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Bereinigung, Strukturierung und Anpassung des BFANL-Thesaurus an den Umweltthesaurus des Umweltbundesamtes. Erarbeitung des Teilthesaurus der biologischen Objekte

Der bestehende Umweltthesaurus des Umweltbundesamtes soll fuer die im Geschaeftsbereich des BMU befindlichen nachgeordneten Behoerden BFANL (Bundesforschungsanstalt fuer Naturschutz und Landschaftsoekologie), BfS (Bundesamt fuer Strahlenschutz), UBA (Umweltbundesamt) sowie fuer den BMU selbst an bereits existierende Wortlisten angepasst und um relevante Fachtermini erweitert werden. Gleichzeitig ist eine entsprechende Harmonisierung und Hierarchisierung der Begriffe erforderlich. Das Vorhaben soll die bereits existierenden Hilfsmittel zum Aufbau von Thesauri (Programm aDIS (ASTTAL)) benutzen.

Schadstoffwirkungen ausgewaehlter Umweltchemikalien zur Bewertung der Umweltgefaehrlichkeit in aquatischen Systemen, hier: verlaengerter Toxizitaetstest bei Daphnia magna als Grundlage fuer Wasserqualitaetsstandards

Es wird vom Bundesminister fuer Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit als notwendig erachtet zu pruefen, ob die Moeglichkeit zur Formulierung von Qualitaetszielen fuer Oberflaechengewaesser gegeben ist. Die Ermittlung der Qualitaetsziele stuetzt sich vornehmlich auf Wirkungswerte; die derzeitig verfuegbaren Daten fuer Stoffe - insbesondere fuer solche, die in einem oberirdischen Gewaesser nachgewiesen wurden - reichen nicht aus, um eine Risikoabschaetzung vornehmen zu koennen. Ziel ist es, Grenzwerte fuer die Konzentrationsbereiche 'voellig unbedenklich' bis 'keinesfalls hinzunehmende Belastungen' zu ermitteln. Es bietet sich an, sowohl zur Stoffpruefung als auch zur integralen Erfassung von Stoffwirkungen die oekotoxikologischen Pruefvorschriften der Stufe 1 des Chemikaliengesetzes einzusetzen, vornehmlich diejenigen, mit welchen Langzeitwirkungen nachgewiesen werden koennen. In diesem FE-Vorhaben nunmehr sollen Untersuchungen zur potentiellen Giftwirkung organischer Substanzen gegen Daphnia magna insbesondere auf deren Reproduktions- und Ueberlebensrate in der Testzeit von 21 Tagen durchgefuehrt werden. Unsere Untersuchungen zeigten, dass - stoffabhaengig - mitunter die Ergebnisse des 21-d-Daphnientestes (NOEC) annaehernd in denselben Wertbereichen lagen wie diejenigen des akuten Daphnientestes (24 h-ECO), meistens bis um einige Zehnerpotenzen geringere Konzentrationen fuer die 21 d-NOEC bestimmt wurden.

Weiterfuehrende Untersuchung zur Bildung von polybromierten Dioxinen und Furanen bei der thermischen Belastung flammgeschuetzter Kunststoffe und Textilien - Teilvorhaben 2

Bei den vom Umweltbundesamt gefoerderten Pyrolyseuntersuchungen bei flammgeschuetzten Kunststoffen wurden vor allem bei Proben, die mit polybromierten Diphenylethern ausgeruestet waren, hohe Furan- und Dioxinmengen gemessen. Ziel des weiterfuehrenden Vorhabens ist es, die Entstehung von bromierten Furanen und Dioxinen beim Brand von Elektrogeraeten, z.B. Fernseher, Monitoren, Druckern, die mit diesen Kunststoffen flammengeschuetzt sind, zu ermitteln. Darueber hinaus werden flammengeschuetzte Kunststoffproben analysiert, um festzustellen, ob darin bereits bromierte Furane und Dioxine z.B. durch die thermische Belastung bei der Herstellung enthalten sind, die z.B. waehrend der thermischen Belastung der Kunststoffe bei der Herstellung entstanden sein koennen.

Untersuchung von Holz und Holzwerkstoffen auf Holzschutzmittel und deren Emission bei der Trocknung oder Verbrennung

Ueber Art, Menge und Zusammensetzung der in Holz, Rinde, Holzwerkstoffen und Holzprodukten enthaltenen Verunreinigungen an Holzschutzmitteln (ua Lindan, Pentachlorphenol, Steinkohlenteeroel) und deren moeglicherweise umweltschaedigende Auswirkungen bei der Verwendung dieser Hoelzer als Brennstoff oder als Rohstoff fuer die Spanplattenproduktion liegen nur unzureichende Erkenntnisse vor. In einem ersten Schritt soll das zur Verbrennung bzw. zur Spanplattenherstellung genutzte Holzpotential (ua forstliche Resthoelzer, Holzwerkstoffe, Eisenbahnschwellen) auf halogenierte Kohlenwasserstoffe und andere Schutzmittel, zB auf Teer- und Schwermetallbasis, untersucht werden. In einer weiteren Phase sind Emissionsmessungen sowohl bei der Holzverbrennung als auch bei der Spanplattenherstellung im Bereich der Spaenetrocknung vorgesehen.

Messung und Analyse von meteorologischen Feldern fuer die Ausbreitungsrechnung

In den VDJ RL 3783 Blatt 1 und Blatt 2 ist die Ausbreitungsrechnung standardisiert fuer die Ausbreitung brennbarer und toxischer Gase. Es ist aber fraglich ob die Struktur und flaechenmaessige Ausdehnung von Anlagen der Grosschemie hier richtig beschrieben wird. Das F+E-Vorhaben soll deshalb das Informationsdefizit bezueglich der Auswirkung der Waermeemissionen und der Bodenrauhigkeit derartiger Grossanlagen auf die Ausbreitungsbedingungen insbesondere die Ausbildung von Sperrschichten beheben. Dies soll durch entsprechende Messungen innerhalb, oberhalb und ausserhalb der Werksanlagen eines chemischen Grossunternehmens untersucht werden.

Einsatz von Schaedlingsbekaempfungsmitteln im nicht-agrarischen Bereich: Dokumentation und Expositionsanalyse

Chemische Schaedlingsbekaempfungsmittel und ihre bioziden Wirkstoffe, die in der Bundesrepublik Deutschland vertrieben werden, aber keinem Zulassungsverfahren nach dem Pflanzenschutz- oder Arzneimittelgesetz unterliegen, und die keine Holzschutzmittel sind, sollen nach Zielorganismen, Wirkungsweise und -dauer, Einsatzbereich, Anwendergruppen, Anwendungs- und Vertriebsform, verwendeten Loesemitteln, nach Herstellern und nach Vorliegen einer Anerkennung fuer die Anwendung nach dem Bundesseuchengesetz erfasst werden. Die Eintragspfade der bioziden Wirkstoffe in die Umwelt sollen ermittelt sowie eine Expositionsanalyse und -bewertung durchgefuehrt werden.

'Erfassung von Spraydrift und Verfluechtigung bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln'

Zum Thema Spraydrift werden Feldversuche in Hopfen und Obstbau unter realistischen Bedingungen durchgefuehrt. Desweiteren werden Freilandmodellversuche zur Erfassung der Abhaengigkeit der Straydrift von Klimadaten (insbesondere Windstaerke) durchgefuehrt. Ziel der Arbeiten ist es, ein Computergestuetztes Modell zur Abschaetzung der Belastung terrestrischer und aquatischer Systeme in Randbereichen der Anwendung zu entwickeln und abzusichern. Zur Verfluechtigung wird ein Windkanal aufgebaut, um die Abhaengigkeit der Verfluechtigungsrate von Kultur, Ausbringung und Wetterbedingungen vergleichend zu untersuchen. Ziel der Arbeiten ist auch hier, ein experimentell abgesichertes Modell zu erstellen.

Elternschaftsnachweis wildlebender Tierarten

Sowohl zur Kontrolle von Gefangenschaftszuchten gefaehrdeter Tierarten als auch zu genetischen Untersuchungen an wildlebenden Populationen sind Methoden erforderlich, mit denen moeglichst exakte Elternschaftsnachweise gefuehrt werden koennen. Grundsaetzlich bieten sich die Verfahren der Analyse von Isoenzymen, von Isoproteinen aufgrund genetisch bedingter Polymorphismen sowie die DNA-Analyse (sog. 'fingerprinting') an. Mit dem Vorhaben soll letztere Methode an bestimmten Voegeln getestet und auf die Tierarten uebertragen werden, bei denen die Anwendung besonderes dringlich ist. Die Ergebnisse sollen insbesondere dazu beitragen, den Vollzug des Artenschutzrechtes in der Bundesrepublik Deutschland entscheidend zu verbessern, in dem die Nachzucht gefaehrdeter Tierarten in Gefangenschaft eindeutig kontrolliert und die Entnahme von Individuen aus der Natur reduziert werden kann.

Analyse und Bewertung unterschiedlicher Naturschutzkonzeptionen

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es eine ganze Reihe mehr oder minder ausformulierter Naturschutzkonzeptionen, u.a. bei den Naturschutzverbaenden (B.U.N.D., DNR, DBV etc.), beim Sachverstaendigenrat, in der Wissenschaft sowie im politischen Raum. Diese Konzeptionen sollen synoptisch zusammengestellt und systematisch analysiert werden. Daran anschliessend soll eine Abschaetzung bzw. Bewertung der Konzeptionen erfolgen im Hinblick auf: Konkretisierungsgrad, Umsetzbarkeit, Kosten der Umsetzung, raeumliche Folgen, Zielerfuellungsgrad der vollzogenen Naturschutzpolitik, Nutzungskonflikte, Bezuege zu anderen Umweltbereichen etc. Durch das Vorhaben soll die fachlich-politische Basis fuer die Naturschutzpolitik des BMU verbessert werden.

Kompensationsloesungen im Gewaesserschutz

Mit dem Vorhaben sollen unter Beruecksichtigung der rechtlichen, technischen, oekonomischen und umweltpolitischen Rahmenbedingungen Konzepte fuer eine regionale (Direkteinleiter) und/oder lokale (Indirekteinleiter) Flexibilisierung von Einleitungsauflagen entwickelt und auf ihre Durchfuehrbarkeit hin ueberprueft werden. Gedacht ist dabei nicht nur an Kompensations- oder Zertifikationsmodelle. Das Vorhaben verknuepft eine breitangelegte Befragung (rd 1000 Unternehmen und rd 300 Kommunen) mit einer detailierten Fallstudie, die die Voraussetzungen und Spielraeume fuer flexible Loesungen im Indirekteinleiterbereich ermitteln soll. Das Vorhaben steht in engem Zusammenhang mit einer Reihe weiterer, zT schon angelaufener Forschungsvorhaben, wie der Abwasserabgabenstudie (FE 10103129) und der 'Wasserpfenning'-Studie (FE 10201116). Um Fuehlungsvorteile zu nutzen und Doppelerhebungen zu vermeiden, soll dieses Vorhaben, auch was die Forschungsnehmer angeht, inhaltlich und organisatorisch an die beiden laufenden Projekte angebunden werden. Zu diesem Zweck haben sich die Bearbeiter der laufenden Projekte unter Einbeziehung von Herrn Prof Dr Rudolph (Universitaet Witten-Herdecke) zu einer Arbeitsgemeinschaft 'Oekonomische Instrumente im Gewaesserschutz' zusammengeschlossen.

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