Die in industriellen und kommunalen Abwässern enthaltenen organischen und anorganischen kolloidalen Teilchen verhindern eine effektive Abtrennung der dispergierten Partikel durch Verfahren der maschinellen Entwässerung. Aus ökologischen und ökonomischen Erwägungen ist eine Reinigung bzw. Entwässerung von Trüben zwingend erforderlich, kann jedoch nur durch den Einsatz makromolekularer Flockungshilfen wirtschaftlich gestaltet werden. Durch Zugabe von Polyelektrolyten können die Teilchen zu rasch sedimentierenden Flocken vereinigt und damit die Effektivität der Fest/Flüssig-Trennung erheblich gesteigert werden. Da synthetische Polyelektrolyte und speziell kationisierte eine Toxizität gegenüber Wasserlebewesen aufweisen, wäre es wünschenswert diese durch nicht toxische und biologisch abbaubare zu ersetzen. Ziel des Projektes ist, auf Stärke basierende, hochgeladene Polyelektrolyte im Hinblick auf ihre Wirksamkeit bei der Fest/Flüssig-Trennung zu testen. Es sollen noch offene Fragestellungen, wie Einfluss der Molmassenverteilung und Teilchengrößenverteilung von synthetischen Polyelektrolyten und von kationischen Stärkederivaten auf Basis unterschiedlicher Stärkearten zu erforschen. Dabei ist es das Ziel, an einer Modelltrübe und an einer technischen relevanten Trübe aus der Papierindustrie diese Ergebnisse anwendungstechnologisch zu überprüfen.
In diesem Vorhaben des Bundesministers fuer Forschung und Technologie (BMFT) ist beabsichtigt, eine bereits bestehende sehr leistungsfaehige Arbeitsgruppe im Department fuer Geographie (Dr Tupikin) durch eine gezielte mehrjaehrige Foerderung in das internationale Projekt BALTEX einzubinden und in die Lage zu versetzen, ihre eigenen Forschungskapazitaeten wesentlich zu verbessern. Es sieht zunaechst vor, ueber den Zeitraum von drei Jahren in Kaliningrad arbeitende Wissenschaftler bei der Analyse hydrometeorologischer Daten und der damit verbundenen Entwicklung von Modellvorstellungen durch Personal-, Reise- und Sachmittel zu unterstuetzen. Diese Wissenschaftler sollten jaehrlich einmal auch fuer eine bis zwei Wochen am GKSS-Forschungszentrum in Geesthacht arbeiten.
Der umweltfreundliche Verkehrsträger Schiene besitzt ein hohes Lärmminderungspotenzial. Im Interesse einer drastischen Reduzierung der sekundären Schallschutzmaßnahmen - beispielsweise Schallschutzfenster, Schallschutzwände - und der Erhöhung der Akzeptanz bei Nutzern des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) sowie Anliegern ist der Weiterentwicklung der Fahrwegtechnik im Rad-Schiene-System Priorität einzuräumen. Kernpunkt des Forschungs- und Entwicklungs-Projekts 'Schienenfahrweg für das 21. Jahrhundert' ist die Produktentwicklung des Oberbausystems INFUNDO®, wobei anhand einer Erprobungsstrecke dieses Oberbausystem im Netz der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) mit der Möglichkeit des Vergleichs vor Ort vorhandener Oberbauvarianten durchgeführt werden soll. Das Konzept des Forschungsvorhabens sieht drei Teile vor: Teil I: Lärmreduktion beim Fahren auf kontinuierlich gelagerter Schiene / System INFUNDO®: Bau einer Erprobungsstrecke, Entwicklung eines Modells, Messungen (vor allem Luftschall) Teil II: Fahrzeugtechnische Optimierungsmaßnahmen, witterungsabhängige Lärmentwicklung, lärmtechnische Optimierung, Körperschall (Ursachen und Reduktion), Untersuchung einzelner Komponenten Teil III: Benchmarking (Fahrweg-Fahrzeug-Wechselwirkungen, Unterhaltung, Ökologie, Ökonomie).
Der Bericht zu diesem Projekt gibt es einen Überblick darüber, wie der mögliche Einfluss von globalen Megatrends (Beschrieben in der Studie der europäischen Umweltagentur) auf regionale und lokale Themen bewertet werden kann. Hierfür wurde die Methode der qualitativen Modellierung basierend auf systemischem Denken in zwei Fallstudien angewendet. In der ersten Fallstudie ist ein qualitatives Modell entwickelt worden, um das Grundmuster von Ressourcenknappheit in einem Wirtschaftsraum wie Europa zu erklären. Hiermit können sowohl Ansatzpunkte für mögliche Politikmaßnahmen gezeigt als auch demonstriert werden, wie die globalen Megatrends ein solches System beeinflussen können. Dabei wird deutlich, dass einige der Megatrends die Knappheit von Ressourcen eher verstärken, während andere das Problem eher verringern (scheinbar) und schließlich eine dritte Gruppe kaum Einfluss auf die Frage der Ressourcenknappheit entwickelt. In gleicher Art kann der potentielle Einfluss von Politikmaßnahmen verglichen werden. In der zweiten Fallstudie geht es darum, den potentiellen Einfluss der globalen Megatrends auf die Schwedischen Umweltziele zu bewerten. Dabei wird deutlich, wie die verschiedenen Skalen, lokal, EU regional und die globale Skala miteinander interagieren und dabei in unterschiedlicher Weise die Erreichung der schwedischen Umweltziele beeinflussen. In beiden Fallstudien kann gezeigt werden, wie die globalen Megatrends die Erreichung der umweltpolitischen Ziele erschweren und zentrale Umweltprobleme tendenziell verschärfen. Dabei kommt die Wirkung der globalen Megatrends in unterschiedlichen zeitlichen und räumlichen Skalen zum Tragen. Insgesamt hat sich gezeigt, dass die hier angewandte Methode der qualitativen Modellierung sehr gut dafür geeignet ist, den möglichen Einfluss von globalen Megatrends auf lokale bzw. regionale Themen zu bestimmen.
1. Auswahl und experimentelle Erprobung standortgeeigneter alternativer Energiepflanzen in Felduntersuchungen zur Biomasseentwicklung sowie zum bioenergetischen Wirkungsgrad in unterschiedlichen Boden-Klima-Regionen 2. Modellmäßige Beschreibung der Prozesse zur Biomasseakkumulation bei Energiepflanzen als Grundlage für Potenzialabschätzungen sowie Ableitung von Empfehlungen zur Standorteignung 3. Szenariosimulationen zur Abschätzung der Folgen des Klimawandels auf das Energiepflanzenpotenzial wichtiger Anbauregionen Russlands und Deutschlands Die Projektzusammenarbeit ist aufgrund der Durchführung von Feldversuchen an einem deutschen und einem russischen Standort zur Gewinnung von belastbaren Daten für die speziellen Modellierungsarbeiten und Szenariorechnungen insgesamt auf einen 6-jährigen Zeitraum (2009-2014) ausgerichtet.
Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt untersucht die Umsetzungsmöglichkeiten einer neuartigen dezentralen Technologie zur Speicherung und Reinigung von Abwasser aus der Mischkanalisation. Diese Technik ist mit dem Ziel entwickelt worden, in der Berliner Innenstadtspree Badegewässerqualität zu erreichen. Das Konzept sieht vor, dass an ausgewählten Stellen der Spree Schwimmkörper angeordnet werden, die bislang in den Fluss entlastete Mischwasserströme zwischenspeichern. Die Schwimmkörper sollen so konzipiert werden, dass darauf entstehende Freiflächen für weitere Nutzungsmöglichkeiten im Rahmen der städtischen Uferbebauung zur Verfügung stehen, und die Aufbauten zu einer teilweisen re-Finanzierung der Speicher genutzt werden können. Das Verfahren stellt den klassischen Speicherverfahren ein grundsätzlich neues Modell gegenüber: Eine off-shore, also wassergestützte Speicherung, die andere Räume nutzt und neue innerstädtische Freiflächen schafft. Dieses Konzept ist über eine mögliche Erstrealisierung in Berlin hinaus grundsätzlich in allen Bereichen mit hohem Mischwasseranfall und geringer (und teuerer) Flächenverfügbarkeit von Interesse sowie entsprechender Uferverfügbarkeit umsetzbar. Im Rahmen der hier beantragten F&E-Studie sollen Konzepte zur Realisierung wasserbasierter Mischwasserspeicher mit integrierter Klärtechnik erarbeitet werden. Eine Auswertung der dabei erzielten Ergebnisse kann darüber hinaus Erkenntnisse bringen, die zu einer Überprüfung der Wirtschaftlichkeit herkömmlicher Mischwasser- und Regenwasserrückhaltebecken beitragen. Nach jetzigem Kenntnisstand wäre das Verfahren für die Betreiber (in der Regel Stadtwerke oder überregionale Wasserver- und -entsorger) wirtschaftlicher als herkömmliche Mischwasserspeicher-Technologien und könnte somit zu einer Entlastung der kommunalen Haushalte beitragen. Mit diesem Ziel der Reduzierung der Einleitungen aus der Mischkanalisation verbindet sich die Hoffnung, dass Städte und Regionen mit Wasserexpositionen die Aufenthaltsqualitäten vor Ort deutlich erhöhen und auch von jüngeren Entwicklungen im Bereich des Wassertourismus profitieren können. So sind gerade in den letzten Jahren viele Naherholungsmöglichkeiten an innerstädtischen Gewässern in bundesdeutschen und europäischen Innenstädten (u.a. in Paris, London, Berlin, Düsseldorf und Duisburg) entstanden, die durch eine verbesserte Wasser- und Umweltqualität weiter entwickelt werden können. Mit dem grundsätzlich neuen Vorgehen der off-shore Speicherung und Klärung sind aber noch eine Vielzahl von Forschungsfragen verbunden, die vor der eigentlichen Produktentwicklung zu klären sind. Dazu müssen durch die hier beschriebenen Untersuchungen weitere F&E-Grundlagen geschaffen werden.
In der Natur stellen Großhangbewegungen häufig nicht abzuschätzende Vorgänge dar, die insbesondere in Gebirgsregionen katastrophale Ausmaße annehmen können und zu deren Vorhersage bis heute keine zuverlässigen Simulationsmethoden entwickelt wurden. Dabei werden die Deformationsprozesse nicht nur durch die geologischen Gegebenheiten, sondern maßgeblich durch Niederschlagsereignisse und anstehende Grundwasserverhältnisse beeinflusst. Die Entwicklung eines Modells zur Beschreibung von Großhangbewegungen muss daher sowohl geohydrologische und hydraulische als auch bodenmechanische Faktoren in ein integrales Konzept einbeziehen. Es ist das Ziel dieses Teilprojekts, ein kontinuumsmechanisches Modell zur ganzheitlichen Beschreibung der relevanten Prozesse bei Großhangbewegungen zu realisieren. Dabei soll zur Berücksichtigung der stark gekoppelten bodenmechanischen und bodenhydraulischen Gegebenheiten ein Mehrphasenmodell auf Basis der Theorie Poröser Medien (TPM) zur Anwendung kommen, bei dem das poröse Festkörperskelett sowie die darin enthaltenen Porenfluide Wasser und Luft als einzelne, interagierende Konstituierenden aufgefasst werden.
Problemstellung: Mit dem Projekt Monitoring Flankierende Massnahmen Umwelt (MFM-U) untersucht die Schweiz die Umwelt-Auswirkungen des Landverkehrsabkommens mit der EU sowie die Umwelt-Auswirkungen der flankierenden Massnahmen. Das Landverkehrsabkommen ist ein Teil der bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der EU. Im Projekts Monitoring Flankierende Massnahmen (MFM) soll die Entwicklung des alpenquerendenden Güterverkehrs und seine Auswirkungen auf die Umwelt laufend überwacht werden. Es besteht aus den Teilen MFM-Umwelt und MFM-Verkehr. Im Teil MFM-U werden Luft- und Lärmdaten entlang der A2 und A13 erhoben und die Auswirkungen anhand von Modellrechnungen abgeschätzt. Parallel dazu werden die Auswirkungen auf Natur und Landschaft sowie auf die Gesundheit des Menschen untersucht. Im Teilprojekt Nadelchemie der Fichte stehen die Auswirkungen auf den Wald im Vordergrund. Als Indikator wird der Elementgehalt der Fichtenadeln verwendet, fuer den es viele Vergleichsdaten gibt. Dieser Indikator erlaubt Rückschlüsse auf die Ernährungssituation und Schwermetallbelastung der Fichten. Zielsetzung: Im Teilprojekt wird ein Monitoring-Messnetz aufgebaut mit folgenden Zielen Feststellen von Veränderung der Schwermetall-Belastung der Wälder entlang der Transitachsen im Zeitraum 1983 bis 2007ff. Erfassen der Belastung der Bäume mit Feinstaub und Russ durch den Schwerverkehr. Abklären der Beziehung zwischen Feinstaub und Russbelastung und dem Zustand von Waldökosystemen Methoden: Entlang der Transitachsen A2 und A13 werden fruehere Beprobungen von Fichten wiederholt und mit der Beprobung neuer Standorte die Kenntnisse der Prozesszusammenhänge vertieft. Nach Abschluss dieser Methodenentwicklung wird ein Monitoring-Messnetz von rund 20 bis 50 Standorten das regelmässig beprobt wird. Bei der Beprobung wird der Zustand der Probebäume und des umliegenden Bestandes aufgenommen. Die entnommmenen Fichtennadeln werden mit einem Inductively Coupled Plasma-Massenspektrometer chemisch analysiert und so die Elementgehalte bestimmt.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 15 |
| Europa | 3 |
| Wissenschaft | 8 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 15 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 15 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 14 |
| Englisch | 5 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 8 |
| Webseite | 7 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 13 |
| Lebewesen und Lebensräume | 14 |
| Luft | 13 |
| Mensch und Umwelt | 15 |
| Wasser | 12 |
| Weitere | 15 |