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BioIndustrie2021 - Biokatalyse2021: Teilvorhaben 1 und 2: Neue Bacillus Expressionssysteme

BioIndustrie2021 - Biokatalyse2021: Neue Bacillus Expressionssysteme, Teilprojekt 3

Biologischer Pflanzenschutz zur Bekaempfung bodenbuertiger Phytopathogene im Gartenbau, insbesondere durch Nutzung von Bacillus subtilis

Ermittlung der phytosanitaeren Wirkung ausgewaehlter Isolate des Bodenbakteriums Bacillus subtilas und anderer bakterieller Antagonisten auf die Unterdrueckung boden- und samenbuertiger, pilzlicher Wurzel und Keimlingskrankheitserreger bei gaertnerischen Kulturpflanzen (Tomate, Gurke, Moehre, Kartoffel, ' Kohlgewaechse, Gerbera, Cyclamen u.a.j. Ermittlung antifungaler (antiphytopathogener), pflanzenwachstumsfoerdernder und -resistenzinduzierender Wirkungen der bakteriellen Antagonisten. Untersuchung der Populationsdynamik der Nutzbakterien in der Rhizosphaere und im Boden; Erforschung optimaler Einsatzbedingungen und Anwendungsverfahren der bakteriellen Nutzorganismen fuer den integrierten Pflanzenschutz.

Biologischer Pflanzenschutz gegen bodenbürtige Phytopathogene, Teilvorhaben: Verfahrensentwicklung zur Nutzung von Bacillus subtilis

Biotechnische Nutzbarkeit phytosanitaer wirksamer Bodenbakterien

Ermittlung phytosanitaerer Wirkungen von Bodenbakterien-Prototyp Bacillus subtilis zu ihrer biotechnischen Nutzung ueber Formulierung als mikrobieller Bodenhilfsstoff fuer den oekologiegerechten Pflanzenanbau zwecks Substitution von Bodenfungiziden und- Entseuchungsmitteln. Aufzuklaeren sind dazu multivalente Wirkungen: Antiphytopathogene Effekte, pflanzenwachstumsfoerdernde und pflanzenresistenzerhoehende Effekte, hinsichtlich der Mechanismen und ihrer Abhaengigkeit unter natuerlichen Bedingungen. Zu definieren sind ferner Applikationsbedingungen dieser bakteriellen Wirkungstraeger und ihre oekologische Bewertung als Bodenhilfsstoff durch Studium des populationsdynamischen Verhaltens in Pflanzensubstrate und Habitate introduzierter Bakterien. Zur Kommerzialisierbarkeit des Bodenhilfsstoffes auf Basis des Prototypes Bacillus subtilis erfolgen Anwendungserprobungen.

Entwicklung antifungaler Wirksubstanzen auf der Basis von Sekundaermetaboliten aus Bacillus subtilis

Das Ziel des Vorhabens besteht in der Entwicklung von antifungalen Wirkstoffen, die vorzugsweise als risikofreie biologische Pflanzenschutzmittel eingestzt werden sollen. Dazu werden im Rahmen des Projektes einerseits Screening-Prinzipien zur Auffindung von Sekundaermetaboliten aus Mikroorganismen, insbesondere aus Bacillus subtilis, entwickelt. Fuer biologisch relevante Sekundaermetaboliten werden entsprechende Herstellungsverfahren entwickelt, die als Basis fuer die Formulierung von umweltfreundlichen, biologisch abbaubaren antifungalen Praeparaten dienen.

UV-B-Wirkungen auf Zooplankton, Oekologische Bewertung von UV-B-Strahlung mittels Bioindikatoren

Auswahl und probeweise Anwendung von Bioindikatoren fuer UVB-Strahlung zur Wirkungsmessung an biologischen Systemen, einschliesslich eines Bewertungsschemas. Parallel zu den physikalischen Messstationen des Umweltbundesamtes wurden mehrere Bioindikatoren exponiert, mit denen die biologische Wirksamkeit der solaren UV-B-Strahlung quantifiziert werden kann. Dabei wird eine repraesentative Auswahl von sehr verschiedenen Organismen aus wenig verwandten taxonomischen Gruppen verwendet, um die unterschiedlichen Reaktionen der verschiedenen Systeme und Organisationsstufen zu beruecksichtigen. Es wurden 4 Bioindikatoren benutzt: 1. Biofilm mit den UV-empfindlichen Sporen des Bakteriums Bacillus cubtilic. 2. Der Erlanger Flagellatentest (EFT) mit dem gruenen Flagellaten Euglena gracilis. 3. Ein Test mit UV sensitiven Copepoden, Daphnia sp. 4. Verschiedene Tests mit hoeheren Pflanzen (Bohnen, Dill, Begonia, Kohl).

Risikoabschaetzung fuer industrielle Produktionen mit rDNA-Mikroorganismen (Umweltmonitoring)

Ausgangspunkt fuer das Vorhaben war eine Fallstudie fuer eine industrielle Produktion mit einem gentechnisch veraenderten Bacillus subtilis. Ziel der Arbeiten war die Entwicklung spezifischer und empfindlicher molekularbiologischer Methoden zum Nachweis des Produktionsstammes bzw seiner rekombinanten DNA in Umweltmedien. Neben selektiven Kultivierungstechniken (Plattierung auf Selektivnaehrmedien, most probable numbertechnic) wurden eine DNA- und eine immunologische Sonde zum Nachweis des Produktionsstammes bzw seiner DNA genutzt. Es wurden Proben aus Ueberlebensversuchen im Modelloekosystem und aus dem Boden aus der Umgebung einer Fermentationsanlage, in der dieser Stamm von 1986-90 genutzt wurde, untersucht. Etwa 100 auf Selektivnaehrmedium isolierte Umweltbakterien wurden mit Hilfe einer nichtradioaktiv markierten Gensonde auf das Vorhandensein rekombinanter Plasmid-DNA getestet. Ein in situ Transfer des rekombinanten Plasmides konnte nicht nachgewiesen werden. Um Informationen ueber rekombinante DNA zu erhalten, die im Boden in freier Form oder nach Transfer in nichtkultivierbaren Mikroorganismen vorliegt, wurde ein Protokoll zur Gewinnung von Gesamt-DNA und deren Reinigung entwickelt.

Untersuchungen zur parasitaeren Belastung von wurzel- und stengelbesiedelnden Pilzen bei Lupine in Abhaengigkeit von Standort und Fruchtfolge und Moeglichkeiten eines Antagonisteneinsatzes

Bestimmung der endogenen Pilzbesiedelung von Lupine nach Vorfrucht Lupine, Kartoffel oder Roggen am nordostdeutschen Standort; DNA-Fingerprinting zur Charakterisierung von Fusarium oxysporum; Testung von Bacillus subtilisd als moeglicher Antagonist des Erregergemischs an Lupine.

Risikoabschaetzung fuer eine industrielle Alpha-Amylaseproduktion mit einem gentechnisch veraenderten Bacillus subtilis - Fallstudie

Freisetzungsweg - Luft, Biomasse, Abwasser, Charakterisierung mikrobieller Emissionen (Grobidentifizierung, Antibiotikaresistenz, Schwermetalltoleranz, Plasmidvorkommen), Ueberleben des Produktionsstammes in Abwasser, Biomasse, Boden und Flusswasser, Gentransfer, Entwicklung spezifischer Nachweissysteme selektive Kultivierung, Hybridisierung mit Digoxigenin - markierten Gensonden: Kolonie-, Dot- und Southernblots.

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