Die Bioenergie Friedland GmbH & Co. KG, Industriering 10a, 49393 Lohne, beabsichtigt die Errichtung und den Betrieb einer Satelliten-BHKW-Anlage und hat hierfür die immissionsschutzrechtliche Genehmigung nach § 4 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) beantragt. Der Standort der „Flex-BHKW-Anlage Friedland, FIM“ befindet sich in 17098 Friedland, Schwarzer Weg 2, Gemarkung Friedland, Flur 9, Flurstück 21/7, Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.
Die geplante BHKW-Anlage verfügt über ein BHKW (Verbrennungsmotoranlage) für Biogas mit einer Feuerungswärmeleistung von 4,803 MW (elektrische Leistung 2.151 kW, thermische Leistung 2.188 kW) sowie dazugehörige technische Aggregate im bzw. auf dem BHKW-Gebäude (Zuluft-/ Abluftanlage, Kühler, Schmierölstation, Aktivkohlefilter, Abgasleitungen, SCR-Oxidationskatalysator, Abgaskamin, Lagerbehälter für Harnstofflösung etc.) und eine freistehende Trafostation.
Es wird ein Sensorsystem zur automatisierten bedarfsabhaengig geregelten Einzelraumlueftung entwickelt. Dieses ist vergleichbar mit einem Raumthermostat, wobei zusaetzlich zur Raumtemperatur weitere Groessen, insbesondere die Feuchte und die CO2 -Konzentration gemessen und ueber eine geeignete Lueftungsanlage geregelt werden. Mit diesem System kann eine Reduktion der Lueftungswaermeverluste auch in domestischen Bereichen erreicht werden. In modernen Niedrigenergiehaeusern diese schon jetzt groesser als die Konvektionsverluste. Eine nachhaltige Heizenergiebedarfsreduktion und die damit verbundene Verringerung der CO2 -Produktion sind die Ziele dieses Forschungsvorhabens.
Ziel: Hühnerei-Aerosol ist in Bäckereien - im Gegensatz zu Mehlstaub - eher selten zu finden, hat aber eine hohe allergisierende Potenz. In einem Großbackbetrieb zeigten vier Beschäftigte allergische Reaktionen bis hin zu asthmatischen Attacken, kurz nachdem eine Druckluft-Sprühstation zur Beschichtung von Backwaren mit flüssigem Hühner-Vollei in die Produktion eingeführt worden war. Ziel des Projektes war, die Exposition und die Lungenfunktion der Beschäftigten zu bestimmen. Methodik: Eingesetzt wurden - personenbezogen und ortsfest - Streulichtmessgeräte, um den Zeitverlauf der Exposition zu erfassen und Probenahmepumpen mit Impingern für die Ermittlung der mittleren Aerosolbelastung. Ergebnisse: Personenbezogene, kontinuierliche Messungen während einer vollständigen Produktionsphase ergaben 4,7 mg/m3 für den Arbeitsplatz an der Sprühstation. Auffallend waren hohe räumliche Gradienten (großer Arbeiter - 35 Prozent, kleine Arbeiterin plus 57 Prozent, ortfeste Messung seitlich - 75 Prozent), hohe Spitzenkonzentrationen (bis 21 mg/m3) und eine Verschleppung des Aerosols über große Hallenbereiche durch die Lüftungsanlage, einer der sensibilisierten Arbeiter reagierte sogar in 30 m Entfernung mit einem Abfall des Einsekundenvolumens um 30 Prozent. Alle vier betroffenen Personen mussten die Tätigkeit beenden, zwei waren schließlich sogar auf Nahrungsmittel allergisch, die Hühnerei enthielten. Das für alle Arbeitnehmer in der Halle bestehende Risiko einer Allergisierung wurde mit Stilllegung der Sprühstation und Ersatz durch Airless-Handpritzpistolen erheblich verringert.
Lärmschutzwände oder -wälle stellen wirkungsvolle Abschirm-Maßnahmen dar. Deren Grenzen sind jedoch aus geometrischen Gegebenheiten bei breiten Verkehrswegen oder / und hoher Nachbarbebauung bald erreicht. Der Autobahnknoten Bindermichel in Linz liegt in relativ dicht bebautem Gebiet und war schalltechnisch zu 'sanieren'. Dazu wurde im Rahmen eines Ideenwettbewerbes ein Konzept erarbeitet, bei dem der großflächige Knoten selbst mit einer Zeltkonstruktion überdacht wurde, sodass trotz der notwendigen Öffnungen für Lüftung und Brandschutz eine ausreichende Schallpegelreduktion in den besiedelten Gebieten erzielt werden konnte. Die anschließenden, mehrspurigen, jedoch nicht verzweigten Straßenabschnitte wurden konventionell überbaut, wobei die Dachflächen in das städtebauliche Konzept integriert wurden, um voneinander getrennte Stadtteile wieder zu verbinden. Zum selben Anwendungsbereich derartiger schalltechnischer Simulationsberechnungen zählen z.B. auch Lärmemissionen von Schienenwegen oder Haustechnikanlagen. Dazu wurden für einen großen Kinokomplex in unmittelbarer Nähe zu bestehenden Wohngebäuden in Klagenfurt die leistungsfähigen - damit aber auch lauten - Lüftungsgeräte gezielt positioniert und gegen die Wohnbebauung mit Lärmschutzwänden abgeschirmt.
Nr.: 12/2021
Halle (Saale), 20.07.2021
Wenn ausreichend Lüften nicht geht: Ventilatorgestützte
Fensterlüftungssysteme sorgen für mehr Frischluft und
weniger Keime
Zentrale raumlufttechnische Anlagen oder regelmäßige Fensterlüftung in
Aufenthalts-, Arbeits- und Klassenräumen sind die effektivste Art für frische
und keimarme Luft zu sorgen.
Unzureichend belüftete Räume werden auch durch mobile Luftreiniger
nicht nutzbar
Räume, deren Fenster sich nicht ausreichend öffnen lassen und die auch
nicht über geeignete gebäudetechnische Belüftungsanlagen verfügen sind
grundsätzlich nicht als Aufenthalts-, Arbeits- oder Klassenräume geeignet.
Müssen diese aus zwingenden Gründen dennoch dafür genutzt werden, hat
eine raumlufttechnische Ertüchtigung, die mit baulichen Veränderungen
verbunden ist, absoluten Vorrang gegenüber anderen Versuchen, die
Luftqualität zu beeinflussen.
Minimierung der baulichen Eingriffe mit FLS
Für eine Verbesserung der Lüftungseffizienz bei gleichzeitiger Minimierung
der baulichen Eingriffe hat das Max-Planck-Institut für Chemie (MPIC)
sogenannte ventilatorgestützte Fensterlüftungssysteme (FLS) im Sinne
einer Brückentechnologie entwickelt. In der einfachsten technischen
Ausführung der FLS wird ein Abluftventilator möglichst hoch in ein Fenster
oder in die Außenwand eingebaut. Die Frischluftzufuhr erfolgt durch ein
anderes geöffnetes Fenster. Bei den benötigten Bauteilen ist ein Rückgriff
auf sehr preisgünstige, leichte und transparente Materialien möglich.
Erläuterung des Max-Planck-Instituts für Chemie zu FLS
Pressemitteilung
Die Präsidentin
praesidentin@
lau.mlu.sachsen-anhalt.de
Ergänzende mobile Luftreiniger nur in Einzelfällen
Nur in Einzelfällen kann unter bestimmten Rahmenbedingungen der
Einsatz eines mobilen Luftreinigers in Betracht gezogen werden. Zum einen
ist zu beachten, dass deren Wirksamkeit von technischen Spezifikationen
Landesamt für Umweltschutz
06116 Halle (Saale)
Tel.: 0345 5704-101
Fax: 0345 5704-190
www.lau.sachsen-anhalt.de
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abhängt, die individuell auf die Raumnutzungsbedingungen abgestimmt
sein müssen. Außerdem sind die Mindestanforderungen nach der SARS-
CoV-2-Arbeitsschutzregel des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales
einzuhalten:
1. ausschließlicher Einsatz als Ergänzung zu Lüftungsmaßnahmen
2. Gewährleistung einer sachgerechten Aufstellung, eines
bestimmungsgemäßen Betriebs und einer sachgerechten regelmäßigen
Wartung/Instandhaltung (Reinigung, Dichtsitzprüfung, Filterwechsel
usw.) durch zu beteiligende Fachfirmen
3. Sicherstellung bestimmter technischer Produktspezifikationen, z. B.
Verwendung von Hepa-Filtern in Geräten, deren Wirkungsweise auf
einer reinen Aerosolabscheidung beruhen
4. Gewährleistung, dass durch den Betrieb der Geräte keine
gesundheitsgefährdenden Stoffe oder Reaktionsprodukte (z. B. Ozon,
Stickstoffoxide) in nennenswerten, die Innenraumluftqualität
beeinträchtigenden Mengen, freigesetzt werden.
Überprüfung der Raumluftqualität
Da die Keimbelastung der Luft nicht ohne weiteres messbar ist, kann
stellvertretend die CO2-Konzentration als leicht messbarer indirekter
Indikator für die Luftqualität herangezogen werden: Wenn eine CO2-
Konzentration von 1000 ppm - die sogenannte Pettenkofer-Zahl - dauerhaft
unterschritten wird, sind nach derzeitigem Kenntnisstand auch die
virenbelasteten Aerosole hinreichend verdünnt. CO2-Sensoren für alle
Arbeits-, Aufenthalts- und Klassenräume sowie die Vorhaltung eines
leistungsstärkeren, digitalen CO2-Messgerätes pro Gebäude für
Detailanalysen werden daher empfohlen.
Fachliche Beurteilung von Handlungsoptionen von Lüftungs-/
Luftreinigungsmaßnahmen in Aufenthaltsräumen (insbesondere
Klassenräume) vor dem Hintergrund der Vermeidung und Begrenzung der
Infektionsübertragung durch Aerosole
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