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Gutachten ueber die veraenderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen fuer die Arbeit von Umweltverbaenden am Beispiel des Zivildienstes und des buergerlichen Engangements

A. Problemstellung: Die gesellschaftlichen und strukturellen Rahmenbedingungen fuer Umwelt- und Naturschutzverbaende befinden sich im Umbruch. Um die Leistungsfaehigkeit dieser Verbaende unter den veraenderten Rahmenbedingungen aufrechtzuerhalten, ist es notwendig zu analysieren, an welchen Stellen eine Neuorientierung in ihrer Arbeit notwendig sein wird und entsprechende Empfehlungen zu erarbeiten. Dazu bieten sich zwei Bereiche in besonderer Weise als Beispielfelder an, da dort aktueller umweltpolitischer Handlungebedarf besteht: B. Handlungsbedarf und Zielstellung: Teil 1. Mit der geplanten Wehrreform wird auch eine Kuerzung des Zivildienstes einhergehen, wodurch es zu massiven Einbruechen bei der in diesem Rahmen geleisteten gesellschaftlichen Arbeit im Umwelt- und Naturschutz kommen kann, wenn keine adaequaten Alternativen gefunden werden. Die im Rahmen der Gesetzesnovellierung zu den Freiwilligendiensten gefuehrten Gespraeche mit den Umwelt- und Naturschutzverbaenden haben gezeigt, dass es im Umwelt- und Naturschutz zahlreiche Taetigkeitsfelder im Rahmen des Zivildienstes gibt, die sich nicht mit der Idee der Freiwilligkeit vereinbaren lassen. Hier muss also nach anderen Moeglichkeiten als den Freiwilligendiensten gesucht werden, zum Beispiel im Bereich des ersten Arbeitsmarktes. Im Wohlfahrtsbereich sind bereits Erfahrungen ueber Alternativmodelle und Studienergebnisse ueber Alternativkonzeptionen verfuegbar. Sie sollen im Rahmen des Gutachtens recherchiert, auf umweltrelevante Aspekte hin ausgewertet und auf ihre Uebertragbarkeit in den Bereich des Umwelt- und Naturschutzes geprueft werden, sowohl hinsichtlich der Finanzierbarkeit als auch hinsichtlich des Bedarfs in den Einsatzstellen. Dabei bieten die vom Institut fuer Oekologie und Naturschutz im Rahmen der Studie 'Zivildienst im Naturschutz' erarbeiteten Daten eine Grundlage. Teil II. Unterschiedliche Studien zur Bereitschaft zum buergerschaftlichen Engagement belegen, dass es zwar ein nach wie vor hohes Interesse an ehrenamtlicher Taetigkeit gibt, allerdings mit dem Prozess der Individualisierung sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen das Interesse an einer regelmaessigen, z.B. in Verbaenden und Vereinen organisierten ehrenamtlichen Taetigkeiten zugunsten kurzfristiger, selbstorganisierter Prozesse abgenommen hat. Ebenfalls zeigen diese Studien, dass das freiwillige Engagement vorwiegend in den Bereichen Sport und Bewegung, Freizeit und Geselligkeit, im schulischen, kulturellen und kirchlichen Bereich sowie im Bereich der Rettungsdienste und der freiwilligen Feuerwehr angesiedelt ist. Soziales und politisches Engagement im engeren Sinne, wozu auch das umweltpolitische Engagement zaehlt, ist eher gering ausgepraegt. Eine eigene Studie zum buergerschaftlichen Engagement im Umweltschutz liegt bisher nicht vor. Die Basis fuer eine funktionierende und starke Infrastruktur von Umwelt- und Naturschutzverbaenden ist aber das buergerschaftliche Engagement. Die zunehmende Individuali

Entwicklung eines standardisierbaren Monitoringverfahrens auf der Basis von technischen und biologischen Pollenakkumulatoren und Genscreening fuer eine erste Stufe eines GVP Monitoring im Hinblick auf eine flaechendeckende, raum-zeitliche Dokumentation

Das Monitoring von Umweltwirkungen gentechnisch veraenderter Pflanzen (GVP) gewinnt vor dem Hintergrund einer wachsenden Anzahl an EU-weiten Marktzulassungen zunehmend an Bedeutung. UBA erarbeitet derzeit in Zusammenarbeit mit den Bundeslaendern ein Konzept zum Monitoring von Umweltwirkungen von gentechnisch veraenderten Pflanzen (GVP). Eine konkrete Umsetzung ist derzeit nur in Form von Modellprojekten sinnvoll. Die Gestaltung der Modellprojekte erfolgte gemeinsam mit interessierten Laendern bei anteiliger Finanzierung von Bund und Laendern. Es sollen Methoden fuer langfristige Untersuchungen von potentiellen Auswirkungen der GVP auf die Oekosysteme entwickelt und evaluiert werden. Im Rahmen des Projektes des Landes Bremen sind folgende Arbeiten geplant: Auf der Basis von technischen und biologischen Pollenakkumulatoren soll ein standardisierbares Monitoringverfahren entwickelt werden. Als Pollensammler dienen der Sigma-2 Passivsammler (technisches Verfahren) und die Honigbiene (biologisches Verfahren, Matrix Honig oder Bienenbrot). Weiterhin soll ein molekularbiologisches Screeningverfahren als Grobnachweis von gentechnisch veraenderten Genkonstrukten entwickelt werden, das anzeigen soll, ob es einen Eintrag an Transgenen auf der jeweiligen Untersuchungsflaeche gibt und wie hoch dieser ggf. ist. Falls ein Eintrag nachgewiesen wird, ist dann in einem weiteren Schritt eine genaue Analyse der transgenen Sequenzen erforderlich. Dieses kombinierte Monitoringverfahren soll in einem weiteren Schritt auf Repraesentanz, Erfassungsmengen, Nachweisgrenzen und Aussagesicherheit ueberprueft werden.

Umwelt-Survey für Kinder - Analytik und Auswertung: Bestimmung von Bioziden im Hausstaub - Teilvorhaben 06

A) Problemstellung: Im Hausstaub enthaltene Schadstoffe können durch Inhalation oder Ingestion einen Beitrag zur korporalen Belastung liefern. Dies trifft aus mehreren Gründen vor allem auf Kinder zu. Sowohl die inhalativ als auch die oral aufgenommene Staubmenge ist bei Kindern höher (etwa durch höhere Atemfrequenz und wiederholtes Ablecken verschmutzter Hände und Gegenstände). Außerdem reagieren Kinder empfindlicher auf einen Schadstoff und zudem ist die Aufenthaltszeit von Kindern im Innenraum hoch. Im Kinder-Umwelt-Survey soll daher die Relevanz von Hausstaub als Belastungsparameter bei Kindern ermittelt werden. Im Hausstaub sollen diverse Elemente, PAK, Biozide einschließlich der Pyrethroide sowie Flammschutzmittel und Weichmacher bestimmt werden. B) Handlungsbedarf (BMU; ggf. auch BfS, BfN oder UBA): Gemäß des APUG ist es zur frühzeitigen Erkennung umweltbedingter Gesundheitsrisiken und zu deren fundierten wissenschaftlichen Bewertung notwendig, die Forschung auf dem Gebiet Kinder, Umwelt und Gesundheit auf hohem Niveau zu erhalten und zu fördern. C) Ziel des Vorhabens: Die im Rahmen des Kinder-Umwelt-Surveys gewonnenen Hausstaubproben (Staubsaugerbeutel) sollen werden. Außerdem sollen die Konzentrationen von DDT, HCB, Lindau, PCP, PCB, Propoxur, Methoxychlor, Chlorpyrifos und polychlorierten Sulfonamid-Diphenylethern im Hausstaub aus 600 Wohnungen, unter hohen Anforderungen an die Qualitätssicherung, analysiert werden.Im Rahmen des Umwelt-Survey für Kinder sollen eine Vielzahl von Schadstoffen in Blut und Urin von Kindern, in Hausstaubproben und im häuslichen Trinkwasser analysiert werden. Das von der EUKOS GmbH bearbeitete 'Los J' umfasst: - das Sieben von ca. 1800 Staubsaugerbeutelinhalten zur Fraktion kleiner als 63 mym. - 10 Prozent der Proben werden vorher zusätzlich zur 2 mm Fraktion gesiebt. - Von den gewonnen Staub-Siebfraktionen der Proben werden ca. 600 Proben vom UBA für die Analytik ausgewählt und dann durch die EUKOS GmbH in Hinblick auf folgende Biozide analysiert: - Pentachlorphenol (PCP), - Lindan, - DDT, - HCB, - PCB (Kongenere 28, 52, 101, 118, 153, 138, 180), - Chlorpyrifos, - Methoxychlor, - Propoxur, - Polychlorierte Sulfonamid-Diphenylether ('Eulan').

Kyoto-Protokoll: Die Behandlung der Landnutzung, der Landnutzungsänderungen und der Forsten (LULUCF) in der 2. und folgenden Verpflichtungsperioden

A) Problemstellung: Die Regelungen für LULUCF, die in den Bestimmungen von Marrakesch niedergelegt sind, gelten streng nur für die 1. Verpflichtungsperiode. Alle vereinbarten Obergrenzen, Definitionen, Einschränkungen, Be- und Anrechnungsverfahren sowohl für die Annex I-Staaten als auch für die sauberen Entwicklungsmechanismen (CDM) müssen für die 2. und die folgenden Verpflichtungsperioden überdacht und neu bestimmt werden. Darüber hinaus müssen neue Vorschläge zu den Verpflichtungen der Vertragsparteien erarbeitet werden, die die in Kyoto verabredeten Verpflichtungen verschärfen und kein Unterlaufen der Reduktionsverpflichtung durch Erhöhung der Festlegungen von Kohlenstoff in der Biosphäre erlauben. Die Verhandlungen für die zweite Verpflichtungsperiode beginnen möglicherweise bereits Ende 2004, mit Sicherheit aber 2005 (Artikel 3.9 Kyoto-Protokoll). B) Handlungsbedarf (BMU; ggf. auch BfS, BfN oder UBA): Deutschland ist ein Vertragsstaat der Klimarahmenkonvention und hat im Mai 2002 das Kyoto-Protokoll ratifiziert und nimmt an den jährlichen Vertragsstaatensitzungen und halbjährlichen Sitzungen der Nebenorgane SBSTA und SBI teil. Dabei ist das BMU das federführende Ressort. Das UBA ist für das Gebiet LULUCF seit Ende 2000 in die Verhandlungen und Expertensitzungen einbezogen. Innerhalb der o.g. Gremien werden - zuerst in den Expertensitzungen - Gespräche zu dieser Thematik aufgenommen werden. Ein fundierter, dem Klimaschutz gerecht werdender Standpunkt und daraus abgeleitete Vorschläge sind die Grundlage für ein erfolgreiches Einbringen von Lösungsansätzen. C) Ziel des Vorhabens ist die Erarbeitung einer angemessenen Verpflichtung für den Bereich LULUCF für die 2. und folgende Verpflichtungsperioden sowie erste Vorschläge über den Umfang der einzubeziehenden Aktivitäten. In einem zweiten Schritt müssen die derzeit geltenden Bestimmungen zu Obergrenzen, Definition u.a. (s.o.) überarbeitet werden.

Europaweit harmonisierte Aktualisierung der Landnutzungsdaten fuer Deutschland als Basisdatensatz fuer diverse Fragestellungen im BMU/UBA im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts der EEA und Deutschlands

Innerhalb eines 1998 beendeten UFOPLAN-Vorhabens (FKZ: 29191055/00; 'Klassifizierung von Satellitendaten - CORINE Land Cover') wurden erstmalig nach europaweit abgestimmter Methodik Landnutzungsdaten erhoben. Diese werden fuer umweltrelevante Fragestellungen, wie Wirkungen von Luftschadstoffen, Abschaetzungen von Schadstoffeintraegen in die Umweltmedien Wasser, Boden und Luft durch Bewirtschaftungsmassnahmen (Land- und Forstwirtschaft, Siedlungsentwicklung, Wasserbau, Verkehr etc.) und deren Auswirkungen benoetigt. Die Aufgabe, Landnutzungsdaten kontinuierlich und europaweit zu erheben, ist inzwischen bei der EEA angesiedelt. Um kuenftig die Landschaftsentwicklung und deren Auswirkungen auf die Umwelt auch im Trend darstellen zu koennen, hat die EEA beschlossen, nach gleicher Methodik eine aktualisierte Erhebung ab dem Jahr 2000 durchzufuehren. Ziel des Vorhabens ist es, die Landnutzung nach einheitlicher Methodik, die von der EEA vorgegeben wurde, fuer das Basisjahr 2000 zu aktualisieren. Es wird angestrebt, im nationalen Massstab eine detailliertere Erfassung durchzufuehren, da insbesondere die raeumliche Aufloesung (25 ha) fuer viele Fragestellungen zu grob ist. Darueber hinaus sollen nach Moeglichkeit die im Rahmen des am 17.08.1999 durchgefuehrten ressortinternen Abstimmungsgespraechs zur 'Nutzung der Daten aus dem Vorhaben CORINE-Land Cover' erhobenen und zwischenzeitlich aktualisierten Anforderungen der Fachgebiete des UBA, des BfN und des BfS bei der Erhebung direkt Beruecksichtigung finden. Dies betrifft neben der hoeheren raeumlichen Aufloesung auch eine tiefere Untergliederung der zu beruecksichtigenden Landnutzungsklassen in Teilgebieten Deutschlands. Fuer die Nutzung der Daten innerhalb diverser Aufgaben des UBA ist es erforderlich, diese Erhebung zu aktualisieren. Hinsichtlich der zeitlichen Planung ist das nationale Teilprojekt mit dem Projekt der EEA in Einklang zu bringen. Die Vorhaben aus den Jahren 2000 und 2001 wurden zusammengelegt.

Politikinstrumente zum Klimaschutz durch Effizienzsteigerung von Elektrogeräten und -anlagen in den Privathaushalten, Büros und im Kleinverbrauch

A) Problem: Die Privathaushalte und der Kleinverbrauch haben durch ihren Anteil am Stromverbrauch auch einen wesentlichen Anteil an dem C02-Ausstoß in Deutschland. B) Handlungsbedarf: In dem UFOPLAN-2000-Vorhaben 'Klimaschutz durch Effizienzsteigerung von Geräten und Anlagen - Potentiale', FKZ 29897346, wurden bedeutende Einsparpotentiale bei der Stromnutzung durch Elektrogeräte und -anlagen in den Privathaushalten, dem Kleinverbrauch und in den sonstigen Büros ermittelt. Die Maßnahmen, die geeignete sind, diese Potentiale auszuschöpfen, sollen identifiziert werden. C) Ziel des Vorhabens: Mit Blick auf die Minderung von Treibhausgasemissionen, vor allem C02, durch eine Verringerung des Strombedarfes von Elektrogeräten und -anlagen in dem genannten Bereich sollen verschiedene hierfür geeignete Instrumente untersucht werden. Dafür sind folgende Schritte vorgesehen: 1. Untersuchungen der bisherigen und laufenden Aktivität zur Steigerung der Energieeffizienz in dem genannten Bereich, die in der EU, anderen europäischen Staaten sowie im internationalen Rahmen (Klimakonvention, IEA/OECD, ECE, ISO, WTO usw.) erfolgt. 2. Untersuchung geeigneter Instrumente, insbesondere Selbstverpflichtung/Vereinbarungen mit Herstellern/Händlern/Importeuren, Ordnungsrecht sowie anderer Maßnahmen (Umweltzeichen, Kennzeichnung, Beratung, Information usw.). 3. Schätzung des durch Umsetzung der untersuchten Instrumente ausschöpfbaren Potentials.

Ökologische Finanzreform - Weiterentwicklung der ökologischen Steuerreform, insbesondere unter Klima- und Energieaspekten; Förderung nachhaltigen Wirtschaftens durch Elemente der Ökologischen Finanazreform - Bestandsaufnahme und Perspektiven für konkrete Umsetzungsmaßnahmen

A) Problemstellung: Nachhaltiges Wirtschaften erfordert eine erhebliche Steigerung der Ressourcen- und Energieproduktivität, um wirtschaftliche Entwicklung und die langfristige Tragfähigkeit der Ökosysteme in Einklang zu bringen. Unter Wettbewerbsbedingungen sind die Handlungsspielräume einzelner Unternehmen aber begrenzt. Daher müssen weitere Anreize zum nachhaltigen Wirtschaften durch eine geeignete Gestaltung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen induziert werden. Dies setzt eine verursachergerechte Anlastung aller gesamtwirtschaftlichen Kosten voraus, die sowohl produktions- wie auch nachfrageseitig wirksam wird. B) Handlungsbedarf (BMU/UBA): Im Rahmen der ökologischen Finanzreform sollen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass Unternehmen, wie auch Verbraucherinnen und Verbraucher, in systematischer Weise wirtschaftliche Anreize für nachhaltige Produktions- und Konsumweisen erhalten. Dies betrifft die Gestaltung steuerlicher Regelungen ebenso wie die öffentliche Subventions- und Förderpolitik. C) Im Rahmen des Vorhabens sollen v.a. die in der Koalitionsvereinbarung festgelegten umweltpolitischen Handlungsfelder hinsichtlich der Wirkung ökonomischer Instrumente untersucht werden. Die Ergebnisse sollen Grundlage für Vorschläge für die Weiterentwicklung, Umgestaltung bzw. Einführung ökonomischer Instrumente sein. Dabei sollen neben den direkten umweltpolitischen Wirkungen auch verstärkt indirekte Wirkungen analysiert werden. Erfahrungen aus dem europäischen Ausland, wie z.B. zur Ökologischen Gestaltung der Mehrwertsteuer, sollen berücksichtig werden. Neben den Wirkungen in Umweltbereich sollen auch Auswirkungen auf Wirtschaftswachstum, Beschäftigung, und öffentliche Finanzen untersucht werden. Die ökologischen und ökonomischen Wirkungen der vorgeschlagenen Maßnahmen sollen soweit möglich durch ökonomische Modellrechnungen quantifiziert werden.

Ermittlung der Metallgehalte im Hausstaub in von Kindern und Jugendlichen bewohnten Wohnungen

Im Rahmen des Umweltsurveys fuer Kinder und Jugendliche sollen eine Vielzahl von Schadstoffen in Blut und Urin der Kinder und Jugendlichen untersucht werden. Zudem werden Hausstaubproben und die Innenraumluft analysiert. Es werden Untersuchungsparameter ausgewaehlt und erhoben, von deren bekannt ist oder vermutet wird, dass sie bei hoeherer Belastung zu gesundheitlichen Schaeden fuehren und zu denen fuer die Bundesrepublik bisher keine repraesentativen Daten vorliegen. Ausserdem ist die Verfuegbarkeit einer standardisierten Analytik (gepruefte Analysenmethoden, Moeglichkeit einer externen Qualitaetskontrolle) fuer die Auswahl von Bedeutung. Im Rahmen der Pilotphase des Umweltsurveys fuer Kinder und Jugendliche (FKZ 20162212) wird die Ausschoepfung, die Durchfuehrbarkeit und die Praktikabilitaet der Untersuchungsinstrumente geprueft. Im Hausstaub vorhandene Schadstoffe koennen durch Inhalation oder Ingestion einen Beitrag zur korporalen Belastung des Menschen liefern. Dies trifft vor allem auf Kinder zu. Sowohl die inhalativ als auch oral aufgenommene Staubmenge ist bei Kindern hoeher (etwa durch eine hoehere Atemfrequenz und den wiederholten Hand-zu-Mund Kontakt). Da Kinder ausserdem empfindlicher auf Schadstoffe reagieren, ergibt sich die Notwendigkeit gerade den Hausstaub in von Kindern bewohnten Wohnungen zu untersuchen. In den Hausstaubproben sollen im Rahmen dieses Teilvorhabens die Gehalte an Arsen, Blei, Bor, Cadmium, Calcium, Chrom, Eisen, Mangan, Kalium, Kupfer, Magnesium, Phosphor, Strontium, Platin, Palladium und Zink untersucht werden. Die Analysen sind entsprechend gepruefter Standardmethoden durchzufuehren. Eine interne und externe Qualitaetskontrolle ist zu belegen. Eine Probenanzahl in Abweichung von der Zahl 500 wird mit 1/500 pro Probe verrechnet. Eine Mindestzahl von 400 gilt allerdings als vereinbart.

Untersuchungen zur Verbreitung und Anreicherung von Transgensequenzen in der Umwelt ueber Auskreuzung und Bodeneintrag am Beispiel von HR-Raps: Pilotprojekt zur Entwicklung und Erprobung von Monitoringmethoden an definierten Freilandstandorten

Zur Methodenentwicklung und -erprobung wurden in diesem F+E die Verbreitung und Anreicherung von Transgensequenzen in der Umwelt über Auskreuzung und Bodeneintrag am Beispiel von HR-Raps untersucht. Potenzielle Zielarten bzw. Kreuzungspartner wurden kartiert und die Erfassung der Auskreuzung in verwandte Wildarten erprobt. Weiter wurden Methoden zum Nachweis transgener DNA im Boden und zur Analyse der mikrobiellen Diversität im Boden evaluiert.

Bewertung von Emissionsminderungsszenarien mittels dynamischer Modellierung, Ergaenzung der Dokumentation um die aktuellen, nationalen Beitraege Deutschlands zu UN/ECE Umweltbeobachtungsprogrammen

Ziel des Vorhabens ist die Bewertung von Emissionsminderungsmassnahmen einzelner Luftschadstoffe unter dem Aspekt oekologisch langfristig wirkender Effekte dieser Schadstoffe. Das hier beschriebene Vorhaben ist ein Folgevorhaben zu dem 1999 begonnenen Vorhaben 29984214 'Stickstoffueberschuesse und Versauerungsstatus in Waldboeden mittels dynamischer Modellierung'. Das dynamische Modell SAFE soll fuer Deutschland in auszuwaehlenden sensitiven Oekosystemen eingesetzt werden. Die eutrophierende Wirkung von Stickstoffeintraegen und die wichtigsten Schwermetalle (Cd, Pb, Hg) sollen Gegenstand der Betrachtung sein. Auf der Basis verschiedener Prognoseszenarien, die im Zusammenhang mit den Emissionsminderungsszenarien der UN/ECE- und EU- Verhandlungen stehen, ist der zukuenftige Belastungszustand der zu betrachtenden Oekosysteme unter verschiedenen Eintragsbedingungen auszuweisen. Daraus abgeleitet sind Aussagen zur Regenerierungsfaehigkeit empfindlicher, schutzbeduerftiger Oekosysteme Deutschlands unter dem langzeitigen Einfluss von versauernden und eutrophierenden Luftschadstoffeintraegen sowie Schwermetallen im Vergleich zum unbelasteten frueheren Zustand zu treffen. Abschliessend soll bewertet werden, mit welcher Regelungstiefe ein Gleichgewichtszustand der Oekosysteme im Hinblick auf die zu betrachtenden Schadstoffe gewaehrleistet werden kann.

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