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Found 49 results.

Wissenschaftliche Grundlagen zur Regeneration und Gestaltung von Biotopen fuer gefaehrdete Tierarten und deren Lebensgemeinschaften am Beispiel von Bodenentnahmestellen im Rheinland

Das Projekt besteht aus zwei Teilen: a) In Mechterheim werden in einem ausschliesslich fuer Zwecke des Naturschutzes gestalteten Baggersee oekologische Erhebungen durch eine Gruppe von Biologen durchgefuehrt, um spaeter die Eignung des Gebietes fuer den Artenschutz zu beurteilen und Richtlinien zur Nachahmung in anderen Bodenentnahmestellen zu erarbeiten. In stillgelegten Mechtersheimer Tongruben (Schilfbiotop) wurde Ende der 70er Jahre ein kleines Naturschutzgebiet (ca. 12 ha) zum Schutze einer Purpurreiher-Kolonie gegruendet. Dieses Gebiet wurde durch den Ankauf eines im Anschluss gelegenen Baggersees vergroessert. Nach Gestaltungsmassnahmen erfolgt eine sukzessive Ausbreitung der Flora und Fauna aus dem alten in den neuen Teil des Naturschutzgebietes sowie Integration der beiden Teile. b) Angesichts der Tatsache, dass in der Bundesrepublik Deutschland sehr viele Baggerseen entstehen, wird durch Gelaendebereisung im Stromtal des Rheines untersucht, wie die Folgenutzungen solcher Gebiete sind und ob mehr Baggerseen durch gezielte Renaturierung fuer Zwecke des Artenschutzes genutzt werden koennten. Das unter a) genannte Thema wird aus der Sicht diverser Fachleute untersucht (Botanik, ausgewaehlte Insektengruppen, Mollusken, alle Wirbeltierklassen, abiotische Faktoren). Der Autor befasst sich mit dem Teilbereich Saeugetiere und Voegel. Besondere Beachtung wird der Purpur-Reiher-Kolonie geschenkt (3 - 10 Paare, seit zumindest 15 Jahren); es handelt sich um ein Vorkommen am noerdlichen Rand des Verbreitungsgebietes. Die gesamte Begleitforschung im NSG Mechtersheim wird vom Landesamt fuer Umweltschutz in Oppenheim koordiniert. Aus den jaehrlichen Ber...

Artenhilfsprogramm zum Schutz und zur Bestandsfoerderung des Weissstorches in Bayern

Lueckenlose Erfahrung der Bestandsdaten fuer Bayern seit 1980 als Grundlage fuer gezielte Massnahmen zur Optimierung der einzelnen Standorte und Lebensraeume. Hauptsaechliche Massnahmen sind neben der Sicherung der Horste Biotopgestaltungsmassnahmen wie Grabenaufweitung, Anlage von Flachmulden und Reliefstrukturen, Rueckvernaessung von Wiesen, Nutzungsextensivierung ect. Weitere Ziele sind Weiterbildung der Bevoelkerung, Einflussnahme auf die landwirtschaftliche Nutzung in Storchengebieten in Kombination mit den Naturschutz- und Landwirtschaftsprogrammen (VNP + KulaP) sowie gesetzlicher Schutz aller Nahrungsbereiche, die zu diesem Zweck genau kartiert werden sollen. (1998-2000).

Artenreiche Flur Gross Kreutz

Das havellaendische Obstanbaugebiet ist durch gravierende Eingriffe in das oekologische Gefuege gekennzeichnet. Die seit 1990 eingetretenen Veraenderungen waren Anlass, Untersuchungen zur Wiederherstellung einer artenreichen Flora und Fauna einzuleiten. Seit 1992 werden in der Gemarkung ein Beispiel fuer aktive Landschaftspflege und -gestaltung sowie ein Lehr- und Versuchsgebiet fuer Niederwild- und Naturschutzaufgaben geschaffen. Im Rahmen aktiver Biotopgestaltung und nach einem Landschaftsplan-Entwurf wurden umfangreiche Feldgehoelze angelegt (standorttypische Gehoelzarten) und Stillegungsflaechen mit Graeser/ Kraeutermischungen bestellt. Es erfolgten die Renaturierung eines Feuchtgebietes, die Erhaltung und Umgestaltung von Obstanlagen/Streuobstwiesen, die Anlage von Lesesteinhaufen und Benjeshecken, die Aufzucht und Wiedereinbuergerung der Rebhuehner. Als Weiser fuer die Wirksamkeit der Massnahmen dienen die Ergebnisse von Zaehlungen spezieller Niederwildarten mit Indikatorwert.

Das Potential von industriell und gewerblich genutzten Flächen als Trittsteinbiotope für Wildtiere

Zielsetzung und Anlass: Einigen naturschutzrelevanten Wildtieren, wie beispielsweise Wildkatzen und Luchsen, ist es bislang stellenweise noch möglich, die intensiv genutzte Kulturlandschaft zu durchwandern, um sich neue Habitate zu erschließen. Der urbane Raum, wie auch andere Formen der Landnutzung, breiten sich jedoch stetig aus. Deckungsreiche Strukturen als Trittsteinbiotope sind rar oder verschwinden durch die Intensivierung der anthropogenen Landnutzung. Die Zersiedlung und Fragmentierung unserer Landschaft stellt damit eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit dar. Die Umsetzung von Biotopverbundkonzepten und der Erhalt geeigneter Trittsteinbiotope sind daher wichtiger denn je. Industrie- und Gewerbeflächen könnten hierbei eine bislang übersehene Rolle spielen und eine vergleichsweise kostengünstige Ergänzung zur Neuanlegung von Trittsteinbiotopen sein. Bewegungsdaten einzelner Wildtiere lassen vermuten, dass auf bestimmten Industrie- und Gewerbeflächen aufgrund der dort vorhandenen Deckungsstrukturen, zeitlich eingeschränkter Nutzung oder Betretungsverboten ein bisher unterschätztes Potential für Trittsteinbiotope vorhanden ist. Bei Biotopverbundkonzepten oder naturschutzfachlichen Einschätzungen sind diese Strukturen jedoch bislang nicht beachtet worden, da sie sich auf anthropogen genutzten Flächen befinden. Diese werden von den gängigen Habitatmodellen zu naturschutzrelevanten Wildtieren, die mit großen Stichproben auf das Abbilden von Gesamtpopulationen ausgelegt sind, überwiegend als 'gemieden' bewertet. Es gilt jedoch zu bedenken, dass sich vor allem einzelne Individuen und nicht die Gesamtheit einer Population in neue Lebensräume vorwagen und dabei auf ihren Wegen auch schwierige und abnorme Verhältnisse in Kauf nehmen. In Auswertungen, die sich nicht explizit mit jenen Individuen befassen, die sich außergewöhnlich viel auf Transithabitaten aufhalten und Trittsteinbiotope auch tatsächlich nutzen, könnten daher wichtige Informationen zur Nutzung von Trittsteinbiotopen entgehen, da diese als 'Ausreißer' im jeweiligen Datensatz angesehen werden. Das führt dazu, dass bisherige Konzepte zu Industrie- und Gewerbeflächen vor allem auf die aktive Gestaltung kleiner Biotope für weniger mobile Arten wie z.B. bedrohte Insekten, Amphibien, oder Reptilien abzielen. Der Schutz von schon vorhandenen, deckungsreichen Strukturen auf derartigen Flächen, um diese als Trittsteinbiotope für größere Wildtiere verfügbar zu machen, spielte dabei jedoch bisher keine Rolle. Mit diesem Projekt wollen wir das Potential von Industrie- und Gewerbeflächen als Trittsteinbiotope untersuchen und auf dieses aufmerksam machen, um so die Durchlässigkeit der Landschaft für Wildtiere zu verbessern. Es ist jedoch anzunehmen, dass sich nicht alle Industrie- und Gewerbeflächen gleichermaßen als Trittsteinbiotope für Wildtiere eignen. Zur Bestimmung potentieller Trittsteinbiotope, zum Schutz relevanter Strukturen und zur praktischen Anwendung in Verbundkonzepten wäre es wichtig, geeignete und ungeeignete Flächen zu unterscheiden. Das diesbezügliche Potential derartiger Fläche sollte daher individuell anhand konkreter Merkmale bestimmbar sein. Hierfür wäre es beispielsweise praktikabel zu wissen, auf welchen Industriezweigen sich vermehrt geeignete Vegetationsstrukturen befinden. Auch die Frage, ob und warum prinzipiell geeignete Strukturen auf Industrieflächen von Wildtieren nicht genutzt werden (beispielsweise, weil keine Löcher im Zaun vorhanden sind) sollte auf den Grund gegangen werden. Ziel des Projekts ist es daher, auf Grundlage gängiger landschaftsbeschreibender Daten, Faktoren zu bestimmen, mittels derer die als Trittsteinbiotope geeigneten Industrie- und Gewerbeflächen sicher klassifiziert werden können. Dafür müssen die für Wildtiere relevanten Bedingungen auf diesen Flächen, beispielsweise hinsichtlich Deckung und Störung, gut bekannt und zu kategorisieren sein. (Text gekürzt)

Naturräume und Großlandschaften Deutschlands

Zur ökologischen Charakterisierung und Abgrenzung von Landschaften läßt sich Deutschland in naturräumliche Einheiten, d. h. in nach dem Gesamtcharakter ihrer Landesnatur abgegrenzte Regionen gliedern. Berücksichtigt werden die natürlichen Gegebenheiten einer Landschaft wie Oberflächengestalt, Böden, Gesteinsaufbau, Gewässer und Klima. Der menschliche Einfluss auf die Landschaft spielt hierbei nur eine untergeordnete Rolle. Die einzelnen Einheiten sind durch eine spezifische Ausstattung mit Standort- und biotischen Potentialen (Flora, Fauna, Vegetation) sowie durch den Bestand an Landschaftsstrukturen, Biotopen und Arten gekennzeichnet. Die Abgrenzung der Naturräume wurde auf Grundlage der Haupteinheiten der naturräumlichen Gliederung nach Meynen, Schmidthüsen et al. (1953-1962) und der Landschaftsgliederung des Instituts für angewandte Geodäsie (Karte der BRD 1:1000000 - Landschaften, 1979) erarbeitet. U. a. für die Anwendung im FFH-Bereich wurde dabei die Ebene der Haupteinheiten durch Zusammenfassung einzelner Einheiten zu Naturräumen vereinfacht. Die Einheiten der Naturräme lassen sich zu neun verschiedenen Großlandschaften zusammenfassen. Der Datensatz beinhaltet außerdem die Abgrenzung der atlantischen, kontinentalen und alpinen biogeographischen Regionen in Deutschland.

Standardisierte Erfassung von Wildbienen zur Evaluierung des Bestäuberpotenzials in der Agrarlandschaft, Umsetzung

Ziel des Projekts ist es, die Ökosystemdienstleistung 'Bestäubung durch Wildbienen' zukünftig zu erhalten und zu steigern. Die Überprüfbarkeit und Qualitätssicherung wird mit standardisierten Verfahren gewährleistet. An 60 Lokalitäten in 20 ausgewählten Standorten (aufgeteilt in 180 Untersuchungsflächen) in Agrargebieten, in der Nähe zu Naturschutzgebieten und auf Bundesweiten Stichprobenflächen Deutschlands werden Nahrungs-Habitate (Wildbienenweiden) angelegt. In direkter Nachbarschaft werden Nistgelegenheiten geschaffen, um die Diversität von Wildbienen zu fördern. Die Wildbienenzönosen werden mit bestandsschonenden Methoden (Lebendbeobachtungen und Sichtfänge) qualitativ und quantitativ erfasst. Die Ergebnisse werden in Fachzeitschriften veröffentlicht. Schulungen werden entwickelt, um die taxonomischen Kenntnisse über Wildbienen und ihre Nahrungspflanzen zu stärken und um wissenschaftlichen Nachwuchs auszubilden. Die im Projekt angewendeten Verfahren werden in Form von VDI-Richtlinien standardisiert, um u.a. den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Erfassung und Bestimmung von Wildbienen auszubilden.

Standardisierte Erfassung von Wildbienen zur Evaluierung des Bestäuberpotenzials in der Agrarlandschaft, Standardisierung, Öffentlichkeitsarbeit und Evaluierung

Ziel des beantragten Verbundprojekts ist es, die Ökosystemleistung 'Bestäubung durch Wildbienen' bundesweit zu erhalten und wieder zu steigern. Die Überprüfbarkeit und Qualitätssicherung soll mit standardisierten Verfahren gewährleistet werden. An deutschlandweit 20 ausgewählten Standorten in der Agrarlandschaft (aufgeteilt in 180 Untersuchungsflächen) werden Nahrungshabitate, sogenannte Wildbienenweiden, aus gebietsheimischen Wildkräutern und einzelnen Kulturpflanzen angelegt. In direkter Nachbarschaft zu den Wildbienenweiden werden Nistgelegenheiten (Nisthügel) geschaffen, um die Diversität von Wildbienen zu fördern. Die Individuen- und Artenabundanzen werden mit bestandsschonenden Methoden (soweit möglich über Lebendbeobachtungen und Sichtfängen) qualitativ und quantitativ erfasst. Die Ergebnisse werden in Fachzeitschriften veröffentlicht. Schulungen werden entwickelt, um dem wissenschaftlichen Nachwuchs sowohl Kenntnisse über Wildbienen als auch deren Lebensräume und Nahrungspflanzen zu vermitteln. Die im Projekt angewendeten Verfahren werden in Form von VDI-Richtlinien standardisiert, die nach der Veröffentlichung allen interessierten Gruppen zur Verfügung stehen.

Teilprojekt 6: Entwicklung und Etablierung von Hartholzauwäldern im BR Niedersächsische Elbtalaue, Teilprojekt 5: Entwicklung und Etablierung von Hartholzauwäldern im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg

Ziel des Teilprojektes 'Entwicklung und Etablierung von Hartholzauwäldern im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg' ist die Konzeption und Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Ökosystemleistungen Kohlenstoffbindung und Hochwasserretention durch 1. Flächenerwerb und Initialpflanzungen zur Etablierung von Hartholzauenwäldern unter Entwicklung und Erprobung innovativer Verfahren und 2. Entwicklung von bereits gepflanzter Hartholzauenwälder durch die Etablierung von lebensraumtypischen Krautschichtarten. Das Wissen über Ökosystemleistungen von Auenwäldern soll durch die Entwicklung und Erprobung von Bildungskonzepten für Schüler*innen und Studierende und durch Öffentlichkeitsarbeit verbessert werden.

Arthropodengemeinschaften in Mulmhöhlen im Landschaftskontext: Einfluss der Wald- und der Landschaftsstruktur auf Diversität und Ausbreitungsdistanzen im regionalen Vergleich

Ergebnisse dieser Studie ermöglichen es, wissenschaftlich fundiert Auswirkungen der Größe und Isolation von Waldgebieten, sowie ihrer Habitatqualität in Form der Waldstruktur auf die Artenvielfalt von Arthropoden in Mulmhöhlen und auf die Ausbreitungsdistanzen ausgewählter Mulmhöhlenspezialisten zu ermitteln. Die Erhebung soll in drei unterschiedlichen Regionen erfolgen und damit zu übertragbaren und verallgemeinerbaren Ergebnissen führen. Gesamtziel der Studie ist es, mithilfe der durch die Forstbetriebe regelmäßig in Bayern erhobenen Forstinventur und Fernerkundungsdaten, sowie Daten zur Ausbreitung ausgewählter Arten, Prognosen zur Artenvielfalt in Mulmhöhlen zu treffen. Der Einfluss der Landschaftsstruktur inklusive der Habitatqualität auf lokale Populationen und Artengemeinschaften wurde bisher nicht berücksichtigt. Ebenso wurden die meisten Arbeiten zu Mulmhöhlenarthropoden bisher nur in einer Region durchgeführt, so dass eine Verallgemeinerung der Ergebnisse schwierig ist. Die Studie soll es ermöglichen, eine wissenschaftlich fundierte Empfehlung zu entwickeln wie Mulmhöhlen räumlich in Waldgebieten verteilt sein sollen, und dies unter Einbeziehung von kleinräumigen Habitatparametern einerseits und der Landschaftsstruktur andererseits. Aus den Ergebnissen und ihrer Validierung in verschiedenen Regionen können den Forstbehörden, Waldeigentümern und Naturschützern Empfehlungen gegeben werden, wie Mulmhöhlen zu schützen oder zu entwickeln sind, um die erhofften Beiträge zur Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt zu leisten. Dies sollte dann auch Grundlage für eine zukünftig angemessenere Entschädigung im Rahmen von Förderprogrammen bilden. Ergebnisse des Projekts können in das ''Naturschutzkonzept der Bayerischen Staatsforsten'' und das bayerische Waldförderprogramm eingebracht werden. Darüber hinaus wird das Projekt wertvolle Beiträge für die Erstellung von Natura 2000 Managementplänen im Wald liefern.

Sicherung und Optimierung des Schreiadlers in Mecklenburg-Vorpommern - Hauptvorhaben und wissenschaftliche Begleitung

Die Projektziele dieses Erprobungs- und Entwicklungsvorhabens umfassen die Sicherung und Optimierung von Lebensräumen des Schreiadlers in Mecklenburg-Vorpommern durch die Erprobung geeigneter Maßnahen in den Brut- und Nahrungsgebieten und die modellhafte Sicherung am Beispiel von fünf Teilgebieten in Mecklenburg-Vorpommern sowie die Entwicklung eines Modells für den Vertragsnaturschutz zur Sicherung von Schreiadler-Lebensräumen. Das E+E-Vorhaben beinhaltet zusammenfassend fünf Ziele: - Modellhafte Bewahrung ausgewählter Brut- und Nahrungshabitate des Schreiadlers - Erhalt und Einrichtung von Offenlandbiotopen als Nahrungshabitat des Schreiadlers - Erhalt und Entwicklung von Wäldern als Bruthabitate des Schreiadlers - Entwicklung von Grenzwerten für die Durchführung von Infrastrukturmaßnahmen in den Sommerlebensräumen des Schreiadlers - Entwicklung eines Modells für den Vertragsnaturschutz zur Sicherung von Schreiadler-Lebensräumen.

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