Eine Reihe von europaeischen Kommunen fuehrt Programme und Projekte mit dem Ziel durch, Arbeitsplaetze im Umweltbereich zu schaffen. Ausgewaehlte Vorhaben werden ausgewertet und analysiert. Ziel des Forschungsvorhabens ist (neben der Darstellung des aktuellen Standes), ein Handbuch mit konkreten Hilfestellungen und Handlungsanweisungen fuer Kommunen zu erstellen. Der Band gibt einen Ueberblick ueber die praktischen Erfahrungen und Ergebnisse von Programmen und Projekten, die sich als 'gute Praxis' in Konzeption, Finanzierung, Management und Umsetzung lokaler Beschaeftigungspolitik erwiesen haben. Arbeitslosigkeit und die Krise oeffentlicher Finanzen sind eng miteinander verzahnt. Daher halten lokale Entscheidungstraeger immer haeufiger Ausschau nach effizienten Modellen, die neue Perspektiven fuer die Schaffung von Arbeitsplaetzen bieten. Durch die Auswertung und Darstellung von Fallbeispielen und die Analyse von Erfolgsbedingungen leistet das vorliegende Buch einen grundlegenden Beitrag zur Verbreitung und zur Diskussion solcher Modelle. Untersucht wurden Fallbeispiele aus Barcelona, Berlin, Glasgow, Strasbourg, Stockholm, Tampere und Graz. Es wendet sich an Mitarbeiter staedtischer Verwaltungen, Programmkoordinatoren, Projektmanager und all jene, die planen, neue, umweltbezogene Beschaeftigungsinitiativen zu ergreifen. Der Band soll alle staedtischen Entscheidungstraeger in ihrem Bestreben zur Schaffung neuer Arbeitsplaetze ermutigen, indem er ihnen ein Handwerkszeug fuer eine aktive lokale Beschaeftigungspolitik im Umweltbereich offeriert.
Hohes Bevölkerungswachstum, verstärkt durch Umsiedlungsprogramme und Wanderungsbewegungen, haben den Druck auf die ohnehin schon marginalen und fragilen natürlichen Ressourcen in vielen Bergregionen Südostasiens bedrohlich verschärft. Dadurch ausgelöste, sich selbst verstärkende Teufelskreise mit verkürzten Brachezeiten, Erosions- und Bodenfruchtbarkeitsverlusten führen zu abnehmender landwirtschaftlicher Produktivität und Degradation der natürlichen Lebensgrundlagen. Weitverbreitete Armut, Unterbeschäftigung und Ernährungsunsicherheit sind die Folge. Ziel des Sonderforschungsbereichs 564 ist es, einen wissenschaftlichen Beitrag zur Erhaltung der natürlichen Ressourcen und zur Verbesserung der Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung in Bergregionen Südostasiens zu leisten. Dazu werden zwei wichtige, eng miteinander vernetzte und sich gegenseitig bedingende Bereiche bearbeitet: nachhaltige Landnutzung und nachhaltige ländliche Entwicklung. Der Sonderforschungsbereich setzt sich aus 13 Teilprojekten zusammen, von denen sechs in Thailand arbeiten, drei in Vietnam und vier länderübergreifend in Thailand und Vietnam. Die Forschung wird in einem interdisziplinären partizipativen Ansatz, d.h. in enger Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Fachrichtungen und mit der betroffenen lokalen Bevölkerung durchgeführt. Gleichzeitig ist der partizipative Ansatz selbst Gegenstand der Forschung. Kooperationspartner sind insgesamt sieben Universitäten und Forschungsinstitute in Thailand und Vietnam.
Die Arbeiten des Teilprojektes C1 thematisieren die Strategien der Risikominimierung einer in vielerlei Hinsicht unsicheren Umwelt. Der Norden Namibias ist nicht nur durch häufige Dürren und teilweise massive Degradation gekennzeichnet, sondern war über Jahrzehnte hinweg Bürgerkriegsgebiet. Ganze Bevölkerungsgruppen wurden im staatlichen Auftrag zwangsumgesiedelt, um so der Raumplanung des Apartheidsstaates neue Möglichkeiten zu schaffen. Politische Instabilität und der weitreichende Rückzug des Staates kennzeichnen die unruhige Situation im Süden Angolas. In Teilprojekt C1 wird der Frage nachgegangen, welche Wege Menschen einschlagen um Gefahrenmomente zu minimieren oder ganz auszuschalten. Diese Frage wird anhand von vier Fallbeispielen verfolgt. Landbesitz und Haushaltsökonomie im Richtersveld, Republik Südafrika (Berzborn). Aufbauend auf 20monatiger Feldforschung werden Überlebensstrategien im Richtersveld (Nordwesten Südafrikas), einer ariden Region mit hoher Biodiversität, untersucht. Der dortige Nationalpark wird von der lokalen Bevölkerung und der Nationalparkbehörde gemeinsam verwaltet und darf für Viehwirtschaft genutzt werden. Die Richtersvelder - Nama und andere, während der Apartheid als 'Coloured' klassifizierte Gruppen - halten Ziegen und Schafe und betreiben Lohnarbeit in den regionalen Diamantenminen. Den vielfältigen Risiken - Dürre, unsichere Landrechte, Arbeitslosigkeit durch Minenschließungen, politische Umwälzungen - begegnen sie mit der Diversifizierung der Einkommensquellen auf Haushaltsebene, der Etablierung von sozialen Netzwerken und der Revitalisierung einer Nama-Identität, um als Gruppe Landrechte und politische Anerkennung zu erhalten. Prozesse sozialen Wandels vor dem Hintergrund staatlicher Eingriffe. Eine Fallstudie zu den Khwe in West Caprivi/Namibia (Boden, abgeschlossen). Die Khwe zählen zu den im südlichen Afrika 'San' oder 'Buschleute' genannten und als Jäger und Sammler klassifizierten Bevölkerungsgruppen. Insbesondere während der letzten vierzig Jahre haben sich ihre Lebensbedingungen durch staatliche Eingriffe entscheidend verändert. Das Projekt untersucht diese Vorgänge in vier zentralen Bereichen der Gesellschaft (Residenzgemeinschaften, Verwandtschaft, Gruppenzugehörigkeit/Identität und politische Repräsentation). Mit Hilfe einer historisch kontextualisierten und 'dichten' Beschreibung von Prozessen sozialen Wandels als Produkt des Ineinanderwirkens von lokalen und national/globalen Dynamiken einerseits und von sozialen Strukturen und individuellem Handeln andererseits sucht sie die polarisierenden Positionen Akkulturation/Untergang versus Elastizität/Entwicklungsresistenz in der Literatur über San-Gesellschaften zu überwinden. ...
Aktuelle Forschungsergebnisse belegen, dass Umweltschutz in vielfaeltiger Weise zum Abbau der Arbeitslosigkeit beitragen kann. Die Frage, in welchen Bereichen Beschaeftigungspotentiale bestehen und welche Strategien zur Erschliessung dieser Potentiale erfolgversprechend sind, wurde bisher jedoch nur unzureichend untersucht. Mit der Analyse innovativer Ansaetze zur Schaffung von Arbeitsplaetzen im Umweltschutz soll das Vorhaben dazu beitragen, bestehende Forschungsluecken in diesem Bereich zu schliessen. Darueber hinaus sollen die im Umweltschutz liegenden Beschaeftigungschancen anhand erfolgreicher Beispiele aus der Praxis veranschaulicht werden. Entsprechend dieser Zielsetzung soll zunaechst anhand einer Zusammenstellung von bisherigen erfolgreichen praktischen Beispielen untersucht werden, welche positiven Anreize einerseits und welche Hemmnisse andererseits bei der Umsetzung identifiziert werden koennen. Im Vordergrund sollen dabei folgende Ansaetze stehen, wobei im einzelnen die Setzung der inhaltlichen Schwerpunkte in Abstimmung mit den Aktivitaeten zum Buendnis fuer Arbeit und Umwelt erfolgen soll: - Erfolgreiche auf lokaler und regionaler Ebene, die sowohl einen Umweltbezug aufweisen (z.B. Energiesparen, umweltfreundliche Verkehrskonzepte, oekologische Landschaftsplanung, umweltfreundlicher Tourismus) als auch neue Beschaeftigungsfelder eroeffnen; - Integration oekologischer Aspekte in Wachstumsmaerkte (z.B. IuK-Technologien, facility management); - innovative umweltfreundliche Technologien und umweltorientierte Dienstleistungen; - innovative Produktkonzepte (z.B. Entwicklung neuer Nutzungsformen wie Mehrfachnutzung, Nachruestung, Integration von Dienstleistungen wie Reparatur, Kundenservice). Auf dieser Grundlage sollen Handlungsvorschlaege zur Erschliessung von Beschaeftigungspotenzialen im Umweltschutz abgeleitet werden. Die Ergebnisse des Vorhabens sollen bei einer Expertentagung im Rahmen des Buendnisses fuer Arbeit vorgestellt und mit den Buendnispartnern diskutiert werden. Daneben soll die Tagung einer breiteren Diskussion der Arbeiten des BMU im Buendnis fuer Arbeit dienen und die Chancen des Umweltbereichs fuer die Schaffung zukunftsfaehiger Arbeitsplaetze fuer einen groesseren Personenkreis deutlich machen.
In den grossen Staedten Nordrhein-Westfalens haben sich im vergangenen Jahrzehnt die Problemlagen in Stadtteilen verfestigt, die der Gesamtverband der Wohnungswirtschaft als 'ueberforderte Nachbarschaften' bezeichnet hat. Es handelt sich um Stadtgebiete mit einer raeumlichen Konzentration von Bevoelkerungsgruppen wie Arbeitslose, SozialhilfeempfaengerInnen, Alleinerziehende, Migrantenbevoelkerung, sucht- und psychisch Kranke. Hinzu kommen staedtebaulichen Probleme wie: schlechte Bausubstanz, fehlen; Gruen- und Freiflaechen, Immissionsbelastungen, Gewerbebrachen mit Altlasten, Beeintraechtigung durch Verkehrstrassen und -laerm, Mangel an Gemeinschaftseinrichtungen. Das Fehlen einer selbsttragenden lokalem Wirtschaft eroeffnet diesen Stadtgebieten keine aussichtsreichen Zukunftsperspektiven. Mit dem Foerderprogramm 'Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf' regt das Land NRW seit 1993 die soziale Erneuerung ueberforderter Stadtteile an. Die Defizite der Sozialstruktur, des baulichen Zustandes, der Qualitaet der Wohnungen, des Wohnumfeldes und der Umwelt sowie beim Arbeitsplatzangebot sollen gebuendelt angegangen werden. In dem Programm wurden Strategien und Handlungsfelder integriert, damit auf allen Ebenen zugleich angesetzt werden kann. Die lokale Vernetzung dieser Strategien zu integrierten Ansaetzen, die gemeinwesen- und stadtteilorientiert ausgerichtet sind, stellt neue Anforderungen an die beteiligten Akteure. Es wirken an diesen Prozessen naemlich verschiedene Professionen mit, die untereinander eine gute Koordination und Kooperation entwickeln muessen, damit die Integration der Strategien Erfolg haben kann. Es handelt sich ueberwiegend um Fachleute aus der Sozialarbeit, Sozialpaedagogik, Oekonomie und Stadtplanung. Die erforderliche Integration von Wissens und Handlungsweisen dieser einzelnen Professionen fand bisher kaum Beachtung. Explikationen vor Ort haben verdeutlicht, dass es Probleme gibt, im Zusammenwirken untereinander integrierte lokale Kompetenz- und Handlungsformen auszubilden. Es fehlen Untersuchungen und Konzeptentwicklungen, wie diese notwendige multidisziplinaere Kooperation realisiert werden kann. Im Forschungsvorhaben 'Integriertes Stadtteilmanagement' werden deshalb die Grundlagen fuer ein neues sozialraeumlich ausgerichtetes Qualifikations- und Leistungsprofil ausgearbeitet, ohne das die Umsetzung von Foerderprogrammen der sozialen Stadterneuerung nur 'alter Wein in neuen Schlaeuchen' bleibt. Dieses Profil wird mit der Bezeichnung 'integriertet Stadtteilmanagement' zutreffend beschrieben. Denn darin fliessen Wissenspotentiale von drei professionellen Feldern zusammen: 1. Sozialarbeit, Sozialpaedagogik und Sozialplanung; 2. Oekonomie und Management sowie 3. Architektur und Stadtplanung.
Der Suedraum Leipzig ist eine Region mit extremen oekologischen Schaedigungen. Die monostrukturierte Braunkohlewirtschaft hatte nachwirkende Beeintraechtigungen der Lebensbedingungen zur Folge. Indikatoren dafuer sind der permanente Bevoelkerungsrueckgang, die Ausduennung der Siedlungsstruktur und die Reduzierung kommunaler Funktionen. In unmittelbar am Tagebaurand gelegenen Kommunen treten negative Auswirkungen der Braunkohlewirtschaft gebuendelt auf. Seit 1990 hat sich durch den enormen Abbau von Arbeitsplaetzen im Bergbau und in der Industrie das soziale Konfliktpotential enorm erhoeht. Allerdings eroeffnet die Stillegung und Sanierung von Tagebauen auch ganz neue Entwicklungsmoeglichkeiten fuer diese Kommunen. Das Ziel des soziologischen Forschungsprojektes besteht in der Analyse und Bewertung der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungspotentiale von Tagebaurandgemeinden. Dabei wird untersucht, wie sich die Lebensbedingungen seit der Stillegung von Tagebauen veraendert haben und welche aktuellen sowie kuenftigen Entwicklungschancen fuer diese Orte im Zusammenhang mit der Tagebausanierung und der damit zu erwartenden landschaftlichen Aufwertung bestehen. Im Zentrum der Analyse steht die Bewohnerperspektive auf das sie umgebende Umfeld. Die Erfahrungen und Erwartungen der Einwohner bezueglich der Ortsentwicklung und Tagebausanierung werden durch repraesentative Einwohnerbefragungen und biographische Tiefeninterviews ermittelt.
Die Lage am Arbeitsmarkt in der Bundesrepublik Deutschland ist derzeit sehr schlecht, wobei die Gruppen schwer vermittelbarer Arbeitsloser ein besonderes Problem darstellen. Auf dieses Arbeitsmarktsegment zielten in der Vergangenheit vor allem die Arbeitsbeschaffungsprogramme, die in den letzten Jahren auch umweltbezogene Elemente enthielten. Umwelt- und Beschaeftigungseffekte koennen ferner von einer investitionsfoerdernden Wirtschaftspolitik ausgehen und im Rahmen eines Investitions- und Wachstumsprogramms induziert werden. Das Vorhaben soll die Analysen des IAB und von Meissner/Hoedl aus umweltpolitischer Sicht auswerten und vertiefen, das Potential umweltverbessernder Massnahmen und deren Beschaeftigungswirkungen ermitteln sowie konkrete Aktivitaeten vorschlagen. Daneben sollen Finanzierungsalternativen analysiert und der Nutzen den Kosten einer derartigen arbeitsplatzschaffenden Politik gegenuebergestellt werden.
Standen zu Beginn der Neunzigerjahre langfristige Ziele der Sicherung ökologischer Stabilität im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Interesses, so gilt derzeit das kurzfristige Ziel der Beseitigung der Arbeitslosigkeit als wichtigste politische Aufgabe. Entsprechend wird auch in der Umweltpolitik neben dem primären ökologischen Nutzen zunehmend ihr sekundärer ökonomischer Nutzen, vor allem bezüglich der Beschäftigungswirkungen, gesucht (Stichwort doppelte Dividende). Im Rahmen der Untersuchung wurden auf der Basis einer Auswertung neuester empirischer Studien zum Themenbereich Beschäftigungswirkungen von Umweltschutztechnik Eckpunkte einer Beschäftigungsstrategie für den Bereich Umweltschutztechnik entwickelt. Konkret wurde dabei untersucht, wie in der Region Rhein-Neckar und in Heidelberg Unternehmen im Bereich Umweltschutztechnik beschäftigungsorientiert gefördert werden können. Bei der Beantwortung dieser Frage wurden insbesondere die folgenden Aspekte berücksichtigt: Merkmale von Umweltinnovativen Unternehmen im Vergleich zu anderen Innovatoren. Unterschiede erfolgreich und weniger erfolgreich am Markt agierender Betriebe, die in der Umwelttechnik innovativ sind. Beschäftigungspotenziale von Umweltschutzbetrieben, die sich durch eine hohe Wettbewerbsfähigkeit auszeichnen. Allgemeine strategische Schlussfolgerungen für die Region Rhein-Neckar und für Heidelberg. Regionalspezifische Anforderungen an eine beschäftigungsorientierte Förderung umweltorientierter Betriebe in der Region Rhein-Neckar und in Heidelberg. Komparative Vorteile des Rhein-Neckar-Dreiecks auf Umweltschutzmärkten. Auftraggeber des Projektes war die Beschäftigungsinitiative Rhein-Neckar.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 58 |
| Kommune | 1 |
| Land | 1 |
| Wirtschaft | 1 |
| Wissenschaft | 9 |
| Zivilgesellschaft | 13 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 57 |
| Text | 1 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 1 |
| Offen | 57 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 55 |
| Englisch | 15 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 1 |
| Keine | 49 |
| Webseite | 8 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 23 |
| Lebewesen und Lebensräume | 44 |
| Luft | 24 |
| Mensch und Umwelt | 58 |
| Wasser | 17 |
| Weitere | 58 |