Die wissenschaftliche Begleitung des Regionalen Dialogforums zum Flughafen Frankfurt/Main umfasst die inhaltliche Unterstützung und Zuarbeit des laufenden Dialogprozesses, der parallel zum formellen Genehmigungsverfahren von der Hessischen Landesregierung initiiert wurde. Durch die Präsenz in den Sitzungen kann bei Bedarf auf das vorhandene fachliche Know-how zurückgegriffen werden. Ein weiterer wichtiger Arbeitskomplex besteht in der Vorbereitung, Koordination und Nachbereitung von Gutachten, die vom RDF an Dritte vergeben werden. Weiterhin gehört u. a. die Vor- und Nachbereitung von Hearings oder Workshops zum Arbeitsprogramm. Außerdem werden z. B. Vorschläge für inhaltlich sinnvolle Vorgehensweisen der zu bearbeitenden Themen erstellt. Des Weiteren werden auch schriftliche Zusammenfassungen erstellt, die ein abgeschlossenes Themenfeld übersichtlich und transparent darstellen.
Koordination ist wesentliche Aufgabe der Raumplanung. Dazu werden in der Raumplanung unilaterale (z.B. Abwägen), bilaterale (z.B. Integration von Fachplänen) und multilaterale Koordinationssysteme (z.B. öffentliche Anhörungen) verwendet. Koordination ist ein Vorgang mit ungewissem Ausgang. Zudem wird die fachlich 'richtige' Koordinationslösung durch institutionelle und politische Restriktionen verändert. Schließlich wird die der Vielfalt der Belange der Raumplanung angemessene 'multilaterale Koordination' ('Positiv-Koordination', 'Planung als Prozess') in der Praxis eher in Richtung der bilateral-technischen Koordination reduziert. Untersucht werden soll, wie die Praxis mit informatorischer Unsicherheit und Komplexität der Wertungsprozesse umgeht, welche Folgen die beobachtbare 'Flucht der Planer aus den formalen Verfahren' für die Steuerungskraft der Planung hat und wieweit institutionelle Restriktionen eine multilaterale Koordination in bilaterale Koordination verändert. Methodisch sollen Erkenntnisse über Literaturauswertung, neun Fallstudien sowie über zwei Expertenworkshops gewonnen werden.
A) Problemstellung: Artikel 14 der EG-Wasserrahmenrichtlinie fordert eine Information und Anhörung der Öffentlichkeit bei der Erstellung der Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme für gesamte Flussgebietseinheiten. Insbesondere bei großen Flussgebietseinheiten erfordert dies eine gezielte Beteiligung unterschiedlicher Zielgruppen auf lokaler, regionaler (Bearbeitungsgebiet, Koordinationsräume) und überregionaler (gesamte Flussgebietseinheit) Ebene. Zur Planung der Maßnahmen für die Information und Anhörung der Öffentlichkeit sind die verschiedenen Zielgruppen auf den jeweiligen Ebenen zu identifizieren und hinsichtlich ihrer Betroffenheit, ihrer Interessenlage sowie ihrer Expertise zu analysieren. Dabei sind insbesondere bereits vorliegende Erfahrungen und Vorbereitungen aus den Bundesländern und anderen EG-Mitgliedsstaaten zu berücksichtigen. B) Handlungsbedarf (BMU/UBA); ggf. auch BfS, BfN oder UBA): Die meisten der Flussgebietseinheiten in Deutschland überschreiten Ländergrenzen oder sind überwiegend auch Teil internationaler Flussgebietseinheiten. Es besteht ein deutlicher Bedarf an einem abgestimmten Vorgehen zumindest innerhalb der Flussgebietseinheiten. Dies beginnt bereits bei der Identifizierung der Zielgruppen. Für eine koordinierte Planung der Maßnahmen zur Information und Anhörung ist weiterhin eine vergleichbare Informationsbasis bezüglich der Charakteristika der verschiedenen Zielgruppen in den Teilgebieten der Flussgebietseinheiten anzustreben. C) Ziel des Vorhabens ist die Erarbeitung einer strukturierten Methodik für die Identifizierung und Analyse der Zielgruppen für die Information und Anhörung der Öffentlichkeit gemäß Artikel 14 der EG-Wasserrahmenrichtlinie sowie eine pilothafte Anwendung in einem noch auszuwählenden Flusseinzugsgebiet.
Gesamtziel des Vorhabens ist die partizipative und effiziente Gestaltung des 'Alternativenvergleichs' als innovative Methodik zur transparenten, konfliktmindernden und rechtssicheren Prüfung der Trassenkorridore im Rahmen der Planung von Stromtrassen nach dem NABEG. Die Ziele sind insbesondere: 1) Konzeptualisierung und Überprüfung verbesserter Möglichkeiten zum Einbezug der Öffentlichkeit und der Umweltvereinigungen, 2) Konkretes Wissen über Wirkung und Zeitbedarf der derzeitigen formalen Ansätze und Anpassungsbedarf, 3) Evidenzbasierte Konzeption innovativer informeller Ansätze, 4) Beschleunigungswirkung durch Anwendung verbesserter Möglichkeiten. Neben der Entwicklung neuer Möglichkeiten bei der Anhörung und der Einbeziehung bzw. Beteiligung der Öffentlichkeit auf Basis von Literaturanalysen und Experteninterviews - z. B. bei der partizipativen Erarbeitung von Kriterien, welche regional sehr verschieden ausfallen können (bspw. bei der Einschätzung und Gewichtung bestimmter Konflikte beim Landschaftsbild oder bei den weichen Schutzgütern wie Boden oder Wasserhaushalt) - werden Effekte und Wirkungsweisen der in Anspruch genommenen Einflussmöglichkeiten bzw. die Bewertung des Alternativenvergleichs als Methode untersucht, z.B. auf die Akzeptanz von Verfahren und Ergebnis oder die Verfahrensdauer. Diese Konzepte werden mit den technischen Möglichkeiten und dem rechtlichen Rahmen in Verbindung gesetzt und zum Abschluss in dem fiktiven Erprobungsbeispiel überprüft.
In Bulgarien engagieren sich verschiedene Nichtregierungsorganisationen und Bürgerinitiativen für Ziele des Umwelt- und Naturschutzes. Die akute Bedrohung natürlicher Ökosysteme hat Reaktionen vonseiten zivilgesellschaftlicher Gruppen hervorgerufen. Bisher fand jedoch keine Koordination zwischen den singulären Aktivitäten der verschiedenen Gruppen statt, und die Bekanntheit und Wertschätzung dieser Aktivitäten in der Öffentlichkeit war sehr gering. Ziel des Projekts war es, durch den Informationsaustausch zwischen und der Vernetzung von Umwelt-NGOs mittels neuer Kommunikationsplattformen einen signifikanten Beitrag zur Steigerung der Effektivität der Aktivitäten in folgenden drei Problemfeldern zu leisten: 1. Naturschutzgebiete (Verstöße gegen Naturschutzrichtlinien in Schutzgebieten) 2. Industrielle Schadstoffemission (Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung durch derzeitige oder frühere Produktionsanlagen) 3. Hausmüllentsorgung (Probleme der Abfallbeseitigung/des Abfallmanagements). Darstellung der Arbeitsschritte und Methoden: Dazu waren sieben Maßnahmen vorgesehen: 1. Auftaktkonferenz zur Vernetzung möglichst vieler Akteure im Rahmen der Projektstrategien; 2. EcoWebMap: Entwicklung eines Web 2.0-basierten kartographischen Online-Portals zur Visualisierung von Umweltproblemen und umweltrelevanten Aktivitäten von NGOs mit der Möglichkeit, dezentral Informationen von möglichst vielen Akteuren aufzunehmen und weiterzugeben; 3. Cross-Sektor-Treffen: Organisation von Treffen mit Vertretern von NGOs aus anderen Bereichen zur Identifikation gemeinsamer Ziele und ggf. Möglichkeiten der Kooperation; 4. Sachverständigen-Öko-Netz als ein Experten-Pool von Experten für naturwissenschaftliche und juristische Fragen, die bei akuten Umweltgefährdungen schnell konsultiert werden können; 5. Öffentliche Anhörungen für Vorhaben mit großer Umweltrelevanz; 6. Medienauftritte als flankierende Maßnahme zur Erhöhung der öffentlichen Wahrnehmung von Umweltproblemen und Aktivitäten der Umwelt-NGOs; 7. Abschlusskonferenz mit dem Ziel, Resultate zu präsentieren und zu diskutieren und nach Möglichkeiten der Verstetigung und Weiterführung der sich bewährenden Koordinations- und Kommunikationsstrukturen zu suchen. Ergebnisse: Das Projekt hat zum ersten Mal ein Treffen und gemeinsame Überlegungen zwischen den unterschiedlichen Akteursgruppen aus ganz Bulgarien ermöglicht. Sie trafen sich, um konkrete Probleme fachübergreifend zu diskutieren und gemeinsam Lösungsstrategien zu entwickeln. Durch die Gründung und die kontinuierliche Entwicklung des Expertenpools haben die Umwelt-NGOs die Möglichkeit, rechtzeitig auf Signale von Bürgerinnen und Bürgern bei Verletzungen der Umweltgesetze zu reagieren. Die raschen und adäquaten Reaktionen haben die bulgarische Zivilgesellschaft dazu ermutigt, sich der Problematik des Umweltschutzes aktiver und bewusster zu widmen.
Effects of anthropogenic noise on fish behaviour and development Background Anthropogenic (man-made) noise is causing an ever-increasing problem in the natural world and it penetrates through all media - air, soil, vegetation and even water -, and may therefore affect any animals with hearing abilities and for which sound plays a crucial role. Compared to terrestrial animals, however, there have been far fewer investigations of the impact of anthropogenic noise on marine and freshwater organisms; relatively little is known about how exposure to such sounds affects fish. Investigations into potentially negative influences on fish are vital because they provide a critical food resource to the burgeoning human population and form an integral link in many food webs. The need for scientifically rigorous studies examining the impacts of anthropogenic noise on fish is therefore obvious, and has been highlighted in recent academic review and by inclusion in the policies of international and national organisations. Many species live in groups, where social interactions are essential. This is especially true for cooperative breeders - species in which parents are assisted in the care of their offspring by other individuals, known as 'helpers' - which display a wide repertoire of behaviours. Cooperatively breeding fishes are frequently territorial and consequently cannot escape areas of high anthropogenic noise; they are therefore highly vulnerable to any disruptive effects of such noise on behaviour and development. However, nothing is yet known about how anthropogenic noise might impact helping behaviour and very little about its effects on fish development. Objectives This project focuses on the effects of anthropogenic noise on fish behaviour and development. Specifically, I will investigate for the first time in fish how anthropogenic noise affects cooperative behaviour. Furthermore, I will examine how any noise-induced changes in cooperative care impact on offspring development, in addition to direct effects arising from the exposure of eggs and fry to the noise itself. By combining physiological assessment of hearing thresholds, controlled experimental manipulations, detailed behavioural observations and developmental measures of a well-studied model species (the cooperatively breeding cichlid, Neolamprologus pulcher), my overall aim is to advance our understanding of the disruptiveness of man-made sound on fish. In particular, I will address the following key research questions: o Q1. Does anthropogenic noise disrupt cooperative behaviour? o Q2. How is reproductive success affected by anthropogenic noise?
A) Problemstellung: Mit der Richtlinie 2003/87/EG hat die EU ein EU-weites Handelssystem für Treibhausgasemissionen ab dem Jahr 2005 eingeführt. Bereits bis zum Sommer 2006 müssen alle Mitgliedsstaaten ihre nationalen Allokationspläne für die zweite Handelsperiode 2008-2012 erstellen und der KOM zur Notifizierung vorlegen. In Deutschland wird hierfür die parallele Verabschiedung eines Zuteilungsgesetzes für 2008-2012 analog zum ZuG 2007 notwendig. Der NAP für 2008-2012 muss dabei auf die Regeln und die bis dahin gewonnenen Vollzugserfahrungen der ersten Handelsperiode aufbauen. B) Handlungsbedarf (BMU; ggf. auch BfS, BfN oder UBA): Gemäß der Paragraphen 7 und 8 TEHG ist das BMU federführend die Abstimmung des NAP innerhalb der Bundesregierung und die Anhörung der Länder zuständig. Paragraph 8 (1) sieht vor, dass die Bundesregierung diesen Prozess bereits am 31 März 2006 abgeschlossen haben soll und eine Öffentlichkeitsbeteiligung einleitet. Angesichts der Erfahrungen aus dem Entscheidungsprozess für den ersten NAP ist davon auszugehen, dass dringender Handlungsbedarf besteht. C) Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung umsetzungsfähiger Vorschläge zur Erstellung des nationalen Allokationsplans für 2008-2012. Bei der Erstellung des NAP ist dessen Einbettung in die umfassende klimaschutzpolitische Zielplanung für die Kyoto-Periode zu berücksichtigen. Wichtige Kernelemente des Vorhabens sind: - die Auswertung der bis dahin konkret gemachten Vollzugserfahrungen bei der Anwendung der Zuteilungsregeln; - die Einbindung der betroffenen Wirtschaftskreise wie auch NGO's (Durchführung von Branchengesprächen) - konkrete Beratung der Entscheidungsträger während der Verhandlungen um den NAP sowie das ZuG 2012; - Ggf. Berücksichtigung der Erkenntnisse aus der Öffentlichkeitsbeteiligung im Frühjahr 2006; - Beratung und Zuarbeit für die Fragen und ggf. Änderungsanforderungen der KOM während des Notifzierungsverfahrens.
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| Förderprogramm | 25 |
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