, Teichmolch und Grasfrosch sichern und ihren Lebensraum verbessern. Das rund 500.000 Euro umfassende Naturschutzvorhaben wird aus Ersatzzahlungen der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung finanziert. Ersatzzahlungen werden erhoben, wenn Eingriffe in Natur und Landschaft – etwa durch Bauvorhaben oder Infrastrukturmaßnahmen – nicht vollständig ausgeglichen oder ersetzt werden können. Die Zahlungen fließen zweckgebunden in konkrete Naturschutzprojekte und ermöglichen so wirksame Maßnahmen direkt vor Ort. In Worms sind die Amphibien auf isolierte Restauenfragmente angewiesen, da das Stadtgebiet bis an das Rheinufer reicht. Für die Verbesserung dieses Lebensraums ist die Neuschaffung von geeigneten Laichgewässern wichtig. Zu diesem Zweck hat die Stadtverwaltung Worms im Stadtgebiet acht Amphibientümpel neu angelegt. Die Lage, Größe und Tiefe der im Projekt angelegten Tümpel wurde mit einem Amphibienspezialisten abgestimmt, um die bestmöglichen Bedingungen für den Amphibienschutz auch zu gewährleisten. Die Amphibientümpel wurden morphologisch strukturreich entwickelt, zum Beispiel mit Flach- und Steiluferbereichen, um durch variable Bedingungen und Diversität ein Maximum an Habitatpotenzialen zu schaffen. Die Erdarbeiten an den acht realisierten Tümpeln stehen kurz vor Abschluss. Zur Vorbereitung von Einsaaten werden im kommenden Frühjahr noch notwendige Bodenarbeiten sowie gegebenenfalls erforderliche Nacharbeiten durchgeführt. Nach ihrer Fertigstellung werden die Tümpel in den nächsten 13 Jahren im Projekt weiterentwickelt und gepflegt sowie von einem kontinuierlichen Monitoring begleitet. Hierzu werden unter anderem Laichballen-Kontrollen durchgeführt. Insbesondere die Veränderung von deren Anzahl lässt Rückschlüsse auf Populationsveränderungen zu. Das Amphibienschutzkonzept beinhaltet eine auf das Stadtgebiet bezogene Zusammenstellung der Bestandssituation von Amphibien und einen umsetzungsorientierten Maßnahmenkatalog für deren nachhaltigen Schutz. Mit der Grundlagenplanung des Projektes wurde im Jahr 2019 begonnen. Die Gesamtprojektlaufzeit endet im Jahr 2038.
Klimaschutzministerin Katrin Eder informierte sich über Umsetzungsstand von Amphibienschutzprojekt in Worms – Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (SNU) unterstützt Projekt mit rund 500.000 Euro aus Ersatzzahlungen „Amphibien sind faszinierende Lebewesen und besonders bedroht. Allein bei der jährlichen Wanderung zu ihren Laichgebieten sterben tausende der streng geschützten Tiere. Des Weiteren verschwinden viele Kleingewässer durch Trockenlegung, zunehmende Trockenphasen durch den Klimawandel oder Asphaltierung. Aber Amphibien sind wichtig für das Ökosystem. Mithilfe der SNU wurden acht neue Tümpel geschaffen. Projekte wie dieses der Stadt Worms sorgen dafür, dass Amphibien wieder mehr Lebensraum zur Verfügung steht“, sagte Umwelt- und Klimaschutzministerin Katrin Eder in Worms, wo sie sich gemeinsam mit der Wormser Bürgermeisterin Stephanie Lohr über den Umsetzungsstand des Amphibienschutzprojektes in Worms informierte. Mit ihrem Schutzkonzept will die Stadt den Bestand vom Aussterben bedrohter, streng geschützter Arten wie Moorfrosch, Laubfrosch, Kammmolch, Knoblauch-, Kreuz- und Wechselkröte sowie Erdkröte, Teichmolch und Grasfrosch sichern und ihren Lebensraum verbessern. Das rund 500.000 Euro umfassende Naturschutzvorhaben wird aus Ersatzzahlungen der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung finanziert. Ersatzzahlungen werden erhoben, wenn Eingriffe in Natur und Landschaft – etwa durch Bauvorhaben oder Infrastrukturmaßnahmen – nicht vollständig ausgeglichen oder ersetzt werden können. Die Zahlungen fließen zweckgebunden in konkrete Naturschutzprojekte und ermöglichen so wirksame Maßnahmen direkt vor Ort. In Worms sind die Amphibien auf isolierte Restauenfragmente angewiesen, da das Stadtgebiet bis an das Rheinufer reicht. Für die Verbesserung dieses Lebensraums ist die Neuschaffung von geeigneten Laichgewässern wichtig. Zu diesem Zweck hat die Stadtverwaltung Worms im Stadtgebiet acht Amphibientümpel neu angelegt. Die Lage, Größe und Tiefe der im Projekt angelegten Tümpel wurde mit einem Amphibienspezialisten abgestimmt, um die bestmöglichen Bedingungen für den Amphibienschutz auch zu gewährleisten. Die Amphibientümpel wurden morphologisch strukturreich entwickelt, zum Beispiel mit Flach- und Steiluferbereichen, um durch variable Bedingungen und Diversität ein Maximum an Habitatpotenzialen zu schaffen. Die Erdarbeiten an den acht realisierten Tümpeln stehen kurz vor Abschluss. Zur Vorbereitung von Einsaaten werden im kommenden Frühjahr noch notwendige Bodenarbeiten sowie gegebenenfalls erforderliche Nacharbeiten durchgeführt. Nach ihrer Fertigstellung werden die Tümpel in den nächsten 13 Jahren im Projekt weiterentwickelt und gepflegt sowie von einem kontinuierlichen Monitoring begleitet. Hierzu werden unter anderem Laichballen-Kontrollen durchgeführt. Insbesondere die Veränderung von deren Anzahl lässt Rückschlüsse auf Populationsveränderungen zu. Das Amphibienschutzkonzept beinhaltet eine auf das Stadtgebiet bezogene Zusammenstellung der Bestandssituation von Amphibien und einen umsetzungsorientierten Maßnahmenkatalog für deren nachhaltigen Schutz. Mit der Grundlagenplanung des Projektes wurde im Jahr 2019 begonnen. Die Gesamtprojektlaufzeit endet im Jahr 2038.
Die Firma EnBW Windkraftprojekte GmbH, Schelmenwasenstraße 15 in 70567 Stuttgart beantragt die Genehmigung nach § 16 Absatz 4 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG), auf dem Grundstück in 15518 Steinhöfel in der Gemarkung Heinersdorf, Flur 4, Flurstück 172 drei Windkraftanlagen wesentlich zu ändern (Az.: G10324). Das Vorhaben umfasst im Wesentlichen die Änderung von Nebenbestimmungen zum Natur- und Artenschutz. Die Nebenbestimmungen zur Mastfußgestaltung sollen gestrichen werden. Außerdem soll zum Amphibienschutz ein generelles Nachtbauverbot aufgehoben werden. Es handelt sich um eine Anlage der Nummer 1.6.2 V des Anhangs 1 der Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen (4. BImSchV) sowie um die Änderung eines Vorhabens nach Nummer 1.6.3 S der Anlage 1 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG). Nach § 9 Absatz 2 Satz 1 Nummer 2 UVPG war für das beantragte Vorhaben eine standortbezogene Vorprüfung durchzuführen. Die Feststellung erfolgte nach Beginn des Genehmigungsverfahrens auf der Grundlage der vom Vorhabensträger vorgelegten Unterlagen sowie eigener Informationen. Im Ergebnis dieser Vorprüfung wurde festgestellt, dass für das oben genannte Vorhaben keine UVP-Pflicht besteht.
Zusammenfassung: Aktuell kommen in Berlin zwölf Amphibienarten vor, von denen eine nicht autochthon ist und in der Roten Liste nicht bewertet wird (Bergmolch Ichthyosaura alpestris ). Die autochthonen Populationen von zwei weiteren Arten sind ausgestorben. Die verwendete Einstufungsmethodik folgt den entsprechenden Vorgaben des Bundesamtes für Naturschutz. Zehn der 13 bewerteten Arten stehen in einer der Gefährdungskategorien der Roten Liste. Nahezu alle zeigen Rückgänge im kurzfristigen und langfristigen Bestandstrend. Zwei Arten (Rotbauchunke Bombina bombina und Kreuzkröte Epidalea calamita ) wurden als “vom Aussterben bedroht” eingestuft. Im Vergleich zur vorhergehenden Roten Liste haben sieben Arten ihre Einstufung beibehalten, während bei vier Arten eine Heraufstufung erfolgte. Eine Art (Knoblauchkröte Pelobates fuscus ) wurde herabgestuft, aber diese Einstufung bildet nicht die realen Trends in der Bestandsentwicklung ab, sondern ist der veränderten Bewertungsmethodik geschuldet. Trotz lokaler Erfolge im Amphibienschutz gehört diese Wirbeltierklasse in Berlin weiterhin zu den im hohen Maße bedrohten Tiergruppen.
Im Jahr 2011 startete das Förderprogramm zum Schutz unserer heimischen Amphibien. Seit 2016 können auch Maßnahmen zum Reptilienschutz gefördert werden. Durch diese finanzielle Unterstützung konnten bislang 159 Schutzprojekte in Baden-Württemberg umgesetzt werden – ein Verdienst, den vor allem eine Vielzahl von Antragstellern geleistet hat. An diesen Erfolg soll 2025 angeknüpft werden. Bis zum 15. Mai können wieder Projektanträge bei der LUBW eingereicht werden. Ein Fachgremium für Amphibien und Reptilien sowie Vertretende des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, der Regierungspräsidien und der LUBW bewerten die eingereichten Projektideen und stellen so die Sinnhaftigkeit und Nachhaltigkeit der geförderten Projekte sicher. Die Empfehlungen der Fachjury nimmt die EnBW auf und wickelt die Förderungen mit den Antragstellern ab, die dann ihre Maßnahmen beginnen können. Zu beachten ist, dass förderfähigen Projekte im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2025 umgesetzt werden müssen. Haben Sie eine passende Projektidee? Dann machen Sie mit und helfen so, die Lebensbedingungen der sensiblen Tiere in Baden-Württemberg weiter zu verbessern. Mehr zum Thema: Bild zeigt: Saniertes Gewässer für den Laubfrosch. Im Vordergrund stehen blühende Rohkolben – beliebte Ansitze der grünen Amphibien. Quelle: LUBW/P.Groß
Nun ist es wieder so weit: Wenn die nächtlichen Temperaturen steigen, starten Erdkröte, Grasfrosch, Molch und Co. wieder ihre jährliche Reise. Auf dem Weg zu den Laichgewässern legen die heimischen Amphibien teils mehrere Kilometer zurück und queren dabei auch vielbefahrene Straßen. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord appelliert daher an Verkehrsteilnehmende, in den kommenden Wochen Rücksicht auf wandernde Amphibien zu nehmen. Wann genau die Amphibien zu den Laichplätzen aufbrechen, hängt von der Außentemperatur und der Luftfeuchtigkeit ab. Sobald die nächtlichen Temperaturen mehrere Tage infolge auf fünf bis zehn Grad Celsius klettern, machen sich frühlaichende Arten, wie zum Beispiel der Grasfrosch oder die Erdkröte, auf den Weg. Neben dem Risiko von Fahrzeugreifen erfasst zu werden, kann auch das bloße Hinwegfahren über Amphibien weitreichende Folgen haben. Denn ab Geschwindigkeiten von 30 Kilometern pro Stunde entsteht unter Autos ein Unterdruck, der zu schweren inneren Verletzungen bei den Tieren führen kann. Tunnel als Querungshilfe Die SGD Nord bittet daher in ihrer Funktion als Obere Naturschutzbehörde in den kommenden Wochen um besondere Vorsicht. Zu den betroffenen Straßen zählt beispielsweise die L 309 zwischen Vallendar und Hillscheid. Wer die Hinweisschilder beachtet, die Geschwindigkeit reduziert oder auf weniger betroffene Straßen ausweicht, leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz der heimischen Amphibien. An einigen Straßen, wie etwa der L 113 zwischen dem Kloster und dem Campingplatz am Laacher See, wurden besondere Vorkehrungen getroffen: Unterirdische Tunnel, sogenannte Amphibien-Leitsysteme, ermöglichen den Tieren eine sichere Reise zu ihren Laichplätzen. Schutzprojekte Viele heimische Amphibienarten sind stark gefährdet. Deshalb setzt sich die SGD Nord aktiv für ihren Schutz ein. Neben der Förderung des ehrenamtlichen Amphibienschutzes werden auch im Zuge von Artenschutzprojekten zahlreiche Maßnahmen zum Schutz von Grasfrosch, Erdkröte und Co. ergriffen.
Kurzinformation des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages. 2 Seiten. Auszug der ersten drei Seiten: Wissenschaftliche Dienste Kurzinformation Zur Verbreitung des Kalikokrebses in Deutschland Der wissenschaftliche Name des Kalikokrebses lautet seit kurzem Faxonius immunis. Aller- dings findet man in einigen Arbeiten noch die alte Bezeichnung Orconectes immunis. Zur Verbreitung des Kalikokrebses in Deutschland Der Kalikokrebs (Faxonius immunis) kommt innerhalb Deutschlands in Baden-Württemberg (entlang des Oberrheintals von Kehl bis Mannheim) vor. „Dort kommt er neben dem Haupt- strom und dessen Aue auch in den meisten Zuflüssen und Gräben vor. Durch Überlandwande- rung besiedelt er zunehmend Kleingewässer zum Amphibien- und Libellenschutz, die nicht direkt mit dem Gewässernetz verbunden sind. Außerdem gibt es einzelne Vorkommen der Art im Schwarzwald, die auf Besatz zurückzuführen sind. Linksrheinisch ist die Art derzeit von Beinheim (Frankreich) bis Speyer verbreitet, in der Pfalz dringt sie zunehmend in Seitenbäche vor.“ Neuerdings wurde auch von ersten Vorkommen in Hessen berichtet (Höhe von Wiesba- den; besiedelt dort die Auen). „Weiter nördlich, im felsig-steinigen Mittelrhein kann die Art sich nur schlecht halten, eine Drift einzelner Tiere bis zum Niederrhein ist aber nicht auszu- schließen.“ 1 Zu Problemen der Verbreitung des Kalikokrebses „Der Kalikokrebs verfügt über die Fähigkeit, sich schnell zu entwickeln. Krebse, die Anfang April aus dem Ei schlüpfen, erreichen in Kleingewässern bereits im ersten Jahr die Ge- schlechtsreife. Die Krebsart besitzt mit bis zu 495 Eiern pro Weibchen (Chucholl, 2012) ein ho- hes Reproduktionspotential. Sie verfügt außerdem über die Fähigkeit, Wohnröhren in lehmi- gen oder schlammigen Untergrund anzulegen und kann so mehrere Monate Trockenheit über- dauern. Durch Überlandwanderung besiedelt die Art Gewässer, die nicht direkt mit dem Fließ- gewässernetz verbunden sind. Dies tut sie am Oberrhein das ganze Jahr (Herrmann et al, 2018). Hat sie ein solches isoliertes Kleingewässer erreicht, bildet die Art sehr hohe Dichten aus. [… ] 1 Informationen der Projektgruppe „Management des invasiven Kalikokrebses zum Schutz von Amphibien und Libellen in Kleingewässern“: Alexander Herrmann; Pädagogische Hochschule Karlsruhe vom 8. August 2018. WD 8 - 3000 - 083/18 (10. August 2018) © 2018 Deutscher Bundestag Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages unterstützen die Mitglieder des Deutschen Bundestages bei ihrer mandatsbezogenen Tätigkeit. Ihre Arbeiten geben nicht die Auffassung des Deutschen Bundestages, eines seiner Organe oder der Bundestagsverwaltung wieder. Vielmehr liegen sie in der fachlichen Verantwortung der Ver- fasserinnen und Verfasser sowie der Fachbereichsleitung. Arbeiten der Wissenschaftlichen Dienste geben nur den zum Zeitpunkt der Erstellung des Textes aktuellen Stand wieder und stellen eine individuelle Auftragsarbeit für einen Abgeordneten des Bundestages dar. Die Arbeiten können der Geheimschutzordnung des Bundestages unter- liegende, geschützte oder andere nicht zur Veröffentlichung geeignete Informationen enthalten. Eine beabsichtigte Weitergabe oder Veröffentlichung ist vorab dem jeweiligen Fachbereich anzuzeigen und nur mit Angabe der Quelle zulässig. Der Fachbereich berät über die dabei zu berücksichtigenden Fragen.[.. next page ..]Wissenschaftliche Dienste Kurzinformation Seite 2 Zur Verbreitung des Kalikokrebses in Deutschland Besondere Probleme bereitet der Kalikokrebs in Kleingewässern (s. hierzu Artikel von Martens 2016), er ist eine massive Bedrohung für schützenswerte Amphibien und Libellen.“ 2 Im Institut für Biologie und Schulgartenentwicklung der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe arbeitet Prof. Dr. Andreas Martens in einer Forschungsprojektgruppe „Management des invasi- ven Kalikokrebses zum Schutz von Amphibien und Libellen in Kleingewässern“ an Proble- men, die durch die Ausbreitung des Krebses sich ergeben. Die Gruppe beschäftigt sich insbe- sondere mit der Überlandwanderung, konkreten Auswirkungen auf die Fauna und ersten Ma- nagementansätzen der Art. Literaturhinweise: Chucholl C. 2012. Understanding invasion success: life-history traits and feeding habits of the alien crayfish Orconectes immunis (Decapoda, Astacida, Cambaridae). Knowledge and Man- agement of Aquatic Ecosystems 404: 04. Gelmar C, Pätzold F, Grabow K, Martens A. 2006. Der Kalikokrebs Orconectes immunis am nördlichen Oberrhein: ein neuer amerikanischer Flusskrebs breitet sich schnell in Mitteleu- ropa aus. Lauterbornia 56, 15-25. Herrmann A, Schnabler A, Martens A. 2018. Phenology of overland dispersal in the invasive crayfish Faxonius immunis (Hagen) at the Upper Rhine River area. Knowledge and Manage- ment of Aquatic Ecosystems 419, 30. Herrmann, A., Stephan, A., Keller, M., Martens, A. 2017. Zusammenbruch der Makro- zoobenthos-Diversität eines Kleingewässers nach der Invasion durch den Kalikokrebs Orconec- tes immunis: eine Fallstudie. Ergebnisse der Jahrestagung der der Deutschen Gesellschaft für Limnologie 2017. 160-166. Martens A. 2016. Der Kalikokrebs: eine wachsende Bedrohung für Amphibien und Libellen am Oberrhein. Naturschutzinfo 2016: 24-26. *** 2 Ebd. Fachbereich WD 8 (Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit, Bildung und Forschung)
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