Die Datenbank ICS (Informationssystem Chemikaliensicherheit) ist die zentrale Vollzugsdatenbank des Umweltbundesamtes. In ihr sind umfangreiche Faktendaten enthalten, die die Grundlage für die Stoffbewertung in den Vollzügen REACH, PflSchG, BiozidG, und AMG bilden. Durch die steigenden Anforderungen an die Datenbankinhalte als auch an die Datenbankinfrastruktur wurde es notwendig, ICS neu zu konzeptionieren. Im ersten Schritt wurde das hier vorliegende Fachkonzept erstellt, dass den Rahmen für die später zu erarbeitenden Feinkonzepte und die Implementierung festlegt. Das Fachkonzept ist in mehrere Teilkonzepte mit unterschiedlichen Inhalten aufgegliedert. Es beinhaltet die Geschäftsanwendungsfälle, und daraus abgeleitet, die Systemanwendungsfälle, die die Arbeit mit ICSneu aus Nutzersicht beschreiben. Aus diesen Anwendungsfällen wurden die Rollen und Rechte abgeleitet, die vollzugsübergreifend ausgeprägt sind. Entsprechend der vollzugsübergreifenden Arbeits- und Sichtweise auf das System wurde ein neues fachliches Datenmodell erstellt, das ein vollzugsunabhängiges und erweitertes Stoff-Identitätskonzept und die Modellierung der Faktendaten beinhaltet. Ein wesentlicher Punkt ist dabei die Flexibilität bei der Erweiterung der Faktendaten mit entsprechenden Strukturierungsmöglichkeiten. Die Funktionalitäten des neuen Systems werden in einem Navigations-, Recherche- und Import-/Export-Konzept beschrieben. Für die interne Kommunikation werden die Anforderungen an die Schnittstellen der zu integrierenden Funktionen/Systeme aus/für eine Vorgangsbearbeitung (VBS) und ein Dokumentenmanagement (DMS) ausgeführt. Die Systemarchitektur beschreibt die Umsetzung des Fachkonzeptes in einer zukunftsorientierten und diensteorientierten Architektur mit Browser basierendem Thin-Client. Die einzelnen Dienste werden ausführlich dargestellt. Im Migrationskonzept werden die Anforderungen und das Vorgehen beim Systemwechsel von ICS auf ICSneu beschrieben. Die IT-Sicherheit wird in einem verfahrensbezogenen IT-Sicherheitskonzept behandelt, die Aspekte des Betriebs sind in einem verfahrensbezogenen Betriebskonzept dargestellt.
Lake Shkodra is located in the border area of Montenegro and Albania. It is not only an important habitat for numerous plant and animal species but also the biggest freshwater reservoir in the region and therefore an important natural resource. Water of the lake and water of springs, which are hydrologically linked with the lake, is utilized for drinking water supply and irrigation in agriculture. The lake also plays an important role as fishing area and, to an increasing degree, for bathing, water sports and tourism. Thus, the ecological status of the lake is of great importance for the population. Already since 2002, the project 'EULIMNOS (funded by the German Rectors' Conference HRK in the framework of the Stability Pact for South Eastern Europe) acquires ecological and ecotoxicological data concerning the lake. As an additional contribution to the projected comprehensive insight of the lake's status, within this See-ERA.NET project the contamination of lake sediments by teratogenic, endocrine-active and dioxin-like pollutants has now been determined by means of bioanalytical tools and chemical analysis. Existing pollution hotspots and potential pollution sources were identified. The figure below shows an overview of the conducted work.
The developmental toxicity studies required by the regulatory authorities for registration of new pharmaceuticals and agrochemicals require a large number of animals and considerable effort from skilled technical personnel. The cost of testing a single chemical substance are approximately 250kECU, a factor which severely limits the number of novel agents and process derived by-products which can be evaluated. As a consequence the large number of novel compounds produced in research laboratories and those intermediates of step-wise procedures in the chemical industry, will never be tested by these in vivo procedures. In vitro methods provide an alterative strategy for assessment of developmental toxicity however the most promising methods are time consuming, involve animal use and require skilled personnel. Development of a simple, reliable and rapid screening system is required to facilitate the pharmaceutical and agro-chemical industries in evaluating embryotoxic potential in the large number of existing substances and the new materials which are added to the list each year. EU Directive 86/609 dictates that animals must not be used for testing if a validated, non-animal test is available and the EU BIOTECH Programme has as a goal the development of such assays for the in-vitro detection of teratogens. Previously, members of this consortium have been contracted under the BIOTECH programme to identify in-vitro endpoints for the development of such tests (BIO2CT930471). As the most significant initial steps in the emergence of developmental toxicity is inhibition of cell division coupled with a premature differentiation, coincident evaluation of these endpoints was found to reliably discriminate known teratogens from non-teratogens in structurally related agents using single cells in-vitro. To determine change in differentiation state change in cell morphology was determined using an automated, computer assisted image analysis system which was developed specifically to allow unbiased estimations in large numbers of single cells. The aim of the present proposal is to modify this system in a manner which allows high volume, coincident analysis of proliferation rate and differentiation state; to develop a prototypic system with standard operating procedures; and to demonstrate the validity of the system for routine use in the public and industrial sectors. The proposal fits well with area 7.1.1 of the BIOTECH Work Programme and is within the remit of a Demonstration Project. Prime Contractor: National University of Ireland Dublin, Department of Pharmacology; Dublin; Eire/Ireland.
Nach Paragraph 4, Abs. 6 des am 1. Januar 1982 in Kraft tretenden Chemikaliengesetzes wird die Bundesregierung dazu ermaechtigt, vorzuschreiben, dass die Altstoffe, die vor dem Stichtag 18.9.1981 in einem Mitgliedsstaat der EG in den Verkehr gebracht wurden, anzumelden sind, wenn Anhaltspunkte dafuer bestehen, dass sie im Sinne bestimmter Kriterien gefaehrlich sind. Zu diesen Kriterien gehoert auch die fruchtschaedigende (teratogene) Eigenschaft. In der wissenschaftlichen Literatur gibt es bisher keine systematische Auflistung von Arbeitsstoffen, die erwiesenermassen teratogen sind oder bei denen der Verdacht auf fruchtschaedigende Wirkung besteht. Dieses Projekt soll nunmehr die fehlende Uebersicht von gewerblich relevanten Stoffen mit moeglicherweise teratogenen Eigenschaften liefern. Dabei sollen primaer vorhandene Verzeichnisse teratogener Substanzlisten mit Stofflisten aus der Arbeitsstoffverordnung, der MAK-Wert-Liste und anderen Arbeitsschutzregelwerken verglichen, verdaechtige Arbeitsstoffe herausgesucht und ggf. kategorisiert werden. Die erstellte Liste soll den zustaendigen Behoerden als Entscheidungshilfe fuer die Forderung von Nachmeldungen alter Stoffe nach Paragraph 4 Abs. 6 ChemG. dienen.
Die Parasitierung der Raupen des Eichenschaedlings Lymantria dispar (Schwammspinner) durch die endoparasitische Schlupfwespe Glyptapanteles liparidis bewirkt eine Entwicklungshemmung im letzten Wirtsraupenstadium und verhindert die Verpuppung. Aus unseren frueheren Arbeiten wissen wir, dass diese Entwicklungsstoerung mit einem erhoehten Gehalt an Juvenilhormonen (JH) der Raupe in Zusammenhang steht. Der Anstieg des JH-Spiegels in der Haemolymphe parasitierter Larven wird zumindest teilweise durch eine reduzierte Aktivitaet der Juvenilhormonesterase (JHE), dem spezifisch JH-abhauenden Enzym, verursacht. Aufgrund der zentralen Rolle, die das Enzym JHE in der Regulation des JH-Haushaltes einnimmt, soll die Auswirkungen der Parasitierung auf die Expression und Aktivitaet dieses Enzyms untersucht werden. Waehrend der Eiablage werden verschiedene Komponenten wie Venom, Calyxfluessigkeit mit Polydnaviren und Parasiteneier, aus deren Huellepithel spaeter Teratocyten hervorgehen, in den Wirtskoerper abgegeben. Ein Ziel des Projektes ist es zu klaeren, welcher dieser Faktoren fuer die Verringerung der Aktivitaet von JHE verantwortlich ist. Darueberhinaus soll festgestellt werden, auf welcher Ebene, der transkriptionalen oder der translationalen/posttranslationalen Ebene, eine Hemmung der Proteinexpression und damit eine Reduktion der Enzymaktiviaet stattfindet. Schliesslich soll die Moeglichkeit der Reduktion der Enzymkonzentration in parasitierten Raupen durch Aufnahme von JHE in Perikardialzellen des Wirtes oder in die von den Parasiteneiern abstammenden Teratozyten untersucht werden.