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14C content of specific organic compounds in subsoils

Organic matter (OM) composition and dynamic in subsoils is thought to be significantly different from those in surface soils. This has been suggested by increasing apparent 14C ages of bulk soil OM with depth suggesting that the amount of fresh, more easily degradable components is declining. Compositional changes have been inferred from declining ä13C values and C/N ratios indicative for stronger OM transformation. Beside these bulk OM data more specific results on OM composition and preservation mechanisms are very limited but modelling studies and results from incubation experiments suggest the presence and mineralization of younger, 'reactive carbon pool in subsoils. Less refractory OM components may be protected against degradation by interaction with soil mineral particles and within aggregates as suggested by the very limited number of more specific OM analysis e.g., identification of organic compound in soil fractions. The objective of this project is to characterize the composition, transformation, stabilization and bioavailability of OM in subsurface horizons on the molecular level: 1) major sources and compositional changes with depth will be identified by analysis of different lipid compound classes in surface and subsoil horizons, 2) the origin and stabilization of 'reactive OM will be revealed by lipid distributions and 14C values of soil fractions and of selected plant-specific lipids, and 3) organic substrates metabolized by microbial communities in subsoils are identified by distributional and 14C analysis of microbial membrane lipids. Besides detailed analyses of three soil profiles at the subsoil observatory site (Grinderwald), information on regional variability will be gained from analyses of soil profiles at sites with different parent material.

Segetal- und Ruderalflora der Dörfer, Bewässerungsfluren und Wüstungen im Mustang-District (Nepal) in Abhängigkeit von Höhenlage und Landnutzung

Ziel des Vorhabens 'Segetalflora Mustang' ist die Erfassung der wildwachsenden Flora von Dörfern und Fluren, sowie ergänzend von Dorf- und Flurwüstungen im Mustang District. Dieser Distrikt in Nord-Nepal, nahe der tibetischen Grenze, stellt einen ökologisch extremen Hochgebirgsraum nördlich des Himalaya-Hauptkammes dar. Das von Höhenlage und klimatischer Trockenheit geprägte Gebiet weist eine wechselvolle Siedlungsgeschichte und vielfältige ethnische und kulturelle Gliederung auf. Ackerbau ist nur in Bewässerungsoasen möglich. Die Segetal- und Ruderalflora erfüllt vielfältige ökologische Funktionen, außerdem kommt ihr erhebliche Bedeutung als landschaftsökologischem Indikator zu. Durch vergleichende Untersuchungen in Dörfern verschiedener Höhenlage, Geschichte und ethnischer Zugehörigkeit soll die Flora der Acker- und Ruderalflächen in ihrer Abhängigkeit von natürlichen und agrarökologischen Faktoren herausgearbeitet werden. Es soll geprüft werden, ob aufgrund des floristischen Inventars der Siedlungen Rückschlüsse z.B. auf ihr Alter oder auf ethnospezifische Formen der Landnutzung möglich sind. Darüber hinaus soll die Ackerunkrautvegetation des Dorfes Kagbeni vegetationskundlich erfasst werden.

Biotoptypen 2024

Karte „Biotoptypen 2024“ Im Ergebnis liegen für über 80.000 Biotope Informationen vor. Zusammengefasst in 12 Klassen der wichtigsten Biotoptypen ergibt sich für Berlin folgendes Bild: In der Tabelle sind sowohl die Flächengrößen der verschiedenen Klassen für die vorherige Version der Biotoptypenkarte als auch der aktualisierten Version 2024 aufgeführt. Bei der Interpretation der Änderung muss immer bedacht werden, dass die Erfassungsmethoden sich teilweise unterschieden haben. So wurden für die Biotoptypenkarte 2013 auf dem Großteil des Stadtgebiets Biotope aus Fachdatensätzen abgleitet (Sekundärdaten), während in der Biotoptypenkarte 2024 für alle Gebiete ohne vorliegende terrestrische Kartierungen eine Luftbildinterpretation durchgeführt wurde. Geringfügige Änderungen können auf diese verschiedenen Erfassungsmethoden zurückgeführt werden. In der Klasse der Fließ- und Standgewässer ist beispielswiese davon auszugehen, dass es real keine großen Änderungen der Gewässerfläche gab, diese jedoch in der Biotoptypenkarte 2024 exakter abgegrenzt wurde. Es wurde z.B. darauf geachtet, dass auch Kleinstgewässer als Flächenbiotope abgegrenzt werden, um eine möglichst vollständige Kulisse der Standgewässer zu erhalten. Weiterhin können auch spezielle Kartierregeln zu einem Wechsel zwischen den Klassen führen ohne eine tatsächliche Änderung des Biotops. So wurden für die Biotoptypenkarte 2024 beispielsweise Verkehrsbegleitgrünflächen ohne Gehölzbewuchs als Ruderale Wiese (05113) erfasst, während derartige Flächen in der Biotoptypenkarte 2013 häufiger als Ruderalflur in der Klasse 03 erfasst wurde. Andere Entwicklungen lassen sich auf eine erwartbare Entwicklung der Landnutzung zurückführen. Die Flächengröße der bebauten Gebiete (Klasse 12) ist z.B. um etwa 1.400 ha gestiegen, während der Anteil der Grün- und Freiflächen (Klasse 10) und der der Anthropogenen Rohbodenstandorte und Ruderalfluren (Klasse 03) gesunken ist. Neue Bebauung entsteht demnach oft auf Ruderalflächen oder zuvor begrünten Freiflächen des Siedlungsbereiches. Auffällig ist eine relativ starke Abnahme der Fläche der Rohbodenstandorte und Ruderalfluren (Klasse 03) um etwa 640 ha. Dies lässt sich neben der bereits erwähnten Neubebauung auch auf eine Sukzession auf diesen Flächen zurückführen. Demnach entwickeln sich Ruderalgesellschaften bei fortschreitender Sukzession durch Verbuschung und Bewuchs in Biotope der Gruppe Gebüsche, Baumreihen und Baumgruppen (Klasse 07), die mit einem Zuwachs von etwa 1.400 ha deutlich in der Flächengröße gestiegen ist. Karte „Gesetzlich geschützte Biotope 2024“ Moore, Sümpfe, Röhrichte, Seggen- und binsenreiche Nasswiesen, Quellbereiche, naturnahe und unverbaute Bach- und Flussabschnitte, Verlandungsbereiche stehender Gewässer, offene Binnendünen, Zwergstrauchheiden, Bruch-, Sumpf- und Auwälder, Kiefern-Eichenwälder, Eichen-Buchenwälder, Eichen-Hainbuchenwälder, Mager- und Trockenrasen, Feuchtwiesen, Frischwiesen, Kies-, Sand- und Mergelgruben, Feldhecken, Obstgehölze in der freien Landschaft und Trockenmauern sind in Berlin gesetzlich geschützte Biotope . Sie sind die bedeutendsten aber gleichzeitig auch die gefährdetsten Biotoptypen. In der Karte „gesetzlich geschützte Biotope 2024“ werden die Biotope dargestellt, die nach fachlicher Einschätzung des Kartierers/der Kartiererin unter den gesetzlichen Schutz gemäß § 30 BNatSchG in Verbindung mit §28 des NatSchGBln fallen. Ob diese gutachterliche Bewertung tatsächlich anzuwenden ist, bedarf allerdings der Entscheidung durch die örtlich zuständige Naturschutzbehörde. Wenn eine eindeutige Feststellung des Schutzstatus bei der Kartierung nicht möglich war, z.B. bei Flächen, die nur im Luftbild kartiert wurden, wird der potentielle, jedoch nicht gesicherte Schutzstatus beim Attribut „Gesetzlicher Schutz“ durch eine 2 gekennzeichnet. Einer Fläche mit eindeutigem Schutzstatus wird eine 1 zugeordnet. Karte „Lebensraumtypen (FFH-Richtlinie) 2024“ Die Karte „Lebensraumtypen (FFH-Richtlinie) 2024“ zeigt alle Biotope, die nach fachlicher Einschätzung auf Grundlage des “Handbuches zur Umsetzung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie” (Ssymank u.a. 1998) bzw. des “Katalogs der natürlichen Lebensräume und Arten der Anhänge I und II der FFH-Richtlinie in Brandenburg” (LUA 2002) einem FFH-Lebensraumtyp (LRT) entsprechen oder einem Komplex mit einem LRT zuzurechnen sind. Als LRT-Komplexe werden Biotoptypen bezeichnet, die mit den eigentlichen FFH-Lebensraumtypen in Zusammenhang (Komplexen) einen Lebensraum bilden aber nicht die erforderliche Qualität aufweisen. Ziel ist es die Komplexe zu Lebensraumtypen zu verbessern, daher unterliegen diese ebenfalls den Zielen der FFH-Richtlinie. Dargestellte Lebensraumtypen wurden grundsätzlich terrestrisch kartiert, eine Zuorndung aus dem Luftbild erfolgte nicht. Karte „Kartiermethode 2024“ Die Besonderheit der vorliegenden Biotoptypenkarte besteht darin, dass zur Erfassung der Biotoptypen unterschiedliche Methoden zur Anwendung kamen (siehe auch Kapitel „“Methodik“). Nur auf einem Teil des Stadtgebietes erfolgte eine Neuerfassung der Biotope durch Luftbildinterpretation, während auf einem anderen Teil terrestrische Kartierungen seit 2015 übernommen wurden und auf einem dritten Teil ältere Kartierungen aus der Biotoptypenkarte 2013 übernommen und aktualisiert wurden. Dies führt dazu, dass das Ergebnis der Kartierung sich hinsichtlich Genauigkeit und Differenzierung der Auskartierung auf Grund der unterschiedlichen Erfassungsmethoden unterscheidet. In der Karte werden die Kategorien Luftbildkartierung, terrestrische Kartierung und Primärdaten aus der Biotoptypenkarte 2013 (im Luftbild überprüft) unterschieden.

Lycaena dispar (Haworth, 1802) Großer Feuerfalter Tagfalter und Widderchen Ungefährdet

L. dispar hat sich im Zeitraum des kurzfristigen Bestandstrends vor allem im Osten Deutschlands und im Südosten (Dumke 2022) sowie Nordwesten Bayerns ausgebreitet. Rückläufige Tendenzen sind in Baden-Württemberg erkennbar. In Brandenburg und Mecklenburg war die Art historisch meist einbrütig, inzwischen ist sie dort mehrbrütig. Veränderungen gab es auch hinsichtlich der ökologischen Ansprüche. Während ursprünglich vor allem Rumex hydrolapathum (Fluss-Ampfer) entlang von Flüssen die wichtigste Raupennahrungspflanze war, so wird nun auch R. obtusifolius (Stumpfblättriger Ampfer) auf Brachen und Ruderalflächen genutzt. In Bayern ist R. crispus (Krauser Ampfer) die wichtigste Raupennahrungspflanze (Tagfalter in Bayern 2024, Dumke, mündl. Mitt.).

Emblethis denticollis Horváth, 1878 Wanzen Vorwarnliste

Potentieller Klimagewinner. Die in Europa weit verbreitete Art bevorzugt sonnenexponierte lückige Ruderalstellen in der Kulturlandschaft. Durch Intensivierung oder Aufgabe der Grenzertragsflächen wird die Art beeinträchtigt.

Die Natur kehrt zurück

Die obere Illustration zeigt am Beispiel des Natur-Parks Südgelände die Phasen des über viele Jahrzehnte andauernden Entwicklungsprozesses der Flora und Fauna auf einem Areal. Unter dem Begriff “Sukzession” wird die Veränderung und zeitliche Abfolge unterschiedlicher Gemeinschaften aus Pflanzen und Tierarten auf derselben Fläche verstanden. Jedes Sukzessionsstadium ist durch charakteristische Tier- und Pflanzenarten bestimmt. Boden, Klima und Wasserversorgung beeinflussen die Entwicklung ebenso wie die Geschichte des Ortes. Das Endstadium ist ein Waldtyp, der den jeweiligen Standortbedingungen entspricht. Für den Rangierbahnhof Tempelhof wurde das Gelände mit mehreren Metern Sand, Kies, Schotter und Schlacke aufgeschüttet. Der Bau von Überführungsbauwerken, Ablaufbergen und Dämmen gibt dem Gelände ein ausgeprägtes Relief. Mit der Aufgabe der Bahnnutzung nehmen die Tiere und Pflanzen das Gelände wieder in Besitz. Auf Sanden und Schottern wachsen Kanadisches Berufkraut und Klatschmohn. Erste Gehölze fassen Fuß. Pionierarten wie Birke, Zitterpappel und die aus Nordamerika stammende Robinie beginnen ebenso zu keimen wie durch Tiere aus der Umgebung verschleppte Eicheln. Den Erstbesiedlern folgen Arten wie Natternkopf, Kronen-Nachtkerze, Wilde Möhre und Echter Steinklee. Die Arten der Sandtrockenrasen besiedeln trockene und nährstoffarme Standorte. Prägend sind Gräser wie der Rauhblattschwingel, die Rispen-Flockenblume und verschiedene Habichtskrautarten. Auf nährstoffreichen Standorten wachsen ruderale Staudenfluren, darunter der gelbblühende Rainfarn. Die angesiedelten Gehöl­ze entwickeln sich zu ausgedehnten Gebüschen und geschlossenen Waldbe­ständen. Robinie und Zitterpappel dringen mit ihren unterirdischen Ausläufern in die krautigen Vegetations­bestände vor und lösen diese allmählich ab. Im Unterholz wachsen Eiche, Buche und Ahorn als neue Baum­generation auf.

16 Teilnehmende beim ersten BANU-Kurs Feldbotanik BRONZE in Mainz

Vom 10. bis 13.06. fand an der Grünen Schule im Botanischen Garten Mainz zum ersten Mal ein Vorbereitungskurs für das BANU*-Zertifikat Feldbotanik BRONZE statt. Während der vier Kurstage lernten die Teilnehmenden die Grundlagen der Botanik kennen und vertieften das Wissen auf den vier Exkursionen in der Umgebung von Mainz. Insgesamt nahmen 16 engagierte Personen aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen und Altersgruppen am Kurs teil, darunter Studierende, ehrenamtliche Naturschützerinnen, Naturinteressierte und Mitarbeitende aus Behörden. Der Kurs fand im Rahmen des Projekts ArtenWissen RLP statt. Dieser Kurs richtete den Fokus ganz auf die botanische Artenkenntnis für alle, die sich mit Pflanzen und ihren Lebensräumen befassen möchten. Die abwechslungsreichen Theoriemodule vermittelten die Grundlagen der Pflanzensystematik, Morphologie und Ökologie. Dabei stand der Bezug zur praktischen Anwendung stets im Vordergrund: Die Teilnehmenden konnten viele Inhalte direkt bei Bestimmungsübungen im Kursraum umsetzen. Neben den Bestimmungsübungen wurden auf den Exkursionen im Freiland Lebensräume erkundet und zahlreiche Pflanzen der BANU-Artenliste auf BRONZE-Niveau besprochen. Die vier Exkursionen führten in verschiedene Lebensräume, darunter Wiesen, Wälder und Ruderalstandorte. Für viele war die spezielle Flora und Dünenlandschaft des Mainzer Sandes besonders beeindruckend, die in vielen Elementen an eine nacheiszeitliche Steppenlandschaft erinnert und eine große Zahl von Arten mit mediterranen Verbreitungsschwerpunkt beherbergt. Dabei bot sich die besondere Gelegenheit, die extrem seltene Sand-Lotwurz ( Onosma arenaria ) in voller Blüte am Wegesrand zu bewundern. Eingerahmt wurde das Programm von einer Führung durch den Botanischen Garten Mainz unter Leitung von Dr. Ute Becker (Grünen Schule). Nach vier intensiven Lerntagen wünschen wir allen, die die Prüfung absolvieren möchten, viel Erfolg und weiterhin viel Freude bei der Beschäftigung mit unserer Flora! * Der Bundesweite Arbeitskreis der staatlich getragenen Bildungsstätten im Natur- und Umweltschutz (BANU) zertifiziert seit 2019 Artenkenntnis in verschiedenen Artengruppen auf den Niveaustufen Bronze, Silber und Gold. Weitere Informationen: https://banu-akademien.de/project/wissen-qualifizieren-zertifizierenfuerartenvielfalt/

Bilanzierung des Brutvogelbestandes 1994

Zunächst wurden die Brutvogellebensräume nach der Einteilung von Flade (1994) flächenscharf ausgewiesen. Über die Addierung aller in einem Raster vorkommenden Lebensräume konnte eine Artenliste der für diese Flächen zu erwartenden Leitarten erstellt werden (Soll-Wert). Durch die Zuordnung der im Raster tatsächlich kartierten Brutvögel wurde aus den Brutvogelatlanten das Brutvogelvorkommen ermittelt (Ist-Wert). Aus diesen Soll- und Ist-Werten konnte dann eine Bilanz des Vorkommens von Brutvogelleitarten in Berlin erstellt werden. Schließlich wurden die Bilanzergebnisse zur besseren Einordnung mit einer potenziellen avifaunistischen Wertigkeit der Lebensräume (bezogen auf Indexwerte nach Witt 1991) unterlegt und eine Übersicht über das Vorkommen von Arten der Roten Liste erarbeitet. Ausweisung der Brutvogellebensräume Grundlage der Lebensraumkartierung waren die von Flade ausführlich beschriebenen Brutvogellebensraumtypen Deutschlands nördlich des Mittelgebirgskamms, aus denen die in Berlin vorkommenden Lebensräume ausgewählt und um den Typ der Flughäfen ergänzt wurden (vgl. Flade 1994). Die differenzierten Lebensraumtypen junger Nadelholzforsten wurden zum Typ der Nadelholzdickungen und -stangenhölzer zusammengefasst. Insgesamt wurden 44 Lebensraumtypen unterschieden (vgl. Kartenlegende). Bei der Ausweisung wurden nur Flächen berücksichtigt, die größer als 5 ha waren, bei wertvollen Kleinlebensräumen (Gewässer, Kiesgruben, offene Waldmoore, Feldgehölze, Weichholzauen, Seggenriede und Röhrichte; letztere überdimensional dargestellt), betrug die Mindestflächengröße 1 ha. Diese Mindestgrößen wurden berücksichtigt, da das Vorkommen anspruchsvoller Vogelarten im Allgemeinen an gewisse Mindestflächengrößen gebunden ist. Außerdem steigt mit der Flächengröße auch die Vorkommenswahrscheinlichkeit von charakteristischen Vogelarten (vgl. Tab.1, Abb. 3 und Bezzel 1982). Außer den Kanälen wurden auch alle linear ausgeprägten Lebensräume, wie Bahndämme, Gräben oder Randgehölze, aus Gründen der Darstellbarkeit nicht berücksichtigt. Entscheidend für die Zuordnung einer Fläche in eine der 44 Klassen waren ihre Struktur (Art des Grüns, Art und Dichte der Bebauung) und ihre Nutzung. Dies gilt auch für Mosaikflächen (mehrere Lebensraumtypen auf kleinem Raum) und Sonderflächen, für die Einzelfallentscheidungen getroffen wurden. So wurde eine Mosaikfläche aus Kleingärten, trockenen Ruderalflächen und Baumschulen der Klasse Kleingärten zugeordnet, da ihre Struktur insgesamt sehr kleingartenähnlich war. Rekultivierte Kippen als Beispiele von Sonderflächen wurden je nach Struktur und Zustand der Klasse Trockene Ruderalflächen oder der Klasse Parks zugewiesen. Zusammenfassend wurden fast alle Klassen um Einzelfallzuordnungen ähnlicher Strukturen erweitert, denen immer eine genaue Prüfung anhand von Luftbildern vorausging. Anschließend wurden alle Freiflächenverluste nach 1980 gekennzeichnet, um eine vergleichbare Bezugszeit von kartierten Lebensraumtypen und den Brutvogelkartierungen herzustellen. Dabei entstandene kleinflächige Insel- und Randbereiche von Flächen mit veränderter Nutzung wurden ebenfalls ausgeschieden, da in diesen Fällen von negativen Einflüssen auch auf die Randbereiche ausgegangen werden kann. Ermittlung der Artenlisten pro Raster (Soll-Wert) Um die Rasterkartierung der Brutvogelatlanten nutzen zu können, wurden pro Raster Leitartenlisten erstellt. Dazu wurde zunächst die Lebensraumkartierung mit den Rastergittern der Atlanten überlagert. Da sich die Kartierraster in den beiden Brutvogelatlanten unterschieden, konnten kleine Flächen im Bereich der ehemaligen Grenze zwischen dem Ost- und Westteil Berlins nicht abgedeckt und später auch nicht bilanziert werden. Anschließend wurde für jedes Raster durch Aufsummierung eine Lebensraumtypenliste erstellt, wobei lediglich die an den Rastergrenzen entstandenen Splitterflächen unberücksichtigt blieben. Auch die kleinflächigen Lebensräume wurden in die Liste aufgenommen und ggf. einem Raster vorrangig zugeordnet. Flade ordnet jedem Brutvogellebensraum eine potenzielle Leitartengruppe zu (vgl. Tab. 2). In Abstimmung mit der Arbeit von Flade und unter Berücksichtigung der nach der Roten Liste der Brutvögel in Berlin (Witt 1991) anzutreffenden Brutvogelarten wurden die Leitartengruppen für die 44 Berliner Lebensraumtypen gebildet. Dabei wurde unter Mitarbeit Berliner Ornithologen auch der ergänzte Lebensraumtyp der Flughäfen und der zusammengefasste Typ der Nadelholzdickungen und -stangenhölzer mit einer Leitartengruppe versehen sowie die der Trockenen Gebüschbrachen und Ruderalflächen modifiziert (vgl. Tab. 3). Insgesamt wurden 118 Brutvogelarten berücksichtigt (vgl. Tab. 4). Einige dieser Arten kommen nur in einem der beiden Stadthälften vor oder sind nach 1945 ausgestorben oder verschollen; für letztere besteht noch die Möglichkeit einer Wiederansiedlung in Berlin. Mit Hilfe der rasterbezogenen Lebensraumtypenlisten und der Leitartengruppen konnte letztlich für jedes Raster eine Liste der zu erwartenden Leitarten erstellt werden, deren Anzahl als Soll-Wert in die Bilanz einging. Ermittlung des tatsächlichen Bestandes Den ermittelten rasterbezogenen Soll-Werten wurden mit den Daten der Brutvogelatlanten die tatsächlich angetroffenen Arten (Ist-Werte) gegenübergestellt. Dabei wurde das Vorkommen der potentiellen Leitarten anhand der in den Atlanten benutzten Nachweisgrade B (mögliches Revier), C (wahrscheinliches Brüten) und D (sicheres Brüten) sowie für den Schwarzmilan an einer Flächenschraffur (Revierkennung) überprüft. Anschließend wurde die Zahl der in jedem Raster kartierten Leitarten ermittelt und mit der Anzahl der zu erwartenden Leitarten verglichen. Raster mit seit 1980 überwiegend veränderter Nutzung und Raster ohne großen Anteil an Berliner Flächen (Grenzraster zu Brandenburg) wurden dabei nicht berücksichtigt. Die Ergebnisse der Bilanz wurden in der vorliegenden Karte mit Hilfe der Soll- und Ist-Werte und des prozentualen Anteils der kartierten Leitarten (in 20-%-Schritten) dargestellt. Der entstandenen Datei können darüber hinaus auch die fehlenden bzw. angetroffenen Vogelarten entnommen werden. Daten zur Verteilung und Bestandesentwicklung der einzelnen Arten sind in den Brutvogelatlanten aufgeführt. Aktuellere und detailliertere Einzelflächenuntersuchungen (Probeflächen) können in der Literatur-Datei des Berliner Landesbeauftragten für Naturschutz abgefragt werden (vgl. ÖKOGRUBE). Ermittlung der potenziellen avifaunistischen Wertigkeit Die potenzielle avifaunistische Wertigkeit soll als Hintergrundinformation bei der Einschätzung des Wertes der fehlenden oder vorkommenden Leitartengruppen (Bilanzergebnis) dienen. Die Rote Liste der Brutvögel in Berlin (Witt 1991) enthält für jede der verwendeten Vogelarten (vgl. Tab. 4) Indexwerte in Anlehnung an Bezzel (1980). Letztere charakterisieren die Verteilung der Arten über die ganze Fläche (Index A), ihr Vorkommen in Großflächen (Index B), ihre Revierzahlen (Index C) und die Bestandsentwicklung (Index D) und wurden für die vorliegende Karte über ihre einfache Summe (Index A + Index B + Index C + Index D = einfache Summe) bei der Lebensraumbewertung genutzt (vgl. Tab. 5). Lediglich für zwei Arten und den Sonderfall der seit 1945 ausgestorbenen oder verschollenen Arten mussten unter Mitarbeit Berliner Ornithologen neue Werte gebildet werden (vgl. Tab. 6). Mit Hilfe dieser Summenindexwerte der Brutvogelarten wurden schließlich für die Leitartengruppen jedes Berliner Lebensraumtyps Durchschnittsindexwerte errechnet, die in Zusammenarbeit mit den Berliner Ornithologen zur Bildung von fünf Wertungsstufen für die Berliner Brutvogellebensraumtypen herangezogen wurden. Klasse I beinhaltet dabei Vogellebensräume, die potentiell in Berlin besonders selten sind und/oder rückläufigen oder seltenen Arten geeignete Bruthabitate bieten; Klasse V dagegen fasst Lebensräume zusammen, die in Berlin weit verbreitet sind und nicht oder kaum seltene oder rückläufige Arten beheimaten (vgl. Tab. 7). Auffälligkeiten an dieser Wertstufenzuordnung (etwa die relativ schlechten Werte der Laubwälder, Brachen, Kleingärten und Gartenstädte oder die dazu verhältnismäßig guten Werte der Nadelwälder, Kippen/Halden, Altbauten und City-Bereiche) sind aus dem Wertungsansatz heraus erklärbar: Die im jeweiligen Lebensraumtyp potentiell beheimateten Leitarten weisen entsprechende Index-Werte nach Witt 1991 auf. Die Bewertung stellt insgesamt das avifaunistische Potential jedes Lebensraumtyps unabhängig von dem tatsächlichen Zustand und der Größe des einzelnen Lebensraumes dar, ist also nicht einzelflächenbezogen. Bewertung des Brutvogelbestandes nach Vorkommen von Arten der Roten Liste Die Anzahl der pro Kartierungsraster vorkommenden Rote-Liste-Arten wurde mit Hilfe der Brutvogelatlanten ermittelt und als Vignette dargestellt. Dabei fanden die Arten der Kategorien 1 (vom Aussterben bedroht), 2 (stark gefährdet), 3 (gefährdet) und P (potenziell gefährdet) der Roten Liste der Brutvögel in Berlin (Witt 1991) Anwendung. Darüber hinaus flossen auch die in den Brutvogelatlanten aus Artenschutzgründen nicht oder nur mittels einer Flächenschraffur dokumentierten Bestände der Arten Rotmilan, Schwarzmilan, Wespenbussard, Baumfalke, Sperber und Kolkrabe in die Wertung ein.

MMP FFH0243 Karte 2.1 - Biotop- und Lebensraumtypen

4484000 4485000 4486000 5676000 Legende Gebietsgrenze FFH0243LSA Bezugsflächennummer BioLRT 0001 LEBENSRAUMTYPEN Wälder 1030 1016 1024 1017 1020 1015 1014 1028 1013 1012 1034 5675000 1037 1031 1023 1008 1032 1036 0004 1035 1032 0005 0002 0011 1038 1039 0009 0008 0016 0010 0019 0017 0015 0007 0018 0029 0013 0028 0022 0027 0024 0025 0026 1010 1001 1009 1002 9170Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald Galio-Carpinetum 9180*Schlucht- und Hangmischwälder Tilio-Acerion Magerrasen, Felsfluren Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien 6210 (Festuco-Brometalia) (*besondere Bestände mit bemerkenswerten Orchideen) 8160 BIOTOPTYPEN Wälder / Forste Laubholz - Rein- und Mischbestände (nur heimische, überwiegend heimische und nicht heimische Baumarten) Nadelholz - Reinbestände Gehölze Alte Allee aus überwiegend heimischen Gehölzen Gebüsch trocken-warmer Standorte (überwiegend heimische Arten) Gebüsch trocken-warmer Standorte (überwiegend nicht heimische Arten) 1025 1005 *Kalkhaltige Schutthalden der collinen bis montanen Stufe Mitteleuropas Sonstiges Gebüsch Magerrasen, Felsfluren Halbtrockenrasenbrache (sofern nicht 6210) Ruderalfluren Ruderalflur, gebildet von ausdauernden Arten Grünland Ruderales mesophiles Grünland (sofern nicht 6510) Ackerbaulich, gärtnerisch und weinbaulich genutzte Biotope Ziergarten Intensiv genutzte Weinbaufläche Einzelstehendes Haus 1040 Befestigte Fläche/ Verkehrsfläche Befestigter Weg (wassergebundene Decke, Spurbahnen) 0017 0012 0021 1022 1007 1027 Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum) Bebauung 0014 0023 0020 1003 1018 1031 1026 1006 1004 0006 1030 1029 1021 1033 1033 1011 1027 1019 0003 0001 9130 Managementplan für das FFH-Gebiet "Schloßberg und Burgholz bei Freyburg" FFH0243LSA (DE 4736-307) Karte 2.1 - Biotop- und Lebensraumtypen Maßstab 1 : 7.500 0 Meter 150 300 Kartenerstellung: Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt Abteilung Naturschutz Reideburger Straße 47 06116 Halle (Saale) Genehmigungsnummer: DTK25©Geobasis-DE / LVermGeo LSA [2021 / 010312] Es gelten die Nutzungsbedingungen des LVermGeo LSA Datum der Ausfertigung: Dezember 2023 5674000 Natura 2000-Managementplanung im Land Sachsen-Anhalt

Anlage eines befestigten Parkplatzes im LB 9.18

eine Erklärung, wie es im geschützten Landschaftsbestndteil LB 9.18, 51069 Dellbrück, Mielenforster Straße (am Thurner Hof) dazu kommen konnte, dass westlich der Thurner Mühle direkt an der Stunde angrenzend vor etwa 10 Jahren eine Ruderalfläche in einen geschotterten befestigten Parkplatz für Pferdeanhänger umgewandelt wurde. Gab es dazu einen Bauantrag? Gab es dazu eine Genehmigung? Wer hat das veranlasst und bezahlt? Wer wird wann die Renaturierung durchführen?

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