In dem Forschungsvorhaben sollen die Potenziale der Gewässer- und Auenentwicklung für die Verbesserung der Biodiversität, die Klimaanpassung und den Klimaschutz ermittelt werden. In die Betrachtung wird das Gesamtgewässernetz einschließlich der Auen der tidebeeinflussten Gewässer der Ästuare einbezogen. Für diese Gebietskulisse soll die derzeitige Ausdehnung der Gewässer- und Auenentwicklungsflächen möglichst quantitativ ermittelt werden. Es werden mehrere Szenarien unterschiedlicher Flächenpotenziale für mehrere Zeithorizonte berechnet und ausgewertet. Für diese Szenarien werden bestimmte Funktionsparameter auf Basis der bestehenden wissenschaftlichen Methoden (semi)quantitativ bestimmt. Zu den Funktionsparametern zählen bspw. Treibhausgasbilanz, Kohlenstoffspeicherung, Regulierung der Wassertemperatur, Kühlungseffekt der Umgebung, Wasserrückhalt zur Stützung in Niedrigwasserzeiten, Retentionsraum für Hochwasserereignisse, Habitatbereitstellung, Bestäubung, Nähr- und Schadstoffrückhalt sowie Wasserqualität. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, die Multifunktionalität von Gewässerkorridoren und Auen valide zu erfassen und mit anderen Umweltoptionen (z. B. technische Kohlenstoffsequestrierung, Wasserrückhalt in Poldern) vergleichbar zu machen. In Vorbereitung auf die Kommunikation von Flächenpotenzialen für die Gewässer- und Auenentwicklung wird in allgemeiner Form dargestellt, ob und unter welchen Bedingungen Gewässer- und Auenentwicklungsflächen deckungsgleich mit anderen Flächenzielen des Natur- und Landschaftsschutzes sein können.
Die Notwendigkeit der Wiederherstellung von Ökosystemen und die Bedeutung des natürlichen Klimaschutzes sind fest im Bewusstsein der Bevölkerung verankert. Dies zeigt die bundesweit repräsentative Naturbewusstseinsstudie 2023, die das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz im Februar 2025 in einer zweiten, überarbeiteten Fassung publiziert haben. Die aktuelle Veröffentlichung ist seit 2009 die achte Umfrage der Studienreihe im zweijährigen Rhythmus und präsentiert Daten zum Bewusstsein von Erwachsenen und Jugendlichen im direkten Vergleich.
Die Fördergebietskulisse des Naturschutzgroßprojekts Baar befindet sich im Südwesten Baden-Württembergs. Das Projekt wird durch das Programm „chance.natur − Bundesförderung Naturschutz“ gefördert. Zu den wesentlichen Teilzielen des Projekts zählen die Sicherung und Aufwertung der Biotope für den Artenschutz, die Verbesserung des naturbasierten Klimaschutzes und die Förderung des Biotopverbunds. Zu den prioritär umzusetzenden Maßnahmen zählen daher die Wiederherstellung von Niedermooren und Magerrasen in Kerngebieten. Weiterhin müssen vorhandene Refugialräume für den Biotopverbund gesichert sowie vertikale und horizontale Wanderbewegungen für Arten ermöglicht werden. Dem Naturraum Baar kommt durch seine Lage innerhalb der europäischen Großlandschaften eine Schlüsselbedeutung im Biotopverbund zu. Nach fünf Jahren Projektumsetzung erfolgte eine erste vorläufige Evaluation. Dabei wurde der bisherige Zielerreichungsgrad u. a. anhand der Umsetzung der Biotoppflegemaßnahmen überprüft. Wenngleich eine Aussage nach fünf Jahren nur bedingt möglich ist, lässt sich erkennen, dass einige Maßnahmen – wie die Pflege extensiven Grünlands, die Schaffung von Waldrefugien und eine Verbesserung des Biotopverbunds durch die Gestaltung der Waldränder – erfolgversprechend umgesetzt wurden. In den Waldbereichen wurde eine Zunahme einiger Lichtwaldarten unter den Gefäßpflanzen und Tagfaltern verzeichnet. Andere Maßnahmen, die längere Abstimmungsprozesse benötigen, wie die hydrologische Stabilisation von Moorflächen, bedürfen noch der Nachbesserung und der Lösung von Zielkonflikten, wenn bspw. dynamische Anstauprozesse, die durch den Biber angestoßen werden, sensible Zielarten lokal verdrängen.
Intakte Ökosysteme und ökologisch wirksam gestaltete Stadtstrukturen tragen gemeinsam zum Klimaschutz, zum Erhalt der biologischen Vielfalt und zur Anpassung an die Folgen der Klimakrise bei. Das Regionalbüro Natürlicher Klimaschutz Berlin unterstützt Maßnahmen zur Stärkung der Leistungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit natürlicher und naturnaher Ökosysteme sowie zur ökologischen Aufwertung und klimagerechten Anpassung von Siedlungs- und Verkehrsflächen in Berlin. Wir bieten praktische Unterstützung für alle Akteurinnen und Akteure, die natürlichen Klimaschutz in Berlin umsetzen wollen. Dazu gehört: Beratung zu Fördermöglichkeiten des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) sowie angrenzender Programme Individuelle Projektberatung und Unterstützung bei der Entwicklung und Antragstellung von Fördervorhaben Informations- und Fachveranstaltungen zu natürlichem Klimaschutz Regionale Vernetzung von Akteurinnen und Akteuren Weitergabe von Erfahrungen, Lösungsansätzen und Praxisbeispielen aus dem natürlichen Klimaschutz in Berlin Unsere Angebote richten sich insbesondere an: Bezirksverwaltungen landeseigene Betriebe und Einrichtungen mit Flächenverantwortung in Naturräumen, Siedlungs- und Verkehrsbereichen Verbände, Vereine und Stiftungen Flächeneigentümerinnen und Flächeneigentümer, einschließlich öffentlicher und kirchlicher Träger mit Flächen in Natur-, Siedlungs- und Verkehrsräumen
Als sozial-ökologische Transformation wird der Prozess bezeichnet, der unser Handeln und Wirtschaften wieder in die Bahnen der planetaren Belastungsgrenzen zurückführen will, ohne die sich dabei stellenden sozialen und wirtschaftlichen Fragen zu ignorieren. Ein wichtiges Handlungsfeld einer sozial-ökologischen Transformation sind der Naturschutz und die Erhaltung der Biodiversität. Längst ist klar, dass es dafür nicht nur eines leistungsfähigen Naturschutzfachrechts bedarf, sondern darüber hinaus der Integration des Biodiversitätsschutzanliegens in verschiedene Landnutzungssektoren, wie die Land- und Forstwirtschaft, das Siedlungswesen und die Wasserbewirtschaftung. Auch mit Blick auf den Klimaschutz ist mittlerweile anerkannt, dass er nicht nur Energie und Verkehr betrifft, sondern als sog. "natürlicher Klimaschutz" auch eine landnutzungsbezogene Dimension hat. Der Beitrag untersucht, inwieweit die geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen den Weg für eine sozial-ökologische Transformation des Naturschutzes bereiten. Dabei werden insbesondere die im Juni 2024 beschlossene EU-Verordnung über die Wiederherstellung der Natur und die Rahmenbedingungen des natürlichen Klimaschutzes analysiert. Am Beispiel der Wiedervernässung landwirtschaftlich genutzter Moorböden wird danach gefragt, ob die bestehenden Rechts- und Politikinstrumente ausreichend darauf abgestimmt sind, komplexe Renaturierungsziele erreichen zu können.
Der Ministerrat nimmt die Ministerratsinformation des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität (MKUEM) zur Kenntnis.
Sehr geehrte Damen und Herren, auf Grundlage des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) sowie des Umweltinformationsgesetzes (UIG) beantrage ich Zugang zu folgenden Informationen: Das dem Kauf zugrunde liegende Wertgutachten (oder eine vergleichbare Wertermittlung) für die ca. 1.000 Hektar Waldfläche im Südharz (sog. „Kempski-Wald“ bei Stolberg), die durch die NABU-Stiftung erworben wurde. Den Bewilligungsbescheid über die Förderung dieses Erwerbs aus Mitteln des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK). Den Schriftverkehr zwischen dem BMUV und der NABU-Stiftung bezüglich der Angemessenheit des Kaufpreises von ca. 30 Millionen Euro. Juristische Begründung: Hilfsweise stütze ich meinen Antrag auf das Umweltinformationsgesetz (UIG). Da der Erwerb der Flächen explizit der „Wildnisentwicklung“ dient, handelt es sich um Informationen über Maßnahmen, die den Zustand von Umweltbestandteilen beeinflussen (§ 2 Abs. 3 Nr. 2 UIG). Ein überwiegendes privates Interesse an der Geheimhaltung des Kaufpreises ist bei der Verwendung von 30 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln nicht erkennbar; das öffentliche Informationsinteresse überwiegt hier gem. § 9 Abs. 1 UIG deutlich. Hinweis zu Gebühren: Ich bitte um eine Antwort in elektronischer Form. Sollten für die Bearbeitung Gebühren anfallen, die einen Betrag von 50,00 Euro überschreiten, bitte ich vorab um eine detaillierte Kostenschätzung und Unterbrechung der Bearbeitung zwecks Rücksprache. Ich weise vorsorglich darauf hin, dass einfache Auskünfte nach der UIGebV gebührenfrei sind und die Anfrage im erheblichen öffentlichen Interesse (Kontrolle der Haushaltsführung) liegt.
<p> <p>Die Fließgewässer in Deutschland nehmen nur noch etwa 1 Prozent der Landesfläche ein. Das ist nur ein Bruchteil ihrer ursprünglichen Ausdehnung. Sie sind touristisch kaum noch erlebbar und nur wenig resilient gegenüber den Folgen des Klimawandels. Diese Situation lässt sich erheblich verbessern, indem Bächen und Flüssen in unserer Kulturlandschaft wieder mehr Fläche zurückgegeben wird.</p> </p><p>Die Fließgewässer in Deutschland nehmen nur noch etwa 1 Prozent der Landesfläche ein. Das ist nur ein Bruchteil ihrer ursprünglichen Ausdehnung. Sie sind touristisch kaum noch erlebbar und nur wenig resilient gegenüber den Folgen des Klimawandels. Diese Situation lässt sich erheblich verbessern, indem Bächen und Flüssen in unserer Kulturlandschaft wieder mehr Fläche zurückgegeben wird.</p><p> Ziele der Wasserrahmenrichtlinie erreichen – den Gewässern Naturfläche zurückgeben <p>Deutschland wird von einem dichten Netz von Bächen und Flüssen durchzogen. Die gesamte Länge aller Fließgewässer beträgt etwa 590.000 Kilometer. Dieses Gewässernetz wird intensiv genutzt und wurde zu Gunsten von Siedlungen, Landwirtschaft, Verkehr und Energiegewinnung weitreichend umgestaltet. Auf Grund der vielfältigen Eingriffe gilt nur noch 1 Prozent aller Fließgewässer als unbelastet. Die Ziele des Gewässerschutzes werden deutlich verfehlt. Die europäische Wasserrahmenrichtlinie fordert bis 2015 einen guten ökologischen Zustand der Fließgewässer herzustellen. Noch im Jahr 2022 wurde dieses Ziel in 90 Prozent der Bäche und Flüsse nicht erreicht <a href="https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/221010_uba_fb_wasserrichtlinie_bf.pdf">(Wasserrahmenrichtlinie – Gewässer in Deutschland 2021. Fortschritte und Herausforderungen).</a></p> <p>Ein guter ökologischer Zustand und vielfältige Lebensraumangebote für unterschiedlichste Organismen sind eng miteinander verknüpft. Bäche und Flüsse können diese typischen Lebensräume jedoch nur ausbilden, wenn ihnen dafür Fläche zur Verfügung steht. Mehr Fläche bedeutet mehr Lebensraum und mehr <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/biodiversitaet">Biodiversität</a>.</p> <p>Mehr Fläche für Gewässer schafft nicht nur die nötigen Randbedingungen für einen nachhaltigen Gewässerschutz. Naturnahe Fluss- und Auenlandschaften können nachweislich über 40 verschiedene Funktionen erfüllen und sind multifunktonal (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/75096"> Leistungen und Nutzen renaturierter Flüsse</a>). Das Erschließen der Multifunktionalität eines Flächenziels für die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/gewaesserentwicklung">Gewässerentwicklung</a> ist daher auch Inhalt des <a href="https://www.bundesumweltministerium.de/natuerlicher-klimaschutz">Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz</a> und der <a href="https://www.bundesumweltministerium.de/wasserstrategie">Nationalen Wasserstrategie</a>.</p> </p><p> Wie wird die Gewässerentwicklungsfläche ermittelt? <p>Bei der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/den-gewaessern-raum-zurueckgeben">Berechnung der nötigen Gewässerentwicklungsfläche</a> macht man sich Gesetzmäßigkeiten der natürlichen Flussentwicklung zu nutze. Ein Gewässerbett wird beispielsweise umso breiter, je mehr Wasser ein Bach oder Fluss normalerweise mit sich führt, je geringer das Gefälle ist und je mehr Widerstand dem fließenden Wasser entgegengebracht wird. Für die Berechnung der Gewässerbettbreite werden daher Informationen zum Talgefälle, Windungsgrad, Böschungsneigung, Sohlrauheit und Breiten-Tiefen-Verhältnis sowie zum mittleren bordvollen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/abfluss">Abfluss</a> benötigt. Diese Informationen liegen z.B. in Form von typspezifischen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/hydromorphologische-steckbriefe-der-deutschen">Gewässersteckbriefen</a> vor.</p> </p><p> Wie viel Fläche benötigen unsere Flusslandschaften? <p>Im Rahmen eines Forschungsvorhabens wurde der Flächenbedarf unserer Fließgewässer berechnet. Alle Ergebnisse des Vorhabens sind in dem Bericht <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/den-gewaessern-raum-zurueckgeben">„Den Gewässern Raum zurückgeben. Ein bundesweites Flächenziel für die Gewässerentwicklung</a>“ und in dem Hintergrundpapier des Umweltbundesamtes <a href="https://umweltbundesamt.de/publikationen/fluessen-baechen-wieder-mehr-raum-zurueckgeben">„Flüssen und Bächen wieder mehr Raum zurückgeben“</a> publiziert.</p> <p>Aus den Berechnungen hat sich ein Flächenbedarf von insgesamt 11.400 Quadratkilometern für das gesamte Fließgewässernetz Deutschlands ergeben. Zwei Drittel dieser Fläche stehen heute nicht mehr zur Verfügung. Das bedeutet, dass den <strong>Flüssen und Bächen 7.000 Quadratkilometer an Entwicklungsfläche zurückgegeben werden muss</strong>, um die Ziele im Gewässerschutz erreichen zu können. Dies entspricht <strong>etwa 2 Prozent der Fläche Deutschlands</strong>.</p> <p>Ursprünglich dürften den Bächen und Flüssen etwa 7 Prozent der Fläche Deutschlands zur Verfügung gestanden haben. Diese Fläche wurde durch den Gewässerausbau und Eingriffe in Auen- und Gewässerflächen auf ca. 1 – 1,4 Prozent reduziert. Mit der Realisierung eines Flächenziels von 2 Prozent, würde den Fließgewässern daher der Entwicklungsraum zurückgegeben werden, den das Fließgewässer- und Auensystem im Minimum benötigt.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2466/bilder/flaechenziel_2_prozent_0.jpg"> </a> <strong> Ein Flächenziel von 2 Prozent für die Gewässerentwicklung </strong> <br>Naturfern begradigtes Gewässer (links) im Vergleich zu einem renaturierten Fluss (rechts). 2 Prozent mehr Fläche für Gewässer sind in Deutschland nötig. Stephan Naumann (links), Wolfgang Kundel (terra-air services / Landkreis Verden) (rechts) Quelle: Wolfgang Kundel (terra-air services) / Landkreis Verden <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2466/bilder/flaechenziel_2_prozent_0.jpg">Bild herunterladen</a> (77,81 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2466/bilder/flaechenverlust_ueber_die_zeit.jpg"> </a> <strong> Ursprüngliche, heutige und benötigte Gewässerentwicklungsflächen in Deutschland. </strong> <br>Diagramm, in dem auf der y-Achse die Fläche Deutschlands und auf der x-Achse die Zeit dargestellt. Es wird schematisch gezeigt, wie viel an Gewässerentwicklungsfläche durch den Gewässerausbau verloren wurde und wie viel Fläche für einen guten Ökologischen Zustand benötigt wird Quelle: Stephan Naumann / UBA <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2466/bilder/flaechenverlust_ueber_die_zeit.jpg">Bild herunterladen</a> (168,89 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2466/bilder/pa_fulda_02.jpg"> </a> <strong> Aufspaltung der Fulda bei Breitenbach (2018) </strong> <br>Große Steine und Baustämme sorgen als Strömungslenker für eine Verzweigung der Fulda. Quelle: Marco Linke / Medieningenieurbüro Manntau <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2466/bilder/pa_wern_05.jpg"> </a> <strong> Renaturierte Wern bei Geldersheim im Bauabschnitt V (2014) </strong> <br>Gewundener Verlauf der neuen Wern mit deutlich erkennbarem Verlauf eines alten geradlinigen Grabens, der streckenweise in die Renaturierung integriert ist. Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen Quelle: Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2466/bilder/pa_wuemme_03-min.jpg"> </a> <strong> Entwicklungskorridor der Wümme (2012) </strong> <br>An der Wümme und ihren Nebengewässern wurden Gewässerrandstreifen auf einer Gewässerlänge von insgesamt ca. 35 km geschaffen. Quelle: Wolfgang Kundel (terra-air services) / Landkreis Verden <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2466/bilder/pa_nebel_10.jpg"> </a> <strong> Zwei Jahre nach Fertigstellung hat sich eine naturnahe Vegetation entlang der Ufer entwickelt. </strong> Quelle: Ricarda Börner/ StALU-MM <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2466/bilder/pa_ruhr_06-min.jpg"> </a> <strong> Renaturierte Ruhr im Bereich der Jägerbrücke (2018) </strong> <br>An der renaturierten Ruhr hat sich schnell naturnaher Uferbewuchs eingestellt. Zudem verändert die Ruhr sich ständig. Laufverzweigungen und Inseln kommen und gehen. Quelle: Georg Lamberty / Planungsbüro Zumbroich Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> </p><p> Flüsse und Bäche beanspruchen je nach Typ unterschiedlich große Entwicklungsbreiten <p>Die berechneten Gewässerentwicklungsbreiten, die benötigt werden, um einen guten ökologischen Zustand erreichen zu können, weisen eine große Spannweite auf. In der Gewässerentwicklungsbreite ist sowohl die eigentliche Breite des Gewässers als auch die Breite enthalten, die ein Gewässer aktiv zum Beispiel bei Hochwasser umgestaltet. Wenn ein Fluss also eine Gewässerentwicklungsbreite von 50 m aufweist und das Gewässer selbst 10 Meter breit ist, werden links und rechts des Flusses also jeweils 20 Meter Fläche benötigt.</p> <p>Bäche mit einem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/einzugsgebiet">Einzugsgebiet</a> größer als 10 Quadratkilometer benötigen, je nach Einzugsgebietsgröße und Gewässertyp, eine Entwicklungsbreite von 20 bis 40 Meter. Ihre Gewässerbreite beträgt natürlicherweise 4 bis 9 Meter. Noch kleinere Bäche mit einem Einzugsgebiet von weniger als 10 Quadratkilometer, sollten typischerweise Gewässerentwicklungsbreiten zwischen 7 und 14 Metern zur Verfügung gestellt bekommen.</p> <p>Die Entwicklungsbreiten der kleinen Flüsse der Alpen und des Alpenvorlandes und die Mittelgebirgsflüsse betragen im Mittel 70 bis 110 Meter. Die potenziell natürliche Gewässerbreite dieser Gewässer liegt zwischen 15 und 22 Metern. Organisch geprägte Flüsse und Tieflandflüsse werden in der Regel bis 40 Meter breit. Das Ausmaß ihrer nötigen Gewässerentwicklungsbreite erreicht Werte von 150 bis über 200 Meter.</p> <p>Werden die Einzugsgebiete der Flüsse noch größer und erreichen 1.000 bis 10.000 Quadratkilometer, nehmen auch ihr <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/abfluss">Abfluss</a> und ihre Breite zu. Diese großen Flüsse können in Einzelfällen bis zu 130 Meter breit werden. Im Normalfall sind es 40 bis 100 Meter. Sie können bereits über 500 Meter Gewässerentwicklungsbreite beanspruchen, um ihr vollständiges Strukturinventar entwickeln zu können. Die mittleren Breiten der Gewässerentwicklungskorridore werden für 25 verschiedene Fließgewässertypen in den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/11850/publikationen/41_2025_texte_v2.pdf">Hydromorphologischen Steckbriefen</a> für verschiedene ökologische Gewässerzustände angegeben.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2466/bilder/methode_gewaesserentwicklungskorridorbreite.jpg"> </a> <strong> Methodische Schritte zur Bestimmung der Breite des Gewässerentwicklungskorridors </strong> <br>Darstellung der 3 methodischen Schritte und Anteile, welche die Breite des Gewässerentwicklungskorridors bestimmen. Quelle: Bund/ Länderarbeitsgemeinschaft Wasser <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2466/bilder/methode_gewaesserentwicklungskorridorbreite.jpg">Bild herunterladen</a> (85,18 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2466/bilder/korridorbreiten.jpg"> </a> <strong> Berechnete mittlere typspezifische Gewässerentwicklungskorridorbreiten </strong> <br>Diagramm der Gewässerentwicklungskorridorbreiten in Abhängigkeit vom Gewässertyp Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2466/bilder/korridorbreiten.jpg">Bild herunterladen</a> (99,69 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> </p><p> Literaturangaben <ul> <li> <p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/bfn">BfN</a> [Hrsg.] (2012): <a href="https://www.bfn.de/publikationen/schriftenreihe-naturschutz-biologische-vielfalt/nabiv-heft-124-oekosystemfunktionen">Ökosystemfunktionen von Flussauen - Analyse und Bewertung von Hochwasserretention, Nährstoffrückhalt, Kohlenstoffvorrat, Treibhausgasemissionen und Habitatfunktio</a>n. NaBiV Heft 124</p> </li> <li> <p>BfN [Hrsg.] (2023): <a href="https://www.bfn.de/publikationen/broschuere/den-fluessen-mehr-raum-geben">Den Flüssen mehr Raum geben. Renaturierung von Auen in Deutschland</a></p> </li> <li> <p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/bmuv">BMUV</a> [Hrsg.] (2023): <a href="https://www.bmuv.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Naturschutz/nbs_indikatorenbericht_2023_bf.pdf">Indikatorenbericht 2023 der Bundesregierung zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt</a></p> </li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/bmel">BMEL</a> (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) [Hrsg.] (2022): <a href="https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/daten-fakten-2022.html">Daten und Fakten Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft mit Fischerei und Wein- und Gartenbau</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/bmu">BMU</a>/BfN (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Bundesamt für Naturschutz [Hrsg.] (2021): <a href="https://www.bfn.de/sites/default/files/2021-04/AZB_2021_bf.pdf">Auenzustandbericht 2021. Flussauen in Deutschland.</a></li> <li> <p>BMUV/<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a> [Hrsg.] (2022): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/221010_uba_fb_wasserrichtlinie_bf.pdf">Die Wasserrahmenrichtlinie – Gewässer in Deutschland 2021</a>. Fortschritte und Herausforderungen. Bonn, Dessau.</p> </li> <li> <p>Bundesregierung (2023a): Aktionsprogramm Natürlicher <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a>. Kabinettsbeschluss vom 29. März 2023</p> </li> <li> <p>Bundesregierung (2023b): Nationale Wasserstrategie. Kabinettsbeschluss vom 15. März 2023</p> </li> <li>Destatis (Statistisches Bundesamt 2024) (abgerufen am 18.10.2024)</li> <li> <p>Ehlert, T. & S. Natho (2017): Auenrenaturierung in Deutschland – Analyse zum Stand der Umsetzung anhand einer bundesweiten Datenbank. Auenmagazin 12/2017.</p> </li> <li> <p>Janssen, G., Wittig, S., Garack, S., Koenzen, U., Reuvers, C., Wiese, T., Wetzel, N. (2022): Wissenschaftlich fachliche Unterstützung der Nationalen Wasserstrategie - Kohärenz der flächenbezogenen Gewässerentwicklungsplanung gemäß WRRL mit der Raumplanung. Umweltbundesamt [Hrsg.] UBA -Texte 71/2022. Dessau.</p> </li> <li> <p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/lawa-0">LAWA</a> [Hrsg.] (2016): LAWA Verfahrensempfehlung „Typspezifischer Flächenbedarf für die Entwicklung von Fließgewässern“ LFP Projekt O 4.13. Hintergrunddokument.</p> </li> <li>LAWA [Hrsg.] (2019a): LAWA-Verfahrensempfehlung zur Gewässerstrukturkartierung - Verfahren für kleine bis mittelgroße Fließgewässer.</li> <li> <p>LAWA [Hrsg.] (2019b): LAWA-Verfahrensempfehlung zur Gewässerstrukturkartierung - Verfahren für mittelgroße bis große Fließgewässer.</p> </li> <li>LAWA [Hrsg.] (2019c): LAWA Verfahrensempfehlung „Typspezifischer Flächenbedarf für die Entwicklung von Fließgewässern“ – Anwenderhandbuch</li> <li> <p>Linnenweber, C., Koenzen, U., Steinrücke J. (2021): Gewässerentwicklungsflächen. Auenmagazin 20 / 2021. 4-9.</p> </li> <li> <p>Müller, A., Kranl J., Pottgiesser, T., Schmidt,S., Albert, C., Greassidis, S., Stolpe H., Jolk C. (2025): Den Gewässern Raum zurückgeben. Ein bundesweites Flächenziel für die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/gewaesserentwicklung">Gewässerentwicklung</a>. Umweltbundesamt [Hrsg.] UBA-Texte xx/2025: 92 Seiten, Dessau.</p> </li> <li>Pottgiesser, T., S. Naumann, A. Müller (2025): Hydromorphologische Steckbriefe der deutschen Fließgewässertypen. Erste Überarbeitung.- Umweltbundesamt Hrsg. - UBA-Texte 41/2025: 462 Seiten, Dessau.</li> <li>Schmidt, S. & C. Albert (2025): Mit der Gewässerentwicklung verbundene <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/oekosystemleistungen">Ökosystemleistungen</a>. - Umweltbundesamt Hrsg. - UBA-Texte 42/2025: 58 Seiten, Dessau.</li> <li>Statistisches Bundesamt (2023): Erläuterungen zum <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/indikator">Indikator</a> „Anstieg der Siedlungs- und Verkehrsfläche</li> <li> <p>Statistisches Bundesamt (o. J.): FS 3 Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, R. 5.1 Bodenfläche nach Art der tatsächlichen Nutzung, verschiedene Jahrgänge.</p> </li> <li> <p>UBA [Umweltbundesamt, Hrsg.] (2023a): Flächenverfügbarkeit und Flächenbedarfe für den Ausbau der Windenergie an Land. CLIMATE CHANGE 32/2023. Autoren: Marian Bons, Martin Jakob, Thobias Sach, Dr. Carsten Pape, Christoph Zink, David Geiger, Dr. Nils Wegner, Olivia Boinski, Steffen Benz, Dr. Markus Kahles. Dessau.</p> </li> <li> <p>WHG (2009): Wasserhaushaltsgesetz vom 31. Juli 2009 (BGBl. I S. 2585), das zuletzt durch Artikel 7 des Gesetzes vom 22. Dezember 2023 (BGBl. 2023 I Nr. 409) geändert worden ist.</p> </li> </ul> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>
Climate change accelerates biodiversity decline and biodiversity loss intensifies climate breakdown. Current national commitments under the Paris Agreement and the Kunming-Montreal Biodiversity Framework do not live up to these challenges. Nature-based Climate Action (NBCA) understood as multi-actor, cross-sectoral collaborative commitments that integrate nature and biodiversity considerations within climate mitigation and adaptation strategies have the potential to complement national commitments, while responding to climate change-induced risks to (i) terrestrial and ocean ecosystems, (ii) living standards, and (iii) human health. The overall objective of the BioCAM4 consortium project is to develop methodologies for mapping NBCA trends worldwide and assessing local opportunities and challenges through deep-dive studies in two biodiversity hot-spot world regions: East Africa and Central America, where vulnerable groups and communities are among the most affected by climate impacts, least responsible for it, and have reduced adaptive capacity due to social and economic fragility. Overall, the interdisciplinary and trans-sectoral BioCAM4 consortium project pursues three specific objectives: 1. A comprehensive global mapping and analysis of NBCAs and an open-access database to offer insights on global NBCA distribution, patterns, and performance. Understanding of global trends will inform global climate change and biodiversity processes. 2. Context-specific and locally relevant exploration of local dynamics of NBCAs in four localities across two regions that are highly biodiverse: Virunga and Lake Victoria regions in East Africa, and Trifinio and Brunca regions in Central America. We uncover how biophysical, cultural and institutional factors affect community action for implementing NBCAs, understand action situations and actor interactions therein, and their outputs, outcomes, and impacts to inform performance assessments at global level and provide evidence-based, justice-driven insights for multi-level policy guidance. 3. Co-creation of knowledge mobilization and policy outreach to translate research insights into policy guidance for equitable funding flows and resources that strengthen the capacity of local actors to design, implement and maintain effective and inclusive NBCAs in the project's focus areas and worldwide. Research co-creation and policy outreach at global and local levels will strengthen capacity for NBCAs.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 152 |
| Kommune | 1 |
| Land | 43 |
| Schutzgebiete | 2 |
| Weitere | 67 |
| Wirtschaft | 5 |
| Wissenschaft | 10 |
| Zivilgesellschaft | 4 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 7 |
| Förderprogramm | 74 |
| Mitmachportal | 1 |
| Text | 160 |
| Umweltprüfung | 1 |
| unbekannt | 15 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 179 |
| Offen | 79 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 253 |
| Englisch | 21 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 1 |
| Bild | 28 |
| Dokument | 50 |
| Keine | 155 |
| Unbekannt | 4 |
| Webseite | 82 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 184 |
| Lebewesen und Lebensräume | 240 |
| Luft | 143 |
| Mensch und Umwelt | 258 |
| Wasser | 156 |
| Weitere | 242 |