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Erkundungen zur Herkunft der Mineral- und Thermalwaesser im Nordschwarzwald

Es ist das wissenschaftliche Ziel der Arbeit, durch Auswertung der geologischen Daten, der geohydraulischen und geotechnischen Kennwerte, der chemischen Inhaltsstoffe, der Kenntnis der Edelgase und der Isotopendaten die Herkunft der Waesser zu klaeren. Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens dienen als Grundlage fuer Fragen der quantitativen Bewirtschaftungsmoeglichkeiten, qualitativer Veraenderungen in Abhaengigkeit von der Bewirtschaftung, Gefahr von Verschmutzungen, Ausweisung von Heilquellenschutzgebieten und Erkundungen des Mineralwasserdargebots.

Radon-Messkampagne des NLWKN in Hameln-Pyrmont und Holzminden liefert erfreuliche Ergebnisse

Hildesheim. Nach dem Rauchen ist das radioaktive Edelgas Radon die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Insbesondere dann, wenn es unbemerkt über einen langen Zeitraum in hoher Konzentration eingeatmet wird. Die Radonberatungsstelle des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) führt regelmäßig Messkampagnen durch, um eine mögliche gesundheitsschädliche Belastung durch Radon in Gebäuden zu ermitteln und die Bevölkerung zu schützen. Bei Messungen in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden wurden jetzt erfreuliche Ergebnisse festgestellt. Nach dem Rauchen ist das radioaktive Edelgas Radon die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Insbesondere dann, wenn es unbemerkt über einen langen Zeitraum in hoher Konzentration eingeatmet wird. Die Radonberatungsstelle des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) führt regelmäßig Messkampagnen durch, um eine mögliche gesundheitsschädliche Belastung durch Radon in Gebäuden zu ermitteln und die Bevölkerung zu schützen. Bei Messungen in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden wurden jetzt erfreuliche Ergebnisse festgestellt. „Für die meisten der untersuchten Gebäude liegen unbedenkliche Messwerte vor. Der gesetzliche Referenzwerte wurde nur in wenigen Ausnahmefällen erheblich überschritten. Für knapp vier Prozent der Messergebnisse aus insgesamt 1292 Radonmessungen wurde eine Referenzwertüberschreitung festgestellt“, berichtet Susanne Herrmann von der Radonberatungsstelle im NLWKN. Ein Referenzwert ist hierbei nicht als strikter Grenzwert anzusehen. Es handelt sich um einen Maßstab für die Angemessenheit von Schutzmaßnahmen, nicht um ein verbotenes Limit. Da die Radonkonzentration stark schwankt, sollte der Wert als Durchschnitt über zwölf Monate gemessen werden – so wie jetzt in Hameln-Pyrmont und Holzminden geschehen. Die gemessenen Radonkonzentrationen beider Landkreise liegen überwiegend in unbedenklichen Bereichen. „Alle Bürgerinnen und Bürger wurden über ihre Messergebnisse informiert. Bei den meisten Referenzwertüberschreitungen schaffen bereits einfache Maßnahmen wie häufiges Lüften oder eine Abdichtung möglicher Zutrittspfade im Hausfundament eine sofortige Senkung der Radonkonzentration“, erklärt Susanne Herrmann. Insgesamt 494 Privathaushalte hatten sich für diese Kampagne beworben. Nach einem Jahr Messzeit mit den sogenannten Exposimetern, welche den Teilnehmenden kostenfrei zur Verfügung gestellt und dann in Erd- oder Kellergeschossen platziert wurden, konnten die Expertinnen und Experten im NLWKN die Auswertungen vornehmen. Sehr erfreulich war hierbei die Rücklaufquote. „94 Prozent der Haushalte, die von uns mit Messgeräten ausgestattet wurden, haben uns diese nach Ablauf des Messzeitraums zur Verfügung gestellt. Das ist eine fantastische Resonanz. Dafür möchten wir uns bei allen Teilnehmenden bedanken“, so Susanne Herrmann. Umweltminister Meyer: „Radonschutz ist Gesundheitsschutz“ Umweltminister Meyer: „Radonschutz ist Gesundheitsschutz“ Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer war einer der Fürsprecher der Kampagne, die unter anderem in seinem Heimatkreis Holzminden stattgefunden hat. „Radonschutz ist Gesundheitsschutz. Viele Menschen sind sich dessen gar nicht bewusst, da das Gas farb-, geruchs- und geschmacklos aus dem Boden entweicht und sich in Innenräumen anreichern kann. Nur eine Messung bringt absolute Klarheit über die Situation in den eigenen vier Wänden. Daher unterstütze ich die Messkampagnen des NLWKN und freue mich sehr über die mehrheitlich erfreulichen Werte in Hameln-Pyrmont und Holzminden“, sagt Umweltminister Christian Meyer. Für die jüngste Radon-Messkampagne fiel die Wahl auf die Landkreise Hameln Pyrmont und Holzminden, da dort im landesweiten Vergleich grundsätzlich ergiebigere Quellen für Radon im Untergrund vorliegen. Durch oberflächennahe Festgesteinsschollen der Mittelgebirgsschwelle kann hier mit höheren Radon-Messwerten gerechnet werden als beispielsweise in der norddeutschen Tiefebene. Weitere Radon-Messkampagnen im südlichen Niedersachsen werden angestrebt. Eine Radonmessung ist unkompliziert, kostengünstig und jederzeit möglich. Bei Fragen zum Thema Radon und Radonschutz steht die Radonberatungsstelle des Landes Niedersachsen gerne zur Verfügung. Ausführliche Informationen zum Thema gibt es in folgendem Artikel auf der NLWKN-Webseite: Radon in Niedersachsen

Topographie-kontrollierte Vermischung über mittelozeanischen Rücken

Im Rahmen der Maria S. Merian Expedition 25 (MSM25) wurden im Jahr 2013 fast 5% des globalen ozeanischen Rückensystems erstmalig systematisch geologisch und ozeanographisch untersucht. Das Ziel des vorliegenden Antrags ist die Erstinterpretation dieses einmaligen hydrographischen und bathymetrischen Datensatzes entlang des langsam spreizenden Südatlantischen Rückens zwischen 33° und 12°S. Der Schwerpunkt der Analysen wird auf der Berechnung der Verteilung der vertikalen Vermischung aus hydrograpischen Feinstrukturdaten sowie die horizontale und vertikale Ausbreitung der Wolke von primordialen Helium aus Hydrothermalquellen entlang des Rückens sein. Die Ergebnisse der hier vorgeschlagenen Vorstudie sollen zur Konzeption eines weiterführendes Antrags dienen, in dem die zusammengehörenden qualitativ hochwertigen hydrographischen und bathymetrischen Daten zur Entwicklung eines verbesserten Models der vertikalen Vermischung in Abhängigkeit von Rauigkeit der Topographie und Rückenmorphologie genutzt werden sollen.

Presse und Öffentlichkeitsarbeit Pressemitteilungen: Geruchlos, geschmacklos – gefährlich?

Hildesheim. Es findet sich in vielen Häusern und kann in hohen Konzentrationen das Risiko von Lungenkrebs deutlich erhöhen: Das radioaktive Edelgas Radon hat ähnlich fatale Auswirkungen wie das Rauchen, ist aber als Gesundheitsrisiko deutlich weniger bekannt. Bundesweit machen deshalb zum Europäischen Radontag am 7. November Strahlenschützer auf die Gefahren durch schlecht abgedichtete Gebäudefundamente aufmerksam – und zeigen Möglichkeiten auf, das persönliche Radon-Risiko einzuschätzen und zu minimieren. Denn nicht alle Regionen Deutschlands sind gleichermaßen betroffen. Es findet sich in vielen Häusern und kann in hohen Konzentrationen das Risiko von Lungenkrebs deutlich erhöhen: Das radioaktive Edelgas Radon hat ähnlich fatale Auswirkungen wie das Rauchen, ist aber als Gesundheitsrisiko deutlich weniger bekannt. Bundesweit machen deshalb zum Europäischen Radontag am 7. November Strahlenschützer auf die Gefahren durch schlecht abgedichtete Gebäudefundamente aufmerksam – und zeigen Möglichkeiten auf, das persönliche Radon-Risiko einzuschätzen und zu minimieren. Denn nicht alle Regionen Deutschlands sind gleichermaßen betroffen. „Radon ist nach dem Rauchen nachweislich die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs“, weiß Susanne Herrmann von der Radonberatungsstelle des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Hildesheim. Das Problem: im Gegensatz zum Zigarettenrauch ist Radon unsichtbar, geschmack- und geruchlos – und damit für die menschlichen Sinne nicht wahrnehmbar. Durch Undichtigkeiten im Mauerwerk oder in der Bodenplatte, Kabel- und Rohrdurchführungen dringt das natürlicherweise in allen Böden vorkommende Gas über das untere Geschoss in Gebäude ein, kann sich ansammeln und von dort aus verteilen. Mit potenziell fatalen Folgen für die eigene Gesundheit. „Radon macht vor keiner Grenze halt – weder einer Landesgrenze, noch der Kellertür“, betont Susanne Herrmann. Die Radonberatungsstelle des NLWKN arbeitet deshalb mit weiteren deutschsprachigen Radonberatungsstellen in länderübergreifender Kooperation fortlaufend daran, an die Wichtigkeit des Radonschutzes zu erinnern. Regional stark unterschiedliche Gefahr Regional stark unterschiedliche Gefahr Die Gefahr ist dabei regional ganz unterschiedlich ausgeprägt: Vor allem Bodenbeschaffenheit und Durchlässigkeit von Böden spielen dabei eine zentrale Rolle. Die gute Nachricht für Niedersachsen: Für das zweitgrößte Bundesland gehen Experten davon aus, dass nur in wenigen Regionen mit erhöhter Radonkonzentration in der Bodenluft zu rechnen ist. Erste Anhaltspunkte, ob das eigene Heim in einem Risikogebiet liegt, bieten die öffentlich zugänglichen deutschlandweiten Radonkarten des Bundesamts für Strahlenschutz. Auch der Gesetzgeber hat auf das Radon-Risiko reagiert: Zum Schutz vor dem tückischen Edelgas haben die Bundesländer sogenannte Radon-Vorsorgegebiete identifiziert. Während Arbeitgeber in Radon-Vorsorgegebieten verpflichtet sind, die Radonkonzentration an bestimmten Arbeitsplätzen zu messen und bei Referenzwertüberschreitung zu reagieren, liegt die Verantwortung für den Schutz in privaten Wohnungen allerdings bei den Bewohnerinnen und Bewohnern selbst. „Unser Anliegen als Land ist es deshalb, die Bevölkerung für das Thema Radon möglichst breit zu sensibilisieren, denn selbst außerhalb der ausgewiesenen Radon-Vorsorgegebiete können erhöhte Radonkonzentrationen auftreten“, so Herrmann. Zu diesem Zweck hat jedes Bundesland Radonberatungsstellen eingerichtet. Hier erhalten Interessierte Antworten auf Fragen zu Radon, dessen Entstehung und gesundheitsgefährdender Wirkung, gesetzlichen Regelungen sowie Unterstützung bei privaten Radonmessungen. Die Radonberatungsstelle für Niedersachsen ist unter radon@nlwkn.niedersachsen.de oder telefonisch unter 05121/509 313 sowie im Internet unter www.nlwkn.niedersachsen.de/radon erreichbar. Hintergrundinfo: Hintergrundinfo: Der Europäische Radontag am 7. November erinnert an die zweifache Nobelpreisträgerin Marie Curie, die am selben Tag geboren wurde. Ihre Forschungen über radioaktive Elemente leisteten einen bahnbrechenden Beitrag für die Wissenschaft.

Geochemische Untersuchungen am Bodensee

Die innere Mischung des Sees, sowie die Wechselwirkung des Sees mit der Atmosphaere und dem Sediment soll mit Hilfe von Spurenstoffmessungen untersucht werden. Geplant sind Messungen von Temperatur, Sauerstoff, Leitfaehigkeit, Phosphat, SO2, Tritium, Helium-3, Radium 226, Radon-222, Blei-210 und Ionium.

ArTTA-10mL: Ein Instrument für die 39Ar-Datierung von kleinen Eis- und Wasserproben

Das Edelgasradioisotop 39Ar ist von großem Interesse für die Datierung in Ozeanographie, Glaziologie und Hydrogeologie, da es das einzige Isotop ist, das den wichtigen Altersbereich zwischen ca. 50 und 1000 Jahren abdeckt. Die fundamental neue Messmethode der Atom Trap Trace Analysis (ATTA), welche die 81Kr Datierung zum ersten Mal möglich gemacht hat, besitzt das Potenzial, die Anwendungen von 39Ar zu revolutionieren, indem sie die benötigte Probengröße um einen Faktor 100 bis 1000 reduziert. In einem Vorgängerprojekt haben wir zum ersten Mal gezeigt, dass die Messung von 39Ar an natürlichen Proben mit ATTA möglich ist, allerdings benötigten wir dazu immer noch Tonnen von Wasser. Vor kurzem haben wir anhand von Proben aus ersten Pilotprojekten mit Ozeanwasser und alpinem Eis gezeigt, dass die 39Ar-ATTA (ArTTA) Messung an Proben von ca. 25 L Wasser oder 10 mL Ar oder weniger möglich ist. Dieser Erfolg eröffnet komplett neue Perspektiven für die Anwendung der 39Ar-Datierung, die sehr wertvolle Information ergeben wird, die ansonsten nicht zugänglich wäre. Der Bedarf für solche Analysen, insbesondere im Gebiet der Spurenstoff-Ozeanographie, ist gut etabliert und dokumentiert durch Unterstützungsschreiben von unseren derzeitigen Partnern für ArTTA Anwendungen. Dieser Antrag wird es uns ermöglichen, die weltweit ersten ArTTA Geräte zu bauen, die auf Routinebetrieb mit kleinen Proben ausgelegt sind. Wir streben den Aufbau einer 39Ar-Datierungsplattform an, welche die Anforderungen für die Datierung in den Feldern der Grundwasserforschung, Ozeanographie und Gletscherforschung erfüllt. Um sinnvolle Anwendungen in der Tracerozeanographie zu ermöglichen, wird eine Kapazität von mindestens 200 Proben pro Jahr benötigt. Das neue Gerät für die Forschung wird damit lange angestrebte Anwendungen erlauben, die sonst nicht möglich wären. Basierend auf bisheriger Forschung haben wir einen klaren Plan für den Aufbau einer kompletten Plattform für den Betrieb von ArTTA: Eine neue Probenaufbereitungslinie basierend auf dem Gettern von reaktiven Gasen erlaubt die Abtrennung von bis zu 10 mL reinem Ar aus kleinen (kleiner als 25 L Wasser oder 10 kg Eis) Umweltproben in wenigen Stunden. Diese Proben werden zum ArTTA Gerät transferiert, welches aus zwei Modulen besteht: Das Optik-Modul erzeugt die benötigten Laserfrequenzen und Laserleistung, das Atom-Modul ist der Teil in dem die Atome mit atomoptischen Werkzeugen detektiert werden, die wir im Prototyp aus dem vorherigen Projekt realisiert haben. So weit als möglich wird die Anlage aus zuverlässigen, hochleistungsfähigen kommerziellen Teilen gebaut. Das System wird in einer hochkontrollierten Containerumgebung installiert, was einen modularen Aufbau gewährleistet, der in Zukunft an unterschiedlichen Orten aufgebaut werden kann.

Messung des Radons und seiner Folgeprodukte in Wohnraeumen und im Freien und Abschaetzung der daraus resultierenden Strahlenexposition, Messungen des Radons und seiner Folgeprodukte in Wohnraeumen und im Freien und Abschaetzung der daraus resultierenden Strahlenexposition der Bevoelkerung

Das Institut fuer Biophysik der Universitaet des Saarlandes fuehrt, mit Foerderung durch das BMI, die o.a. Messungen durch. Ziel des Vorhabens ist es, vor allem die Strahlenexposition der Lunge durch Radon zu bestimmen. Bisherige Abschaetzungen haben ergeben, dass die zusaetzliche Strahlenexposition der Lunge vor allem durch die radioaktiven Folgeprodukte des radioaktiven Edelgases Radon bei etwa 1 milli Sievert pro Jahr liegt und damit in der gleichen Groessenordnung wie die unveraenderte natuerliche Strahlenexposition.

Neuartige Altersbestimmung alpiner Gletscher durch 39Ar-ATTA

Das Eis der höchsten Alpengipfel enthält bislang nicht untersuchte, aber überaus wertvolle Klimainformationen. Die interne Altersstruktur der Gipfelgletscher resultiert aus der Reaktion auf Klimabedingungen, die sie Masse gewinnen, verlieren oder stagnieren lassen. Dieses Klimaarchiv ist noch unerforscht, aber akut bedroht von der gegenwärtigen Erwärmung und Extremereignissen. Zum Beispiel ist unzureichend verstanden wie Klimafluktuationen der letzten 1000 Jahre, speziell die so genannte "kleine Eiszeit", die Gipfelgletscher beeinflusst haben. Um diese Frage zu beantworten braucht es Altersinformation über die Gletscherschichtung. Da Abzählen von Jahresschichten nicht möglich ist, muss die Datierung über radiometrische Verfahren erfolgen. Im Altersbereich zwischen 100 und 1000 Jahre vor heute hat nur das Radioisotop des Edelgases Argon, 39Ar, eine passende Halbwertszeit von 269 Jahren, um als Datierungswerkzeug eingesetzt werden zu können. Allerdings ist das Vorkommen von 39Ar in der Natur so gering, dass 1 kg modernes Eis nur etwa 10.000 Atome an 39Ar beinhaltet. Technische Durchbrüche in der Messung von 39Ar in einer Atomfalle (ArTTA) haben es ermöglicht, die benötigte Probenmenge von Tonnen auf ein paar Kilogramm zu reduzieren. Erst dadurch wird die Anwendung zur Gletschereisdatierung durchführbar. Dieses Projekt wird die Methode der ArTTA Datierung für Gletschereis entwickeln, validieren und zur Entschlüsselung neuartiger Klimaarchive anwenden. Bereits bestehende Forschung an der ÖAW und der Uni Heidelberg bieten eine einzigartige Möglichkeit, dieses Vorhaben umzusetzen. Eine in Zusammenarbeit durchgeführte Pilotstudie hat bereits die Machbarkeit des Vorhabens belegt. Daran anschließend soll nun systematisch das Potential der Methode beurteilt werden. Zur Validierung werden Gletscher mit bereits bekannter Altersinformation und zusätzliche radiometrische Datierungen (z.B. über 14C) eingesetzt. Das 39Ar-Datierungsverfahren wird exemplarisch angewendet, um die Klimainformation in der Altersstruktur eines Gipfelgletschers zu rekonstruieren. Die Kenntnis der heutigen Energie- und Massenbilanz ermöglicht die Zuordnung von Akkumulationsänderungen der Vergangenheit zu den ursächlichen Klimaänderungen. Ihre Infrastruktur und hohe Informationsdichte machen die Alpen ein ideales Forschungsfeld für dieses Vorhaben. Schlussendlich wird das 39Ar-Datierungsverfahren für die Paläoklimaforschung erschlossen, mit einem möglicherweise ähnlichen Innovationsschub wie die Anwendung von 14C zur Eisdatierung. Den Einfluss vergangener Klimaschwankungen auf Gipfelgletscher besser zu verstehen wird auch ihre Zukunft besser vorhersagbar machen, mit direkter Relevanz zur Adaption an die sich ändernden Klimabedingungen, aber auch als Beitrag zum Verständnis kleinräumiger Klimaschwankungen und zur Bewusstseinsbildung im Hinblick auf den Klimawandel im Alpenraum.

Impuls/Waerme/Stofftransport zwischen Wasser und Atmosphaere

Messung der Stromdichten von Impuls, Waerme, Wasserdampf und Gasen durch die Phasengrenze Wasser-Luft in Abhaengigkeit von meteorologischen Parametern (Windgeschwindkeit, Feuchte usw.). Simulation der 'Air-Sea-Interaction' an einem ringfoermigen, abgeschlossenen Wind-Wasserkanal. Untersuchung mit Hilfe stabiler Isotope des Wassers, Kohlendioxid, Edelgasen. Massenspektrometrische Bestimmungsmethoden. Entwicklung von Temperatursonden fuer Grenzschichttemperatur. Untersuchung an anderen Modellfluessigkeiten statt Wasser; Untersuchung des Kapillarwellen-Einflusses.

The noble gas isotopic composition of the upper mantle in non-arc oceanic settings: Inferences from fluid inclusion studies

OIB localities (e.g., Tristan, Samoa) have been considered ideal natural laboratories for studying mantle heterogeneity. Indeed, Sr, Nd, and Pb isotopes of lavas collected from OIB systems have provided insights into the existence of distinct mantle reservoirs, the origins of which are closely related to local tectonic processes: DMM, HIMU, EM1, and EM2. In this context, we aim to investigate the isotopic composition of noble gases in fluid inclusions trapped in xenoliths and lavas from Samoa and Tristan islands, two well-known enriched mantle (EM) localities. Our goal is to evaluate the role of noble gas cycling and active tectonic processes on the composition of the upper mantle. Our results show that CO2 is the most abundant volatile in all samples (lavas and xenoliths) from both localities. The 4He/20Ne ratio in most samples is lower than 150, suggesting the presence of atmospheric components in the fluid inclusions. This is further confirmed by the relatively low 40Ar/36Ar ratios, particularly in Tristan samples, which show values below 360. It is worth noting that the Samoa sample exhibits a 40Ar/36Ar ratio of 1000.4, the highest of the dataset. The Rc/Ra values (3He/4He corrected for atmospheric contamination) observed in the Samoa samples align with the Ar ratios mentioned above, as the 3He/4He ratio is the highest reported (13.32Ra). This is above the MORB range, indicating a contribution from lower mantle fluids, likely derived from the Samoan hotspot. In contrast, Tristan samples exhibit low Rc/Ra values, with an average of 5.12Ra. These low helium ratios suggest the presence of a more radiogenic, 4He-rich mantle. The low helium ratios may be related to the EM nature of the mantle. Previous studies in the Canary Islands have shown a decrease in 3He/4He ratios in the eastern part of the archipelago, where EM components have been identified (Hoernle et al., 1993; Simonsen et al., 2001; Day and Hilton, 2011, 2021; Sandoval-Velasquez et al., 2021). However, it is confirmed that an EM component can show a wide range of variation for the 3He/4He ratio, ranging from low values of 5-6Ra to values beyond the typical MORB range, which overlaps (and complicates the distinction) with other OIB contexts with HIMU signature. This publication results from work conducted under the transnational access/national open access action at INGV-Palermo- Noble gas laboratory supported by WP3 ILGE - MEET project, PNRR - EU Next Generation Europe program, MUR grant number D53C22001400005.

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