Bedeutung des Projekts für die Praxis: Eine ausgewogene Fruchtfolge spielt im Ackerbau, ganz besonders im biologischen Anbau, eine zentrale Rolle. Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit, Regulierung von Unkraut und Pathogenen und Nährstoffversorgung der Pflanzen sind die wichtigsten Parameter die durch den Fruchtwechsel sichergestellt werden sollen. Wie bereits erwähnt sind Leguminosen aus einer gesunden Fruchtfolge nicht wegzudenken. Sowohl der Anbau von Körnerleguminosen als Hauptfrucht, als auch der Anbau von Leguminosen in Zwischenfrüchten ist zu fördern. Im Herbst 2016, nachdem die Ertragseinbußen durch PNYDV in Grünerbsen und Ackerbohnen, aber auch Linsen und Sommerwicken an vielen Standorten in Ober- und Niederösterreich und im Burgenland klar ersichtlich waren, waren viele Landwirte verunsichert, ob sie weiter Ackerbohnen anbauen sollen, und ob sie nicht besser leguminosenfreie Zwischenfrüchte verwenden sollen. Die Winter werden zunehmend wärmer, und wie die Erfahrungen 2014/2015 und 2015/2016 gezeigt haben, kann nicht davon ausgegangen werden, dass alle abfrostenden Leguminosen auch wirklich in jedem Winter abfrieren. Besonders in Gebieten, wo Grünerbsen, Körnererbsen, Ackerbohnen oder Linsen angebaut werden, ist anzuraten, in Zwischenfrüchten auf Leguminosen zu verzichten, die anfällig für PNYDV sind. So kann verhindert werden, dass der Virus in infizierten Pflanzen überwintert, und diese Pflanzen als Inokulum für eine neue Vegetationsperiode fungieren. Das vorliegende Projekt soll klären welche Leguminosenarten Wirtspflanzen für PNYDV sind. Das Wissen um die Anfälligkeit verschiedener Leguminosen, und somit um ihre Verwendungsmöglichkeiten erhöht die Sicherheit bei den Landwirten und verhindert, dass aus Unsicherheit auf Leguminosen verzichtet wird. Zwar konnten auch die beiden Nanovirenarten Black medic leaf roll virus (BMLRV) und Pea yellow stunt virus (PYSV) schon in Österreich nachgewiesen werden, im Monitoring 2016 wurde jedoch nur das Pea necrotic yellow dwarf virus (PNYDV) bestätigt. Über BMLRV und PYSV, ihre Wirtspflanzen und Vektoren ist noch kaum etwas bekannt. Es ist von großer Wichtigkeit durch regelmäßige Monitorings zu überprüfen welche Nanoviren vorhanden sind, da BMLRV oder PYSV eventuell auch Leguminosen befallen könnten, die für PNYDV keine Wirtspflanzen sind, wie beispielsweise Sojabohne oder Luzerne. Werden Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Leguminosen gefördert hat das auch weitreichendere Folgen. Neben einem geringeren Düngemittel- und Pestizidaufwand durch den Anbau von Leguminosen in gesunden Fruchtfolgen, und damit den positiven Auswirkungen auf die Umwelt, dienen Leguminosen auch als Bienenweiden, oder erhöhen die Vielfalt an Kulturpflanzen, was sich auf das Landschaftsbild positiv auswirkt. (Text gekürzt)
Im Museum sollen die hergebrachten Formen der Waldbewirtschaftung aufgezeigt werden. Im Niederwald werden die Bäume zur Brennholzgewinnung in 15- bis 25-jährigem Turnus auf den Stock gesetzt. Vor allem Hainbuche, Ahorn und Linde treiben rasch wieder aus, während Nadelbäume durch häufigen Hieb verdrängt werden. Im Mittelwald bleiben zur Bauholzgewinnung einige Bäume als Überhälter stehen, während der Rest niederwaldartig genutzt wird. Im heute üblichen Hochwald kann die Umtriebszeit mehr als hundert Jahre betragen. Außer zur Holznutzung diente der Wald früher als Viehweide, zur Streuentnahme, zur Harz-, Pottaschen- (Glasherstellung) und Rindengewinnung (Gerberei) sowie als Bienenweide (Zeidlerei).
Pflanzen im Allgemeinen und Bäume im Speziellen reagieren sehr sensibel auf klimatische Veränderungen. Der Kohlenstoff- und Wasserhaushalt wird unter Feldbedingungen gemessen und gibt so Aufschluss über physiologische Regelmechanismen (z.B. zwischen Wasserhaushalt und dem Öffnungsgrad der Stomata) oder das Baumwachstum. Mit Hilfe von systemischen Modellen interpretieren wir die ökophysiologischen Messungen und folgern daraus, wie weit sich einzelne Baumarten an veränderte klimatische Bedingungen anpassen können und ab wann artspezifische physiologische Grenzen erreicht werden. Im Wallis wachsen Waldföhren und Flaumeichen zumindest zeitweise am Rande ihrer physiologischen Möglichkeiten. Erste Resultate zeigen, warum die Flaumeiche (Quercus pubescens) unter den herrschenden klimatischen Bedingungen physiologische Vorteile gegenüber der Waldföhre (Pinus sylvestris) hat.
In der Salvatorschule in Waidmannslust werden Maßnahmen zur Ressourcenschonung als wichtiges Instrument angesehen, um Klimaschutz auch im Kleinen umzusetzen. Mehrere wiederkehrende Aktionen während des Schuljahres rufen die Schülerinnen und Schüler dazu auf, ihre alltäglichen Konsumentscheidungen reflektiert zu treffen. Jährlich stattfindendes Plastikfasten Zur Fastenzeit wird die Schulgemeinschaft der Katholischen Schule Salvator jedes Jahr aufgefordert, eine Woche lang auf Produkte zu verzichten, die in Einwegplastik verpackt sind. Dieses Fasten wird durch Projektarbeit vorbereitet. Zuerst wird geprüft, wie stark der Verbrauch an Einwegplastikprodukten ist, um daraus die Einsparmöglichkeiten abzuleiten. Die Plastikfastenzeit wird dann durch eine Vielzahl von Mitmachaktionen wie plastikfreies Kochen oder Basteln, Müllsammeln im Kiez und die Erstellung von Info-Plakaten eingeläutet. Einmal im Schuljahr durchstöbert die Salvator-Schulgemeinschaft ihre Schubladen nach alten, unbrauchbaren Handys um diese missio, dem Internationalen Katholischen Hilfswerk, zu spenden. Die alten Handys werden dann einem Recyclingunternehmen übergeben, damit die verbauten Edelmetalle der Wiederverwendung zugeführt werden können. Mit dem Erlös des Recyclings werden gezielt Familien in Afrika unterstützt, die unter schwersten Bedingungen Erze zur Edelmetallgewinnung abbauen müssen. Für zwei Wochen vor den Sommerferien lädt die Klima AG der Katholischen Schule Salvator alle Schülerinnen und Schüler zum schulweiten Wettbewerb “Salvator radelt in den Sommer” ein. Vierzehn Tage hat jede Klasse, die Oberstufe und das Kollegium die Möglichkeit, ihre klimafreundlich per Fahrrad oder auch zu Fuß zurückgelegten Kilometer auf der Homepage einzugeben. Die Klasse, die die meisten klimafreundlichen Kilometer im Wettbewerbszeitraum sammelt und somit auf den ersten Platz der Klassen 7 bis 10 gekommen ist, kann sich auf den Radel-Pokal freuen. Der World-Clean-Up-Day ist eine zivile Bewegung, die 180 Länder mit Millionen von Menschen umfasst, um unseren Planeten aufzuräumen. Die Schulgemeinschaft läuft an diesem Aktionstag nach Lerngruppen gestaffelt durch den Kiez, um Müll aufzusammeln. Mit Gurken- und Tiegelzangen werden die Fließwege nach Lübars und Tegel, die Diana- und Fürst-Bismarck-Straße und ein Teil des Waidmannsluster Damms gesäubert. Die Frage, wie man die Menge des Mülls bzw. die Anzahl von nicht mehr gebrauchten oder gewollten Konsumprodukten verringern kann, wird unter anderem auch thematisch bei Projekttagen zum übergeordneten Thema Nachhaltigkeit reflektiert. Zum Glück ist Upcycling nicht nur sinnvoll, sondern macht auch Spaß. Die Katholische Schule Salvator bewirtschaftet einen eigenen Schulgarten mit Beeten und einer Bienenweide. In Zusammenarbeit mit der GemüseAckerdemie bauen die Schülerinnen und Schüler dort Gemüse in vielen Sorten an. Das Gemüse wird gemeinsam zubereitet, gegessen oder auf dem Sommerfest verkauft. In den Wintermonaten steht eher theoretisches Lernen zum biologischen Gärtnern auf dem Stundenplan. Im Schulalltag sind es immer wieder die kleinen Entscheidungen, die in Summe schon einen kleinen Unterschied machen. So werden die Schülerinnen und Schüler gezielt aufgefordert, beim Neukauf von Schulmaterialien nach Alternativen zu Plastikprodukten Ausschau zu halten. Die Whiteboard-Marker der Lehrerinnen und Lehrer werden aufgefüllt statt neu gekauft. Ein Wasserspender im Schulhauseingang wurde installiert, um den Gebrauch von Einwegplastikflaschen zu reduzieren. Ein Büchertauschschrank verhilft gebrauchten Büchern, neue Leserinnen und Leser zu finden. Weiterhin bezieht die Schule zu 100 Prozent Ökostrom, der in Deutschland und Österreich in Wasserkraftwerken produziert wird. Im Sportunterricht werden nachhaltige Sportgeräte verwendet, als Suchmaschine setzen Schülerinnen und Lehrer auf Ecosia. Sammelstellen für Druckerpatronen und Batterien sind eingerichtet. Mehrwegbecher mit Schullogo werden gern genutzt und der Müll in allen Räumen getrennt. Ökologisches Schulessen | Trinkwasserspender | Schulgarten | Schulprogramm | Projekte | Abfallvermeidung | Abfalltrennung | Umweltfreundliches Schulmaterial | Recycling | Upcycling | Umweltfreundlicher Schulweg Die Salvatorschule ist ein Gymnasium und eine Integrierte Sekundarschule in privater Trägerschaft im Reinickendorfer Ortsteil Waidmannslust. Die rund 700 Schülerinnen und Schüler werden von rund 70 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Die Privatschule ist durch eine christliche Grundhaltung im Gemeinschaftsleben geprägt. Pädagogisch stehen das Bemühen, die Entfaltung und Weiterentwicklung individueller Fähigkeiten und Begabungen der Schülerinnen und Schüler zu fördern im Mittelpunkt. Die Erziehung zu gewaltfreier Konfliktlösung wird als wichtiger Baustein dazu angesehen. Umweltschule in Europa Bild: meepoohyaphoto/Depositphotos.com Weitere engagierte Schulen in Reinickendorf Übersicht: Diese Reinickendorfer Schulen engagieren sich besonders im Klima- und Umweltschutz. Weitere Informationen Bild: Dmyrto_Z/Depositphotos.com Handlungsfelder Ressourcenschutz, Nachhaltigkeit, Klimabildung: In diesen Bereichen engagieren sich Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen für nachhaltige Verbesserungen im Klimaschutz. Weitere Informationen
Gebietsfremde Arten (Neobiota) kommen in Städten wie Berlin häufig vor. Da es in der Natur kein “Gut” und “Böse” gibt, sind auch diese neu eingebürgerten Arten nicht per se schlecht. Je nachdem, wo sie vorkommen und wie sie sich ausbreiten, können einige Arten jedoch zu Problemen mit dem Naturschutz führen. Dazu können Neobiota auch einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden in der Landwirtschaft und beim Hochwasserschutz anrichten. Unter allen Tier- und Pflanzenarten an einem festgelegten Ort unterscheidet man zwischen einheimischen (indigenen) und gebietsfremden Arten. Einheimische Arten kommen dort von Natur aus vor oder sind von selbst eingewandert. Gebietsfremde Arten wurden dagegen von Menschen eingeführt. Oft mit Absicht (wie bei der Einfuhr von Kartoffeln), manchmal aber auch unfreiwillig, wie z.B. der Klatschmohn, der sich mit der Landwirtschaft auf der ganzen Welt verbreitet hat. In Mitteleuropa begann die Verbreitung gebietsfremder Arten durch den Menschen bereits in der Jungsteinzeit mit Beginn des Ackerbaus. Mit der Zunahme des Handels und des Verkehrs nach der Entdeckung Amerikas durch die Europäer im Jahr 1492 beschleunigte sich dieser Prozess noch einmal deutlich. Alle vom Menschen vor 1492 eingeführten Arten nennt man daher Archäobiota (frei übersetzt: “alte Arten”) und alle danach eingeführten Neobiota (frei übersetzt: “neue Arten”). Bei den neu eingeführten Arten gibt es viele, die nur gelegentlich und vereinzelt auftauchen und solche, die sich auch ohne Hilfe des Menschen fest etabliert haben. Dieses gelingt zumeist nur den Arten, die aus Regionen mit ähnlichem Klima wie bei uns stammen. Zum Problem werden diese Arten erst dann, wenn sie anfangen, den einheimischen Arten den Platz und die Ressourcen streitig zu machen, oder diese gar verdrängen. Beispielsweise sind manche Pflanzenarten so konkurrenzstark, dass sie nahezu alles überwuchern können, was in ihrer Umgebung lebt und wächst. Diese Arten werden als invasiv bezeichnet. Die Beseitigung oder Bekämpfung dieser invasiven Arten ist oft sehr aufwendig und dazu noch kostspielig. Die Europäische Kommission hat deshalb im Jahr 2016 eine Verordnung zur Bekämpfung bestimmter invasiver Arten von europäischer Bedeutung erlassen. Darunter fallen für die Neophyten z.B. die Wechselblatt-Wasserpest und Gelbe Scheincalla und für Neozoen z.B. der Waschbär und die Chinesische Wollhandkrabbe. Neophyten können jedoch auch eine besondere Bedeutung für die heimische Tierwelt haben. So ist z.B. die aus Nordamerika stammende Gewöhnliche Schneebeere (Symphoricarpos albus), die viele als sogenannten “Knallerbsenstrauch” kennen, bei den Raupen des Kleinen Eisvogels, einem Falter, der auf dem Kienberg lebt, als Nahrung sehr beliebt. Die Robinien am Kienberg sind beispielsweise für Bienen eine gern genutzte Nahrungsquelle. Der Kienberg wurde in den Jahren 1973 bis 1984 beim Bau der umliegenden Großsiedlungen künstlich auf 102 Meter aufgeschüttet und im Anschluss zum Schutz vor Erosion vor allem mit neophytischen Gehölzarten bepflanzt. Diese Gehölze waren zum damaligen Zeitpunkt leicht verfügbar und wuchsen besonders schnell und üppig. Noch heute ist der Kienberg deshalb zum größten Teil mit Neophyten bewachsen. Die Art, die sich am Kienberg am stärksten ausbreitet, ist der Eschen-Ahorn. Er bildet dichte Bestände, in denen kaum eine weitere Pflanzenart existieren kann. Sowohl der Eschen-Ahorn als auch die Robinie zählen zu den invasiven Arten. Beide Arten wirken sich am Kienberg jedoch unterschiedlich auf die Tier- und Pflanzenarten aus. Vorkommen Der Eschen-Ahorn beansprucht inzwischen große Flächen des Kienbergs für sich und wächst dort sehr dicht. Außerdem verbreitet er sich bereits in Richtung Wuhletal. Auswirkungen Der Eschen-Ahorn wächst so schnell und mit großer Blattmasse, dass die für viele Arten wichtigen lichten Lebensräume verlorengehen. Dadurch verringert sich die Artenvielfalt in diesen Naturräumen. Insbesondere an den Kienbergterrassen wurden zur Internationalen Gartenausstellung 2017 die mit Eschen-Ahorn bewachsenen Waldränder zurückgenommen und anstelle dessen schnell wachsende, heimische Gehölzarten gepflanzt. In Verbindung mit einer regelmäßigen und kontinuierlichen Pflege kann so einer weiteren Ausbreitung des Eschen-Ahorns entgegengewirkt werden. Vorkommen Auch die Robinie hat mehrere Standorte an den Hängen des Kienbergs bestockt, ist aber auch schon vereinzelt bis in das Wuhletal vorgedrungen. Auswirkungen Außer dem Schwarzen Holunder und etwas Spitz-Ahorn wächst am Kienberg kaum etwas neben oder unter der Robinie. Sie verändert die Zusammensetzung des Artenspektrums in ihrer Umgebung dauerhaft, da sie den Boden mit Stickstoff anreichert. Gleichzeitig ist die Robinie aber auch eine wichtige Nahrungsquelle für die Honigbienen. Im Frühsommer bildet sie einen besonders reichhaltigen Nektar mit hohem Zuckeranteil. Aus diesem Grund ist sie bei Imkern als Bienenweide sehr beliebt. Da die Vorteile der Robinie auf dem Kienberg überwiegen und sie sich auch nicht übermäßig verbreitet, wird sie zunächst noch in Ruhe gelassen und nicht wie der Eschen-Ahorn aktiv zurück gedrängt. Sterben Robinien ab oder müssen aus Bruchgefahr entfernt werden, können diese Standorte mit gebietsheimischen Gehölzen wieder gefüllt werden. Bitte verzichten Sie darauf, invasive Arten wie z.B. Riesenbärenklau, Indisches Springkraut oder Japanischen Staudenknöterich im Garten anzupflanzen. Besonders häufig gelangen diese Arten über Gartenabfälle in die Natur. Bitte entsorgen Sie deshalb Ihren Gartenabfall und Blumenschnitt ordnungsgemäß bei der Berliner Stadtreinigung. Durch diese kleinen Maßnahmen kann eine weitere Verbreitung dieser invasiven Arten vermieden werden. Invasive Tier- und Pflanzenarten in Berlin Neobiota [Bundesamt für Naturschutz
Ziel des Projekts ist es, die Ökosystemdienstleistung 'Bestäubung durch Wildbienen' zukünftig zu erhalten und zu steigern. Die Überprüfbarkeit und Qualitätssicherung wird mit standardisierten Verfahren gewährleistet. An 60 Lokalitäten in 20 ausgewählten Standorten (aufgeteilt in 180 Untersuchungsflächen) in Agrargebieten, in der Nähe zu Naturschutzgebieten und auf Bundesweiten Stichprobenflächen Deutschlands werden Nahrungs-Habitate (Wildbienenweiden) angelegt. In direkter Nachbarschaft werden Nistgelegenheiten geschaffen, um die Diversität von Wildbienen zu fördern. Die Wildbienenzönosen werden mit bestandsschonenden Methoden (Lebendbeobachtungen und Sichtfänge) qualitativ und quantitativ erfasst. Die Ergebnisse werden in Fachzeitschriften veröffentlicht. Schulungen werden entwickelt, um die taxonomischen Kenntnisse über Wildbienen und ihre Nahrungspflanzen zu stärken und um wissenschaftlichen Nachwuchs auszubilden. Die im Projekt angewendeten Verfahren werden in Form von VDI-Richtlinien standardisiert, um u.a. den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Erfassung und Bestimmung von Wildbienen auszubilden.
Ziel des beantragten Verbundprojekts ist es, die Ökosystemleistung 'Bestäubung durch Wildbienen' bundesweit zu erhalten und wieder zu steigern. Die Überprüfbarkeit und Qualitätssicherung soll mit standardisierten Verfahren gewährleistet werden. An deutschlandweit 20 ausgewählten Standorten in der Agrarlandschaft (aufgeteilt in 180 Untersuchungsflächen) werden Nahrungshabitate, sogenannte Wildbienenweiden, aus gebietsheimischen Wildkräutern und einzelnen Kulturpflanzen angelegt. In direkter Nachbarschaft zu den Wildbienenweiden werden Nistgelegenheiten (Nisthügel) geschaffen, um die Diversität von Wildbienen zu fördern. Die Individuen- und Artenabundanzen werden mit bestandsschonenden Methoden (soweit möglich über Lebendbeobachtungen und Sichtfängen) qualitativ und quantitativ erfasst. Die Ergebnisse werden in Fachzeitschriften veröffentlicht. Schulungen werden entwickelt, um dem wissenschaftlichen Nachwuchs sowohl Kenntnisse über Wildbienen als auch deren Lebensräume und Nahrungspflanzen zu vermitteln. Die im Projekt angewendeten Verfahren werden in Form von VDI-Richtlinien standardisiert, die nach der Veröffentlichung allen interessierten Gruppen zur Verfügung stehen.
Honig- und Wildbienen finden im Sommer zu wenig Nahrung. Mit Blühmischungen soll diese 'Trachtlücke' geschlossen resp. vermindert werden. Dadurch soll die Fitness der Bestäuber resp. der Volksaufbau bei den Honigbienen verbessert werden. Bestehende Mischungen werden aufgrund der Erkenntnisse der ersten 4 Versuchsjahre in agronomischer Hinsicht und für die Bestäuber optimiert, neue entwickelt. Um verschiedene Saatmischungen unter kontrollierten Bedingungen agronomisch und hinsichtlich ihrer Wirkung auf Bienen und andere Bestäuber vergleichen zu können, werden wiederholte Landschafts-Feldversuche und Parzellenversuche auf unterschiedlichen Bodentypen durchgeführt. Konzept für die Umsetzung in die Praxis. Projektziel:Otimierung bestehender Mischungen und Entwicklung neuer Mischungen (Herbstmischungen, mehrjährige). Überprüfung auf agronomische Eigenschaften (Auflauf, Unkrautunterdrückung, Blühverhalten) und auf Attraktivität für Bestäuber. Kernkompetenzen: Entwicklung von Pflanzengemeinschaften erfassen, agronomisch und entomologisch hinsichtlich Attraktivität und Wichtigkeit für die Entwicklung der Bestäuber quantifizieren. Zusammenarbeit von Forschung, Beratung, Vollzug und Praxis.
Pflanzliche P450-Enzyme besitzen sowohl Aufgaben im Primär- und Sekundärstoffwechsel der Pflanzen als auch in der Metabolisierung von Xenobiotika einschließlich Herbiziden. Da z.B. Mais eine natürliche Resistenz gegenüber dem Triazin-Herbizid Atrazin aufweist, konnten suszeptible Wildpflanzen, die bei Feldanbau neben den Kulturpflanzen aufkommen, durch Anwendung des Herbizids ohne Schädigung der Kulturpflanzen selektiv bekämpft werden (Herbizidselektivität). Kulturpflanzen wie z.B. Tabak und Kartoffel, die keine oder nur eine unzureichende natürliche Resistenz gegenüber einem bestimmten Herbizid besitzen, können durch Agrobacterium tumefaciens-vermittelte Transformation mit einem Säuger-P450-Isoenzym (z.B. CYP1A1 oder CYP1A2) Herbizid-resistent werden. Seit einigen Jahren gibt es in dieser Richtung Bestrebungen, P450-transgene Pflanzen herzustellen. Aufgrund der überlappenden, breiten Substratspezifität des jeweils eingebrachten Säuger-P450-Isoenzyms (Ratte, Mensch) wird in den transgenen Pflanzen meist eine multiple Resistenz gegen verschiedene Herbizide mit unterschiedlichen Strukturen und Wirkmechanismen beobachtet. Vor der Vermarktung von transgenen Pflanzen müssen diese in Feldversuchen getestet werden. Dabei wird die Verträglichkeit des Genproduktes, die Eigenschaften der modifizierten Pflanze, die Expressionsstabilität des eingebrachten Fremd-Gens und mögliche ökologische Auswirkungen untersucht. Zusätzlich sollte neben der Substratspezifität des fremden P450-Isoenzyms gegenüber Xenobiotika getestet werden, ob pflanzliche Sekundärmetaboliten als Substrate in Frage kommen. Außerdem sind mögliche Einflüsse auf den normalen Stoffwechsel der Pflanzen von Interesse, die sich auf den Phänotyp der Pflanzen auswirken können. Z.B. wurde bei Cyp2c14-transformierten Tabak-Pflanzen (aus Kaninchen) eine verstärkte Seneszenz beschrieben, die sich in einem verringertem Chlorophyll-Gehalt, einem erhöhten Gehalt an Abbauprodukten der Lipid-Peroxidation und einem Abbauprodukt des Nornicotins und in einer Abnahme des Nicotin-Gehaltes äußerte. Außerdem wuchsen die Pflanzen langsamer und brauchten mehr Zeit zur Bewurzelung. Dies sind Anzeichen dafür, dass das Einbringen eines Fremd-P450-Gens in Tabak über die oxidative Veränderung der Membranlipide oder -sterole und damit über die Veränderung der Membranstruktur, durch einen hormonellen Eingriff durch Umsetzung eines Brassinosteroids oder die Unterdrückung endogener P450-Gene möglicherweise schwerwiegende metabolische Auswirkungen zur Folge haben kann. Vor diesem Hintergrund wurde untersucht, ob die Agrobakterien-vermittelte Transformation von Tabak mit der cDNA des humanen CYP1A2 Auswirkungen auf den endogenen Nicotin-Gehalt der Pflanzen zur Folge haben. CYP1A2 gehört dabei neben anderen Isoenzymen im Gegensatz zu den Hauptenzymen CYP2A6, CYP2B6 und CYP2D6 zu den Isoenzymen, die Nicotin nur bei hoher Substratkonzentration umsetzen. Nicotin besitzt dabei als natürliches Insektizid eine wichtige ökol u.s.w.
Färbepflanzen bieten hinsichtlich einer Biodiversität große Chancen für den einheimischen ländlichen Raum dar. Mit dem zu erarbeitenden Videofilm soll Basiswissen zur großen historischen Bedeutung und zum landwirtschaftlichen Anbau von Färbepflanzen vermittelt werden. Mit der Darstellung einer vielseitigen Landwirtschaft sollen bis zu 10 verschiedene Wertschöpfungsketten / Produkte bei der Nutzung von Pflanzenfarbstoffen (rot, gelb und blau) aufgezeigt werden. Kompetente Fachwissenschaftler und Produzenten sind als Interviewpartner vorgesehen. Konzeptbasis dieses Vorhabens ist die bestehende Ausstellung 'Pflanzenfarben erleben'. Behandelt werden auch Aspekte zur Nutzung von Färber-Resede zur Verbesserung des Blütenpflanzenangebotes (Bienenweide). Wichtigste Zielgruppen des Filmes sollen die allgemeine Öffentlichkeit und Bildungseinrichtungen sein. Mit den Informationen soll auch Aufklärungsarbeit für den landwirtschaftlichen Berufsstand und in der Öffentlichkeit, für den Verbraucher, geleistet werden. Erarbeitung Filmkonzeption: Mai 2015, Auswahl Drehorte u. Drehbuch: Mai 2015, Filmaufnahmen vor Ort, ca. 25 Tage: ab Mai 2015, Animation (Krappanbau): Dezember 2015 / Januar 2016, sonstige Animationen / Rohkopien/ Timecodierung Rohmaterial: ab Mai 2015 ständig nach Aufnahmen, Auswahl der Filmszenen für Schnitt/ Sprache/ Tonmischung: 2016, Erarbeitung Poster und Flyer: Juli 2016 Vorbereitung und Durchführung Abschlussveranstaltung: September 2016
| Origin | Count |
|---|---|
| Bund | 11 |
| Land | 5 |
| Zivilgesellschaft | 2 |
| Type | Count |
|---|---|
| Agrarwirtschaft | 2 |
| Förderprogramm | 11 |
| Text | 4 |
| Umweltprüfung | 1 |
| License | Count |
|---|---|
| geschlossen | 7 |
| offen | 11 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 18 |
| Englisch | 4 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 12 |
| Webseite | 6 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 8 |
| Lebewesen und Lebensräume | 18 |
| Luft | 7 |
| Mensch und Umwelt | 18 |
| Wasser | 4 |
| Weitere | 18 |