Das Projekt A01 zielt darauf ab, das Potenzial der baumbasierten Landwirtschaft zur Förderung einer nachhaltigen Rurbanität in einer Region in Marokko zu untersuchen, die als sozial-ökologisches Modellsystem dient. Durch die Kombination biophysikalischer und soziokultureller Daten auf verschiedenen Ebenen soll das Projekt ein neues Verständnis der Auswirkungen baumbasierter landwirtschaftlicher Entwicklung auf das Angebot, die Verteilung und den Zugang zu Ökosystemdienstleistungen und ihren Beitrag zur Entstehung von Rurbanität vermitteln. Darüber hinaus soll mit Hilfe von Fernerkundungs- und Felddaten untersucht werden, wie die baumbasierte Landwirtschaft rurbane Landschaften verändert hat. Durch die Analyse des sozial-ökologischen Kontextes und der räumlich-zeitlichen Dynamik soll ein umfassenderes Konzept für multifunktionale Agrarlandschaften in rurbanen Gebieten entwickelt werden. Das Projekt beginnt mit der Identifizierung und Kartierung der sozial-ökologischen Systeme der sich rasch verändernden baumbasierten Landwirtschaft in rurbanen Kontexten. Anschließend wird das Projekt die Veränderungen der rurbanen Landnutzung und der Bodenbedeckung von 2005 bis heute nachverfolgen und die Zusammenhänge zwischen dieser räumlich-zeitlichen Dynamik und den sozial-ökologischen Faktoren untersuchen. Schließlich wird das Projekt eine Reihe von Ökosystemleistungen quantifizieren, die von verschiedenen Arrangements baumbasierter Landwirtschaft für lokale Akteurinnen und Akteure erbracht werden, wobei sowohl einfach strukturierte als auch vielfältige Agroforstsysteme berücksichtigt werden und Faktoren wie Geschlecht, wirtschaftlicher Status und andere übergreifende Aspekte des Managements von Ökosystemleistungen einbezogen werden.
a) Im Rahmen dieses Vorhabens sollen zwei Trends, die im Rahmen des Horizon Scanning 2.0 Projektes (FKZ 3715 11 1080; Laufzeit 2015 bis 2018) identifiziert worden sind, systematisch hinsichtlich ihrer positiven und negativen Auswirkungen auf die Umwelt analysiert werden. Im Fokus stehen ausdrücklich auch soziokulturelle Wirkungen, die indirekt auf die Umwelt zurück wirken. In diesem Projekt sollen nun in enger Abstimmung mit BMUB zwei besonders relevante Trends aus dem Horizon Scanning Prozess ausgewählt und weiter vertieft werden (ähnlich der Methodik des Vorhabens 'Analyse der Wirkungen von umweltrelevanten Trends auf die Umweltpolitik mit Hilfe der Methode der Trendanalyse' FKZ: 3714 17 1020) und daraus Empfehlungen für die Politikberatung des BMUB abgeleitet werden. Mögliche Trendthemen: Bisherige Horizon Scanning Aktivitäten haben gezeigt, dass z. B. die zunehmende Verbreitung von Drohnen mit verschiedenen Umweltwirkungen einhergeht z. B. steigenden Produktion von Fluggeräten, Zunahme des Flugverkehrs, aber auch Chancen für die Umwelt, z. B. durch neue Möglichkeiten in der Datenerhebung und evtl. geringere Emissionen. Dies wäre ein mögliches Trendthema. b) Die Ergebnisse der Trendanalysen werden in öffentlichkeitswirksamen Trendberichten publiziert, damit auch eine breitere Fachöffentlichkeit über die Chancen und Risiken, die mit bestimmten Trends einhergehen, informiert werden. Für die interne Verwendung werden zu jedem Trendbericht darüber hinaus noch Papiere mit Forschungs- und Politikempfehlungen erstellt. Trendanalysen sind dann erfolgreich, wenn sie erstens einen Überblick über sämtliche Umweltwirkungen geben und zweitens Kolleginnen und Kollegen in BMUB und UBA sowie Externe so informieren, dass sie mit den Erkenntnissen in strukturierter Weise weiterarbeiten können. Daher soll im Rahmen dieses Vorhabens auch auf den Transfer der Ergebnisse ein großer Wert gelegt werden, etwa durch die Veranstaltung zweier öffentlichkeitswirksamer Themenkonferenzen.
In diesem transdisziplinären Projekt mit hohem empirischen Anteil sollen die soziokulturellen, gesellschaftlichen Auswirkungen in sog. smarten Kommunen unter Vorsorgeaspekten einer guten Umwelt-, Sozial- und Gesellschaftspolitik durchleuchtet werden. Derzeit bleibt diese das gesellschaftliche Zusammenleben verändernde Kehrseite von netzbasierten, cyberphysikalischen Infrastrukturen häufig hinter Effizienzbetrachtungen und Sicherheitsfragen unterbeleuchtet, auch in integrierten Stadt- und Regionalentwicklungskonzepten sind diese gesteigerten Digitalisierungs- und KI-Level unberücksichtigt. Eine sozial robuste Gestaltung digitaler kommunaler und regionaler Infrastrukturen wird ansatzweise mit der smarticipate-Plattform erkundet. Darauf aufsetzend soll das Projekt unter der Überschrift 'Gutes Leben für alle in der digitalen Kommune/Region' künftige Forschungsfragen aus den Bereichen Beteiligung, Mitgestaltung und Gouvernmentalität sondieren und zuspitzen, denn die KI-basierte, innovationsorientierte Wettbewerbsstadt führt eine Steuerung zweiter Ordnung von sozialen Prozessen im Gepäck mit: Digitale, urbane Transformation trifft auf partizipative urbane Gouvernance, KI-basiertes Quartiersmanagement auf gemeinwohlorientierte Rückeroberung des öffentlichen Raums. Es gilt vorauszudenken und gesellschaftsverheerende Irreversibilitäten rechtzeitig zu erkennen, die der digitale Tunnelblick innovationsverliebt ausblendet. Wie gehen Smartness und gesellschaftliche Teilhabe, Technologiepotenziale mit guter Lebens- und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zusammen? Dies kann z. B. in Fokusgruppen (experimentierfreudige Kommunen sowie Kommunen mit ausgefeilten analogen Beteiligungsstrukturen) diskutiert werden. Die Betrachtung sollte interkommunal/regional sein wie es auch die KI-basierten Infrastrukturen sind.
Ein klimaneutraler Gebäudebetrieb ist dank heutiger technischer Möglichkeiten planbar, die praktische Umsetzung ist jedoch aufgrund nutzerspezifischer Einflüsse schwierig. Städte und Stadtviertel sind durch ihre Struktur und Größe zu komplex um strukturelle und energetische Herausforderungen ausreichend zu erfassen. Der Gebäudebestand einer Hochschule dagegen, ist durch die überschaubare Größe, Vernetzung und Erfassung als Quartier leichter verständlich. Seine Heterogenität hinsichtlich Gebäuden, Technologien und Nutzungen erlaubt es zudem, die Ergebnisse auf andere Quartiere zu übertragen. Arbeitsschwerpunkte: - Einbezug des Nutzers in die Transformation zu einem klimaneutralen Campus - Aktivierung des Nutzers und Animation zu energieeffizientem Handeln durch gezielte Information - Daten zur Nutzerabbildung - Wirtschaftliche und soziokulturelle Auswirkungen von Energieeffizienzmaßnahmen auf den Nutzer und dessen Produktivität - Nutzerzufriedenheit - Einfluss des Nutzers auf das Energieversorgungsystem - Optimierung des Planungsprozesses.
Ziel des Projekts ist die Einbindung sozio-kultureller und institutioneller Aspekte in das Gesamtvorhabens SeaUseTip. Wann entstehen Kippunkte in der deutschen Nordseefischerei aus sozio-kultureller Perspektive, wie stehen sie im Zusammenhang mit ökologischen, ökonomischen und politischen Subsystemen und welche Schlussfolgerungen ergeben sich für Planung und Management.
Das Papier geht der Frage nach, welche Auswirkungen der internationale Tourismus in den besuchten Ländern hat. Weder in den Konzepten der UNWTO noch in anderen bisherigen nationalen Indikatorensystemen für nachhaltigen Tourismus wird eine solche verursacherseitige Betrachtung vorgenommen. Es wird somit nicht erfasst, welche ökologischen, sozioökonomischen und soziokulturellen Wirkungen von Inländern im Ausland erzeugt werden. Im Ergebnis wird festgestellt, dass es bislang keine standardisierte Methodik zur Erfassung von datengestützten Nachhaltigkeitswirkungen des Tourismus gibt. Es wird daher empfohlen, die Betrachtung des Ausreiseverkehrs in zukünftigen Studien und Analysen mit zu berücksichtigen. Weiterer Forschungsbedarf zu Methoden der Datengenerierung ist hierbei dringend gegeben. Veröffentlicht in Texte | 232/2020.
Bisherige Nachhaltigkeitsbewertungen im Tourismus nehmen vor allem den Incoming-Tourismus in den Blick, sei es aus destinationsspezifischer Sicht oder einer produktionsbasierten Perspektive. Die in der Nachhaltigkeitsdebatte weit verbreitete Anschauungsweise des "Verursacherprinzips" wird hierbei nicht berücksichtigt. Weder in den Konzepten der UNWTO noch in anderen bisherigen nationalen Indikatorensystemen für nachhaltigen Tourismus wird eine solche verursacherseitige Betrachtung vorgenommen. Es wird somit nicht erfasst, welche ökologischen, sozioökonomischen und soziokulturellen Wirkungen durch den tourismusbedingten Konsum von Inländern im Ausland erzeugt werden. Keine der in diesem Papier betrachteten Studien ermöglichen eine Gesamtbeurteilung von Nachhaltigkeitswirkungen des deutschen Ausreiseverkehrs. Entweder erfolgt ein Fokus auf bestimmte Ländergruppen oder es werden einzelne Nachhaltigkeitsaspekte, insbesondere ökologische Faktoren, analysiert. Es wird offensichtlich, dass vor allem der soziale Bereich der Nachhaltigkeit nur ungenügend, wenn überhaupt in bisherige Analysen aufgenommen wird. Darüber hinaus zeigt sich, dass verschiedene methodische Ansätze angewendet werden, die einen Vergleich von Daten unterschiedlicher Studien nicht ermöglichen bzw. auch die Zusammenführung verschiedener Nachhaltigkeitsaspekte aus den jeweiligen Studien nicht zulassen. Es gibt bislang keine standardisierte Methodik zur Erfassung von datengestützten Nachhaltigkeitswirkungen des Tourismus. Es wird daher empfohlen, die Betrachtung des Ausreiseverkehrs in zukünftigen Studien und Analysen mit zu berücksichtigen. Weiterer Forschungsbedarf zu Methoden der Datengenerierung ist hierbei dringend gegeben. Quelle: Forschungsbericht
Das Projekt schafft ein open-source und dadurch jedem zugängliches Energiesystemtool, das Investitionsentscheidungen in energiesystemrelevante Erzeuger-Technologien abbildet. Kern dieses Modells ist - im Gegensatz zu klassischen Systemmodellen - die Integration umwelt-psychologischer, soziologischer, technischer und ökonomischer Faktoren in die Abbildung von Investitionsentscheidungen in Energietechnologien. Des Weiteren basiert es - im Gegensatz zu klassischen Energiesystem-Optimierungsmodellen - auf einem simulationstheoretischen Akteursansatz. Aufgrund sowohl der Integration sozio-kultureller Aspekte als auch aufgrund der Veröffentlichung soll folgendes erreicht werden: Das Verständnis über Folgen von Entscheidungen zur Investition in Energiesystemtechnologien bei politischen Akteuren wird unterstützt und die Wirkung von Instrumenten auf die Entwicklung des Energiesystems kann besser eingeschätzt werden. Um das Projektziel zu erreichen, wird ein bestehendes technisch-ökonomisches Energiesystemmodell für Investitionsentscheidungen weiterentwickelt. Diese Weiterentwicklung basiert auf einer im Projekt entwickelten Methodik zur Erfassung und Integration sozialwissenschaftlicher Faktoren für die Modellierung von Investitionsentscheidungen in ausgewählte dezentrale Erzeuger-technologien. Im Anschluss erfolgt eine open-source Lizenzierung, das Bereitstellen des Modells und der Modellanwendung.
Nachhaltigkeit gilt als ein ethisch begründetes und sich im ständigen Abwägungsprozess befindendes Leitprinzip für eine zukunftsorientierte gesellschaftliche Entwicklung. Der Tourismus wird dabei als Bündnispartner einer nachhaltigen Entwicklung und Mitverursacher von unerwünschten ökologischen und soziokulturellen Auswirkungen gleichermaßen eingeordnet. Nach unterschiedlichen alternativen Nischenansätzen hat sich ein integratives Verständnis von Nachhaltigkeit, bezogen auf Tourismus, als gesamte Branche herausgebildet, wobei sich eine tourismusspezifische Nachhaltigkeitsdefinition aufgrund der vielseitigen Wechselwirkungen mit unterschiedlichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Prozessen nicht durchsetzen konnte. Daher wird für die Bezeichnung "Nachhaltigkeit im Tourismus" plädiert, die Tourismus als Bestandteil einer weiter gefassten nachhaltigen Entwicklung beschreibt und für die eine systemische Betrachtungsweise herangezogen werden kann, in der ein Wechselspiel von verschiedenen sich gegenseitig beeinflussenden Wirtschaftsbereichen und Akteursebenen stattfindet und in der die Prinzipien der Nachhaltigkeit durchgehend eingeordnet werden können. Quelle: Forschungsbericht
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