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Alytes obstetricans (Laurenti, 1768) Geburtshelferkröte Amphibien Stark gefährdet

Die Geburtshelferkröte ist eine westeuropäisch verbreitete Art, welche von Zentralspanien bis an den Rand der Norddeutschen Tiefebene vorkommt. Im äußersten Norden ihres Verbreitungsgebietes dringt sie entlang der Mittelgebirgsschwelle am weitesten nach Osten in kontinentalere Regionen, bis an den östlichen Harzrand, in das Thüringer Becken und den Thüringer Wald vor. Vorkommen existieren in weiten Teilen des Saarlandes, in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, im Süden Niedersachsens und dem angrenzenden Sachsen-Anhalt (Harz und Harzvorland), im westlichen Thüringen sowie im nördlichen Hessen und dem äußersten Nordwesten Bayerns. Von der Schweiz und dem Elsass aus erreicht die Geburtshelferkröte zudem den Süden Baden-Württembergs. Die TK25-Q-Rasterfrequenz (Zeitraum 2000 – 2018) beträgt 4,98 %, daraus folgt die Kriterienklasse „selten“. In zahlreichen TK25-Q wurde die Art nach dem Jahr 2000 nicht mehr nachgewiesen. Dieser Befund wird durch zahlreiche Berichte über einen rapiden Bestandsschwund bei noch vorhandenen Populationen und das Verschwinden ganzer Populationen untermauert (z. B. Kordges 2003, Böll & Hansbauer 2008, Schlüpmann 2009, Kronshage et al. 2011, Brückmann & Thiesmeier 2012, Westermann & Seyring 2015, Uthleb 2016, Wagner et al. 2019 a). Während die Art ein breites Spektrum an möglichst fischfreien Gewässern für die Larven nutzt, stellt sie an das nahegelegene Landhabitat hohe Ansprüche. Bevorzugt werden vegetationsarme bis -freie Böden, die gut besonnt sind. Diese sollten entweder gut grabfähig sein oder als Versteck geeignete Spalten und Hohlräume aufweisen. Traditionell fand die Geburtshelferkröte diese Bedingungen in ausgedehnten Hutelandschaften sowie in Dörfern und auf Höfen. Die Veränderungen in diesen Landschaftsbereichen führten im langfristigen Bestandstrend zu einem starken Rückgang. Aktuell werden die Habitatanforderungen fast nur noch in Abgrabungen erfüllt. Die Konzentration auf wenige große Abbaustellen, Veränderungen in der Abbau-Technologie sowie Rekultivierungen bedingen weitere Bestandseinbußen. Erhöhter Nährstoffeintrag führt zu verstärkter Sukzession, die den Landlebensraum entwertet und den Raumwiderstand für die zunehmend isolierten Populationen erheblich erhöht. Die Art besitzt zudem eine besonders hohe Prävalenz gegenüber dem Chytridpilz Batrachochytrium dendrobatidis (Ohst et al. 2013, Böll et al. 2014), der insbesondere für Metamorphlinge regelmäßig letal ist (Böll et al. 2012). Dies alles führt zu der sehr starken Abnahme im kurzfristigen Bestandstrend. Insgesamt ergibt sich die Rote-Liste-Kategorie „Stark gefährdet“. Sowohl der langfristige Bestandstrend als auch der kurzfristige Bestandstrend wurden um jeweils eine Kriterienklasse schlechter eingestuft als in der letzten Roten Liste. Gründe sind verbesserte Kenntnisse durch eine bessere Datenlage sowie aktuelle Bestandseinbrüche. Damit ändert sich die Rote-Liste-Kategorie von vormals „Gefährdet“ auf „Stark gefährdet“. Die wichtigsten Gefährdungsursachen für die Geburtshelferkröte sind: Rückgang extensiver Beweidung; Verlust von Habitaten in Dörfern und auf Höfen; Fischbesatz in Reproduktionsgewässern; Verfüllung und Rekultivierung von Abbaustätten; Vernichtung von Kleinstrukturen im Offenland, die als Versteck geeignet sind (z. B. unverfugte Steinmauern); Sukzession der Landlebensräume; Ausbreitung des Chytridpilzes Batrachochytrium dendrobatidis durch Vektoren (z. B. durch Fischbesatz); Isolierung verbliebener Vorkommen. Wichtig für die Geburtshelferkröte ist die unmittelbare Nachbarschaft von geeigneten Landlebensräumen und Reproduktionsgewässern (Entfernung möglichst < 100 m). Die Gewässer sollten nur gelegentlich austrocknen, fischfrei sein und Versteckmöglichkeiten für die Larven enthalten. Auf den Einsatz von Agrochemikalien sollte im Umfeld verzichtet werden. Als Landlebensräume werden auch kleinflächige Böschungen und Böschungsanrisse mit lückiger Vegetation genutzt; Böschungssicherungen sollten daher im Landlebensraum möglichst unterbleiben. Analog sollten Hangrutschungen in Abgrabungen zugelassen werden. Abgrabungen sollten nach Nutzungsaufgabe nicht verfüllt werden, sondern dem Artenschutz dienen (siehe Kirschey & Wagner 2013). Durch extensive Pflegemaßnahmen (Mahd, Rückschnitt aufkommender Gehölze) muss der offene Charakter dieser Abgrabungen gewahrt bleiben. Extensive Weideprojekte sind eine hervorragende Schutzmaßnahme, soweit geeignete Gewässer vorhanden sind oder angelegt werden. In Dörfern, auf Höfen und im Wald sollten Kleingewässer mit nahegelegenen steinigen Böschungen, Steinschüttungen und Trockenmauern gefördert werden. Im Wasserbau können durch Revitalisierung von Bächen im Hügel- und Bergland Stillwasserbereiche mit angrenzenden Prallhängen und Uferböschungen geschaffen werden; bereits bestehende Stillwasserbereiche mit den genannten Eigenschaften sollten toleriert werden. Hilfreich ist das Belassen von Totholz im Gewässer. Biber (Castor fiber) schaffen vielfach geeignete Strukturen, indem sie kleine Bäche stauen und durch ihre Baumfällungen besonnte Bereiche entstehen (Dalbeck et al. 2007). Das Wirken dieses „Ökosystemingenieurs“ ist aus Autorensicht in Vorkommensgebieten der Geburtshelferkröte zu fördern.

Deutsch-französisches Strahlen-Messtraining aus der Luft

Deutsch-französisches Strahlen-Messtraining aus der Luft Hubschrauber fliegen auf beiden Seiten des Rheins im Breisgau und Elsass Vom 14. bis 16. April 2026 gehen deutsche und französische Fachleute für den Strahlenschutz in die Luft: In einem Gebiet entlang des Rheins zwischen Freiburg, Colmar und Mülhausen (Mulhouse) trainieren sie gemeinsam, die Radioaktivität am Boden von Hubschraubern aus zu messen . Auch rund um den Schauinsland werden Hubschrauber unterwegs sein. Die gemeinsame Aktion von Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ), Bundespolizei ( BPOL ) und der französischen Strahlenschutzbehörde Autorité de sûreté nucléaire et de radioprotection (ASNR) dient der Verbesserung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in radiologischen Notfällen. Training für den Schutz der Bevölkerung Ein Einsatzszenario, auf das sich die Behörden vorbereiten, ist ein Unfall in einem Kernkraftwerk , bei dem radioaktive Stoffe ausgetreten sind. Von Hubschraubern aus lassen sich Gebiete schnell auf am Boden abgelagerte radioaktive Stoffe untersuchen, um Informationen für den Schutz der Bevölkerung bereitzustellen. Radioaktivität macht nicht an Grenzen halt Christopher Strobl (BfS) "Eine radioaktive Wolke stoppt nicht an einer Landesgrenze. Deswegen ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein und eng mit unseren europäischen Nachbarn zusammenzuarbeiten" , sagt Christopher Strobl, der im BfS für die Hubschrauber-Messungen zuständig ist. "Mit gemeinsamen Messtrainings und Workshops stärken und verbessern wir diese Zusammenarbeit, damit sie im Ernstfall funktioniert." Hubschrauber auf beiden Seiten der Grenze unterwegs Für das grenzüberschreitende Training werden ein französischer Hubschrauber und ein Hubschrauber der Bundespolizei mit leistungsstarker Messtechnik ausgestattet. Beide Hubschrauber sind sowohl in Deutschland als auch in Frankreich unterwegs. Ausgangsbasis ist der Flugplatz Freiburg. Die Flugzeiten liegen zwischen 9 und 17 Uhr, die Flughöhe beträgt etwa 90 Meter. Messung natürlicher Strahlung Vorbereitungen für einen Messflug Gefährliche Strahlung gibt es während des deutsch-französischen Messeinsatzes nicht zu messen. Die natürlich im Erdboden vorhandene Radioaktivität reicht aus, um einen Trainingseffekt zu erzielen. Neben den Messungen selbst wird das Zusammenspiel von Strahlenschutz -Expert*innen und Hubschrauber-Pilot*innen sowie des deutschen und des französischen Messteams untereinander eingeübt. Das bergige Terrain am Schauinsland bietet zusätzliche Herausforderungen, da eine konstante Flughöhe eingehalten werden muss. Die Ausarbeitung geeigneter Messstrategien, die Koordinierung der Messflüge und die gemeinsame Auswertung der erhobenen Daten bilden einen weiteren Schwerpunkt. Die Messgebiete im Detail Übersicht über die Messgebiete Messgebiet 1 (Breisach am Rhein) Messgebiet 1 (Breisach am Rhein) verläuft mit etwa 30 mal 40 Kilometern westlich von Freiburg entlang des Rheins. Im Nordosten endet das Gebiet am nördlichen Ende des Kaiserstuhls. Im Westen wird es von Colmar entlang der Autobahn A35 begrenzt. In seiner südwestlichen Ecke reicht es an Mülhausen (Mulhouse) heran. Das abgeschaltete Kernkraftwerk Fessenheim liegt innerhalb des Messgebiets. Das Kraftwerksgelände wird ausschließlich vom französischen Messteam überflogen. Messgebiet 2 (Schauinsland) Messgebiet 2 (Schauinsland) ist etwa 10 mal 10 Kilometer groß. Südöstlich des Stadtgebietes Freiburg gelegen, umfasst es das Kloster St. Lioba im nordwestlichen Bereich, Kirchzarten im Nordosten, St. Wilhelm (Oberried) im Südosten sowie den Freiburger Hausberg Schauinsland. Oberried und Horben sind ebenfalls enthalten. Zusammenarbeit von BfS und Bundespolizei Hubschrauber der Bundespolizei Quelle: Bundespolizei Zur hubschraubergestützten Bestimmung radioaktiver Stoffe am Boden arbeiten das BfS und die Bundespolizei seit vielen Jahren eng zusammen: Die Bundespolizei stellt die Hubschrauber und deren Besatzung zur Verfügung. Expert*innen des BfS führen die Messungen durch und stellen den Strahlenschutz aller Beteiligten sicher. In einem radiologischen Notfall kann eine Fläche von rund 100 Quadratkilometern innerhalb von etwa drei Stunden überflogen und kartiert werden. Die Messergebnisse liegen bereits kurz nach der Landung vor. Arbeiten mehrere Messteams aus verschiedenen Nationen parallel, können entsprechend größere Gebiete in derselben Zeitspanne untersucht werden. Stand: 10.04.2026

Laser Scanning im Dienste der Landschaftsforschung

Das Lasescanning als neues Fernerkundungsverfahren um Zeugen traditionneller Kulturlandschaften zu dokumentieren Die bereits im Rahmen des Projektes 'Wölbäcker von Rastatt' gewonnenen Erfahrungen zum Einsatz des Laser Scanning wurden auch 2007 und 2008 weiter ergänzt und vor allem in breiten Kreisen potentieller Anwender im In- und Ausland vorgestellt. Wölbäcker sind Zeugen früherer Formen des Ackerbaus, die sich als wellenartige Folge von Furchen und Scheiteln ausdrücken. Ein größeres Vorkommen solcher Reste einer mittelalterlichen Flur ist bei Rastatt unter Wald noch gut erhalten. Zur genauen Dokumentation wurde dabei erstmals das Laser Scanning eingesetzt. Mit diesem Verfahren, das auf einer flächenhaften Abtastung der Erdoberfläche von einem Flugzeug aus basiert, können Reliefunterschiede im Dezimeterbereich, selbst unter Wald aufgezeigt und vermessen werden. Die Daten stammen aus flächendeckenden Befliegungen des Landesvermessungsamtes Baden-Württemberg. Weitere Gebiete wurden auch auf das Vorkommen von Wölbäckern untersucht. So konnten dank Laser auch in der Rheinaue bzw. in Lagen wo sie nicht vermutet wurden, solche Altfluren ausfindig gemacht werden. Zu den wesentlichen Beiträgen in den beiden letzten Jahren zählt auch der erfolgreiche Abschluß des EU-Vorhabens Culture 2000 in dem wir Partner aus vielen europäischen Ländern an unseren Erfahrungen mit der Lasertechnologie teilhaben lassen konnten. Die Kooperation mit Frankreich insbesondere mit der Denkmalpflege Elsaß führte ferner zur Konkretisierung gezielter Laserprospektionen von 8 verschiedenen archäologischen Stätten in der Rheinebene und in den Vogesen, an deren Auswertungen wir ebenfalls beratend beteiligt sind.

Euoniticellus fulvus (Goeze, 1777) Blatthornkäfer Extrem selten

Vorkommen in Baden-Württemberg und der Pfalz sind von denen im Elsass wohl nicht hochgradig isoliert. Gefährdung durch Rückgang des Habitats: Xerothermstandorte mit niedriger Vegetation und traditioneller Großviehbeweidung, Empfindlichkeit gegenüber Medikation von Weidetieren (Antiparasitikum Ivermectin) nachgewiesen ( Wardhaugh et al. 2001, Schoof & Luick 2019). Die Art profitiert möglicherweise kurzfristig von der Klimaerwärmung. Kontinental-mediterrane Art, von Süden her einstrahlend, Trockenheit und Wärme liebend. Nördlich der Mainlinie nicht nachgewiesen. Erster Wiederfund nach zuletzt Baden: Kaiserstuhl, Lilienhof 1935 ( Horion 1958) jetzt: Kaiserstuhl, Schelingen 1992 ( Waßmer et al. 1994), 2007 in der Pfalz (Bienwald) gefunden ( Buse et al. 2013). Nördlicher Vorposten, der evtl. mit Populationen im Elsass in Zusammenhang zu sehen ist, wo die Art lange Zeit (seit 1955) nicht nachgewiesen ( Gangloff 1991), aber 2010 wiedergefunden wurde ( Callot 2020). Aktuell in Baden und in Rheinland-Pfalz, z.B. St. Martin 2012 ( Buse et al. 2013), Leithof 2013 ( Buse et al. 2014) und Mombach, Mainzer Sand 2014-2015 ( Buse et al. 2016a), im Südwesten auch etliche Neufunde (Buse mdl. 2019). Neuerdings auch aus Südhessen belegt: Griesheimer Düne 2017 ( Brenner 2019), Affhöllerbach (Brenzbach) 2019 (Hofmann mdl. 2019). 2020 erstmals auch aus Bayern gemeldet: Lenkersheim und Tennenlohe (Thorn mdl. 2020). Art der offenen Landschaft, in Deutschland in der Ebene und im Hügelland (Köhler brfl. 2008).

Umgebungsueberwachung an 5 kerntechnischen Anlagen

Die radioaktiven Immisionen aus den kerntechnischen Anlagen des Kernforschungszentrums Karlsruhe, der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe fuer bestrahlte Kernbrennstoffe, der Kernkraftwerke Obrigheim, Neckarwestheim, Fessenheim (Elsass) und Beznau (Schweiz) werden innerhalb eines Radius von 10 km ueberwacht, insbesondere im Hinblick auf biologische Anreicherungspfade.

Erforschung des Klimas in Mitteleuropa (Elsass, Sueddeutschland, Schweiz) 14. - 19. Jahrhundert

1. Sammlung und Auswertung von natuerlichen und anthropogenen Daten. 2. Integration in eine mitteleuropaeische Datenbank zur Klimageschichte. 3. Eventuell Rekonstruktion von Wetterlagen fuer ausgewaehlte Klimaphasen.

Gymnopleurus mopsus (Pallas, 1781) Blatthornkäfer Ausgestorben oder verschollen

Mediterrane Art. Alte Meldungen aus Deutschland nach Horion (1958) zweifelhaft. Jedoch ein baden-württembergischer Fund in der Sammlung P. Dolderer in Heidenheim a.d. Brenz, Burgberg 1924 vorhanden ( Krell 1993), seitdem nicht mehr nachgewiesen. Aus dem Elsass nur alte Funde ( Gangloff 1991). Eine aktuelle Meldung für Bayern ( Bleich et al. 2020) ist wahrscheinlich eine Verwechslung mit Sisyphus schaefferi ( Linnaeus , 1758), der im betreffenden Gebiet nicht selten ist (Bötzl brfl. 2019), ein Belegstück ist jedenfalls nicht vorhanden (Schneider, Bötzl, Gebert mdl. 2019).

Biralus satellitius (Herbst, 1789) Aphodius satellitius (Herbst, 1789) Blatthornkäfer Extrem selten

Kleine und lokale Vorkommen am Verbreitungsrand, durch klimatische Schwankungen potenziell gefährdet. In Südeuropa häufig, von dort nach Mitteleuropa einstrahlende Art. Im 19. Jhdt. offenbar weit in Deutschland verbreitet, wenn auch eher selten. Aus dem 20. Jhdt. keine sicheren Meldungen, nur zwei unbelegte Angaben aus Sachsen-Anhalt ( Borchert 1951), aber Nachweise aus Belgien und den Niederlanden (vgl. Janssens 1960). Aktuell Wiederfunde in Rheinland-Pfalz 2006 und 2007 ( Rößner 2012), Bienwald. Letzte ermittelte Nachweise: Oberdiebach Leithof, NSG Steinbühl-Schäfergraben 2013 ( Buse et al. 2014), Budenheim und Mainzer Sand 2015 ( Buse et al. 2016a, b). Auch im Elsass nach langer Zeit 2017 wiedergefunden ( Callot 2020).

Trypocopris pyrenaeus (Charpentier, 1825) Blatthornkäfer Ausgestorben oder verschollen

Eine Nachsuche im Schwarzwald ist bisher nicht erfolgt. Von Südwesteuropa einstrahlende Art. Alte, undatierte Belege aus dem Schwarzwald vorhanden und seit langem bekannt ( Horion 1958, Krell & Fery 1992), wurden von Geiser (1998) jedoch offenbar nicht akzeptiert (vgl. Köhler 2000). Diese Exemplare werden bisher der Unterart Trypocopris pyrenaeus splendens ( Heer , 1841) zugeschrieben. In der Nordschweiz (ebenfalls T. p. splendens , Cosandey et al. 2017) in den Kantonen St. Gallen und Bern, häufig in den französischen Vogesen, auch im Elsass (in der Nominat-Unterart) etabliert und weit verbreitet, westlichster Fundort: Forêt de Grittwald-Geudersheim bei Strasbourg ( Krell & Fery 1992). Deshalb wird auch für Deutschland von einer (ehemaligen) Etablierung ausgegangen, derzeit verschollen.

Grimmia meridionalis (Müll.Hal.) E. Maier Moose Ungefährdet

Mediterran verbreitete Art mit einer gut ausgebildeten Areal-Exklave im Nahetal (RP). Ebenfalls isoliert im Elsass, dann erst wieder in der Mediterraneis. Von Maier (2002) in den Artrang erhoben und für Deutschland angegeben; weitere Funddaten s. Meinunger & Schröder (2007).

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