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Found 18 results.

Ecology and Population Biology of Armillaria mellea s.l.

The basidiomycete Armillaria mellea s.l. is one of the most important root rot pathogens of forest trees and comprises several species. The aim of the project is to identify the taxa occurring inSwitzerland and to understand their ecological behaviour. Root, butt and stem rots caused by different fungi are important tree diseases responsible for significant economic losses. Armillaria spp. occur world-wide and are important components of many natural and managed forest ecosystems. Armillaria spp. are known saprothrophs as well as primary and secondary pathogens causing root and butt rot on a large number of woody plants, including forest and orchard trees as well as grape vine and ornamentals. The identification of several Armillaria species in Europe warrants research in the biology and ecology of the different species. We propose to study A. cepistipes for the following reasons. First, A. cepistipes is dominating the rhizomorph populations in most forest types in Switzerland. This widespread occurrence contrasts with the current knowledge about A. cepistipes, which is very limited. Second, because the pathogenicity of A. cepistipes is considered low this fungus has the potential for using as an antagonist to control stump colonising pathogenic fungi, such as A. ostoyae and Heterobasidion annosum. This project aims to provide a better understanding of the ecology of A. cepistipes in mountainous Norway spruce (Picea abies) forests. Special emphasis will be given to interactions of A. cepistipes with A. ostoyae, which is a very common facultative pathogen and which often co-occurs with A. cepistipes. The populations of A. cepistipes and A. ostoyae will be investigated in mountainous spruce forests were both species coexist. The fungi will be sampled from the soil, from stumps and dead wood, and from the root system of infected trees to determine the main niches occupied by the two species. Somatic incompatibility will be used to characterise the populations of each species. The knowledge of the spatial distribution of individual genets will allow us to gain insights into the mode of competition and the mode of spreading. Inoculation experiments will be used to determine the variation in virulence expression of A. cepistipes towards Norway spruce and to investigate its interactions with A. ostoyae.

Aktuelles zum Pflanzenschutz

13.03.2026 Gegenwärtig sollten Buchsbaumbestände hinsichtlich ersten Aktivitäten des Buchsbaumzünslers kontrolliert werden. In den letzten Tagen konnten bereits erste Aktivitäten der Buchsbaumzünslerraupen, insbesondere im geschützten inneren Teil der Pflanzen, festgestellt werden. Je nach Standort sollte sich die Aktivität der Raupen in der kommenden Woche verstärken. Insofern sind Gegenmaßnahmen zur Bekämpfung der überwinterten Jungraupen bis Ende des Monats zu planen. Weitere Informationen entnehmen Sie gerne unserer Webseite sowie dem entsprechenden Merkblatt. Informationen zum Buchsbaumzünsler 16.02.2026 Wenngleich bereits die ersten Schneeglöckchen blühen und Vorboten des nahenden Vorfrühlings sind, haben Schnee und Barfröste der vergangenen Wochen für Winterschäden an immer- und wintergrünen Gehölzen gesorgt. Neben Frostschäden an Blättern und Trieben, wird derzeit auch mit Wurzelschädigungen gerechnet. In den Grünanlagen und Gärten sollten daher im Frühjahr entsprechende Pflegemaßnahmen wie Rückschnitt, Ausputzen (Pflanzenhygiene) und Düngung der Pflanzungen zur Gesunderhaltung eingeplant werden. Wir informieren darüber ausführlicher in den nächsten Ausgaben des Grünen Blattes und des Berliner Gartenbriefs . 10.11.2025 Aktuell treten eine Vielzahl an Pilzfruchtkörper auf. Unter anderem solche des Hallimaschs (Armillaria sp.) sind in Parks, Gärten und Wald auffällig. Dieser holzzerstörende wurzelbürtige Pilz parasitiert eine Vielzahl an Gehölzen und kann zu raschem Absterben dieser führen. Weitere Informationen hierzu finden Sie auch auf unseren Steckbriefen zu holzzersetzenden Pilzen . 20.06.2025 Aufgrund der vorherrschenden Witterung konnten sich große Spinnmilbenpopulationen an Linden aufbauen. Typische Symptome sind blattoberseits kleine Flecken als Folge der Saugtätigkeit. Stärker betroffene Blätter vertrocknen und fallen unter Braunfärbung ab. Charakteristisch beginnt der Befall im unteren Kronenbereich. Häufig wird das Schadbild mit Trockenschäden verwechselt. Nachhaltige Schäden an betroffenen Bäumen sind meist nicht zu erwarten. Weitere Informationen folgen im „Grünes Blatt Berlin 06-2025“ . 30.04.2025 Die Gespinstmottenaktivität ist je nach Standort unterschiedlich stark vorangeschritten. Von Anfangsfraß mit ersten Gespinsten bis Kahlfraß. Im Inneren sind zahlreiche weißliche Raupen mit schwarzen Flecken zu finden. Auch bei Weißdorn sind die ersten Gespinste der Weißdornmotte erkennbar. Sowohl die Raupen der Gespinstmottenarten als auch deren Gespinste sind für den Menschen völlig harmlos. Ein früher Befall lässt sich durch Rückschnitt gut eindämmen, später ist dieses nicht mehr möglich – die Gehölze treiben bei ausreichender Wasserversorgung selbst bei Kahlfraß i. d. R. wieder aus. Die Gespinste führen häufig zu Verwechslungen mit den Raupen des Eichenprozessionsspinners. Dieser befindet sich aktuell im L2-Stadium und kommt nur an Eichen vor , nicht an Sträuchern und Büschen wie dem Pfaffenhütchen etc. 31.01.2025 Das Gebührenverzeichnis wurde neu gefasst und einzelne Gebührentatbestände wurden dabei auf den aktuellen Stand europarechtlicher und nationaler Verordnungen und Gesetze auf dem Gebiet des Pflanzenschutzes und der Pflanzengesundheit gebracht. Die neue PflSchGebO tritt ab dem 01.02.2025 in Kraft. Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung vom 07.01.2025

Wildpilze: Erst über Cäsium-Belastung informieren – dann genießen

Wildpilze: Erst über Cäsium-Belastung informieren – dann genießen Ausgabejahr 2023 Datum 28.08.2023 Wildpilze können radioaktives Cäsium enthalten Quelle: Markus Mainka/stock.adobe.com Auch 37 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl können Wildpilze in Deutschland noch radioaktives Cäsium-137 enthalten, das bei dem Unfall freigesetzt wurde. In größerem Umfang sind Überschreitungen des Grenzwerts von 600 Becquerel pro Kilogramm Frischmasse allerdings nur noch in einigen Regionen Bayerns und Teilen Oberschwabens zu erwarten. Das lässt sich aus Zahlen des aktuellen Pilzberichts des Bundesamtes für Strahlenschutz ( BfS ) ableiten. Für den Bericht untersucht das BfS jährlich Wildpilze von ausgewählten Standorten. Vor allem im Bayerischen Wald und den angrenzenden Gebieten, im Donaumoos südwestlich von Ingolstadt sowie in den Alpen und am Alpenrand in der Region Mittenwald und im Berchtesgadener Land müssen Pilzsammler*innen damit rechnen, dass einige Pilzarten noch teils sehr hohe Cäsium-137 -Werte aufweisen. In diesen Gebieten hatte sich nach dem Reaktorunfall im Frühjahr 1986 im deutschlandweiten Vergleich am meisten radioaktives Cäsium auf dem Boden abgelagert. Cäsium-Gehalt hängt auch von Pilzart ab Selbst in diesen höher kontaminierten Gebieten ist aber nicht jede Pilzart gleichermaßen betroffen. Bei den Messungen des BfS der vergangenen drei Jahre (2020-2022) brachten es Semmelstoppelpilze und Rotbraune Semmelstoppelpilze in Einzelfällen auf Spitzenwerte von über 4.000 Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm Frischmasse. Maximalwerte über 1.000 Becquerel pro Kilogramm stellte das BfS in verschiedenen Schnecklingsarten, in Gelbstieligen Trompetenpfifferlingen, Gemeinen Rotfußröhrlingen, Maronenröhrlingen, Mohrenkopfmilchlingen, Ockertäublingen, Rotbraunen Scheidenstreiflingen, Violetten Lacktrichterlingen und in Ziegenlippen fest. Dagegen blieben die Messwerte der folgenden Arten auch an den am stärksten kontaminierten Probenahme-Standorten im Untersuchungszeitraum stets unter 10 Becquerel pro Kilogramm: Beutelstäubling, Blauer Träuschling, Blutroter Filzröhrling, Brauner Riesenscheidenstreifling, Braunroter Lacktrichterling, Braunroter Ledertäubling, Braunschuppiger Riesenchampignon, Dunkelfaseriger Champignon, Hasenröhrling, Honiggelber Hallimasch, Judasohr, Krause Glucke, Kuhmaul, Kurzstieliger Weichritterling, Lachsblättriger Schwarztäubling, Mönchskopf, Ockerbrauner Trichterling, Panzer-Rasling, Riesenporling, Rostbrauner Filzröhrling, Safran-Riesenschirmling, Schwefelporling, Stadtchampignon, Sternschuppiger Riesenschirmling, Violetter Rötelritterling, Waldchampignon, Wässriger Saumpilz, Weißer Büschelrasling, Würziger Tellerling, Zweifarbiger Lacktrichterling und Zweifarbiger Scheidenstreifling. Sie können aus Sicht des Strahlenschutzes bundesweit bedenkenlos in beliebiger Menge verzehrt werden. BfS-Präsidentin Dr. Inge Paulini Quelle: bundesfoto/Bernd Lammel Grenzwert gilt nur für den Handel "Pilze im Handel müssen den Grenzwert für radioaktives Cäsium-137 von 600 Becquerel pro Kilogramm einhalten. Wer selbst Pilze sammelt, ist nicht von diesem Grenzwert geschützt" , erläutert BfS -Präsidentin Inge Paulini. Sie rät daher dazu, sich vor dem Pilzgenuss zu informieren und selbst gesammelte Wildpilze vor allem in den genannten Gebieten nur in Maßen zu verzehren. "Letztlich ist es eine persönliche Entscheidung: Der gelegentliche Verzehr höher belasteter Pilze führt zwar nur zu einer geringen zusätzlichen Strahlendosis. Sie lässt sich aber leicht vermeiden, wenn man potenziell besonders hoch belastete Pilzarten im Wald stehen lässt." Eine erwachsene Person, die jede Woche eine Mahlzeit aus 200 Gramm Pilzen mit 2.000 Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm verzehrt, erhält pro Jahr eine zusätzliche Strahlendosis von 0,27 Millisievert . Das ist etwa so viel wie bei rund 20 Flügen von Frankfurt am Main nach Gran Canaria . Bodenkontamination mit Cäsium-137 im Jahr 1986. Die aktuellen Werte lassen sich durch Multiplikation der Zahlen mit 0,43 ermitteln. 165 Pilzarten untersucht Der Pilzbericht des BfS erscheint jährlich. Er informiert darüber, welche wildwachsenden Speisepilze hohe Cäsium-137 -Werte aufweisen können und welche Regionen Deutschlands heute noch vom Reaktorunfall von Tschernobyl im Jahr 1986 in der heutigen Ukraine besonders betroffen sind. Die aktuelle Ausgabe umfasst die Jahre 2020 bis 2022. Das BfS untersuchte dafür insgesamt 165 Pilzarten, die an ausgewählten Standorten in Süddeutschland gesammelt wurden. Nicht untersucht wurden Zuchtpilze wie Champignons und Austernseitlinge. Sie wachsen auf Substraten, die nur geringe Mengen an Cäsium-137 aufweisen. Wie andere landwirtschaftliche Produkte enthalten Zuchtpilze daher nur äußerst wenig Cäsium-137 . Cäsium-137 ist ein radioaktives Isotop des Elements Cäsium, das nicht in der Natur vorkommt. Es entsteht unter anderem bei der Kernspaltung in Kernkraftwerken . Seine Halbwertszeit beträgt circa 30 Jahre. Das bedeutet, dass sich die Menge an Cäsium-137 , die sich 1986 in Deutschland am Boden ablagerte, bis heute mehr als halbiert hat. Stand: 28.08.2023

Wildpilze teils weiterhin mit radioaktivem Cäsium belastet

Wildpilze teils weiterhin mit radioaktivem Cäsium belastet Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht Untersuchungsergebnisse Ausgabejahr 2022 Datum 22.08.2022 Korb mit Maronenröhrlingen Quelle: Tarabalu/stock.adobe.com Wildpilze können in Süddeutschland weiterhin oberhalb des Grenzwertes mit radioaktivem Cäsium belastet sein. Das zeigt der aktuelle Pilzbericht des Bundesamtes für Strahlenschutz ( BfS ), für den die Behörde jährlich wildwachsende Speisepilze auf Cäsium-137 untersucht. Das Cäsium stammt hauptsächlich aus dem Reaktorunfall von Tschernobyl im Jahr 1986. Ein geringer Anteil geht auf die oberirdischen Kernwaffentests der 1950er- und 1960er-Jahre zurück. Für Pilze , die in den Handel kommen, gilt ein Grenzwert von 600 Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm Frischmasse. Dieser Grenzwert schützt jedoch nicht, wenn man selbst zum Sammeln in den Wald geht. Wildpilze in Maßen verzehren BfS-Präsidentin Dr. Inge Paulini Quelle: bundesfoto/Bernd Lammel "Wer Pilze für den eigenen Verzehr sammelt, kann den Pilzbericht des Bundesamtes für Strahlenschutz zur Orientierung nutzen" , erläutert BfS -Präsidentin Inge Paulini. Der Bericht zeigt, welche Speisepilzarten hohe Cäsium-Werte aufweisen können und welche Regionen Deutschlands vom Reaktorunfall von Tschernobyl besonders betroffen sind. "In diesen Gebieten – etwa dem Bayerischen Wald, dem Alpenrand und dem Donaumoos südwestlich von Ingolstadt – sollte man selbst gesammelte Pilze nur in Maßen verzehren, um eine unnötige Strahlenbelastung zu vermeiden" , rät Paulini. Höher belastete Speisepilzarten Der Pilzbericht fasst die Untersuchungsergebnisse der Jahre 2019 bis 2021 zusammen. Besonders hohe Werte bis über 4.000 Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm Frischmasse wiesen in diesem Zeitraum Semmelstoppelpilze und Rotbraune Semmelstoppelpilze auf. Über 1.000 Becquerel pro Kilogramm lagen die Messwerte von verschiedenen Schnecklingsarten, Gelbstieligen Trompetenpfifferlingen, Gemeinen Rotfußröhrlingen, Maronenröhrlingen, Mohrenkopfmilchlingen, Ockertäublingen, Rotbraunen Scheidenstreiflingen, Seidigen Ritterlingen, Violetten Lacktrichterlingen und Ziegenlippen. Unbedenkliche Pilzarten Mit weniger als zehn Becquerel pro Kilogramm sehr gering belastet waren Beutelstäubling, Birnenstäubling, Blutender Waldchampignon, Blutroter Filzröhrling, Brauner Riesenscheidenstreifling, Braunroter Ledertäubling, Braunschuppiger Riesenchampignon, Faltentintling, Hasenröhrling, Honiggelber Hallimasch, Judasohr, Kurzstieliger Weichritterling, Mönchskopf, Riesenporling, Safran-Riesenschirmling, Schiefknolliger Anischampignon, Schopftintling, Schwarzblauender Röhrling, Sternschuppiger Riesenschirmling, Weißer Büschelrasling, Würziger Tellerling, Zitterzahn, Zweifarbiger Lacktrichterling und Zweifarbiger Scheidenstreifling. Zuchtpilze wie Champignons und Austernseitlinge wurden für den Bericht nicht untersucht. Ihr Cäsium-137 -Gehalt ist äußerst gering und mit dem anderer landwirtschaftlicher Produkte vergleichbar. Pilze mit hohem Cäsium-Gehalt meiden Bodenkontamination mit Cäsium-137 im Jahr 1986 (Becquerel pro Quadratmeter) Für die Strahlenbelastung des Menschen ist neben dem Cäsium-137 -Gehalt der Pilze auch die verzehrte Menge entscheidend. Wenn wildwachsende Speisepilze in üblichen Mengen konsumiert werden, ist die zusätzliche Strahlenbelastung vergleichsweise gering. Dennoch lohnt es sich, besonders hoch belastete Pilzarten zu meiden, wenn man regelmäßig selbst gesammelte Pilze isst: Ein Erwachsener, der jede Woche eine Mahlzeit aus 200 Gramm Pilzen mit 2.000 Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm verzehrt, erfährt eine zusätzliche jährliche Strahlendosis wie bei rund 20 Flügen von Frankfurt nach Gran Canaria. In Zahlen ausgedrückt sind das 0,27 Millisievert . Stand: 22.08.2022

Pilzliche Schaderreger: Eschentriebsterben

Das Eschentriebsterben – Hauptfruchtform __Hymenoscyphus fraxineus__, Nebenfruchtform __Chalara fraxinea__ synonym __Hymenoscyphus pseudoalbidus__ (Falsches Weißes Stengelbecherchen) kommt im Stadtgebiet nur in waldähnlichen Strukturen vor, bislang nicht an Straßenstandorten. Ursprünglich stammt der Pilz aus Asien, wurde in Europa (Ostpolen, Baltikum) ab 1994 und in Deutschland ab 2002 nachgewiesen. Es gibt deutliche Unterschiede in der Anfälligkeit einzelner Eschenarten. So zeigt besonders die heimische Esche __Fraxinus excelsior__ eine hohe Anfälligkeit gegenüber des Erregers. Die Infektion erfolgt, ausgehend vom zersetzten Laub, über die Blätter, Blattstiele und Knospen und verursacht Blattwelken, Nekrosen und Verfärbungen an Trieben und Triebwelken. In der Folge können Stammfußnekrosen und Wurzel- und Stammfäuleerreger (u.a. Hallimasch, Samtfußrübling, Vielgestaltige Holzkeule) auftreten. Direkte Gegenmaßnahmen sind nicht möglich. Um Folgebesiedlungen (u.a. Borkenkäfer) zu vermeiden, ist es zu empfehlen, abgestorbene Bäume aus den Beständen zu entfernen. Bei Nachweis der Erkrankung kann durch die Beseitigung des Falllaubes der Infektionsdruck reduziert werden. Weitere Informationen zum Eschentriebsterben

Schäden an der Buche in Bayern - Untersuchung ausgewählter Bestände auf möglichen Befall durch Phytophthora und Risikoabschätzung des Gefahrenpotenzials durch Verschleppung der Krankheit mit infiziertem Baumschul-Material (F47)

Vorstudie für eine erste Einschätzung des Vorkommens pathogener Phytophthora-Arten in geschädigten Buchenbeständen. Risikoabschätzung des Gefahrenpotenzials der Verschleppung der Krankheit durch infiziertes Baumschul-Material. Im Untersuchungszeitraum wurden bei zahlreichen Einzelbäumen und Baumgruppen Rindennekrosen mit Schleimaustritt im unteren Stammbereich festgestellt. Häufig traten zudem bis in Stammhöhen von über 20 m isolierte Rindennekrosen auf. Durch Isolierungen aus Rinden- bzw. Bodenproben konnten an 172 Buchen (76 Prozent) in 85 Beständen (94 Prozent) insgesamt 7 bekannte Phytophthora- Arten (Phytophthora citricola (55 Bestände), P. cambivora (39) und P. cactorum (10) und weitere Phytophthora-Isolate gewonnen werden. In 10 von 13 Beständen ohne erkennbare oberirdische Rindenschäden waren Feinwurzelverluste, abgestorbene Langwurzeln sowie Nekrosen an verholzten Wurzeln erkennbar. Visuelle Kontrolle von Wurzeltellern, nach Sturmwurf, bestätigen die hohen Feinwurzelverluste und Schäden an den verholzten Wurzeln. Bei untersuchten Buchenwildlinge traten ebenfalls Wurzelfäulen und Wurzelhalsfäulen auf. Die Erkrankung wurde auf einem weiten Spektrum typischer Buchenstandorte festgestellt. Betroffen waren auch Standorte mit niedrigen pH-Werten (Buntsandstein und Sandsteinkeuper) oder trockenen Bodenverhältnissen (skelettreiche Steilhänge auf Kalk) die bislang als weniger Phytophthora gefährdet angesehen wurden. Das Spektrum der beteiligten Phytophthora-Arten variiert in Abhängigkeit von den Standortsbedingungen. Die vorgeschädigten Buchen wurden in der Folge von weiteren Pilzen und Borkenkäfern (z.B. Hallimasch, kleiner Buchenborkenkäfer) befallen, was oftmals den Absterbeprozess beschleunigte. Die bisherigen Ergebnisse deuten darauf hin, dass Phytophthora-bedingte Feinwurzelschäden nach den hohen Niederschlägen 2002 für die Kronenverlichtungen im Jahr 2003 neben der Trockenheit an Buchen mitverantwortlich sind. Buchenpflanzen des Forstpflanzengartens Triesdorf zeigten bei der Untersuchung starke Wurzelschäden, die auf Phytophthora cambivora, P. cactorum und verschiedene Pythium-Arten zurückgingen. In einem Beet war es zudem zu hoher Mortalität gekommen. Dies deckt sich mit weiteren vorliegenden Ergebnissen aus fünf Forstbaumschulen (darunter die Forstpflanzgärten Bindlach, Laufen und Stalldorf).

Buchenkomplexkrankheit - Wurzel- und Stammkrankheiten der Buche in niederösterreichischen Laubholzbeständen nach klimatischen Extremereignissen

In einer Projektstudie zur Analyse von Wurzelpathogenen der europäischen Buche (Fagus sylvatica) und den Zusammenhängen mit Kronen- und Stammschäden wurden in Niederösterreich Buchen auf 43 Waldstandorten und 6 urbanen Standorten untersucht, wobei der Schwerpunkt auf der pathogenen Pilzgattung Phytophthora lag. 24 Waldstandorte und 3 urbane Standorte waren von Phytophthora verseucht. Von insgesamt nachgewiesenen 6 Arten waren die beiden hoch pathogenen Arten P.cambivora und P.plurivora am häufigsten. An einem Standort wurde eine vermutlich neue Phytophthora Art isoliert. Die beiden Quarantäne-Arten P. ramorum und P. kernoviae wurden nicht nachgewiesen. Phytophthora verursacht bei Buchen Feinwurzelschäden, Absterben großer Teile des Wurzelsystems, Läsionen (Nekrosen) am Wurzelanlauf, am Stamm und über die Fein- und Grobwurzelschäden auch indirekt Kronenverlichtungen. Krankheitssymptome, die eine latente Schädigung des Wurzelsystems und damit eine substantielle Schwächung der Bäume anzeigen, wurden in allen Bestandestypen und allen Regionen Niederösterreichs mit Buchen festgestellt. Wie vergleichende Untersuchungen des Kronenzustands, des Zustandes der Feinwurzeln und der Mykorrhizierung ergaben, sind die Feinwurzelschäden sowie das Ausmaß der Mykorrhizierung mit den Kronenverlichtungen, darüber hinaus aber nicht ausschließlich mit Phytophthora-Befall assoziiert, sondern vermutlich auch mit Trockenstress alleine. Die Läsionen an den Wurzelanläufen und am Stamm der Buchen werden von verschiedenen Folgepilzarten besiedelt, die dann meist Fäulen hervorrufen und die Stabilität der Bäume gefährden können. Unter diesen waren Hallimasch (Armillaria sp.) und der Brandkrustenpilz Hypoxylon deustum am häufigsten. Die Verbreitung von Phytophthora umfasst in Niederösterreich ein weites Spektrum von Bestandes- und Standortstypen. Schwerpunkte fanden sich einerseits auf Standorten, die zur Vernässung neigen, andererseits auch im Nahbereich von Forststraßen und Forstwegen, die, vor allem wenn sie mit Bodenmaterial aus dem urbanen Bereich befestigt wurden, mit hoher Wahrscheinlichkeit als Infektionsquelle von Phytophthora fungiert haben. Aufgrund der seit einigen Jahren höheren Niederschlagshäufigkeiten ist ein Anstieg des Infektionspotentiales von Phytophthora im Boden und somit eine Zunahme von Feinwurzelschäden zu erwarten, so dass im Falle von nachfolgenden ausgedehnten Trockenperioden der Zusammenbruch von Buchenbeständen zu erwarten ist. Diesem Risiko, dem grundsätzlich alle Buchenbestände Niederösterreichs ausgesetzt sind, sollte die Forstpraxis mit präventiven Maßnahmen gegen die weitere Verschleppung von Phytophthora-Keimen begegnen. Dies ist beim Forststraßenbau die Vermeidung der Verwendung von Bodenmaterial aus dem urbanen Bereich, bei der Holzernte die Reinigung der Räder und Ketten der Forstmaschinen vor den Arbeiten im Wald, und bei der Bestandesbegründung die Verwendung von Phytophthora-freiem Pflanzgut.

Armillaria cepistipes Velen. Zwiebelfüßiger Hallimasch Großpilze Ungefährdet

Gehört zum Armillaria mellea agg.

Armillaria ostoyae (Romagn.) Herink Dunkler Hallimasch Großpilze Ungefährdet

Gehört zum Armillaria mellea agg.

Armillaria mellea (Vahl : Fr.) P. Kumm. agg. Honiggelber Hallimasch Großpilze Nicht bewertet

Die Sammelart Armillaria mellea agg. beinhaltet A. borealis, A. cepistipes, A. mellea s.str. und A. ostoyae.

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