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BMBF BIOLOG Programm: Der Einfluss von Biodiversität auf Ökosystemprozesse in Grünlandbeständen (DIVA) - Teilprojekt: Biodiversität arbuskulärer Mykorrhizapilze einer Fett- und einer Bergwiese im Thüringer Schiefergebirge (MYKO)

Das Projekt befasst sich mit der Diversität arbuskulärer Mykorrhizapilze in unterschiedlich diversen Grünlandbeständen. Derzeit erfolgt ein Vergleich der AM-Diversität auf Basis unterschiedlicher mykorrhizaler Strukturen in Böden (extraradikales Myzel, Sporen, Mykorrhiza in Pflanzenwurzeln).

Forschergruppe (FOR) 5903: Nachhaltige Rurbanität - Ressourcen, Gesellschaft und Regulierungssysteme, Teilprojekt A02: Synergien und Zielkonflikte zwischen Bodenfunktionen in rurbanen Räumen

Das Projekt A02 befasst sich mit der Frage, wie baumbasierte Landnutzungsdiversifizierung Konflikte zwischen Bodenfunktionen in rurbanen sozial-ökologischen Systemen abschwächen kann. Rurbane Transformationsprozesse sind eng mit Veränderungen in der Landnutzung verbunden und beeinflussen das Niveau und die Stabilität der Bodenfunktionen. Die In- und Extensivierung der Landwirtschaft sowie die Homogenisierung und Diversifizierung der Landnutzung treten in rurbanen „Assemblages“ nebeneinander auf und wirken sich unter anderem auf die Primärproduktivität, den Wasser- und Kohlenstoffkreislauf aus. Eine entscheidende Herausforderung besteht darin, Kompromisse zwischen Bodenfunktionen, die von privatem oder eher öffentlichem Interesse sind, zu finden (z. B. Ertrag für Landwirte gegenüber Kohlenstoffbindung und Nährstoffretention für öffentliche Empfänger). Diese Kompromisse zwischen Bodenfunktionen sollten auch robust gegenüber klimatischen und sozioökonomischen Störungen sein. Baumbasierte Systeme könnten bei der Bewältigung dieser Zielkonflikte eine zentrale Rolle spielen, wie für gemäßigte und semiaride Regionen gezeigt wurde. Es gibt jedoch nur wenige empirische Belege dafür, wie solche Systeme die Zielkonflikte beeinflussen, insbesondere unter den unterschiedlichen sozial-ökologischen Bedingungen rurbaner Landnutzung. Die zentrale Hypothese dieses Projekts ist, dass die Heterogenität, die mit Rurbanität einhergeht, die Multifunktionalität des Bodens fördert. Durch die Kombination empirischer Bodendaten und eines verbesserten Prozessverständnisses mit einem risikosensitiven ökologisch-ökonomischen Betriebs- und Landschaftsmodell wollen wir das Zusammenspiel zwischen baumbasierten Systemen, der Bereitstellung von Bodenfunktionen und der Widerstandsfähigkeit von Betrieben in rurbanen Transformationsprozessen besser verstehen. Unsere empirische Arbeit startet in Phase 1 in Marokko, während das Betriebs- und Landschaftsmodell auch auf verfügbare Daten für Indien angewendet wird. Wir konzentrieren uns auf die Wirkung der organischen Bodensubstanz (OBS) auf Bodenfunktionen. Hierfür führen wir räumliche Analysen von Bodenqualitätsindikatoren durch, die durch die Bewirtschaftung und baumbasierte Landwirtschaft beeinflusst werden. So werden wir beispielsweise die Auswirkungen der OBS auf das Wasserrückhaltepotenzial des Bodens und ihren Beitrag zu einer widerstandsfähigeren Landwirtschaft analysieren. Durch die Integration von Bodenfunktionen und sozioökonomischen Betriebsfunktionen im robusten, multikriteriellen Landnutzungsallokationsmodell optimLanduse werden wir untersuchen, wie sich die Heterogenität der Betriebsausstattung, Lebensstile und Wahrnehmungen in rurbanen Gebieten auf die Eignung baumgestützter Systeme auswirkt, Multifunktionalität und Resilienz von Betrieben und Landschaften zu erreichen. Diese virtuellen, rurbanen Landschaften kombiniert mit Co-learning verbessern unser Verständnis für nachhaltige Rurbanität

BFD200: Standorttypisierung

Aus den Bodendaten lassen sich Flächen ausgrenzen, die über extreme Standortbedingungen in Bezug auf den Wasser-, Luft- und Nährstoffhaushalt sowie die Basenversorgung verfügen. Diese Flächen verfügen bei extensiver Landnutzung über ein hohes standörtliches Biotopentwicklungs- potenzial. (<a href='https://www.lgb-rlp.de/fileadmin/service/lgb_downloads/boden/bfd200_methodenbeschriebe/bfd200_biotop.pdf' target='_blank'>bfd200_biotop.pdf</a>)

BFD200: Standorttypisierung

Aus den Bodendaten lassen sich Flächen ausgrenzen, die über extreme Standortbedingungen in Bezug auf den Wasser-, Luft- und Nährstoffhaushalt sowie die Basenversorgung verfügen. Diese Flächen verfügen bei extensiver Landnutzung über ein hohes standörtliches Biotopentwicklungs- potenzial. (<a href='https://www.lgb-rlp.de/fileadmin/service/lgb_downloads/boden/bfd200_methodenbeschriebe/bfd200_biotop.pdf' target='_blank'>bfd200_biotop.pdf</a>)

BFD50: Standorttypisierung

Aus den Bodendaten lassen sich Flächen ausgrenzen, die über extreme Standortbedingungen in Bezug auf den Wasser-, Luft- und Nährstoffhaushalt sowie die Basenversorgung verfügen. Diese Flächen verfügen bei extensiver Landnutzung über ein hohes standörtliches Biotopentwicklungspotenzial.

Begleituntersuchungen zur naturschutzgerechten Gruenlandnutzung

Etwa 42000 ha Landwirtschaftsflaeche werden auf der Basis verschiedener Gruenlandprogramme durch die EU in Mecklenburg-Vorpommern gefoerdert. Wie sieht die oekologische Effizienz dieser Massnahmen aus? Diese Fragestellung wird fuer den Bereich Floristik/Vegetationskunde durch Kartierungen und Biomessungen untersucht. Sandtrockenrasen ist der Biotoptyp, dem in Form von Daueruntersuchngsparzellen besonderes Augenmerk geschenkt wird. Im Jahr 1999 wurde ein vereinfachter Erhebungsbogen fuer die Aemter erarbeitet. Eine regelmaessige Beratung in Fragen der Extensivierungsfoerderung findet in unregelmaessigen Abstaenden statt.

Der Faktor Mensch bei der Pedogenese und Akkumulation organischer Bodensubstanz in der oreotropischen Stufe der Anden in Süd-Peru

Der menschliche Einfluss durch Landnutzung hat global zu starken Veränderungen in der Bodenentwicklung geführt und verursachte Verluste von Kohlenstoff aus terrestrischen Ökosystemen. Trotz relativ langsamer netto-Änderungen ist organische Bodensubstanz eine der wichtigsten Speichergrößen für Kohlenstoff. Der heutige Stand der Forschung zeigt dass die Größe der Quellen- oder Senkenfunktion von Böden für atmosphärisches Kohlenstoffdioxid von Bodeneigenschaften abhängt, die wiederum das Ergebnis pedogenetischer Prozesse sind. Bisher wurden allerdings Landnutzung und Kohlenstoffspeicherung kaum hinsichtlich ihrer Verbindung mit pedogenetischen Prozessen erforscht. Ein Grund ist sicherlich dass es kaum Referenzflächen gibt, die sicher als natürlich bezeichnet werden können aber trotzdem vergleichbare Bedingungen zu genutzten Flächen aufweisen. In der Region Cusco in den peruanischen Anden haben wir solche natürlichen Flächen identifizieren können. Sie liegen an abgelegenen Berghängen und sind nur mit Bergsteigerausrüstung zu erreichen, sind aber direkt mit Flächen benachbart die seit Jahrtausenden durch extensive Weidewirtschaft gekennzeichnet sind. Unsere Hypothesen lauten (a) Landnutzung und assoziierte Veränderungen in der Vegetation beeinflussten die Bodenentwicklung so stark dass sich in natürlichen und genutzten Böden unterschiedliche Klassifikationseinheiten entwickelten und (b) Landnutzung und veränderte Bodenentwicklung haben die relative Bedeutung von Mechanismen der Stabilisierung organischer Bodensubstanz verschoben. Um diese Hypothesen zu untersuchen werden Bodenklassifizierung und Indikatoren der Profilentwicklung genutzt und mit der Verteilung der organischen Bodensubstanz in Fraktionen unterschiedlicher Stabilisierungsmechanismen in Verbindung gebracht. Die Verbindung von Aspekten der Bodengenese mit der Stabilisierung der organischen Bodensubstanz wird das Verständnis des menschlichen Einfluss auf Kohlenstofffestlegung im Boden verbessern und kann somit helfen Strategien zu entwickeln die den Landnutzungsinduzierten Verlust von Kohlenstoff in die Atmosphäre verringern.

Artenschutzprojekte

Die Biosphärenreservatsverwaltung ist für die Durchführung von praktischen Artenschutzprojekten zuständig z.B.: - Bau einer Fischaufstiegshilfe an der Spree bei Uhyst (NOL-Kreis) und an der Kleinen Spree in Milkel (LK Bautzen), - Errichtung eines Fischotterdurchlasses an einer Straße bei Förstgen (NOL-Kreis), - Rekonstruktion von Teichen im Park von Spreewiese (Krs. Bautzen), - Errichtung einer schwimmenden Brutinsel für Flußseeschwalben am Tauerwiesenteich (NOL-Kreis), - Förderung bedrohter Ackerwildkräuter (NOL-Kreis und Krs. Bautzen), - Regenerierungsmaßnahmen am Jesor-Moor bei Commerau (Krs. Bautzen) - Ausstiegshilfen aus Gräben - Errichtung von Grabentaschen - Errichtung eines Fledermausstollens - Pflege von Nahrungshabitaten für den Weißstorch - Errichtung und Betreuung von möbilen Amphibienschutzzäunen - Querbauwerke (Spree, Kleine Spree) - Storchenhorstbetreuung - Populationsstärkende Maßnahmen zu Gladiolus imbricatus und Wiederansiedelung von Arnica montana im Tiefland - zur Verbesserung der Habitatbedingungen des Neuntöters - Wildtierauffang- und Auswilderungsstation - zu Ackerwildkräutern (Erhaltung stark gefährdeter Ackerpflanzengesellschaften auf Flächen mit rudimentärem Vorkommen in Verbindung mit dem Anbau alter Getreidelandsorten und einer extensiven Landbewirtschaftung), - zum Biokarpfen/ Lausitzer Karpfen - zur Förderung der Honigbiene und der Wildinsekten (Halictus confusus/ Furchenbiene).

Wieder-Etablierung von Extensivgrünland zur Förderung von Biodiversität und wesentlichen Ökosystemleistungen (Mitarbeit am FWF-Projekt REGRASS)

Ziele des FWF Projektes: - kurzfristige Steigerung von Artenreichtum und -häufigkeit von Insekten (v.a. Bestäubern und Raubinekten) auf neu etabliertem Extensivgrünland - neu etabliertes Extensivgrünland dient als Nahrungshabitat und Ausbreitungskorridor für Spezialisten vom Extensivgrünland-Habitaten in die Agrarlandschaft - Einfluss artspezifischer Eigenschaften (in Abhängigkeit von nicht-Acker-Habitaten, Verbreitungskapazität und Nahrungsangebot) auf die Besiedlungsgeschwindigkeit und räumliche Verbreitung - kurzfristig Steigerung der Effektivität von Ökosystemleistungen in Hinblick auf biologische Schädlingsbekämpfung und Bestäubung auf neu etabliertem Extensivgrünland - Verhältnis von biologische Schädlingsbekämpfung und Bestäubung in Relation zu Artenreichtum und der Häufigkeit von Bestäubern und Raubinsekten.

Willingmann überreicht Förderbescheid für Projekt zum Schutz seltener Ackerwildkräuter

Venuskamm, Ackerröte und Rundblättriges Hasenohr – damit diese und andere seltene Ackerwildkräuter auch künftig in Sachsen-Anhalt blühen, unterstützt das Umweltministerium ein neues, bis Mitte 2029 laufendes Naturschutz-Projekt der „Stiftung Kulturlandschaft Sachsen-Anhalt“. Den Förderbescheid über knapp 750.000 Euro hat Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann heute auf einer Festveranstaltung zum 10-jährigen Jubiläum der Stiftung an Geschäftsführer Dr. Jens Birger überreicht. Die Fördermittel aus dem Programm „Biodiversität“ zum EU-Schutzgebietssystem „Natura 2000“ stammen zu 80 Prozent von der EU (ELER) und zu 20 Prozent vom Land. Die 2016 gegründete Stiftung Kulturlandschaft ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Landwirtschaft und Naturschutz in Sachsen-Anhalt. In Kooperation mit Unternehmen und Landwirten wird Naturschutz erfolgreich in den Regionen umgesetzt. Ein wichtiger Baustein ist dabei der Erhalt und die Förderung von gefährdeten Ackerwildkräutern. Im nunmehr dritten EU-geförderten Projekt sollen die bisherigen Erfolge verstetigt werden, beispielsweise durch mehr extensive Landbewirtschaftung in Form von Ackerrandstreifen, durch die Vermehrung und Wiederansiedlung stark gefährdeter Ackerwildkräuter, die Sicherung sehr seltener Arten in einer Saatgutbank, die naturschutzfachliche Begleitung bisher umgesetzter Ackerwildkrautmaßnahmen und weitere Beratungsangebote für Landwirte zum Naturschutz. Willingmann sagte: „In einem Flächenland wie Sachsen-Anhalt gibt es immer Reibungspunkte zwischen intensiver landwirtschaftlicher Nutzung und Naturschutz. Um mögliche Differenzen zu überbrücken, braucht es Verständnis und Partnerschaft. Deshalb ist die Arbeit der Stiftung Kulturlandschaft für beide Seiten so wertvoll. Sie organisiert pragmatischen Naturschutz in der Landwirtschaft, der ökologisch erfolgreich und ökonomisch tragfähig ist. Mit dieser Strategie bewegt die Stiftung immer mehr Landwirte zur Mitwirkung und leistet so einen großen Beitrag auch zum Schutz stark bedrohter Ackerwildkräuter in Sachsen-Anhalt. Dieses Engagement für mehr Biodiversität im ländlichen Raum unterstützen wir langfristig.“ Stiftungs-Geschäftsführer Dr. Jens Birger ergänzte: „Ackerwildkrautschutz ist eine wesentliche Voraussetzung für einen wirksamen Insekten- und Feldvogelschutz. Er erfordert einen langen Atem und eine solide finanzielle Grundlage. Wir freuen uns deshalb, dass wir unsere bisherige erfolgreiche Arbeit zum Ackerwildkrautschutz und die fruchtbare Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft fortsetzen können.“ Seit 2023 engagiert sich die Stiftung im MWU-Auftrag auch für den Schutz des großräumig vom Aussterben bedrohten Feldhamsters, vor allem in der Magdeburger Börde, im Nordharzvorland und rund um Sangerhausen. Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Leipziger Str. 58 39112 Magdeburg Tel: +49 391 567-1950, E-Mail: PR@mwu.sachsen-anhalt.de , Facebook , Instagram , LinkedIn , Threads , Bluesky , Mastodon und X

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