LuproCess zielt auf die Gewinnung hochwertiger, weitestgehend nativer und funktioneller Protein- und Faserfraktionen aus Schmalblättriger Bitterlupine (Lupinus angustifolius L.) für die Humanernährung ab. Aus der gewonnen Proteinfraktion sollen im hier skizzierten Projekt Fleischersatzprodukte entwickelt werden. In LuproCess soll die bei der Proteingewinnung anfallende Faserfraktion auf ein lebensmittelgeeignetes Qualitätsniveau aufbereitet und als Zusatz bei der High-Moisture-Extrusion eingesetzt werden. Die bei der Faseraufbereitung abgeschiedenen antinutritiven Substanzen - Chinolizidinalkaloide und Oligosaccharide sowie Mineralstoffe - werden dem Prozesswasser mittels Nanofiltration entzogen und separiert, wodurch es im geschlossenen Kreis wiederverwendet werden kann. Die Chinolizidinalkaloide können als pflanzliche Sekundärmetaboliten mit bioaktiver Wirkung zu biologischen Pflanzenschutzmitteln und/oder medizinischen/veterinärmedizinischen Wirkstoffen weiterentwickelt werden. Um die Ressourceneffizienz durchgängig zu gewährleisten sollen Nebenstromketten bereits ab dem Schälprozess der Lupinensaaten vor dem Flockieren verfolgt werden. Im Rahmen der hier beschriebenen Forschungsvorhaben wird die Lupine als weitere alternative nachhaltige und ernährungsphysiologisch vorteilhafte Proteinquelle erschlossen. Des Weiteren leistet das Forschungsvorhaben einen Beitrag zur Ressourcenschonung oder sogar Ressourcenaufwertung, indem die Lupinenfasern als anfallender Nebenstrom zur Aufwertung der Textur und somit des Mundgefühls von extrudierten Fleischersatzprodukten eingesetzt werden. Darüber hinaus ist der benötigte hohe Wasserbedarf für die Diafiltration eine nicht zu akzeptierende Belastung der Trinkwasserressourcen. Ziel ist es hier das gesamte Prozesswasser für die zusätzlichen Waschungsstufen in den Prozesskreislauf zurückzuführen.
In praxisgerechten Freiland-Lysimetern, die den Einsatz 14C-markierter Wirkstoffe erlauben, sind in den letzten Jahren verschiedene Herbizide, Fungizide und Insektizide auf ihren Abbau und ihre Verlagbarkeit mit dem Sickerwasser untersucht worden. Die bisher erzielten Ergebnisse koennen dahingehend zusammengefasst werden, dass der ueberwiegende Anteil neu entwickelter Stoffe rasch im Boden abgebaut wird und nicht oder nur vereinzelt in Spuren im Sickerwasser zu finden ist.
Zielsetzung: Die Pflanzennährstoffe Stickstoff und Phosphat sind fundamental wichtig für ein gesundes Wachstum und hohe Erträge. Doch ein Überschuss an Nährstoffen kann durch Auswaschung ins Grundwasser und durch Oberflächenabfluss in Flüsse und Meere gelangen. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft geraten zudem auch landwirtschaftlich genutzte Ökosysteme aus der Balance. Anfällige Pflanzenbestände mit geringer Resilienz sind die Folge. Ein steigender Pflanzenschutzmitteleinsatz wird somit vielerorts notwendig. Der Pestizid-Einsatz stellt jedoch eine weitere Gefahr für die Umwelt auf verschiedenen Ebenen dar und stört das ökologische Gleichgewicht, gefährdet die Wasserqualität und wirkt sich durch die Akkumulation von Rückständen in der Umwelt auf die gesamte Nahrungskette aus. Für eine zukunftsfähige Landwirtschaft stehen Landwirt*innen vor der Herausforderung, Düngemittel und Pflanzenschutzmittel auf das geforderte umweltverträgliche Maß zu reduzieren, ohne dabei die Nahrungsmittelsicherheit zu gefährden. Unter den Bedingungen der novellierten Düngeverordnung muss die Düngemenge bundesweit in nitratbelasteten roten Gebieten 20 % unter dem durchschnittlichem Düngebedarf liegen. Ebenso müssen zusätzliche Auflagen bei der Phosphor-Düngung in gelben Gebieten mit hoher Eutrophierung von Oberflächengewässern durch Phosphor/Phosphat eingehalten werden. Die stark angestiegenen Dünger- und Betriebsmittelpreise kommen erschwerend hinzu. Es braucht eine Landwirtschaft, die umweltfreundlich wirtschaftet und trotzdem bezahlbare Lebensmittel erzeugt. Der durch SeedForward angestrebte Lösungsweg beschreibt die Erprobung von ressourceneffizienten Düngestrategien, die bei reduziertem Düngereinsatz gleichbleibend hohe Erträge ermöglichen. Dies gelingt durch eine verbesserte Ressourcennutzung der Pflanzen, welche auf eine höhere Nährstoffeffizienz der Pflanze zurückzuführen ist, die durch die SeedForward Saatgutbehandlung hervorgerufen wird. An den Kulturen Mais, Getreide und Raps werden neben den Saatgutbehandlungen zusätzlich innovative Mikroorgansimen eingesetzt, denn der Einsatz dieser pflanzenförderlichen Mikroorganismen in Kombination mit der Saatgutbehandlung kann ihren Effekt noch verstärken. Die in dem Projekt geplante Vorgehensweise ermöglicht es, standortbezogene Einsparungen zu prognostizieren und zielgerichtet auszuschöpfen, um die Transformation zu einer zukunftsfähigen Agrarlandnutzung zu unterstützen und die Umwelt zu schützen.
Zielsetzung: Die Kirschessigfliege (KEF) ist ein Schädling, der erst seit wenigen Jahren in Österreich auftritt. Das Wissen und die Erfahrungen über die Biologie, die Entwicklung im österreichischen Klimaraum und die Anfälligkeit der österreichischen Obst- und Weinkulturen stehen erst am Anfang. Viele für den Anwender aktuell entscheidende Fragen z.B. wie anfällig ist eine bestimmte Kultur bzw. eine Sorte der Kultur, ab welchem Reifegrad ist die Kultur anfällig, bei welchen Kulturen sind Pflanzenschutzmaßnahmen notwendig und bei welchen nicht, ab wann (ab welchem Ausmaß von Eiablagen auf den Früchten) ist eine Anwendung von Pflanzenschutzmitteln erforderlich, welchen Bekämpfungserfolg kann man bestenfalls erzielen usw. sind noch nicht ausreichend erhoben. Zudem sind die gegenwärtig verfügbaren Bekämpfungsstrategien nicht als ausreichend zu betrachten, massive Schäden können (außer mit Einnetzung) oft nicht verhindert werden. Das Projekt soll einen Beitrag leisten, die Strategien zur Bekämpfung der KEF zu optimieren.
Bei Untersuchungen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) wurden in Niederschlägen aus Regen und Staubpartikeln zahlreiche Wirkstoffe von Pflanzenschutzmitteln und deren Abbauprodukte, so genannte Metaboliten, nachgewiesen. Die Substanzen wurden an allen acht Messstationen, die sowohl nah an landwirtschaftlichen Flächen als auch fern davon installiert wurden, gefunden. Das LANUK hat über drei Jahre zwischen 2021 bis 2023 Proben gesammelt und unter 100 möglichen Schadstoffen und ihren Metaboliten 52 Pflanzenschutzmittel nachgewiesen. Die Ergebnisse bestätigen die Erkenntnisse aus Studien in anderen Bundesländern. LANUK-Präsidentin Elke Reichert erklärte: „Wir weisen mit dieser Untersuchung eine landesweite Verteilung der Substanzen über einen atmosphärischen Transport nach. In fast allen Monaten wurden Pflanzenschutzmittel in gesammelten Niederschlägen aus Regen und Staubpartikeln gefunden. Auch an landwirtschaftsfernen Messstationen gibt es demnach Einträge, die in der Regel nicht aus dem direkten Umfeld stammen, sondern offensichtlich über weitere Strecken verbreitet worden sind.“ Neben den Einträgen im Frühjahr und Sommer, in denen Pflanzenschutzmittel hauptsächlich angewendet werden, habe man auch im Herbst und Winter an allen Messstationen Wirkstoffe gefunden. Für die Messstationen wurden vier Orte in der Nähe von landwirtschaftlichen Flächen ausgewählt, in Bocholt, im Kreis Gütersloh, in Essen und Langenfeld sowie vier landwirtschaftsferne Standorte im Bergischen Land, Egge, Eifel und im Rothaargebirge. Im Ergebnis wurden mehr Wirkstoffe in der Nähe von landwirtschaftlichen Flächen nachgewiesen, aber auch an Orten, die im Umkreis von fünf Kilometern keine Ackerfläche aufwiesen, fand das LANUK Pflanzenschutzmittel und ihre Metaboliten. Für die Studie wurden an den acht Messstationen eigens konstruierte Niederschlagssammler installiert, die monatlich die nassen und trockenen Niederschläge (Staub) sammelten. Im LANUK-Labor erfolgte die Bestimmung des Volumens und die Untersuchung der Proben. Nachgewiesen wurden landesweit 52 Pflanzenschutzmittel und ihre Abbauprodukte aus verschiedenen Wirkstoffklassen. Dabei handelt es sich um vier Insektizide, 23 Herbizide und zehn Herbizid-Metaboliten sowie 13 Fungizide und zwei Fungizid-Metaboliten. An den Messpunkten wurden zwischen Ende April und September zusätzlich standardisierte Graskulturen in Containern aufgebaut, um nachzuweisen, ob sich Schadstoffe aus der Luft auch später in den Pflanzen wiederfinden. 2023 wurden an allen Messstationen Pflanzenschutzmittel bzw. ihre Metabolite in den Graskulturen nachgewiesen. Die einzelnen Wirkstoffe sind für bestimmte Anwendungsgebiete und Kulturen zugelassen. 85 Prozent der in dieser Studie ermittelten Pflanzenschutzmittel sind für den professionellen landwirtschaftlichen Gebrauch vorgesehen. Ein Eintrag dieser Wirkstoffe aus der privaten Anwendung in Klein- und Hausgärten ist an den untersuchten Standorten demnach auszuschließen. Verglichen mit den ausgebrachten Mengen werden zwar nur geringe Mengen von Pflanzenschutzmitteln an den Messpunkten eingetragen, sie müssen sich jedoch über weite Strecken auch in Gebiete von Nordrhein-Westfalen, in denen keine oder nur sehr wenige Ackerflächen als mögliche Herkunftsflächen vorhanden sind, verteilen. Welche Einflüsse diese Stoffeinträge auf die belebte Umwelt und damit auch die Biodiversität außerhalb der Anwendungsflächen haben kann, muss noch in weiteren Studien untersucht werden. Zum Fachbericht: https://www.lanuk.nrw.de/publikationen/publikation/eintrag-von-pflanzenschutzmitteln-in-landwirtschaftsfernen-gebieten-in-nordrhein-westfalen zurück
Die Schutzgebiete stellen die Welterbestätten Berlins dar und sind durch Attribute des INSPIRE-Datenmodells "Schutzgebiete" beschrieben.
Sachstand des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages. 14 Seiten. Auszug der ersten drei Seiten: Wissenschaftliche Dienste Sachstand Insektenschutz und Kategorisierung von Pflanzenschutzmitteln © 2021 Deutscher Bundestag WD 8 - 3000 - 032/21[.. next page ..]Wissenschaftliche Dienste Sachstand Seite 2 WD 8 – 3000 – 032/21 Insektenschutz und Kategorisierung von Pflanzenschutzmitteln Aktenzeichen: WD 8 - 3000 - 032/21 Abschluss der Arbeit: 26. März 2021 Fachbereich: WD 8: Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit, Bildung und Forschung Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages unterstützen die Mitglieder des Deutschen Bundestages bei ihrer mandatsbezogenen Tätigkeit. Ihre Arbeiten geben nicht die Auffassung des Deutschen Bundestages, eines sei- ner Organe oder der Bundestagsverwaltung wieder. Vielmehr liegen sie in der fachlichen Verantwortung der Verfasse- rinnen und Verfasser sowie der Fachbereichsleitung. Arbeiten der Wissenschaftlichen Dienste geben nur den zum Zeit- punkt der Erstellung des Textes aktuellen Stand wieder und stellen eine individuelle Auftragsarbeit für einen Abge- ordneten des Bundestages dar. Die Arbeiten können der Geheimschutzordnung des Bundestages unterliegende, ge- schützte oder andere nicht zur Veröffentlichung geeignete Informationen enthalten. Eine beabsichtigte Weitergabe oder Veröffentlichung ist vorab dem jeweiligen Fachbereich anzuzeigen und nur mit Angabe der Quelle zulässig. Der Fach- bereich berät über die dabei zu berücksichtigenden Fragen.[.. next page ..]Wissenschaftliche Dienste Sachstand Seite 3 WD 8 – 3000 – 032/21 Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung 4 2. Formulierungen zu Konkretisierung schädigender Wirkungen auf Insekten im Kontext 5 3. Begriffliche Abgrenzung 6 3.1. Pflanzenschutzmittel 6 3.2. Zulassung und Anwendung von Pflanzenschutzmitteln 7 3.3. Gefährlichkeitsstufen gemäß Bienenschutzverordnung 8 3.4. Gefahren für andere Bestäuber 9 4. Pflanzenschutzmittel verschiedener Kennzeichnungen 10
Das Grundwasser-Erschliessungsgebiet des Wasserwerks Scheessel ist ueberwiegend land- und forstwirtschaftlich genutzt. Um den Nitratgrenzwert im abgegebenen Trinkwasser einhalten zu koennen, wird seit 1984 das im Gebiet gewonnene Rohwasser mit zugekauftem, nitratarmen Wasser verschnitten. Seit dem Jahr 1986 wird durch die Arbeitsgruppe eine Bestandsaufnahme der hydrogeologischen, der hydrochemischen Situation, der Stoffanlieferung und der Bodennutzung durchgefuehrt. Das Wasserschutzgebiet des Wasserwerkes Scheessel ist mit 2.15 Quadratkilometer Flaeche relativ klein. Es soll hier modellhaft geprueft werden, welcher Zeit- und Kostenaufwand fuer die Erkundung des Einzugsgebietes, fuer die Regelung des Nitratproblems notwendig sein wird und wie weit eine Regelung ueberhaupt durchfuehrbar ist. Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme ergaben u.a. bislang: - Auf der Seite der Naehrstoffzufuhr ist noch ausreichend Spielraum zur Regelung vorhanden. - Das Grundwasser ist zum Teil bis in eine Tiefe von 20 Meter mit Nitratgehalten belastet, die noch ueber 50 Milligramm pro Liter NO3 liegen. - Die Nitratgehalte sind seit 1988 im Rohwasser nicht weiter gestiegen. Inzwischen hat die Einzelberatung der Landwirte begonnen. Die Wirkung der Beratung muss abgewartet werden. Sie wird durch Nmin-Untersuchungen und durch Beprobung des Grundwassers 2 mal pro Jahr ueberprueft.
| Origin | Count |
|---|---|
| Bund | 3730 |
| Kommune | 50 |
| Land | 3282 |
| Wirtschaft | 11 |
| Wissenschaft | 27 |
| Zivilgesellschaft | 46 |
| Type | Count |
|---|---|
| Chemische Verbindung | 610 |
| Daten und Messstellen | 2979 |
| Ereignis | 31 |
| Förderprogramm | 1877 |
| Gesetzestext | 12 |
| Kartendienst | 1 |
| Repositorium | 1 |
| Taxon | 1 |
| Text | 469 |
| Umweltprüfung | 18 |
| WRRL-Maßnahme | 818 |
| unbekannt | 222 |
| License | Count |
|---|---|
| geschlossen | 1169 |
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| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 6864 |
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| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 2313 |
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| Multimedia | 1 |
| Unbekannt | 20 |
| Webdienst | 49 |
| Webseite | 3585 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 3899 |
| Lebewesen und Lebensräume | 5394 |
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