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Bibliothekskatalog des Umweltbundesamtes

Der öffentliche Bibliothekskatalog (OPAC) der Fachbibliothek Umwelt des Umweltbundesamtes macht deren Bestände durchsuchbar. UBA-intern können Entleihvorgänge online vorgenommen werden. Im Bestandteil 'ULIDAT' (Umweltliteraturdatenbank) wurden bis Ende 2004 relevante Fachveröffentlichungen zum Umweltbereich vorwiegend aus dem deutschsprachigen und europäischen Raum bibliographisch nachgewiesen. OPAC/ULIDAT dient als wichtige Informationshilfe bei der Aufgabenerledigung des UBA sowie für externe Benutzer in allen Bereichen von Verwaltung, Forschung und Lehre, Industrie und für die interessierte Öffentlichkeit. Seit 1984 wird OPAC/ULIDAT öffentlich angeboten. Der extern verfügbare Datenbestand umfasst Literatur ab 1976. Es werden bibliographische Angaben, in ULIDAT zum großen Teil Abstracts, Deskriptoren und Umweltklassifikation gespeichert. Der momentane Datenbestand umfasst etwa 850 000 (Juni 2016), davon aus ULIDAT etwa 510 000 Datensätze (bis Dezember 2004 erfasst). Die öffentliche Nutzung der Datenbestände erfolgt entgeltfrei im Internet (http://doku.uba.de).

40 Jahre Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit (GerES)

<p> <p>1985 startete die erste Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit (GerES). Seitdem untersucht die Studienreihe die Belastung der deutschen Bevölkerung mit Umweltschadstoffen. Die dabei gewonnen Daten dienen der Information der Öffentlichkeit. Zudem bilden sie eine wichtige wissenschaftliche Basis für politische Entscheidungen zu Umwelt, Gesundheit und Chemikalien. Ein Rückblick.</p> </p><p>1985 startete die erste Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit (GerES). Seitdem untersucht die Studienreihe die Belastung der deutschen Bevölkerung mit Umweltschadstoffen. Die dabei gewonnen Daten dienen der Information der Öffentlichkeit. Zudem bilden sie eine wichtige wissenschaftliche Basis für politische Entscheidungen zu Umwelt, Gesundheit und Chemikalien. Ein Rückblick.</p><p> Chemikalien im Alltag: unsere ständigen Begleiter <p>Chemikalien aus der Umwelt begegnen uns tagtäglich: auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule, in unserem Haushalt oder in der Freizeit, in unserer Nahrung, unserer Kleidung, in der Luft, die wir atmen. Wenn wir die Chemikalien in einer gewissen Menge aufnehmen, können diese für die menschliche Gesundheit schädlich sein.</p> <p>Das Umweltbundesamt (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>) untersucht deshalb mit der Deutschen Umweltstudie zur Gesundheit (GerES) nunmehr schon seit 40 Jahren die Belastung der Menschen in Deutschland mit ausgewählten Chemikalien aus unserer Umwelt, sogenannten Umweltschadstoffen.</p> Wie werden Umweltschadstoffe untersucht? <p>Umweltschadstoffe können über viele Eintragspfade in den menschlichen Körper gelangen: über die Haut, die Atmung oder mit der Nahrung. Die Summe der über diese Wege aufgenommenen Schadstoffe können über Körpermedien wie Urin oder Blut gemessen werden. Diese Untersuchungsmethode wird als Human-Biomonitoring bezeichnet.</p> <p>Neben dem Human-Biomonitoring werden in GerES auch weitere Proben aus der häuslichen Umgebung (z.B. Trinkwasser, Hausstaub, Luft) gesammelt und untersucht. Außerdem beantworten die an GerES teilnehmenden Personen Fragen zu ihrem Haushalt, ihrer Wohnumgebung, ihren Freizeitaktivitäten, ihrer Ernährung und ähnlichem. So können mögliche Quellen für im Körper gemessene Belastungen aufgespürt werden.</p> Aller Anfang ist… Schwermetalle <p>Mitte der 1980er Jahre beschäftigte das Thema Schwermetalle im Körper die Menschen in Deutschland. Der Skandal um die Batteriefabrik „Sonnenschein“, die den Boden, auf dem sie stand, mit Blei verunreinigte, traf auf großes öffentliches Interesse.</p> <p>Dieses dann auch politische Interesse war der Startschuss für die Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit: Mit dem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/3127">GerES I 1985-86</a> untersuchte das damalige Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene (WaBoLu), das zum Teil in das heutige UBA übergegangen ist, die Belastung von erwachsenen Menschen in den alten Bundesländern mit Schwermetallen.</p> <p>Ergebnis der Studie damals: Große Anteile der Erwachsenen zwischen 25 und 69 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland überschritten die Gehalte, die damals für Arsen, Cadmium, Blei und Quecksilber als unauffällig in Körperflüssigkeiten definiert waren.</p> <p>Auch das Trinkwasser wurde in den teilnehmenden Haushalten untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass die gemessenen Werte in einzelnen Proben die in der damaligen Trinkwasserverordnung festgeschriebenen Grenzwerte überschritten. In der Folge wurde die Trinkwasserverordnung 2001 so angepasst, dass die Grenzwerte fortan auch für Trinkwasser aus hauseigenen Leitungen – sog. Leitungswasser – galten. So sollte die Belastung von Leitungswasser mit Schwermetallen reduziert werden.</p> <p>Anfang der 1990er Jahre fand <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/3125">GerES II</a> statt. Erstmals wurden hier Daten für die alten und auch die neuen Bundesländer erhoben. GerES II untersuchte Erwachsene und zusätzlich auch Kinder, die zum Zeitpunkt der Studie im Haushalt der erwachsenen Teilnehmenden lebten. Die Studie lieferte unter anderem die Erkenntnis, dass Kinder mit dem Schwermetall Quecksilber aus Amalgam-Zahnfüllungen stärker belastet sind als Erwachsene. 1992 gab es daher die Empfehlung, Amalgam nicht mehr bei Schwangeren, Kleinkindern und Nierenkranken zu verwenden. Heutzutage ist Dentalamalgam in der Europäischen Union weitestgehend verboten.</p> <p>Ende der 1990er Jahre kam <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/3121">GerES III</a> zu dem Ergebnis, dass sich die Belastung mit Umweltschadstoffen in den alten und neuen Bundesländern immer weiter anglichen: zum Beispiel bei Cadmium, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/43136">Quecksilber</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/3628">Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen</a>.</p> <strong>Hohe Belastung besonders bei jungen Menschen</strong> <p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/3168">GerES IV</a> untersuchte 2003 bis 2006 Kinder und fand eine flächendeckend zu hohe Belastung mit fortpflanzungsschädigenden Weichmachern, den Phthalaten. Trotz eines Rückganges konnten ungefähr zehn Jahre später weiterhin zu hohe Werte in Kindern und Jugendlichen festgestellt werden. Gleichzeitig wies <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/5491">GerES V</a> mit Proben aus den Jahren 2014 und 2017 auch auf die bedenklich hohe Belastung dieser Bevölkerungsgruppe mit den sogenannten Ewigkeitschemikalien, den per- und polyfluorierten Kohlenwasserstoffen (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pfas">PFAS</a>), hin.</p> <p>Ergebnisse wie die oben genannten flossen und fließen auf nationaler und europäischer Ebene in die Gesetzgebung zum Thema Chemikalien, Umwelt und Gesundheit ein.</p> <strong>Deutsche Daten vernetzt auf EU-Ebene</strong> <p>In den 2000er Jahren gab es zunehmend Human-Biomonitoring Projekte auf EU-Ebene. Aufgrund der in der EU einzigartigen, jahrzehntelangen Erfahrungen im Bereich des Human-Biomonitoring hat das Umweltbundesamt 2017 die Leitung der bis dahin größten Europäischen Human Biomonitoring Initiative <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/59262">HBM4EU</a> übernommen.“ An dieser durch die Europäische Kommission geförderten Forschungsinitiative haben sich 30 Länder und verschiedene EU-Behörden als Partner beteiligt. Wichtige Ziele waren unter anderem die Harmonisierung – also die Ermittlung miteinander vergleichbarer – europäischer Human-Biomonitoring-Daten sowie deren Nutzung zur Politikberatung. Dies soll dabei helfen, Wirksamkeit der Chemikalienpolitik weiter zu erhöhen und damit die Gesundheit der Menschen in ganz Europa schützen. Die aktuell laufende <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/103753">EU-Partnerschaft für die Risikobewertung von Chemikalien</a> (PARC) setzt die erfolgreiche Arbeit von HBM4EU fort. Das UBA beteiligt sich umfassend and PARC und trägt unter anderem mit der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/114062">Deutschen Kinder- und Jugendstudie zur Umweltgesundheit (ALISE)</a> zum Erfolg der Partnerschaft bei.</p> <strong>Neue Erkenntnisse erwartet: GerES VI erhebt seit 20 Jahren wieder Daten zu Erwachsenen</strong> <p>Repräsentative Daten für erwachsene Menschen in Deutschland wurden mit GerES III Ende der 1990er Jahre zum letzten Mal erhoben. GerES VI hat in 2023 und 2024 Menschen zwischen 18 und 79 Jahren, wie auch bei den vorangehenden Studien der Reihe, in einem wissenschaftlichen Verfahren ausgewählt und um ihre Teilnahme gebeten, um neue Daten sammeln zu können.</p> <p>Noch laufen die detaillierten Auswertungen, aber im Frühjahr 2024 zeigte sich bereits der Nutzen dieser Studie: Mit Hilfe der für Deutschland repräsentativen HBM-Daten und Antworten aus den Fragebögen in <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/68070">GerES VI</a> konnte <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/108019">Sonnencreme als Quelle für einen Weichmacher</a> identifiziert werden, der dort teilweise als Verunreinigung eines UV-Filters vorkam. Weitere Erkenntnisse aus GerES VI wird das UBA zeitnah erarbeiten und veröffentlichen.</p> <p>Mit dem Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit (APUG) wurde die umweltbezogene Gesundheitsbeobachtung und -berichterstattung als zentrales Instrument für die Erfassung der Umweltbelastung und ihrer Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit identifiziert. Das APUG sieht die regelmäßige Durchführung von HBM-Studien vor, um die Belastung der Bevölkerung mit Umweltschadstoffen zu beobachten. Die Geschichte von GerES ist nach 40 Jahren also noch lange nicht zu Ende geschrieben.</p> </p><p>Informationen für...</p>

Nachwuchsgruppe Globaler Wandel: Interaktion und Auswirkung von Umwelt und Gesundheit in Städten (GreenEquityHEALTH)

Das Projekt GreenEquityHEALTH (www.greenequityhealth.hu-berlin.de) zielt darauf ab, den Beitrag urbaner Grünflächen bei der Abmilderung globaler Herausforderungen im Zusammenhang mit Klimawandel, Urbanisierung und demographischem Wandel zu ermitteln und zu quantifizieren. Regulierende und kulturelle Ökosystemleistungen werden dazu analysiert. Am Beispiel der Stadt Leipzig werden Auswirkungen von Hitze und Luftverschmutzung auf Pflanzeneigenschaften mittels Feldmessungen und Auswertungen von Fernerkundungsdaten erfasst. Parallel dazu geben Gesundheitsmessungen, Beobachtungen und Befragungen zur wahrgenommenen Gesundheit von Parkbesuchern, insbesondere vulnerablen Gruppen wie ältere Menschen oder Kinder, Aufschluss über mögliche positive Gesundheitseffekte. Die Ergebnisse fließen in ein räumlich explizites Multikriterienmodell 'URBAN-HEALTH', das so genannte Hotspot-Flächen in einer Stadt aufzeigen wird, die von einer besonderen Belastung durch Hitze und/oder Luftverschmutzung, hoher Versiegelung, hohen Dichtegraden, geringen Grün- bzw. Freiflächenanteilen etc. gekennzeichnet sind. Aus den Analyseergebnissen werden konkrete Handlungsempfehlungen für die Stadtplanungen abgeleitet. Die Ergebnisse werden in transdisziplinären Workshops mit Vertretern von Stadtplanungen sowie mit den Kooperationspartnern (Beirat) des Projektes diskutiert sowie in Form von kurzen Handlungsempfehlungen (Factsheets, Video) über diverse Kanäle auf nationaler Ebene über die Stadtplanungen sowie auf internationaler Eben durch bestehende Kooperationen mit IUCN und der WHO verbreitet.

Environmental health surveillance in a future European health information system

Background To date Health information (HI) in the European Union does not comprise indicators or other information related to impacts of hazardous chemicals in consumer products, food, drinking water or air on the health status of the population. Therefore, we inventorised and evaluated the potential of environmental health surveillance and research data sources in the European population to provide HBM-based indicators of internal human exposure and health impact of relevant chemicals. Methods We established an up-dated inventory of European cross-sectional Human Biomonitoring (HBM) surveys and of birth cohorts, and compared chemicals and chemical groups addressed by HBM with indicators and health end points collected via European Core Health Indicators (ECHI), in birth registries, as well as in environmental and food data bases and health registries to see on how data collection could be aligned. Finally, we investigated study designs of HBM survey and health examination surveys for potential synergies. Results The inventory covers a total of 11 European cross-sectional national programmes and a large number of birth cohorts and includes information on study population, age groups, covered substances, sampled matrices, and frequency. The comparison of data collections shows that there are many overlaps between environmental chemicals with environmental and health reporting. HBM data could be linked with ECHI indicators for work-related risks, body mass index (BMI), and low birth weight, with perinatal disease, neurologic disorders, and some chronic diseases, or with data bases for e.g. indoor air, food, or consumer products. Existing initiatives to link data collections at European Environment Agency (EEA) and Joint Research Center (JRC) or at World Health Organization (WHO) are good options to further develop linkage of HBM with exposures sources and health end points. Conclusions There is potential to use HBM based information in a number of public health policies, and this would help to align reporting to international commitments. Environmental health surveillance based on HBM and HBM-based indicators, is an excellent tool to inform public health policies about risks from environmental chemicals, and the EU health information system would benefit from additional HBM-based indicators for monitoring exposure burden from environmental chemicals. Considerable efforts are needed to align and establish routine data collections and to develop a surveillance system and indicators which may inform public health policies. © The Author(s). 2018

HBM4EU - Phthalates

We are exposed to a complex mixture of chemicals in our daily lives through the environment, consumer products, food and drinking water and at work. The 'Phthalates' video is part of a series of interviews with experts on different chemical substances that are studied under the HBM4EU project to help citizens to understand better how chemicals impact in our life. Which are the main routes of exposure and health impacts of phthalates? What do we know about the current human exposure? What new knowledge are we producing at HBM4U? Watch the video and find all the answers. Additionally, you can learn how to avoid exposure to phthalates and what are the main policy action done at the European level to prevent human exposure. Special acknowledgment should be given to Dr Marike Kolossa-Gehring, Head of section Toxicology, Health Related Environmental Monitoring at the German Environment Agency. The European Human Biomonitoring Initiative (HBM4EU) is a joint effort of 30 countries, the European Environment Agency and the European Commission, co-funded under Horizon 2020. The initiative is coordinating and advancing human biomonitoring in Europe. HBM4EU is generating evidence of the actual exposure of citizens to chemicals and the possible health effects in order to support policy making. More information at www.hbm4eu.eu/ This project has received funding from the European Union's Horizon 2020 research and innovation programme under grant agreement No 733032. © European Environment Agency

Analyse von per- und polyfluorierten Alkylverbindung (PFAS) in Trinkwasserproben GerES V

Die Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit (GerES) ist eine großangelegte Querschnittstudie zur Ermittlung und Aktualisierung von repräsentativen Daten über die korporalen Schadstoffbelastungen und die Schadstoffbelastungen im häuslichen Bereich der Allgemeinbevölkerung in Deutschland. Sie ist ein Projekt zur gesundheitsbezogenen Umweltbeobachtung des Bundes (GUB) auf nationaler Ebene und liefert Grundlagen für die Bewertung der Belastung der Bevölkerung mit gesundheitlich relevanten Umwelteinflüssen sowie für die Ableitung von Standardwerten für Expositionsanalysen und Risikoschätzungen. In der Deutschen Umweltstudie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, GerES 2014-2017 (GerES V), wurden in den Haushalten von teilnehmenden Kindern und Jugendlichen Trinkwasserproben gesammelt. In diesem Vorhaben soll eine nicht repräsentative Unterstichprobe dieser Trinkwasserproben auf per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) hin analysiert werden. Neben der Nahrung wird verunreinigtes Trinkwasser als eine der Hauptquellen für die humane PFAS-Belastung diskutiert. Der Gehalt der zu untersuchenden Stoffe wurde bereits in den Blut(plasma)proben der Teilnehmenden bestimmt.

Bedeutung physiologischer und anthropometrischer Parameter für die Standardisierung und Bewertung von Human-Biomonitoring-Ergebnissen

Das Human-Biomonitoring (HBM) - das Messen von Schadstoffen in Proben vom Menschen - ist von zentraler Bedeutung für die Gesundheitsbezogene Umweltbeobachtung des Bundes: Überschreitungen von toxikologisch begründeten Beurteilungswerten, Belastungsunterschiede zwischen Bevölkerungsgruppen oder zeitliche Veränderungen von Schadstoffkonzentrationen in Körpermedien liefern wichtige Informationen für den gesundheitsbezogenen Umweltschutz. Parallel in den Humanproben bestimmte physiologische Parameter, bspw. der Eiweißgehalt im Blutplasma, oder individuelle anthropometrische Größen, bspw. das Körpergewicht, werden bislang nur wenig bei der Interpretation von HBM-Ergebnissen berücksichtigt. Diese Faktoren können jedoch insbesondere dann relevant sein, wenn Daten aus verschiedenen nationalen Studien miteinander verglichen werden sollen. Das Vorhaben zielt daher auf die Identifizierung von für das HBM relevanten physiologischen und anthropometrischen Parametern, die Priorisierung dieser Parameter u.a. nach wissenschaftlicher Aussagekraft, Verfügbarkeit und Analysekosten sowie der Erarbeitung von Empfehlungen zur sinnvollen Nutzung der Parameter im Rahmen der HBM-Aktivitäten in Deutschland und internationalen Kooperationen ab. Auf der Basis statistischer Auswertungen vorhandener HBM-Daten sollen darüber hinaus konkrete Maßnahmen für die stärkere Standardisierung von HBM-Ergebnissen durch die Einbeziehung von physiologischen und anthropometrischen Parametern in die Datenanalyse abgeleitet werden. Diese sollen die bevölkerungsbezogene und zeitliche Vergleichbarkeit von HBM-Daten weiter steigern und die Aussagekraft von Assoziationsanalysen zwischen HBM-Ergebnissen und gesundheitlichen Effekten weiter verbessern. Abschließend soll ein Konzept für eine Machbarkeitsstudie zur Umsetzung dieser Maßnahmen im Rahmen nationaler HBM-Aktivitäten entwickelt werden.

GUB: Globalansatz Umwelt und Gesundheit, Beitrag Deutschlands zur EU-HBM-Pilotstudie DEMOCOPHES - Chemische Analytik von Phthalatmetaboliten und Cotinin im Urin

Im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU wird die konkrete Planung einer Studie für ein EU-weites HBM beantragt (COPHES). Das UBA ist wieder Work-Package-Leader. In 16 EU-Ländern wird jeweils eine HBM-Pilotstudie (DEMOCOPHES) durchgeführt. Die chemische Analytik der Humanproben dieser Pilotstudie umfasst neben der Analyse der Gehalte an Cadmium und Cotinin im Urin und der Bestimmung von Quecksilber in Kopfhaaren auch die Bestimmung von Phthalatmetaboliten im Urin (120 Mutter-Kind-Paare). Eine parallele Bestimmung von Phthalatmetaboliten im Urin von Frauen und deren Kindern ist bisher noch nicht erfolgt. Die Analytik der Phthalatmetabolite im Urin soll in Absprache mit dem UBA entsprechend der in COPHES zu entwickelnden Vorgaben und Guidelines erfolgen. Wesentliches Ergebnis wird ein Erfahrungsbericht sein, der vom UBA in die internationale Arbeit eingespeist wird.

GUB: Globalansatz Umwelt und Gesundheit, Beitrag Deutschlands zur EU-HBM-Pilotstudie DEMOCOPHES: Chemische Analytik von Cadmium und Creatinin im Urin

Im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramm der EU wurde die konkrete Planung einer Studie für ein EU-weites Human-Biomonitoring (HBM) beantragt (COPHES). Das UBA ist wieder Work-Package-Leader. In 17 EU-Ländern wird jeweils ein HBM-Pilotstudie (DEMOCOPHES) durchgeführt. Die chemische Analytik dieser Pilotstudie umfasst neben der Analyse der Gehalte an Cotinin und Phthalatmetaboliten im Urin und der Bestimmung von Quecksilber in Kopfhaaren auch die Bestimmung von Cadmium und Creatinin im Urin. (120 Mutter-Kind-Paare). Eine parallele Bestimmung von Cadmium im Urin von Frauen und deren Kindern ist bisher noch nicht erfolgt. Die chemische Analytik soll in Absprache mit dem UBA entsprechend der in COPHES zu entwickelnden Vorgaben und Guidelines erfolgen. Wesentliches Ergebnis wird ein Erfahrungsbericht sein, der vom UBA in die internationale Arbeit eingespeist wird.

Discovering time-trends of the German populations exposure to contaminants by analysis of human samples of the German Environmental Specimen Bank (ESB)

The German Environmental Specimen Bank (ESB) is a monitoring instrument of the German Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety. The permanent biobank facility is run since 1981 containing environmental and human samples from Germany. All samples are collected according to standard operating procedures (SOP). An standardized annual collection of human samples at four different regional sites of the country has been established since 1997. Routine sampling is done once a year, recruiting healthy non occupationally exposed students aged 20-29 years, in an equal gender distribution. The number of participants recruited is approximately 120 students per site and year. Directly after the annual sampling process, the human samples are analyzed for selected environmental chemicals. The time-trends of lead in blood, mercury and pentachlorophenol in 24 h-urine and polychlorinated biphenyls in plasma demonstrated a decrease of exposure during the last two decades by about 40-90 percent. In parallel retrospective studies using cryo-archived samples revealed increasing time trends of emerging chemicals used as substitutes for regulated toxicants. The data demonstrates the great relevance of the ESB for the health related environmental monitoring and shows the importance of human biomonitoring as a tool in information based policy making. © 2018 Elsevier B.V. All rights reserved.

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