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Found 187 results.

Förderprogramm Angewandte Umweltforschung (AUF) (1996-2001), Brennstoff-Pellets aus regionalen Reststoffen (CoPAS)

Ein Standbein der Erneuerbaren Energieerzeugung ist die Nutzung von Biomasse - sowohl zur Erzeugung von Biogas als auch direkt als Brennmaterial zur Energie- und Wärmeproduktion. Die Ressource Holz ist jedoch nur begrenzt verfügbar, und bei der Flächennutzung besteht eine direkte Konkurrenz zwischen Biogas- und Nahrungsmittelproduktion. Eine systematische Untersuchung biogener Reststoffe aus Industrie und Landwirtschaft auf ihre Verwendbarkeit für die nachhaltige Brennstoffproduktion ist bisher nicht erfolgt. Im Rahmen des Forschungsvorhabens soll zunächst das Reststoffaufkommen in Bremen und im Bremer Umland erfasst werden. Ziel ist es, Reststoffe zu Pellets zu pressen, um sie als Brennstoff verkaufen zu können. Dazu soll innerhalb der ersten elf Projektmonate eine Studie als harter Meilenstein mit Abbruchkriterium erstellt werden, die auch die Ökobilanz dieser Pellet-Herstellung prüft. Bei positivem Ergebnis soll ein mobiler Teststand als Kleinlabor im Container entwickelt und aufgebaut werden, damit anschließend Vor-Ort biogene Stoffe hinsichtlich ihrer Eignung als Brennstoff in Pelletform untersucht und Pellet-Rezepturen (vgl. EN 14961-6) entwickelt und getestet werden können. Die Rezepturen sollen sicherstellen, dass die Pellets eindeutig definierte Eigenschaften besitzen (als Brennmaterial, aber auch hinsichtlich Transport und Lagerung).

LoadLOG - Konzeptentwicklung eines Offshore Logistik-Systems für Tripod-Gründungsstrukturen

Ziel des Projektes ist die Einsparung von Rohstoffen, Energie und Arbeitszeit und die Vermeidung von Emissionen beim Transport von Tripod-Gründungsstrukturen der Offshore-Windenergieanlagen an Land und auf See. Die Großkomponenten der Offshore-Windenergieanlagen sollen während der gesamten Transportkette auf einem speziell entwickelten Ladungsträger positioniert sein. Dieser wird durch Aspekte des Leichtbaus optimiert und soll ein einfaches und schnelles Handling gewährleisten. Im Rahmen des Förderprogramms AUF soll eine Konzeptstudie für ein abgestimmtes Transportsystem entwickelt werden. Diese soll die Grundlage für ein Folgeprojekt mit dem Ziel der Auslegung, Konstruktion, Berechnung etc. schaffen. Für die Neuentwicklung notwendige Forschungsarbeiten werden im Kooperationsverbund IMARE und BLG Logistics Solutions GmbH & Co. KG durchgeführt.

Fischfutter - Alternative Futtermittel für die Aquakultur mariner Fischlarven

Ziel des Vorhabens ist es in der Aquakultur durch das Schließen der Lebendfutter-Versorgungslücke bei den Fischlarven zu einer gesteigerten Überlebensrate zu kommen. Durch eine Diversifizierung des Futtermittelspektrums könnte auch die Abhängigkeit gegenüber einigen wenigen Nutzarten als Futter reduziert werden, was in den meisten Fällen die Ausbeutung dieser Nutzarten verringern würde. Die Aufnahme bisher nicht verwendeter Fischarten in die Aquakultur durch ein besseres Futterangebot wäre ein weiterer Vorteil. Der Einsatz von Nematoden wird in der Aquaristik seit längerem praktiziert, jedoch werden Nematoden in der kommerziellen Aquakultur bisher sehr selten als Futtermittel eingesetzt. Aus zunächst ca. 15 Nematoden-Arten sollen die beiden für die Aquakultur am besten geeigneten Arten ausgewählt werden. Am Ende soll eine Kulturanlage im Labormaßstab zur Verfügung stehen, in der einfach und kostengünstig zwei Nematoden-Arten in ausreichender Menge kultiviert werden können. Abschließend wird die Eignung der Nematoden als Futter in dafür konstruierten Fütterungsbecken am Beispiel der Larven von Dorade, Wolfsbarsch und Steinbutt geprüft. Zusätzlich wird durch den Kooperationspartner Impetus GmbH eine molekularbiologische Referenzdatenbank zu Nematoden aufgebaut, welche unter anderem der Aquakultur zur Qualitätssicherung als Dienstleistung zur Verfügung gestellt werden kann.

MakOR - Messverfahren zur akustisch-aerodynamischen Optimierung von Rotorblättern

Turbulente Strömungen an Rotorblättern von Windenergieanlagen (WEA) verursachen Lärmemissionen und verringern die Energieerträge, da sie wie eine aerodynamische Bremse wirken. Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines kombinierten Messverfahrens zur akustisch-aerodynamischen Optimierung von Rotorblättern um eine Effizienzsteigerung und zugleich eine Reduzierung der Lärmemissionen zu erreichen. Die neue Methode soll die Grundlage für einen Folgeantrag beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung darstellen. Firmenpartnerin ist die Deutsche WindGuard Engineering GmbH in Bremerhaven. Sie betreibt vor Ort einen akustisch optimierten Großwindkanal, in dem die geplanten Messungen durchgeführt werden können. Als Vergleichsobjekt für die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf reale WEA dient die von der Deutschen WindGuard und der Universität Bremen Anfang 2012 in Betrieb genommene Bremer Forschungs-Windenergieanlage.

Produktionsintegrierte Rueckgewinnung von Metallen aus Abwaessern der metallverarbeitenden Industrie

In vielen Betrieben der metallver- und -bearbeitenden Industrie fallen hochkonzentrierte Cu-haltige Abwaesser an, deren Behandlung/Entsorgung technisch aufwendig und teuer ist. Ziel des interdisziplinaer ausgerichteten Projektes ist die Optimierung eines kombinierten elektrochemischen und mikrobiologischen Verfahrens, bei dem mit Hilfe eines saeureresistenten Bakteriums elementares Kupfer aus dem Abwasser zurueckgewonnen wird. Nach Ergebnissen aus Vorversuchen werden die Anforderungen der Indirekteinleiter-VO dabei deutlich unterschritten. Das Verfahren soll auch auf andere Metalle wie Pb, Hg oder Ag uebertragen werden. Ein fuer den betrieblichen Einsatz optimiertes Verfahren, das zudem eine ressourcensparende Produktion gewaehrleistet, ist sowohl unter oekologischen als auch unter oekonomischen Aspekten fuer zahlreiche Betriebe in der Region interessant. Dazu gehoeren insbesondere Unternehmen der Automobil-, Elektronik-, Raumfahrt- und Flugzeugindustrie sowie Anbieter systemtechnischer Loesungen in der Abwasserreinigung. Im Rahmen eines Workshops zum Abschluss des Projektes werden die Arbeitsergebnisse der Industrie zugaenglich gemacht.

Untersuchung der Selbstzündung von Bio-Kerosin für Stickoxid-arme Verbrennung

BTL-Kraftstoffe (BTL = biomass to liquid) können Kraftstoffe fossiler Herkunft ersetzen und dabei grundsätzlich neben den CO2-Emissionen bei optimierter Verbrennung zusätzlich auch die Emissionen an Stickoxiden und Rußpartikeln deutlich reduzieren. Darüber hinaus weisen diese Biokraftstoffe eine hohe Ertragseffizienz auf (etwa drei- bis viermal höher als für Bio-Diesel). Das Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) an der Universität Bremen arbeitet seit 2008 in Projekten am Zündverhalten von BTL-Kerosin-und BTL-Diesel-Einzeltropfen. Bisher besteht jedoch eine Lücke zur technischen Anwendung der erlangten Ergebnisse. Ein Hauptproblem liegt dabei in der Vorverdampfung und Vormischung in heißer Hochdruckumgebung, ohne dass das gebildete Gemisch vorzeitig und außerhalb der Brennkammer zündet. Daher soll in diesem Forschungsvorhaben die Zündung technischer Sprays unter maschinenidentischen Bedingungen untersucht werden. Damit werden nicht nur die vorhandenen Simulationen validiert, sondern es sollen auch Gerätegeometrien und -parameter untersucht werden, die denen der Brenner des Bremer Firmenpartners SAACKE GmbH entsprechen. Mit den Forschungsergebnissen will die Fa. SAACKE GmbH eigene Brenner weiterentwickeln.

Energie- und Klimaschutzszenarien für das Land Bremen

Ein Referenz- und ein Klimaschutzszenario des Gutachterteams aus BET Aachen, Wuppertal Institut und Bremer Energie Institut bildeten die Basis für die Entwicklung eines Klimaschutz- und Energieprogramms der Freien Hansestadt Bremen. Die Szenarien für den Zeitraum bis 2020 wurden im Rahmen eines Dialogs mit den gesellschaftlichen Gruppen, interessierten Bürgerinnen und Bürgern, den betroffenen Senatsressorts und dem Magistrat der Stadt Bremerhaven maßnahmenorientiert erarbeitet.

Ressourceneffiziente Ethanolfermentation mittels Membranbioreaktortechnologie (Ethaferm)

Die Produktion von Bioethanol aus nachwachsenden Rohstoffen (Energiepflanzen wie Mais oder Getreide, Stroh oder andere lignozellulosehaltige Biomasse) sowie geeigneten industriellen Nebenprodukten (z.B. Melasse) eröffnet die Möglichkeit, Kraftstoffe sowie Grundstoffe für die pharmazeutische und kosmetische Industrie auf eine Ressourcen schonende und umweltfreundliche Art und Weise herzustellen. Stand der Technik ist die absatzweise Fermentation sowie die anschließende Aufkonzentrierung des Ethanols mittels Rektifikation. Der Rückstand, die sog. Schlempe, muss entsorgt werden. In einigen Fällen kann sie auch als Viehfutter eingesetzt werden, wenn kurze Wege zwischen Brennerei und Landwirt bestehen. Grundlegende Nachteile sind niedrige Raum-Zeit-Ausbeuten durch reduzierte Aktivität der Biologie bei Einsetzen der sog. Produkthemmung bei etwa 10-12 Ethanol im Fermenter sowie unvollständige Substratausnutzung (ca. 20 Prozent des Substrats werden nicht genutzt), was zu hohen Umweltbelastungen führt. Diese Nachteile können durch Einsatz eines sehr ressourceneffizienten Membranbioreaktors, der in ETHAFERM entwickelt werden soll, vermieden werden.

CSR-Beratung - CSR-Beratungskonzept für KMU

Die RKW Bremen GmbH berät kleine und mittlere Unternehmen im Land Bremen zur Corporate Social Responsibility (CSR)-Thematik. Es steht eine Vielzahl von Leitfäden und sonstigen Publikationen zur Verfügung, ein übersichtliches, der besonderen Situation von KMU angepasstes Beratungskonzept fehlt jedoch. Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung eines abgestimmten Beratungskonzepts, das eine systematische CSR-Analyse ermöglicht. Hierzu wird die Universität Bremen einen Entwurf entwickeln und im Rahmen von vier Workshops mit Bremer Unternehmen und in enger Zusammenarbeit mit der RKW Bremen GmbH optimieren und absichern. Die Ergebnisse des Projektes werden als Leitfaden für CSRBeraterInnen zusammengefasst und veröffentlicht.

Ionische Flüssigkeiten mit neuartigen stabilen Anionen - Synthese, Eigenschaften, Verwendung und Umweltverträglichkeit

Ionische Flüssigkeiten werden für sehr unterschiedliche Zwecke benutzt, um umwelt- und ressourcenschonend z.B. als latente Energiespeicher, in Hochleistungsbatterien oder als Ersatz für konventionelle Lösungsmittel für industrielle Synthesen zu dienen. Dabei werden geeignete Anionen mit Kationen derart kombiniert, dass die erhaltenen Salze einen niedrigen Schmelzpunkt haben. Bisherige ionische Flüssigkeiten erlauben nur die Variation der Kationen, wenn die Flüssigkeiten gegen Wasser stabil sein sollen. Die hier zu untersuchenden Flüssigkeiten erlauben erstmals, eine Vielzahl von hydrolysestabilen Anionen mit einer großen Zahl von Kationen zu kombinieren, um für das jeweils gewählte Einsatzgebiet die besten Kombinationen zu erhalten. In diesem Vorhaben sollen die Bandbreiten der möglichen Kombinationen von Kationen und Anionen erkundet, ihre Verwendung in den verschiedenen Anwendungen von ionischen Flüssigkeiten getestet, und die Kombinationen auf ihre Umweltverträglichkeit hin untersucht werden.

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