Normung ist für das UBA ein wichtiges Arbeitsfeld. Etwa 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in der Normung mit. Dabei sind alle Fachbereiche - unterschiedlich stark - beteiligt. In einem ersten Schritt wird in diesem Vorhaben die Normungsarbeit des UBA analysiert. Besonders intensiv werden diejenigen Projekte genauer betrachtet, die durch BMUB finanziell gefördert werden. Die Analysen gehen aber deutlich über diese Projekte hinaus. Zur Analyse der UBA-Normungsarbeit werden u.a. Befragungen von UBA-Beschäftigten und anderen Personen durchgeführt. In Absprache zwischen Forschungsnehmer und Normungskoordinierung wird hierfür ein geeigneter Fragebogen entwickelt. Hinzu kommen aber auch Analysen diverser Dokumente und normungspolitischer Entwicklungen in Vergangenheit und Gegenwart. Zu den momentan wichtigsten Normungsprojekten mit UBA-Beteiligung soll exemplarisch herausgearbeitet werden, in welchen Rechtstexten und/oder strategischen Papieren die Normung als Umsetzungsinstrument eine Rolle spielt. Das Vorhaben soll dem UBA (und BMUB) ggf. dabei helfen, zusätzliche Bereiche in der Normung zu identifizieren, die förderungswürdig sind und einen 'Kriterienkatalog' für eine solche Entscheidung erarbeiten. Hierbei geht es auch insgesamt um die Bewertung des Normungspotentials umweltrelevanter Themen. Herausgearbeitet werden soll, welche umweltrelevanten Themen gut im Rahmen der Normung bearbeitet werden können, welche sich weniger gut eignen und inwieweit das aktuelle Normungsgeschehen und die momentane UBA-Beteiligung damit konform gehen. Ein weiteres Ergebnis könnte sein, im umweltrelevanten Bereich zukünftigen Normungsbedarf zu identifizieren, der im aktuellen Normungsgeschehen bisher nicht berücksichtigt wird. Oberstes Ziel ist es, UBA und BMUB Handlungsempfehlungen zu unterbreiten, wie die Beteiligung an und die finanzielle Förderung der Normungsarbeit zukünftig optimiert werden kann.
Ziel des Projektes ist, das komplexe System des Regelwerkes zum Lärmschutz so zu sichten und so zu ordnen, daß es handhabbar für die Praxis wird. Insbesondere soll das der Gesetzgebung zugrunde liegende System erläutert werden, wobei die Anwendung der Regelwerke für den Arbeitsplatz und die Maschine deutlich wird. Die Integration der europäischen Richtlinien und Normen wird vorgenommen.
Die Produktnormen der nationalen und europaeischen Organisationen mit regelsetzender Kompetenz (also des Deutschen Instituts fuer Normung DIN oder der Europaeischen Normenorganisationen CEN/ CENELEC) sind auch fuer den Umweltschutz von hoher Relevanz. Deshalb sieht sich die staatliche Umweltpolitik veranlasst, die technische Normung zum Gegenstand ihrer Politik zu machen, um ein moeglichst hohes Umweltschutzniveau bei den Produktnormen sicherzustellen. Mit verschiedenen institutionellen Vorkehrungen soll die Beruecksichtigung des Umweltschutzes in der Produktnormung verbessert werden. Das Forschungsvorhaben untersucht die bestehenden Arbeitsstrukturen bei den Normenorganisationen und bei den betroffenen Kreisen im Vorfeld der Normung (Umweltverbaende, Verbraucherverbaende, Gewerkschaften etc.) im Hinblick auf ihre Effektivitaet bei der Durchsetzung von Umweltschutzzielen, wobei insbesondere auch die vom Staat veranlassten institutionellen Vorkehrungen einer naeheren Analyse unterzogen werden sollen. Auf der Grundlage dieser Ist-Analyse werden dann in einem zweiten Schritt moegliche neue Wege zur Integration umweltrelevanter Anforderungen und zur Institutionalisierung einer umweltorientierten Interessenvertretung im Bereich der Produktnormung dargestellt und einer ersten Bewertung unterzogen.
Konzeption eines flaechendeckenden Entsorgungssystems, Abstimmung mit den betroffenen Fach- und Verkehrskreisen, Aufbau von Kennzeichnung und Zertifizierung, Aufbau der Normung in diesem Fachgebiet, Beruecksichtigung in staatlichen Gesetzen und Verordnungen.
Der Naturschutz stößt regelmäßig auf gegensätzliche Interessen, die nicht nur deutlich stärker organisiert sind, sondern häufig auch besser durch Standardisierungs- und Prozessnormen unterstützt sind. In diesem Forschungsvorhaben werden Normungsprozesse daraufhin untersucht, wie sie besser für den Naturschutz einsetzbar sind und welche Potentiale für zukünftige Standardisierungen nutzbar wären.
Bei der Beurteilung eines Gesundheitsrisikos durch Ganzkörperschwingungen werden Reaktionen der Rückenmuskeln bislang nicht, oder nur unzureichend einbezogen, obwohl Muskelkräfte einen erheblichen Einfluß auf die Wirbelsäulenbeanspruchung haben können. Für die Beurteilung komplexer mehrdimensionaler Ganzkörpervibration fehlen entsprechende Daten und Erkenntnisse. Zur Klärung sollen experimentelle Untersuchungen an einem ausgewählten Versuchspersonenkollektiv durchgeführt werden. Die Versuchspersonen werden mit dem Hexadrive-Vibrationssimulator gegenüber Ganzkörperschwingungen in Einzelrichtungen und komplex exponiert. Ein Vergleich zwischen den Rückenmuskelreaktionen auf Schwingungscharakteristiken bei eindimensional oder mehrdimensional einwirkenden Schwingungen soll Aufschlüsse darüber geben, inwieweit die Bewertung in den nationalen und internationalen Normen dem neuen Erkenntnisstand angepaßt werden muß. Die Datenanalyse wird Impulse geben für weiteren Forschungsbedarf, die kritische Sichtung vorhandener Normen zur Bewertung von Ganzkörperschwingungen und gegebenenfalls deren Weiterentwicklung.
Es ist das Ziel des Projektes, die Defizite des Laermschutzes in maschinenspezifischen Sicherheitsnormen festzustellen und zu analysieren. Damit werden die Grundlagen fuer die Ueberarbeitung der Laermkapitel in den Normen geschaffen. Weiterhin soll eine Normendatei geschaffen werden, die fuer Anfragen nach Laermmessverfahren und Laermgrenzwerten fuer Maschinengruppen zur Verfuegung stehen.
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Die vorhandenen Qualitaetsnormen fuer Gehoelze beziehen sich nur auf aeussere Kriterien wie z.B. Hoehe, Stammdurchmesser und fuehren dazu, dass diese Parameter durch hohe N-Duengung und Bewaesserung gefoerdert werden. Die 'innere' Qualitaet der Pflanzen, z.B. Toleranz gegenueber Stressbedingungen, wird nicht beachtet. Hohe N-Duengung und Bewaesserung fuehren aber zu unerwuenschten Umweltbeeinflussungen. Die bisherigen Kulturmethoden und Anbautechniken der anerkannten oekologische Baumschulproduktion sind bisher nicht wissenschaftlich geprueft worden. Dieses soll in dem Vorschungsvorhaben geschehen. Ziel ist die Erarbeitung eines Leitfadens fuer eine oekologische Baumschulproduktion, mit der Gehoelze mit guter aeusserer und innerer Qualitaet erzeugt, unerwuenschte Umweltbeeinflussungen vermieden und die Bodenfruchtbarkeit nachhaltig bewahrt werden. Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden: Die in der oekologischen Baumschulwirtschaft zur Zeit existierenden Kulturmethoden und Anbautechniken werden beschrieben, bewertet und weiter entwickelt. Die Untersuchungen finden an fuenf Standorten mit unterschiedlichen Boden- und Klimaeigenschaften sowie fuer fuenf verschiedene Kulturen statt. Bei der Kulturfuehrung gibt es fuenf Varianten (z. B. Art der Pflanzung, Reihenabstaende, Rueckschnitt, Mulch, ...) sowie die Variante 'Aussaat'. Die mit der Kulturfuehrung zusammenhaengenden Arbeiten werden von den beteiligten Baumschulen uebernommen. Die Bodenuntersuchungen werden von der Universitaet Hannover durchgefuehrt, die Pflanzenuntersuchungen, besonders Aspekte der 'inneren Qualitaet durch Vertreter von Bioland. Standorteigenschaften, durchgefuehrte Kulturarbeiten, Produktionsergebnisse und Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchungen werden in einer Datenbank zusammengefuehrt. Diese Daten ermoeglichen verschiedene, zu pruefende Korrelationen zwischen Kulturfuehrung, Qualitaet der Pflanzen und Bodeneigenschaften, bzw. Auswirkungen auf Wasserverbrauch und N-Auswaschung. Nach einer Bestandsaufnahme im ersten Jahr werden die Varianten der Kulturfuehrung in den beiden folgenden Jahren wiederholt bzw. aufgrund der Ergebnisse des ersten Jahres mit dem Ziel der Optimierung veraendert angebaut. Die 'innere' Qualitaet der Gehoelze aus dem ersten Jahr (eine bestimmte Anzahl an Pflanzen) soll vom zweiten Jahr an durch Auspflanzen auf einen Extremstandort getestet werden.
Im Rahmen der IPPC-Richtlinie werden gegenwaertig fuer den Bereich 'intensive livestock farming' auf internationaler Ebene die 'best available techniques (BAT-Notes)' erarbeitet (vorgesehener Bearbeitungszeitraum ist 1999 - Mitte 2001). Diese sind durch geeignete Massnahmen national umzusetzen. Um die Einfuehrung der BVT in der deutschen Landwirtschaft zu unterstuetzen, soll ein entsprechendes Symposium vorbereitet, durchgefuehrt und dokumentiert werden. Auf dem Symposium sind die umweltrelevanten Emissionen aus genehmigungsbeduerftigen Tierhaltungsanlagen (Ammoniak (NH3), Methan (CH4), Lachgas (N2O)) zu diskutieren und Loesungswege zu deren Minderung im Sinne der EU-weit verabschiedeten BAT-Notes aufzuzeigen. Die Ergebnisse des Symposiums sollen die Ausgangsbasis fuer den im Vorhaben zu erarbeitenden Vorschlag fuer ein Regelwerk zur 'Guten fachlichen Praxis der Emissionsminderung aus der Tierhaltung' bilden. Zusaetzlich sind die fachlichen Grundlagen fuer den bislang nicht emissionschutzrechtlich geregelten Bereich der Rinderhaltung zu schaffen.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 27 |
| Europa | 1 |
| Wissenschaft | 3 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 27 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 27 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 26 |
| Englisch | 6 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 23 |
| Webseite | 4 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 15 |
| Lebewesen und Lebensräume | 23 |
| Luft | 13 |
| Mensch und Umwelt | 27 |
| Wasser | 11 |
| Weitere | 27 |