Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Die vorhandenen Qualitaetsnormen fuer Gehoelze beziehen sich nur auf aeussere Kriterien wie z.B. Hoehe, Stammdurchmesser und fuehren dazu, dass diese Parameter durch hohe N-Duengung und Bewaesserung gefoerdert werden. Die 'innere' Qualitaet der Pflanzen, z.B. Toleranz gegenueber Stressbedingungen, wird nicht beachtet. Hohe N-Duengung und Bewaesserung fuehren aber zu unerwuenschten Umweltbeeinflussungen. Die bisherigen Kulturmethoden und Anbautechniken der anerkannten oekologische Baumschulproduktion sind bisher nicht wissenschaftlich geprueft worden. Dieses soll in dem Vorschungsvorhaben geschehen. Ziel ist die Erarbeitung eines Leitfadens fuer eine oekologische Baumschulproduktion, mit der Gehoelze mit guter aeusserer und innerer Qualitaet erzeugt, unerwuenschte Umweltbeeinflussungen vermieden und die Bodenfruchtbarkeit nachhaltig bewahrt werden. Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden: Die in der oekologischen Baumschulwirtschaft zur Zeit existierenden Kulturmethoden und Anbautechniken werden beschrieben, bewertet und weiter entwickelt. Die Untersuchungen finden an fuenf Standorten mit unterschiedlichen Boden- und Klimaeigenschaften sowie fuer fuenf verschiedene Kulturen statt. Bei der Kulturfuehrung gibt es fuenf Varianten (z. B. Art der Pflanzung, Reihenabstaende, Rueckschnitt, Mulch, ...) sowie die Variante 'Aussaat'. Die mit der Kulturfuehrung zusammenhaengenden Arbeiten werden von den beteiligten Baumschulen uebernommen. Die Bodenuntersuchungen werden von der Universitaet Hannover durchgefuehrt, die Pflanzenuntersuchungen, besonders Aspekte der 'inneren Qualitaet durch Vertreter von Bioland. Standorteigenschaften, durchgefuehrte Kulturarbeiten, Produktionsergebnisse und Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchungen werden in einer Datenbank zusammengefuehrt. Diese Daten ermoeglichen verschiedene, zu pruefende Korrelationen zwischen Kulturfuehrung, Qualitaet der Pflanzen und Bodeneigenschaften, bzw. Auswirkungen auf Wasserverbrauch und N-Auswaschung. Nach einer Bestandsaufnahme im ersten Jahr werden die Varianten der Kulturfuehrung in den beiden folgenden Jahren wiederholt bzw. aufgrund der Ergebnisse des ersten Jahres mit dem Ziel der Optimierung veraendert angebaut. Die 'innere' Qualitaet der Gehoelze aus dem ersten Jahr (eine bestimmte Anzahl an Pflanzen) soll vom zweiten Jahr an durch Auspflanzen auf einen Extremstandort getestet werden.
Normung ist für das UBA ein wichtiges Arbeitsfeld. Etwa 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in der Normung mit. Dabei sind alle Fachbereiche - unterschiedlich stark - beteiligt. In einem ersten Schritt wird in diesem Vorhaben die Normungsarbeit des UBA analysiert. Besonders intensiv werden diejenigen Projekte genauer betrachtet, die durch BMUB finanziell gefördert werden. Die Analysen gehen aber deutlich über diese Projekte hinaus. Zur Analyse der UBA-Normungsarbeit werden u.a. Befragungen von UBA-Beschäftigten und anderen Personen durchgeführt. In Absprache zwischen Forschungsnehmer und Normungskoordinierung wird hierfür ein geeigneter Fragebogen entwickelt. Hinzu kommen aber auch Analysen diverser Dokumente und normungspolitischer Entwicklungen in Vergangenheit und Gegenwart. Zu den momentan wichtigsten Normungsprojekten mit UBA-Beteiligung soll exemplarisch herausgearbeitet werden, in welchen Rechtstexten und/oder strategischen Papieren die Normung als Umsetzungsinstrument eine Rolle spielt. Das Vorhaben soll dem UBA (und BMUB) ggf. dabei helfen, zusätzliche Bereiche in der Normung zu identifizieren, die förderungswürdig sind und einen 'Kriterienkatalog' für eine solche Entscheidung erarbeiten. Hierbei geht es auch insgesamt um die Bewertung des Normungspotentials umweltrelevanter Themen. Herausgearbeitet werden soll, welche umweltrelevanten Themen gut im Rahmen der Normung bearbeitet werden können, welche sich weniger gut eignen und inwieweit das aktuelle Normungsgeschehen und die momentane UBA-Beteiligung damit konform gehen. Ein weiteres Ergebnis könnte sein, im umweltrelevanten Bereich zukünftigen Normungsbedarf zu identifizieren, der im aktuellen Normungsgeschehen bisher nicht berücksichtigt wird. Oberstes Ziel ist es, UBA und BMUB Handlungsempfehlungen zu unterbreiten, wie die Beteiligung an und die finanzielle Förderung der Normungsarbeit zukünftig optimiert werden kann.
Die Produktnormen der nationalen und europaeischen Organisationen mit regelsetzender Kompetenz (also des Deutschen Instituts fuer Normung DIN oder der Europaeischen Normenorganisationen CEN/ CENELEC) sind auch fuer den Umweltschutz von hoher Relevanz. Deshalb sieht sich die staatliche Umweltpolitik veranlasst, die technische Normung zum Gegenstand ihrer Politik zu machen, um ein moeglichst hohes Umweltschutzniveau bei den Produktnormen sicherzustellen. Mit verschiedenen institutionellen Vorkehrungen soll die Beruecksichtigung des Umweltschutzes in der Produktnormung verbessert werden. Das Forschungsvorhaben untersucht die bestehenden Arbeitsstrukturen bei den Normenorganisationen und bei den betroffenen Kreisen im Vorfeld der Normung (Umweltverbaende, Verbraucherverbaende, Gewerkschaften etc.) im Hinblick auf ihre Effektivitaet bei der Durchsetzung von Umweltschutzzielen, wobei insbesondere auch die vom Staat veranlassten institutionellen Vorkehrungen einer naeheren Analyse unterzogen werden sollen. Auf der Grundlage dieser Ist-Analyse werden dann in einem zweiten Schritt moegliche neue Wege zur Integration umweltrelevanter Anforderungen und zur Institutionalisierung einer umweltorientierten Interessenvertretung im Bereich der Produktnormung dargestellt und einer ersten Bewertung unterzogen.
Bedingt durch das zunehmende Umweltbewusstsein in Politik und Bevoelkerung befindet sich auch der Holzbau in einer bedeutenden Umbruchphase. Bei den gefuehrten Diskussionen bildet dabei das Thema Holzschutz einen Schwerpunkt, wobei dem konstruktiven, baulichen Holzschutz zunehmend der Vorzug gegenueber dem chemischen Holzschutz gegeben wird. Dieser Trend wird auch von der Bauaufsicht durch einschneidende Aenderungen im zustaendigen Normungsbereich (DIN 68800 Teil 2 und Teil 3) unterstuetzt. In dem Vorhaben werden die zum Teil knapp und allgemein gehaltenen Aussagen der Normenreihe DIN 68800 auf der Grundlage wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse und praxisgerechte Erfahrungen fundiert ausgewertet, konkretisiert, ergaenzt, interpretiert und erlaeutert. Die Erarbeitung konstruktiver Details, ueber die in den Normen aufgefuehrten Beispielen hinaus mit Darstellung verschiedener alternativer, in der Praxis auftauchender Situationen ergeben den Schwerpunkt der Arbeit.
Die bisher fuer die Garantie- und Abnahmerechnungen von Anlagen mit Wasser als Arbeitsfluid zur Berechnung der thermodynamischen Eigenschaften international verbindliche Formulierung IFC 67 wurde durch die 'IAPWS Industrial Formulation 1997 for the Thermodynamic Properties of Water and Steam' (IAPWS-IF97) abgeloest. Neben verbesserter Genauigkeit und geringerer Rechenzeit der darin enthaltenen Zustandsgleichungen enthaelt die neue Formulierung erstmals auch explizite Gleichungen fuer die bisher iterativ berechneten Rueckwaertsfunktionen T = T(p,h), T = T(p,s) und T tief S = T tief S (p). In Ergaenzung zu den in der IAPWS-IF97 enthaltenen Gleichungen wurden Zustandsgleichungen v = v(p,T) fuer das (ueber)kritische Gebiet, p = p(h,s) fuer Fluessigkeits- und Gasgebiet und Startwertgleichungen T = T(h,s), v = v(h,s), T = T(p,h), v = v(p,h), T = T(p,s) sowie v = v(p,s) fuer das (ueber)kritische Gebiet aufgestellt.
In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Umwelterklaerung des Doktorandennetzwerks Oeko-Audit e.V. wurde ein Normvorschlag fuer Umwelterklaerungen erarbeitet und eine entsprechender Antrag beim DIN/NAGUS eingereicht. Zweck dieses Normvorschlags fuer Umwelterklaerungen ist es, die Vorgaben des Art. 5 der Oeko-Audit-Verordnung zu praezisieren. Dies ist insbesondere erforderlich zur: - Beseitigung der derzeit in der Praxis auftretenden Probleme bei der verordnungskonformen Erstellung und Ueberpruefung von Umwelterklaerungen; - Gewaehrleistung der Verordnungskonformitaet; - Anleitung bei der Erstellung und Ueberpruefung von Umwelterklaerungen; - Reduzierung der Transaktionskosten, insbesondere hinsichtlich der Interpretation und Informationsbeschaffung; - Unterstuetzung des Regelungssystems dahingehend, dass die Oeffentlichkeit die ihr von dem Verordnungsgeber zugedachte Funktion wirksam erfuellen kann. Die vorgeschlagene Norm kann einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg der Oeko-Audit-Verordnung leisten, indem durch sie die Teilnahmebereitschaft der Unternehmen verstaerkt, die Transparenz des betrieblichen Umweltschutzes erhoeht und die Oeffentlichkeit fuer betriebliche Umweltschutzfragestellungen sensibilisiert wird.
Es ist das Ziel des Projektes, die Defizite des Laermschutzes in maschinenspezifischen Sicherheitsnormen festzustellen und zu analysieren. Damit werden die Grundlagen fuer die Ueberarbeitung der Laermkapitel in den Normen geschaffen. Weiterhin soll eine Normendatei geschaffen werden, die fuer Anfragen nach Laermmessverfahren und Laermgrenzwerten fuer Maschinengruppen zur Verfuegung stehen.
Bei der Beurteilung eines Gesundheitsrisikos durch Ganzkörperschwingungen werden Reaktionen der Rückenmuskeln bislang nicht, oder nur unzureichend einbezogen, obwohl Muskelkräfte einen erheblichen Einfluß auf die Wirbelsäulenbeanspruchung haben können. Für die Beurteilung komplexer mehrdimensionaler Ganzkörpervibration fehlen entsprechende Daten und Erkenntnisse. Zur Klärung sollen experimentelle Untersuchungen an einem ausgewählten Versuchspersonenkollektiv durchgeführt werden. Die Versuchspersonen werden mit dem Hexadrive-Vibrationssimulator gegenüber Ganzkörperschwingungen in Einzelrichtungen und komplex exponiert. Ein Vergleich zwischen den Rückenmuskelreaktionen auf Schwingungscharakteristiken bei eindimensional oder mehrdimensional einwirkenden Schwingungen soll Aufschlüsse darüber geben, inwieweit die Bewertung in den nationalen und internationalen Normen dem neuen Erkenntnisstand angepaßt werden muß. Die Datenanalyse wird Impulse geben für weiteren Forschungsbedarf, die kritische Sichtung vorhandener Normen zur Bewertung von Ganzkörperschwingungen und gegebenenfalls deren Weiterentwicklung.
Ziel des Projektes ist, das komplexe System des Regelwerkes zum Lärmschutz so zu sichten und so zu ordnen, daß es handhabbar für die Praxis wird. Insbesondere soll das der Gesetzgebung zugrunde liegende System erläutert werden, wobei die Anwendung der Regelwerke für den Arbeitsplatz und die Maschine deutlich wird. Die Integration der europäischen Richtlinien und Normen wird vorgenommen.
Im Rahmen der IPPC-Richtlinie werden gegenwaertig fuer den Bereich 'intensive livestock farming' auf internationaler Ebene die 'best available techniques (BAT-Notes)' erarbeitet (vorgesehener Bearbeitungszeitraum ist 1999 - Mitte 2001). Diese sind durch geeignete Massnahmen national umzusetzen. Um die Einfuehrung der BVT in der deutschen Landwirtschaft zu unterstuetzen, soll ein entsprechendes Symposium vorbereitet, durchgefuehrt und dokumentiert werden. Auf dem Symposium sind die umweltrelevanten Emissionen aus genehmigungsbeduerftigen Tierhaltungsanlagen (Ammoniak (NH3), Methan (CH4), Lachgas (N2O)) zu diskutieren und Loesungswege zu deren Minderung im Sinne der EU-weit verabschiedeten BAT-Notes aufzuzeigen. Die Ergebnisse des Symposiums sollen die Ausgangsbasis fuer den im Vorhaben zu erarbeitenden Vorschlag fuer ein Regelwerk zur 'Guten fachlichen Praxis der Emissionsminderung aus der Tierhaltung' bilden. Zusaetzlich sind die fachlichen Grundlagen fuer den bislang nicht emissionschutzrechtlich geregelten Bereich der Rinderhaltung zu schaffen.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 27 |
| Wissenschaft | 3 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 27 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 27 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 26 |
| Englisch | 6 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 23 |
| Webseite | 4 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 15 |
| Lebewesen und Lebensräume | 23 |
| Luft | 13 |
| Mensch und Umwelt | 27 |
| Wasser | 11 |
| Weitere | 27 |