Das Schwerpunktprogramm 1144 der DFG hat es sich zum Ziel gesetzt, Energie- Stoff- und Lebenszyklen an Spreizungsachsen vom Mantel zum Ozean zu untersuchen. Mit dem hier vorliegenden Antrag wollen wir einen Beitrag leisten, den Export von hydrothermalen Produkten in den Ozean anhand der Plume Dynamik zu quantifizieren. Die Hauptziele des vorliegenden Antrags umfassen die Untersuchung des Effekts gezeitengetriebener interner Wellen und vertikaler Vermischung auf die vertikale Ausbreitung/Verdünnung des Plumes und auf die Verteilung der hydrothermalen Fluide und Gase; die Untersuchung der Plume Dynamik durch Beobachtung von Turbulenzstärke, Geschwindigkeitsverteilung und Schichtung im Nahbereich der Quelle; die Quantifizierung des Helium- und Wärmeflusses der Hydrothermalquelle; die Quantifizierung der zeitlichen Variabilität der Volumen- Wärme- und Heliumtransporte aus dem Quellgebiet in den offenen Ozean; Wir werden Schiffs- und ROV-gestützte Messungen von Strömungsgeschwindigkeiten, Dichteschichtung, Trübung sowie Helium Probenahme durchführen um damit das Nahfeld und die grossräumige Ausbreitung des Plumes eines Hydrothermalfeldes zu untersuchen. Zur Bestimmung der zeitlichen Variabilität werden diese Daten mit verankerten Zeitreihen von Strömungsmessern mit Temperatur- und zusätzlichen Trübungssensoren kombiniert. Die so gewonnenen Daten liefern Informationen in Bezug auf die Kopplung zwischen physikalischen, geochemischen und biologischen Prozessen: das Strömungsfeld an Hydrothermalquellen hat direkten Einfluss auf die Besiedlungsmuster und -strategien von Vent Spezies; die Analyse des Heliumsignals in der Wassersäule liefert Informationen bezüglich der geochemischen Prozesse in Hydrothermalsystemen. Die Variabilität und Stärke der Helium- und Wärmeflüsse eines Hydrothermalfeldes erlaubt Aussagen über den Export eines solchen Feldes und seiner Variabilität in Relation zu ozeanographischen und geophysikalischen Randbedingungen. Der Schwerpunkt der Arbeiten wird bei 4 Grad 48S liegen.
Bei der Olivenölherstellung fallen stark belastete Abwässer an, welche i.d.R. nicht sachgerecht entsorgt werden und somit ökologische Risiken bergen. Das Ziel dieser Studie ist es, basierend auf theoretischen Abwägungen, als auch initialen Messungen geeignete Verfahren (Anzahl 1-3) für die Behandlung von Abwässern aus Olivenölmühlen in Griechenland zu identifizieren. Die Studie beinhaltet eine ausführliche Literaturrecherche sowie eine präzise Analyse der Situation vor Ort. Bewertet wird die Eignung der Verfahren anhand wirtschaftlicher und technischer Kriterien. Eine intensivere laborpraktische Bewertung als auch die Umsetzung im Rahmen einer Pilot-Anlage sollen schließlich in dem vorzubereitenden AiF-Folgevorhaben erfolgen. Durchgeführt wird die Studie von dem Forschungsdienstleister ttz Bremerhaven und dem Beratungsunternehmen aqua consult. Die Arbeiten stärken die Marktpositionen der Kooperationspartner und deren Beziehungen untereinander, fördern den interkulturellen Austausch und tragen zu einer Verbesserung der ökologischen Situation in Griechenland bei.
Große Teile der Städte Baden-Württembergs stammen aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Die Siedlungen der Nachkriegszeit entstanden unter den Bedingungen knapper Ressourcen, um sowohl die Kriegsschäden als auch die hohe Wohnungsnot auszugleichen. Bis heute sind diese Wohnungsbestände ein wichtiger Bestandteil der Versorgung der baden-württembergischen Bevölkerung mit Wohnraum. Gemessen an heutigen Standards weisen die Nachkriegssiedlungen jedoch erhebliche Defizite auf. Die bekannten Probleme der Wohnun-gen beziehen sich vor allem auf die Wohnungsgröße, die Bausubstanz und die funktionale Gliederung der Wohnungen. Die meisten Wohnungen aus den 1950er und 1960er Jahren sind für die heutigen Bedürfnisse der Familien zu klein geschnitten und verfügen oftmals noch über geringe gebäudetechnische und energetische Standards. Vor diesem Hintergrund war es das Ziel einer vom Land Baden-Württemberg geförderten Pilotstudie unter Leitung von Herrn Prof. Schöfl von der Forschungsgruppe Stadt + Umwelt aus Ludwigsburg, die Chancen der nachhaltigen Nutzung der in den 1950er und 1960er Jahren gebauten Wohnungsbestände bewusst zu machen. Mit der Analyse der Situation von Nachkriegssiedlungen in elf Fallstudienstädten in Verbindung mit Prognosen zur Wohnungsnachfrageentwicklung und einer Befragung von kommunalen Entscheidungsträgern und Wohnungsunternehmen entstand ein komplexes Bild zur gegenwärtigen und zukünftigen Situation dieser Bestände. Die Vielschichtigkeit des Themas erforderte ein breites Spektrum der Kompetenzen. Dieses reichte von Architekten, Kartographen und Mathematikern bis zu Psychologen und Stadtplanern. Im Rahmen des Projektes bearbeitete das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. (IÖR) den Schwerpunkt der demographischen Entwicklung einschließlich der Wohnungsnachfrageprognosen für elf Fallstudienstädte sowie eine exemplarische Abschätzung der zukünftigen Nutzungschancen der Wohnungsbestände im Wohngebiet Orschel-Hagen in der Fallstudienstadt Reutlingen.
Es wird untersucht, in welcher Weise Kindern (zwischen 6 und 12 Jahren) im städtischen Raum Möglichkeiten des Naturkontaktes geboten werden. Von April bis Oktober 2003 wurden in den Städten Freiburg, Stuttgart, Karlsruhe und Nürtingen Kinder, die in 'Naturerfahrungsräumen' (natürliche, weitgehend ungestaltete Flächen wie Hügel, Bachufer etc.) und auch Kinder, die auf konventionellen Spielplätzen spielten, beobachtet und befragt (standardisierte Interviews). Der Fokus liegt dabei auf dem Spielverhalten der Kinder, bzw. der Frage, welche Unterschiede sich im Spielverhalten auf unterschiedlich ausgestatteten Flächen ausmachen lassen. Daran angeschlossen erfolgte eine postalische Befragung von Eltern von Kindern in der entsprechenden Altersklasse, die einerseits die oben genannten Fragestellungen weiter vertiefte und andererseits zusätzliche Informationen über den außerhäuslichen Aktionsradius der Kinder, ihr Zeitmanagement etc. lieferte. Mit der Untersuchung sollen unter anderem bessere Grundlagen für die Planung von Spielangeboten für Kinder im Freien erarbeitet werden.
Ziel des Projekts W3 ist die Abschätzung der Auswirkungen einer Klimaerwärmung auf die Dynamik trockener Bergmischwälder am Bayerischen Alpenrand. Das Untersuchungsgebiet des Projektes liegt am Südabfall der Ammergauer Berge (montate Stufe) im Werdenfelser Land bei Garmisch-Partenkirchen. Die Prognose der Entwicklung von Wäldern im Bereich der Trockengrenze des Bergmischwaldes unter dem Einfluß einer Klimaerwärmung (zeitliches Nacheinander) soll auf der Basis der Analyse von aktuellen Beständen diesseits und jenseits der Trockengrenze (räumliches Nebeneinander) erfolgen. Als zentrale Träger einer möglichen Entwicklung werden die Ausprägung der Bodenvegetation, die Verjüngungsfähigkeit verschiedener Gehölze und die Vitalität der Bäume (Jahrringzuwachs) im Wasserhaushaltsgradienten analysiert. Dazu wurden auf ausgewählten Versuchsflächen die standörtlich-floristische Situation, die Waldstruktur, die Gehölzverjüngung und der Jahrringbau von Fichte, Tanne, Buche und Kiefer im Übergangsbereich vom Schneeheide-Kiefernwald zum trockenen Flügel des Bergmischwaldes erfaßt und charakterisiert. Um den Jahresgang der Wasserverfügbarkeit in den verschiedenen Versuchsflächen vergleichen zu können, wurde an drei Standorten im Wasserhaushaltsgradienten Tensiometer installiert (Equi-Tensiometer), die die Erfassung von Matrixpotentialen von bis zu 10.000 hPa erlauben. Darüber hinaus wurde die Variabilität von Standort und Vegetation trockenheitsgeprägter Bergwälder im Untersuchungsgebiet anhand eines größeren Sets von Vegetationsaufnahmen untersucht. Im Zentrum der Untersuchungen steht die Analyse der Zusammenhänge zwischen Witterungsstreß (ökophysiologische Analyse von Klimadaten der letzten 60 Jahre) und dem Zuwachsverhalten der Bäume (dendroökologische Analyse von Jahrringbreitendaten) in standörtlich charakterisierten Teilen des Übergangsökotons von ausgeglichenem zu angespanntem Wasserhaushalt. Erkenntnisse über die Reaktion der untersuchten Baumarten auf außergewöhnliche Witterungsbedingungen in der Vergangenheit (vor allem bzgl. Frequenz und Dauer von Extremereignissen wie z.B. Trockenperioden) und ihre Verknüpfung mit regionalen Klimaszenarien (Arbeitsgruppe Klimamodellierung) sollen Aussagen über mögliche Auswirkungen einer Klimaveränderung erlauben. Die Ergebnisse der vegetations- und standortkundlichen Untersuchungen dienen dazu, diese Aussagen ins Gelände zu übertragen und potentiell gefährdete Bergmischwaldbestände zu identifizieren. Der Versuchsansatz soll die Prognostizierung der Verschiebung der Trockengrenze für einzelne Baumarten und Bestände im Bergmischwald ermöglichen und forstlichen Handlungsbedarf aufzeigen. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit den übrigen Projekten der Arbeitsgruppe Wald des Bayerischen Klimaforschungsprogramms (BayFORKLIM) und anderen BayFORKLIM-Arbeitsgruppen durchgeführt.
'- Sicherung des 'Kulturgutes' Klosteranlage St. Marienthal mit umgebender Kulturlandschaft unter Beruecksichtigung der besonderen Lage an der deutsch-polnischen Grenze - Analyse der Umweltbedingungen hinsichtlich Belastungen und Umweltschaeden (Luft, Wasser, Boden, Altlasten) - Schutzgebietsausweisung unter Denkmal- und Naturschutzgesichtspunkten - Auswertung der derzeitigen Nutzungsanforderungen des Klosters und der geplanten Entwicklung als internationales Begegnungszentrum und der daraus resultierenden Vorsorgemassnahmen zum Schutz der Umwelt - Entwicklung eines Leitbildes fuer die kuenftige Entwicklung mit Prioritaetensetzung und Massnahmevorschlaegen fuer eine stufenweise Realisierung Durch Bestandsaufnahme, Analysen und Bewertung der einzelnen Aspekte sind Konflikte darzustellen und umsetzungsorientierte Loesungsansaetze abzuleiten sowie Planungs- und Entwicklungsmassnahmen nach Prioritaeten geordnet anzugeben. Grundlage hierfuer soll ein Leitbild sein, das die kuenftige Nutzung (Internationales Begegnungszentrum) mit den Anforderungen an Erhaltung und Weiterentwicklung der Klosteranlage und des Umfeldes staedtebaulich geordnet und in landschafs- und umweltvertraeglicher Form dargestellt.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 8 |
| Europa | 1 |
| Land | 1 |
| Wissenschaft | 4 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 8 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 8 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 8 |
| Englisch | 2 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 6 |
| Webseite | 2 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 6 |
| Lebewesen und Lebensräume | 7 |
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