Das hier gegenständliche Bauvorhaben umfasst die Verlegung der B 2 östlich des Marktes Garmisch-Partenkirchen mit Bau eines Tunnels durch das Wankmassiv. Der neue Abschnitt der B 2 soll im Bereich der Brücke über die Bundesstraße B 23 etwa 600 Meter südlich des Tunnels Farchant beginnen und in einem Linksbogen bis zum Nordportal des künftigen Wanktunnels verlaufen, das nördlich des Siedlungsgebiets „Am Brünnl“ liegt. Der Tunnel selbst soll anschließend das Wankmassiv auf einer 3,5 Kilometer langen Strecke durchqueren, bevor die neue B 2 östlich des Ortsteils Anzlesau wieder in die bestehende Trasse mündet. Die geplante Ortsumgehung mit Wanktunnel soll zu einer Entlastung des Durchgangsverkehrs im Ortsbereich von Garmisch-Partenkirchen beitragen.
Die Wirkung von UV-B-Strahlung (280-320 nm) auf Pflanzen ist vielschichtig und erst in Ansaetzen verstanden. Insbesondere bei Baeumen ist ueber die Wirkung von UV-B-Strahlung in Kombination mit anderen Umweltfaktoren wenig bekannt. Die Fichte Picea abies (L.) Karst ist eine wirtschaftlich wichtige Baumart Bayerns. Eine stete Zunahme der UV-B-Strahlungsintensitaet und ihre Auswirkung auf den Fichtenbestand ist deshalb nicht nur von oekologischer, sondern auch oekonomischer Bedeutung. Ziel des Projektantrags ist es, die interaktive Wirkung von UV-B-Strahlung und sommerlichem Trockenstress auf Jungfichten zu untersuchen. Unter Ausnutzung der natuerlichen Erhoehung der UV-B-Strahlung mit zunehmender Hoehe in der Troposphaere werden Klimakammerexperimente auf dem Wank in 1780 m ue.N.N. in speziell dafuer entwickelten Solardomen durchgefuehrt. Schwerpunkte der Arbeiten sind Untersuchungen ueber die Auswirkung der zunehmenden UV-B-Strahlung auf den photosynthetischen Gaswechsel, die Emission von fluechtigen organischen Verbindungen, die Bildung von isoprenoiden Verbindungen in den Nadeln sowie auf die pflanzlichen Schutzsysteme den antioxidativen Stoffwechsel und die UV-B Schirmpigmente der Fichten. Mit Hilfe dieser Untersuchungen sollen (i) Aussagen ueber das jahreszeitliche Verhalten der Fichten erarbeitet, (insbesondere in welcher Phase der Nadelentwicklung die Beeinflussung durch UV-B-Strahlung am hoechsten ist, (ii) der Einfluss von sommerlichem Trockenstress auf dieses Verhalten beschrieben, (iii) und moegliche Konsequenzen fuer das Wachstum der Fichten abgeschaetzt werden.
Zielsetzung des Vorhabens ist es, die bisher durchgefuehrten Nadelanalysen am Wank durch weitere ergaenzend zu vertiefen, um eine abschliessende Beurteilung der Nadelelementsituation am Forschungsschwerpunkt Wank vornehmen zu koennen. Unter Einbeziehung der Ergebnisse der bodenkundlichen, Feinwurzel- und Mykorrhiza-Untersuchungen anderer Arbeitsgruppen wird die Voraussetzung fuer eine umfassende Darstellung der Ernaehrungsverhaeltnisse am Wank geschaffen. Weiterhin soll das auftreten von Chlorosen an Fichtennadeln ergaenzend durch makroskopische und lichtmikroskopische Untersuchungen ursaechlich geklaert werden. Zur Beschreibung der Bestandesklimatologie auf den Probeflaechen am Wank werden in Klimahuetten klimatologische Basisparameter erfasst.
Inhalt des Vorhabens ist die Fortfuehrung bisheriger Untersuchungen zur Wasseraufnahme und Wasserabgabe von Baeumen verschiedener Standorte und unter verschieden starken Einfluessen von Schadgasen. Dazu werden Zweigproben vom Forschungsschwerpunkt Wank mit Proben von Baeumchen aus Begasungsversuchen verglichen. Weiterhin wird das Stomata-Verhalten von Nadeln untersucht im Hinblick darauf, ab welcher Belastung deren Faehigkeit, die Wasserabgabe zu regulieren, beeintraechtigt ist. Hierzu werden aus den physiolog. Kenngroessen Wasserpotential und osmotischer Druck 'Belastungsdiagramme' entwickelt. Insgesamt sollen damit Aspekte des Wasserhaushalts von Baeumen zur Aufklaerung von Waldschaeden erforscht werden, die die Hypothese zur Grundlage haben, dass immissionsbelastete Baeume in erhoehtem Masse unter Trockenheit von Luft und Boden leiden. Im weiteren Verlauf (9/92-8/94) soll die bisher aufgezeigte Wirkung von Ozon auf das Kontrollsystem der Spaltoeffnungen an einem gesunden Baum des forstl. Versuchsgartens Grafrath in einer klimatis. Gaswechselmesskammer (SYSTEM KOCH) experimentell erzeugt werden, mit definierten Ozondosen, wie sie am Wank gemessen werden. Das Spaltoeffnungsverh. der so behandelten Zweige soll fortlaufend im Vergl. zu dem von Zweigen in Reinluft verfolgt werden. Bei nachfolgendem Trockenstress soll an den ozon-belasteten Zweigen festgestellt werden, ob die Belastungsgrenze verschoben ist. Der Einfluss von Entwicklungs- u. Wasserzustand der Nadeln auf die Schadwirkung des Ozons soll geprueft werden. Es soll eine eindeutige Antwort gegeben werden auf die Frage, ob die am Wank vorkommende Ozonbelastung die Baeume dort zu schaedigen vermag
Das Fraunhofer-Institut fuer Atmosphaerische Umweltforschung (Ifu) betreibt im bayerischen Nordalpenraum ein Stationsnetz zur Messung der Schadstoffbelastung der Atmosphaere und des Niederschlags sowie der fuer die Ausbreitung und Umwandlung von Luftbeimengungen relevanten meteorologischen Groessen. Schwerpunktmaessig werden hierbei Parameter erfasst die fuer die Entstehung von Waldschaeden mit-ursaechlich sind. Das Messnetz umfasst 3 Stationen: Garmisch-Partenkirchen (740 mNN), Wank (1780 mNN) und Bad Reichenhall (495 mNN). Das Messprogramm umfasst die kontinuierliche Erfassung von Spurenstoffen (SO2, NOx, O3 ua) und meteorologische Groessen Temperatur, relative Feuchte, Windrichtung und -geschwindigkeit, Sichtweite, Sonnenstrahlung und Niederschlag. Die Messgroessen werden zentral erfasst, ausgewertet und fuer das Bayerische Landesamt fuer Umweltschutz bereitgestellt.
Das Fraunhofer-Institut fuer Atmosphaerische Umweltforschung (Ifu) betreibt im bayerischen Nordalpenraum ein Stationsnetz zur Messung der Schadstoffbelastung der Atmosphaere und des Niederschlags sowie der fuer die Ausbreitung und Umwandlung von Luftbeimengungen relevanten meteorologischen Groessen. Schwerpunktmaessig werden hierbei Parameter erfasst, die fuer die Entstehung von Waldschaeden mit-ursaechlich sind. Das Messnetz umfasst 6 Stationen: Hochgrat (Allgaeu, 1706 mNN), Garmisch-Partenkirchen (740 mNN), Wank (1780 MNN), Zugspitze (2962 mNN), Bad Reichenhall (495 mNN) und Predigtstuhl (1613 mNN). Das Messprogramm umfasst neben der chemischen Analyse der (ionischen) Niederschlags-, Nebel- und Aerosolinhaltsstoffe sowie die Messung von pH und elektrischer Leitfaehigkeit des Niederschlags die kontinuierliche Erfassung von Spurenstoffen (SO2, NOx, O3, Kondensationskerne, u.a.) und meteorologischen Groessen Temperatur, rel. Feuchte, Windrichtung und -geschwindigkeit, Sichtweite, Sonnenstrahlung und Niederschlag. Die Messgroessen werden zentral erfasst, ausgewertet und fuer das Bayerische Landesamt fuer Umweltschutz bereitgestellt.
Ziel des Projektes ist es, die in einem Blatt ablaufenden und die Emission von Isopren bestimmenden Prozesse in Abhaengigkeit der Parameter Licht, Temperatur, Strahlungszusammensetzung und Wasserverfuegbarkeit zu untersuchen. Diese Ergebnisse bilden die Grundlage fuer die Erstellung eines prozessorientierten Modells zur Beschreibung der Isoprenemission in den Blaettern einheimischer Baeume - wie zB der Stieleiche (Quercus robur L.). Schwerpunkte der Arbeiten sind: a) die Untersuchung des photosynthetischen Gaswechsels und die Bestimmung der Isoprenemission, b) die Quantifizierung der Isoprensynthese-Aktivitaet, c) die Erfassung der Stoffkonzentrationen wichtiger Intermediate der Isoprenbildung und die Erstellung eines prozessorientierten Modells. Die Experimente werden unter vorgewaehlten Bedingungen, wie z.B. Temperatur, Bodenfeuchte, in Solardomen auf dem Wank oder dem Schneefernerhaus durchgefuehrt. Die Hoehenlage des Versuchsstandorts ermoeglicht die Versuchsdurchfuehrung in den Solardomen unter Strahlungsbedingungen, die der natuerlichen Strahlungszusammensetzung entspricht.
Zur Durchfuehrung eines koordinierten Messprogramms zur Waldschadensforschung im bayerischen Kalkalpenraum wurde eine Basisstation am Suedwesthang des Wank (Garmisch-Partenkirchen) in 1176 m Hoehe aufgebaut. An dieser Station werden meteorologische sowie ein begrenzter Satz luftchemischer Parameter kontinuierlich gemessen. Diese Daten stehen den beteiligten Forschungsgruppen ebenso zur Verfuegung wie die Infrastruktur sowie der Laborraum der Station. Die Ausweitung der Aktivitaeten und der Aufbau einer luftchemischen Station am selben Standort ist im Rahmen eines weiteren Projektes fuer 1987 geplant.
Inhalt des Vorhabens ist es, am Forschungsschwerpunkt 'Wank' bodenkundliche Untersuchungen durchzufuehren. Es sollen in verschiedenen Hoehenstufen vergleichend Wasser-, Waerme- und Stoffdynamik der vorkommenden Boeden erfasst und zwischen dem standoertlichen Naehrstoff- und Wasserhaushalt, der Luftschadstoffbelastung und dem Entstehen von neuartigen Waldschaeden Beziehungen hergestellt werden. Dadurch soll der Nachweis erbracht werden, dass alleine die standoertliche Variabilitaet (bzgl. Ernaehrungsstoerungen, Hydrologie, Trockenstress) die Schadensentstehung nicht erklaeren kann.
Ziel des Vorhabens ist es, auf der Ebene des sekundaeren Pflanzenstoffwechsels den Einfluss der Belastung von Fichte und Kiefer durch Photooxidantien unter Beruecksichtigung von Standort- und Witterungsfaktoren messbar zu machen. Bisherige Erfahrungen in Kammerexperimenten mit Ozon haben gezeigt, dass sich einige Parameter des Sekundaerstoffwechsels (Stilbene, Flavonoide etc.) als biochemische Marker eignen. Ergaenzend zur Messung der Inhaltsstoffe und Enzymaktivitaeten werden Pulsmarkierungsexperimente durchgefuehrt. Neben Nadeln wird Rinden-, Holz- und Wurzelmaterial vom Standort bearbeitet, begleitet von histochemischen Strukturuntersuchungen. Die Arbeiten sind mit weiteren Wank-Arbeitsgruppen abgestimmt und werden in enger Verbindung mit Modellversuchen in den Expositionskammern der GSF durchgefuehrt.
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