Die Bodenbelastung (beispielsweise durch Saeurezufuhr; Pestizide und Schwermetalle; Altlasten; Flaechenverbrauch) stellt in der Bundesrepublik Deutschland fuer Menschen, Fauna, Flora und Sachgueter ein betraechtliches Gefaehrdungspotential dar. In der Vorphase des Forschungsvorhabens soll zunaechst der Stand des Wissens systematisch abgearbeitet und geklaert werden, fuer welche Schadensfelder die volkswirtschaftlichen Verluste erfasst, quantifiziert und auf der Basis von Schadens-, Ausweich-, Vermeidungs- sowie Planungs- und Ueberwachungskosten bewertet werden koennen. Daraufhin soll ein Ansatz entwickelt werden, mit dessen Hilfe die Kosten der Bodenbelastung flaechendeckend fuer die Bundesrepublik Deutschland geschaetzt werden koennen. Verteilungspolitische Aspekte sind bei der Schadensanalyse zu beruecksichtigen.
Bei bestimmten chemischen Mutagenen ist ein Zusammenhang zwischen chemischer Konstitution und mutagener Wirkung erkennbar. In vielen Bereichen des Gesetzvollzuges nach Chem G besteht haeufig zwingender Entscheidungsbedarf zur Beurteilung des mutagenen/carcinogenen Potentials eines Stoffes auch bei fehlenden konkreten Pruefergebnissen. Solche Faelle erfordern eine Beurteilung auf der Basis von Analogieschluessen zu 'chemisch aehnlichen' Stoffen mit bekannter Wirkung. Zur Validisierung derartiger Analogieschluesse ist eine Verbreiterung der Datenbasis durch weitere experimentelle Untersuchungen dringend notwendig. Im vorliegenden F+E-Vorhaben sollen Zusammenhaenge zwischen chemischer Struktur und mutagener Wirkung vor allem bei der besonders umweltrelevanten Stoffgruppe der Epoxide, die u.a. durch anaeroben biol. Abbau aus zahlreichen Farbstoffen in der Umwelt entstehen, in in vitro-Experimenten an Zellkulturen (Zytogenetik) untersucht werden.
Im Rahmen des Forschungsvorhabens soll die Zuordnung des Technikniveaus der Abwasserreinigung oder Abwasservermeidung fuer gefaehrliches Abwasser im Sinne des Paragraph 7a der 5. Novelle des WHG mittels biologischer Testverfahren untersucht werden. Dabei sollen folgende Toxizitaetstests zur Anwendung kommen: Fischtest, Daphnien-Kurzzeittest, Leuchtbakterientest und Algen-Zellvermehrungshemmtes. Neben der Testentwicklung und -erprobung ist es Ziel des Vorhabens, die dabei ermittelten Untersuchungsergebnisse der dafuer eingerichteten Bund/Laender-Biotest-AG zur Verfuegung zustellen. Da der Forschungsnehmer selbst Mitglied dieser Arbeitsgruppe ist, wird sichergestellt, dass die Forschungstaetigkeit nur zweckbezogen an die Fragestellungen der Bund/Laender-Biotest-AG angebunden ist.
Es werden auf ausgesuchten Sammelstrecken laengs der deutschen Nordseekueste die toten Seevoegel gezaehlt und auf aeussere und innere Veroelungen untersucht. Mit dem Vorhaben soll festgestellt werden, ob die Ueberwachung der Nordsee aus der Luft zu einem Rueckgang bei den aufzufindenden veroelten Seevoegel fuehrt. Auf denselben Strecken werden die als Muellopfer angespuelten Seevoegel und Robben erfasst. Im Bereich der Deutschen Bucht werden Untersuchungen zur Erfassung des Schiffsmuelleintrages durchgefuehrt.
4it BMU-Erlass Z II 3 - 500211(88) vom 1.3.1988 wurde das Umweltbundesamt angewiesen, fuer wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch im Sinne der Erlaeuterungen zu Kap. 1602, Titel 53216 Mittel bereitzuhalten.
In Bodennaehe entstehende Emissionen koennen in Quellennaehe erhebliche Immissionen verursachen, selbst dann, wenn die emittierte Schadstoffmenge vergleichsweise klein ist. Die meisten der sog. diffusen, d.h. nichtgerichteten Emissionen entstehen in Bodennaehe. Beispiele 'bodennaher Quellen' sind Schuettgutlager, Transportmittel fuer Schuettgueter und Treibstoffe oder Gewerbebetriebe, in denen org. Loesungsmittel eingesetzt werden. Die Ermittlung diffuser Staubemissionen ist ein methodisch besonders schwieriges Problem. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich verpflichtet, in einem ECE-Gremium mitzuarbeiten, das sich mit der Problematik bodennaher Quellen befasst. Im Rahmen des Vorhabens sollen der Wissensstand ueber die bodennahen Emissionen und der Anwendungsstand von Emissionsminderungsmassnahmen dargestellt werden.
Die Kompensationsloesung wurde im Rahmen der Novelle zum BImSchG rechtlich verankert und als Nr. 4/2/10 in die TA Luft '86 aufgenommen. Damit ergibt sich fuer Betreiber genehmigungsbeduerftiger Altanlagen die Moeglichkeit, Verpflichtungen zur Emissionsminderung durch Bildung einer betriebsinternen und -externen Emissionsglocke nachzukommen. Auf der Grundlage der Erfassung und Analyse der individuellen Emissionssituation sollen Moeglichkeiten und Hindernisse fuer Kompensationen nach TA Luft '86 empirisch festgestellt, das Zusammenwirken mit dem ordnungsrechtlichen Instrumentarium erfasst sowie Auswirkungen und Leistungsvermoegen dieses flexiblen Instruments im Rahmen betrieblicher Untersuchungen ermittelt werden, um Erkenntnisse fuer Verbesserungen des regulativen Instrumentariums anhand der Immissionsstruktur eines Ballungsraumes zu erhalten.
Unter Auswertung empirischer Erfahrungen bei Behoerden, Staatsanwaltschaften und Gerichten sollte untersucht werden, ob und wie sich die Bestimmungen des derzeitigen Umweltstrafrechts, die die Strafbarkeit von Amtstraegern betreffen, auf den Vollzug des Umwelt(verwaltungs-)rechts auswirken. Hierbei steht die Praeventivfunktion des Strafrechts im Vordergrund, aber auch verwaltungspraktische Gesichtspunkte, wie Motivation und Entscheidungsfreudigkeit der Amtstraeger und die Flexibilitaet der oeffentlichen Verwaltung sollten nicht ausser acht gelassen werden. Einer der Untersuchungsschwerpunkte sollte das Verhaeltnis zwischen informalem Verwaltungshandeln und Strafrecht sein. Als Ergebnis werden Aussagen zur Novellierungsbeduerftigkeit der Amtstraegerstrafbarkeit im Umweltrecht erwartet. Angesichts der unterschiedlichen Ausgangslage und Handhabung in verschiedenen Rechtsbereichen (zB Luft - nur Teilnahme moeglich / Wasser - auch Taeterschaft) erscheint eine Behandlung des Themas mit dem Ziel einheitlicher Loesungsvorschlaege unerlaesslich.
Das Vorhaben soll einen Beitrag der Bundesrepublik Deutschland zur didaktischen Umsetzung oekologischen Wissens/vorliegender Ergebnisse oekosystemarer Forschung fuer Planung und Politik erarbeiten. Dabei geht es insbesondere um Erkenntnisse, die im Rahmen des MAB-Programms gewonnen worden sind.
Das Vorhaben ist Teil der Hauptphase einer Oekosystemforschung Wattenmeer. Sie baut auf der Machbarkeitsstudie (10902121) auf, die in Zusammenarbeit mit dem Land Schleswig-Holstein und dem Umweltbundesamt erarbeitet wurde. Zwischen den Teilvorhaben der Hauptphase, die in Schleswig-Holstein und in Niedersachsen durchgefuehrt werden, soll eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung gewaehrleistet sein. Als konzeptioneller Rahmen ist das MAB-6 Projekt Berchtesgaden zu beruecksichtigen. Ebenso sind die Bezuege zu dem Vorhaben Sensitivitaetskartierung Wattenmeer sowie weiteren fuer die Oekosystemforschung im Wattenmeer relevanten Vorhaben zu beachten.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 405 |
| Europa | 2 |
| Global | 1 |
| Kommune | 2 |
| Land | 11 |
| Wirtschaft | 1 |
| Wissenschaft | 97 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 405 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 405 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 405 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 402 |
| Webseite | 3 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 236 |
| Lebewesen und Lebensräume | 368 |
| Luft | 230 |
| Mensch und Umwelt | 402 |
| Wasser | 233 |
| Weitere | 405 |