Insgesamt konnten im Rahmen dieses Projektes 12 Referenzflächen als 'Best Practice'-Beispiele naturgemäßer Waldbewirtschaftung eingerichtet werden. Die Bestände befinden sich in unterschiedlichen Phasen auf dem Weg der Überführung eines Altersklassen- in einen naturnah bewirtschafteten Dauerwald. Erstmals werden in Österreich waldbauliches, ökonomisches und ökologisches Monitoring auf einer Waldfläche vereint. Zur Gewährleistung einer standardisierten Methodik wurde ein verbindliches Manual verfasst. Die Erhebungsmethodik wurde mit jener des Österreichischen Naturwaldreservate-Programmes abgestimmt. Diese Kompatibilität bietet insofern Vorteile, als dass sie als Basis für Vergleiche mit nicht bewirtschafteten Flächen dient und ein größerer Anwenderkreis von ihr profitiert. Die Referenzflächen wurden als Langzeit-Forschungsflächen für naturnahe Waldwirtschaft eingerichtet. Aus der Kenntnis der Waldentwicklung in den Referenzflächen sollen sowohl Empfehlungen für eine wirtschaftlich effiziente Waldbewirtschaftung entwickelt werden, als auch die relevanten Einflussgrößen für die Erhaltung der Biodiversität identifiziert und bestmögliche Maßnahmen abgeleitet werden. Die Ergebnisse der Erstaufnahme werden in Informationsbroschüren zusammengefasst, welche auch als Exkursionsführer dienen können. Die Waldbewirtschafter verpflichten sich zu einer regelmäßigen Protokollierung durchgeführter Arbeiten und Nutzungen, sowie von Aufwänden und Erträgen zur Sicherung der Dokumentation ökonomischer Bewirtschaftungskennzahlen. Der wissenschaftliche Wert des Projektes wird mit dessen Weiterführung exponentiell steigen. Eine Zusammenarbeit von Pro Silva mit den einzelnen Betrieben wird durch eine Kooperations-Vereinbarung geregelt. Die Zusammenarbeit der Projektpartner - Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) und Pro Silva Austria mit seinen Mitgliedsbetrieben - ermöglicht die Verbindung von angewandter Wissenschaft und forstlicher Praxis. Durch den gewählten Ansatz von Langzeit-Dauerbeobachtungsflächen, soll es aber langfristig auch möglich werden, Ökosystem-Leistungen der Referenzflächen zu erfassen und letztlich zu bewerten. Alle Referenzflächen weisen eine Bestandesgeschichte auf, welche zu einer veränderten Vegetation und Bestandesstruktur geführt hat. Ein Teil der Referenzflächen ist durch eine von der potenziellen natürlichen Vegetation abweichende aktuelle Waldgesellschaft gekennzeichnet. In allen Referenzflächen gibt es eine Tendenz des Baumartenwechsels. Die Verjüngung und die Unterschicht unterscheiden sich von der Oberschicht (Altbestand) dahingehend, dass sich eine Annäherung der aktuellen Baumartenzusammensetzung an die potenzielle natürliche Vegetation abzeichnet. Die Eigentümer aller Referenzflächen bekennen sich in ihrer wirtschaftlichen Zielsetzung zur Ausnützung der kostenlosen Naturverjüngung. Die Verbissbelastung ist sehr unterschiedlich, in den meisten Fällen gibt es keine eklatanten Probleme mit der Verjüngung. (Text gekürzt)
Anlage einer Versuchsserie zur Überführung einschichtiger Buchenbestände in Dauerwald. Die Versuchsanlage ist als Begleitung zur Einführung der überarbeiteten WET-Richtlinie vorgesehen und adressiert Aspekte der Behandlungstypen zur 'direkten' Überführung in Dauerwald. Der Schwerpunkt der Versuchsanlagen (Ziel 3 - 4 Versuche) soll zur Klärung von Fragen im Zusammenhang mit dem Behandlungstyp 'Überführung aus der Durchforstungsphase' dienen. Vorgesehen sind hierzu Versuchsanlagen mit folgenden Varianten: 1. WET-gemäße Überführung (max. 40 Z-Bäume/ha & stammzahlschonenden Eingriffen in den Zwischenbereichen) 2. 'forcierte' Überführung (max. 40 Z-Bäume/ha & Schaffung von Verjüngungsansätzen in den Zwischenbereichen) 3. Lichtwuchsdurchforstung mit 60-80 Z-Bäume/ha (Referenz) Bei erfolgreichem Abschluß der Anlage der Versuchsflächen im Rahmen dieses Projekts ist vorgesehen, die Flächen in den Bestand der langfristigen wachstumskundlichen Versuchsflächen zu übernehmen. Gegebenenfalls erfolgt eine Ergänzung durch Versuchsanlagen im Bereich des Behandlungstyps 'Überführung aus der Hauptnutzungsphase' (1-2 Versuchsanlagen). Dazu können folgende Varianten vorgesehen werden: 1. WET-gemäße Überführung (Zielstärkennutzung & Entnahmebegrenzung auf 30% des Ausgangsvorrates) 2. qualitätsdifferenzierte Zielstärkennutzung ohne Entnahmebegrenzung (Referenz) 3. Verjüngung in 30 Jahren durch Zielstärkennutzung mit Übergang zu Femelhieben bei fortschreitender Nutzung.
The main goal of the project is to improve the use of carbon and oxygen isotope ratios in tree-rings as a tool to detect the response of Siberian larch forests on permafrost to the recent climate change. The goal will be achieved by a detailed analysis of the incorporation and fractionation of isotopes in a Siberian forest ecosystem (64 N, 100 E) on a seasonal scale, at an approximately weekly time resolution during the vegetation period. A new approach involving compound-specific isotope analysis of different plant components will be applied to enhance the understanding of post-photosynthetic fractionation and carbon allocation processes. These results will be used to calibrate isotope fractionation transfer models along the leaf and stem. Oxygen isotope values of water samples extracted from soil, leaves and branches will be the basis for a better understanding of the water-use of trees, with a focus on time-lags caused by storage and release of permafrost water. Earlywood and latewood isotope chronologies covering the last 100 years on sites contrasting in permafrost depth will enable the application of the results on longer timescales. This will reveal if the thawing of permafrost and the deteriorating summer drought conditions are the key factors influencing forest growth. The results will be compared to studies conducted in the Alpine region in the Lötschental, where tree growth is also temperature-limited, but where the soil conditions (without permafrost) are very different. Siberian larch forests in the continuous permafrost region are sensitive ecosystems and have been especially exposed to the global warming of the recent decades. These forests are vulnerable, as the vegetation period is short, and water and nutrient availabilities are low. Our previous research on Siberian sites indicated a complex interplay of environmental factors, isotope ratios and tree growth. The t and provoke a risk of an additional radiative forcing of the climate system. 2 century were detected. The permafrost in this region has an important role as a direct water source during summer drought due to extremely low precipitation. Increasing temperatures in the future will enhance the leaf-to-air vapour pressure difference, thus the evaporative demand and water loss of the plants, which may reduce productivity and carbon sequestration of these forests. Furthermore, higher decomposition rates in the uppermost part of soils and accessibility of carbon currently stored in permafrost to microbial degradation could release COthemperature signal in the isotope chronologies was lower than expected, but indications for an increasing drought situation in the 20
Wirtschaftswälder im subtropischen China werden vorrangig als Plantagen mit nicht heimischen Arten bewirtschaftet. Massenproduktion und finanzielle Rentabilität stehen im Vordergrund. Ökosystemleistungen und Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung wird nicht ausreichend Rechnung getragen. In einer ersten Projektphase wurde seit Ende 2012 an drei Pilotstandorten in den Provinzen Zhejiang, Jiangxi und Guangdong in Kooperation mit chinesischen Projektpartnern Beratung, Wissenstransfer und Kapazitätsentwicklung zur naturnahen Waldbewirtschaftung (close-to-nature forest management) für regionale Forstbehörden durchgeführt und das lokale Personal in der bestandesweisen mittelfristigen Forstplanung geschult. In der zweiten Projektphase werden die Ergebnisse / Lernerfahrungen auf Demonstrationsflächen praktisch angewandt und die Kapazitätsentwicklung, insbesondere mit Blick auf die Vernetzung der mittel- und langfristigen forstlichen Planung mit den Zielen des Naturschutzes, weiter fortgeführt. Wissenschaftliche Begleitung durch SCBG und seine Partner fördert die Verbreitung. Eine Multiplikationswirkung für andere Regionen Chinas wird angestrebt. Die Umsetzung des Vorhabens erfolgt durch vier Kernprozesse: 1) angewandte Ökosystemforschung, 2) praxisbezogene waldbauliche Versuchs- und Demonstrationsmaßnahmen, 3) Kapazitätsentwicklung für multifunktionale Nachhaltsforstwirtschaft, 4) evidenzbasierter Politikdialog. Im Mittelpunkt stehen dabei permanente Versuchs- und Demonstrationsflächen, auf denen angewandte Ökosystemforschung und Kapazitätsentwicklung / Verbreitung eng verzahnt werden. Die Verbreitung erprobter Konzepte wird dadurch unterstützt, dass die Umsetzung eng an den Prioritäten der chinesischen Waldsektorreform und der sozioökonomischen Situation chinesischer Forstbetriebe ausgerichtet wird. Politische Entscheidungsträger der Staatsforstverwaltung werden eng in den Umsetzungsfortschritt des Vorhabens eingebunden.
Zwischenauswertung der Plenterwaldversuchsflächen: Struktur, Wachstum, Risiken und Sortenaufkommen von Plenterwäldern. Letzte Auswertungen dieser Art stammen von MITSCHERLICH aus den 60'er Jahren. Aufgrund der Aktualität des Themas Dauerwald und veränderter Rahmenbedingungen (Klima, Wirtschaft) werden die neuesten Wachstumsdaten ausgewertet. Grundlage der Untersuchung sind 7 Plenterwaldparzellen der Abteilung Waldwachstum in den Forstbezirken Alpirsbach, Bad Rippoldsau-Schapbach, Wolfach und Todtmoos. Die Untersuchung erstreckt sich über einen Zeitraum von rund 50 Jahren: 1950 (Erstaufnahme von 4 Versuchsfeldern) bis 2001 (bislang letzte Aufnahme). Bei den Themen Sortenaufkommen und zufällige Nutzungen werden zum Vergleich mit dem Altersklassenwald die Zahlen aus den Jahresberichten der Landesforstverwaltung 1953 bis 2001, bezogen auf den Staatswald Baden-Württemberg, Nord- und Südschwarzwald sowie angrenzender Forstämter, herangezogen.
Vor dem Hintergrund einer staerker an soziologischen Fragestellungen orientierten allgemeinen Geschichtswissenschaft wird die Dauerwaldbewegung als historischer Ursprung der naturnahen bzw. naturgemaessen Waldwirtschaft untersucht. Die Schwerpunkte der Arbeit liegen dabei auf der Aufarbeitung der sozialhistorischen Bedingungen in Deutschland in den Jahren 1880 bis 1930 und auf der Auseinandersetzung mit der Ideengeschichte der Dauerwaldbewegung, die als eine der zahlreichen durch das Buergertum getragenen Reformbewegungen in dieser Zeitspanne verstanden wird.
Human-induced global change calls for a worldwide monitoring of biodiversity and ecosystem functions. To date, monitoring programs of biodiversity indicators have been established for different taxonomic groups and habitats. However, these indicator systems have not quantified the pivotal interactions among species within communities and thus fail to measure the functionality of ecosystems. In this proposal, we aim at developing a prototype for structural and functional monitoring of frugivorous bird and fruiting plant diversity and avian seed dispersal, an important bird-mediated ecosystem function. We will implement and test functional and structural indicators in mountain rainforest and Tumbesian dry forest in South Ecuador. We will employ artificial fruits to assess the impact of human disturbance on avian seed-dispersal networks by comparing pecking rates on artificial fruits of different size and colour between continuous near-natural forests and human-disturbed forests. We will validate the reliability of the functional indicator system by comparing experimental networks to real-world seed- dispersal networks. At the same sites, we will assess species richness and trait diversity of frugivorous bird and fruiting plant communities. Functional monitoring of avian seed dispersal and structural monitoring of bird and fruit communities will be integrated to deliver predictions of avian seed-dispersal functions at the scale of entire plant communities. With this project, we seek to implement a reliable indicator system for avian seed dispersal that can be applied as a prototype for ecosystem function monitoring in research platforms worldwide.
Von der Abteilung Waldwachstum (Prof.Dr. Abetz) wurden ab 1963 im Fbz. Riedlingen umfangreiche Versuche zur frühen Baumzahlreduktion und Z-Baum-Auslesedurchforstung in Fichte angelegt; sie liefern bis heute wesentliche Beiträge zur Konzeption einer modernen Fichtenbehandlung. Nach fast 40-jähriger Laufzeit lassen sie verlässliche Aussagen zu Wachstum, Betriebssicherheit, Holzqualität und Wertentwicklung von Z-Baum-Kollektiven und Beständen zu. Sie ermöglichen auf aktueller Datengrundlage Prognosen für eine weiterentwickelte Behandlung von Fichtenbeständen in Richtung Dauerwald.
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