Das etwa 33 Hektar große Glückstein-Quartier südlich des Hauptbahnhofs im Stadtteil Lindenhof ist eines der bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte der Stadt Mannheim. Auf ehemaligen Bahn- und Industrieflächen entstand ein neues Stadtquartier mit etwa 169.000 Quadratmetern Büro- und Verwaltungsflächen für etwa 4.600 Arbeitsplätze sowie rund 91.000 Quadratmetern Wohnflächefür rund 1.500 Menschen in 750 Wohnungen. Einzelne von der Bahn genutzte Gebäude (Lokschuppen und Betriebswerkstätte) wurden erhalten und in das neue Quartier integriert. Das Glückstein-Quartier ist direkt an den Mannheimer Hauptbahnhof angebunden und liegt nahe wichtiger Autobahnen. Mit einem städtebaulichen Realisierungswettbewerb für das Projekt Mannheim 21, der von der Stadt Mannheim und der Deutsche Bahn AG im Jahr 2001 ausgelobt wurde, und mit der Erstellung der städtebaulichen Rahmenplanung im Jahr 2003 wurden die wesentlichen konzeptionellen Grundlagen für die Quartiersentwicklung gelegt. Im Jahr 2011 trat der Bebauungsplan für das Glückstein-Quartier in Kraft. Grundlage für die Vermarktung der Grundstücke und die Gestaltung der öffentlichen Plätze, Grünflächen und Gebäude waren Investoren- bzw. Architektenwettbewerbe. Die Entwicklung des Glückstein-Quartiers war mit umfangreichen Infrastrukturmaßnahmen verbunden. Insbesondere die Verlegung der Südtangente an die Bahntrasse war ein zentraler Baustein, um die notwendige Steigerung der Leistungsfähigkeit dieser wichtigen innerstädtischen Verkehrsstraße sicherzustellen. Mit dem Bau der Glücksteinallee erhielt das Quartier zudem eine neue, zentrale Erschließungsstraße. Im Jahr 2010 wurde mit dem Bau der neuen Südtangente und des Glückstein-Carrés begonnen. Es folgten der Bau der Glücksteinallee und die Realisierung weiterer Bauabschnitte mit Wohn- und Bürogebäuden. Das markante Gebäudeensemble „No.1“ am Quartierseingang wurde im Jahr 2020 fertiggestellt. Sukzessive wurden weitere Bauabschnitte realisiert. Inzwischen ist das Projekt Glücksteinquartier weitgehend umgesetzt, nur einige wenige Baufelder stehen noch für eine Bebauung zur Verfügung. Im Glücksteinquartier wurden auch neue Grünflächen geschaffen bzw. aufgewertet. Dachbegrünungen und die Durchgrünung des Gebiets mit dem Hanns-Glückstein-Park und weiteren öffentlichen Freiräumen sorgen für ein gutes Kleinklima. Darüber hinaus wird ein modernes Mobilitätskonzept mit einem intelligenten Mobilitätsmix aus Bahn, Stadtbahn, Fahrrad- und Fußverkehr sowie Sharing-Angeboten umgesetzt. In verschiedenen Gebäuden und Standorten des Quartiers sind Carsharing-, Bikesharing- und E-Ladeangebote vorgesehen. Dadurch können Bewohnerinnen und Bewohner sowie Beschäftigte flexibel zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln wählen und auf ein eigenes Fahrzeug verzichten. Geplant sind eine neue Stadtbahnstrecke durch das Glückstein-Quartier mit vier neuen Haltestellen sowie Fahrradabstellanlagen und ein Fahrradparkhaus am Lindenhofplatz. Die Stadt Mannheim entwickelte die Infrastruktur (Straßen, Plätze, Grünanlagen), schuf das Baurecht und vermarktete die Grundstücke. Das Gesamtvorhaben wurde seitens der Stadt aus Grundstückserlösen sowie Fördermitteln der EU, des Bundes und des Landes finanziert. Die einzelnen Baufelder wurden beziehungsweise werden anschließend von unterschiedlichen Investoren und Projektentwicklern bebaut. Das Glückstein-Quartier, das moderne Architektur, wirtschaftliche Entwicklung und hohe Lebensqualität verbindet, ist ein Beispiel für den erfolgreichen Strukturwandel Mannheims. Durch die Neuordnung des Areals konnten gravierende städtebauliche Mängel beseitigt und die Südseite des Mannheimer Hauptbahnhof attraktiver gestaltet werden. Diese herausragende Konversion wurde mit dem Flächenrecyclingpreis Baden-Württemberg 2025 ausgezeichnet. Realisierungswettbewerb zur städtebaulichen Neuordnung Städtebauliche Rahmenplanung Festlegung als Stadtumbaugebiet nach §171 b BauGB Bebauungspläne Landesprogramm “Einfache Stadterneuerung” Bund-Länder-Programm “Stadtumbau-West” Mittel aus dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz - LGVFG EU-Strukturförderprogramm Ziel 2 (2000 bis 2006) EU-Förderprogramm der Strukturfonds „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ (2007 bis 2013) BMWSB-Beitrag zur Städtebauförderung „Mannheim - Glückstein-Quartier“ Flächenrecyclingpreis Baden-Württemberg 2025 B-Plan 43.19.1 Glückstein-Quartier in Mannheim-Lindenhof
Der Berliner Hauptbahnhof ist der wichtigste Personenbahnhof in Berlin und gehört zu den meistfrequentierten Fernbahnhöfen in Deutschland. Durch Anschlüsse an Bus, Regionalverkehr, die S-Bahn, U-Bahn und Straßenbahn ist er ein zentraler Umsteigepunkt für rund 330.000 Reisende täglich. Aufgrund der Bedeutung des Verkehrsknotenpunkts und der komplexen Belange des ÖPNV, des Taxiverkehrs und der zahlreichen Reisenden und zur Verbesserung der verkehrlichen Situation wurde das gesamte Umfeld des Hauptbahnhofs im Rahmen einer aktualisierten Verkehrskonzeption betrachtet. Der auf der Nordseite des Hauptbahnhofs gelegene Europaplatz ist derzeit nur provisorisch hergestellt und entspricht nicht den Anforderungen an einen zentralen Platz mit Adressbildung für die Hauptstadt. Der Platz soll sowohl eine gestalterische Aufwertung erfahren als auch funktional für verkehrliche Anforderungen qualifiziert werden. Gegenüber vorhergehenden Verkehrsuntersuchungen hat sich gezeigt, dass vor allem die Provisorien aufgrund der anhaltenden Bautätigkeiten auf dem Europaplatz sowie am Friedrich-List-Ufer immer wieder zu verkehrlichen Problemen und Fragestellungen geführt haben. Diese konnten, allein bezogen auf die jeweils betrachteten Teilbereiche, nicht zufriedenstellend gelöst werden und erschwerten immer wieder die Erreichung der definierten städtebaulichen Ziele. Für die zukünftige Gestaltung des Europaplatz Süd ist eine Begrünung („Grüner Schirm“) vorgesehen. Damit soll die Orientierung erleichtert und die städtebauliche Qualität sowie die allgemeine Situation für zu Fuß-Gehende verbessert werden (siehe Visualisierung im Ergebnis der Mehrfachbeauftragung Europaplatz Süd). Im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen wird die Baumaßnahme derzeit nach dem freiraumplanerischen Entwurf des Büros Rehwaldt Landschaftsarchitekten für rund 3,1 Mio. Euro umgesetzt. Die Taxistellplätze werden im Zuge der Baumaßnahme Europaplatz Süd auf der Südseite des Hauptbahnhofs auf dem Washingtonplatz gebündelt. Hierfür wurde die dortige Taxivorfahrt um eine zweite Fahrspur erweitert. Zuletzt führte jedoch der Entfall der Taxivorfahrt auf dem Europaplatz Süd zu einer problematischen, regelwidrigen Nutzung der Bushaltestelle in der Invalidenstraße durch Taxis und private Fahrdienstleister. Durch das Verkehrskonzept wurden nun alternative Lösungen untersucht: Aufweitung der Taxivorfahrt auf dem Washingtonplatz Verbesserung der Zufahrt zur Warteposition für den Taxiverkehr unter dem westlichen Bahnviadukt Erhöhung der kostenlosen Aufenthaltszeit in der Tiefgarage des Hauptbahnhofes auf bis zu 30 Minuten Schaffung von Haltemöglichkeiten südlich des Hauptbahnhofes für private Fahrdienstleister Eine erhebliche Herausforderung besteht in der Unterbringung von Abstellflächen für den Radverkehr am Hauptbahnhof. Bereits aus der derzeitigen Nutzung lässt sich ein hoher Bedarf nach Fahrradabstellmöglichkeiten ablesen, der voraussichtlich zukünftig weiter steigen wird. Im Rahmen der Verkehrsuntersuchung wurden die bestehenden Potenzialanalysen weiterentwickelt und Möglichkeiten für kompakte, flächensparende Lösungen bzw. für Fahrradparkhäuser betrachtet.
Leicht zugängliche, witterungsgeschützte und sichere Fahrradabstellanlagen sowohl am Wohn- als auch am Zielort sind ein wichtiger Baustein um den Radverkehr in Berlin zu fördern. Der berlinweite Ausbau von Fahrradabstellanlagen ist daher ein wichtiges Anliegen und das Angebot wird kontinuierlich erweitert. Rechtliche Grundlage für diesen Ausbau sind das Mobilitätsgesetz (§ 47) und der Radverkehrsplan (Kapitel 4) . Verschiedene Maßnahmen im Bereich Fahrradparken werden geplant oder befinden sich in der Umsetzung: Seit 2017 besteht ein von der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt finanziertes Förderprogramm „Fahrradbügel für Berlin“. Dabei können die Bezirke finanzielle Unterstützung beim Land beantragen und damit den Bau von Fahrradbügeln finanzieren. Im Ergebnis konnten seit 2017 über 31.000 neue Abstellplätze errichtet werden. Nach § 49 der Bauordnung für Berlin sind auch private Bauherren verpflichtet, für Neubauten sowie für Gebäude, an denen bauliche Veränderungen vorgenommen werden beziehungsweise die Nutzung geändert wird, ausreichend Stellplätze für Fahrräder bereitzustellen. Die Ausführungsvorschriften für Abstellplätze für Fahrräder sind in der AV Stellplätze enthalten. Neben der Senatsverwaltung und den Bezirken arbeitet auch die landeseigene GB infraVelo GmbH an dem Ausbau von Fahrradabstellanlagen, vornehmlich an S- und U-Bahnhöfen. Die Grundlage für ihre Arbeit bildet die Standort- und Potentialanalyse, in der für alle Berliner Bahnhöfe die prognostizierten Bedarfe an Fahrradstellplätzen für das Jahr 2030 ermittelt wurden. Derzeit plant die GB infraVelo GmbH für die Bezirke Reinickendorf, Lichtenberg, Neukölln, Treptow-Köpenick und Friedrichshain-Kreuzberg Fahrradstellplätze an S- und U-Bahnhöfen zu errichten. Ein Teil der geplanten Stellplätze wird zugangsgesichert sein, zum Beispiel in Sammelschließanlagen oder Fahrradboxen. Mit dem Ziel, dass Radfahrende ihre Fahrräder berlinweit und darüber hinaus an Standorten in Brandenburg in zugangsgesicherten Fahrradabstellanlage abstellen können, wurde durch die GB infraVelo GmbH „ParkYourBike“ als einheitliches digitales Buchungs-, Zugangs- und Abrechnungssystem entwickelt. Stand Ende 2025 sind an sieben Standorten in Berlin (Adlershof, Alt-Mariendorf, Friedrichsfelde Ost, Hermsdorf, Rathaus Schöneberg, Schöneweide, Wutzkyallee) und an sechs Standorten in Brandenburg (Falkensee, Eichwalde, Neuenhagen bei Berlin, Potsdam, Dahlewitz, Cottbus) knapp 1.400 über „ParkYourBike“ buchbare, gesicherte Stellplätze verfügbar. Das Angebot wird kontinuierlich weiter ausgebaut. Die ersten 24 Stunden können die Fahrräder kostenlos abgestellt werden, danach entstehen Kosten von 0,70 Euro pro 24 Stunden. Daneben gibt ist attraktive Zeitkarten. Weitere Informationen zu ParkYourBike Um die Kombination aus Fahrrad und ÖPNV stärker zu fördern, werden in Berlin Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen errichtet. Am S-Bahnhof Schönweide ist das Vorhaben bereits im Bau. Ab Anfang 2027 entstehen hier an zwei Standorten auf beiden Seiten des Bahnhofs etwa 1.100 Stellplätze, davon 338 zugangsgesichert. Am S-Bahnhof Mahlsdorf befindet sich das Fahrradparkhaus derzeit in der Planung. Weitere Informationen bei der infraVelo Pressemitteilung vom 28.05.2025: Verkehrssenatorin Bonde eröffnet Fahrradabstellanlage Pressemitteilung vom 12.04.2024: Vier neue gesicherte Fahrradabstellanlagen in Berlin. ParkYourBike an mehreren Standorten
Die Berliner Stadtreinigung (BSR) und die Zero-Waste-Agentur vergeben 2026 erneut den ZERO WASTE AWARD, diesmal für ressourcenschonende Veranstaltungen. Ausgezeichnet werden Events, die Abfallvermeidung und Ressourcenschonung konsequent in die Praxis umsetzen, vom kleinen Kiezfest bis zur großen Konferenz. Gesucht werden umgesetzte Veranstaltungen, bei denen z.B. Mehrwegsysteme, clevere Logistik, Wiederverwendung von Materialien, innovative Kommunikationsmaßnahmen etc. zum Einsatz kamen. Bewerben können sich Veranstalterinnen und Veranstalter, Agenturen, Institutionen und Initiativen, Vereine, Unternehmen, etc. mit Veranstaltungen in Berlin. Die Einreichfrist läuft noch bis 17. Juli 2026 . Infos und Bewerbung Im Mai 2026 hat Berlin die neue Ausführungsvorschrift Mehrweg (AV Mehrweg) veröffentlicht, die am 1. Oktober 2026 in Kraft tritt. Sie regelt verbindlich, dass bei Veranstaltungen auf öffentlichen Flächen, in Kantinen und Mensen öffentlicher Einrichtungen sowie überall dort, wo die öffentliche Hand Einfluss hat, ausschließlich Mehrweggeschirr, Mehrwegbecher und Mehrwegbesteck verwendet werden. Um hohe Rückgabequoten zu erreichen, soll ein Pfand erhoben werden, die Säuberung des Mehrweggeschirrs muss durch entsprechende Spülsysteme gewährleistet werden. Die Vorschrift konkretisiert § 23 des Berliner Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Die Senatsumweltverwaltung hat einen FAQ-Bereich zur AV Mehrweg veröffentlicht, der die häufigsten Fragen aus der Praxis beantwortet. Mehr Informationen, häufige Fragen und der Text der AV Mehrweg zum Download Seit 25 Jahren prämiert das Bündnis Klimaschutzpartner Berlin mit dem gleichnamigen Wettbewerb herausragende Klimaschutzprojekte und innovative Ideen aus der Hauptstadt. Die diesjährigen Gewinner wurden im Rahmen der Berliner Energietage ausgezeichnet. Aus 44 Bewerbungen nominierte die Jury 16 Projekte, die vor rund 160 Gästen ihre Konzepte pitchten. Den Publikumspreis per Handyvoting gewann „RESI – der Ressourcenladen Alt-Treptow“. Das ehrenamtliche Sharing-Projekt ermöglicht es, Alltagsgegenstände auszuleihen, statt neu zu kaufen, und leistet damit einen konkreten Beitrag zur Ressourcenschonung im Kiez. Die Jurypreise gingen an das Reallabor IWIQ zur Grauwasser- und Wärmerückgewinnung im Quartier, an U-Space Berlin für emissionsfreien Drohnentransport medizinischer Proben sowie an das Fahrradparkhaus der GB infraVelo am Bahnhof Schöneweide. Mehr Informationen zum Wettbewerb in der Pressemitteilung der IHK Berlin Mehr Informationen zu den Projekten der Preisträger sowie dem Gewinner des Publikumspreises Zum RESI Ressourcenladen Noch bis Ende Juli 2026 verwandelt sich die La Blutique in Berlin in einen feministischen Concept Pop-up Store. Vier female-led Labels – FARBFUNCK, wallawalla berlin, Beverly Berlin und Couture Reloaded – teilen sich einen kuratierten Raum für nachhaltige Mode, Upcycling und unabhängiges Design. Wallawalla fertigt handgemachte Unikat-Taschen aus geretteten Kleidungsstücken. FARBFUNCK kreiert bunte Slowfashion-Einzelstücke aus Stoffresten und Second-Hand-Materialien. Beverly Berlin verwandelt Krawatten, Hemden und Vintage-Stoffe in einmalige Stücke mit Geschichte. Couture Reloaded haucht aussortierten Kleidungsstücken durch sorgfältiges Upcycling neues Leben ein. Was alle verbindet: der Glaube daran, dass Mode jenseits von Fast Fashion und Massenproduktion Haltung zeigen, Ressourcen schonen und Geschichten erzählen kann. Adresse: La Blutique, Libauer Straße 1, 10245 Berlin Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 13 bis 19 Uhr; Samstag 11 bis 17 Uhr Das Kitaprojekt „Bis auf den letzten Krümel” des Berliner Vereins RESTLOS GLÜCKLICH e. V. hat gleich zwei bundesweite Auszeichnungen erhalten: die „Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung” 2026 vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBSFJ) und der Deutschen UNESCO-Kommission sowie die „Wir sind IN FORM”-Auszeichnung des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) im Bereich Ernährung und des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Das Projekt ist Teil der Berliner Ernährungsstrategie und sensibilisiert Vorschulkinder, pädagogische Fachkräfte und Eltern für klimaverträgliche Ernährung, Lebensmittelwertschätzung und Abfallvermeidung. Der gemeinnützige Berliner Verein engagiert sich mit Bildungsprojekten, Mitmachaktionen und Teamevents für mehr Wertschätzung von Lebensmitteln und eine klimafreundliche Ernährung, die gut für Mensch und Planet ist. RESTLOS GLÜCKLICH e. V. ist ein Partner der Berliner Re-Use Bewegung. Mehr Informationen zum Projekt „Bis auf den letzten Krümel“ Mehr Informationen über den Verein RESTLOS GLÜCKLICH e. V. Zur Berliner Ernährungsstrategie Zur Initiative Re-Use Berlin Berlin verfolgt seit den Special Olympics 2023 und der UEFA Euro 2024 den Anspruch, Sportgroßveranstaltungen konsequent nachhaltig und inklusiv auszurichten. Im „Basketballjahr” 2026, das vom NBA Berlin Game im Januar bis zur FIBA Frauen-Basketball-WM im Herbst reicht, setzt die Senatsverwaltung für Inneres und Sport diese Linie fort: Projekte wie „Zero ist Hero” zur Abfallvermeidung in Sportvereinen, „Clean Game Berlin” mit mobiler Mehrweginfrastruktur und das Programm „Keep It In Play” für konsequente Mülltrennung im Rahmen des NBA- Spiels in der Uber Arena zeigen, wie ökologische Standards umgesetzt werden. Getragen werden diese Initiativen vom Netzwerk FUTURE LEAGUE, das am 2. September 2026 auch zur Fachkonferenz „Sport(groß)veranstaltungen der Zukunft – Berlin schafft Bewegung” einlädt, mit einem Fokus auf nachhaltige Eventausrichtung, Bewegungsförderung und Female Empowerment. Mehr Informationen zu Berlins nachhaltigen Sportevents Mehr Informationen zur FUTURE LEAGUE Zur Anmeldung für die Fachkonferenz (und zeitnah auch zum Programm) Im November 2026 finden zum dritten Mal die Zero Waste Aktionswochen in Berlin statt. Stadtweit sollen gute Beispiele sichtbar werden, wie Ressourcenschonung, Abfallvermeidung und Kreislaufwirtschaft im Alltag funktionieren – von Reparatur- und Upcycling-Angeboten über Leihen und Tauschen bis zu Fachveranstaltungen zu zirkulären Geschäftsmodellen. Mitmachen können Initiativen, Vereine, Einrichtungen, Unternehmen, Bildungs- und Kulturorte, Verwaltungen etc., die im Aktionszeitraum Angebote mit Zero-Waste-Bezug umsetzen. Alle Aktionen werden im zentralen Online-Kalender sichtbar gemacht und können mit einem Kommunikations-Kit beworben werden. Der Aktionszeitraum läuft vom 2. bis 29. November 2026 , die Anmeldung ist bereits jetzt möglich. Infos und Termine eintragen Der neue Value Gap Report 2026 von Circle Economy beziffert erstmals den jährlichen Wertverlust durch lineare Wirtschaftsweisen: 25,4 Billionen Euro weltweit, rund 31 Prozent des globalen BIP. Allein etwa 10 Billionen Euro gehen verloren, weil Produkte vorzeitig entsorgt werden, obwohl noch Wert in ihnen steckt. Der WWF stellt fest, dass der Report zeige, wie die vorzeitige Entsorgung von Produkten durch Design und Fehlanreize ins System eingebaut ist und was Zirkularität leisten kann. Wer auf Langlebigkeit, Reparierbarkeit und Recyclingfähigkeit setzt, hält Werte im Kreislauf. In Berlin unterstützt die Initiative Re-Use Berlin das Ziel „Wiederverwenden statt Wegwerfen“, unter anderem mit den Re-Use-Superstores, der Bewerbung von Akteuren, Fachdialogen, eigenen Sammelboxen und weiteren Leuchtturmprojekten. Zum Value Gap Report Statement des WWF zum Report Mehr Informationen über Re-Use Berlin Die Zero Waste-Plattform „Null Müll Neukölln“ macht aktuell das Thema Reparatur sichtbar und niedrigschwellig zugänglich: als Kampagne im Stadtraum, auf Social Media und mit einem KI-gestützten Repair-Bot auf WhatsApp. Dort finden Neuköllnerinnen und Neuköllner Hilfe zur Selbsthilfe, aber auch das nächste Repair Café oder den passenden Reparaturbetrieb. Ende Juni konnten Neuköllnerinnen und Neuköllner beim „großen Reparaturwochenende“ Reparaturangebote im ganzen Bezirk und beim zentralen Reparaturfest wahrnehmen und mehr über die Kosten von Reparaturen erfahren. Auf der Kampagnenseite findet man neben dem Repair-Bot auch viele Informationen zu Reparaturbetrieben und Repair Cafés im Kiez sowie Antworten auf verbreitete Reparatur-Mythen. Zur Kampagnenseite Der Neuköllner Verein Kreisler nimmt sich des Problems „Fachkräftemangel“ in Repair Cafés an. Die RepaReise ist eine Reparaturakademie für Ehrenamtliche: In 14 Terminen lernen Teilnehmende zwischen September und November 2026, wie man Dinge repariert – von Elektrik und Haushaltsgeräten bis Nähen und Textilreparatur -praxisnah und anwendbar, mit Zertifikat als Abschluss. Vorkenntnisse braucht es keine, nur Neugier und Lust aufs Ausprobieren. Die Teilnahme ist dank Förderung durch die Stiftung Naturschutz kostenlos, die Plätze sind auf 12 Personen begrenzt. Mehr Informationen und zur Anmeldung Der im April 2025 gegründete Verbund Teilen & Leihen will Leihinitiativen wie Werkzeugbibliotheken, Leihläden und Lastenradstationen aus der Nische holen und bundesweit vernetzen. Er bietet Austausch, Wissenstransfer und Unterstützung bei Themen wie Haftung, Versicherung und Förderung. Leihinitiativen, die dem Verbund beitreten oder mehr erfahren möchten, können sich unter kontakt@verbund-teilen-leihen.de melden oder die noch im Aufbau befindliche Website unter verbund-teilen-leihen.de besuchen. Markt for Future Wann: 22. August 2026 , 11 bis 16 Uhr Wo: Garten der Bezirkszentralbibliothek Pablo Neruda, Frankfurter Allee 14A Rund um die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele präsentieren sich Vereine und Initiativen aus dem Kiez. Auf dem Programm: Workshops, Kindertheater, Konzert, Bilderbuchlesungen und eine Nachhaltigkeits-Tour durch den Kiez. Mehr Informationen: Markt for Future
Durch die Attraktivitätssteigerung des Umweltverbundes (ÖPNV, Rad- und Fußverkehr) und die Förderung umweltfreundlicher Antriebssysteme soll eine nachhaltige städtische Mobilität in Berlin vorangebracht werden. Hier geht es zu den Aufrufen Verkehrliche Strategien zur Senkung des CO 2 -Ausstoßes und nachhaltige Wirtschaftsverkehrskonzepte (z. B. lokale Konzepte für Lieferverkehre, für Nullemissionszonen und Investitionen in deren Umsetzung); bessere Vernetzung und Attraktivitätssteigerung der Verkehrsmittel Rad und ÖPNV sowie Fußverkehr, bauliche Optimierung von Umsteigemöglichkeiten; weiterer Ausbau des ÖPNV und bessere Verknüpfung der verschiedenen Systeme des ÖPNV durch Reduzierung von Umsteigezeiten sowie Sicherstellung von barrierefreier Nutzung; Förderung von Fahrzeugen mit innovativen Antriebssystemen. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass das Vorhaben direkt oder indirekt zu einer Verminderung des CO 2 -Ausstoßes bzw. zu einer Verminderung des Ausstoßes von Stoffen mit einem Treibhauspotenzial (CO 2 -Äquivalent) beiträgt; Verbesserung der Radinfrastruktur sowie des Fußverkehrs auf der Grundlage des Berliner Mobilitätsgesetzes (z. B. Radverkehrsanlagen, Radabstellanlagen, Fahrradparkhäuser, fußgängerfreundliche Platzgestaltung, Verkehrsberuhigung, Querungsmöglichkeiten, investive Maßnahmen zur Schulwegsicherheit). Hauptverwaltungen, sowie deren nachgeordnete Behörden und Bezirksverwaltungen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Einrichtungen öffentliche Unternehmen Die Förderaufrufe werden ab 18.12.2025 mit sofortiger Wirkung vorläufig ausgesetzt. Informationen zu den Auswirkungen des Haushaltsgesetzes 2026/27 auf BENE 2 finden Sie unter Aktuelles. Informationen zu den Förderbedingungen Informationen zur Antragstellung Fragen und Antworten Weitere Informationen Zum BENE 2-Förderportal
Mit Eröffnung der A113 wurde festgelegt, dass die parallel verlaufende Stadtstraße Michael-Brückner-Str./Adlergestell (B96a) zurückgebaut werden soll. Dies ist bis heute nicht geschehen und hat Einfluss auf die geplante Umgestaltung des Vorplatzes S-Bhf. Schöneweide. Ein Rückbau der Straße auf 2 Fahrspuren je Richtung (auf dem gesamten Straßenzug) ermöglicht mehr Freiraum für Radfahrer und Fußgänger. Zudem könnte (und sollte) der derzeit nicht nutzbare Fußgängertunnel zum Bahnhof z.B. zum Fahrradparkhaus umgebaut werden. Eine 4-spurige, ampelgeführte und behindertengerechte Straßenquerung ist eine Erleichterung für die Anwohner und Bahnnutzer. Die Bezirkspolitiker und eine BI stehen hinter diesen Forderungen, die Zuständigkeit liegt jedoch beim Senat. Eine entsprechende Email-Anfrage an die Senatorin blieb leider unbeantwortet
Klimaschutzministerium veröffentlicht Handbuch zur Bauleitplanung mit Praxis-Beispielen und Formulierungshilfen für Kommunen / Verbandsgemeinde Wörrstadt steuert Ideen und Umsetzungshilfen für klimaneutrale Neubaugebiete bei „Mit der Bauleitplanung in Kommunen wird der Rahmen gesteckt, wie Klimaschutz vor Ort dauerhaft verankert wird – oder ob man sich auf Jahre sprichwörtlich alles verbaut. Deshalb haben wir den Vorschlag der Verbandsgemeinde Wörrstadt gerne unterstützt, ein praxisnahes Bauleitplanungs-Handbuch für alle Kommunen mit Musterbeispielen und Erfolgsmodellen zu erstellen. Dieses beinhaltet ein breites Spektrum an Möglichkeiten wie man vor Ort zum einen Treibhausgase vermeiden, und zum anderen die Kommune selbst vor den Auswirkungen der Erderhitzung schützen kann. Wer beispielsweise jetzt dafür sorgt, dass Kaltluftschneisen in Baugebieten festgeschrieben sind, wird sich künftig weniger über eine zu starke Aufheizung beklagen und wer jetzt dafür sorgt, dass Regenwasser gut abfließen kann, wird weniger Probleme mit Überflutungen haben“, so Klimaschutzministerin Katrin Eder anlässlich der Veröffentlichung des Handbuches am heutigen Freitag in Mainz. Das Handbuch kann fortan unter https://klimaneutrales.rlp.de/klimaneutrales-rheinland-pfalz/handbuch kostenfrei abgerufen werden. Es beinhaltet Maßnahmen, die das Klima schützen und CO2 einsparen und solche, die darauf abzielen, gegen die Herausforderungen der Erderhitzung gewappnet zu sein. Um für Rechtssicherheit zu sorgen, wurde damit eine Rechtsanwaltskanzlei beauftragt. Ideen zur Umsetzung klimaneutraler Neubaugebiete steuerte dabei die Verbandsgemeinde Wörrstadt bei. Diese beantragte im Jahr 2020 Fördermittel des Klimaschutzministeriums für die Umsetzung klimaneutraler Neubaugebiete in Saulheim und Wörrstadt. Daraus entstand die Idee, ein umfassenderes Handbuch für alle Kommunen zu veröffentlichen. Daraufhin folgte die Beantragung einer Einzelförderung zur rechtssicheren Etablierung von klimaneutralen Neubaugebieten in Rheinland-Pfalz. Das Handbuch Bauleitplanung ist damit ein weiter Baustein im breiten Unterstützungsangebot des Klimaschutzministeriums für Kommunen: Mit KIPKI, dem mit 250 Millionen Euro umfassenden bundesweit größten Klimaschutzprogramm für Kommunen, erhalten alle Gemeinden in Rheinland-Pfalz ganz ohne Eigenbeteiligung einen Pauschalbetrag, gemessen an der Einwohnerzahl für Klima-Projekte vor Ort. Mit dem Kommunalen Klimapakt (KKP) bekommen sie ein maßgeschneidertes Beratungspaket sowie Zugang zu Netzwerkveranstaltungen, um die Verwaltung bei der Klimatransformation zu unterstützen. „Das Online-Handbuch zur Bauleitplanung ist nun ein weiterer Schritt, um so schnell wie möglich klimaneutral zu werden. Es zeigt beispielsweise, wie man Flächen für Car-Sharing-Angebote festsetzt, Fahrradparkhäuser bei der Bebauung berücksichtigt, Schottergärten verbannt, einen Anteil an PV-Anlagen in Baugebieten vorgibt und für den Erhalt von Bäumen sowie eine klimatolerante Bepflanzung bei öffentlichen Grünflächen sorgt. All diese Maßnahmen sorgen für weniger Treibhausgase und damit auch für eine bessere Luft und mehr Lebensqualität. Mehr Begrünung steigert außerdem die Attraktivität eines Ortes“, so Eder. „Die Themen Klimaschutz, Energie und Klimawandelanpassung erhalten in der Bebauungsplanung einen immer größeren Stellenwert. Um Projekte schnell voranzubringen ist es wichtig, von vornherein rechtssicher zu planen. Dies gilt für alle Kommunen. Daher kommt dieses Handbuch gerade recht. So kann man auf Expertenwissen zurückgreifen und gleichzeitig von Best-Practice-Beispielen lernen“, so Klimaschutzmanagerin für die Verbandsgemeinde Wörrstadt, Daria Paluch. „Uns als Verbandsgemeinde ist es wichtig, hier rechtzeitig die Weichen zu stellen. In der Verbandsgemeinde Wörrstadt sind wir im Jahr 2019 schon den ersten Schritt gegangen und wollten klimaneutrale Neubaugebiete errichten. Das Wissen dazu teilen wir gern mit allen. Immerhin betrifft uns alle die Erderhitzung“, so Bürgermeister Markus Conrad. Info Das Handbuch wird am 18. Januar 2024 in einer gemeinsamen Online-Veranstaltung der Energieagentur-Rheinland-Pfalz und der Verbandsgemeinde Wörrstadt vorgestellt. Die interaktive Präsentation zur Anwendung des Online-Handbuchs durch die Kanzlei W2K richtet sich an Bau- und Planungsämter, Klimaschutzmanager, Bürgermeister, Dezernenten, Ratsmitglieder, Planungsbüros, Stadtplaner und Architekten und alle Interessierten.
Am Montag haben Bettina Jarasch, Senatorin für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz, Jörn Oltmann, Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg und Angelika Schöttler, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung und Facility Management, am Rathaus Schöneberg 64 neue Fahrradboxen offiziell eröffnet. Mit diesem neuen Angebot verbessern das Land Berlin und der Bezirk Tempelhof-Schöneberg gemeinsam die Fahrradinfrastruktur an einem zentralen Ort in der Stadt. Die erste gesicherte Fahrradabstellanlage des Landes Berlin ist auf der Straße Am Rathaus errichtet worden. Sie besteht aus vier Containern mit je 16 Stellplätzen in Form von Einzelboxen. Die Stellplätze verteilen sich auf zwei Ebenen. Die oberen Boxen können mit hydraulischer Unterstützung leicht be- und entladen werden. In den unteren Boxen gibt es eine Lademöglichkeit für E-Bikes. Mit der Anlage kommt auch das von infraVelo entwickelte Buchungs-, Zugangs- und Abrechnungssystem ParkYourBike erstmals zum Einsatz. Über eine App können Radfahrende rund um die Uhr einfach, schnell und flexibel ihre Räder in den Boxen parken. Das System startet zunächst mit einem halbjährigen kostenfreien Pilotbetrieb an der Anlage am Rathaus Schöneberg. Die Fahrradboxen wurden von der RWC Factory GmbH aus Chemnitz entwickelt. Um Radfahrenden einen einfachen Zugang zu gesicherten Fahrradabstellanlagen im gesamten Stadtgebiet zu ermöglichen, hat die Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz (SenUMVK) die Einführung eines stadtweit einheitlichen Buchungs-, Zugangs- und Abrechnungssystems als Ziel definiert. Dieses System wurde von infraVelo entwickelt. Entstanden ist ParkYourBike, mit dem Nutzende von zu Hause und unterwegs Stellplätze reservieren oder ihre Fahrräder direkt an der gewünschten Abstellanlage trocken und geschützt parken können. Die gesicherten Abstellanlagen sind Teil einer bezirklichen Initiative für mehr Fahrradstellplätze am Rathaus Schöneberg. Am John-F.-Kennedy Platz wurden die vorhandenen Fahrradbügel erneuert und erweitert. Dort sind 66 neue Stellplätze für Fahrräder und sieben neue Stellplätze für Lastenfahrräder entstanden. An der Freiherr-vom-Stein-Straße stehen zudem 36 überdachte und beleuchtete Fahrradstellplätze zur Verfügung. Mobilitätssenatorin Bettina Jarasch : „Zu attraktiven Radverkehrsangeboten gehören neben sicheren Radwegen auch ausreichend sichere Fahrradabstellplätze. In Schöneberg testen wir ein neues System, um Fahrräder diebstahlgeschützt abzustellen. Vielen Dank an alle Beteiligten für dieses gemeinsame Projekt. Ich setze darauf, dass auch andere Bezirke weitere Flächen für das Fahrradparken zur Verfügung stellen.“ Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann : „Am Rathaus Schöneberg haben wir heute ein kleines Stück Stadtgeschichte geschrieben: Ich freue mich, dass die ersten gesicherten Abstellanlagen für Fahrräder, die mit dem neuen System ParkYourBike gesteuert werden, im Bezirk Tempelhof-Schöneberg stehen und wir mit den insgesamt 281 Stellplätzen am Rathaus einen wichtigen, hoffentlich beispielgebenden Impuls für die Mobilitätswende geben. Ich ermuntere alle Bürger*innen für ihren Amtsbesuch oder Markteinkauf das Fahrrad zu nutzen. Die Infrastruktur dafür haben wir nun geschaffen.“ Bezirksstadträtin Angelika Schöttler : „Es ist toll, das Ergebnis der fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Abteilungen des Bezirks mit eigenen Augen zu sehen. Wir sind stolz, mit den Fahrradboxen als Vorbild für andere Bezirke zu wirken. Ich bin sicher: Die Möglichkeit, an einem zentralen Standort wie dem Rathaus Schöneberg Fahrräder sicher abzustellen, wird viele zum Fahrradfahren motivieren.“ Arne Petersen, Geschäftsführer infraVelo : „Mit ParkYourBike geben wir allen Radfahrenden ein einfaches Werkzeug an die Hand, mit dem sie bequem per App ihr Fahrrad in geschützten Abstellanlagen unterbringen können. Wir freuen uns darauf, das System künftig an weiteren Standorten in Berlin einzusetzen. Unabhängig von den zur Verfügung stehenden Parkmöglichkeiten, sei es eine Fahrradbox, eine Sammelgarage oder zukünftig ein Fahrradparkhaus, wird ParkYourBike ein einheitliches Nutzungserlebnis bieten.“ Die ParkYourBike-App liefert Informationen zu den verfügbaren Anlagen und darüber hinaus einen Überblick über alle Parkvorgänge sowie deren Kosten. Interessierte können sich an support@parkyourbike.berlin wenden und das System in der Pilotphase am Rathaus Schöneberg kostenfrei testen.
<p> <p>Im Rahmen des vom Bundesumweltministerium (BMUV) und Umweltbundesamt (UBA) geförderten Verbändeprojekts „Verkehrswende konkret“ hat die Allianz pro Schiene am 06.04.2022 erstmals den „Deutschen Verkehrswendepreis“ vergeben. Prämiert wurden fünf Projekte, die als Leuchtturm-Beispiele ihre Region schon heute lebenswerter machen und daher deutschlandweit Vorbilder für nachhaltige Mobilität sind.</p> </p><p>Im Rahmen des vom Bundesumweltministerium (BMUV) und Umweltbundesamt (UBA) geförderten Verbändeprojekts „Verkehrswende konkret“ hat die Allianz pro Schiene am 06.04.2022 erstmals den „Deutschen Verkehrswendepreis“ vergeben. Prämiert wurden fünf Projekte, die als Leuchtturm-Beispiele ihre Region schon heute lebenswerter machen und daher deutschlandweit Vorbilder für nachhaltige Mobilität sind.</p><p> <p>„Diese Projekte bringen Tempo in die Verkehrswende“, so die anerkennenden Worte des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesumweltministerium, Christian Kühn, in seiner Eröffnungsrede. Darüber hinaus ist den fünf Preisträgern gemeinsam, dass sie verschiedene Verkehrsträger verknüpfen und den Zugang zum Schienenverkehr erleichtern. </p> Die fünf Preisträger im Einzelnen <p>Das <strong>PlusBus</strong>-Konzept ist eine Entwicklung des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV) und schafft seit 2013 großflächig Mobilität im ländlichen Raum. Erstmals wurden landkreisübergreifende Buslinien systematisch im Stundentakt und mit kurzen Umsteigezeiten mit den Regionalzügen verbunden. Mittlerweile fährt der PlusBus bundesweit auf 130 Linien.</p> <p>Das Start-Up<strong> ioki Hamburg</strong> setzt für die sogenannte erste und letzte Meile auf On-Demand-Shuttles als Ergänzung des Nahverkehrs. Die elektrisch angetriebenen Shuttles für bis zu sechs Personen werden individuell per App gebucht und schließen die Lücke zwischen Haltestelle und Haustür am Stadtrand von Hamburg.</p> <p>Das <strong>Fahrradparkhaus Eberswalde</strong> bietet auf zwei Stockwerken über 600 Stellplätze und ist mit seiner Holzbauweise ein neuer Blickfang am Eberswalder Hauptbahnhof. Zudem liefert eine Solaranlage auf dem begrünten Dach des Parkhauses grünen Strom für Beleuchtung und das Laden der Batterien von E-Bikes.</p> <p>Das kommunale Unterstützungsnetzwerk „<strong>Zukunftsnetz Mobilität NRW</strong>“ berät, begleitet, vernetzt und qualifiziert seine Mitglieder in allen Fragen zur kommunalen Mobilitätswende im Rahmen des Mobilitätsmanagements. Drei regionale Koordinierungsstellen unterstützen mittlerweile so mehr als 280 Kommunen und Kreise in ganz Nordrhein-Westfalen auf dem Weg zu einer nachhaltigen und klimagerechten Mobilität.</p> <p>Die <strong>RoadRailLink</strong>-Umschlag- und Transporttechnologie ermöglicht rasch und unkompliziert, mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu bringen: Mithilfe eines vollverzinkten Verladekorbs können auch nicht mit einem Kran zu verladene Lkw-Trailer – diese machen EU-weit 90 % aller Lkw-Anhänger aus – auf Güterwaggons verladen werden.</p> <p>Weitere Informationen zum Deutschen Verkehrswendepreis und den Preisträgern finden sie auf der <a href="https://www.allianz-pro-schiene.de/wettbewerbe/deutscher-verkehrswendepreis/">Themenseite der Allianz pro Schiene</a>.</p> </p><p>Informationen für...</p>
Die Förderung des Umweltverbundes ist ein wesentlicher Maßnahmenkomplex zur langfristigen und nachhaltigen Reduzierung der Lärmimmissionen durch die Vermeidung von KFZ-Fahrten. Neben der Schaffung durchgehender, attraktiver und sicherer Radverkehrsanlagen sowie der Sicherstellung der Freizügigkeit, Barrierefreiheit und Querungssicherheit für den Fußverkehr hat die Förderung des Öffentlichen Verkehrs einen hohen Stellenwert. Im Einzelnen sind folgende Maßnahmenansätze erfolgversprechend: Nachfolgend werden diese Ansätze näher beschrieben. Die Förderung des Radverkehrs und die damit angestrebte Verlagerung von KFZ-Fahrten zum Radverkehr sind maßgeblich von der Existenz nutzerfreundlicher Radverkehrsanlagen abhängig. Neben ausreichenden baulichen Gegebenheiten und den Sicherheitsanforderungen entsprechender Markierung und Beschilderung ist es auch wichtig, ein fahrradfreundliches Klima zu schaffen. Hierzu kann die kostenlose Mitnahme von Fahrrädern in Fahrzeugen des öffentlichen Verkehrs (ÖV) und Öffentlichkeitsarbeit beitragen. Aber auch die Bereitstellung von ausreichenden Fahrradabstellanlagen an Bahn- und Bushaltestellen oder in den Einkaufsbereichen können zu einer verstärkten Fahrradnutzung beitragen und so den motorisierten Individualverkehr einschließlich der damit verbundenen negativen Umweltauswirkungen reduzieren. Ein gutes Beispiel dafür sind Fahrradparkhäuser, die wettergeschützte und überdachte Abstellplätze bieten und an die oftmals ein Reparaturservice und ein Fahrradverleih angegliedert ist. Rastation in Münster Eine weitere Möglichkeit, den Radverkehr gezielt zu fördern ist die Ausweisung von Fahrradstraßen. Dies bietet sich auf Strecken an, die stark vom Fahrradverkehr genutzt werden. Auf diesen Straßen hat der Radverkehr Vorrang und anderer Fahrzeugverkehr dar. Eine weitere Möglichkeit den Radverkehr gezielt zu fördern ist die Ausweisung von Fahrradstraßen. Dies bietet sich auf Strecken an, die stark vom Fahrradverkehr genutzt werden. Auf diesen Straßen hat der Radverkehr Vorrang und anderer Fahrzeugverkehr darf nur nach entsprechender Beschilderung (Anlieger) ausnahmsweise diese Straßen mitbenutzen. Ein Beispiel hierfür ist die 2009 ausgewiesene „Wellnessroute“ in Friedrichshafen. Ausweisung Fahrradstraße – Beispiel Schmidtstraße in Friedrichshafen Der Fußverkehr ist, ähnlich wie der Radverkehr, insbesondere an Hauptverkehrsstraßen auf sichere Wegeverbindungen und Querungen angewiesen. Daher kann er nachhaltig durch eine Verbesserung der bestehenden Fußverkehrsanlagen gefördert werden. Fußgängerquerungen können durch die Errichtung von Querungshilfen wie Mittelinseln und Lichtsignalanlagen und mit Hilfe von Umgestaltungsmaßnahmen im Straßenraum gesichert werden. Begleitende Geschwindigkeitsreduzierungen für den Kraftfahrzeugverkehr mindern die Geräuschemissionen und tragen zur Verkehrssicherheit bei. Qualitativ hochwertige Oberflächen und abgesenkte, aber noch wahrnehmbare Bordsteinkanten gewährleisten die Barrierefreiheit für behinderte und alte Menschen und führen zu einer Angebotsverbesserung. Des Weiteren sollte das Fußwegenetz besonders engmaschig sein und auch kurze direkte Wege ermöglichen, die mit Kraftfahrzeugen nicht befahrbar sind. Auch die Schulwegsicherung ist ein Element zur Förderung des Fußgänger- und Radverkehrs. Dazu gehören definierte Schulwegpläne mit empfohlenen Schulwegrouten und verkehrsregelnden sowie baulichen Maßnahmen zum Schutz der Kinder im Straßenraum. Es beinhaltet aber auch Maßnahmen der Verkehrserziehung und Verkehrsüberwachung. Somit lassen sich Bring- und Holdienste mit dem Pkw für Kurzstrecken vermeiden. Eine besondere Form der Straßenraumgestaltung stellt der sogenannte „Shared Space“ dar. Durch fehlende Verkehrszeichen, Signalanlagen und Fahrbahnmarkierungen wird ein Verkehrsraum geschaffen, in dem alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt werden. Nur durch gegenseitiges Rücksichtnahme und das Rechts-vor-Links-Gebot wird eine Verkehrssituation erzeugt, in der sich alle Verkehrsteilnehmer untereinander durch Blickkontakt abstimmen müssen. Der nicht mehr vom KFZ-Verkehr dominierte Straßenraum wird so für Fußgänger und Radfahrer attraktiver. Mit dem ÖPNV sollten nicht nur die Wohngebiete an die Innenstadt angebunden werden, sondern auch alle größeren Einkaufs- und Freizeiteinrichtungen sowie Gewerbezentren in Stadtrandlage. Damit besteht die Möglichkeit, die auf die Ortsrandbereiche ausgerichteten KFZ-Fahrten auf den öffentlichen Verkehr zu verlagern. Ein attraktives ÖPNV-Angebot basiert unter anderem auf kurzen Fahrzeiten mit wenigen verkehrsbedingten Halten. Hierfür können separate Busfahrstreifen angelegt werden, von deren Benutzung der motorisierte Individualverkehr ausgenommen ist. An den Ampelkreuzungen kann eine ÖPNV-Beeinflussung integriert werden, so dass die Grünphasen gedehnt bzw. beschleunigt geschaltet werden, sobald sich ein ÖPNV-Fahrzeug nähert. Hierbei entsteht jedoch ein Zielkonflikt mit der Verstetigung des KFZ-Verkehrsflusses durch eine „Grüne Welle“. Diesbezüglich wird eine Einzelfallabwägung notwendig. Behindertengerechte Haltestelle in Hamburg-Altona Die Vorrangstellung des ÖPNV kann außerdem mit gestalterischen Mitteln wie attraktiven Umsteigepunkten unterstrichen werden. Anzeigen der ÖPNV-Abfahrtzeiten in der Innenstadt bieten sowohl dem ÖPNV-Nutzer und ÖPNV-Betreiber, als auch den Gewerbetreibenden bzw. dem Einzelhandel Vorteile. Im Stadtbild präsente Informationen eines attraktiven ÖPNV-Angebotes können dazu beitragen Vorurteile von Autofahrern gegenüber öffentlichen Verkehrsmitteln zu überwinden. Fahrgäste können den Zugang zum öffentlichen Verkehr besser planen und verbringen die gegebenenfalls anfallende Wartezeit anstatt im Haltestellenbereich eher in den Einzelhandelseinrichtungen, Cafés und Restaurants. Die Verknüpfung der Verkehrsmittel untereinander ist vor allem für zentrumsferne Gebiete mit im Vergleich zu zentralen Bereichen geringeren ÖV-Erschließungsqualitäten von Bedeutung. Zu- und Abgangswege zum öffentlichen Verkehrsmittel werden in der Regel zu Fuß zurückgelegt. Zur Erweiterung des Einzugsbereiches des öffentlichen Verkehrs sollten Verknüpfungen zu anderen Verkehrsmitteln an den Haltestellen hergestellt werden. Mit Fahrradabstellanlagen an Bus- und Bahnhaltestellen und der Verknüpfung mit Angeboten wie Fahrradverleih und Carsharing können zudem neue Nutzergruppen für den öffentlichen Verkehr erschlossen werden. Ein weiteres Beispiel zur Verknüpfung der Angebote liefert Stuttgart, dort wird ab 2013 die „Mobilitäts- und Servicekarte“ ausgegeben. Sie soll einen vereinfachten und kombinierten Zugang zu verschiedenen alternativen Verkehrsmitteln liefern. Dazu gehören Bahnen und Busse, Leihfahrräder und Carsharing-Angebote. Die Angebote sollen in den nächsten Jahren ausgebaut werden und durch Anreizsysteme gefördert werden. Verknüpfungspunkt Bahnhof Wuppertal-Barmen